Disclaimer: Die TV Serie CSI NY und Detective Mac Taylor gehören CBS und den Produzenten Bruckheimer / Zuiker!

Warnung: Eine 'kleine' Spankingszene in diesem Kapitel! Bitte nicht lesen, wer das nicht mag!


Lower Manhattan: Freitag Abend war Detective Mac Taylor in seinem schwarzen Cadillac auf dem Weg nach Hause! Müde hielt er das Lenkrad mit einer Hand fest, während er mit rechts einen Gang einlegte und etwas mehr Gas gab. Seine Augen starrten auf die Strasse und die anderen Autos, die vor und neben ihm auftauchten wild hupten, als Jemand eine grüne Ampel einfach zu ignorieren schien. Langsam ließ der Cop seinen Wagen schließlich vorwärts rollen, über die viel befahrene Kreuzung in New York City und fuhr weiter geradeaus über die Park Avenue.

Während Mac im Feierabendverkehr steckte und darüber nachdachte, ob er vielleicht eine Abkürzung nach Queens nehmen konnte, wo nicht so viel Stau war, stellte er sein Radio an und zog dann sein Handy aus der Jackentasche. Schnell drückte er die Kurzwahltaste für Stephen und wartete mit dem Handy am Ohr, auf die nächste Grünphase, um sich hinter dem roten Mustang über die Kreuzung zu schieben.

Nach wenigen Sekunden hörte er die Stimme seines Partners. "Hey!"

"Hey, Liebling," erwiderte der Cop lächelnd und drückte das Gaspedal etwas nach unten, um ein paar Meter weiter zu kommen. "Du? Bei mir dauert es noch ein bißchen, okay? Ich stecke im Stau fest."

"Okay! Dann warten wir auf dich und überlegen uns dann, was wir essen."

"Können die Jungs denn noch so lange warten," fragte Taylor schmunzelnd und trat dann wieder auf die Bremse, als die Ampel vor ihm auf Rot umsprang. Er verdrehte die Augen und runzelte die Stirn. "Ah, verdammt! ..."

"Was ist," fragte Connors belustigt. "Hast du was Lebendiges überfahren?"

"Nein," erwiderte Mac und seufzte. "Aber die Ampeln und der Rest der Welt machen mich heute wahnsinnig!"

"Dann werd ich dich nachher wohl etwas verwöhnen müssen, was?"

"Das klingt nicht schlecht, ja ..."

"Also! Wir warten auf dich, okay?"

Stephen kümmerte sich um Mac's Kommentar und sein kleines Chaos, in dem er gerade steckte, überhaupt nicht! Der Polizist sah wieder geradeaus und durch die glänzende Windschutzscheibe seines Wagens und seufzte in den Hörer. "Dass ich hier geschnitten und von anderen Kerlen in ihren Autos bedrängt und gequält werde, interessiert dich wohl überhaupt nicht, oder?!"

Er hörte ein leises kichern und dann wieder Stephen's sanfte Stimme. "Doch, Schätzchen! Natürlich! Aber ich kann da leider auch nichts machen, oder? Und glaub mir, ich würde, wenn ich könnte, Mac! Nur ... ist mein Superheldencape gerade in der Wäsche und-"

Mac nickte lächelnd. "Ist schon gut! Ich werde das irgendwie hinkriegen und ruhig bleiben, auch ohne deine Hilfe. ... Ehm, war heute etwas Besonderes los? Ist mit Jason alles in Ordnung?"

"Ne," gab der andere Mann zurück. "Alles okay!"

Endlich konnte Mac weiter fahren und setzte den Blinker. Er bog auf die 42nd Street ab um dann relativ zügig in den Queens Midtown Tunnel zu fahren und über den East River zu gelangen!

"Okay," sagte Taylor schließlich. "Ich bin gleich im Midtown Tunnel, da geht es vielleicht etwas schneller! Ich sag mal bis gleich, Stephen! Ich liebe dich!"

"Ich liebe dich auch," erwiderte der Arzt. "Bye!"

"Bye!"

Mac drückte auf die rote Taste und legte das Handy auf den Beifahrersitz, während er sich weiter gelangweilt dem langsam fließenden Verkehr widmete. Nach etwa 40 Metern vor dem Tunnel, sah der Detective sich auf der Strasse und dem Bürgersteig voller Menschen um und wurde sofort auf eine Person aufmerksam. Seh ich richtig, oder?

Er runzelte die Stirn, sah wieder nach vorn und zurück auf die junge Frau, die mit einem zwielichtigen Typen in einer engen Gasse stand und etwas in der Hand hielt. Der Kerl war Afro-Amerikaner und trug einen schwarzen Trainingsanzug mit einer Kapuze, die er über seinen Kopf gezogen hatte. Scheinbar sollte man ihn nicht sofort erkennen! Das Mädchen, auf der anderen Seite, hatte sich kaum die Mühe gemacht, sich zu verkleiden und genau deshalb hatte Mac Julia Walker wieder erkannt!

Wieder beobachtete er die beiden Personen, nur um zu sehen, dass der junge Mann ihr eine weiße Tüte reichte und sie ihm dafür einen Bündel Dollars. Jemand hupte hinter ihm. Sofort wandte Mac den Blick ab, sah nach vorn und musste Gas geben, um nicht den ganzen Verkehr aufzuhalten. Also fuhr er weiter, sah noch mal in den Rückspiegel, doch wirklich sehen konnte er Julia und den Typ jetzt nicht mehr.

Er schüttelte den Kopf. Hatte er jetzt wirklich richtig gesehen? Oder war das vielleicht nur Einbildung gewesen? Tief atmete er durch und überlegte instinktiv ob er einfach vor dem Tunnel wieder abfahren und zurück fahren sollte, doch nur zwei Sekunden später, als der Tunneleingang in Sicht kam und die Autoschlange hinter ihm immer länger wurde, entschied Mac sich anders und für den Nach-Hause-Weg!

Vielleicht war es ja auch nicht so, wie er glaubte ...

Doch seine hervorragende und langjährige Ausbildung, seine vielen Dienstjahre als Streifenpolizist, sowie jetzt als Detective 1st Grade des New York City Crime Labs und die gute Intuition, sagten ihm etwas anderes. Er würde erstmal mit Stephen sprechen und sehen was er davon hielt. Man sollte ja nie voreilige Schlüsse ziehen.


Als er nach etwa fünfzehn Minuten endlich seinen Schlüssel in das Schloß der Haustür schob und einmal umdrehte, war Mac erschöpft und hungrig zugleich. Der Tag war zwar nicht zu anstrengend gewesen, doch vor dem Wochenende musste immer sehr viel Papierkram erledigt und die Arbeit der Kollegen kontrolliert werden, damit es Montag oder aber auch am Wochenende, falls ein Notruf rein kam, alles nach Plan lief. Die Lobby war hell erleuchtet.

Mac warf sofort einen prüfenden Blick geradeaus in die Küche, deren Tür offen war und wo ebenfalls Licht brannte. An der Gaderobe hingen sämtliche Jacken der Kinder und auch alle Schuhe, die im Moment getragen wurden, standen paarweise fein säuberlich nebeneinander auf dem Parkettboden vor dem Spiegel.

Mac sah wieder in die Küche, während er sich durch das Haar strich und seufzte. "Hey! Ich bin da!"

Dann konnte er Stephen sehen, der sich auf seinem Stuhl ein Stück nach rechts beugte und ihn anlächelte. "Hi! Hat sich der Stau einigermaßen aufgelöst oder hast du dein Blaulicht angestellt und wurdest durchgewunken? So früh hab ich jetzt doch noch nicht mit dir gerechnet!"

Taylor machte einen großen Schritt vorwärts und ging in die kleine, aber gemütliche Küche, wo er seinen Ehemann ebenfalls freundlich anlächelte und sich schnell zu ihm hinunter beugte, um ihm einen Kuss auf den Mund zu drücken. Sein Partner schloss seine Augen, ließ die Tastatur seines Notebooks links liegen und fasste ihm ins Haar. Als Mac ihn noch mal küsste und diesmal seine Zunge ins Spiel brachte, schob Stephen seinen Stuhl ein Stück weit nach hinten und Mac ließ sich auf seinem Schoß nieder, wobei er Stephen's Schultern umfasste und sich an ihn heran drückte.

Connors stöhnte leise, während er die Liebkosungen weiter genoß. Blind fasste er nach vorn auf den Tisch, tastete nach dem Notebook und klappte mit drei Fingern den Deckel zu, damit seine Daten nicht verloren gingen.

Stephen atmete durch die Nase tief ein und Mac löste sich ganz kurz von seinem Mund. "Du riechst gut ..."

Während Taylor ihm verliebt in die Augen sah, fasste Stephen mit der rechten Hand an Mac's Po und streichelte ihn zärtlich über die Stoffhose, was Mac wieder dazu veranlasste ihm noch einen leidenschaftlichen Kuss zu geben.

"Was ...," fragte der Arzt nach ein paar Sekunden, löste seine Lippen von denen seines Mannes, der ihn daraufhin wieder küsste und Stephen stoppte seine Frage. Nach dem nächsten Kuss leckte sich der Arzt über die Lippen. "Kochen wir denn?"

Stephen nahm seine Hand von Mac's Hintern und der rückte minimal von ihm weg, blieb jedoch auf seinem Schoß sitzen.

"Wir haben doch alles für Pizza da, oder," fragte der Cop und sah zum Kühlschrank hinüber.

Stephen konnte sich leider nicht bewegen und auch nicht den Kopf um 180 Grad drehen! "Ehm, ich denke schon, ja? Oder sollen wir zwei Essen gehen und die Kinder machen sich die Pizza, mein Schatz?"

Dieser Vorschlag brachte ihm ein Grinsen ein, doch Mac schüttelte den Kopf. "Nein, lass uns mal zu Hause bleiben, ich müsste gleich noch was mit dir besprechen! Unter vier Augen!"

Mac bewegte sich wieder ein Stück und streichelte Stephen zärtlich den Nacken. Der Chefarzt sah etwas verwirrt aus.

"Okay, aber ... jetzt gerade sind wir unter vier Augen, oder?"

Vorsichtig stand Mac dann doch auf und ließ Stephen los. "Ja, aber ich würde dir das lieber draußen im Garten sagen, Häschen! Da ist es ausgeschlossen, dass wir bespitzelt werden, okay?"

"Jetzt hast du mich neugierig gemacht, Mac!"

Taylor grinste. "Ja, das glaub ich. Tut mir leid! Ich sage es dir nachher, ja? Es ist nichts dramatisches!"

Sein Mann musterte ihn noch einen Moment und als er sich sicher war, dass Mac ihn nicht belog, stand Stephen ebenfalls auf und öffnete den Kühlschrank. Er nahm den Pizzateig und einige andere Zutaten, zwei Messer, das Schneidebrett, Gewürze und so weiter und stellte alles auf den Küchentisch. Mac nahm den Computer herunter, damit der keinen Schmutz abbekam und trug das teure Gerät hinüber ins Wohnzimmer, wo er ihn auf dem Sofatisch abstellte.

"Stephen," rief er dann und öffnete den Deckel des Computers wieder.

"Ja?!"

"Ich nehm mir mal eben dein Notebook, okay? Ich muss im Internet was recherchieren und meins ist im Schlafzimmer ..."

"Ja, klar," erwiderte der Arzt aus der Küche und marschierte dann aus der Küche und die Treppe hinauf, um sich zwei Freiwillige für die Schneidarbeiten und das Belegen der Pizza zu organisieren, während sein Mann im Wohnzimmer auf dem Sofa Platz nahm und die Klappe öffnete.

Als Stephen zurück nach unten kam, folgten ihm David und Jason! Connors hatte im Vorbeigehen, Mac einen flüchtigen Blick zugeworfen, doch fragte natürlich nicht, was genau sein Mann suchte. Das war privat und falls nicht, würde Mac es ihn sicher irgendwann wissen lassen. So gab Stephen Instruktionen an die Jungs, die den Fertigteig ausrollten, dann mit Tomatensoße bestrichen und ein paar der Beilagen zurecht schnitten und dann Alles nach und nach auf die Pizza warfen.

Leise ging Connors hinaus in die Lobby und spähte vorsichtig um die Ecke in sein Wohnzimmer hinein. Er sah Mac auf dem Sofa und vor ihm der offene Laptop! Stephen runzelte überrascht die Stirn. Die Hauptseite des NYPD war geöffnet und Mac tippte seinen Namen und ein Passwort in das Log-In Fenster, um Zugang zu den vielen Datenbanken zu erhalten.

"Du musst dich beim Anschleichen etwas mehr anstrengen, Steve ..."

Der Arzt bekam große Augen und öffnete peinlich berührt den Mund. Vorsichtig trat er um die Ecke und in Mac's Blickfeld, der ein paar Bewegungen mit dem Finger auf dem Touch-Pad machte und sich dann zu seinem Partner umdrehte.

"Entschuldige," sagte Stephen. "Ich wollte wirklich nicht spionieren, aber ... Was machst du da? Es ist Wochenende!"

"Ja, noch nicht ganz," erwiderte der andere Mann und sah wieder auf den Bildschirm. "Stephen, ich ... sage es dir später, in Ordnung? Erstmal will ich wissen, ob ich überhaupt Recht habe!"

"Wobei ... Recht?"

Mac seufzte genervt. "Stevie! Nicht jetzt, okay?"

"Okay, sorry," gab Connors zurück, hob beschwichtigend die Hände und drehte sich um. "Ich bin auf dem Klo, wenn du mich brauchst, Schätzchen!"

Jetzt grinste Mac. "Alles klar!"

Stephen wandte sich ab und ging auf die Toillette im Erdgeschoß. Als er zurück kam, hockte Mac immer noch an seinem Notebook und tippte und sah konzentriert auf den Schirm vor sich. Stephen ging schnell wieder in die Küche, um zu sehen, wie weit die Jungs mit den beiden Pizzen waren und führte schließlich eine kleine Diskussion mit David und Jason über eine Party, die heute Abend in der Nachbarschaft statt finden würde.

"Dad," sagte sein blonder Sohn gerade bittend. "Das ist ganz in der Nähe! Wir können da zu Fuß hingehen und niemand muss uns abholen, okay? Komm schon! Es ist doch Freitag!"

"Ja, ich weiss, dass heute Freitag ist, weil ich Morgen auch frei habe und Übermorgen, hm?"

Jason sah seinen Stiefvater grinsend an. "Ja, das ist doch auch schön für dich, Steve! Sieh das doch mal so! Wenn David und ich gleich nicht mehr hier sind, dann habt du und Dad etwas mehr Freiraum und könnt euch um euch kümmern ... oder so?"

"Was soll das denn bitte heißen, Jason," fragte der Arzt sofort und verschränkte die Unterarme auf der Tischplatte. Langsam füllte der gute Pizzageruch den kleinen Raum ... "Wirklich entspannen können wir uns nicht, wenn ihr zwei auf einer Fete mit älteren Jungs seid, oder? Und wo es sehr viel Alkohol geben wird, hm?"

"Wieso guckst du mich denn dabei so an," fragte sein Sohn und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. "Ich darf doch was trinken! Nur nicht so viel?"

Stephen nickte zustimmend. "Ja, sehr richtig, David! Ich habe aber irgendwie im Kopf, dass du Morgen, das ist Samstag, auch gegen Abend irgendwo hin wolltest, oder irre ich mich?"

"Du irrst dich!"

"Jason? Ich rede mit David und nicht mit dir, ja?"

Taylor räusperte sich leise und nickte schnell. "Entschuldigung!"

Plötzlich fiel Stephen etwas ein und er sah Jason starr in die Augen. "Hast du Dad eigentlich schon wegen der Fete gefragt?"

Er machte eine Bewegung mit dem Kopf in Richtung der Lobby und Wohnzimmer, wo Mac scheinbar immer noch sass und im Internet irgendetwas suchte ... Stephen sah wieder seinen Stiefsohn an. "Hast du ihn gefragt, Jason?"

Der braunhaarige Teenager grinste breit. "Äh, ja!"

David starrte zu Jason hinüber. Dann lehnte er sich in seinem Stuhl etwas nach hinten, so dass er ein wenig kippelte und öffnete mit einer Hand die Backofentür. Heißer Dampf quoll ihm entgegen. Schnell drückte er die Tür wieder zu, als er sich sicher war, dass die Pizzen noch etwas brauchten und nahm an dem Gespräch wieder teil.

"Wieso müssen wir denn euch beide fragen, Dad? Es reicht doch, wenn einer ja sagt!"

"Nein, das reicht uns leider nicht, mein Freund," teilte der Arzt ihm mit und reckte seinen Kopf nach hinten. "Schatz? Kannst du mal in die Küche kommen? Wir haben eine Frage!"

"Sekunde," rief der Cop zurück.

Fünf Sekunden vergingen, dann erschien Mac im Türrahmen und sah seinen Ehemann an.

"Was gibt's?"

"Hat Jason dich gefragt, ob er heute Abend ausgehen kann," fragte Connors ihn.

Der CSI Cop legte eine Hand an den weißen Rahmen, tippte etwas mit den Fingern auf dem Holz herum und sah in die kleine Runde, bevor er schließlich den Mund öffnete und seinen Ehemann ansprach. "Kontrollierst du gerade, ob mein Kind sich mit mir abgesprochen hat, Baby?"

"Ja," sagte Stephen Schulter zuckend. "Ich will nur sicher gehen, dass die sich nicht gegen uns verschwören und uns nicht gegeneinander ausspielen!"

"Danke für so viel ... Vertrauen, Dad," meinte David grinsend.

Stephen sah Mac immer noch an, bis Taylor einfach nickte. "Ja, er hat gefragt! Aber schön, dass du daran denkst, Stephen! Darf ich jetzt wieder zu meinen Recherchen zurück gehen, oder müssen wir noch etwas anderes klären?"

"Eh und du willst mir nicht sagen, was du da machst," fragte der Arzt wieder und hoffte, dass Mac ihm jetzt etwas mehr sagen würde.

Mac schüttelte den Kopf. "Nein, noch nicht!"

Er ging wieder und Stephen war allein mit den Jungs. Die Pizza würde gleich fertig sein, doch das Thema Fete und Ausgehen war immer noch nicht wirklich geklärt - für die Jungs zumindest! Jason hatte seinem Vater hinter hergesehen und warf jetzt wieder einen Blick auf Stephen der sich mit den Fingern über die Stirn rieb und auch etwas müde wirkte, genau so wie Mac!

Jason atmete tief aus und beugte sich über den Tisch. "Also? Dürfen wir jetzt gehen? In die Nachbarschaft? Zu einer Party, wo ganz viele andere Menschen und wir nicht die einzigen sind?"

"Und nicht die einzigen Lebewesen sind, die trinken werden," machte David weiter, doch genau diesen Satz hätte er vielleicht besser nicht gebracht.

"Ja," sagte Stephen und hob mahnend einen Finger in die Luft und zeigte auf David. "Und genau darauf muss ich leider noch mal zurück kommen, Dave! Auf das Trinken! Es ist Wochenende, okay? Und an Wochenenden darfst du natürlich auch was trinken, aber auch nur in Maßen, hm? Bowle und Bier! Aber keine harten Sachen, bitte. Und auf keinen Fall so viel, dass du das später alles wieder erbrechen musst."

David starrte ihn entsetzt an. Okay, Jason wusste ja auch von seinen kleinen Alkoholexzessen, aber ... man ist das peinlich!

"Ja, ist gut, Dad," meinte der blonde Junge schnell und stand auf. Jason folgte ihm, denn die Pizzen brauchten noch ein paar Minuten im Ofen. Als David die Küche verlassen wollte, griff Stephen einmal nach hinten und hatte seinen Jüngsten schon am Ärmel des Pullovers gepackt. Die Berührung kam so plötzlich, dass David sofort stoppte und überrascht Stephen ansah.

Der Arzt musterte ihn eingehend und David schluckte nervös. Diesen Blick kannte er und er kannte ihn sehr gut!

"David," sagte Stephen streng mit leiser Stimme. "Falls du, wiedererwartend doch während dieser Fete auf die Idee kommen solltest, mehr zu trinken, als gut für dich ist und nicht selbst erkennst, wann Schluss ist ... und du dann betrunken mit Jason wieder hier aufkreuzt, wird dein großer Bruder nicht der einzige sein, der diese Nacht auf dem Bauch schlafen muss. Also pass bitte auf, was du tust! Habe ich mich deutlich ausgedrückt?"

Oh, oh ... Okay, das war eindeutig ein Befehl!

David räusperte sich vorsichtig. "Ich hab verstanden, Sir!"

"Mhm, will ich hoffen," gab der Arzt zurück, ließ den Stoff los und sah David hinter her, der noch mal nach oben wollte, bevor es Essen gab.

Nach dem Abendessen hatten sich Jason und David schnell für die Party fertig gemacht und waren lachend aus dem Haus geeilt, um so viel von der Fete mitzubekommen wie möglich. Da es jetzt schon halb acht war und sie wegen Mac etwas später gegessen hatten, würden die Jungs jetzt etwas weniger Zeit mit Tanzen, Trinken und ausgelassen feiern verbringen müssen, denn um Punkt ein Uhr war es mit dem Spass schon wieder vorbei!

Mac räumte das Geschirr in die Spülmaschine und putzte dann den Tisch ab, während sein Mann zwei Flaschen Fosters aus dem Kühlschrank zog und durch die Hintertür in seinen Garten trat. Dort legte er die Sitzkissen auf den Liegestühlen noch mal zu recht, öffnete die Flaschen und stellte sie zwischen die beiden Stühle, bevor er sich dann setzte und in den klaren Himmel blickte. Nur ein paar Sekunden später, stieß Mac mit dem Notebook zu ihm und ließ sich auf der anderen Liege nieder. Genau wie Stephen blieb er sitzen und machte keine Anstalten sich hinlegen zu wollen. Den Computer setzte er neben sich und nahm die Bierflasche vom Holzboden der Terrasse.

Stephen stieß mit ihm an. Beide Männer tranken einen Schluck und Mac hielt die Flasche mit den Fingern auf seinem Knie fest, während er überlegte, wie er beginnen sollte.

"Okay, pass auf," meinte er schließlich und Stephen sah ihm angespannt in die Augen. "Du hattest doch so ein Gefühl bei Julia, dass sie womöglich etwas tut, was nicht gut für sie ist! Wir haben sie beide an der Kreuzung mit Tabletten gesehen und du hast sie dann ein paar Tage später bei einem deiner Kollegen entdeckt - wieder mit Tabletten! Vielleicht ein Schmerzmittel!"

Stephen nickte überrascht. "Ja?"

"Ich denke, sie ist nicht gut für Alex," kam Mac sofort mit der Wahrheit heraus und trank noch einen Schluck!

Er wurde gemustert und Stephen räusperte sich vorsichtig. "Ehm, okay? Aber wir wissen doch noch gar nicht so genau, was da los ist, Mac? Ich meine, vielleicht hatte sie ja wirklich einen Unfall und muss deswegen Schmerzmittel einnehmen? Das wäre ja nichts ungewöhnliches ..."

Mac seufzte und sah sich kurz um, ob Alex in der Nähe war. "Dann sollte das Mädchen aber dabei bleiben, dass sie sich die Pillen im Krankenhaus oder der Apotheke besorgt und nicht am Abend auf der Strasse und bei einem zwielichtigen Kerl, der sie jede Sekunde auffressen könnte. Steve!"

"Was?!"

"Ja, genau das habe ich vorhin leider mitansehen müssen, als ich im Stau stand! Julia Walker in einer dunkelen Gasse bei einem Typen, der ihr ein Tütchen gegeben hat. Und sie hat ihm ein Bündel Scheine in die Hand gedrückt! Was glaubst du, sollte ich davon halten?"

Jetzt seufzte der Arzt. "Ein Drogendeal?"

"Vielleicht?"

"Scheisse ..."

"Ich denke mal nicht, dass Mr Nice Guy ihr Bonbons oder Kaugummis verkauft hat!"

Stephen nahm noch mal einen kräftigen Schluck, setzte dann die Flasche vor seine Füße auf dem Boden ab und seufzte in seine Hände. Er schüttelte den Kopf. "Und mit so einer trifft sich mein Sohn ... Wunderbar!"

"Alex weiss sicher gar nichts darüber," mutmaßte der Cop jetzt gelassen.

"Meinst du sie dealt auch?"

Kopfschütteln. "Nein! Er hat ihr ja was verkauft und nicht umgekehrt, Schatz! Ich habe mich vorher schon mal etwas über ihre Familie informiert - bei den Kollegen hier und denen in Texas. Nichts unauffälliges! Er ist nett und ein guter Cop! Aber irgendwas stimmt nicht mit den Walkers, da war ich mir sicher. Den Namen habe ich nämlich schon mal irgendwo gehört oder gelesen. Also musste ich mir, nachdem ich diese kleine Show in der City gesehen habe, mal dein Notebook leihen und etwas recherchieren ..."

Mac klappte den Deckel des Computers auf, den er auf seine Oberschenkel nahm und stellte sein Bier auf den Boden. Dann sah er seinen Mann an und klopfte mit der freien Hand neben sich auf die Liege. "Komm her!"

Immer noch etwas perplex von dieser neuen Information über Julia Walker, setzte Stephen sich dicht neben Mac auf die andere Liege und sah auf den hellen Bildschirm. Die Homepage der Polizei war geöffnet. Mac maximierte ein zweites Fenster, wo er vorhin sein Kennwort eingegeben hatte und klickte auf ein Symbol, was daraufhin wieder ein Fenster öffnete, was Mac vergrößerte. In diesem Fenster konnte Stephen den Namen des Vaters lesen ... Walker, Marcus ... Die aktuelle Anschrift hier in New York, das Alter, Beruf, Familenstand, Kinder! Vorstrafen: Keine!

"Okay," meinte der Arzt lässig. "Daddy hat keine Vorstrafen! Das ist doch gut?"

"Pass auf," sagte Mac und klickte auf das Wort Kinder ... Ein Reiter öffnete sich und dort war zu lesen: Walker, Julia ... 20 Jahre! Darunter Walker, Zac ... 10 Jahre! Mac schmunzelte. "Der kleine Zac hat natürlich noch keine Vorstrafen, aber seine große Schwester hier ..."Ist aktenkundig, Stephen und sie hat nicht nur mal ein paar Zigaretten geklaut!"

Angespannt und nervös, doch interessiert zugleich beugte der Arzt sich ein Stück zu Mac hinüber und begann die Einträge zu lesen. Ein paar Sekunden dauerte es, dann war Stephen mit der Liste durch. Seufzend stützte er sich mit den Händen an der Kante der Liege ab und betrachtete einen Moment nachdenklich den Terrassenboden. In seinem Kopf arbeitete es.


Zwei Stunden später stieg Stephen die Treppe hinauf in den ersten Stock. Es war kurz nach Zehn. Kurz nach dem Abendessen hatte er Alex Bescheid gegeben, dass er später vorbei kommen würde, um mit ihm den letzten Teil seiner Strafe abzuarbeiten. Alex war nicht begeistert gewesen, doch etwas gesagt, hatte der Junge natürlich nicht! Und so stand Stephen vor der geschlossenen Zimmertür und klopfte leicht auf das weiße Holz!

Nachdem Alex ihn hereingebeten hatte, schloss Stephen die Tür hinter sich und sah zu seinem Sohn hinüber, der am Fenster stand und in den späten Abend hinaus blickte. Er hatte sich bereits umgezogen und trug jetzt eine Boxershorts und ein einfaches T-Shirt. Etwas wehleidig starrte er zu seinem Dad hinüber und machte eine Fratze.

"Dad? K-können wir das nicht auf Morgen verschieben? Bitte?"

Stephen legte den Kopf schief und kam zu ihm hinüber. "Warum?"

"Äh," dachte der Junge kurz nach und kratzte sich am Rücken, während Stephen ihn weiterhin musterte. "Mir-mir geht's nicht so gut?"

"Alex," erwiderte der Chefarzt und schüttelte den Kopf. Er ging zum Bett hinüber, rückte die Decke bis an die Wand und setzte sich dann auf die Kante. wo er noch mal eine Kleinigkeit nach vorn rutschte und dann sitzen blieb. Er sah wieder seinen Sohn an. "Wenn ich jetzt ja sagen würde, hätten wir das selbe Theater Morgen um die gleiche Zeit wieder, oder nicht? Die Antwort ist nein! Und jetzt komm bitte her, damit wir das beenden können."

Alex sah ihn kurz an, seufzte und zog das blaue Rollo am Fenster hinunter, damit niemand hinein sehen konnte. Er ging zu seinem Vater und setzte sich dicht neben ihn auf seine rechte Seite der Matratze. Stephen legte die rechte Hand auf Alex' Rücken, streichelte ihn etwas und übte dann Druck aus, um ihn über seine Knie zu bugsieren, doch sein Sprößling wehrte sich!

"W-warte mal!"

Stephen verdrehte die Augen. "Alex? Los jetzt! Ich möchte gerne wieder runter zu Mac gehen und mit ihm draußen noch ein Bier trinken, ja?"

Er ließ die Schultern hängen und dann fügte er sich seinem Schicksal! Gekonnt drapierte Stephen seinen Sohn über die Oberschenkel und Knie, während er mit der linken Hand nach Alex' rechtem Handgelenk tastete und dann seinen Unterarm ein kleines Stückchen auf den Rücken zog. Es tat nicht weh, aber es verhinderte, dass sein Sohn sich mittendrin schützen konnte. Alex' gleichmäßiges atmen half ihm dabei, sich zu beruhigen und zu konzentrieren.

Sein Dad fasste einmal mit zwei Fingern in das Gummi der Shorts und zog sie in einer Bewegung herunter bis an die Kniekehlen. Mit der Hand streichelte er kurz den Rücken seines Sohnes bevor er dann das Kommando gab, dass es jetzt los ging und die flache Hand weit nach oben und nach hinten riss.

Das laute Klatschen hallte noch in seinen Ohren, als auch schon der nächste Hieb auf seinem nackten Po landete. Alex drückte die Lippen zusammen, doch er wimmerte trotzdem leise vor sich hin. Die 30 Stockhiebe von Mittwoch waren nicht ohne gewesen und auch die Tracht Prügel von gestern Abend sass ihm noch in den Knochen! Sein Hinterteil brannte fürchterlich!

Stephen gab ihm noch einen und noch einen ... Er schluckte schwer, versuchte die Tränen zu unterdrücken und ein Aufschreien zu vermeiden. Doch Alex wusste auch, dass er gerade noch sehr viel Glück hatte.

Allein die Tatsache, dass er die Schule geschwänzt hatte, brachte ihm und auch David fast immer den Stock ein. Zu allem Überfluss hatte er noch eine wichtige Klausur versäumt und so auch nicht wirklich Ehrgeiz am Lernen und der Schule gezeigt!

Die gute Ausbildung seiner Söhne war Stephen sehr wichtig und er tat alles, damit sie später einen guten Job bekamen, der ihnen Freude machte und bei dem sie gutes Geld verdienen würden. Eine schlechte Note war nicht schlimm, wenn er wusste, dass sie sich Mühe gegeben hatten oder ein anderer Grund vor lag. Faulheit jedoch - konnte der fähige und hart arbeitende Chirurg und Unfallarzt auf den Tod nicht ausstehen!

Und dann hatte Alex auch noch gekonnt gelogen und nicht nur einmal ... Fatal für sein Hinterteil!

Alex öffnete seine Augen und sah auf die Matratze und das Ende seines Bettes, als ihn der zehnte Hieb mit der Hand traf und er nun doch zu wimmern begann.

"Es tut mir leid, Dad," sagte er leise und schniefte einmal, bevor er sein Gesicht in das Bein seines Vaters presste und den nächsten Schlag abwartete.

Doch der kam nicht. Stephen ließ sein Handgelenk wieder sanft los und rieb Alex dann zärtlich und liebevoll über den Rücken.

"Psch," machte der Mann leise. "Alles in Ordnung. Gut gemacht."

Alex seufzte etwas geschafft, während er die Liebkosungen seines Vaters genoß. "Es tut mir leid, Dad."

"Ich weiss ..." Stephen beugte sich zu ihm hinunter, drückte seine Lippen auf Alex' Haar und küsste ihn dort einmal, bevor er dann ausatmete und die heiße Luft aus seinen Lungen in die Frisur pustete.

Ein paar Sekunden lag Alex noch so da, dann half Stephen ihm hoch und der Junge zog die Shorts wieder nach oben und über seine Hüften. Es brannte. Doch er versuchte sich nicht all zu viel anmerken zu lassen. Schniefend nahm er sich ein Taschentuch und putzte sich übertrieben lange die Nase, wischte sich dann kurz durch die Augen und drehte sich wieder zu Stephen herum, der immer noch auf dem Bett hockte.

Der Erwachsene klopfte leicht neben sich auf die Matratze. "Komm noch mal kurz, Großer!"

In Gedanken rollte Alex mit den Augen, doch ließ sich dann wieder neben Stephen nieder. Er zuckte sofort, als sein wunder Hintern Kontakt mit dem Bett machte, doch versuchte nicht aufzuspringen und so dem Schmerz zu entfliehen.

"Was ist," fragte Alex leise.

"Du weisst, dass du Morgen und auch Übermorgen bitte hier bleiben sollst," fragte sein Dad ihn. "Wir machen Biologie und zwar ordentlich und mit praktischen Beispielen in meiner Praxis, okay?"

Alex stöhnte auf.

"Was war das bitte?"

Mist ... "Ah, nichts, Dad!"

"Gut," erwiderte Stephen nickend und strich ihm leicht über den Kopf. "Du kannst Morgen ausschlafen, dann frühstücken wir und machen danach vor dem Mittagessen unsere erste Lernetappe. Am Nachmittag die zweite und dann sehen wir weiter!"

Stephen wollte sich von dem Bett hochdrücken und aufstehen, doch Alex hatte noch eine Frage ...

"Ehm," machte Alex leise und betrachtete seine Hände. "Aber ... aber wir lernen nicht die ganze Zeit, o-oder?"

"Wieso," fragte der Arzt sofort nach und ließ sich wieder auf die Matratze sinken.

Sein Sohn seufzte leise und sah ihn dann endlich an. Das Pochen in seinem wunden und roten Hintern wurde stärker ... "Ich wol-lte noch was mit Julia machen."

Julia?!

"Alex!? Hörst du mir eigentlich zu, wenn ich dir etwas verbiete oder dich bestrafe oder denkst du dir, der Alte kann mich mal, ich mache einfach was ich will? Hä? ... Ich hatte gesagt und zwar am Mittwoch, dass die Schule an erster Stelle steht und erst dann kommen deine anderen Freunde und Julia! Du darfst sie mal anrufen, aber du wirst sie nicht treffen. Ist das jetzt klar oder muss ich es dir aufschreiben?"

Der jüngere Connors sah Stephen von der Seite aus an und nickte schließlich. "Ja, klar ..."

"Na wunderbar! Diese Frage stellst du mir kein zweites Mal, wenn du nicht noch mal über meinen Knien landen willst. Gut?"

SUPER! ... Blödmann! "Ja, Sir! Ich hab verstanden und ich werde nicht noch mal fragen."

Stephen atmete tief durch die Nase ein und beruhigte sich wieder. Sanft legte er Alex eine Hand auf die Schulter, drückte sie kurz und erhob sich dann vom Bett, auf dem er jetzt einige Minuten verbracht hatte.

Als er sich zu ihm umdrehte und sein Gesicht musterte, konnte der Arzt sehr genau erkennen, dass Alex immer noch sauer war. Doch was sollte er tun? Ihm ein Treffen mit der jungen Dame erlauben, die vielleicht Drogen nahm und seinen Jungen ziemlich schnell in die tiefen Abgründe der Unterwelt hinein ziehen konnte?

Ich weiss ja nicht genau, ob das alles stimmt, aber ... Vielleicht übertreibe ich auch? Ein bißchen? ... Maßlos?

Er drückte Alex kurz, bevoer dieser sich an den schmerzenden Hintern fasste und leicht die Augen verdrehte. Obwohl er sich vorher bereits umgezogen und bettfertig gemacht hatte und jetzt seine bequeme Boxershorts trug, fühlte er sich nicht gerade gut! Es tat weh! Und wie! Auch der dünne Stoff rieb an seinem wunden und roten Po und Alex war gerade sehr froh, dass er Morgen nicht in die Schule musste, sondern ausschlafen konnte.

Stephen ging zur Tür und öffnete. "Ich bin dann mal unten bei Mac! Schlaf gut, Alex!"

"Dad?"

"Hm?"

Alex warf ihm kurz einen Blick zu, während er sich an seinem Bett zu schaffen machte und die Laken wieder richtete. "Kann ich was gegen die Schmerzen haben, bitte?"

Der Arzt seufzte und legte den Kopf zur Seite. "Tabletten sind leider aus! Spritze oder doch lieber Zäpfchen, Alex?"

Geschockt sah Alex ihn an und ließ das Laken los. "Nein, danke. Ich versuch es dann lieber doch so!"

Stephen nickte, wünschte ihm eine Gute Nacht und trat auf den Flur. Dort zog er die Tür hinter sich zu. Er war müde. Doch er würde noch etwas länger wach bleiben müssen, da David und Jason noch nicht von ihrer Party zurück waren. Zwar vertraute er seinem Sohn und auch Jason - ein wenig - aber er wollte seinen Ehemann nicht allein im Wohnzimmer warten lassen.


Mac hatte es sich unterdessen in grauem T-Shirt und schwarzer Trainingshose auf dem beigen Sofa gemütlich gemacht. Eine Flasche Wasser und zwei Gläser standen auf dem kleinen Tisch bereit und der Fernseher lief leise. Der Cop lag halb gegen die Armlehne und ein Kissen gedrückt, während er der Spätausgabe der Nachrichten auf CNN seine Aufmerksamkeit schenkte und auf Stephen wartete. Zu lange warten, musste er nicht mehr! Nach wenigen Sekunden hörte er, wie Jemand die Treppe hinunter joggte und kurz darauf schob sein Ehemann die Türen des Wohnzimmers auf und lugte hinein.

"Wollen sie Gesellschaft, Detective?"

Mac grinste Stephen an. "Wenn sie nichts anderes vor haben, Dr. Connors, dann auf jeden Fall, ja!"

Lächelnd öffnete sein Partner die Türen dann ganz und wollte einen Schritt hinein machen, als ihm noch etwas einfiel. "Möchtest du noch was aus der Küche? Ich hätte jetzt Lust auf einen Wein."

Eigentlich war Mac sehr müde. Doch andererseits wollte er Stephen nicht alleine trinken lassen und später dafür verantwortlich sein, dass sein Mann die ganze halbe Flasche, die noch geöffnet auf der Anrichte vor sich hin vegitierte, allein leer machte und womöglich betrunken ins Bett fallen würde. Die schöne Vorbildfunktion wäre dann mit einem Mal dahin und ganz besonders wenn sie noch auf David und Jason warten würden, die auf der Fete ja auch Alkohol tranken.

Stephen sah Mac abwartend an und dieser lächelte. "Der muss leer gemacht werden, oder? Oder wolltest du Weißwein?"

"Nein, nein. Ich red von dem Roten," stellte der Arzt klar.

"Okay."

Stephen drehte sich um, ging in die Küche und holte zwei Rotweingläser aus dem Hängeschrank. Schnell schnappte er sich die Weinflasche und spazierte zu Mac zurück, der aufgestanden war und sich auf das Sofa gesetzt hatte. Die Decke lag immer noch über seinen Beinen und er hatte nachdem die News zu ende waren, das Programm gewechselt.

Der Arzt stellte den Wein mitsamt den Gläsern auf dem Tisch ab, lief dann noch mal zurück und schob die Türen zu. Er würde trotzdem hören, wenn David und Jason nach Hause kommen würden. Doch bis dahin war vermutlich noch etwas Zeit! Stephen füllte die beiden Gläser bis zur Hälfte, ließ sich dann neben seinem Ehemann nieder, zog ein Bein auf das Sofa und klemmte den Fuß unter seinen Oberschenkel, während er Mac ein Glas reichte. Sie stießen an. Stephen warf einen interessierten Blick auf den Flat-Screen und nahm dann einen guten Schluck.

"Der schmeckt zum Glück noch," stellte er trocken fest und auch Mac probierte von dem Merlot, den ihnen einem Freund geschenkt hatte.

"Wenn nicht, hätte ich den schon längst in den Ausguß gekippt."

Jetzt sah Mac ihn etwas entsetzt an und riss die Augen auf. "Was? Hier wird kein Wein weggekippt, auch wenn wir ihn nicht mehr trinken! Was glaubst du, was in den Großküchen hier in New York damit gemacht wird, Steve?"

Mac griff nach vorn und nahm Stephen sein Weinglas aus den Fingern, was er dann auf den Tisch stellte. Seines stellte er daneben und legte einen Arm um Stephen's Schultern, der sich etwas enger an ihn drückte. Der Arzt nahm die Decke an einer Seite, während er Mac's Herzschlag spürte und kuschelte sich an seinen Ehemann und unter die Wolldecke. Die Nähe und Wärme des anderen Körpers ließ ihn entspannen und er fühlte sich wieder geborgen und sicher.

Tief atmete Mac durch die Nase ein, während er Stephen liebevoll betrachtete. Dann öffnete der Cop den Mund, um noch mal auf das Thema Weine zurück zu kommen. "Du weißt aber schon, dass man mit Wein kochen kann, Liebling? Man kann damit Ablöschen oder Soßen reduzieren un-"

"Okay," unterbrach der Arzt ihn grinsend und streichelte vorsichtig Mac's Oberschenkel unter der Decke. "Wenn du das so genau weißt, Hase, dann mach ich dir den Vorschlag, dass wir beide uns nächste Woche einen Abend ganz für uns nehmen, die Kinder aus dem Haus werfen und du mir mit Rotwein etwas kochen darfst. Hm? ... Wie wäre es mit Steak? Medium?"

Mac grinste und lachte leise, aber Stephen fuhr fort. "Dazu nehme ich Gemüse und Salat und ... Kartoffeln!"

"Ehm, okay ..."

"Als Nachtisch bitte Eis mit heißen Kirschen und ein paar Schokladenraspeln oben drauf ... Ach ja und Sahne natürlich!"

Taylor streichelte ihm sanft den Nacken und dann den Oberarm. "Übertreibst du nicht gerade ein wenig, Liebling? Es geht hier schließlich nur darum wie man mit Rotwein kochen kann!"

Der Arzt atmete ruhig und tief ein. "Ich übertreibe nie!"

"Nie, ist gelogen! Oft! Du übertreibst oft, Baby!"

Stephen war still und nach ein paar Sekunden gab Mac ihm einen zärtlichen Kuss auf die Stirn. "Okay, du kriegst dein T-Bone Steak! Sag mir nur früh genug Bescheid, damit ich noch einkaufen gehen kann, ja? Drei Tage vorher wäre passend."

Connors schielte zu ihm hinauf und steckte seine Hand sanft unter Mac's T-Shirt um ihn am Bauch zu streicheln. "Willst du das Rind noch selbst erlegen, oder was? Nimmst du dazu deine Dienstwaffe oder holst du dir im Waffenladen an der Ecke in der Bronx noch ein Gewehr?"

"In der Bronx," fragte Mac lachend. "Da würde ich alleine auch nicht hinfahren, wenn es nicht unbedingt sein muss! Aber wo wir gerade von Gefahren und üblen Kerlen reden ..."

"Julia?"

"Ja," meinte Mac und zog Stephen etwas fester an seine Brust. "Als du vorhin bei Alex gewesen bist? Hast du ihm da etwas über das, was wir gesehen haben, erzählt? Oder habt ihr überhaupt von Julia gesprochen?"

Stephen seufzte leicht. "Nein! Das möchte ich eigentlich auch erst tun, wenn wir einen begründeten Verdacht haben."

"Den haben wir aber ja schon, Schatz!"

"Ja, aber ... Ich meine, wir wissen doch nicht was in der Tüte war oder? Und wozu sie die Schmerztabletten braucht? ... Gut, du hast im Internet etwas gefunden was mich auch sehr stutzig macht und was viele Fragen aufwirft. ... Sehr viele Fragen! Aber ich denke, wir sollten erst noch mal etwas abwarten, bevor wir da eingreifen, Mac!"

"Wie du meinst! Du bist der Dad!"

"Ich hab ihm gesagt, dass Schule erstmal Vorrang hat und absolute Priorität und zwar vor allem Anderen. Er hat keinen Hausarrest und darf Julia anrufen, aber nicht stundenlang mit ihr telefonieren. Ich werde Morgen und Übermorgen mit ihm hier Bio pauken! Er soll die Klausur ja nächste Woche irgendwann nachschreiben und ich bestehe darauf, dass das klappt und zwar besser als ein D, Mac! Ablenkungen kann Alex im Moment nicht gebrauchen!"

"Ich stimme dir zu," erwiderte der Polizist und reckte sich ein Stück um wieder an die beiden Gläser mit dem Merlot zu kommen. Er reichte Stephen das eine Glas und sie stießen noch mal an.

Die Zeit verging. Nach und nach leerten sie den Rotwein, redeten und sahen zwischendurch auf den Fernseher, was Stephen zusätzlich von Julia Walker und Alex ablenkte. Etwas später lag Mac der Länge nach auf dem Sofa und sein Mann auf ihm. Der linke Arm von Stephen hing herunter. Sein Kopf ruhte auf Mac's Schulter, so dass seine Nasenspitze sanft seine Wange berührte.

Sie hatten die warme Decke über sich ausgebreitet und dösten vor sich hin. Nur der leise Ton des TV-Gerätes war zu hören. Das Deckenlicht war ausgeschaltet und nur die zwei kleinen Lampen in den beiden Ecken des Zimmers spendeten etwas schummeriges Licht. Plötzlich öffnete Stephen ein Auge, als er einen Schlüssel im Türschloß knacken hörte ...

Tbc ...


AN: Ob David sich an die Anweisung von Stephen gehalten hat? Oder kommt er jetzt betrunken nach Hause? Wer weiss, wer weiss ... Alex hat jetzt wieder eine reine Weste und kann sich jetzt auf das Lernen am nächsten Tag konzentrieren - ob er will oder nicht! Sehen wir mal, wie das Wochenende so verläuft! Danke fürs Lesen, eure Vanessa