7. Lieber ne gute Affäre, als ne schlechte Beziehung

„Möschtest du misch wirklich schon nach Hause bringen?", fragte Fleur, sobald sie außer Hörweite waren und sah Remus mit großen Augen erwartungsvoll an.

„Bill wird sich schon Sorgen machen. Es ist spät", erklärte er ihr.

„Der macht sie erst Sorgen, wenn morgen kein Frühstück auf dem Tisch steht", antwortete Fleur abwertend und zog ihren Begleiter mit einiger Mühe in Richtung See.

„Fleur", Remus zwang sie zum Stehen und zog sie etwas näher an sich. „Du solltest ihn nicht unterschätzen. Wem würde es nicht auffallen, dass so ein zarter Körper sich nicht an ihn schmiegt." Zärtlich streichelte er über ihre Wange und beherrschte sich mit Mühe ihr keinen Kuss zu geben. Verdammt, sie sprachen gerade über ihren Ehemann!

„Oh, das müsste ihm bereits seit einem Jahr auffallen – als er in das zweite Schlafzimmer zog." Schwungvoll drehte sie sich um und befreite sich aus seinem Griff. Als sie den See mit großen Schritten erreicht hatte, zog sie ihren Umhang von den Schultern und breitete ihn am Ufer aus. Ohne sich umzusehen setzte sie sich darauf und legte den Kopf nach hinten. Es dauerte nur einen Moment, dann ließ er sich neben ihr nieder.

„Was ist zwischen dir und Bill passiert?", wollte er wissen. Remus hatte sich auf den Umhang gesetzt und betrachtete den makellosen Körper, den sie ihm darbot. Es war der verlockenste Anblick, den er seit langem sah.

„Ein Werwolf", sagte sie ausdruckslos und wurde sich erst im Nachhinein der Wirkung ihrer Worte bewusst. Sie richtete sich auf und strich ihm über die Wange. „Es tüt misch leid. Das war nischt so gemeint, wie es geklungen ´aben müss." Remus lächelte sie an.

„Ist schon gut." Viele Leute hatten ihm schon ganz andere Dinge an den Kopf geworfen und sich hinterher nicht dafür entschuldigt. Sie war so unglaublich süß.

„Manschmal fünktioniert es eben nischt so, wie man es sisch vorstellt", erzählte sie weiter und hauchte ihm dann einen sanften Kuss auf die Lippen. Noch bevor er ihn in einen leidenschaftlicheren verwandeln konnte, hatte sie sich bereits von ihm entfernt und streifte ihr Kleid über den Kopf. Sie erhob sich und ihre zarten Konturen schimmerten im Mondlicht. Sie bewegte sich fast tänzerisch und Remus ließ seinen Blick von ihrem festen, kleinen Busen über den flachen Bauch bis hinunter zu ihrer völlig kahlen Scham wandern. Er war sich sicher, würde sie ihn jetzt berühren, ganz gleich welchen Körperteil, er würde auf der Stelle kommen. Aber sie tat es nicht. Stattdessen ging sie geradewegs auf das Wasser zu und als sie bereits bis zu den Knien darin stand, drehte sie sich um und begann, ihm zu winken.

„Komm, wir gehen schwimmen", forderte sie ihn auf. Selbst wenn er gewollt hätte, er konnte sich nicht wehren. Ihre Haare schienen im Wind zu schweben und Remus war sich sicher, sie hätte auch einen Nichtschwimmer von der Notwendigkeit eines Aufenthalts im Wasser überzeugen können. Schnell öffnete er seine Hose und sah auf seinen steilen Schwanz. Darüber wollte er sich keine Gedanken machen. Es war dunkel und gleich wäre er im Wasser verschwunden. Auch Umhang und Hemd fielen schnell und er lief auf das Wasser zu. Fleur hatte ihm bereits den Rücken zugewendet und war dabei in das feuchte Nass einzutauchen, als er sich dicht hinter sie stellte.

„Was machst du mit mir?", fragte er, während er ihre Taille umfasste.

„Nischts, was du nischt möschtest", erwiderte Fleur und drehte sich in seiner Umarmung. Langsam fuhr sie mit ihren Fingern an seinen Seiten abwärts. Als sie die Hüfte erreicht hatte, wanderten ihre Hände nach hinten und begannen seinen Po zu massieren. Dabei schob sie sich so nahe an ihn heran, dass er mit seinem harten Schaft zwischen ihre Schenkel glitt. Ein leiser Seufzer kroch aus seinen Lippen bevor er diese auf ihre senkte und sich mit ihr in einem leidenschaftlichen Kuss vereinigte. Schnell drang er mit seiner Zunge in ihren Mund und begann einen wilden Tanz mit ihrer. Remus zog ihren Körper näher an seinen. Ihre kleinen, harten Nippel rieben sich an seinem Oberkörper. Remus Hände wanderten an ihrem Rücken abwärts. Er begann nun seinerseits ihren Po zu massieren. Immer wieder zog er beide Backen leicht auseinander, bevor er damit fort fuhr sie sanft zu kneten.

Plötzlich entzog Fleur sich seinem Kuss und er wusste, dass sie die Überraschung darüber in seinen Augen aufblitzen sah. Hatte sie es sich doch anders überlegt?

„Sag misch, was du willst", forderte sie entgegen all seiner Erwartungen. Dieser niedliche französische Akzent, dieser sinnliche Körper an seinem. Er war zu vielem imstande in diesem Moment, aber bestimmt nicht dazu seine Wünsche in klangvolle Worte zu kleiden.

„Du kleines Biest. Ich werde es dir zeigen", war alles, was er unter größter Konzentration, hervorbrachte. Dann griff er zu und hob sie nach oben. Er drückte ihr Becken leicht von seinem weg und sein pulsierender Dorn fand ihren Eingang von allein. Er zog sie wieder näher und drang vorsichtig in sie ein. Remus beobachtete jede Regung auf ihrem Gesicht, um beim geringsten Anzeichen von Missfallen aufhören zu können. Aber alles was er sah, war pure Lust, die sich in ihren Augen spiegelte.

Fleur schwang die Beine um seinen Körper und verschränkte sie hinter seinem Rücken, während sie mit den Händen immer wieder seine muskulöse Schultern entlang fuhr. Es war um so vieles besser, als sie es sich vorgestellt hatte, während sie ihn auf der Wiese liegend beobachtete. Langsam begann sie ihr Becken zu bewegen und versenkte ihren Kopf in seiner Halsbeuge. Sie bedeckte seinen Hals bis hin zum Ohr mit tausend kleinen Küssen. Sie wanderte über seine Augen auf die andere Seite, als er plötzlich seinen Kopf hob und seine Lippen erneut auf ihre presste. Diesmal würde er es ihr nicht so einfach machen sich daraus zu lösen – das wusste sie. Und so ließ Fleur ihre Zunge in seinen Mund gleiten und ihrem leidenschaftlichen Spiel mit seiner freien Lauf.

Remus beschleunigte den Rhythmus, den Fleur ihm vorgegeben hatte. Er wusste es würde nicht mehr lange dauern. Zu lange hatte sie ihn schon gereizt. Das kühle Wasser half etwas, aber nicht viel. Diese weiche Haut, dieser zarte Körper. Es kam ihm vor als wöge sie fast nichts, während sie sich leise in seinen Mund stöhnend an seinem Körper wand. Er war in sie eingedrungen, aber er machte sich nichts vor, sie war es, die ihn fickte. Die Vorstellung, das Fleur die Oberhand in diesem Spiel hatte, ließ seine Erregung ins unermessliche wachsen. Und während Fleur noch einmal an Tempo zulegte, war es endgültig um ihn geschehen. Dieses Mal war es Remus, der die Lippen von ihren nahm. Er warf den Kopf in den Nacken und schickte einen innigen Seufzer gen Himmel, während er sich heiß in sie ergoss.

Fast augenblicklich legte Fleur den Kopf auf seine Brust und löste die Umklammerung ihrer Beine, in der sie ihn gefangen hielt. Die Kühle des Wassers ließ sie erschaudern und dieses Gefühl verstärkte sich noch, als er aus ihr heraus glitt. Remus gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Dann strich er mit einer Hand ihre Wange abwärts, den Hals entlang, an einer Brust vorbei. Er streichelte den Rippenbogen sacht und fuhr dann über ihren flachen Bauch, bevor er sich ohne Vorwarnung an ihr vorbei kopfüber in das kühle Nass stürzte und mit langen Zügen in den See hinein schwamm. Fleur sah ihm noch einen Moment nach, dann ging sie wieder ans Ufer und legte sich so, dass sie ihn weiter beobachten konnte.

Nachdem Remus wieder Herr seiner Sinne war, blickte er sich um. Sie lag im kalten Mondlicht und beobachtete ihn. Noch einmal tauchte er tief und kehrte dann ans Ufer zurück. Als er aus dem Wasser auftauchte, begann auch er ein wenig zu frösteln. Aber ihm wurde sofort wieder heiß, als sein Blick auf den nackten Körper fiel, der ihn in Empfang nahm. Sie hat das Gesicht eines Engels und die Lenden des Teufels, schoss es ihm durch den Kopf, als er sich neben ihr nieder ließ und den Arm um ihre Taille legte. Er zog sie näher an sich, aber nach einem kurzen Kuss befreite sie sich aus seiner Umarmung.

„Isch sollte nün nach ´ause gehen", erklärte sie ihm, während sie nach ihrem Kleid angelte.

Remus griff nach seinem Zauberstab und rief es mit einem stummen Zauber auf. Er hielt den Stoff wie eine Trophäe in die Höhe, so dass sie sich über ihn beugen musste, um ihn zu erreichen. Als sie dies milde lächelnd tat, ließ er ihn schnell sinken, umfasste ihre Taille und zog sie in einem Griff auf seinen nackten, nassen Körper, aus dem sie sich nicht befreien konnte.

„Remüs", versuchte sie sich mit einem leicht tadelnden Unterton zu wehren, aber er verschloss ihre Lippen mit einem zärtlichen Kuss.

„Du glaubst doch nicht, dass die Nacht für einen Werwolf schon vorbei", eröffnete er ihr und gab ihr einen weiteren, leidenschaftlicheren Kuss, bis er merkte, dass ihr Widerstand zu schwinden begann. Mit einem Knie schob er ihre Beine auseinander und als sie gerade im Begriff war sich auf ihn zu setzen, drehte er sie auf den Rücken.

„Nicht so schnell", dämpfte er ihren Enthusiasmus und fixierte ihre Hände hinter ihrem Kopf.

„Du quälst misch, Remüs", stellte Fleur vorwurfsvoll fest.

„Nein, ich zeige dir, was genießen ist." Langsam wanderte er von ihrem Mund ausgehend abwärts. Am Bauchnabel der Blondine machte er kurz halt, um diesen zu umkreisen. Ein wohliges Stöhnen entkam ihrem Mund und er wusste, dass er auf dem richtigen Weg war. Mit unzähligen kleinen Küssen wanderte er abwärts, bis er ihre Arme loslassen musste, um ihre Beine auseinander zuschieben. Er pustete auf ihre blanke Scham und beobachtete dabei, wie sie erschauderte und ihre Brustwarzen sich steil aufrichteten. Seine Hand wanderte nach oben, um sie zu liebkosen, während seine Zunge sich den Weg zu ihrer Perle suchte. Er umkreiste sie wie ein Raubtier seine Beute.

„B i t t e", presste Fleur mühevoll hervor.

„Schhhhhh", zischte Remus zwischen ihren Beinen, als er begann vorsichtig an ihrem Knöpfchen zu saugen. Immer wieder ließ er seine Zunge dabei weit nach unten gleiten, ohne in sie einzudringen. Er nahm ihren fantastischen Geschmack in sich auf.

„R e m ü s" Sie klang gequält, was ihm ein Lächeln entlockte. Immer wieder hob sie ihm ihr Becken entgegen und schließlich gab er ihn nach. Langsam drang er erst mit einem Finger, dann mit zweien und schließlich auch mit einem dritten in sie ein. Er bewegte sie langsam und intensivierte die Liebkosungen, die er ihrer Knospe zukommen ließ. Mit Genugtuung hörte er, dass sie nur mehr in der Lage war stoßweise zu atmen. Seine Hand wurde schneller und nach wenigen Stößen zogen sich die Muskeln immer wieder eng um seine Finger zusammen. Mit einem spitzen Schrei ließ die kleine Französin die Welt hinter sich. Sie bäumte sich auf und begann am ganzen Körper zu zittern.

Als sich die Wellen zu glätten begannen, hob Remus sein Gesicht aus ihrem Schoß und sah in ihres. Fleurs Augen schimmerten immer noch lustverhangen und sie war nicht in der Lage etwas zu sagen. Sie streichelte über seinen Kopf und zog ihn behutsam nach oben. Sie wollte ihn küssen, ihren Geschmack von seinen Lippen schmecken. Aber bevor er sich von ihr in einen Kuss ziehen ließ, hielt er inne und sah sie genau an.

„Wir sollten in meine Privaträume gehen. Ich hätte dir da noch etwas zu zeigen", sagte er bedeutungsvoll, bevor er sich auf ihren Mund stürzte und sie mit einer Wollust küsste, die schon den nächsten Liebesakt ankündigte.

Langsam zog er sie nach oben und reichte ihr das Kleid, dass sie vorher zu erreichen versucht hatte. Fleur dachte mit keinem Gedanken mehr daran sich anzuziehen und dann zu gehen. Viel zu verlockend war die Aussicht auf mehr, also warf sie das Kleid achtlos über und ordnete ihre Haare, als Remus auch schon wieder vor ihr stand und ihr ihren Umhang locker um die Schultern legte.

„Komm", forderte er und zog sie mit sich dem Schloss entgegen. Als sie das alte Gemäuer fast erreicht hatten, stoppte der Werwolf plötzlich und machte dann einen Haken hinter ein kleines Gebüsch, der Fleur fast aus dem Gleichgewicht gebracht hätte. Unbeholfen stolperte sie ihm hinterher. Als sie ihn erreicht hatte und protestieren wollte, verschloss er ihre Lippen mit einem Kuss, gegen den sie sich nicht wehren konnte. Also ließ sich die Blondine in Remus Arme fallen und genoss die Leidenschaft, die er über seine Lippen in ihren Körper zauberte. In seine starken Arme geschlossen, ließ sie sich mit ihm zusammen zu Boden sinken und kam auf seinen Knien zum Sitzen. Ein schelmisches Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen, als sie begann seine Hose zu öffnen, in der sein kleiner Werwolf bereits wieder zum Leben erwacht zu sein schien.

Mit einer schnellen Bewegung stoppte Remus sie und bedeutete ihr mit der anderen Hand zu schweigen. Verwirrt sah Fleur ihn an, als er in Richtung des Eingangsportals deutete, auf das sich gerade eine kleine Gruppe zu bewegte. Nach einem kurzen Moment erkannte sie McGonagall zusammen mit Ron und Hermine, gefolgt von Snape, der Draco Malfoy recht unsanft am Kragen gepackt hielt. Das geschieht ihm recht, dachte sie sich und wandte sich dann wieder ihrem Begleiter zu. Dieses Mal legte sie ihm den Finger auf die Lippen, um im Schweigen zu gebieten und öffnete dann schnell seine Hose, bevor er es verhindern konnte. Mit einer fließenden Bewegung glitt sie von seinem Schoß und senkte ihren Kopf zwischen seine Beine. Mit zwei Fingern umfasste sie den halberigierten Schaft, schloss die Lippen um die Eichel und begann sanft sie mit der Zunge zu liebkosen.

In Remus Brust bildete sich ein Knurren, dem er keinen Einhalt gebieten konnte. Das unglaubliche Gefühl, dass sie ihm bescherte, als sie ihn tiefer in sich aufnahm, verlangte eine körperliche Artikulation von ihm. Und so konnte er gar nicht anders, als sich kurz aufzubäumen. Mit Erschrecken stellte er fast, das gerade in diesem Moment Snape zu ihrem Versteck herüber zu sehen schien. Schnell ließ er sich wieder nach unten sinken und so schwer es ihm fiel, zog er Fleurs Kopf nach oben und gab ihr einen Kuss.

„Lass uns gehen", forderte er abermals, auch wenn es ihm schwer fiel, sie nicht gleich an Ort und Stelle noch einmal zu nehmen.

„Remüs", begann sie vorwurfsvoll und blickte ohne Hemmungen zwischen seine Beine.

„Ich verspreche dir, es wird noch viel besser", erklärte er, ohne sie ausreden zu lassen und griff wieder nach ihrer Hand, um sie ins Innere der Schule zu ziehen, als diese die kleine Gruppe verschluckt hatte.

Die unendlichen Gänge und Treppen bis zu seinen Privaträumen kamen den Beiden wie ein nicht enden wollendes Labyrinth vor und immer wieder hielten sie in dunklen Winkeln, um leidenschaftliche Küsse zu tauschen und die Hände über ihre Körper wandern zu lassen, wie zwei Liebende. Als sie Remus Unterkunft erreicht hatten, gab es kein Halten mehr. Sobald die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen war, streifte Fleur ihr Kleid wieder über den Kopf und ließ es noch im Eingangsbereich fallen. Sie öffnete das Hemd des Kollegen und strich bewundernd über die starke Brust.

„Isch will disch", hauchte sie, während Remus die Veela in sein Schlafzimmer zog. Aus seinem Mund klang nur ein dunkles Brummen, als er seine Lippen auf ihre legte und mit der Zunge ihre Mundhöhle in Besitz nahm. Was folgte war ein wilder Tanz der Zungen und der nackten Leiber, die schließlich mehr stolpernd und fallend als kontrolliert auf dem harten Bett landeten.

Fleur setzte sich auf seinen Bauch und rutschte langsam nach unten, wobei sie bereits eine feuchte Spur hinterließ. Mit ihrem Finger zeichnete sie kleine Kreise auf seiner Brust und spielte mit den wenigen Haaren.

„Sag misch, wie du misch willst, Werwolf", forderte sie schließlich ein weiteres Mal mit lustverhangenem Blick und verführerischer Stimme.

„Das werde ich dir schon zeigen", bekam sie auch jetzt zur Antwort und bevor sie reagieren konnte, hatte er sie mit festem Griff um die Taille gepackt und sich so gedreht, dass sie unter ihm zum liegen kam.

„Oh, wie langweilig", begann sie ihn zu necken, als sie seine Absicht erahnte.

„Langweilig kann manchmal auch spannend sein", sagte Remus bedeutungsvoll und griff in den Nachttisch. Fleur beobachtete seine Hand genau, und als sie wieder zum Vorschein kam, zog sie einen schmalen, roten Seidenschal mit sich. Die Augen der Französin weiteten sich und auf ihren Lippen zeichnete sich bereits Protest ab. Nie gab sie, die Verführerin, in einem solchen Maß die Kontrolle ab.

„Vertraust du mir?" Wie oft hatte sie die Frage gestellt und die Antwort immer gekannt. Und nun musste sie sich eine Antwort darauf überlegen. Fleur atmete tief und konnte das Entsetzen über die vertauschten Rollen, in der sie sich aus ihrer Sicht nun befanden, nicht verbergen, was Remus ein leichtes Lächeln auf die Lippen zauberte.

„Ich mache nichts, was du nicht willst." Er küsste sie sanft. „Versprochen." Der zweite Kuss wurde bereits fordernder. „Also?" Mit dem dritten Kuss bog er bereits ihre Arme über den Kopf und sah ihr dann erwartungsvoll in die Augen. Mit einem vorsichtigen Nicken bestätigte sie ihn in seinem Tun. Und kaum hatte sie den Kopf bewegt, schlang er auch schon den Schal um ihre Handgelenke und sie fühlte sich ihm wehrlos ausgeliefert.

Langsam wanderten seine Lippen über ihr Gesicht, jeden Millimeter genauestens erkundend, als würde er ihn nie wieder zu Gesicht bekommen. Er küsste ihren Hals und ihre Schlüsselbeine, liebkoste ihre Brüste und knabberte vorsichtig an den Brustwarzen. Immer wieder entlockte er ihren zarten Lippen ein leichtes Seufzen, das Remus darin bestätigte auch weiter in einer Geschwindigkeit vorzugehen, die ihm jegliche Selbstbeherrschung abrang, die er aufzubringen imstande war. Als er ihren Bauchnabel umrundet hatte und abermals mit der Zunge in ihre Scham eintauchte, reckte Fleur ihm ihr Becken mit einer Vehemenz entgegen, die es ihm noch schwerer machte.

„Remüs, bitte nischt schon wieder", klagte sie verzweifelt unter leichtem Stöhnen, während er ihre Perle umfuhr und schließlich mit einem Finger vorsichtig in sie eindrang. Er hob sein Gesicht und sah in ihre feuchten Augen.

„Dann sag du mir jetzt, was du willst", forderte er, obwohl er glaubte, die Antwort bereits zu kennen. Noch einmal neigte er seinen Kopf und tauchte mit der Zunge zwischen ihre Schamlippen hinab, bevor er ein leises „Fick mich", keuchend aus ihrem Mund vernahm.

Lächelnd richtete er seinen Blick wieder ihrem Gesicht zu. Er genoss es, wie ihr Körper sich wand und er genoss die Erwartung, wie er es gleich unter seinem tun würde. Mit dem Finger, der immer noch in ihrer Öffnung steckte, stieß er leicht zu und brachte dann einen zweiten ein.

„Bist du sicher?"

„Oh Gott, ja", keuchte Fleur abermals, während sie versuchte den Schal von den Handgelenken zu streifen, um seinen Kopf nach oben zu ziehen. Aber sie hatte keine Chance. Remus lachte kurz auf und setzte sich dann auf seine Fersen. Er legte den Kopf schräg und betrachtete den nackten Körper vor sich. Mit den Augen verschlang er ihre schlanke Silhouette und musste sich doch immer wieder zur Ruhe mahnen. Wenn er jetzt alles richtig machte, würde sie ihm vielleicht noch öfter die Stunden im Schloss verkürzen, dachte er sich, während er sich über sie beugte und mit seinem Gesicht kurz vor ihrem Halt machte.

„Ich habe eine Aufgabe für dich, Fleur." Er benutzte absichtlich ihren Namen und genoss die Verwunderung auf ihrem Gesicht.

„Du weißt, isch würde alles für disch tun, damit du misch erlöst", antwortete sie.

Ein fast schon wölfisches Grinsen umspielte seine Lippen, als er ihr in den Mund sprach.: „Genieße."

Dann verschloss er ihre Lippen und drang gleichzeitig behutsam in sie ein, als wäre es das erste Mal für beide. Mal bewegte er sich langsam, mal schneller. Immer wieder nahm er jede kleinste Veränderung ihrer Mimik auf, während sie ihm unentwegt in die Augen sah, beide um den Moment zu erkennen, in dem der andere die Welt hinter sich ließ. So wurde das Liebesspiel zu einem Wechselspiel der Selbstkontrolle, das keiner verloren geben wollte. Immer wieder ermahnte sich Fleur die Muskeln nicht so sehr anzuspannen, dass es sie selbst in den Himmel hob. Immer wieder zog Remus sich weit aus ihre zurück, um dem Druck nicht nachzugeben, der sich in seinen Lenden aufgebaut hatte und nach draußen gelangen wollte. Er streichelte ihre zarte Haut, um den Reiz zu verstärken, sie stöhnte französische Schweinereien, um ihn wahnsinnig zu machen, aber niemand wollte dem anderen gegenüber kapitulieren. Sie liebten sich eine kleine Ewigkeit, hin und her geworfen von einem Wechselbad der Gefühle, ohne das einer dem anderen nachgab.

Schließlich war es Fleur, die sich ihrer Lust ergab. Unter einem lauten Stöhne bäumte sie sich ihm entgegen, soweit es ihr möglich war. Sie versuchte einen Punkt, eine Narbe in seinem Gesicht, zu fixieren, aber sie verlor sich in seinen Augen. Ihre Muskelringe schlossen sich so fest um seine harte Erektion, dass es fast schmerzte und dennoch durchzuckten die Wellen der Leidenschaft ihren Körper, wie eine Sturmflut.

Auch für Remus gab es nun kein Halten mehr, als er sah, wie sie hinüber glitt. Er drückte sich noch einmal tief in ihre heiße Enge und verlor sich dann unter einem lauten Dröhnen, das seiner Brust entkam, in ihrem Gesicht, als sie ineinander flossen. Immer noch bebend vor Lust, ließ Remus sich schließlich auf den zarten Körper sinken. Außer Atmen und außer sich, begann er vorsichtig ihr Gesicht mit Küssen zu bedecken, während Fleur die Augen fest geschlossen hielt. Er entfernte die Fessel und streichelte ihre Arme, bevor er von ihr glitt und sie gleichzeitig mit sich zog. Ohne eine Wort zu verlieren, griff er nach seinem Zauberstab, der neben dem Bett lag, säuberte sie beide und ließ die leichte Decke über ihre verschwitzten Körper schweben.

Wären sie in ihren Räumen gewesen, hätte sie ihn gebeten zu gehen. Und auch sie selbst hatte nie Anstalten gemacht sich nicht anzuziehen und zu verschwinden, wenn das, weswegen sie mit einem Mann zusammen gekommen war, beendet war. Aber seine großen Hände, die ihreTaille so fest umklammerten, seine warme Haut, auf die ihr Kopf so sanft gebettet war und der ruhige Atem, der sich seine Brust rhythmisch heben und senken ließ – all das gab ihr ein Gefühl von Geborgenheit, das sie schon so lange nicht mehr gefühlt hatte. Und so entschloss sie sich zu bleiben. Nur einen Moment noch, ein paar Augenblicke, wenige Minuten, um zu genießen, was sie gerade geteilt hatten. Nur ganz kurz. Das sagte sie sich immer wieder, bis sie, eng an ihn geschmiegt, in einen sanften Schlaf hinüber glitt.

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