Die gelbe braungefleckte Nautolanerin kam mit beschwingter Laune zum hohen Tor des Sanatoriums von Bedlam. Die beiden Gamorreaner, die wie üblich vor dem Eingangsportal herumlungerten, waren zunächst unschlüssig darüber, wie mit der jungen Frau zu verfahren sei. So eine Art Besucherin war in ihrer nun fünfjährigen Dienstzeit noch nicht vorgekommen. Bislang hatten nur Anwälte, Ärzte oder Verwandte von Patienten Einlaß begehrt. Als die junge Frau endlich zur Abteilung Pyromanen/Sadisten kam, setzte sie sich ins Besucherzimmer, um dort zu warten. Allerdings kam niemand. Auch nicht nach einer Stunde. Also verließ sie das Wartezimmer, um nun selbst nach dem Zweck ihres Besuches zu fahnden. Die menschliche Schwester mit den dunkelblonden strähnigen Haaren und grünen Augen, die sie fragte, erklärte ihr unfreundlich, nichts über den Verbleib von Naat Lare zu wissen.
„Sie müssen im Besucherzimmer auf ihn warten!", hatte sie barsch erklärt.
„Aber doch nicht über eine Stunde", hatte die Nautolanerin zurückgefaucht.
Die Schwester hatte nichts darauf geantwortet, sondern sich ruckartig von ihr abgewandt. Also suchte sie weiter.
Schließlich fand sie das Büro des Abteilungsleiters. Sie klopfte, aber niemand öffnete ihr. Also öffnete sie zurückhaltend die Tür, um in das Büro hineinzuspähen. Sie sah einen gelbhäutigen Mirialaner auf seinem Stuhl sitzen, den Kopf nach hinten gelegt, die Augen geschlossen.
„Hallo?", fragte sie lauthals.
Sie bekam keine Antwort. Auch weitere zwei Versuche blieben ohne Erfolg.
„Machen Sie sich keine Mühe. Der ist jetzt erstmal für eine halbe Stunde weggetreten", erklärte ihr ein rosaroter Twi'lek, der gerade vorbeischlurfte.
„Weggetreten?", wunderte sie sich.
„Bestimmte Tabletten, Sie verstehen", erwiderte ihr Gesprächspartner mit gedämpfter Stimme und einem spöttischen Lächeln.
„Wissen Sie, wo Naat Lare ist?", fragte sie, plötzlich Hoffnung schöpfend, der Rosafarbene würde noch mehr wissen.
„Der besucht gerade das Seminar ‚Triebunterdrückung und –umwandlung'. Das Seminar wird noch etwa eine halbe Stunde dauern."
„Wo ist denn dieses Seminar?", fragte sie neugierig.
„Es ist gleich dort um die Ecke im Versammlungsraum", erklärte der Twi'lek freundlich.
„Vielen Dank", erwiderte sie und verließ umgehend das Büro von Dr. Wirwar, die Tür dabei laut zuknallend.
Das Seminar „Triebunterdrückung und –umwandlung", war mäßig gut besucht. Es waren noch einige Stühle frei, auf deren einen die offenbar zu spät gekommene Nautolanerin sich so unauffällig wie möglich setzte.
„Meist sind solcherart perverse Triebe wie Feuerlegen oder Tierquälerei Ausdruck von anderen unbefriedigten Bedürfnissen. Sie sollten immer versuchen, zu erkennen, was ihre eigentlichen Bedürfnisse sind, die sich derart verzerrt in solcherlei grausamen Gewalttaten Luft machen. Vielleicht wollen Sie sich an irgendjemandem rächen, an den Sie aber nicht herankommen, weil sie machtlos sind. Machtlosigkeit – ein häufiger Grund, warum solche Taten überhaupt passieren. Ein Haus kann sich nicht wehren, wenn es angezündet wird. Eine kleine Katze, ist sie erst einmal gefangen, kann sich in der Regel auch nicht wehren, wenn … Naja, Sie wissen schon …", ließ der Seminarleiter, ein älterer Mensch mit braungefärbten Haaren, deren Ansätze silbrig schimmerten, seinen Satz unvollendet.
Naat Lare gähnte. Er hatte das alles schon einmal von seinem Psychologen in Pieralos gehört. Aber so ein Seminar zu besuchen war wichtig, um vorzeitig wegen guter Führung entlassen zu werden. Und vielleicht würde er ja doch etwas Neues erfahren. Vielleicht gab es neuere Forschungsergebnisse. Er schaute zu den anderen Seminarbesuchern. Da war jemand, der vorher noch nicht dagewesen war. Aber er kannte diese Frau. Sie war keine Patientin! Oder etwa doch? Gerade jetzt zwinkerte sie angeregt zu ihm hinüber. Wie war das möglich?
„… ist es wichtig, wenn das Bedürfnis auftaucht, erst einmal bis Zehn zu zählen und ganz bewußt etwas anderes zu tun. Das ist ganz wichtig. Tun Sie dann möglichst etwas, was Ihnen ein Erfolgserlebnis verschafft. Vielleicht haben Sie ja auch bestimmte Tabletten dabei …"
Die junge Frau gähnte. Sie hatte das alles bereits gehört. Endlich war das Seminar zu Ende. Sie schaute erwartungsvoll zu Naat Lare hinüber, aber dieser schaute betont gelangweilt an ihr vorbei und strebte langsam zum Ausgang. Hatte er sie nicht erkannt? Sie ging hinter ihm her, faßte ihn an der Hand.
„Was willst du?", fragte er leicht herablassend.
„Wie wäre es, wenn wir dorthin gehen, wo wir ungestört reden können", erwiderte sie mit einem fröhlichen Lächeln.
„Dann komm mit", sagte er nur etwas freundlicher. Sofort ließ sie seine Hand los und folgte ihm in den Besucherraum, welcher meistens leer war.
„Wer bist du?", fragte er, sobald er die Tür hinter sich und seiner Besucherin geschlossen hatte.
„Ich bin Syka Tollmor, deine Verlobte", erklärte sie euphorisch.
„Spinnst du? Ich habe dich gerade einmal damals am Strand gesehen", erwiderte er mürrisch.
„Du hast mich nicht angerufen. Da habe ich mir Sorgen gemacht", erwiderte sie leicht vorwurfsvoll.
„Was willst du von mir?", fragte er.
„Kannst du dir das nicht denken?", fragte Syka zurück.
„Nein", erwiderte er, um sie aus der Reserve zu locken.
„Dich kennenlernen", gab sie knapp zurück.
„Warum gerade ich?", fragte er.
„Weil du mir gefällst. Und weil ich glaube, daß wir einiges gemeinsam haben."
„Was haben wir denn gemeinsam außer der Spezies?", fragte er skeptisch zurück.
„Ich weiß, warum du hier einsitzt. Und als deine Verlobte kann ich dich hier rausholen. Zumindest erstmal zeitweilig und später für immer und zwar früher als geplant, wenn du als mein Verlobter mitspielst", erklärte sie mit einem verheißungsvollen Lächeln.
„Wer weiß alles, daß du meine Verlobte bist?", fragte er ungläubig.
„Die Gamorreaner am Einlaß und Dr. Bogo Orba, zu dem sie mich zuerst gebracht haben, weil sie nicht wußten, ob sie eine Verlobte einlassen dürfen, weil sie ja keine Verwandte oder Ehepartnerin ist", erklärte sie, während ihr Lächeln immer breiter wurde.
„Du hast mir immer noch nicht gesagt, was mir gemeinsam haben … Syka", drängte er sie, ihr Geheimnis zu verraten.
„Das werde ich dir in vierzehn Tagen sagen - die kürzeste Zeit, die zwischen Beantragung und Genehmigung eines Ausgangs von Insassen liegen muß."
„Wie lange wird der Ausgang dauern?", fragte er, während seine roten Augen aufleuchteten.
„Das Wochenende, also zwei Tage. Ich werde dich am Freitagabend abholen und am Sonntagabend wieder hier abliefern. Und nach einem Monat können wir das dann gerne wiederholen, wenn beim ersten Mal alles gut gelaufen ist", erklärte sie fröhlich.
Naat Lare überlegte. Syka sah nicht wirklich wie eine unberührte Jungfrau aus, die auf ihr erstes Mal warten würde. Sie war auch nicht so schön war wie weiland Kellaya. Aber sie gefiel ihm um Längen besser als die Krankenschwester mit den fettigen dunkelblonden Haaren.
„Gut, dann bin ich eben ab jetzt dein Verlobter", erklärte Naat Lare gespielt feierlich und ihre roten Augen strahlten ihn bei dieser Zusage an.
„Wer war denn die gelbe Nautolanerin?", fragte Schwester Marai Calrice, nachdem Naat Lare sie das erste Mal an diesem Abend von vorn genommen hatte.
„Meine Verlobte", erwiderte er, als wäre das selbstverständlich.
„Davon hast du mir nie etwas erzählt, daß du verlobt bist", erwiderte Marai, während ihn ihre grünen Augen erschrocken anschauten.
„Das muß ich auch nicht, oder? Du kannst meinetwegen verheiratet sein. Und das gleich zweimal. Das interessiert mich nicht, verstehst du?", entgegnete er, während er mit seinen blaugrün schimmernden Fingern in ihrer Scheide herumfummelte.
„Ja, ich verstehe", erwiderte sie mit einem fatalistischen Ausdruck in den Augen.
„Dreh dich um", kommandierte Naat Lare, während er bereits seine Finger eincremte, um sich auf den Hintereingang seiner Sex-Partnerin vorzubereiten. Befriedigt registrierte er, wie sein Schwanz schon wieder steif wurde, je mehr er mit seinen eingecremten Fingern an ihrem Anus herumfummelte. Diesmal machte er sich nicht so viel Mühe, das Loch mit den strahlenförmig davon abgehenden Fleischfalten zu weiten. Schnell drang er in sie in und genoß ihr Aufstöhnen vor Schmerz. Nachdem er ein paar Stöße getan hatte, hielt er inne und gab ihr einen Klaps auf den breiten weichen Hintern. Sie zuckte zusammen. Naat Lare grinste.
Marai Calrice nahm sich vor, ihm nächstes Mal zu sagen, daß ihr sein Eindringen hinten zu schnell und zu schmerzhaft war. Nächstes Mal. Ganz bestimmt. Dann spürte sie, wie ihr der Mann über ihr einen derben klatschenden Klaps auf den Hintern gab. Hoffentlich hatte das niemand gehört. Ob seine Verlobte wohl genau darauf stand? Vielleicht konnte man daran ja sogar Spaß haben. Und sie war dafür einfach nur zu ungeschickt.
Mit stolzgeschwellter Brust verließ Naat Lare vierzehn Tage später, seine wie versprochen aufgetauchte Verlobte an seinem Arm untergehakt, für zweieinhalb Tage das Sanatorium. Er wunderte sich, daß keinerlei Polizisten sie begleiteten. Das kleine Raumschiff, welches auf sie im Raumhafen von Bedlam wartete, war in seinem Inneren ziemlich erlesen ausgestattet, viel besser als der klapprige XV-Frachter seines Meisters. Ob Venamis bereits einen neuen Schüler hatte, der ihn ersetzte?
„Tollmor, den Namen kenne ich von irgendwoher", murmelte Naat Lare, während sie und ein Astromech-Droide durch den Hyperraum in Richtung Glee Anselm düsten.
„Liroy Tollmor ist der Senator für Glee Anselm im Galaktischen Senat", erklärte Syka.
„Seid ihr verwandt?", fragte Naat Lare aufhorchend.
„Er ist mein Ehemann", gab Syka leicht gelangweilt zurück.
„Was? Der alte Knacker?", wunderte sich Naat Lare.
„Stimmt, er ist sechsundsechzig und ich erst zwanzig. Aber er ist zumeist auf Coruscant und läßt mich meist auf Pieralos zurück. Er läßt mich nie in sein Apartment im Republica-500-Tower, sondern hat eine andere Wohnung gemietet, wenn ich ihn besuche. Ich vermute, daß er mich betrügt", erzählte sie und ihre roten Augen glommen dabei zornig auf.
„Und jetzt willst du dich an ihm rächen", schlussfolgerte Naat Lare.
„Sozusagen", gab sie zu.
„Wie lange sind wir noch im Hyperraum?", wollte Naat Lare wissen.
„Hinzu hat es drei Stunden gedauert, davon ist jetzt eine Stunde rum", erklärte Syka.
Er überlegte, ob es jetzt bereits ratsam sei, sich mit seiner Verlobten in einen Nebenraum zu verziehen, entschied aber, daß es besser war, auf ihre Initiative zu warten.
„Laß uns eine Partie Sabacc spielen", schlug er vor.
Syka hatte nichts dagegen. Das erste Mal ließ er sie gewinnen. Das zweite Mal gewann sie, auch ohne daß er ihr irgendeinen Vorteil eingeräumt hätte. Naat Lare nahm sich vor, beim nächsten Mal keinerlei Gnade walten zu lassen. Und wirklich – bei der dritten Runde gewann er, wenngleich nur knapp. Das würde interessant werden. Er freute sich schon auf die Ankunft auf Glee Anselm. Was würden die Raumhafenbeamten sagen, wo er doch als Verbrecher galt? Das Raumschiff landete auf einer Sonderplattform. Es gab keinerlei Kontrollen. Offenbar war Syka wirklich viel höher angebunden, als es vor fünf Monaten den Anschein bei ihrem damaligen Job als Strandaufsicht gehabt hatte. Sein Instinkt hatte ihn damals also nicht getrogen! Nach der Landung gingen beide unbehelligt aus dem Raumhafen. Syka winkte ein Gleitertaxi, welches sie nach Pieralos Nordstrand brachte, ins vornehmste Viertel der nautolanischen Hauptstadt.
Das Anwesen, vor welchem das Gleitertaxi hielt, war eine mit einer hohen Mauer umfriedete luxuriöse weiße Villa mit einem grünen runden Kuppeldach.
„Das sieht nicht aus wie die anderen Häuser in Pieralos", wunderte sich Naat Lare.
„Liroy orientiert sich mehr an Vorbildern aus Theed", erklärte Syka.
Sie schloß das große Tor in der Mauer auf und sie traten ein. Ein großzügiger dicht bewachsener Garten mit Blumen und Beerensträuchern tat sich vor ihnen auf. Syka hielt plötzlich inne und horchte. Naat Lare tat es ihr gleich und nun hörte und sah er, wie eine Katze durch die üppige Vegetation des Gartens streunte.
„Hast du Angst vor einer Sim-Katze?", fragte Naat Lare leise und spöttisch.
„Nein, ich überlege, wie ich sie am besten fangen kann", erwiderte sie ebenso leise und ernst.
„Warum willst du die Katze fangen?", wunderte er sich.
„Aus denselben Gründen wie du", erklärte sie, machte einen Satz nach vorn, aber die Katze war schneller und lief vor ihr davon.
„Woher weißt du davon?", fragte er mißtrauisch.
„Ich habe das sofort gesehen, als ich dich damals am Strand gesehen habe. Und die Polizei hat meine Vermutung ganz unaufgefordert bestätigt, als ich nach dir gefragt habe."
„Du weißt also über mein gesamtes Vorleben Bescheid", zischte er sie an.
„Ich bin dir ins Sanatorium hinterhergeflogen, als ich die Zeit gefunden hatte. Ist das nicht Beweis genug für meine Vertrauenswürdigkeit?", fragte sie ihn herausfordernd.
„Das wird sich zeigen", erwiderte er reserviert.
Syka schmollte, als sich Naat Lare von ihr abwandte, um nun einem riesigen Raubtier gleich durch den Garten zu streichen. Dann lächelte sie. Die Katze war wieder zurückgekommen. Naat Lare setzte sich in den Schneidersitz und schaute die Katze an. Die Katze kletterte auf seinen Schoß, als wäre das das Normalste in der ganzen Galaxis.
„Setz dich neben mich, genauso", wies er seine Verlobte an.
Syka tat wie ihr geheißen. Er hielt ihr die Katze hin und sie legte sie sich auf den Schoß.
„Hast du ein Messer dabei?", fragte er, während die Katze nun begann, angstvoll in Sykas Schoß zu zappeln, so daß sie sie energisch festhalten mußte.
„Natürlich", erwiderte sie.
Naat Lare schien, daß sie einen Tick zu gut vorbereitet war. Er wußte noch nicht, ob das gut oder schlecht war. Aber interessant würde es auf jeden Fall werden.
„Zuerst die Augen!", befahl er ihr. Und Syka tat ohne mit den Nickhäuten zu zucken, was er ihr sagte. Naat Lare war beeindruckt.
„Und jetzt den Bauch!", ließ er die nächste Instruktion folgen.
Die geblendete Sim-Katze wimmerte nun immer lauter. Naat Lare fand es berauschend, daß jetzt jemand anderes genau das tat, was er anwies. Genauso mußte sich Venamis früher gefühlt haben, wenn er ihn springen ließ, sei es, um Wasser zu holen, Sachen zu stehlen, oder um Tiere zu erlegen. Spontan kam ihm der Gedanke, jetzt einfach zu fliehen und nach Venamis zu suchen, ihn per Komlink zu kontaktieren. Aber er bezweifelte stark, daß der Bith sich noch für ihn interessieren würde. Ganz im Gegensatz zu dieser attraktiven sadistischen Frau hier direkt neben ihm.
Mittlerweile war das Wimmern der Katze auf Sykas Schoß verebbt. Diese nahm das ausgeweidete Tier und hielt es ihrem Verlobten hin. Ihr Blick heischte Anerkennung und Naat Lare sah keinen Grund, sie ihr zu verweigern.
„Das hast du gut gemacht", lobte er sie. „Und jetzt laß uns nach drinnen gehen", schlug er vor.
„Du räumst die Innereien weg, ich die Katze", erklärte Syka. Dann erhoben sich beide und entsorgten das Objekt ihrer grausamen Lust.
Nachdem beide sich die Hände gewaschen hatten, führte Syka ihn in ein opulent eingerichtetes Schlafzimmer. Nun zögerte Naat Lare nicht mehr. Er drückte sie aufs Bett und zog ihr die Hose und das Unterhöschen aus. Sie war total feucht. Sofort drang er in sie ein und sie stöhnte wohlig auf. Was nun folgte, war eine Orgie, wie Naat Lare sie noch nie erlebt hatte. Syka schien gar nicht genug von ihm bekommen zu können, etwas, was er derart noch nie bei einem weiblichen Wesen erlebt hatte. Nachdem er bereits zweimal gekommen war, drehte er sie auf den Bauch, um sich an ihrem Poloch zu schaffen zu machen. Und sie ließ es bereitwillig geschehen, ohne zu zittern oder auch nur zusammenzuzucken. Offensichtlich kannte sie das bereits. Naat Lare überlegte, wie lange sie wohl den alten Senator schon kannte. Oder war es jemand anderes, der ihr das beigebracht hatte?
Lustvoll ließ er seinen zum dritten Mal steif gewordenen Schwanz in ihren Anus gleiten. Sie stöhnte erneut lustvoll auf. „Doller!", forderte sie, nachdem er zu Beginn seines neuesten Eindringens einige langsame Stöße getan hatte. Nun gab es für Naat Lare kein Halten mehr. Er wummerte sie kraftvoll durch und mußte zwischendurch einige Pausen einlegen, um nicht zu früh zu kommen. Er wollte dieses Vergnügen solange wie möglich auskosten. Und käme er zu früh, könnte sie ihm dies möglicherweise als Manko auslegen. Schließlich hatte er das Gefühl, daß sein Körper die Stoßbewegungen von allein ausführte, während er in aufrechter Haltung über ihr thronte. Er schloß wohlig seine Augen und genoß ihr gleichmäßiges Stöhnen unter ihm.
Nach etwa zehn Minuten war es soweit. Naat Lare hielt inne, erzitterte – und kam mit einem gewaltigen Stoß und einem lauten Schrei in die gelb-braune Frau unter ihm. Es kam so viel Saft aus seiner Lanze, daß ein Teil davon wieder vorne aus ihrem Anus austrat und gegen seine Eier flutete, weshalb seine letzten Stöße nun ziemlich laute Klatschgeräusche erzeugten. Nachdem der letzte Stoß getan war, fiel er auf sie nieder und nach gerademal zwei Minuten war er auf ihr eingeschlafen. Syka drehte sich zur Seite und ließ ihn auf diese Art und Weise von sich abrollen. Dann kuschelte sie sich in seinen Arm, um nun ebenfalls einzuschlafen.
Am nächsten Morgen machte sie die Holo-Konsole an, um irgendetwas zu hören.
„Wie erst heute bekannt wurde, wurde vor zwei Tagen der Senator für den Planeten Sullust, Junik Provon, von Unbekannten ermordet, noch bevor er im Senat auf Coruscant eine wichtige Rede über die Schaffung von Freihandelszonen im Äußeren Rand halten konnte. Die Polizei konnte in dieser abscheulichen Tat bislang keinen Tatverdächtigen ermitteln. Auch die beiden Jedi, welche die sichere Reise des Senators nach Coruscant sicherstellen sollten, haben bislang keinerlei Hinweise zur Identität des Mörders von Junik Provon gegeben."
„Heißt das, die Jedi konnten nicht oder wollten nichts sagen?", fragte Syka ihren Verlobten verwundert.
„Das heißt, die Jedi konnten den Mord am Senator nicht verhindern und jetzt schweigen sie vor Scham", erwiderte Naat Lare grinsend.
Mittlerweile hatte ein Service-Droide das Schlafzimmer betreten und brachte Frühstück. Naat Lare sah die beiden weißen Päckchen, die neben den Brötchen lagen.
„Du nimmst Spice?", fragte er.
„Ja. Du nicht?", fragte sie zurück, als wäre das das normalste von der Welt.
„Doch, gerne", erwiderte er mit einem Lächeln. Er hatte nun eine ziemlich gute Vorstellung davon, was die Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Syka waren, von welchen diese eingangs auf Bedlam gesprochen hatte. Nachdem sie gefrühstückt hatten, zogen die Beiden langsam und andächtig das Spice-Pulver durch abgeschnittene Strohhalme in ihre Nasenlöcher. Nach einer Weile breiteten sich ein Wohlgefühl und eine angeregte Euphorie in Naat Lare aus. Syka erhob plötzlich ein Kissen und warf es Naat Lare an den Kopf. Dieser warf es ihr zurück. Eigentlich war alles so wie früher auf Glee Anselm. Zumindest für zwei Tage. Mit dem Unterschied, daß er jetzt eine Komplizin hatte.
Für den Rest seines Kurzaufenthaltes auf Glee Anselm tauchten beide im Meer ab, schlenderten durch die Stadt, dabei sorgfältig das Elternhaus Naat Lares meidend. Als ihn das Raumschiff wieder zurück nach Bedlam brachte, wurde ihm kurz unwohl. Würde sie wiederkommen? Allerdings hatte er nicht den Eindruck, daß ihr irgendetwas an seiner Gesellschaft missfallen hatte.
Etwa ein halbes Jahr lang kam Syka nun jeden Monat nach Bedlam, um Naat Lare für das Wochenende zu sich nach Glee Anselm zu entführen, ohne daß der Senator für Glee Anselm von der Untreue seiner jungen Frau etwas mitzubekommen schien. Während Schwester Marai Calrice wohl oder übel gute Miene zum Spiel machen mußte, welches nicht das ihre war.
Dr. Grohmo Kraht hatte alle Hände voll zu tun. Er hatte vor zwei Monaten eine Praxis für Allgemeinmedizin auf Glee Anselm eröffnet. Allerdings gedachte er nicht, allzu viel als Mediziner zu praktizieren. Deshalb nahm er auch nur Privatpatienten an und hatte auf das Schild an der Eingangstür schreiben lassen: ‚Termine nur nach Vereinbarung'. Offensichtlich weckte jedoch gerade dieses zugeknöpfte Geschäftsgebaren des Bith die Neugier und Hoffnungen vieler kranker Nautolaner oder Touristen. Und so war das Wartezimmer von Dr. Grohmo Kraht stets recht voll. So daß er die Arzthelferin am Empfangstresen nach zwei Wochen anwies, nur noch zehn Patienten am Tag anzunehmen. Das reichte gut, um seine monatlichen Ausgaben zu bestreiten.
Und so konnte sich Darth Venamis schon bald wieder seiner derzeitigen Hauptaufgabe widmen. Nämlich vermittels von Stellenausschreibungen Bewerber anzulocken, welche sich Hoffnung auf eine sichere Anstellung als unterstellter Assistenzarzt oder Arzthelferin machten. Der Hinweis ‚Bewerber mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die andere für unnatürlich halten würden, werden bevorzugt' tat dem Ansturm der Bewerber und deren Unterlagen in seinem Büro allerdings keinen Abbruch. Einen Teil dieser Bewerber ließ er zu sich kommen, um die Originale ihrer Urkunden und Zeugnisse zu sichten, zu kopieren und diese Kopien für weitere Zwecke einzubehalten.
Ansonsten wunderte sich Darth Venamis über die zuweilen absonderliche Argumentation von vielen Anwärtern, warum sie sich für besonders begabt hielten. Und diese Ausnahmebegabung auch noch relevant für eine Stelle als Arzthelfer sei. „Kann Lieder über bis zu acht Oktaven rülpsen", „Bin lustiger Typ", waren die beiden Sonderbegabungen, welche Venamis ernsthaft überlegen ließen, ob sich eine Probezeit beider Kandidaten zwecks kurzfristiger Erheiterung seiner selbst oder der Patienten nicht vielleicht lohnen würde. Einstellen tat er schließlich die braun-blaue Nautolanerin, die er machtsensitiv und verschlagen genug wähnte, um mit ihm gemeinsam seinen Schüler von Bedlam herunterzuholen. Nie wieder wollte er so ein Fiasko wie mit seinem Shi'ido-Schüler auf Sullust erleben.
Es war ihm ein Leichtes, nun die geeigneten Unterlagen zu produzieren, welche Vysteria einen reibungslosen Einstieg als Schwester auf Bedlam ermöglichen würden. Zwei Monate blieb sie noch bei ihm in der Praxis, wo er ihr alles beibrachte, was sie wissen mußte, um ohne eine medizinische Ausbildung nicht weiter aufzufallen. Es stellte sich heraus, daß Vysteria die Jedi geradezu haßte, wie Darth Venamis nach einigen Gesprächen mit ihr herausgefunden hatte. Er übte mit ihr einige Kunststückchen der Macht und des Verbergens von Gedanken und anderen Gedankentricks, was Vysteria begierig in sich aufnahm. Wäre sie nur physisch stärker, dann könnte sie Naat Lares Job übernehmen, dachte Venamis mit einem innerlichen Seufzer.
Nach einem Monat stellte Venamis fest, daß ihn die neue Schwester hin und wieder verstohlen anschmachtete. Er hätte niemals gedacht, daß er als Bith auf humanoide Frauen derart attraktiv wirken könnte. Oder war es seine offenkundige Beherrschung der Macht, sein Lichtschwert, was die gerade mal achtzehn Lenze zählende Vysteria derart berauschte? Das unausgesprochene Verlangen in Vysterias ebenfalls großen schwarzen Augen war ihm unheimlich. Nein, er als Sith-Lord würde so etwas nicht machen. Er würde noch nicht einmal auf Clak'dor VII beim Partnersuchdienst anfragen, ob es eine geeignete Partnerin seiner Spezies zwecks Nachwuchszeugung für ihn gäbe. Schließlich hatte Darth Tenebrous auch keine eigenen Kinder! Höchste Zeit also, sich Vysteria gegenüber als Lord der Sith zu offenbaren und sie auf ihre eigentliche Mission zu schicken. Also bewarb sich Vysteria mit einigen gefälschten Urkunden und einem ebenfalls gefälschten Zeugnis mit Bestnoten bei Dr. Bogo Orba vom Sanatorium für Kriminelle Geisteskranke auf Bedlam für eine Stelle als Schwester mit besonderer Erfahrung im Umgang mit sadistischen Patienten.
„Sie sind also Vysteria Gallus", fragte der Ithorianer freundlich die neue Bewerberin.
„Ja, die bin ich", erwiderte sie.
„Ihre Zeugnisse sind beinahe zu schön, um wahr zu sein", erklärte Dr. Bogo Orba und sah, wie sich die junge Nautolanerin etwas versteifte.
„Ah, das war nur ein kleiner Scherz", wiegelte er mit warmer Stimme ab. „Wissen Sie was? Schwester Marai Calrice von der Abteilung Sadisten/Pyromanen ist gerade im Urlaub. Sie können sie gerne in jeder Beziehung vertreten", schlug er ihr vor.
„Ich danke Euch, Dr. Orba", erwiderte Vysteria lächelnd.
Weder sie noch ihr neuer Chef hatten eine Ahnung davon, was die drei lapidaren Worte ‚in jeder Beziehung' für eine Tragweite hatten. Vysteria machte aus dem Stand mit Hilfe der Macht einen Salto, nachdem sie das Büro des Ithorianers verlassen hatte, nachdem sie sich vergewissert hatte, daß sie niemand beobachtete. Sie hatte die Stelle! Und Venamis würde stolz auf sie sein! Jetzt mußte sie nur noch diesen Naat Lare finden.
Naat Lare war gerade in der Sanatoriums-Bibliothek, um dort die Anatomie von verschiedenen Wesen zu studieren. Gerade hatte er die Muuns beim Wickel. Drei Herzen – allerhand!, dachte er. Dann sah er plötzlich die Speziesgenossin, deren braune Haut metallic-bläulich schimmerte, wenn das Licht einen bestimmten Einfallswinkel hatte. Er kannte dieses Farbspiel von seiner eigenen Haut, wenn sie zwischen grün und blau changierte. Aber zwischen Braun und Blau sah das absolut aufregend aus. Der Macht sei Dank war Schwester Marai im Urlaub und so konnte er unbefangen schauen, was die Neue wollte.
„Ich bin Schwester Vysteria. Ich bin neu auf der Station und vertrete Schwester Marai Calrice in allen Dingen", erklärte diese mit leuchtenden schwarzen Augen.
„Ach, wirst du das?", erwiderte Naat Lare und lächelte sie etwas spöttisch an.
„Haben Sie Zweifel an meiner Kompetenz?", fragte Vysteria etwas verärgert über sein umgehendes Duzen zurück.
„Nicht im Geringsten", erwiderte er mit einem breiten Grinsen und nahm ihre Hand.
Befriedigt registrierte er, daß ihr das Blut in den Kopf schoß, denn das Braun ihrer Haut wurde nun etwas rötlicher.
„Ist hier ein Ort, wo wir ungestört reden können?", fragte sie plötzlich ernst.
„Siehst du hier irgendjemanden?", gab er zurück.
„Keine Abhöranlagen?", hakte sie nach.
„Laß uns in die Wäscherei gehen. Erst ich, nach zehn Minuten du", erwiderte er.
Naat Lare war schon wieder steif geworden, während er in der Wäscherei auf die neue Schwester wartete. Aber er wußte auch, daß es zu früh dafür war. Sie würde etwas Zeit brauchen. Und hinterher würde es dann umso schöner sein, versprach er sich. Endlich öffnete sich die große Tür erneut.
„Endlich", sagte sie, wieder mit diesen großen leuchtenden schwarzen Augen.
„Was endlich?", fragte er, seine Hände über seine Mitte kreuzend, damit sie nicht sah, was sich da aufgerichtet hatte.
„Darth Venamis hat mich geschickt, um dich von hier zu befreien", flüsterte Vysteria aufgeregt.
Sofort erschlaffte Naat Lares Gemächt und er nahm Haltung an.
„Anderthalb Jahre hat er mich bei den Irren hier schmoren lassen. Und jetzt fällt ihm ein, daß …", zischte er.
„Du darfst ihm nicht böse sein. Er hat viel zu tun", unterbrach Vysteria seine Tirade, um ihrer beider Meister zu verteidigen.
„Klar, wo er ja jetzt auch zwei Schüler hat. So wie es Darth Bane vorschwebte", konstatierte Naat Lare mit schneidender Stimme.
„Nein, ich bin nur seine Gehilfin. Sein Schüler jedoch bist nur du", erklärte sie und ihr dunkelbrauner Mund mit den perlengleichen weißen Zähnen formte ein Lächeln, als wenn er, Naat Lare, nicht nur für Darth Venamis der Einzige wäre. Was würde Venamis sagen, wenn er mit seiner Gehilfin etwas anfangen würde. Aber vermutlich wäre es besser, erst einmal in Freiheit zu kommen, bevor er daran auch nur denken würde.
„Wir müssen einen Fluchtplan austüfteln", antwortete er. „Wie bist du seine Gehilfin geworden?"
„Meine Mutter wollte mich mit sechs Jahren bei den Jedi anmelden. Aber die haben uns gesagt, ich sei schon zu alt. Seitdem hassen wir die Jedi. Und als Venamis dann unter falschem Namen auf Glee Anselm diese Anzeige aufgegeben hatte, da wußte ich, daß das was für mich ist", erklärte sie und strahlte ihn wieder an.
Nachdem sie eine Weile hin und her überlegt hatten, entschied Naat Lare, daß das große Sommerfest im Sanatorium in zwei Monaten der perfekte Zeitpunkt für eine gemeinsame Flucht von Bedlam wäre. Vysteria versprach ihm, daß Venamis bis dahin auch ein kleines schnelles Schiff organisieren würde. Nach diesem Gespräch verließen sie zeitlich versetzt die Wäscherei, ohne, daß sie sich auch nur angerührt hatten.
Zu ihrem Missfallen mußte Marai Calrice nach der Rückkehr aus ihrem eher mäßig entspannenden Urlaub auf Chandrila schon sehr bald feststellen, daß es eine neue Schwester auf ihrer Station gab, mit welcher sich Naat Lare viel unterhielt – und zwar auf Nautila, was sie nicht verstand. Sie war ziemlich jung, wie Schwester Marai Calrice auffiel. Außerdem sehr schlank und nach humanoiden Maßstäben auch ausnehmend hübsch, wenn man einmal von ihrer bräunlich-bläulichen Hautfarbe absah, die je nach Lichteinfall mal metallicblau mal braun war. Da fand Marai Calrice ihre eigene Hautfarbe viel attraktiver! Ob Naat Lare das wohl auch so sehen würde? Oder würde er die nautolanische Speziesgenossen ihr vorziehen?
Sie konnte nicht auf den ersten Blick erkennen, ob mehr zwischen den Beiden war. Also ging sie wieder ihrer Arbeit nach, während Eifersucht und Mißtrauen in ihr emporrankten. Eines Tages sah sie die braun-gelbe Verlobte Naat Lares kommen. Sofort nahm sie Haltung an und lächelte die Nautolanerin freundlich an.
„Oh, geht es Ihnen besser?", fragte Syka Tollmor mit leicht höhnischem Unterton.
„Wie meinen Sie das?", fragte Marai Calrice irritiert zurück.
„Sie waren letztens ziemlich unfreundlich zu mir", gab Syka hart zurück.
„Ach, das hat man gemerkt? Das tut mir leid. Aber Sie haben recht. Mir ging es damals sehr schlecht. Auch bei Schwestern kommt so etwas vor", sagte sie mit einem melancholischen Blick. ‚Und schon bald wird es einer anderen Schwester noch schlechter gehen', dachte sie belustigt an das, was sie nun plante.
„Wenn Sie Naat Lare suchen, so ist er gerade mit Schwester Vysteria in den Garten gegangen", erklärte sie lächelnd.
„Danke für die Information", erwiderte Syka kurz angebunden und ging nun ebenfalls in den Garten.
„Du hast bisher also dicht gehalten", meinte Vysteria anerkennend zu Naat Lare, während sie zwischen den Obstbäumen nebeneinander hergingen.
„Natürlich habe ich das. Keiner weiß, daß ich ein Sith bin", erwiderte Naat Lare.
„Hast du vom Mord an Junik Provon gehört?", fragte sie weiter.
„Ich habe es in den Holo-News gesehen. Was ist damit?", fragte er sie.
„Venamis hat ihn umgebracht", erwiderte sie flüsternd.
„Hat er dir das gesagt?", fragte Naat Lare beinahe atemlos.
„Ja, und er hat mir auch gesagt, wenn du bei ihm gewesen wärest anstatt seines derzeitigen lausigen Helfers, dann wäre der Jedi Qui-Gon Jinn ebenfalls durch ein Lichtschwert gestorben", erklärte sie mit einem belustigten Grinsen. Für einen Moment glomm Eifer in Naat Lares roten Augen auf. Ja, er wäre gerne dabeigewesen. Mit einem Lichtschwert! Dann bemerkte sie, wie sich Naat Lare mit einem irritierten Gesichtsausdruck von ihr abwandte.
„Ich hoffe, ich störe nicht?", fragte Syka mit einem herausfordernden Blick die beiden anderen Nautolaner.
„Überhaupt nicht", erwiderte Naat Lare schnell. „Darf ich vorstellen, Syka, meine Verlobte", sagte er zu Vysteria gewandt. „Vysteria, die neue Schwester auf der Station", sagte er gleich darauf in Sykas Richtung.
„Sehr angenehm", erwiderte Vysteria mit einem aufgesetzten Lächeln.
„Ganz meinerseits." Syka lächelte bei diesen Worten kalt und überlegen zurück.
„Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden", sagte Naat Lare etwas steif zur verdutzten Vysteria. Dann nahm er seine Verlobte an der Hand und ging mit ihr davon.
„Sie wußte nicht, daß du eine Verlobte hast?", fragte Syka ihren Verlobten giftig.
„Sie arbeitet gerademal seit vier Tagen hier. Darüber haben wir noch nicht gesprochen", erwiderte er schnell.
„Noch nicht?", meinte Syka amüsiert.
„Jetzt mach doch keine große Sache daraus", zischte Naat Lare sie an. „Ich kann nichts dafür, daß sie von derselben Spezies ist wie wir. Sonst gibt es hier nur einen alten Nautolaner. Und der ist in der Abteilung Kriminelle Drogenabhängige und obendrein ein absolut dämlicher Kerl. Ich will mit dem nichts zu tun haben", erklärte er mit Abscheu im Gesicht.
„Nun, dafür hast du ja mich", erwiderte Syka eine Spur entspannter. Jetzt mußte Naat Lare laut auflachen.
Naat Lare überlegte einen Moment lang, ob die Enthüllung, daß er eine Verlobte hatte, womöglich dazu führen könnte, daß die junge, leicht schwärmerische Vysteria in ihrer Enttäuschung oder Eifersucht womöglich ihn, Darth Venamis und obendrein den Großen Plan der Sith an die Jedi verraten könnte. Aber Venamis hatte sie ausgesucht. Venamis würde schon wissen, was er tat und wem er was anvertraute! Und Vysteria haßte die Jedi! Dieser Gedanke beruhigte ihn etwas.
Nachdem sich das Schiff in den dunkelvioletten Nachthimmel von Bedlam erhoben hatte, ging Syka mit ihm in einen Nebenraum, um ihn sogleich an sich zu ziehen.
„Ich habe dich vermisst, weißt du?", säuselte sie, während sie ihm die Hose herunterzog. Das hatte Syka noch nie mit ihm gemacht.
„Wollen wir nicht lieber warten, bis wir im Hyperraum sind?", fragte Naat Lare irritiert.
„Wieso? An diesem Bett sind Fesseln. Damit kannst du mich fesseln und durchbumsen, während wir in den Hyperraum eintreten. Das wird bestimmt gigantisch, wenn das Raumschiff dabei ordentlich ruckelt", erklärte Syka euphorisch.
Naat Lare schaute sie für einen Moment erstaunt an, dann machte er sich daran, sie ans Bett zu fesseln, wie ihm befohlen.
„Weißt du eigentlich, daß du ein verdorbenes Miststück bist", fragte er mit einem lasziven Lächeln.
„Ich weiß", erwiderte sie betont abgeklärt. „Nein, nicht auf den Bauch. Fürs erste Mal beim Großen Sprung will ich dich von vorne haben", erklärte sie bestimmt und drehte sich wieder zu ihm um. Also fesselte er sie auf dem Rücken liegend.
Als das Schiff den Sprung in den Hyperraum machte, war er schon voll bei der Sache, in Syka hineinzustoßen, während ihre tiefroten Augen ihn anglommen. Er hielt er sich krampfhaft an ihr fest, ihren Oberkörper umschlingend, während das zitternde und bebende Raumschiff nun während des Sprunges den Rest für ihn erledigte. Er mußte sich nun gar nicht mehr selbst bewegen. Es dauerte keine zwei Minuten, da kam er laut stöhnend.
„Das war megafantastisch!", erklärte Syka, als es vorbei war. Dann löste er ihre Fesseln und sie kuschelten sich aneinander, um noch etwas zu schlafen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erwachte Naat Lare. Er küßte Syka in den Nacken und wühlte spielerisch in ihren Lekkus herum. Langsam erwachte auch sie. Als der Astromech-Droide ihnen mitteilte, daß nun der Sprung aus dem Hyperraum erfolgen würde, stand Syka sofort eilig auf und zog sich an. Naat Lare tat es ihr gleich. Nun setzten sie sich brav auf ihre Sitze und schnallten sich an, bevor das erneute Ruckeln beim Verlassen des weiß und silbern flirrenden Hyperraumes erfolgen würde.
Nachdem sie aus dem Hyperraum ausgetreten waren, erlebte Naat Lare eine weitere Überraschung. Vor ihm erschien nicht die blaugrüne Meereskugel von Glee Anselm, sondern die rot und braun und mit vielen Lichtern durchzogene Kugel des Hauptstadtplaneten Coruscant!
„Was wollen wir hier?", fragte Naat Lare unmutig.
„Wir statten meinem Mann einen Besuch ab", erwiderte Syka, als sei das die normalste Sache der Welt.
„Wieso? Willst du mich ihm als deinen neuen Verlobten vorstellen", blaffte Naat Lare sie unmutig ob dieser Überraschung an.
„Vielleicht tue ich das. Wichtig ist, daß er das nicht überlebt", erklärte Syka mit einem dünnen Lächeln.
„Du willst deinen Mann loswerden. Und ich soll dir dabei helfen?", herrschte er sie an.
„Warum denn nicht? Du hast nichts zu verlieren. Aber viel zu gewinnen. Außerdem erben wir im Falle seines Todes nicht nur viel, sondern ich bekomme auch noch eine fette Witwenrente von der Republik bei den fünfzehn Jahren, die er schon im Senat sitzt. Wäre doch schade, wenn eine andere sie bekäme, oder?"
Sie lächelte ihn bei dieser Frage verheißungsvoll an.
„Ich hätte sehr wohl etwas zu verlieren. Nämlich, daß ich aus diesem Scheiß-Sanatorium nie wieder rauskomme, wenn du Mist baust", gab er verärgert zurück.
„Wieso ich?", erklärte sie entrüstet.
„Weil ich bei solchen Sachen keine Fehler mache", erklärte er stolz.
„Klar, deshalb haben sie dich ja auch nach Bedlam verfrachtet", gab sie höhnisch zurück.
„Paß auf, was du sagst!", zischte er drohend und seine rechte Hand ballte sich zu einer Klaue, jederzeit bereit, die intrigante Frau vor ihm im Würgegriff der Macht hochzuheben. Aber war Syka schon so weit, zu erfahren, was und wer er wirklich war? Seine Hand entspannte sich und blieb unten.
„Dann tu es für unser Kind!", sagte sie und schaute ihn plötzlich mit feuchten Augen an.
„Unser Kind?", fragte er ungläubig.
„Ich bin jetzt im zweiten Monat schwanger. Und es kann nur von dir sein", erklärte Syka eindringlich.
Naat Lare schlug eine Hand vor seinen Kopf. Ein Kind! Gerade jetzt! Von einer Frau, die ihn und dieses Kind offenbar gerade benutzte, um ihren Willen zu bekommen. Nicht, daß gerade er Syka jetzt deswegen Vorwürfe machen würde.
„Wie ist dein Plan?", fragte er.
„Wir überraschen ihn in seinem Apartment, töten ihn und schieben der Geliebten alles in die Schuhe, nachdem wir sie von ihm weggelockt haben. Oder ihn von ihr. Je nachdem."
„Gut, wir machen es", brummte Naat Lare.
Nachdem sie ihr Raumschiff an einer Sonderbucht des Raumhafens in der Nähe des Senatsgebäudes abgestellt hatten, mietete Syka einen Gleiter und fuhr damit direkt zum Republica-500-Turm, wo Liroy Tollmor so wie die meisten Senatoren ein Apartment bewohnte.
In einem Haus direkt gegenüber dem Republica-500-Tower war ein Dachcafé. In diesem ließen sich die Zwei nieder und taten wie ein Liebespärchen auf Urlaub, welches mit dem Makro-Fernglas lediglich Coruscants Sehenswürdigkeiten bestaunte.
„Ich wünschte, alle Gäste wären so voll positiver Schwingungen und Energie wie Sie Zwei", sagte der rodianische Kellner, als er ihre Bestellung aufnahm.
„Glauben Sie mir, das wollen Sie nicht wirklich", zischte ihn Naat Lare an, während sich seine eben noch heitere Miene urplötzlich verdüsterte.
„Was soll denn das?", fragte ihn Syka ungehalten und packte den Unterarm ihres Verlobten.
„Oh, ich wünschte, ich hätte das jetzt nicht gesagt", sagte der grüne Rodianer schuldbewusst. Dann machte er einen schnellen Abgang. Aber das nützte ihm nichts. Urplötzlich waren all die positiven Schwingungen von eben wie fortgeblasen.
Es dauerte vielleicht noch eine Stunde, da erschien Senator Liroy Tollmor. Der eindrucksvolle, wenngleich nicht ganz so groß wie Naat Lare seiende gelbe braungefleckte ziemlich alte Nautolaner hatte neben sich im Gleiter eine blutjunge zierliche blauhäutige Speziesgenossin sitzen, mit welcher er nun die Landeplattform direkt vor seinem Apartment im mindestens dreißigsten Stockwerk des Republica-500-Turmes anpeilte. Interessiert schaute Naat Lare auf die Sim-Katze, die die hellblaue Nautolanerin auf ihrem Schoß zu sitzen hatte. Gerade streichelte sie das Tier.
„Ist hier irgendwo eine Feuerwache?", fragte Naat Lare seine Gefährtin.
„Wieso?"
„Antworte einfach!", fuhr er sie an.
Umständlich suchte Syka auf ihrem Datapad die nächste Feuerwache heraus. Dann reichte sie Naat Lare lächelnd eine neue Vibroklinge.
„Das nenne ich einen guten Anfang", sagte er anerkennend, nahm die Klinge und strich Syka über die Lekkus.
„Und damit gehst du jetzt in sein Apartment", wies Syka ihn an.
„Nein, du wirst dahin gehen", blockte Naat Lare ihren Vorstoß ab.
„Was? Ich?", entgegnete sie entrüstet.
„Es ist doch dein Mann. Und du wirst das für mich tun", gab Naat Lare in eisiger Selbstverständlichkeit zurück.
„Aber … er ist stärker als ich", gab sie zurück.
„Wenn deine Liebe zu mir so stark ist, wie du sonst immer beim Sex behauptest, dann dürftest du jetzt tausendmal stärker sein als er", erwiderte Naat Lare und Syka sah ihn bei diesen Worten zynisch grinsen.
„Aber keine Angst. Klingle erst, wenn einer der Beiden auf die Landeplattform des Speeders gegangen ist. Sonst wäre es ein ungleicher Kampf", setzte er belustigt hinzu.
Liroy Tollmor hatte es sich mit seiner blauen Gespielin gerade auf dem Bett bequem gemacht, da hörte er durch das geöffnete Fenster, welches den Landeplatz des Speeders mit dem Apartment verband, ein klägliches Sim-Katzengejaule.
„Die arme Katze, wir müssen ihr helfen", erklärte seine blaue Geliebte.
„Reicht dir nicht die eine Katze?", gab Liroy Tollmor zurück, während seine rechte Hand auf das zahme Hauskätzchen wies, welches es sich in einem mit rosaroten Schleifchen dekorierten Körbchen gemütlich gemacht hatte.
„Aber sie ist ganz allein da draußen und findet nicht mehr zurück", beharrte die Geliebte auf ihrem Mitgefühl für die unbekannte, einsame und verlorene Katze.
„Dann geh doch nach draußen und schau nach dem Katzenvieh", erklärte er hastig und ließ von ihr ab.
Die schlanke hellblaue Frau stand auf und ging auf die Landeplattform. Ihre tiefschwarzen Augen suchten die unsichtbare Katze, deren Laute so eindringlich waren. Jetzt kam das Gejaule direkt hinter dem Gleiter hervor. Also ging sie um den Gleiter herum. Auf einmal packte sie von hinten jemand und drückte ihr einen Wattebausch mit Ätherion vor den Mund. Sie wurde bewusstlos. Dann legte der in eine Feuerwehruniform gekleidete Naat Lare sie in ihrer ganzen Ohnmacht in aller Seelenruhe hinter sich auf die Rückbank des Speeders und flog mit ihr zu einem vorbereiteten Versteck. Er grinste hinter dem Visier seines Feuerwehrhelmes. Niemand würde ihn so identifizieren können. Dann aktivierte er sein Komlink.
„Sag mal spinnst du? Du kannst doch nicht einfach mit meinem Speeder abhauen! Wegen so einer blöden Katze?", schrie Liroy Tollmor seiner Geliebten hinterher. Aber er sah nur noch die Unterseite des Gleiters, welcher sich langsam aber sicher vom Republica-500-Turm entfernte. Er sah, daß da noch ein anderer, viel kleinerer Gleiter auf seiner Landeplattform stand. Er überlegte noch, ob er den eventuell nehmen könnte, um seiner Geliebten nachzusetzen. Da hörte er, wie es an der Tür klingelte.
„Was willst du hier?", fuhr er Syka an.
„Ich dachte, du freust dich", erwiderte sie und schaute ihn arglos an.
„Du weißt ganz genau, daß ich Überraschungen hasse", rief er verärgert und seine roten Augen glommen sie böse an.
„Willst du mich nicht hereinbitten", fragte Syka fordernd.
„Nein. Du hast das alles geplant, nicht wahr? Du hast die blöde Katze da draußen versteckt!", herrschte er sie an.
„Welche Katze?", fragte ihn seine Frau verwundert, während sie sich an ihm vorbei in die Wohnung drängelte. „Meinst du etwa die da?" Syka wies mit dem Finger auf das brave Haustier ihrer Nebenbuhlerin im Körbchen.
„Du kannst dir deine blöden Witze sparen! Was willst du hier?"
„Dich sehen! In aller Ruhe darüber reden. Ich weiß, daß du eigentlich keine Tiere magst", erwiderte Syka mit sanfter Stimme.
„Ich habe jetzt nichts mit dir zu bereden. Du hast mich gestört. Und jetzt zieh Leine, ehe ich mich vergesse!", herrschte er sie an.
„Na gut", erwiderte sie geschlagen und wandte sich wieder zur Tür. Er folgte ihr auf dem Fuß, um zu verhindern, daß sie es sich anders überlegte.
Syka wußte, daß sie nur diesen einen Moment hatte. Sie drehte sich plötzlich um und zog mit ihrem plötzlich aufgeklappten Messer über seinen linken Oberschenkel, da wo die lebenswichtige Arterie zum Herzen verlief. Liroy Tollmor sah seine Frau für einen Moment fassungslos an. Die Klinge war so scharf gewesen, daß er im ersten Moment gar nicht realisiert hatte, was gerade passiert war. Dann auf einmal traf ihn der Schmerz mit voller Wucht. Er schrie auf und sah, wie sein Blut in einem riesigen Strom aus seinem Körper floß. Dann fiel er bewusstlos auf den teppichbedeckten Flur nieder. Jetzt war es an Syka, ihr Komlink zu aktivieren.
Naat Lare hatte ein paar Runden mit der bewußtlosen Geliebten seines Nebenbuhlers gedreht. Eigentlich ein hübsches Mädchen. Ihr Pech, daß sie sich mit dem falschen Mann eingelassen hatte. Sobald er Sykas Komlink hörte und sie ihm das Codewort mitteilte, drehte er den Gleiter wieder in Richtung des Apartments, um dort die bewusstlose Frau, nachdem er dem Lenker des Gleiters ihre Fingerabdrücke verpasst hatte, neben den toten Senator zu legen. Dann verließ er mit seinem eigenen kleinen Gleiter die Landeplattform, während Syka in aller Ruhe den Turbolift nahm, um draußen etwas weiter weg zu ihrem Geliebten zu stoßen.
Den Rückweg nach Bedlam vertrieb sich das Mörderpärchen mit Sex und damit, daß Syka ihrem Geliebten die Grundzüge der Raumschifffahrt erklärte. Und so erfuhr Naat Lare endlich, welche Knöpfe er wann drücken mußte, wie man die Rettungskapsel öffnete und aktivierte. Und wo die Fallschirme und Rettungsanzüge waren, falls es mitten im All oder über einem Planeten zu Komplikationen kommen würde.
Als die hellblaue Geliebte wieder erwachte, stieß sie einen lauten Schrei aus, während sich ihre Lekkus in Angst und Schrecken nach hinten weg aufstellten. Ihr Senatoren-Gönner lag tot neben ihr auf dem Boden, während überall im Flur Blutlachen standen. Sie wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß der behandschuhte Naat Lare vor seinem Verschwinden ihre rechte Hand um den Griff des Klappmessers gewunden hatte, mit dem der Mord vollzogen worden war. Vorher hatte er sich mit Syka noch lautstark darüber gestritten, mit welcher Hand die blaue Frau eine Stunde zuvor im Gleiter die Katze gestreichelt hatte. Jetzt jedoch lag das blutverschmierte Messer neben dem Toten. Die fremde hilfsbedürftige Katze hatte es offenbar niemals wirklich gegeben. Oder hatte der brutale Kerl auch ihr etwas angetan? Sie schaute zum Katzenkörbchen neben dem Herd. Die kleine schwarze Sim-Katze lag nach wie vor darin und gab ein leises wohliges Schnarchen von sich. Sie ging zu ihr und streichelte sie. Wenigstens ihrem kleinen Liebling war nichts passiert. Dann rief sie die Polizei an.
