Kreisch!
Ich fasse es einfach nicht!
Ich wollte, dass ihr das Kapitel mögt...
Ich wollte, dass ihr mir vielleicht das ein oder andere Review da lasst, als fürs 4. Kapitel...
Ich wollte nur ein kleines Bisschen Bestätigung und Anerkennung für die Arbeit, die ich mir gemacht habe, um andere zu erfreuen...
Doch was ihr mir gegeben habt...
...war WEITAUS MEHR als das!
Silbernewolfsfrau, gute Frage... haben sie es gehört, oder nicht... mal sehen...
teddy172, Tja... das mit dem abspeichern war ein echter Thriller... ich hoffe, das passiert mir nicht noch mal...
MoniMahoni, wilkommen im erlauchten Kreis meiner Reviewer! Grins
Deedochan, Danke, dass du wieder geschrieben hast. Schleime ruhig so viel du magst... Das ist Futter für meine verhungerte Schreiberseele... Weiß auch nicht, warum ich fürs vierte Chappi so wenig Feedback bekommen habe... Könnte daran liegen, das ich nicht lange genug gewartet habe... ich hab das 4. Kapitel am Samstagabend fertig gestellt und hochgeladen... am Sonntagabend hatte ich dann die vier Reviews... und totunglücklich... aus diesem Unglück habe ich dann den Ehrgeiz geschöpft das 5.Kapitel zu schreiben und hab es tatsächlich geschafft, das gesamte 5. Kapitel am Montag zu schreiben und hochzuladen... vielleicht hätte es noch mehr Reviews gegeben, wenn ich nicht so verdammt ungeduldig wäre... aber hey so what... so hattet ihr innerhalb von drei Tagen zwei Chappis... ist doch auch mal was...
Draygirl, einen dicken Knutsch für dich! Danke für dein Review! Es ist so unglaublich... lang! Ich hab noch nie ein so langes Review bekommen geschweige denn gesehen... unfassbar… Ach und nochwas. Ich würde NIE aus Frust aufhören zu schreiben... ich bin der „HA – ihr – könnt – mich – mal – jetzt – erst – Recht – Typ" also keine Angst. Wenn ich aufhöre, dann nur, weil ich nicht weiter weiß... Aber hoffen wir, dass das nicht passiert... ach ja ... Schimpfe gibt's von mir auch: Entschuldige dich gefälligst NIE Wieder dafür, dass du ein Review schreibst! Ganz fest drück
Sweet Fay, Du hast dein Ziel auf ganzer Linie erreicht... Vielen, vielen Dank!
Kael-san, natürlich können die nicht "einfach so zusammen kommen"... das würde der Verbindung den Kitzel und die Spannung nehmen... Danke für dein Kommi... und du hast vollkommen Recht: Draco und Harry sind einfach das schönste Paar, das es gibt... schmacht
Schu12, mich stören die Schwarzleser nicht wirklich... Es ist nur irgendwie blöd, wenn man in eine Sache so viel Energie und Herzblut setzt und fast so gar keine Reaktion bekommt, ist man doch irgendwie... enttäuscht... es ist, als würdest du deine Seele an eine Wand pinnen und alle würden gänzlich unberührt daran vorbei gehen... ein bisschen dramatisch vielleicht, aber das trifft's so ungefähr... Danke für dein Review
OAmyBlacKo, grins… oh ja… Erste Hilfe kann etwas unerwartet ... interessantes sein...
Moonsinger, weißt du, der Gedanke, dass ich nicht weiterschreiben könnte ist mir auch gekommen... wie gut, dass mein Herz einigermaßen stark ist...
Lealau, oh ja... die letzte Szene war ja so süß... als ich angefangen habe das Chappi zu schreiben, hatte ich DIESE Sache schon im Kopf... So... jetzt überleg mal, wie fieberhaft ich die übrigen acht Seiten in die Tastatur gehämmert habe, um DIESEN EINEN SATZ schreiben zu können... Ach es war einfach zu schön... ein wahrhaft befriedigendes Gefühl... ach und die Sache mit den „verblödeten Zauberern"... ich hab mir nach Harrys Frage einen Haufen dämlich vor sich hin starrende Jugendliche vorgestellt, der sich ungefähr benimmt, wie eine Herde Schafe, wenn's regnet... saudoof... ein leerer dümmlicher Blick und schon fast sichtbare Fragezeichen über den Köpfen... ich musste selber kichern, als ich die Stelle geschrieben habe...Danke für dein Kommi!
Lange Vorrede, kurzer Sinn...
Hier ist Chappi Nummer 6!
6. Kapitel: Der „grellgelbe" Fleck
Bumm, bumm ... bumm, bumm ... bumm, bumm ... bummm ...
Augenblicklich gab Harrys Herz die Arbeit auf...
Ihm stockte der Atem und wenn es nicht bald seinen Streik beendete, wäre Harry verloren, denn außer ihm selbst war keiner in der Lage ihn wiederzubeleben, ging es ihm mit einem panischen Grinsen durch den Kopf.
Hatte Draco gerade ...? Nein... er konnte doch nicht wirklich..., Quatsch! Das wäre zu seltsam um wahr zu sein...
... und was wenn doch?
Harry hatte zwar gesehen, wie Dracos Hand wieder leblos in den Sand zurückgesunken war, aber das Gefühl auf seiner Wange strafte das, was seine Augen ans Hirn übermittelten Lügen.
Die Haut, die er mit seinen eiskalten, aufgeweichten Fingern berührt hatte, pulsierte und von der Stelle aus strömten paradoxerweise Hitzewellen durch seinen Körper. Er spürte, wie sein ganzes Gesicht zu glühen begann und ein erdrückendes Kribbeln seinen Brustkorb durchströmte. Es konzentrierte sich in seiner Magengrube zu einem zuckenden Kloß, der in regelmäßigen Intervallen in Schwingung geriet und so diese unbeschreibliche Empfindung aufrecht erhielt.
Harry keuchte.
Das Gefühl war zu stark für ihn. Noch nie zuvor hatte er es verspürt und sein Verstand, der bedrohlich zaghaft mit Sauerstoff versorgt wurde, offenbarte ihm, dass er unter diesen Umständen eindeutig damit überfordert war.
Harrys Augenlider flatterten. Oh Gott... Mach dass es aufhört...
„POTTER," rief Blaise, der als Erster in der erstarrten Masse von Schülern seine Stimme und seine Fassung wiedergewonnen hatte, „jetzt hast du ihn endgültig auf dem Gewissen!"
Der magische Moment war gebrochen.
Harry fing sich wieder, sein Herz gab die Tarifverhandlungen um ein weniger straffen Arbeitsplan und mehr Ruhe fahnenschwenkend auf und versorgte sein Hirn wieder mit ausreichend Sauerstoff.
Sofort verfiel der braungebrannte Gryffindor in rationale Routine und ließ sich von Blaises Toben wenig beeindrucken. Er überstreckte noch einmal Dracos Hals und legte ohne zu zögern seinen Kopf seitlich auf Dracos Brust.
„Potter, was...?" polterte Blaise los, doch dieser ließ sich nicht beirren und sah gelassen zu dem wutschnaubenden Slytherin auf.
„Es ist alles in Ordnung, Zabini," meinte Harry trocken. „Das Herz schlägt und ... da, hast du gesehen," fragte Harry und deutete auf Dracos Brustkorb, „er atmet."
Blaises Blick wechselte ungläubig von Harry zu Dracos Brustkorb, der sich schwach aber eindeutig hob und senkte. Er verstummte und schluckt die Bemerkung, die ihm auf der Zunge lag, schleunigst wieder herunter. Vielleicht wollte Potter ihn ja doch nicht umbringen...
„Gehen Sie zur Seite bitte!" tönte es hinter der gaffenden Menge.
Erschrocken bildeten die Schüler eine Gasse und Madam Pomfrey bahnte sich ihren Weg.
„Potter," begann sich in einem unwirschen Tonfall, „was ist hier los?" Harry zog die Stirn kraus. „Na ja...," stammelte er unsicher. Die Medihexe verlor langsam aber sicher die Geduld. „Potter, ich kann rein gar nichts für Mr Malfoy tun, wenn Sie mir nicht sagen, was hier vorgefallen ist."
Harry verstand. „Also so ganz genau weiß ich es auch nicht. Alles was ich Ihnen sagen kann ist, dass Dra...," Harry biss sich auf die Zunge, „ ... Malfoy untergetaucht ist und nicht wieder auftauchte."
Seine Augen streiften suchend über die Menge und hefteten sich auf seine nach Luft ringende Freundin. „Da hab ich Ginny losgeschickt um Hilfe zu holen," Angesprochene hob den hochroten Kopf, „und bin selbst ins Wasser gesprungen um nach Malfoy zu suchen."
„Als ich ihn dann gefunden hatte, hab ich ihn mit der Hilfe der Slytherins hier aus dem Wasser gezogen —," er machte eine weit ausholende Bewegung.
„Und haben ihn nach ‚Muggelmanie' behandelt, nachdem Sie festgestellt hatten, dass dem jungen Malfoy sowohl Atmung als auch Puls fehlt," beendete Madam Pomfrey Harrys Bericht und sah ihm prüfend in seine geweiteten grünen Augen.
„Exakt." gab dieser zurück und machte sich innerlich auf ein Donnerwetter gefasst.
Entgegen aller Erwartungen hellte sich Madam Pomfreys Gesichtszüge jedoch sichtbar auf und ein mildes Lächeln stahl sich über ihren runden Mund.
„Gut gemacht, Potter, ich habe Dumbledore schon hundert Mal gesagt, dass es bestimmt von Nutzen sein könnte euch Kindern wenigstens die Grundregeln der Ersten Hilfe beizubringen... aber hört hier irgendjemand auf mich? Natürlich nicht! Es muss immer erst irgendeine Katastrophe passieren!"
Während sie so vor sich hin schimpfte, beschwor sie eine Trage und beförderte Draco auf eben diese. Ohne sich noch einmal Harry oder einem der anderen zuzuwenden, verließ sie das Ufer mit der Trage, die ruhig hinter ihr herschwebte.
Völlig unbeeindruckt ließ sie einen Haufen verdatterter Schüler stehen, die gerade dabei zugesehen hatten, wie Harry Potter seinem Erzfeind Draco Malfoy das Leben gerettet hatte.
Unter Einsatz seines Mundes.
Auf Malfoys Mund.
Und seinen Händen.
Auf Malfoys nackter Brust.
Während sich die anderen Schüler, größtenteils Slytherins, noch immer fragten, was Potter da genau gemacht hat, fragte sich Harry etwas ganz anderes.
Was hatte diese Hand an seiner Wange zu bedeuten? Und was viel wichtiger war, hatte er wirklich in den paar bewussten Sekunden seines neu eingehauchten Lebens Harrys Namen gewispert?
X II X II X
Mach dem Vorfall sank die Motivation der anderen Schüler, schwimmen zu gehen, falls überhaupt möglich, unter den absoluten Nullpunkt.
Sie waren ale viel zu aufgewühlt, wussten nicht was Potters Handlungen zu bedeuten hatten. Noch immer konnten sie sich nicht erklären, was ein bisschen knutschen und fummeln mit Hilfe zu tun haben sollte.
Wohlmöglich hatte er nur aus eigenem Interesse so gehandelt...
Kaum jemand in Hogwarts war so begehrt wie Draco Malfoy. Wenn er auch ein arrogantes Ekel war, so war er doch mit Abstand eines der attraktivsten Ekel, das je durch Hogwarts Gänge gewandelt ist. Wohin er auch kam, Draco Malfoy zog immer alle Blicke auf sich.
Der Einzige, der DAS außer ihm schaffte, war vielleicht höchstens Potter selbst...
Dieser hing allerdings noch immer ganz anderen Dingen nach. Ginny kämpfte sich jetzt, von Harrys abwesendem Blick alarmiert, durch den Strom der Schüler die den Weg zurück zum Schloss antraten. Er saß leicht apathisch am Boden, wo noch Dracos Handabdruck im Sand zu sehen war und bekam nur beiläufig mit, dass Ginny wieder normal atmete, was ihrer Gesichtsfarbe überaus zuträglich zu sein schien.
Er registrierte auch nicht, wie sie ihre Hand auf seine legte und versuchte, irgendeinen Kontakt zu ihm herzustellen.
„Harry," leicht drückte sie seine Hand. Keine Reaktion.
„Gott Harry, jetzt hör doch!" Ihr leichtes Drücken wurde zu einem starken Rütteln, was ihr aber auch keinen Erfolg bescheren sollte. „Was ist denn mit dir los?" schrie sie ihn beinahe verzweifelt an, doch auch das brachte ihr nichts als den Retter der Zauberwelt mit einem selten verstörten Blick.
Sie hatte den Eindruck, er würde geradewegs durch sie hindurch sehen. Er bemerkte sie überhaupt nicht! Was in aller Welt konnte so dramatisch wichtig sein, dass er nicht einmal Notiz von ihr nahm? Sie war doch nicht irgendwer! Sie war doch immerhin seine Freundin!
Ginny schnaufte frustriert vor sich hin. Wenn er nicht bald...
Harry neigte den Kopf zur Seite. „Ginny...," raunte er ihr zu. „Danke, dass du Madam Pomfrey so schnell geholt hast..." Er stand auf und wankte in Richtung Schloss. Seine Freundin blieb noch einen Augenblick sitzen und starrte ihm hinterher. Das war vielleicht doch ein bisschen viel für ihn, überlegte sie und folgte ihm kurze Zeit später ins Schloss.
X II X II X
Starke Arme umfingen ihn. Er spürte, wie er dem Licht, von dem er sich soweit entfernt hatte, langsam aber stetig näher kam... und auf einmal ...Wind... er hätte schwören können, dass ein Windhauch über seine Wange gestreift war...
Und dann...
... durchströmte ihn eine unbeschreibliche Wärme... seine Lippen kribbelten... warum nur?
Und diese unablässige Wärme zerrte ihn mit einer unverständlichen Hartnackig an ihm, zog ihn aus der klammernden Kälte zurück ins Licht. Ein leichter Schauer überkam ihn, bevor sich ein intensiver Druck in seiner Brust aufbaute...
Was hatte das alles zu bedeuten? Er wollte schlafen... er war so müde... warum war es ihm nicht vergönnt—
Komm schon Draco, komm schon... drang es von weit her an sein Ohr... nein... nicht an sein Ohr... die Stimme, die nach ihm rief, richtete sich nicht an sein Ohr...
... sondern an sein Herz...
Ihm war, als würde er aus einem riesigen, gleichmäßigen Strudel gerissen. Wasser stieg in seinen Lungen auf und er hustete es mit aller Kraft hinaus, und schuf Platz für Luft...
Luft, die er nicht aus eigener Kraft eingeatmet hatte, kam es ihm schlagartig in den Sinn...
Aber wenn er nicht selbst...
Mühsam bewegte er seine schweren Lider. Die sonst so harte grausame Realität verschwamm in weichen Wellen vor seinen Augen zu einem Meer von gold, schwarz und...
...grün...
Er streckte seine Hand aus und wieder spürte er diese unglaublich süchtig machende Wärme unter seinen Fingerkuppen.
„Harry..." wisperte er und sprach damit alles aus, woran er in genau diesem Moment denken konnte, bevor ihn die Müdigkeit übermannte und er sich den sanften Wogen des Schlafes hingab.
X II X II X
Schweißgebadet schreckte Draco aus dem Schlaf hoch. Irritiert blickte er sich um. Keine dicken Bettpfosten, keine grünen Samtvorhänge, kein Blaise, der leise vor sich hinschnarchte... er war definitiv nicht im Slytherinkerker.
Er versuchte sich zu rekapitulieren, was passiert war, aber irgendwo hackte es.
Er war aufgestanden... hatte wie jeden Tag gefrühstückt... war zum Unterricht gegangen und sich erfolgreich davon abgehalten vor Langeweile einzuschlafen... dann hatte er Potter mit seiner Wieselfreundin gesehen und war dann mit Blaise zum See gegangen...
Halt, halt, halt!
Potter und seine Freundin? Richtig... Die beiden hatten irgendwo im Weg rumgestanden und die kleine Pestbeule hatte Potter wieder einmal ihre Zunge in den Hals gesteckt... Dann hatte er irgendeinen Spruch abgelassen und Potter hatte gekontert...
... auch später am See hatte er sie noch einmal zusammen gesehen... ja... dieser Kontrast zwischen goldbrauner und schimmernd weißer Haut leuchtete wieder lebendig vor seinem inneren Auge.
Abwesend strich er die blütenweiße Decke glatt und sah sich genau um. Knarrende, rostige Betten, karge Dekoration und der unverkennbare Geruch von Desinfektionsmittel...
Die Erinnerung kam mit der Geschwindigkeit eines Snatches und der Härte zweier Klatscher.
„Shit..."X II X II X
Irgendwie war es Harry gelungen, Ginny abzuhängen, als er einen Haken zu Dumbledores Büro schlug. Er hatte ihm den Unfall am See notdürftig geschildert und schlich nun die leeren Gänge entlang.
Mit einem Blick aus dem Fenster bemerkte er, dass es bereits dunkel geworden war. Er schien länger in diesem Büro gewesen zu sein, als er dachte.
Denken... denken war etwas, wovon Harry für den heutigen Tag eindeutig genug hatte.
Er wollte nicht mehr daran denken, wie selbstverständlich er selbst in den See gesprungen war, anstatt jemand anderen zu benachrichtigen.
Er wollte auch nicht daran denken, dass er Dracos Lippen aus der fundamentalen Angst heraus, er könnte seine schönen grauen Augen vielleicht nie wieder auftun, mehr als einmal mit den seinen berührt hatte, was schon nach wenigen Stunden einen Skandal sondergleichen ausgeartet war.
Doch woran er am allerwenigsten denken wollte, war das Gefühl, das lähmend durch seinen Körper gedrungen war, als Dracos zarte Hand seine Wange berührte.
Es war ein Gefühl, als würde er nie wieder glücklich, wenn er diese Hand nicht wieder auf seiner Haut spüren dürfte, ein Gefühl, das alle Vorurteile und alles Böse aus seinem Herzen vertrieb. Ein Gefühl, dass ihm heiße und kalte Schauer durch den Körper rasen ließ...
Mitten in diesem verlassenen Gang, im Zustand absoluter Erschöpfung und bei aufgehendem silbern glänzenden Mond kam Harry die Erkenntnis. Endlich wusste er, was ihn so gestört hatte, als er Draco mit Blaise gesehen hatte, er wusste, warum er sich unbehaglich fühlte, wenn Draco ihn überhaupt nicht beachtete und er wusste, warum ihn die Beziehung mit Ginny nicht vollends ausfüllte...
... es war Liebe.
Allein die Vorstellung daran, was alles hätte passieren können, wenn er Draco nicht gesehen oder gefunden hätte oder wenn er schlicht und ergreifend zu spät gekommen wäre...
Er hätte ihn einfach so verloren...
...ohne sich darüber im Klaren zu ein, wie viel er ihm bedeutete...
Harry hatte, ohne es richtig wahrzunehmen, das Portrait der Fetten Dame erreicht und murmelte abwesend das Passwort. Es schwang zur Seite, doch noch bevor Harry den Eingang passieren konnte, wurde er von vier Händen in den Gemeinschaftsraum hineingezogen.
„Meine Güte, Harry! Geht es dir gut?" kam es von einer besorgt aussehenden Hermione.
„Mensch Alter! Wieso hast du das Frettchen aus dem See gezogen? Wir wären ihn für immer losgeworden," meinte ein mehr oder weniger enttäuschter Ron.
„Und dann musstest du ihm auch noch Erste Hilfe leisten..." setzte Ron noch eins drauf, wobei er ‚Erste Hilfe' aussprach, als hätte ihm jemand einen Teller Flubberwürmer zum Frühstück vor die Nase gesetzt und würde nun allen Ernstes von ihm verlangen, ihn gänzlich und gefälligst mit Freude zu leeren.
„Als ob es noch nicht genug gewesen wäre, dass –„
„Nicht Ron..." unterbrach ihn Harry sanft, aber bestimmt. Er hatte an diesem Abend keine Kraft mehr für eine derartige Diskussion.
„Nicht heute Ron..." beschloss Harry eher, als dass er um Erlaubnis bat und ließ seine Freunde einfach so stehen.
„Hermione, ich mache mir Sorgen um ihn. Ginny meinte vorhin, dass er schon eine ganze Zeit so komisch abwesend ist... Ob mit ihm alles in Ordnung ist?"
Hermione folgte Harrys müden Schritten, mit denen er durch den Gemeinschaftsraum schlurfte und die Treppen zu seinem Schlafsaal erklomm. Sie zog die Stirn kraus.
„Ich weiß es nicht genau. Vielleicht sind es ja wirklich nur die Auswirkungen der Anstrengung. Es ist immerhin keine Kleinigkeit, jemanden aus dem Wasser zu zeihen und ihm anschließend noch Erste Hilfe zu leisten..."
„Und was tun wir, wenn es nicht nur die Anstrengung ist?"
„Abwarten..." beendete Hermione das Gespräch und ging zum Kamin.
X II X II X
Jetzt, wo er endlich in seinen weichen Kissen lag und Draco in guten Händen wusste, konnte er loslassen. Die Anstrengung des Tages strömte in aller Härte auf ihn ein und er spürte jeden Knochen in seinem ausgelaugten Körper.
Sein Körper und sein Verstand hatten funktioniert, solange sie mussten. Nun drängte sich seine Seele wieder in den Vordergrund.
Wie sollte es nun weitergehen? Er konnte unmöglich zu Draco gehen und ihm sagen, was er für ihn empfand. Nicht nachdem er...
Nein das wäre einfach zu absurd. Man stelle sich das mal vor...
...Ach übrigens, Draco, ich habe mich jetzt, sechs Monate nachdem ich dir dein fragiles Herz gebrochen und dein kostbares Vertrauen so sträflich missbraucht habe, in dich verliebt und wäre gern für immer mit dir zusammen... Was hältst du davon?
Harry seufzte und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
Verdammt.
X II X II X
So. Das war nun das sechste Kapitel. Es ist wirklich nicht zu fassen, wie viele Reviews ich für das letzte Kapitel bekommen habe. Ein großes Dankeschön auch an alle, die bis jetzt noch geschrieben haben, und noch nicht persönlich angeschrieben sind. Bleibt mir treu, das nächste Kapitel wird wohl etwas auf sich warten lassen, weil ich das gesamte Wochenende ausgebucht bin. Aber ich hoffe, dieses hier tröstet euch erst einmal... Ich habe übrigens das fünfte Kapitel noch mal berichtigt... will meinen ein paar blöde Fehler rausgesammelt, die die schönen Schnulzstellen kaputt machen... Falls sich also jemand die Texte runterläd und auf seinem Rechner speichert, kann er sich das fünfte Kapitel jetzt noch einmal RICHTIG holen.
So das war's für diese Woche von mir. Lasst mir doch bitte ein Kommi da, sonst weine ich... und dann kann ich nicht tippen... Wäre doch schade, oder?
Bis bald, Knutsch
NoS
