Macks's Sicht:
Entsetzt starrte ich Davina nach und sah sieh noch ein ,,Es tut mir leid!", mit den Lippen formen. Was hatte ich nur getan? Ich setzte schon an ihr hinterher zu laufen doch Addy hielt mich zurück. ,,Sie hat alles unter Kontrolle! Mach es nicht wieder schlimmer!". Ich starrte Addy an. Schlimmer, noch schlimmer konnte es nicht werden, doch dann sah ich ihren Gesichtsausdruck und musste feststellen, dass sie nicht die geringste Ahnung davon hatte was zwischen Crash und Davina passierte. Sie sah die Anzeichen einfach nicht. ,,Auf dein Auge muss Eis, er hat ganz schön hart zu geschlagen!", sagte sie und in ihrer Stimme lag ein seltsamer Unterton. Wiederwillig ging ich mit ihr zurück ins Haus und versorgte mein Auge.
Ich tat die ganze Nacht kein Auge zu. Ich lag in meinem Bett, drehte mich hin und her und lausche in die Dunkelheit hinein. Ich wartete auf irgend ein Geräusch aus dem großen Schlafzimmer, denn nur bei dem kleinsten Pieps wäre ich hinein geeilt. Doch nichts geschah und meine Gewissensbisse machten mich rasend. Wie konnte ich nur so dumm sein und mich so schnell von Crash provozieren lassen? Im Endeffekt waren er und ich gar nicht so verschieden. Impulsiv und Unkontrolliert. Ich kannte Davina kaum, aber das was ihr angetan wurde. Es begann bereits zu dämmern und ich drehte mich auf die Seite bis ich in einen unruhigen Schlaf fiel.
Ich schrak auf dem Schlaf hoch und sah mich um. Draußen war die Sonne aufgegangen und ich konnte nicht genau sagen wie spät es war oder wie lange ich geschlafen hatte. Ich stand auf und wusch mich. Als ich damit fertig war, ging langsam runter in die Küche aus der ich zuvor Geräusche gehört hatte. Dort saß sie. In einer dunklen Jeans und einem grauen Langarmshirt, die Haare wie gewohnt zu einem Zopf gebunden. Mir sank das Herz in die Hose und als ich durch die Küchentür trat, sah sie auf. Sie sah mir direkt in die Augen und ihr Gesicht verzog sich zu einer besorgten Miene. Sie stand auf und kam langsam auf mich zu. ,,Davina ich...!", begann ich doch sie fuhr dazwischen.,,Das sieht schlimm aus! Also dein Auge!", meinte sie und begutachtete mein rechtes Auge. Als sie es berührte zuckte ich zusammen und sie zog schnell die Hand weg:,,Oh Gott das tut mir Leid! Wir sollten in die Stadt fahren! Dort können wir dir Sachen besorgen, damit das schnell Abheilt!",sagte sie schnell. ,,Glaubst du, dass das so ne gute Idee ist? Ich mein wegen gestern!",sagte ich um sie von ihrem Plan abzuhalten. ,,Crash ist komatös! Und wenn er fragt, sag ich dass ich gehen wollte und nie alleine gehen soll!", lächelte sie. Dieses Mädchen war verblüffend. Gestern war vermutlich das schlimmste passiert was hätte passieren können und sie lächelte mich immer noch an. Mich, der sie in diese Lage gebracht hatte. ,,Aber bevor wir gehen, muss ich mich bei dir Entschuldigen! Ich kann gar nicht beschreiben wie schlecht ich mich deswegen fühle!", stammelte ich und Davina sah mich Aufmerksam an. ,,Entschuldigung angenommen!", sagte sie dann und lächelte wieder.,,Wir sind jetzt quitt!",zwinkerte sie und ging aus der Küche hinaus in den Garten. Ich hechtet hinterher:,,Du warst mir gar nichts schuldig!", meinte ich und ging mit ihr hinters Haus. ,, Ich weiß, aber irgendwer musste etwas tun!", meinte sie und öffnete eines der Garagentore zu denen wir gelaufen waren. ,,Und jetzt reden wir über was anderes und fahren dich verarzten!",kommentierte sie und als das Tor sich voll geöffnet hatte, erschien ein schwarzer GMC Pickup. ,,Du fährst!", sagte Davina und warf mir die Schlüssel zu die ich vor Überraschung fast fallen ließ. Sie verschwand hinter dem Pickup und ich stieg ein. Keine zwei Sekunden später kletterte Davina auf den Rücksitz. ,,Hier die ist für dich!", sagte sie und reichte mir eine Waffe. ,,Ist geladen! Falls uns einer der Zombies über den weg läuft!", zwinkerte sie und lud ihre eigene Waffe. ,,Hat er dir das Schießen beigebracht?", fragte ich und startete den Motor. ,,Auch, aber als erstes mein Dad!", sagte sie und steckte die Waffe weg.,,Schon als ich zwölf war, hat er es mir beigebracht! Das waren unsere Vater Tochter Wochenenden wenn er dann mal da war!", erzählte sie. Ich nickte und sie sagt mir die Richtung an in die wir fahren mussten. Ich ließ mein Blick kurz über das Armaturenbrett schweifen, als mir ein Funkgerät auffiel. ,,Funktioniert das Ding?", fragte ich und Davina folgte meinem Blick. ,,Ich hab keine Ahnung, habe es nie ausprobiert! Wen sollte man dort draußen auch schon noch erreichen!", sagte sie als sie mein Nachdenkliches Gesicht sah fügte sie hinzu:,,Du kannst es gerne ausprobieren!" Ich fuhr rechts ran und stellte das Funkgerät an. ,,Citizen Z hier ist Mack von Delta X-ray Delta! Citizen Z, kannst du mich hören!", sprach ich und Davina sah mich an als ob ich verrückt wäre. ,,Mack was...!" ,,Delta X-ray Delta, hier ist Citizen Z. Mack? Kannst du mich hören?", fragte eine bekannte Stimme aus dem Lautsprecher. Ich lachte und Davina riss vor Überraschung die Augen weit auf. ,,Was zum...!",flüsterte sie. ,,Klar und deutlich Citizen Z!", antwortete ich. ,,Wo stecken du und Addy? Ich hab gehört ihr seit nicht mehr bei eurer Gruppe!" ,,Uns geht es gut! Wo ist der Rest unserer Gruppe?", fragte ich. ,,Das letzte mal hatte ich Kontakt zu Ruberta. Da waren sie in Alexandria, eine Stadt in der andere Überlebende wohnen! Wo bist du?" ,,Nähe Harrison!", sagte Davina als ich sie Fragend ansah. ,,Addy?", fragte er. ,,Nein Citizen, Addy ist gerade nicht bei mir!", antwortete ich und kurzzeitig kam keine Antwort. ,,Nun mit wem habe ich dann das Vergnügen?" Davina sah mich kurz unsicher an doch ich nickte ihr aufmunternd zu: ,,Mein Name ist Davina. Davina Charlotte Townsen!", sagte sie laut und deutlich. ,,Er freut mich dich kennen zulernen Davina. Dein Vater hat gedient solange er konnte!", sagte Citizen erst fröhlich und dann traurig. ,,Danke!",flüsterte sie und senkte den Kopf. ,,Mack deine Gruppe ist 265 Meilen von euch entfernt!", sagte Citizen dann wieder,,Ich bin sicher falls ihr nach einem Platz sucht, werdet ihr dort einen finden!" Ich sah Davina an. Sie sah mich eindringlich an. ,,Ich melde mich Citizen Z!", sagt ich dann und legte auf. Kurze Zeit sagte keiner was und Davina sah mich immer noch an:,,Was für eine Gruppe und wer war das?", fragte sie ruhig. Ich begann ihr alles zu erzählen, wie ich die Gruppe gefunden hatte, was Delta X-ray Delta war und von Murphy. Als ich zuende erzählt hatte schwieg sie und nach kurzer Zeit startete ich den Motor und fuhr weiter.
,,Dort drüben ist die Apotheke!", sagte sie nach einer ganzen Weile schweigen und ich bog ab. ,,Worüber denkst du nach?", fragte ich sie dann als ich den Wagen zum stehen brachte. ,,Ich wusste nicht, dass so viele noch dort draußen sind. Das es andere Möglichkeiten als Crash gibt, weißt du? Ich könnte mich von ihm befreien! Ich muss nur mutig genug sein!", sagte sie und öffnete die Autotür. ,,Hast du gedacht ihr seit die Einzigen?", fragte ich sie und stieg auch aus. ,,Nein, natürlich nicht! Aber wer denkt denn, dass es noch eine komplette Stadt mit Menschen!",meinte sie und öffnete die Tür zur Apotheke. ,,Habt ihr euch nie auf die Suche gemacht?", ich war neugierig. ,,Nein, dann wäre ja allen aufgefallen was Crash mit mir macht!", sie lächelte schwach und griff dabei in einige Regale. ,,Aber wieso bist du nie gegangen?", ich folgte ihr langsam. ,,Wie hätte ich das machen sollen? Er hätte mich überall gefunden! Er ist nicht irgendein Soldat, Mack. Crash war ein Seal, einer der Besten!", sie sah mich ernst an. ,,Er hätte dich gestern töten können! Mit seinen bloßen Händen. Er könnte mich jedes mal Töten, wenn er komplett die Kontrolle verliert!" Ich ließ mir ihre Worte durch den Kopf gehen. Sie hatte mich gerettet, aber hatte ihr eigenes aufs Leben gesetzt. ,,Denk nicht so viel drüber nach Mack!", lächelte sie als könne sie meine Gedanken lesen. ,,So ich hab alles, was ich für dein blaues Auge brauche! Lass und nachhause fahren!"Ich nickte und zusammen stiegen wir ins Auto.
Auf der Rückfahrt schwiegen wir und Davina sah nachdenklich aus dem Fenster. Die Sonne stand gerade am höchsten als wir Zuhause ankamen. Davina stieg aus und öffnete die Garage, sodass ich das Auto einparken konnte. ,,Ich werd mal nach Crash sehen!", sagte sie und verschwand im Haus. Ich schloss das Auto ab und ließ die Garagentür zufallen, als ich Davina plötzlich schreien hörte.
