Huhu...
hab doch jetzt grad fast vergessen, hochzuladen...lach
Danke für die Kommis von: Mmmel, Minnilein, KleineSchwesterOrion und geli-chan!
und jetzt viel Spaß mit:
Erinnerungen Teil 4
Flashback
Als Severus zwei Stunden später das Zimmer betrat, da Tom ihn gebeten hatte, mal nach seinem Sohn zu sehen, schlief eben dieser noch.
Leise, um ihn nicht zu wecken, setzte er sich auf die Bettkante und betrachtete den Schlafenden. Vorsichtig strich er ihm eine Strähne aus der Stirn. Dabei kam die blitzförmige Narbe zutage, die den Jungen fast schon als Dumbledores Eigentum brandmarkte.
Er wusste nicht, wie lange er schon so da saß, als Tigris sich langsam rührte und die Augen aufschlug. Blinzelnd wegen des Sonnenlichts, sah er sich um und blieb an seinem Professor hängen.
Er erschrak ein wenig, blieb aber wo er war.
Es war fast genau die gleiche Situation wie gestern Abend; er wusste, der Tränkemeister würde ihm nichts tun, genau wie er wusste, dass er Tom glauben konnte.
Es war beinahe eine Art sechster Sinn. Fast schon unheimlich.
"Wie fühlst du dich?", fragte er ihn leise.
"Ich bin ein wenig müde und fühl mich schlapp, aber ansonsten ist alles in Ordnung.", antwortete Tigris wahrheitsgemäß.
Severus nickte zufrieden; der Junge hatte sich wahrlich schnell erholt. Dann griff er in seine Tasche und holte eine Phiole heraus, deren Inhalt violett schimmerte.
Fragend sah der Jüngere ihn an.
"Du hast bald wahrscheinlich für den Rest deines Lebens genug von irgendwelchen Tränken, aber dieser muss leider sein. Es handelt sich um einen Trank, der Illusionszauber aufhebt, mögen sie auch noch so stark sein. Und da du ein fast perfektes Ebenbild von James Potter bist, muss Dumbledore so einen über dich gesprochen haben. Du musst wissen, dass es nicht sehr fördernd für die Gesundheit ist, wenn man zu lange unter einem solchen Zauber steht. Devon Zabini, der Heiler, der dich untersucht hat, hat uns geraten, dir diesen Trank zu geben. Wir können und wollen dich gar nicht dazu zwingen, ihn zu nehmen, aber es wäre besser."
Nachdenklich sah Tigris ihn an und schien zu überlegen. Dann sagte er, beinahe schon scherzhaft:
"Naja, ich denke, es kann nicht schaden herauszufinden, wie man wirklich aussieht. Der Wahrheit muss schließlich jeder mal ins Auge blicken."
Zögernder fügte er noch hinzu:
"Wird es wehtun, Professor?"
"Nein, wird es nicht, Tigris. Sonst hätte ich ihn dir nicht gegeben."
Daraufhin nahm er die Phiole entgegen, entkorkte sie und schluckte den Inhalt herunter. Wie schon bei dem Anti-Kopfschmerz-Trank verzog er das Gesicht und schüttelte sich bei dem Geschmack.
"Können Sie das nicht irgendwie schmackhafter machen?", wollte er von seinem Professor wissen.
Severus schmunzelte und sagte:
"Tut mir leid, das geht nicht. Würde ich soetwas probieren, wäre der gesamte Trank im Eimer. Und bitte, nenn mich Severus, okay? Du brauchst mich auch nicht zu Siezen, schließlich sind wir hier nicht in der Schule."
Der Junge nickte daraufhin nur, denn nun begann er, sich zu verändern.
Seine Haare wurden ein wenig länger und glatter, reichten ihm nun bis zu den Schultern und wurden tiefschwarz. Auch wuchs er ein Stück und bekam weichere Gesichtszüge. Seine Augenform wurde mandelförmiger, aber die Farbe blieb. Insgesamt sah er einfach nur niedlich aus, wie Sev fand. Wahrlich zum Knuddeln. Laut sagte er das lieber nicht, wer wusste schon, wie der Kleine reagieren würde?
Eben dieser nahm gerade seine Brille von der Nase und strahlte ihn fast schon an, als er bemerkte, dass seine Sehschwäche verschwunden war. Aufrichtig wurde dieses Lächeln erwidert.
In einem ermutigendem Ton fragte Severus dann:
"Na, wie stehts? Willst du mit Tom und mir zu Mittag essen, unten im Speisezimmer? Oder fühlst du dich noch nicht gut genug?"
Tigris nickte heftig und stand so schnell aus dem Bett auf, dass ihm schwindelig wurde und der Ältere ihn schnell stützte.
"Nicht so hastig, Kleiner. Setz dich noch für einen Moment hin, ich hol dir kurz etwas zum anziehen."
Damit rauschte er aus dem Zimmer und war wenig später schon wieder zurück. Der Schwarzhaarige hatte sich währenddessen nicht von seinem Platz wegbewegt.
Als er seinen Professor sah, stand er, langsamer diesmal auf und nahm die Kleidung entgegen. Er verschwand ins Bad und gönnte sich eine kurze Katzenwäsche, ehe er in die Klamotten schlüpfte. Er vergaß dabei natürlich nicht, einen Blick in den Spiegel zu werfen und war positiv überrascht, von dem was er sah.
Wieder im Zimmer, sagte Sev:
"Die Sachen gehörten mal meinem Patenkind, aber sie sind mittlerweile zu klein für ihn. Nun, dann lass uns mal gehen."
Sie verließen den Raum und gingen mehrere Gänge entlang, wobei der Jüngere sich natürlich neugierig umsah, um bloß nichts zu übersehen. Im Großen und Ganzen war alles recht altertümlich, wie in einer Burg.
Als er den Tränkemeister danach fragte, bestätigte dieser ihm das.
Während Tigris sich umsah, beobachtete Sev ihn gespannt von der Seite. Er war fast schon hin und weg von dessen neuem Äußerem. Er hatte vorher schon nicht schlecht ausgesehen, aber jetzt erst...
Sein Beschützerinstinkt erwachte, da der Schwarzhaarige nicht nur extrem gut aussah, sondern auch noch so schutzbedürftig wirkte.
Unvermittelt sagte er leise:
"Du siehst gut aus, Tigris."
Dieser blieb wie vom Donner gerührt stehen und starrte ihn fassungslos an. Dabei schlich sich eine verräterische Röte auf seine Wangen und ließ ihn noch niedlicher erscheinen.
Der Ältere war unbekümmert weiter gegangen und warf ihm nur ein Kommst du? über die Schulter zu. Schon war er wieder an seiner Seite.
An einer Eichentür hielten sie an und traten ohne anzuklopfen durch sie hindurch. Tom, welcher schon am Tisch saß, sah überrascht aus, als er einen fremden Jungen erblickte. Dann aber lächelte er erfreut, anscheinend hatte er seinen Sohn als eben diesen erkannt.
"Tigris, wie fühlst du dich?", wollte er sogleich wissen.
Dieser setzte sich neben seinen Vater und sagte:
"Ganz gut soweit. Severus hat mir zwar noch so einen scheußlichen Trank angedreht, aber naja... Ich lebe noch."
Das ließ den dunklen Lord schmunzeln. Mit dem Kleinem ging es wirklich bergauf und mit Severus schien er sich auch zu verstehen.
"Ja, das sehe ich. Und dein richtiges Aussehen gefällt mir besser, als dein Altes. Ach ja, das hatte ich ganz vergessen, dir zu sagen! Nach deinem Erwachen wird sich dein Aussehen wieder etwas verändern. Das hat mit dem Dämon in dir zu tun. Aber nun sollten wir etwas essen, dafür sind wir ja schließlich hier."
Nachvollziehbarerweise war Tigris als erstes mit dem Essen fertig, aber das störte ihn nicht sonderlich. Er war froh, dass er überhaupt etwas zu sich nehmen konnte.
Ansonsten verlief das Mittagessen friedlich und in entspannter Atmosphäre, genau wie die restlichen Ferienwochen.
Der Sohn des dunklen Lords lebte sich gut ein und er machte große Fortschritte, was seine seelische Heilung anging.
Einen großen Anteil daran trug Severus.
Denn dieser wurde zu seiner Vertrauensperson und er sprach, nach anfänglichem Zögern, sehr oft und ausführlich mit ihm über das, was Vernon ihm angetan hatte. Dies schuf eine Vertrauensbasis, die keiner der Beiden vorher schon einmal erlebt hatte.
Tom sah es kommen, schon zwei Wochen, bevor es wirklich passierte.
Tigris und Severus verliebten sich ineinander. Es entwickelte sich langsam und schien ganz selbstverständlich zu sein.
Dadurch, dass Sev seine Vertrauensperson war, ließ Tigris auch recht schnell kleinere Berührungen zu, die nach einiger Zeit auch größer wurden.
Doch er blockte beharrlich ab, sobald es ihm zu intim wurde und sein Partner verstand das. Er wusste, er musste ihm Zeit lassen; aber davon hatten sie nun wirklich genug.
Schließlich war Sev, genau wie Tom ein Vampir und selbst, wenn Tigris keiner sein sollte, auch Tonitrus-Dämonen waren sehr langlebig. Der Älteste, von dem man wusste, war knapp 1000 Jahre alt geworden. An Zeit mangelte es daher nicht.
Was Tigris dennoch sehr zu schaffen machte, war die Ignoranz seiner sogenannten Freunde. Tom ließ den Ligusterweg auf Eulen überwachen, um einen eventuellen Brief an 'Harry Potter' abfangen zu können.
Aber es kamen nur drei Briefe; und zwar an seinem 'Geburtstag'. Der Hogwartsbrief, ein Brief von Hagrid und einer von Fred und George. Die Beiden letzten bedeuteten ihm dafür umso mehr.
Er hatte also wirklich drei echte Freunde gehabt.
Was Tom, Sev und Tigris allerdings im Geheimen schon befürchtet hatten, wurde an dem Morgen, nach diesem Mittagessen wahr. Das Blut war vollständig analysiert und die Ergebnisse lagen vor. Und sie gefielen keinem wirklich, denn nun würde es kompliziert werden.
Tigris war zu 20 Prozent ein Vampir.
Aber zu 80 Prozent ein Tonitrus-Dämon.
Es war ein ziemlich eindeutiges Ergebnis, daran gab es nichts zu rütteln.
Von nun an warteten sie bei jedem Gewitter, ob sich etwas tun würde. Eine Woche vor Schulbeginn war es dann soweit; sein Erwachen hatte begonnen.
Da Tom aus den Erzählungen seiner Frau wusste, was man damals bei ihr getan hatte, hielten sie es nun genauso. Aber nur, weil sie behauptet hatte, dass sie sich persönlich nicht mehr an ihr Erwachen erinnern konnte; niemand konnte das.
Sie schlossen Tigris in einem leerem Zimmer ein, das sie magisch verschlossen, sodass er nicht herauskommen konnte. Denn sie wussten ja, wie gefährlich ein solcher Dämon werden konnte.
Keiner von ihnen war besonders glücklich über diese Handhabung des Problems, aber es ging nicht anders und das wussten sie.
Nun mussten sie sich aber auch überlegen, wie sie das mit Hogwarts machen sollten.
Als Tigris Slytherin konnte er auf keinen Fall dorthin zurückgehen, jedenfalls jetzt noch nicht, denn er war noch zu angreifbar. Also musste er wohl oder übel wieder in die Rolle des 'Harry Potter' schlüpfen.
Zudem bereiteten ihnen die Legilimens-Kräfte des Direktors Kopfzerbrechen, denn diese waren nicht zu unterschätzen. Sev kannte sich wahrlich gut mit ihnen aus, und nur da er ein Meister der Okklumentik und Legilimentik war, konnte er seine Spionage-Tätigkeiten vor dem alten Zauberer verbergen.
Bei Tigris sah das nun aber anders aus; natürlich hatte er viel von den Beiden gelernt in den Wochen, die er mit ihnen verbrachte. Allerdings hatte er so seine Schwierigkeiten, mit diesen beiden Themenbereichen.
Und genau das, konnte ihnen verdammt gefährlich werden. Der Junge würde seinem ehemaligem Mentor nicht einen Tag lang standhalten; nicht auf diesem Gebiet.
Nach tagelangem Grübeln kam Tigris schließlich selbst eine Idee, die eine Lösung darstellen könnte. Nur gefiel sie keinem von ihnen.
Sie mussten dem Jüngsten unter ihnen das Gedächtnis löschen, aber nur die Erinnerung an diesen Sommer. Sie würden ihm seine Erinnerungen dann so darstellen, dass er sich an ganz normale Ferien erinnern würde. Die Vergewaltigung würde er also auch vergessen.
Das hieß dann, dass er sich damit wieder auseinandersetzen musste, sobald der Zauber rückgängig gemacht wurde, aber das ließ sich leider nicht vermeiden.
So einigten sie sich darauf, genau das zu tun...
Sev bestand allerdings darauf, dass auch ihm das Gedächtnis gelöscht wurde. Er begründete das damit, dass er sich durch sein Verhalten 'Harry Potter' gegenüber verraten würde. Denn ihn weiter schikanieren könnte er nicht.
Außerdem würde es ihm in der Seele wehtun, würde sein Liebling nicht mehr wissen, was sie füreinander empfanden!
Tom verstand ihn und Tigris war gerührt. So einigten sie sich dann darauf, ihnen beiden die Erinnerungen an diesen Sommer zu nehmen.
Sobald der Dämon in Tigris vollkommen erwacht war, würden sie dies alles wieder rückgängig machen. Sie würden Harry Potters Tod inszenieren und Tigris konnte endlich als der, der er war, nach Hogwarts gehen.
Denn es war ein allgemein bekannter Fakt, dass Dämon jeglicher Art verdammt gut mit ihren geistigen Fähigkeiten umgehen konnten. Um Dumbledore mussten sie sich also keine Gedanken machen.
Schließlich kam der letzte Ferientag.
Tom brachte seinen Sohn zu den Dursleys, veränderte Vernon und 'Harry Potter' das Gedächtnis und verschwand wieder. (Bellas Leiche hatte der Muggel schon entsorgt, dafür musste Tom also nicht mehr sorgen!) Bei Sev hielt er es genauso: er brachte ihn nach Snape Manor und löschte seine Erinnerungen.
Es tat ihm weh, dies zu tun, aber es ging nicht anders.
Dann schrieb er noch einen Brief an Dumbledore, welchen er mit 'Vernon Dursley' unterschrieb. In diesem berichtete er dem Direktor, dass das Potterbalg sich während des letzten Gewitters äußerst seltsam verhalten hatte. Sein Äußeres hätte sich verändert und er wäre unglaublich aggressiv gewesen.
Mit einem Grinsen im Gesicht, hatte er diesen Brief abgeschickt.
Nur gut, dass der Direktor nichts von Tonitrus-Dämonen wusste; denn sonst wüsste er, dass die einzelnen Verwandlungen sich nicht voneinander unterschieden. So würde er denken, dass sie sich von mal zu mal steigern würden.
Weiterhin sorgte der dunkle Lord dafür, dass sich ein Buch in der Verbotenen Abteilung von Hogwarts befand, dass Dumbledore Informationen über besonders gefährliche, wetterfühlige Zauberer geben würde. Höchstwahrscheinlich würde er dadurch denken, dass 'Harry' zu ihnen gehörte.
Vorerst konnte er sonst nichts tun. Er musste TigrisGeburtstag abwarten, um ihn aus Hogwarts herauszuholen und wieder nach Hause zu bringen...
Flashback End
sooo, das wars jetzt mit den Erinnerungen...
hoffe, der restliche Teil ging nicht zu schnell...
bye, wölfin
