Kapitel 7
„So ein Mist ich hab noch 4 Minuten um in den Tropfenden Kessel zu kommen, ich muss mich beeilen bevor Snape wieder sauer wird!", murmelte Jasmin zu sich selbst.
Allmählich leerte sich die Straße. Jasmin konnte ohne mit jemanden zusammen zustoßen die Winkelgasse entlang rennen. Völlig außer Atem erreichte sie die Mauer, hinter der sich der Hinterhof des Pups befand.
Ich muss auf ganz bestimmte Steine tippen aber welche?, dachte sie etwas verärgert.
„Ach Mensch geht ihr denn nichts ohne Zauberei von satten?", schnaubte sie als sie es zum dritten mal versucht hatte die Mauer zu öffnen.
„Du hast doch keine Probleme oder?", sagte eine ihr bekannte eisige und dunkle Stimme.
„Aaah Sie sind es ..und nein ich habe keine Probleme!"
„ Nun wenigsten bist du pünktlich."
Er tippte mit seinem Zauberstab auf die Steine und die Mauer öffnete sich.
Hätte ich mir gleich denken können ohne Zauberstab geht das nicht, mein Gott muss ich blöd ausgesehen haben als ich versucht hab die Mauer zu öffnen, dachte Jasmin resignierend.
„Kommst du ? Oder willst du hier Wurzeln schlagen?", fragte er ungeduldig.
„Ja ja ich komm schon!"
Das Pup hatte sich in der zwischen Zeit, in denen die Beiden unterwegs gewesen waren, mit einigen Menschen gefüllt, doch Snape kümmerte es nicht. Er stieg die Treppen empor und öffnete die Tür zu dem Zimmer, das er für Jasmin und sich selbst gemietet hatte. Er entledigte sich seines Umhang und lies sich müde in einem Sessel fallen und entzündete mit seinem Zauberstab den Kamin. Jasmin die nun auch zur Tür herein kam blieb einen kurzen Moment stehen. Sie besah sich Snape etwas genauer, er schien blasser zu sein als es sonst der Fall war.
Ist er krank? Er sieht so erschöpft aus, dachte sie besorgt.
„Starr mich nicht so an, setze dich liebe!",' fauchte Snape.
Jasmin nahm unmittelbar in einen Sessel neben ihm platz und starrte ihn weiterhin an.
Snape stierte mit leeren Augen in den Kamin.
„Ist alles in Ordnung mit ihnen?"
Jasmin streckte langsam ihre Hand aus um Snapes Arm zu berühren. Plötzlich ergriff er ihre Hand mit der seinen, und drückte sie leicht.
„ Ist wirklich alles in Ordnung, geht es ihnen gut??", fragte sie erneut. Snape nickte, aber er lies ihre Hand dennoch nicht los.
„Wo genau kommst du her?"
„ Na aus Deutschland!" sagte sie verdutzt.
„Das weiß ich!"
„Ach so hmm...aus dem schönen Pfälzer Land. Aus der Kaiser Stadt persönlich!" versuchte sie leicht beschwingt zu sagen.
„ Hmm, es wäre besser wenn du wieder nach Hause gehen würdest!", sagte ruhig.
„Fangen Sie schon wieder damit an?", fauchte sie.
Snape drückte ihre Hand etwas fester, und sah ihr jetzt direkt in ihre dunkelbraunen Augen.
„Was ist für dich das schlimmste verbrechen das ein Mensch einem anderen Menschen antun kann, ohne dafür jegliche Reue zu zeigen?",fragte er
„Wenn man Menschen aus Spaß Leid zufügt.", sagte sie frei heraus. Er lies ihre Hand los und wandte sich wieder dem Spiel des Kaminfeuers zu.
-Es gibt Zaubere denen es Spaß macht Muggel wie dich zu quälen. Deshalb solltest du so schnell du nur kannst wieder nach Hause. Gut das du nicht weist für was ich diese Zaubertrank Zutaten benötige.
Es war doch besser gewesen das du unterwegs warst, So hast du wenigstens nicht mitbekommen das ich vom dunklen Lord gerufen wurde, dass hätte dich nur noch mehr verwirrt.-
Lange Zeit herrschte zwischen den Beiden stille bis Jasmins Magen anfing laut zu Knurren.
„Oh Entschuldigung, ich hab ein klein wenig Hunger!"
Der Tränke Meister schnallte mit seinem Zauberstab und auf den Knien von Jasmin, erschien ein silbernes Tablett das mit köstlich belegt Broten gefüllt war. Jasmin biss herzhaft in eines der Brot hinein.
„ Möchten Sie nichts essen?", er schüttelte seinen Kopf .
„Sie sollten aber, die letzte Mahlzeit die sie hatten war gestern Abend, denken Sie an ihren Blutzuckerspiegel wenn er sinkt dann wird ihnen schlecht werden!", gab sie besserwisserisch zurück.
Snape sah sie etwas verdutzt an, noch nie in seinem Leben hatte er von einem anderen Menschen außer Dumbledore natürlich, einen Radschlag für seine Gesundheit erhalten. Und wenn er da an einige Schüler dachte die ihm ständig den Tod wünschten ( Potter) war der erste an den er dachte, war dies eine sehr merkwürdige Erfahrung für dies spiegelte sich in seinen schwarzen Augen wieder.
„Was ist, schließlich müssen sie bei Kräften bleiben, wenn sie auf mich noch länger aufpassen wollen!"
Versuchte sie ihn auf zumuntern. Snape seufzte. „Wollen ist gut, eher müssen!"
Er nahm sich eines der Brote die Jasmin ihm angeboten hatte und begutachtete es.
„Sag mal wie alt bist du eigentlich?", fragte er wie aus heiterem Himmel
„ Ich...ähm... bin 20 im Mai geworden!"
„Und wartet jemand auf dich zu Hause?
„Was meinen sie Familie, Freunde?"
„Nein ich meine einen Freund, einen Liebhaber..."
Jasmin blieb vor entsetzen der Mund weit offen stehen. Er hatte sie tatsächlich indirekt gefragt ob sie einen Liebhaber hatte. Jasmin befürchtet das Snape doch ernster krank sein müsste als sie gedacht hatte.
„Nun?",hagte er nach.
„ Ähm... nein."
Nun so hatte sich Jasmin dieses Gespräch nicht vorgestellt, sie konnte ja nicht ahnen das er sich ausgerechnet so ein Gesprächs Thema aus suchen würde. Sie hätte mit ihm über alles mögliche Reden können, aber nein, er musste über so etwas peinliches Reden. Jasmin legte das Tablett mit den Broten beiseite und vergrub sich tiefer in ihren Sessel.
„ So ich einen empfindliche Stelle getroffen oder warum vergräbst du dich wie ein Niffler in der Erde.
„Es ist mir einfach Peinlich mit ihnen über mein Liebesleben zureden!", nuschelte sie
„ch glaube das meine Vermutung richtig ist, wenn ich behaupte das du noch nie in deinem Leben, von einem Mann geliebt wurdest!"
Das War für sie zufiel. Sie sprang auf und baute sich vor ihm auf.
„ Wie können sie nur so etwas Ungehobeltes sagen! Schämen sie sich eigentlich nicht!", schimpfte sie. Snape der sich ebenfalls nun erhoben hatte warf seinen Kopf in den Nacken und atmete tief durch.
„ Glaube mir es war nicht meine Absicht...", er sah ihr tief in die Augen ,nicht so wie er es sonst immer tat.
„...so etwas zu fragen. Ich wollte einfach nur ..."
Jasmin erfuhr nicht mehr was er genau sagen wollte, denn er hatte sie ganz nahe an sich heran gezogen und begonnen sie zu sanft zu küssen. Jasmin wusste zuerst nicht ob sie ihn weg stoßen oder seine Küsse erwidern sollte. Seine Küsse wurden immer inniger, er griff ihr mit seiner Hand unter ihre Bluse und streichelte ihr zärtlich den Busen.
KLATSCH!!
Jasmin hatte Snape eine gepfefferte Ohrfeige verpasst und stand zitternd vor ihm. Sie konnte es einfach nicht fassen, dass er versucht hatte sie zu verführen.
„Was...sollte...das?", fragte sie mit zitternde Stimme.
Snape sah sie einen kurzen Augenblick erschrocken an, eigentlich war er auf so eine Situation
nicht gefasst gewesen. Er rieb sich seine Wange und vermied den Blick Kontakt.
Bist du total irre geworden, wie kannst du sie nur Küssen, und dann noch ihr unter die Bluse fassen, ist doch klar das ich eine Ohrfeige einfange.
Jasmin tat es in der Zwischenzeit Leid Severus geschlagen zu haben.
Er hat es sicherlich nicht böse gemeint, dachte sie als sie sich mit ihren Fingern über ihren Lippen strich. Der Tränkebrauer machte Anstalten das Zimmer zu verlassen, als er halb an der Tür angelangt war, rief Jasmin ihn zurück.
„ Warten Sie, es tut mir Leid!" Severus wandte sich halb um.
„ Ich bin daran gewöhnt zurück gewiesen zu werden! Du bist nicht die erste!", zischte er mit gestrafften Schultern.
„Es ging mir einfach zu schnell, verstehen Sie! Bitte gehen sie nicht."
„ Mach dir nichts vor! Du selbst hast mich ein Eiskaltes Monster genannt!"
„Sie machen es einem auch nicht leicht, wissen sie das."
„ Warum hast du zuerst meine Küssen erwidert?", wollte er wissen.
"Weil.."
„Na!!"
"Weil Sie wirklich gut küssen, aber das sie mir an den Busen gefasst haben, war mir einfach zu viel!"
Jasmin hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt. Warum musste sie ihm auch gestehen das er gut küssen konnte. Hätte sie sich denn nicht etwas anderes einfallen lassen können? Zum Beispiel das sie ihn Interessant fand, aber nein,
Wenigstens schien sich seine Laune zu bessern.
„ Jetzt sei aber mal ehrlich, das war dein aller erster Kuss nicht wahr?", wandte er sich ihr wieder zu.
„Ja das war er!", brummte sie. Sie hatte sich wieder in den Sessel gekuschelt und beobachte das Feuer im Kamin. Durch ihre etwas füllige Gestalt hatte sie noch nie in ihrem Leben einen Freund gehabt. Manchmal war sie neidisch auf die schlanken Mädchen gewesen, die jede Woche einen anderen zum Freund hatten.
Snapes Gedanken verliefen in ganz andere Bahnen, als die von Jasmin.
Nach mehr als Zwanzig Jahren habe ich eine Frau geküsst, komisches Gefühl. Zwar war dieser Kuss nicht ganz so Schmerz frei, wie ich es mir gewünscht hätte aber was soll´s, dachteer für seine Verhältnisse vergnügt.
Doch dann schoss ihm ein schrecklicher Gedanke durch den Kopf
Was ist, wenn der Dunkle Lord das heraus findet, das ich eine Muggel geküsst habe. Nein... das kann er nicht, ich bin ein Meister der Okklumentik.
Plötzlich und ohne Vorwarnung begann das Dunkle Mal auf der Haut von Severus zu brennen
Er griff sich mit seiner rechten Hand an den linken Unterarm und begann leise zu fluchen.
Jasmin starrte Severus entsetzt an.
„Was ist mit ihnen, tut ihnen der Arm weh?", fragte sie besorgt. Doch anstatt ihr eine Antwort zugeben, zog er seinen Umhang an, welchen er am frühen Abend achtlos in die Ecke geworfen hatte.
„Verdammt noch mal was ist mit ihnen los?", sagte sie. Snape wandte sich zu ihr um.
„Wenn ich in ca. fünf Stunden nicht wieder zurück bin, reist du mit Flohpulver unverzüglich nach Hogwarts zurück, hast du mich verstanden!", sagte er mit fester Stimme
„Aber.."
„ Bitte tue es, du bist in Hogwarts sicherer als hier!", und mit einem lauten Knall der einem Pistolenschuss glich verschwand er.
Severus der dem Ruf des dunklen Lords gefolgt war, apparierte in die Eingangshalle eines alten und dunklen herrschaftlichen Hauses. Selbst Severus wusste nicht genau in welchen teil Englands sich dieses Anwesen befand, da er immer direkt hier her apparierte. Er konnte sich keinen Reim darauf machen warum er sich wieder hier einfinden musste da er am heutigen Tage schon einmal hier gewesen war, um sein neues Gift, das er erfunden hatte dem Lord vorzustellen.
Eine schwere dunkle Eichen Tür, die am ende der Halle lag, ging mit einem schwer fälligen knarren auf und gab den dahinter liegenden Raum frei. Der Tränke Meister ging mit wehenden Umfang und leisen Schritten direkt auf die schwere Tür zu. Als Severus das dunkle Zimmer erreichte, konnte er einen Schlanken und hageren Mann im Schatten, das der Kamin warf, erkennen. Dieser stand mit dem Rücken zu ihm gewandt an einem Fenster und beobachtete die Nacht.
'"Aaah... ich hoffe du warst nicht allzu beschäftigt!", zischelte er.
Severus der sich zum Zeichen seiner Loyalität auf dem Boden gekniet hatte erwiderte.
„ Es gibt nichts Wichtigeres als ihnen zu dienen!"
Kalt machen sollte ich dich, dann wäre alles vorbei!
„ Steh auf, ich weiß das du mir treu ergeben bist. Natürlich willst du wissen warum ich nach dir gerufen habe. Es handelt sich um das Gift, du sagtest du müsstest seine Wirkung testen bevor wir es an gewisse Ministeriums Leuten verabreichen!", sagte er Zucker süß. Severus nickte.
„Nun ich hätte da eine Testperson!"
Voldemort schnippte mit seinen dürren Fingern, und wie aus dem Nichts tauchte vor Severus ein kleines Mädchen auf. Das Mädchen wimmerte vor Angst, überall an ihrem Körper blühten Faust große dunkelblaue Flecke auf und über ihrer Stirn hatte sie eine böse Platzwunde. Wie ein Häuflein Elend lag sie vor seinen Füßen. Er hatte den Auftrag bekommen ein Kind zu vergiften das vielleicht noch nicht einmal sein achtes Lebensjahr abgeschlossen hatte, in ihm stieg der Zorn, Verachtung und vor allem der Hass den er gegen Voldemort hegte.
„ Wessen Tochter ist das mein Lord?", fragte er ohne es sich anmerken zulassen, wie sehr er ihn verabscheute. Voldemort wandte sein Schlangen ähnliches Gesicht vom Fester ab und starte mit hinterhältigen Grinsen auf das kleine Mädchen, dass sich bei dem Anblick von Voldemort noch mehr einkringelte und noch lauter anfing zu wimmern.
„Ha, ha, niemand den du kennen würdest... sie ist eine Muggel. Wurmschwanz hat sie gefangen als sie sich auf unserem Anwesen herum trieb!"
„Wer hat sich mit ihr diesen Spaß erlaubt?" er deutet auf das Mädchen und dessen Wunden.
„Wurmschwanz natürlich, schließlich konnte ich es ihm nicht verwehren, er ist schließlich auch nur ein Mann!",sagte er als wäre es das natürlichste der Welt, das ein ausgewachsener Mann sich an einem Kind verging.
„ Was ist nun kannst du sie gebrauchen?"
„Ja mein Lord,... aber Ich habe den Trank verworfen da ich ihn für ungeeignet hielt."
„So, so, du hast ihn also für ungeeignet gehalten. Wie lange dauert es, bis du einen neuen besseren gebraut hast?"
„Zirka zwei Mondzyklen bis er vollkommen ist."
Langsam schritt der dunkle Lord bedrohlich auf Severus zu.
„ Wie lange glaubst du eigentlich ;soll ich noch auf dieses Gift warten? Und komm mir nicht mit faulen Ausreden, das er vollkommen sein muss. Den, den du heute Nachmittag dabei hattest was wie du es nennst vollkommen! Versuche mich nicht hinters Licht zu führen Giftmischer!", er hob seinen Stab und zischte: „Crucio!"
Severus brach neben dem verängstigten Kind, vor Schmerzen die seinen ganzen Körper durchzogen zusammen. Es fühlte sich an, als würde man ihm kochendes Wasser über seine Haut schütten. Oder ihm alle Knochen im Leibe brechen. Doch er schrie nicht, still ertrug er die Strafe die er über sich ergehen lassen musste.
Mich kriegst du nicht so leicht klein, das garantiere ich dir! Und wenn ich mit meinem Leben dafür bezahlen muss um dieses Kind vor dir retten. So sei es denn!, dachte er als er sich allmählich von den qualvollen Schmerzen erholte, die der Cruciatus Fluch bei ihm verursacht hatte. Severus richtete sich wieder auf und blickte Voldemort direkt in die kalten Schlangen ähnlichen Augen.
„Ich hoffe, das du meinen Standpunkt verstehen kannst. Es gibt Dinge auf dieser Welt denen ich nicht sehr angetan bin, wie zum Beispiel Verräter und Lügner. Also da du nun das Gift nicht mehr testen kannst ,brauchst du auch unser kleines Versuchskaninchen nicht mehr!"
Töte das Mädchen!"
Klopf, klopf.
Wurmschwanz der an der Tür geklopft und in das dunkle Zimmer eintrat,zuckte merklich zusammen als er vom dunklen Lord mit einem hocherfreutem zischen Begrüßt wurde.
„Aaah, Wurmschwanz ich hoffe du bringst mir gute Neuigkeiten!"
„Ähm... ja, nein... eigentlich... ähm nicht... der versuch den Zaubereiminister zu entführen ist ... nun ja fehlgeschlagen. Die Auroen wussten von irgendjemand, das wir heute Nacht zuschlagen würden, sie waren im Haus verschanzt und haben auf uns gewartet. Ähm Thomson hat es erwischt und Malfoy ist schwer verletzt!"
„Wenn ich den Verräter der unter uns weilt, in die Finger bekomme, dann wird er sich aus tiefstem Herzen den Tod wünschen.", fauchte Voldemort. '
„ Wo ist Malfoy?"
„ Auf seinem Anwesen denke ich.", erwiderte Wurmschwanz verängstigt. Lord Voldemort wandte sich abermals an Severus.
„ Du tötest das Kind, und braust mir das Gift erneut und wehe ich sehe kein Ergebnis innerhalb der nächsten Zweimondzyklen. Sonst wirst du den Zorn Lord Voldemort spüren."
Severus nickte. Mit einem lauten knall verschwand Voldemort und lies Severus und Wurmschwanz alleine mit dem verängstigtem Kind. Severus zerrte die kleine auf ihre Füße um den Befehl den er von Voldemort bekommen hatte aus zu führen ( Natürlich würde er es nicht tun).
„ Bevor du sie tötest könnt ich vielleicht...", begann Wurmschwanz.
„Was ?! Sich an ihr vergehen. Hast du eigentlich gar keine Angst dass dir dein Wurmschwänzchen abfällt. Du weist was ich meine. Sie ist ein Muggelkind!? So viel Würde müsstest sogar du im Leibe tragen!" sagte Snape kalt.
„ Das Sagst du nicht noch mal!"
„Was soll ich nicht mehr sagen? Wurmschwänzchen, Muggelkind oder deine nicht vorhandene Würde?? Warum rennst du nicht zu unserem Herrn, um ihn um Hilfe zu bitten?"
„Halt die klappe Sniefelus!"
Wurmschwanz zog den Zauberstab um einen Fluch los zu lassen, doch Severus war einfach schneller als er. Sein Fluch traf Wurmschwanz hart auf die Brust. Dieser sackte unter leisem Stöhnen zusammen und blieb bewusstlos am Boden liegen. Severus der seinen Zauberstab in der rechten und das Handgelenk des Mädchens mit seiner linken fest umklammert hielt; starrte mit tiefster Befriedigung auf den Bewusstlosen herab und verpasste ihm während er an ihm vorbei ging, einen heftigen Tritt. Er führte das wimmernde Mädchen aus dem alten Anwesen und machte sich mit ihm auf den Weg in ein Dorf, das man von Anwesen aus; gut erkennen konnte. Das Mädchen blickte ihn mit ihren großen und verweinten Augen an.
„Wirst du mir auch weh tun?" Severus blieb stehen und kniete sich zu ihr hinunter.
„Nein, werde ich nicht, ich bring dich nach Hause!" sagte er sanft.
„WÄÄÄHHH... das stimmt nicht....du tust mir auch weh!!", die kleine begann fürchterlich zu Weinen. Da er nicht wusste was er mit ihr machen sollte, erschien es für ihn am sinnvollsten, wenn er sie den restlichen Weg auf seinem Rücken trug, dabei versuchte er sie, so gut es eben nur ging, zu beruhigen.
Bevor ich dich an irgend einer Tür absetze, werde ich dein Gedächtnis an die letzte paar Tagen
auslöschen. Das wird das Beste sein...
Severus lies sie von seinem Rücken steigen und zog seinen Zauberstab aus dem Umhang.
„ Hab keine Angst, ich tu dir nichts, vertraue mir.., das Mädchen nickte.
„Ich bin Marlen und wie ist dein Name?", fragte die kleine Severus.
„Severus .Mein Name ist Severus..."
Er hatte keine andere Wahl, er musste ihr die Erinnerung Erinnerung an Voldemort, die Erinnerung an die Qualen die sie erdulden musste.
„Anamnesia", murmelte der Tränkebrauer und das Geschehen der letzten paar Tagen wurden aus dem Gedächtnis der kleinen Marlen verbannt. Zu dem versetzte er sie durch einen weiteren Zauberspruch in tiefen Schlaf. Er trug sie auf seinen Armen an ein kleines Haus das sich am Rande des Dorfes befand. Auf einer großen Leuchttafel die über der Tür des Hauses hing, stand "Polizei". Severus wusste das die Muggelpolizei, so etwas ähnliches war wie die Auroren des Zaubereiministeriums. Hier war sie in Sicherheit. Er legte die kleine auf Schwelle des Polizeipräsidiums, und huschte flink wie eine Katze hinter ein parkendes Auto. Gezielt warf er mit Steinen, die vor seinen Füßen gelegen hatten, die Scheiben des Präsidiums ein. Es dauerte noch keine Fünf Sekunden bis einer der Polizisten fluchend vor die Tür trat um nachzusehen, welches Crashkid wie der Polizist es nannte, es gewagt hatte Steine zu werfen.
„Wenn ich den Bengel erwische!! Das ist das zweite mal in dieser Woche... oh!", er hielt kurz inne.
„Verdammt noch eins! Ein Mädchen... mein Gott das ist die kleine Marlen... wie siehst du nur aus!" er hob sie hoch, und trug sie ins Haus hinein.
Severus der das ganze Geschehen beobachtet hatte, entschloss sich nun wieder in den Tropfenden Kessel zu apparieren.
Besorgt lief Jasmin das kleine Zimmer auf und ab, langsam begann sie sich sorgen zu machen es war schon weit nach Mitternacht. Gerade als sich Jasmin in einer der Sessel fallen lassen wollte schrak sie auf. Sie vernahm einen lauten Knall, gefolgt von Snape der völlig erschöpft auf sie zu ging.
„Du bist ja noch wach!", stellte er müde fest.
„Ja aber natürlich. Ich habe auf sie gewartet... ich hab mir... große Sorgen gemacht!"
Er sah sie nicht hatte sich wegen ihm Sorgen gemacht, das tat sonst keiner na ja Dumbledore vielleicht.
„Wo waren sie so lange?"
„Eine lange Geschichte. Geh schlafen. Wir müssen Morgen früh aufbrechen!"
Jasmin stand nun ganz nah bei ihm. Sie reckte ihren Kopf und gab Severus einen sanften Kuss auf die Wange.
„ Ich dachte... ach nichts...Gute Nacht!" Jasmin ging nach neben an ins Schlafzimmer.
Snape berührte die geküsste Stelle mit seinen schlanken Fingern.
Jetzt würde er sich diese Stelle nie mehr waschen, dass hatte er sich ganz fest vorgenommen.
