7. Les Saint Marie de la Mer

Die folgenden Tage zeichneten sich durch eisige Luft und einen klaren Himmel aus.

Harry und seine Freunde waren auf dem Weg Hagrid zu besuchen.

Der Freitagnachmittag war ihnen der Liebste, denn sie hatten unterrichtsfrei und Zeit ihre Hausaufgaben hinauszuzögern.

Hagrid hatte sie zum Tee eingeladen mit dem Hintergedanken sein neues Outfit, mit dem er Mme Maxime imponieren wollte, vorzuführen.

Als allerdings etwas verfrüht jemand an der Tür klopfte, standen da nicht seine Freunde Harry, Ron und Hermine, sondern Professor Moody und stierte ihn mit dem unheimlichen Zauberauge an, als wolle er die Innenseite seines Gehirns auf unreine Gedanken untersuchen.

Hagrid stutzte, ließ den alten Krüppel aber schließlich herein. Moody setzte sich auf einen Stuhl und ließ sich von Hagrid mit Plätzchen bedienen – etwas trinken traute er nicht -, bevor er zu sprechen begann: „Sie haben Potter zum Tee eingeladen?", fragte er. „Ja, sie müssten gleich kommen...", brummte Hagrid verdutzt. „Ich benötige einen sicheren Ort, wo ich ein kurzes Wort mit ihm wechseln kann und ich halte ihre Hütte für unverdächtig genug.". Hagrid schaute den Auror nur groß an, hielt ihn kurzzeitig für verrückt, denn kein Ort war sicherer als das Schloss, doch dann entsann er sich, dass die Lehrer von Hogwarts allesamt ihre Gründe hatten und wollte diesen nicht im Weg stehen. „Aber natürlich!", sagte er schließlich, damit keine peinliche Stille entstand.

Und schon im nächsten Augenblick erschallte Hermines fröhliches Klopfen an der Tür und Fang sprang vor Freunde in die Luft, was Moody derart erschreckte, dass er sich an einem Steinkeks verschluckte.

„Herein!", rief Hagrid fröhlich und die drei traten in den großen Raum, welcher der einzige war, den Hagrids Hütte besaß. Sie stutzten nicht schlecht, als sie Moody am Tisch sitzen sahen, traten ihm aber natürlich mit dem gebotenen Respekt entgegen.

„Ahh, Potter!", machte Moody und fixierte einen nach dem andern mit seinem magischen Auge, „Ich muss sie hier treffen, da es im Schloss nicht mehr sicher ist.". Die drei und besonders Harry horchten auf.

„Todesser!", erklärte Moody gespenstig, „Es sind ehemalige Todesser an der Schule! Es gibt nicht ekelerregenderes als Todesser, die ihrer Strafe entgangen sind!".

Hermine ergriff das Wort: „Aber Professor Snape hat die Seiten gewechselt oder nicht?". Moody überhörte diese Frage und konzentrierte beide Augen allein auf Harry, „Sie müssen vorsichtig sein, Potter! Sie wissen nicht, wer sie in das Trimagische Turnier gebracht hat und ich fürchte, dass es eine Verschwörung gibt! Vertrauen sie niemandem! Halten sie sich von Suzette Smith fern! Halten sie sich fern von dieser Person! Sie beobachtet sie, Potter! Seien sie vorsichtig!".

Moody stand auf und humpelte zur Tür. Er ließ die vier übrigen mit verdutzten Gesichtern und wortlos zurück und verschwand in den Wald. Sofort verfinsterte sich die Stimmung auf Hagrids Teeparty und der gutmütige Riese wagte es gar nicht die drei nach seiner neuen Klamotte zu fragen.

Harry blickte finster ins Feuer, Rons Gesicht spiegelte eine unterschwellige Angst und Hermine glaubte Moody reagierte über: „Wieso hat Dumbledore sie hergeholt, wenn er sich nicht ganz sicher war, dass sie auf seiner Seite steht?". „Nicht Dumbledore! Snape hat sie hergeholt!", verbesserte sie Harry, „Und wenn er für Dumbledore arbeiten konnte, könnte er dann nicht auch für Volde...". „Nicht diesem Namen aussprechen!", brüllte Hagrid dazwischen.

Suzette befand sich unterdessen in Hogsmeade, wo sie Besorgungen für den Weihnachtsball unternehmen wollte. Alles, was man für eine gute Feier brauchte, bekam man bei Zonkos. Leider würde der Weihnachtsball keine guten Feier werden. Jedenfalls keine nach Suzettes Geschmack und so blieb sie nur kurz vor dem Scherzartikelladen stehen, ging aber nicht hinein.

Bei Myra Rice, einem Laden, der sich auf die seriöse Ausstattung festlicher Ereignisse spezialisiert hatte, und bekannt für seine bis zur peinlichsten Perfektion geplanten Hochzeiten war, kaufte Suzette Girlanden, Lampions, Einwegtischdecken, Kerzen und anderen Kram, der sich hübsch in der großen Halle drapieren ließ. Sie achtete darauf, die teuersten und feinsten Stoffen zu wählen, schließlich wollte sie mit ihrer Dekoration offene Müder provozieren und Dumbledore etwas beweisen, außerdem war es sein Geld, das sie zur Verfügung gestellt bekam.

Suzette kaufte nicht gerne ein, ließ sich nicht gerne beraten und redete auch sonst nicht gerne über solch banale Dinge wie Farben, Licht und die Funktionalität von Duftkerzen, die beim Abbrennen leichte Aufmunterungszauber verbreiten. Sie mochte es, wenn die Dinge wirkten, nicht wenn man sie durchdiskutierte. Außerdem gab es wichtigeres, vor allem zur Zeit.

„Aber sehen sie doch! Die große Halle von Hogwarts wirft ein blaues Licht, wenn der Nachthimmel von oben scheint. Sie können keine roten Vorhänge verwenden!", erklärte Myra Rice und reichte Suzette einen königsblauen Samtstoff. „Ich werde nicht den Himmel über der Halle erscheinen lassen.", sagte Susette knapp, denn sie wollte nicht ewig darum streiten, endlich den roten Stoff kaufen zu dürfen. „Und in welcher Farbe sollen die Kerzen leuchten? Ich empfehle ein gedämpftes Grün.". „Bloß nicht!", rief Suzette und griff nach einer zart orangenen Kerze. „Gibt es die noch in einem Ton dunkler?". „Aber sicher!", Myra zückte ihren Zauberstab, tippte die Kerze in Suzettes Hand an und diese wechselte die Farbe in ein etwas gedeckteres Orange-Rot.

„Ich bräuchte etwas, was Licht von oben stahlt, etwas, das sich bewegt. Es wird getanzt. Sowas wie eine Discokugel...".

Myra verschwand geschwind hinter einem Regal und kam wieder mit einer kleinen schwarzen Kugel. „Das ist ein Synästhesium. Es wandelt Musik in Farben um. Sie können es an der Decke anbringen. Es ist allerdings nicht ganz billig, weil es sehr starker Magie bedarf. So ist das mit der Kunst, sie lässt sich nur sehr schwer von schnöder Magie bändigen.". Suzette grinste: „Gekauft!".

„Wenn ich fragen darf", begann Myra, nachdem Suzette Anstalten gemachte hatte, den Kauf abschließen zu wollen, „Ich habe gehört Professor Dumbledore haben die Schwestern des Schicksals für den Weihnachtsball engagiert?". Suzette verdrehte die Augen, das würde sich noch herausstellen. Sie sagte: „Ja, so wie es aussieht, ist er da dran.". „Ob sie meiner Enkelin vielleicht Autogramme besorgen könnten? Sie ist ein riesen Fan dieser Band.". „Mal sehen!", knurrte Suzette, als Myra ihr einen Zettel mit dem Namen und der Adresse ihrer Enkelin in die Hand drückte.

„Sagen sie, wer sind sie? Sie waren noch nie hier im Ort, um für Hogwarts Einkäufe zu erledigen. Sonst schickt Dumbledore immer nur seine Hauselfen.". „Professor Dumbledore hat mich als Erzieherin und Mädchen für alles dieses Jahr eingestellt. Sowohl die Lehrer, als auch die Hauselfen und alle Angestellten sind in diesem Jahr ziemlich ausgelastet. Da springe ich ein, wo ich kann.", sie zögerte einen Augenblick, aber sie wusste, sie würde nicht umhinkommen: „Mein Name ist Suzette Smith.".

Die kleine, rundliche Ladeninhaberin, schien mit einem Mal unerhört blass zu werden. Ihre grauen Haare schienen plötzlich noch etwas grauer zu werden, sie riss die Augen auf und begann zu stottern: „Sie... wenn sie nicht wollen... sie müssen keine Autogramme besorgen... Ich glaube, Melli mag die Schwestern sowieso nicht mehr...". Suzette drückte ihr den Zettel mit der Adresse ihrer Enkelin wieder in die Hand, zählte ihr Geld ab, legte es auf den Tresen, vor die noch immer schockierte Myra Rice, griff ihre Einkaufstüten und verließ ohne einen Gruß den Laden.

Sie fühlte keine Wut, keine Scham. Es kam ihr natürlich vor, dass die Menschen so auf ihren Namen reagierten. Sie wussten es ja nicht besser.

Wieder war es ein wunderschöner, wenn auch eisiger Tag. Suzette wusste, dass sie so schnell wie möglich ins Schloss zurück kommen sollte um ein Auge auf Potter zu werfen, doch sie beschloss, noch ein bisschen zu bummeln. Kaum hatte sie das Dorf verlassen, flatterte auch schon den struppige Rabe auf ihre Schulter und keckerte in ihr Ohr. Suzette kicherte über seine Geschichte, zuckte ein wenig mit der Schulter und der Vogel hob gespielt erschrocken ein paar Meter ab, bevor er sich wieder auf dem Mädchen niederließ.

Suzette ließ die vollgestopften Taschen auf die Wiese fallen und hockte sich ebenfalls auf den Boden. Sie saß auf einem Hügel etwas abseits der sogenannten heulenden Hütte. Von hier aus hatte man einen herrlichen Ausblick nach unten auf das Dorf im Tal. Hinter hier lag der verbotene Wald, dunkel und gefährlich, wie zum Kontrast.

Als wäre es Sommer, legte Suzette sich mit dem Rücken ins knirschende, weil gefrorene Gras und atmete tief die frische, klare Luft ein.

Kaum eine Wolke war am Himmel zu erkennen und doch hatte die Sonne nicht mal genug Kraft um den Reif auf der Wiese aufzutauen.

„In London ist es jetzt bestimmt noch wärmer.", sagte Suzette zu Pip. Der sprang aufgeregt um sie herum und krähte, als wolle er Aufmerksamkeit provozieren, was Suzette aber gekonnt zu ignorieren wusste.

„Penny hat sich bestimmt schon mit der neusten Herbst-Winter-Mode eingedeckt.", mutmaßte Suzette und dachte ein wenig wehmütig daran, dass sie jetzt, wie noch vor ein paar Tagen, vollkommen verantwortungslos in den Tag hinein hätte leben können. Sie hätte hier und da einen Gelegenheitsjob angenommen, ihn mit ein paar Blinzlern erledigt und den Rest der Woche gut bezahlte Freizeit gehabt. „Und dabei kann Penny mit ihrer Figur diesen modische Zeug absolut nicht anziehen!", sagte Suzette zu Pip und lachte. „Ein kleines, dickes Mädchen in kniehohen Stiefeln...", sie grinste und der Rabe keckerte ebenfalls gehässig, „Sie sieht wirklich aus wie ein Gnom...", sagte Suzette, „... mit dieser schrecklichen Brille und den dreckig-blonden Locken... und den schiefen Vorderzähnen...". Suzette atmete tief als ihr bewusst wurde, wie sehr sie ihr unbeschwertes Leben bei Penny vermisste, „Und sie fand meine Tätowierung cool...", sie grinst, aber viel schwermütiger als zuvor. „Vielleicht ist der Naive, am Ende doch der glücklichere...", sagte Suzette abschließend sehr leise.

Schnell fand sie in die Zaubererwelt-Realität zurück und kramte in einer der Tüten, die rechts und links neben ihr auf der Erde lagen nach dem Synästhesium. Sie fand es und drehte es ein wenig in den Händen herum. Es handelte sich um eine perfekte schwarze, scheinbar metallene Kugel, ohne jede Öffnung oder Hinweis darauf wie sie zu benutzen war.

Mit einem sportlichen Schwung setzte sich Suzette aufrecht hin, damit sie das Ding genauer betrachten konnte. Sie tippte es mit einem Finger an, so wie es andere Zauberer mit ihrem Zauberstab getan hätten. Nichts geschah.

Dann hielt Suzette sich die fußballgroße Kugel an den Mund und begann etwas zu singen, einen beliebigen Teil, eines beliebigen Liedes, das ihr urplötzlich glasklar im Kopf vorschwebte

„You must go must flee

For they will hunt you down

You and your unborn seed

In all of Gaul is there safety?

Les Saint Marie de la Mer

You will dance the ring

Marys of the Sea

The lost bride weeps

Les Saint Marie de la Mer

We will dance your ring..."

Und noch während sie mehr hauchte als sang, erstrahlte die Kugel erst in leuchtend warmen Gelb, dann in rot und violett, schließlich wurde sie wieder kalt und schwarz. Suzette drehte sich um und erschrak, als sie die Silhouette von Alastor Moody durch den Wald hinter ihr auf sich zu kommen sah.

„So vergeuden sie also ihre Zeit!", rief er ihr entgegen, „Ich habe mit ihnen zu reden!". Suzette rollte die Augen. Jetzt war sie gerade am entspannen!

„Bitte!", rief Suzette laut und ungeduldig.

Moody stand nun über ihr, Suzette war nicht für ihn aufgestanden: „Halten sie sich fern von Potter! Ich ertrage Personen wie sie nicht und will nicht, dass der Junge in ihren schlechten Einfluss gerät.".

„Es liegt nicht an ihnen zu entscheiden...", begann Suzette selbstsicher doch Moody unterbrach sie mit einem bedrohlichen Unterton: „Es liegt nicht an ihnen sich zu widersetzen! Wie schnell glauben sie, könnte ich sie nach Askaban bringen? Sie spionieren mir hinterher! Ich rate ihnen das zu unterlassen!". Suzettes Blick verfinsterte sich, doch sie wagte nicht etwas zu entgegnen. „Wenn ich etwas hasse, dann Todesser, die ihrer Strafe entgangen sind!". „Na dann haben sie sich ja das falschen Schuljahr ausgesucht.", meinte Suzette und grinste bitter.

„Halten sie sich zurück! Ich beobachte sie! Es mag sein, dass Dumbledore ihnen vertraut, so wie er jedem Lügner vertraut, aber mir machen sie nichts vor!". Suzette zog die Augenbrauen zusammen: „Ich bin nicht auf Dumbledores Vertrauen angewiesen!".

„Aber vielleicht Professor Snape...", fing Moody an und verzog das Gesicht zu einem missmutigen Grienen.

„Wollen sie mich erpressen?", endlich stand Suzette auf und blickte in das übergroße magische Auge des Auror, welches ungewöhnlich reglos auf ihr ruhte.

„Wenn es nach mir ginge, brächte man sie beide eher heute als morgen in eine Zelle nach Askaban. Aber da ich mich im Gegensatz zu ihnen an Gesetze halten muss, werde ich sie beobachten!", das Auge zitterte etwas in seiner Höhle und Suzette überkam ein eiskalter Ekel, dass sie würgen musste.

„War's das?", fragte Suzette mit einem unbehaglichen Gefühl in der Magengegend.

Moody kniff sein normales Auge zusammen und mahnte nochmals: „Halten sie sich fern von Potter!" und in diesem Moment kam es ihr seltsam vor, dass Moody sich allein um Potter Sorgen machte.

Suzettes gute Laune war dahin und erst als Moody schon minutenlang nicht mehr zu sehen war, rührte sie sich wieder, griff ihre Einkaufstaschen, stopfte das Synästhesium grob in eine und stapfte dem Fußweg zwischen Hogsmeade und dem Schloss entgegen. Der Rabe flatterte hinter ihr her, wagte es aber nicht sich auf Suzettes Schulter niederzulassen oder auch nur einen Laut von sich zu geben.

Suzette ging nicht durch den verbotenen Wald um eine weitere Begegnung mit Mad-Eye zu verhindern. Sie nahm den offiziellen Weg zum Haupteingang des Schlosses.

Sie war wütend, genau richtig um zu Dumbledore zu gehen. Ihre Tüten stellte sie in ihrem Zimmer in den Kerkern ab und ging stapfte schließlich all die unendlichen Stufen nach oben, bis sie vor dem marmornen Wasserspeier stand und ihm das Passwort zu blökte: „Zitronen-Parfait". Der Durchgang öffnete sich und Suzette stieg weiteres 45 Stufen hinauf, bis sie vor dem Turmzimmer des Direktors stand, anklopfte und hereingebeten wurde.

Dumbledore saß hinter seinem Schreibtisch und kritzelte etwas auf ein Stück Pergament, als er Suzette verschmitzt durch die Halbmondgläser seiner Brille ansah: „Miss Suzette?", sagte er freundlich.

„Ich würde gerne über den Weihnachtsball sprechen.", erklärte Suzette immer noch in Rage über Moody.

„Bitte setzten sie sich!", sagte Dumbledore um eine wenig die Spannung aus Suzettes Besuch zu nehmen. Sie setzte sich dem Schulleiter gegenüber.

„Ich war in Hogsmeade und habe...", fing Suzette an. „Ja ja! Ich lasse ihnen da ganz freie Hand.", beruhigte sie Dumbledore.

„Sie wollen die Schwestern den Schicksals engagieren?", fragte Suzette daraufhin. „Es sind alles ehemalige Schüler von mir, ich denke, dass sie mir einen guten Preis machen werden.", überlegte Dumbledore.

„Ich frage mich, ob wir denn nicht eine andere Gruppe bekommen könnten.", sagte Suzette vorsichtig.

„Sie mögen diese Band nicht?", fragte Dumbledore amüsiert.

„Sehen sie, ich haben lange bei Muggeln gelebt und musste feststellen, dass Zauberer einfach kein Händchen für Musik haben. Vielleicht weil Muggel sich für alles so sehr anstrengen müssen... Worauf ich hinaus will, ist, dass wir vielleicht eine...".

„Suzette! Wir können keine Muggel-Musikgruppe auf das Schloss holen! Seien sie vernünftig!".

„Man könnte sie mit Gedächtniszaubern...".

„Nein, Suzette! Gedächtniszauber gehen nur allzu gerne daneben und sind im Grunde nur bei Notfällen anzuwenden. Das geht nun wirklich nicht!".

Suzette sah es ein, aber sie hatte auch zu keinem Zeitpunkt damit gerechnet, das zu bekommen, was sie wollte.

„Sie haben Recht Suzette!", fing Dumbledore wieder an und Suzette sah den alten Mann unverständig an. „Sie haben ganz richtig beobachtet. Muggel müssen sich sehr viel mehr anstrengen. Kunst ist auch eine Art von Magie, etwas, das bei uns Zauberern etwas zu kurz kommt, da wir es gewohnt sind, alles sehr einfach erreichen zu können. Ich denke ich erzähle ihnen nichts neuen, wenn ich erkläre, dass die Dunklen Künste selbst nichts weiter als Auswüchse der menschlichen Kreativität der Gegenwart sind.".

„Die Zauberei, die an dieser Schule gelehrt wird bewegt sich auf ausgetretenen Pfaden.", bemerkte Suzette.

„Sie ist sicher!", entgegnete Dumbledore, „Menschen wie ihnen natürlich viel zu langweilig!", Suzette konnte aus seinem Blick nicht deuten ob er verständig oder abschätzig lächelte.

„Die Dunklen Künste sind nicht zwingen schlecht.", erklärte Suzette schließlich. „Es kommt auf den Zauberer an.", gab Dumbledore ihr Recht.

„Es ist und bleibt einen Kunst!", beharrte Suzette und Dumbledore nickte etwas wiederwillig. „Wenn dabei nicht so viele schlechte, grausame Zauber wären!", fing Dumbledore wieder an und tat so, als hielte er Suzette für dämlich.

„Es sind junge Zauber!", sagte Suzette.

„Genug jetzt!", sagte der Schulleiter bestimmt, „Es ist jetzt nicht an der Zeit über die Entstehung von Flüchen zu diskutieren! Das können wir ein andern Mal. Warum sind sie wirklich zu mit gekommen?".

Suzette atmete tief und entschied sich, Dumbledore nichts von Moodys Drohung zu erzählen.

„Nichts. Das war's!", sie stand auf und sah noch einmal in das skeptische Gesicht des Schulleiters.