,,..." jemand spricht

/.../ jemand denkt

~...~ Parsel

Ja ihr habt richtig gesehen, dieses Kapitel kommt früher als sonst. Ein kleines Weihnachtsgeschenk von mir an Euch. Viel Spass damit.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnacht und alles Gute im neuen Jahr!

Vorab eine kleine Warnung:

Hogwarts wird in den nächsten Kapiteln nicht vorkommen, aber keine Angst, unser liebes Hogwarts geht nicht vergessen. Es wird sich die ganze Geschichte jetzt eine Weile ansehen und sich dann wieder zu Wort melden, aber ich will die Situationen nicht in ständiger Wiederholung haben, weil ich versuche Hogwarts ein zu bauen. (ausser ich werde jetzt mit Kommis überschüttet, dann lasse ich mit mir reden ;-) )

Ich wollte euch sowieso fragen, wie ihr das mit Hogwarts findet und ob ihr lieber mehr oder weniger von ihm lesen wollt. ich glaube sein Charakter ist ziemlich witzig, oder er versucht es zumindest.

Tipp: in diesem Kapitel kommt ein Lied vor, mein Beta hat diese Szene zusammen mit dem Lied gelesen und kann dies jedem nur empfehlen. Ich habe damals als ich sie geschrieben habe, das Lied auch in Dauerschleife gehört und gebe ihm recht ;-)

6. Kapitel Thestrale

Hermine Pov

*****Traum*****

,,damit du nie vergisst wo du hingehörst." Raunte die unverkennbare Stimme von Bellatrix in ihr Ohr. Sie lag auf dem kalten Marmorboden, über sich konnte sie den imposanten und unverkennbaren Kronleuchter sehen. Die daran angebrachten Edelsteine zitterten ein wenig, als ob sie der Folterung unter sich seinen Beifall kundtun wollten. Ihr Körper fühlte sich kalt und unwirklich an. Sie hatte das Gefühl als Geist über ihrem Körper zu schweben, nur den Kronleuchter im Blick. Die wilde schwarze Mähne der Lestrange schob sich über ihr Blickfeld, als die Todesserin sich über sie beugte und ihren Arm packte. Das Reissen des Stoffes vermochte es nicht, sie aus ihrer Trance herauszuholen, erst als sich die Klinge in ihre Haut bohrte kam sie wieder zu sich, der Schmerz verdrängte das wattige Gefühl in ihrem Kopf und liess ein brennendes Feuer zurück, dass sich immer weiter ausbreitete.

,, S" gackerte Bellatrix, doch sie hätte die Nennung des Buchstabens nicht gebraucht, sie hatte ihn am Schwung erkannt und auch wenn sie nicht auf ihren Arm blicken konnte, da sie zu schwach war ihren Kopf zu drehen, versuchte sie ihr ihren Arm zu entziehen. Sie bekam als Antwort eine Ohrfeige die ihren Kopf zur Seite rucken liess. Sie war froh darüber, dass sie den scheusslichen Leuchter über sich nicht mehr sehen musste, doch dafür brannte sich jetzt das blasse und entsetzte Gesicht von Draco Malfoy in ihr Gedächtnis ein, der sie vom anderen Ende des Zimmers anstarrte. Er zuckte bei jedem Buchstaben zusammen, ganz so, als ob er geschnitten wurde und nicht als ob er ihr genau dieses Schimpfwort jahrelang selber immer und immer wieder an den Kopf geworfen hatte.

Sie schaffte es bis Schlammb nicht zuschreien, doch bei den letzten Buchstaben kamen vereinzelte Wimmer über ihre Lippen. Der Schmerz der Klinge war ertragbar, das Brennen kein Vergleich, zum Crutiatus von vorher. Die Gewissheit über das Wort, welches ihr so schandhaft zugefügt wurde, war es, das sie brach. Sie hatte immer dafür gekämpft nicht als Schlammblut betitelt zu werden, als mehr erkannt zu werden. Sie wusste, dass sie und jeder andere mehr wert war, als sein Blut, sein Name oder seine Abstammung. Doch jetzt, in dieser Situation, hatte sie das Gefühl den Schlamm zu spüren, der durch ihre Adern floss. Wie er zäh und dickflüssig jeden Millimeter ihres Körpers ausfüllte, in ihre Lungen vordrang und sie am Atmen hinderte.

Kalt wie Eis fühlte sich die Träne an, die sich über ihre Backe einen Weg suchte und in ihren Haaren verschwand. Das laute Lachen der Wahnsinnigen hallte durch den Raum, doch sie sah nur in die verzweifelten und hilflosen Augen von Draco.

****** Traum Ende ******

Mit einem lauten Schrei schreckte sie hoch und blickte sich panisch um, bevor sie erschöpft wieder auf die Matratze zurückfiel. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre rechte Hand umklammerte schmerzhaft ihren linken Unterarm, so dass sich ihre Nägel in das Fleisch bohrten. Der Schmerz half ihr, sich daran zu erinnern, dass sie im Jahr 1944 war und Bellatrix ihr hier nichts tun konnte.

Als ihr Herz sich beruhigt hatte, griff sie nach ihrem Zauberstab, schwang ihn kurz und stöhnte dann leise auf. ,,Kann ich den nicht wenigsten eine Nacht durchschlafen?" fragte sie sich laut, denn es war kurz vor 5 und sie wusste, dass sie jetzt nicht mehr würde einschlafen können. Sie schälte sich aus der Decke und zog langsam die Vorhänge beiseite. Im Schlafsaal war es noch ruhig und so klaubte sie sich, im Licht ihres Zauberstabes, ihre Sachen zusammen und machte sich auf dem Weg ins Bad. Fröstelnd zog sie die schweissnasse Kleidung von ihrem Körper und warf sie in den Wäschekorb um danach unter die Dusche zu steigen. Sie stellte den Wasserstrahl so heiss wie möglich ein, um die Kälte in ihrem Innern zu vertreiben, sie blieb lange unter dem heissen Wasser stehen und konzentrierte sich nur auf das Prasseln, um wieder zur Ruhe zu kommen.

Das Gesicht im Spiegel zeigte ihr, dass sie durch das warme Wasser etwas Farbe auf den Backen bekommen hatte, diese jedoch die dunklen Schatten unter ihren Augen nicht verbergen konnten. Sie wünschte sich einmal wieder eine Nacht durchschlafen zu können, so sehr fehlte ihr der Schlaf, dass sie sogar schon mit dem Gedanken gespielt hatte heimlich einen Traumlostrank zu brauen. Sie hatte in den zwei Monaten seit sie hier war keine Nacht durchgeschlafen und vorher war sie in ihrer Zeit Monatelang auf der Flucht gewesen, es erstaunte sie langsam, dass ihr Körper das bis jetzt mitmachte. Zum Glück hatte sie in ihrer Tasche noch den ein oder anderen Aufbautrank, doch auch dieser Vorrat ging langsam zur Neige und dann würde ihr wirklich nur noch echter Schlaf helfen.

Vielleicht sollte sie zur Krankenschwester gehen, sie war eine nette Frau, Madam Pompfrey nicht unähnlich und doch eher zu einer lockeren Unterhaltung bereit als ihre Nachfolgerin, sie würde ihr wahrscheinlich Tramlostränke geben.

Mit einem Zauberstabschlenker waren ihre Haare in einem einfachen Zopf verwandelt, mit einem weiteren Schlenker verschwanden die Augenringe. Sie hatte sich nie vorstellen können, dass sie sich jemals für Schminkzauber interessieren würde, aber als sie in der vierten Klasse Ginny um Hilfe bitten musste, hatte sie bemerkt, dass man damit einiges an Zeit sparen konnte, Zeit die sie nie dafür verschwendet hätte. Doch es war eine schöne Erfahrung die Haare zähmen zu können, oder innerhalb von wenigen Minuten eine Frisur zu haben und so hatte sie sich ein, zwei Bücher von Lavander geliehen und sie gelesen.

Auf leisen Sohlen schnappte sie sich ihre Tasche und lief in den Gemeinschaftsraum, jetzt durch das Portal gehen zu wollen hatte keinen Sinn, das wusste sie. Das Bild von Graf Vandervell mochte es gar nicht um so eine Uhrzeit geweckt zu werden und er hatte im Gegensatz zu der fetten Dame, welche übrigens hier noch die Rote Dame hiess, einen leichten Schlaf und bemerkte jedes Aufschwingen.

Also sah sie sich im Raum um, an die Schreibtische wollte sie sich nicht setzten, die Sofas hatten an diesem Morgen auch keinen Reiz für sie, deswegen ging sie rüber zu der Wand mit den Rundfenster und setzte sich auf das gepolsterte Brett darunter. Einen Moment beobachtete sie das dunkle Seegras, das sich gespenstisch vor dem Glas mit der Strömung bewegte, dann zog sie das Lehrbuch für magische Geschöpfe aus ihrer Tasche um sich auf den Unterricht an diesem Tag vorzubereiten.

Es juckte sie in den Finger eines der Zeitreisebücher hervor zu nehmen, doch die Gefahr war zu gross, dass Riddle sie mit dem Buch erwischen würde, da er morgens auch immer früh wach war. Also seufzte sie leise und schlug das Buch bei den Nipplern auf. Etwa eine halbe Stunde später sank ihr das Buch auf den Schoss, ihr Kopf ruhte am Glas hinter dem sich das Wasser durch die aufgehende Sonne heller färbte. Die Schlaflosigkeit forderte ihren Tribut und so bemerkte sie nicht, dass kurz vor halb sieben der dunkelhaarige Slytherin aus den Schlafräumen trat.

Tom Pov

In Erwartung sie zu sehen schweifte sein Blick zum näheren Sofa und danach zu den Tischen, seine Augenbraue zog sich überrascht nach oben, bis er sie an einem für sie ungewöhnlichen Ort entdeckte. Es war nicht ihr Sitzplatz, den ihn bewog sich nicht zu bewegen, es war die Tatsache dass sie schlief. Sie hatte ein Buch auf dem Schoss, ihre Beine hatte sie wie so oft unter sich begraben und ihr Kopf lehnte an das Glas des Fensters, das Licht dahinter warf helle Spiegelungen auf ihre eine Gesichtshälfte. Sie trug heute wieder einen Zopf und trotz der frühen Stunde hatten sich bereits die ersten Haare daraus gelöst und um kringelten ihr Gesicht. Sie sah so friedlich aus wie sie da sass und er hatte Angst sie zu wecken, was dieses Gefühl in ihm ausgelöst hat wusste er nicht, jedoch wirkte sie so zierlich und zerbrechlich, dass er sich nicht dagegen wehren konnte.

Er setzte sich auf seinen üblichen Platz und schlug das Buch über dunkle Flüche, geschrieben von Salazar Slytherin selbst, auf. Bevor er jedoch das Lesen begann wurde sein Blick noch einmal von der blassen Gestalt an der Wand links von ihm gezogen, nach einem Moment riss er sich los und widmete sich seiner Lektüre. So verbrachte er einen ruhigen Morgen, vertieft in seine Lektüre, doch immer mit dem unterschwelligen Drang zu ihr hoch zu sehen. Ein dumpfes Poltern wenig später riss ihn aus seiner Beschäftigung. Als er aufblickte sah er, dass Hermine anscheinend in ihrem Schlummer zusammengezuckt war und ihr das Buch von ihrem Schoss auf den Boden gefallen war. Erschrocken starrte sie ihn an, dann wurde sie zu seinem Erstaunen tatsächlich rot, schnappte sich ihr Buch und flüchtete in die Schlafräume der Mädchen. Ein kurzer Blick zur Uhr liess ihn erstaunt feststellen, dass die anderen Schüler langsam erwachen und sich auf den Tag vorbereiten würden.

Er blickte ihr noch einen Moment nach, schüttelte dann seinen Kopf und stand auf um seiner Morgenroutine nach zu kommen, was hiess seine Sachen vorzubereiten und Tobias aus dem Bett zu werfen. Auch noch während des späteren Frühstücks ging ihm das Bild von ihr wie sie errötet war nicht aus dem Kopf, genau wie ihr friedlicher Ausdruck als sie geschlafen hatte. Dass sie ihm während dem ganzen Essen nicht ins Gesicht sehen konnte, machte die Sache nicht besser.

Der Morgen verlief ganz normal und beim Mittagessen wirkte das Erlebte vom Morgen schon fast wie ein geträumtes Erlebnis. Es schien ein ganz normaler Tag wie jeder anderer zu sein, als er jedoch mit seiner Gruppe auf dem Weg zum Unterricht Magischen Geschöpfen war, änderte sich alles und zeigte ihm und allen Anwesenden eine Seite an der neuen Schülerin, mit der so garantiert Niemand gerechnet hatte. Er wurde angerempelt und wollte gerade einen bösen Ruf ausstossen, als er das Kribbeln an der Stelle spürte, ein dunkler Lockenkopf an ihm vorbeirauschte und in Richtung der Wildhüter Hütte, dieses Teletanten Rubeus, rannte. Dort hatten sich schon einige Schüler von Slytherin und Hufflepuff eingefunden und standen in einem Kreis. ,,Hermine!" hörte er Miranda ihr nachrufen, doch diese war schon fast bei der Gruppe angekommen.

Hermine Pov

,,…er sieht ja so gut aus und wenn er dann seinen Schläger schwingt.. zu schade dass er in Gryffindor ist." Schwärmte Mia neben ihr gerade über den Treiber der Gryffindor Mannschaft, dessen Namen sie schon wieder vergessen hatte. Sie hörte ihr nur mit halbem Ohr zu, sie war in Gedanken noch bei dem peinlichen Ereignis von heute Morgen. Wie lange hatte sie geschlafen? Und viel wichtiger hatte er sie beobachtet? Ihr Nacken tat ihr etwas weh von der unbequemen Lage und sie wünschte sich Vertrauensschülerin zu sein um ein heisses Bad nehmen zu können.

Dann wanderte ihr Blick nach vorne. In der Nähe von der Hütte von Hagrid standen bereits einige Schüler und sie schienen sich um etwas gescharrt zu haben, sie benötigte einen Moment zu erkennen was es war und blieb verwundert stehen. Doch sie hatte sich nicht getäuscht, ohne über ihr Handeln nachzudenken, so wie sie es immer tat, wenn sie Unrecht sah, rannte sie los, sie bemerkte nur flüchtig, dass sie dabei jemanden aus der Gruppe vor ihr mit der Schulter streifte und rannte weiter.

Als sie nahe genug an der Gruppe dran war fing sie an zu rufen. ,,Geht weg. Lasst ihn in Ruhe!" die herumstehenden Schüler drehten sich um und nicht wenige blickten sie verwundert an, doch das war ihr egal, beim näheren Betrachten bemerkte sie dass die Lage anders war als sie zuerst gedacht hatte. Sie liess ihre Tasche von der Schulter auf den Boden plumpsen und überbrückte die wenigen Meter um dann vor der Gruppe stehen zu bleibe. ,,Geht weg ihr macht ihm Angst." Ungläubige und unverständliches Gemurmel erhob sich danach aus der Gruppe, doch tatsächlich machten sie ihr Platz und so lief sie langsam und mit erhobenen Händen auf das verängstigte Tier zu. Es war ein Thestraljunges, kein halbes Jahr alt, es hatte sich irgendwie in einer Drahtspule verhangen, welche dort abgelegt worden war, es war anscheinend gestürzt und hatte sich so darin verheddert, dass es nicht mehr alleine raus kam. ,,shhhh…shhhh.. alles gut. Ist doch alles gut. Ich helfe dir." Sprach sie sanft, doch das Junge versuchte immer noch sich panisch aus den Drähten zu befreien.

Mittlerweile waren noch mehr Schüler herangekommen, während ein paar wenige erschrocken Luft holten sprachen die Anderen verwirrt ,,Was ist das?" ,,Von was spricht sie?" und ,,Kannst du etwas sehen?" ,,Das muss ein Thestral sein." ,,Nein?! Die bringen doch Unglück!?" sie ignorierte sie alle und versuchte wieder sich dem Tier zu näheren. Doch vergebens. ,,Könntet ihr bitte mal etwas weggehen?! Ihr macht ihm Angst!" sagte sie noch einmal bissig und wendete sich wieder dem Jungen zu. Sie überlegte was sie alles über Thestrale wusste, doch das war nicht al zu viel weil viele Menschen noch immer an den unsinnigen Aberglaube vom Unglück dass die Thestrale brachten.

Sie erinnerte sich an die Nacht, in der sie und ihre Freunde auf eben diesen Tieren durch die Luft geflogen waren, damals im Dunkel der Nacht, waren sie ihr irgendwie furchteinflössend vorgekommen, doch als sie dann auf ihrem gesessen hatte, musste sie feststellen, dass das Gefühl vom Fliegen viel angenehmer war, als auf einem Besen. Sie wusste, dass Thestrale schlecht auf fremde Magie reagierten und sie es so nicht befreien konnte.

Ihr kam Luna in den Sinn, die gerne bei den Thestralen gewesen war und mit ihnen gesprochen hatte. /Die sanfte Ravenclaw könnte ich jetzt wirklich gut gebrauchen/ dachte sie. Da fiel ihr auch ein, dass eben diese ihr erzählt hatte, dass sie oft für die Thestrale gesungen habe und es ihnen gefallen habe. ,,Ich brauche eine Drahtschere." Sagte sie mehr zu sich als zu jemand anderen. ,,Willst du nicht lieber warten bis Madam Raue Pritsche hier ist? Es weiss niemand wie Thestrale auf Menschen reagieren weil sie so scheu sind." Sagte eine ruhige Stimme neben ihr, sie blickte erstaunt auf und sah Tom neben sich.

,,Wenn wir noch länger warten wird es sich noch mehr verletzen, weil es so panisch ist. Ausserdem sind es ganz liebe und friedliche Tiere wenn man sie nicht verletzt." Sagt sie gedankenverloren, während sie das junge Tier vor sich schon wieder ins Auge gefasst hatte. Ein Teil von sich fragte sich, warum er so ruhig war, während alle anderen sie ansahen als ob sie verrückt sei. ,,Du kannst es sehen?" fragte sie dann. Er nickte. ,,Gut, dann hilf mir und reich mir die Drahtschere wenn ich sie brauche." Er nickte, zog seinen Zauberstab und mit einem Schnippen hielt er eine Drahtschere in der anderen. ,,Ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert." Sagt leise und räuspert sich nervös. Mit langsamen Schritten ging sie zum Kleinen, mit jedem Schritt in seine Richtung zog er panischer an den Drähten, sie hatte Angst, dass er sie so fest zu ziehen würde, dass sie sich ins Fleisch schnitten.

Sie fing das erstbeste Lied an zu summen welches ihr einfiel. Es war ein altes Lied, sie hatte es von ihrer Grossmutter gelernt, welche es wiederum von ihrem Grossvater beigebracht bekommen hatte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, doch die Reaktion war augenblicklich zusehen, es war zwar immer noch verängstigt, doch eindeutig weniger als noch einen Augenblick zuvor. Sie schluckte noch einmal nervös, blendete alle um sich herum aus und fokussierte sich nur auf das kleine Tier vor ihr. Als sie anfing zu singen, nur ganz leise und mit feiner Stimme hörte das Junge sofort auf zu strampeln und legte den Kopf etwas schief, die Beinchen zitterten und die Ohren zuckten nervös.

(Lied: Faun – von den Elben)

Von den Elben will mein Lied berichten
Von Edelmut und reinem Herz will ich nun erzählen.
Auf langer Reise mit der schönsten aller Frauen
Hab ich deren Zauber die Welt verändern sehen
.

Das Kleine stand ganz still während sie sang und langsam auf ihn zuging, nur ein Ohr zuckte interessiert. Als sie es berührte zuckte es zusammen beruhigte sich allerdings augenblicklich wieder, als sie weiter sang und ihm zärtlich über die Mähne strich.

Und nun beginne ich ihr Wesen zu verstehen.
Und warte wie die Vögel

auf das erste morgen Lied
Das mein Leib voll Wonne muss vergehen.

Sie drückte es mit einer Hand sanft an sich, so dass es die Flügel nicht ausbreiten konnte, das kurze Aufbegehren unterband sie durch ein sanftes ,,shhh" und sang gleich darauf weiter. Sie streckte die freie Hand nach hinten und spürte das kalte Metall, dass ihr in die Hand gelegt wurde. Mit langsamen Bewegungen führte sie diese unter die ersten Drähte und fing an sie vorsichtig zu durchtrennen, während sie die nächste Strophe sang.

Von den Elben ward mein Herz verzehrend.
Denn Niemals kann's euch Reinheit in dieser Welt bestehen.
Noch seh' ich ihre helle Haut
Noch höre ich ihr Abendlied
Ihre Stimme mit den sanften Klang habe ich geliebt

Um die Füsse befreien zu können, zog sie es auf ihren Schoss, während sie sich selbst niedersetzte. Das Kleine legte seinen Kopf auf ihre Armbeuge und schnupperte an ihrem Umhang. Sie liess sich nicht beirren und beendete ihr Werk schnell und präzise.
Als die Beine frei waren wollte es sich aufrappeln, doch sie hielt es fest und untersuchte die Fesseln auf Verletzungen während sie die letzten Zeilen sang.

Und nun beginne ich ihr Wesen zu verstehen.
Und warte wie die Vögel auf das erste morgen Lied
Das mein Leib voll Wonne muss vergehen.

Danach fing sie wieder an zu summen bis sie sicher war, dass sie keine Verwundungen mehr finden konnte. Sie blickte auf, der verbotene Wald begann wenige Meter von ihr und im tieferen Bereich konnte sie eine Thestrahlkuh sehen, die sie arglistig beobachtete.

,,Haben sie Verletzungen gefunden?" Die raue Stimme erschreckte sowohl sie, wie auch das Fohlen, es zuckte und wollte panisch fliehen, sie fing unverzüglich wieder an zu summen und blickte Madam Raue Pritsche an, welche unbemerkt etwas abseits zu ihnen getreten war. Summend und mit einer Hand beruhigend über den Hals des Junges streichelnd, schüttelt sie den Kopf. ,,Gut. Lassen sie es los und zur Herde zurück." Sie nickte, strich zärtlich noch einmal über den Kopf und animierte es dann zum Aufstehen. Es stand auf, blickte sie noch einmal an und lief dann los. Bei der Mutter angekommen, beschnupperte diese es, blickte nochmal zu Hermine und schob ihr Junges dann mit dem Kopf weiter in den Wald hinein, bis sie nicht mehr zu sehen waren.

Sie sass immer noch auf dem Boden, jetzt wo die Aufregung vorbei war, spürte sie auch, dass ihr Herz heftig klopfte und sie ihre Finger vorhin verletzt hatte.

Eine kleine ironische Stimme flüsterte in ihren Gedanken /ein Wunder dass es dir nicht die Finger abgebissen hat, so sehr wie sie auf Blut stehen./ Eine Hand schob sich in ihr Blickfeld, als sie hochblickte trafen ihre Augen auf graue Seen. Sie ergriff die Hand, zuckte nur kurz durch das Brennen an ihren Fingern zusammen und liess sich dann hochhelfen. Ihre Gedanken waren noch in dem gerade erlebten gefangen, das änderte sich allerdings schlagartig als sie sich umdrehte und in ein paar verängstigte Gesichter von Schülern blickte die von Madam Raue Pritsche und Hagrid zum Schloss geschickt wurden.

Wie ein eiskalter Wasserguss traf sie die Erkenntnis wo sie war und vor allem, in welcher Zeit. Die Geschichte würde die Runde machen, wie ein Lauffeuer, sie würden tuscheln, sie begaffen und das Schlimmste sie voller Angst ansehen, so wie sie Harry in seinem zweiten Jahr angesehen haben als die Schüler glaubten er sei der Erbe Slytherins. Sie erschauerte, sicher würde sie gemieden werden. Doch dann straffte sie die Schultern, sollten sie doch reden, sie brauchte niemanden, sie würde es alleine schaffen. Und sie kannte diese Schule gut genug um nicht gesehen zu werden wenn sie nicht wollte.

,,du solltest besser ins Krankenzimmer. Das sieht übel aus." Toms Stimme riss sie aus dem Strudel ihrer Gedanken. Dieser hatte ihre Hand gar nicht losgelassen und betrachtete einen längeren Schnitt über die Fingerbeugen ihrer linken Hand, sie blickte auf die Wunde und zuckte dann mit den Schultern. ,,das ist nur ein Kratzer, halb so wild." /ich habe schon schlimmeres erlebt./ ,,Mister Riddle hat Recht, gehen Sie zur Krankenschwester, ich werde nachkommen, doch zuerst muss ich Rubeus die Ohren lang ziehen, diese Drahtspule so nahe am Waldrand zu lassen!"

,,das hat er wahrscheinlich gar nicht." Begehrte sie auf, im Versuch ihren Freund zu verteidigen. ,,wahrscheinlich lag die Spule neben der Hütte, das Kleine musste von den toten Frettchen, die dort am Balken hängen, angelockt worden sein und sich dann in der Spule verwickelt haben." Madam Raue Pritsche legte den Kopf verwundert schief und blickte zur Hütte ihres Lehrlings, auf die umgeworfenen Eimer unter dem Balken mit den besagten Frettchen und dann auf das Rasenstück zwischen ihnen und dieser. Tatsächlich war im Gras der abgerollte Draht zu erkennen. Madam Raue Pritsche nickte stumm und drehte sich wieder zu Hermine und Tom um. ,,20 Punkte für Slytherin für die Befreiung eines wehrlosen Tieres. Und nun gehen Sie zu Madam Belton, Mister Riddle, Sie sorgen dafür dass sie gut dort ankommt." Mit diesen Worten drehte sie sich um und stapfte auf die Hütte zu.

,,kommen Sie." Sagte der Vertrauensschüler, streckte ihr den Arm zum Einhängen hin und führte sie dann Richtung Schloss, ihre Knie zitterten und so nahm sie sein Angebot an und hängte sich bei ihm ein. Bis zum Schultor hatten sie noch kein Wort gesprochen. Der sonst so selbstsichere Slytherin wusste nicht, wie er ein Gespräch beginnen sollte, während der braune Lockenkopf immer noch an das Thestraljunge dachte und so auch an ihren Flug mit Diesen und an den erwachsenen Hagrid der sich einmal gut um die Thestrale kümmern würde, wenn die Tiere und auch die Schüler ihre Scheu vor einander verloren haben werden.

Als sie auf den Kies vor dem Schultor traten blieb sie stehen und starrte die Tür vor sich an. Tom, dessen Blick durch ihr stehenbleiben auf sie gefallen war, sah deutlich wie sie nervös schluckte, tief einatmete und dann die Schultern straffte. Ihm entging auch nicht das leise ausatmen, als sie die Tür hinter sich gelassen hatten und die Eingangshalle leer vorfanden.

Mit schnellen, jedoch nicht gehetzten Schritten gingen sie zu den bewegenden Treppen. Keiner ihrer Klassenkameraden begegnete ihnen und die wenigen anderen Schüler, die nicht im Unterricht waren starrten sie nicht an. /Die Nachricht scheint sich noch nicht verbreitet zu haben./ dachte sie erleichtert, wenige Zeit später erreichten sie schon den Krankenflügel. Madam Belton war nicht zu sehen, Tom drückte sie an den Schultern auf ein Bett und machte sich auf die Suche nach der Krankenschwester. Wenige Augenblicke später trat diese aus einem Nebenraum und wuselte aufgeregt um Hermine herum. ,, Es ist nichts schlimmes, wirklich. Etwas Heilsalbe und alles ist so gut wie neu." Die ältere Frau wollte jedoch davon nichts wissen und führte einige Diagnosezauber durch.

Tom Pov

Nachdem die Krankenschwester die Heilsalbe pflichtbewusst aufgetragen und Hermine ermahnt hatte, dass sie besser essen solle, da sie zu dünn sei, zog sich die Krankenschwester wieder in ihr Arbeitszimmer zurück. Stille senkte sich über den Raum, stumm sassen sie sich gegenüber und warteten auf Madam Raue Pritsche. Hermine war es schliesslich die zu seinem Erstaunen das Schweigen zuerst brach. ,,Danke für Ihre Hilfe mit dem Thestral." Überrascht sah er sie an, doch ihr Blick war starr auf die Verbände an ihren Händen gerichtet. ,,ähm kein Problem. Ich wollte ihm selbst helfen, doch wusste nicht wie." Sagte er unsicher und verstummte dann, weil er sich fragte wieso er so unsicher klang. ,,Miss White, ich möchte..." begann er und wurde durch die Tür des Krankenzimmers unterbrochen, durch die die Lehrerin für Magische Geschöpfe herein kam, mit schnellen Schritten war sie bei ihnen angelangt. ,,ah wunderbar Mister Riddle, mit Ihnen wollte ich auch noch sprechen. Miss White wie geht es ihren Händen?" ,,Gut, danke." Antwortete die Slytherin, ihr war deutlich anzusehen, dass sie keine Lust auf das folgende Gespräch hatte, doch für den gradlinigen Charakter der Lehrerin gab es solche Begehren nicht und so kam sie direkt auf den Punkt. ,,Würden sie beide mir bitte schildern was vorgefallen ist, bevor ich von einem ganz verstörten McLagen gerufen worden war? Miss White?" Die Angesprochene zuckte fast unmerklich zusammen, ihre Schultern versteiften sich und sie knetete nervös ihre Finger.

Bevor er wusste wie es ihm geschah hatte er bereits angefangen zu reden. ,,Als wir zum Unterricht kamen, bemerkten wir eine Gruppe, welche um ein sich bewegende Drahtspule stand und interessiert an den Drähten zog oder mit einem Stock das für Sie unsichtbaren Wesen stupsten. Miss White, die sofort erkannt hatte, um was für ein Wesen es sich handelte, hat die Schüler aufgefordert Platz zu machen. Nach Musterung der Situation war schnell klar, dass das Junge so schnell wie möglich befreit werden musste oder es würde sich in wilder Panik noch schwer verletzten. Miss White hat..." er blickte zu ihr, verunsichert was er sagen solle, war doch das was er gesehen und besonders gehört hatte, so seltsam gewesen. Sie, diese zierliche Person mit so einer lieblichen Stimme, die sogar dieses vom Ministerium als gefährlich angesehen Tierwesen besänftigt hatte. Sie hatte den Kopf gesenkt, doch er sah eindeutig ihre roten Wangen. Es schien ihr peinlich zu sein, dass sie beim Singen gehört worden war. Die Klasse wird die leisen Worte nicht verstanden haben, doch ihm klangen sie noch immer im Ohr. ,,.. es beruhigt. Sie hat dann mit einer Drahtschere das Junge befreit und auf Verletzungen untersucht."

Hermine Pov

Den Blick stur auf ihre Hände gerichtet wartete sie auf Madam Raue Pritsche, sie hatte das Bedürfnis sich für seine Hilfe zu bedanken. Es wäre falsch es nicht zu tun, er hätte ihr nicht helfen müssen. Doch das war der zukünftige dunkle Lord. Hatte er überhaupt irgendein Zeichen von Dankbarkeit verdient? In dieser Zeit hatte er noch nichts Schreckliches begangen, oder doch? Sie wusste dass er bereits die Kammer geöffnet haben musste, die Gerüchte um den Tod der maulenden Myrte im vorderen Jahr waren eine beliebte Gruselgeschichte von den Zweit- und Drittklässlern gegenüber den Neuzugängen. Sie spürte eine Gänsehaut als sie an das Tierwesen dachte, dass Myrte getötet hatte und sich, wie sie wusste, im Moment tief unter der Schule befand. Schnell verbannte sie die Gedanken an die gelben Augen und das Zischeln, dass ihr damals so fremd und heute so vertraut vorkommen würde.

Harry hatte oft in Parsel gesprochen wenn er träumte, die ersten Male als sie es auf ihrer Flucht gehört hatte, war sie vor Schreck aus dem Bett gefallen und war nach draussen geflüchtet. Ron hatte ihr damals erzählt, dass es normal sei dass Harry im Schlaf Parsel spricht und sie sich keine Sorgen machen solle. Als Harry und sie dann alleine waren und sie nebeneinander in einem Bett schliefen hat er ihr Parsel etwas genauer erklärt und ihr ein paar Worte beigebracht, damit sie erkennen konnte ob es ein guter oder schlechter Traum war. Es hatte ihr eine Möglichkeit gegeben sich von der Flucht abzulenken und etwas vollkommen Neues zu lernen, sie hatte sich mit Eifer darauf gestürzt. Auch wenn sie es nie sprechen gelernt hatte und sie oft nur die Hälfte verstanden hatte, war sie über jedes richtig übersetzte Wort so glücklich gewesen wie sie eigentlich in der Situation nicht hätte sein sollen.

Das Schaben eines über den Boden gezogenen Fusses riss sie aus ihrer Erinnerung, ihr Gegenüber hatte seine Position etwas geändert, schien aber genauso gedankenverloren zu sein wie sie. Bevor sie noch länger zögern könne holte sie Luft und sprach dann. ,,danke für Ihre Hilfe mit dem Thestral." Sie blickte ihn nicht an. Sie wollte sein überhebliches Gesicht nicht sehen, seine Worte jedoch brachten sie jedoch dazu ihren Blick überrascht zu heben und ihn anzusehen. ,,ähm kein Problem. Ich wollte ihm selbst helfen, doch wusste nicht wie." /der dunkle Lord gibt zu dass er nicht wusste was er tun soll?/ sein Blick war auf sie gerichtet gewesen so hatten sich ihre Blicke kurz getroffen, bevor sie ihren ertappt wieder senkte. Sie dachte gerade verwirrt über die Unsicherheit, die sie in seinem Blick gesehen hatte nach, als er dieses Mal die Stille durchbrach. ,,Miss White, ich möchte.." er wurde durch die Tür unterbrochen und durch die Madam Raue Pritsche mit raschen Schritten auf sie zutrat.

Sie wollte ihr nicht erzählen was passiert ist, sie wollte nicht darüber sprechen dass sie die Thestrale sehen konnte und die mitleidigen Blicke darauf sehen. Sie wollte auch nicht erklären woher sie gewusst hatte wie sie es beruhigen konnte. Zu ihrer Verwunderung war es Tom, der nach der Aufforderung die Geschichte erzählte. Während sie ihm noch erstaunt lauschte fiel ihr siedend heiß ein, dass sie ja vor versammelter Klasse gesungen hatte. Welche Schmach, sie sang nie vor anderen, sie hatte noch nicht mal vor Harry gesungen. Sie hatte nur für sich allein währenden Ferien ab und zu Mal gesungen, wenn sie zu Hause gewesen war und mit ihrer Mutter am Klavier gesessen hatte. Doch vor dem heutigen Tag hatte sie schon lange nicht mehr gesungen, nicht seit Dumbledores Tod und der schweren Erkenntnis, dass der Krieg tatsächlich begonnen hatte.

Hoffentlich hatte sie leise genug gesungen, dass sie nicht richtig gehört hatten. Wie hatte sie kopflos sein können und einfach zu handeln ohne nach zu denken? Das war ihr so peinlich, sie hatte sechs Jahre Hogwarts durchlebt ohne dass sogar ihre besten Freunde wussten dass sie gerne sang und jetzt war sie nicht einmal drei Monate in dieser Zeit. Was hatte sie mit der Rettung nur losgetreten? Als sie ihren Namen hörte konzentrierte sich wieder auf das Gespräch und wünschte einen Moment später sie hätte es nicht getan. ,,.. Miss White hat… "

Ihre Wangen wurden noch etwas röter, sie spürte deutlich seinen Blick auf sich, doch er erzählte nichts von ihrem Gesang und beendete die Erzählung mit ein paar Sätzen.

,,Sie können die Thestrale beide sehen?" War Madam Raue Pritsches nächste Frage, welche sie beide mit einem Nicken beantworteten. Kurzes betretenes Schweigen folgte darauf, dann räusperte sich die Lehrkraft ,,Miss White, wie haben Sie das Thestral beruhigen können?" Sie schluckte nervös, straffte dann etwas die Schulter etwas. ,,ähm... ich habe gesungen." Kam ihre Antwort dann doch etwas gequälter als beabsichtigt. ,,Gesungen? Interessant, sehr interessant. Ich konnte es von dort wo ich stand nicht hören, doch es scheint gewirkt zu haben. So junge Tiere sind normalerweise wirklich sehr schreckhaft.." sagte die Madam Raue Pritsche nachdenklich und richtete ihren Blick dann auf Hermine. ,,Denken Sie, Sie könnten das noch einmal wiederholen?" ,,Was? Nein! Ich singe nicht!"

Der Ausbruch war etwas zu heftig und liess die anderen beide sie erstaunt ansehen. Sie wurde purpurrot und blickte wieder auf ihre Knie. ,,Ich singe nicht " Sagte sie noch einmal ruhiger. Madam Raue Pritsches verständnisvolles Lächeln und der nachdenkliche Blick von Riddle entgingen ihr daher vollkommen. ,,so ich denke dass die Angelegenheit somit vorläufig geklärt ist, nun aber gehen Sie wieder in den Unterricht, die nächste Stunde beginnt bald." Diese Worte hatten zur Folge, dass ihre Wangen augenblicklich ihre Farbe verloren und ihre Finger nervös zuckten. /Feigling! Was sollen sie dir auch tun? Du bist die schlauste Hexe seit mehreren Jahren, du hast dich Todessern in den Weg gestellt und fürchtest dich jetzt vor Schülern?!/ die giftige Stimme in ihrem Innern weckte ihren Slytherin Stolz und ihren Gryffindor Mut.

Sie straffte die Schultern, stand auf und ging nach ein paar verabschiedenden Worte zur Tür des Krankenzimmers. Der Gang war leer, sie lief ohne Zögern los, wenn auch nicht ganz so schnell wie sie gekonnt hätte. Sie hatte die Strecke zur Treppe bereits zur Hälfte überquert, als sie die Krankenzimmertür hinter sich hörte und Tom sie mit langen Schritten einholte.