Hallo Ihr, eigentlich wollte ich diese FF ja hier gar nicht weiter posten doch kommen immer wieder mal Anfragen so dass ich mich dazu entschieden habe hier doch wieder ein paar Pitel einzustellen. Heute bekommt ihr zunächst vier Neue Pitel. Es ist mir recht wenn ihr nicht reviewt weil ich verstehen kann das schreiben so anstrengend ist. lol Dennoch würde ich mich freuen, doch reicht es mir auch wenn ich sehe wie viele auf diese FF zugreifen, also kann sie ja gar nicht so schlecht sein. Nächste Woche Dienstag bekommt ihr dann wieder vier Kapitel zu lesen. Ich wünsche euch viel Spaß, denn der ist garantiert, auf die ein oder andere Weise zwinker Eure dracxi ;o)
Teil 6
Minerva McGonagall saß in ihrem Büro in Hogwarts und sondierte die Bewerbungsunterlagen. Sie brauchte noch drei Lehrer, für Wahrsagen, Verteidigung gegen die dunklen Künste und Zaubertränke.
Sie hegte die Hoffnung das Severus Snape den Posten des Zaubertanklehrers wieder annahm, aber sie konnte auch verstehen wenn er ablehnen würde.
Es waren etliche interessante Kandidaten dabei, deshalb schrieb sie einige Einladungen zu persönlichen Vorstellungsgesprächen. Sie bedauerte das Hermione noch nicht soweit war, um hier arbeiten zu können, aber bald wäre sie ja mit dem Studium fertig.
Sie schickte gerade die Briefe ab, als sie selbst eine Eule bekam.
Arthur Weasley schrieb ihr, dass sie heute Nachmittag, um sechzehn Uhr, mit Severus Snape sprechen konnte. Sie würde eine halbe Stunde Zeit bekommen. Sie wunderte sich, weil sie zum Ministerium und nicht nach Azkaban kommen sollte. Sicherlich hatten sie ihn schon wegen der Verhandlung ins Ministerium gebracht.
Schnell warf sie einen Blick auf die Uhr und stellte fest, dass sie nur noch eine halbe Stunde, bis zu dem Termin Zeit hatte.
Schnell ordnete sie ihre Unterlagen und drehte sich in ihrem Stuhl zur Seite, wie sie vermutet hatte, beobachteten sie zwei klare blaue Augen.
"Hallo Albus, schön das du da bist. Ich habe heute endlich einen Termin bekommen um mit Severus sprechen zu können", erzählte sie ihm auch gleich.
"Hallo Minerva, ich bin sehr erfreut das zu hören. Was hat Arthur zu den Unterlagen und meiner Aussage gesagt?", antwortete ihr das Bildnis von Albus Dumbledore und alle anderen Bilder hörten gespannt zu. Wie immer, wenn der Name Severus Snape fiel, hinterher, wenn die Professorin ihr Büro verlassen hatte, würde wieder heftig diskutiert werden.
"Er hat für nächste Woche einen Anhörungstermin vor dem Zaubergamot anberaumt. Ansonsten hat er sich sehr zurück gehalten, er hat sich nicht weiter geäußert. Harry wird auch dabei sein und Draco Malfoy möchte unbedingt für Severus aussagen."
"Das ist ja höchst interessant. Wie bist Du auf Draco Malfoy gekommen und wo hast Du ihn gefunden?", fragte er neugierig nach.
"Er hat mich gefunden und zwar durch Miss Granger. Stell Dir mal vor, Miss Granger ist mit Blaise Zabini liiert", erstaunt hob Albus beide Augenbrauen.
"Das wird ja immer besser. So richtig zusammen, mit allem drum und dran? Ich bin sehr erstaunt, was sagen ihre Freunde dazu?"
"Es sieht so aus. Harry war natürlich nicht begeistert, aber Mister Zabini war ihm wohl noch angenehmer als Mister Malfoy", erzählte sie amüsiert.
Sie schaute wieder auf die Uhr und musste Albus auf später vertrösten, weil sie ins Ministerium musste.
Durch den Kamin flohte sie hinüber in Arthur Weasleys Büro, seines Zeichens Zaubereiminister.
Herzlich begrüßten sie sich und Arthur ließ nach einem Auroren rufen, der sollte Minerva dann zu Severus Snape bringen.
"Minerva, noch kurz auf ein Wort", er bot ihr einen Platz an und sie setzte sich.
"Was gibt es denn Arthur?"
"Es geht um Mister Snape", Minerva zog eine Augenbraue hoch, als er Mister Snape sagte.
Arthur sprach weiter.
"So wie es aussieht, hatten wir in Azkaban einige Mitarbeiter, die nicht ganz unsere Vorschriften eingehalten haben. Mister Snape ist in einem nicht sehr guten Zustand."
"Wie bitte?! Was bedeutet, in einem nicht sehr guten Zustand? Arthur, was ist mit Severus passiert?", ereiferte sie sich jetzt und durchbohrte Arthur mit giftigen Blicken.
"Es tut mir leid dies sagen zu müssen, aber unsere Angestellten haben ihn gefoltert und einmal haben sie ihn auch zu anderen Todessern gelassen. Die haben ihn dann verprügelten und sie haben ihn sexuell missbraucht, mehrere male. Gesundheitlich ist er ziemlich auf dem Tiefpunkt, er ist aber schon untersucht und verarztet worden", erzählte er und Minerva schlug vor Schreck die Hand vor dem Mund, außerdem verlor sie ihre gesunde Gesichtsfarbe.
"Bei Merlin Arthur, was habt ihr mit den Angestellten gemacht? Ich hoffe doch sehr, dass sie vor das Zaubergamot gestellt werden, das hat kein Häftling verdient", empörte sie sich.
"Minerva, es geht zur Zeit alles drunter und drüber, es gibt so viel zu tun. Der Krieg ist gerade mal zwei Monate vorbei, es gibt so vieles was erledigt werden muss, da kommt es schnell mal vor das etwas vernachlässigt wird", entschuldigte er sich.
"Das mag wohl sein, aber tolerieren kann ich das nicht. Sind noch andere Gefangene so behandelt worden?", presste sie wütend hervor und Arthur zuckte ein wenig zusammen.
"Es wird gerade von einem Aurorenteam überprüft, aber auch die sind langsam überfordert", verteidigte er sich jetzt.
"Arthur sag mir eins, glaubst du an die Unschuld von Severus Snape?", mit der Frage überrumpelte sie ihn jetzt und er schluckte hart.
"Minerva, ehrlich gesagt, zweifle ich an der Glaubwürdigkeit deiner Beweise."
Zack - das hatte gesessen, perplex starrte sie ihn an und mit einem Ruck erhob sie sich.
Wütend klatschte sie ihre Hand auf den Tisch und funkelte Arthur mit bösen Augen an.
"Weichei! Ich dachte du bist ein anständiger Minister, aber anscheint bist du auch nicht anders als die anderen Schleimer vor dir. Wie komme ich zu Severus, ich vergeude hier meine Zeit."
Etwas bekümmert und erstaunt über Minervas heftige Reaktion, erhob Arthur sich und schickte erneut nach einem Auror, weil immer noch keiner erschienen war.
Minerva stellte sich vor die Tür und ignorierte ihn. Etwas später kam ein junger Mann und brachte sie in den Hochsicherheitstrakt, hier wurden die Gefangenen zum Übergang eingesperrt und nach der Verurteilung von hier direkt nach Azkaban gebracht.
Der junge Mann führte Minerva in einen Besprechungsraum der auf beiden Seiten Türen hatte.
Er teilte ihr mit, das Mister Snape gleich gebracht wurde, sie möge sich noch einen Moment gedulden.
Er verschwand durch die Eingangstür und Minerva setzte sich an den Tisch, der mittig im Raum platziert war.
Sie hatte Severus seit über einem Jahr nicht mehr gesehen und sie mochte sich nicht wirklich vorstellen wie er ausah, schon gar nicht, nachdem sie eben erfahren musste, wie er in Azkaban behandelt wurde.
Die andere Tür wurde geöffnet und ein stämmiger Mann mit kahl geschorenem Kopf brachte eine Gestalt in den Raum.
Minerva schluckte, Severus war schon immer schlank gewesen, aber diese Gestalt hier wirkte hager und dürr. Sie konnte ihn nicht richtig erkennen, seine Kapuze war ihm tief ins Gesicht gezogen worden, seine Arme lagen auf dem Rücken und schienen mit einem Zauber fixiert.
"Der Gefangene Snape. Sie haben ab jetzt eine halbe Stunde Zeit, wenn sie früher gehen benachrichtigen sie die Aufsicht. Sie dürfen keinen persönlichen Kontakt zum Gefangenen haben, sie bleiben auf ihrer Seite und er auf seiner. Sie dürfen ihm keine Lebensmittel zu kommen lassen und es ist verboten Medizin an den Gefangenen zu übergeben. Er wird nach diesem Gespräch untersucht und jede Missachtung der Vorschriften ihrerseits, wird er ausbaden", schnarrte er seinen Text herunter und mit zackigen Bewegungen verschwand er aus dem Raum.
Minerva wunderte sich, sie hatte fast erwartet, dass er noch salutierte bevor er ging.
Unmerklich schüttelte sie den Kopf, welch ein Schwachsinn hier veranstaltet wurde und überhaupt was sollte das bedeuten? Er würde es ausbaden!
Angewidert von der Vorgehensweise des Ministeriums richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf Severus.
Er stand noch immer vor dem Stuhl und bewegte sich nicht einen Zentimeter.
Sie überlegte kurz und zog ihren Zauberstab hervor, schmerzlich registrierte sie sein zusammen zucken.
Also beobachtete er sie.
"Severus haben Sie keine Angst, ich möchte nur Ihre Fesseln lösen damit wir uns setzen können", beruhigte sie ihn und sprach leise einen Zauber.
Seine Arme sackten herab und weiter passierte nichts. Er sprach nicht, er bewegte sich nicht, es verwirrte Minerva.
"Severus, setzen Sie sich doch bitte", forderte sie ihn auf und er befolgte sofort den Befehl.
In Minerva kroch die Wut hoch. Was hatten sie nur mit diesem Mann gemacht? Sie fand es verabscheuungswürdig und schämte sich dafür, weil sie ihm nicht eher helfen konnte.
"Sagen Sie mir wie es Ihnen geht?", fragte sie und setzte sich ihm gegenüber.
"Gut", kam die knappe Antwort.
Seine Stimme hörte sich ungebraucht an, zudem hatte er sehr leise gesprochen.
Er war noch nie derjenige der ausschweifende Reden hielt, aber diese Antwort war ihr definitiv viel zu wenig.
"Severus wären Sie so nett und setzen Ihre Kapuze ab?"
"Nein!"
"Severus, ich weiß das man Sie misshandelt hat, also tun Sie mir bitte den Gefallen und nehmen sie die Kapuze runter", forderte sie ihn erneut auf.
Zögerlich hob Severus die Arme an und schob sich die Kapuze vom Kopf.
Minerva schnappte nach Luft, hatte Arthur nicht gesagt er sei behandelt worden?
So sah er auf jedenfall nicht aus, sein Gesicht schillerte in grünen und blauen Tönen, Blutverkrustet und mit einem zugeschwollenem Auge. Sein schwarzes Haar war verklettet und stand ihm wirr vom Kopf ab. Auch schienen seine Hände verletzt zu sein und an den Handgelenken sah sie deutlich blutige Striemen, so als sei er gefesselt gewesen.
Alle anderen Verletzungen waren nicht auszumachen, aber sie war sich sicher, dass da noch mehr war.
Am liebsten hätte Minerva ihm etwas zur Linderung gegeben, aber das durfte sie ja nicht.
Er sagte nicht ein Wort, aber sie konnte sein Unbehagen fühlen, sie musste ihm klar machen das er nicht alleine war.
Sie beugte sich so weit es ging über den Tisch und sah ihm tief ins Auge.
"Severus, ich bin heute hier um Ihnen mitzuteilen das wir nächste Woche einen Anhörungstermin erhalten haben. Es sind genug Beweise da um Sie frei zu bekommen. Außerdem werden Mister Potter und Mister Malfoy für Sie aussagen, den Rest werden die Unterlagen von Albus machen."
Bei den Namen Albus zeigte er die heftigste Reaktion, bei Harrys Namen blitzte es kurz in seinem Auge, aber das wars auch schon gewesen.
Er schwieg und hielt seinen Blick auf die Tischplatte gesenkt.
Minerva kam es unrealistisch vor, dieser Mann war nicht mehr der Mann, den sie gekannt hatte.
"Severus haben Sie verstanden was das für Sie bedeuten kann?", fragte sie nach.
"Das ist nicht wichtig. Geht es Draco gut? Sagen Sie ihm meine besten Wünsche und ich hoffe, er macht etwas aus seinem Leben", murmelte er abwesend.
Minerva hätte am liebsten geschrieen, zum wiederholten Male fragte sie sich was geschehen war.
"Severus, wenn alles gut geht kommen Sie frei. Mister Malfoy hat sein Leben gut im Griff und er schafft alles andere auch. Sie sollten lieber an sich denken, wir müssen besprechen was Sie bei der Anhörung sagen sollen. Wir müssen Arthur und alle anderen Minister überzeugen, dass Sie wirklich unschuldig sind", redete sie nun auf ihn ein.
Sein Blick war noch immer starr auf den Tisch gerichtet und als er jetzt sprach, fühlte es sich wie klirrende Eiswürfel an.
"Ich bin schuldig, niemand wird mich freisprechen. Ich habe nichts anderes verdient, als den Rest meines Lebens in Azkaban zu verbringen. Ich bin schuldig, da wird mir auch Albus Aussage nicht helfen können und ich will es auch gar nicht."
Minerva stand der Mund offen, sie konnte nicht glauben was sie da eben gehört hatte.
"Severus, ich weiß, Sie mussten viele Dinge tun die Unverzeilich sind, aber Ihnen hat die gesamte Zaubererwelt so vieles zu verdanken, so dass ich der Meinung bin, das Sie freigelassen werden müssen. Vielleicht eine Geldstrafe oder eine Bewährung, aber auf freiem Fuß und nicht in Azkaban. Dies ist das Mindeste, was wir machen können um Ihnen zu danken. Ohne Sie hätten wir nicht die Horkruxe gefunden und Harry wäre nicht unbeschadet zum Lord gekommen. Severus, ich weiß wie viel Sie für Harry getan haben, auch wenn Sie ihn hassen.
Sie sind zwar schuldig, aber haben Sie doch ein Recht auf die Freiheit. Hören sie also mit diesem untertänigen Getue auf, zeigen Sie mir den starken, arroganten, verhassten Mann, den ich kennen und mögen gelernt habe. Verzeihen Sie mir meine damalige Ungläubigkeit, aber ich habe nicht mit Albus sprechen können. Erst nach dem Tod von Riddle klärte sich alles auf und viele kleine Puzzleteile fügten sich zu einem Ganzen. Mir wurde klar, das Sie es waren der mir die Hinweise zu den Horkruxen geschickt hatte und ich fühlte Freude und Erleichterung. Albus war wütend auf mich, weil ich an Ihrer Loyalität zum Orden und Harry gezweifelt habe und ich bin froh, dass Sie überlebt haben. Denn nun kann ich mich dafür entschuldigen. Ich hoffe Sie nehmen die Entschuldigung an und lassen sich helfen."
Ziemlich unbeteiligt hörte er ihr zu und zeigte keine Regung, es machte sie wütend, dass er gar keine Reaktion zeigte. Am liebsten hätte sie ihm jetzt eine Ohrfeige verpasst, aber dies war unmöglich.
"Severus, Sie haben viele Freunde und alle stehen hinter Ihnen, sie wollen alle, dass Sie frei kommen und ich würde mich freuen, wenn Sie Ihren alten Posten als Zaubertränkelehrer wieder annehmen würden", versuchte sie es noch mal.
Die einzige Reaktion seinerseit war ein zynisches Lachen und ein verächtliches Kopfschütteln.
"Severus was soll das? Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen sage, dass ich Sie würgen könnte, nur weil Sie so verbohrt sind und nicht in Ihr Leben zurück wollen", fuhr sie ihn jetzt an.
"Sie sollten mich vielleicht mal fragen was ich möchte?", schnarrte er sie eisig an.
"Bitte?", fragte sie irritiert.
"Ich will nicht Leben. Ich bin schuldig und habe dies alles nicht verdient. Freunde habe ich nicht und den einzigen Freund, den ich hatte, habe ich umgebracht. Dies kann ich mir nicht verzeihen und ich habe kein Anrecht auf ein weiteres, ach so glückliches Leben. Ich glaube auch nicht, dass es gut wäre weiter Kinder zu unterrichten, ich als Mörder bekomme keine Arbeit.Glauben Sie das Ministerium wird dies zulassen? Nein, ich habe die Folterungen verdient und ich werde es ertragen so lange bis es vorbei ist und ich endlich sterben darf", sagte er nun mit tiefer emotionsloser Stimme.
Minerva fühlte sich schlecht, als er sprach hatte sie das Gefühl eine kalte Hand würde ihr den Hals zu drücken. Sie fühlte sich hilflos und wünschte Albus würde Leben und könnte Severus aus seiner Lethargie reißen.
"Albus wird enttäuscht sein Sie nicht wiederzusehen, denn Ihr einziger Freund freut sich schon sehr darauf endlich wieder mit Ihnen sprechen zu können. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?", sagte sie traurig.
"Lassen Sie mich einfach in Ruhe."
"Wie Sie wünschen, wir sehen uns dann nächste Woche", sie erhob sich und sah auf die abgemagerte Gestalt von Severus Snape.
"Geht ja wohl nicht anders. Lassen Sie es bleiben, ich bin schuldig und nichts anderes wird das Zaubergamot feststellen. Lassen Sie mich einfach in Ruhe", knurrte er.
Minerva schüttelte traurig den Kopf. Nein, ihn in Ruhe lassen konnte sie nicht. Er hatte eine zu große und wichtige Rolle in diesem Krieg gespielt, auch wenn er es nicht wahr haben wollte, er war die zweitwichtigste Schachfigur, neben Harry Potter gewesen.
"Leider kann ich Ihnen diesen Gefallen nicht tun, Severus. Ich werde Sie frei bekommen und dann schleife ich Sie zu Albus, damit er Ihnen wenigstens mit Worten in den Hintern treten kann. Gerne tue ich dies auch Tatkräftig für Albus, denn das ist es was ich jetzt liebend gerne machen würde. Ihnen so richtig in den Hintern treten, Sie wachrütteln und wenn es sein muss, verpasse ich Ihnen auch so eine gewaltige Ohrfeige wie sie Mister Malfoy von Ihnen bekommen hat. Kommen Sie zu Verstand, ich will ja nicht das man Sie als Held feiert, aber ich möchte das Sie endlich einmal Ihr eigenes Leben leben können, denn bis jetzt haben Sie nur für andere gelebt. Ich will das Sie an sich denken, Sie sollten sich etwas gutes tun, mehr Vertrauen in mich und die anderen entwickeln. Sie werden nicht alleine sein, dafür sorge ich schon", sagte sie jetzt mit so einer Bestimmtheit das Severus Snape überrascht aufsah.
Minerva lächelte ihn freundlich an.
"Glauben Sie mir Severus, ich weiß von Ihren Taten, ich weiß, dass man sie nicht ungeschehen machen kann. Dennoch haben Sie das Recht zu leben und ich will das Sie Leben. Bis nächste Woche Severus, ich hoffe hier passt man besser auf Sie auf, als in Azkaban. Bis bald", fügte sie noch an und sah die Ungläubigkeit in seinem Gesicht.
Sie drehte sich um und ging zu Tür, um zu klopfen, damit man sie rausließ.
Mit keinem Blick schaute sie zu Severus zurück.
Ansonsten hätte sie gesehen wie er traurig den Kopf sinken ließ.
Er schien keine Hoffnung und keinen Willen mehr zu haben.
Minerva holte erstmal tief Luft, sie hatte nicht erwartet das Severus Snape so gebrochen war. Er akzeptierte das er ein Mörder war und keine Rechte mehr hatte.
Doch Minerva sah das mittlerweile anders und schwor sich, wie eine Löwin um den Slytherin zu kämpfen.
Eiligst betrat sie einen der Gastkamine und flohte zurück nach Hogwarts, hektisch warf sie ihren Umhang weg und baute sich vor dem Bild von Albus auf.
"Minerva schön Dich zu sehen. Was ist denn passiert? Du siehst ein wenig wütend aus", begrüßte er sie.
"Wütend ist noch untertrieben", schimpfte sie und erzählte ihm alles was sie gerade vorher erlebt hatte.
Albus schien sehr entsetzt, immer wieder schüttelte er ungläubig den Kopf. Er war sich mit Minerva einig, das sie Severus nicht aufgeben würden.
Minerva setzte sich, nachdem sie ihre Wut rausgelassen hatte, an ihren Tisch und schrieb einen Brief an Harry und Draco. Außerdem beraumte sie eine Sitzung des Ordnens an und trug ihren Elfen auf die große Halle für ein Abendessen herzurichten.
Tbc
