Neues Zuhause:
Er nahm Amy an der Hand und löste das Schutzschild, damit sie hinausgehen konnten.
Dumbledore nahm ihr Hand und führte sie durch das zerstörte Zimmer in den schwarzen Gang, der noch immer nur so von Rauch und Nebel qualmte. Im Nebel blitzten immer wieder komisch Lichter in grün, rot weiß und noch andere.
Auf dem Weg durch die Gänge, hatte Dumbledore sie an die Hand genommen und wenn einer dieser Lichtstreifen auf Amy zusteuerte, drückte oder schubste sie weg oder er nahm seinen Zauberstab und wehrte die Lichter ab.
Amy machte Dumbledore den Vorschlag, dass sie apperieren könnte. Doch er tat es mit eine kurzen geschüttelten Kopf ab und ging nicht weiter auf sie ein.
Als sie in das große Wohnzimmer kamen, bemerkte Amy einer dieser komischen Gestalten in den Umhängen, er versuchte den Nebel zu teilen und schaffte es mit einer heftigen Handbewegung.
Der Nebel verschwand in einigen Sekunden. Der ganze Wohnraum war vollkommen zerstört. Die schönen Sessel lagen in kleinen Stücken zersprengt am Boden verteil. Überall sah man Brandspuren und defekte Dinge.
Im großen grünen Wandteppich mit der Schlange darauf, prangte ein riesiges Loch.
Im ganzen Wohnzimmer waren kämpfende Paare verteilt, die sich mit Blitzen bekriegten.
Es kämpften immer eine Person mit diesen schwarzen Umhängen und eine mit ganz normaler Kleidung. Amy sah ihnen gespannt zu.
Ein dunkel Häutiger Mann kämpfte mit vier oder 5 Gegnern gleichzeitig. Er zielte mit dem Zauberstab auf einen von seinen Gegner, ein roter Blitz kam heraus und traf den Gegner mitten ins Herz. Er wurde heftig zurück geschleudert und krachte gegen eine andere Person mit schwarzem Umhang, der mit einem kleineren wirkenden Mann mit einer langen Narbe quer über sein Gesicht gezogen kämpfte, zog er mit sich zu Boden.
Amy hätte dieses Schauspiel noch ewig zuschauen können.
Doch Dumbledore zog sie mit sich weiter.
Als sie schon vor der Eingangstür waren, kreuzte ihnen mindestens ein duzend dieser schwarzen Gestalten den Weg.
Sie liefen den Gang entlang, doch als sie Dumbledore sahen, blieben sie abrupt stehen und zogen ihren Zauberstab.
Dumbledore tat es ihnen gleich, und baute sich schützend vor Amy auf. Er schob sie hinter seinen Rücken, damit sie niemand sehen konnte und fing an seine Gegner mit bunten Blitzen zu bewerfen.
Seine Gegner wehrten alle Sprüche ab und sandten andere zurück. Dumbledore errichtete ein unsichtbares Schutzschild um sie, so, dass keiner der Blitze sie treffen konnte.
Als er noch eine Partie Blitze aussandte und sein Gegner damit zu tun hatten, deutete er Amy, dass sie sich verstecken solle.
Amy reagierte sofort und schlüpfte hinter den ersten Kasten, den sie sah.
Hinter dem Kasten, konnte sie von der Seite hinaus gucken ohne das sie jemand sehne konnte.
Dumbledore kämpfte mit acht dieser Gestalten. Zwei oder Drei von den anfangs zehn lagen bereits am Boden. Sie rührten sich nicht und hatten ein weißes Gesicht. Zuerst dachte Amy, dass diese Menschen Tod wären, doch dann viel ihr ein, dass Dumbledore nie jemanden umbringen würde, oder doch?
Immer wieder, kamen Blitze auf Dumbledore zu geschossen, jedes Mal konnte er rechtzeitig ausweichen und sandte seine Blitze wieder zurück, ohne dass irgendetwas geschah.
Amy wandte sich einen anderen Kampf zu. Etwas weiter weg, kämpfte ein stämmiger Mann gegen eine Person in den schwarzen Umhängen. Die schwarze Gestalt schoss einen grünen Blitz auf den andern zu. Der Mann, konnte nicht rechtzeitig ausweichen und wurde vom Blitz getroffen. Sein Gesichte verblasste in Sekunden und er fiel leblos auf den Boden.
Amy schrie leise auf. Durch den ganzen Lärm, den die kämpfenden verursachten konnte man nichts von ihr hören.
Geschockt wandte sie sich zu Dumbledore um. Er kämpfte nun nur mehr mit sechs der komischen Gestalten.
Amy wandte ihren Kopf durch die Menge. Die eine schwarze Gestalt, die den einen Mann tötet, kam auf Dumbledore zu. Amy sprang auf und wollte auf ihn zustürmen, da fiel ihr ein, dass sie ja keine Chance hatte, da sie nicht im geringsten Zaubern konnte.
Die Gestalt zückte den Zauberstab und kam immer näher auf Dumbledore zu.
Amy fiel sofort auf, dass Dumbledore überhaupt keine Chance hatte ihn zusehen. Da er von hinten auf ihn zu geschlichen kam.
Kurzer Hand, war Amy schon vor dem Kasten gedrehten und beobachtete die Gestalt ganz genau.
Er zielte mit seinen Zauberstab auf Dumbledore. Das war zu viel für Amy.
Dumbledore war der erste Mensch, der ihr je geholfen hatte. Er hatte sie gerade eben erst aus diesem Zimmer-gefängnis geholt. Sie konnte nicht zusehen, wie jemand stirbt und schon gar nicht jemand, der ihr geholfen hatte.
Sie rannte aus ihrem Versteck hinaus, mitten in das Schlachtfeld. Sie kam der Gestalt immer näher, dass er sie ohne Probleme verhexen könnte, beachtete sie gar nicht.
Kurz bevor Amy die Gestalt erreichte, sprach er einen Zauberspruch aus. Sie konnte ihn jedoch nicht verstehen. Sein Zauberstab leuchtete grün, konnte aber keine grünen Blitz aussenden, da Amy die Gestalt erreicht hatte und ihn zu Boden warf.
Als sie auf die Person sprang, lief alles in Zeitlupe. Sie warf sich mit ihrem Ganzen Gewicht auf ihn und warf ihn durch den Überraschungseffekt auf den Boden, so, dass er den Zauber nicht ganz ausführen konnte.
Es gab einen lauten Knall als sie zu Boden fielen, alle drehten sich zu ihnen um und ließen ihre Momentane Tätigkeit ruhen.
Die Maske der Person, die Amy zu Boden geworfen hatte, war etwas verrutscht. Für einen kurzen Augenblick konnte Amy seine Wasserstoffblonden Haare sehen. Doch er hatte die Maske so schnell gerichtet, dass sie sich im Nachhinein nicht mehr sicher war, ob sie sie wirklich gesehen hatte.
Dumbledore ließ seine Gegner alleine stehen und eilte zu Amy. Auch ein paar der anderen, die gekämpft hatten, sammelten sich um Amy und machten eine großen Kreis um sie, dass sie sie beschützen konnten. Der Mann im schwarzen Umhang, schubste Amy von sich und stürmte davon. Einige der anwesenden mit dem normalen Gewand, versuchten ihn zu erwischen. Doch als er die Haustür öffnete und nach draußen trat, war er verschwunden.
Keiner der Männer in den schwarzen Umhängen bewegte sich mehr. Sie standen alle nur da und begafften Amy.
Die, die um Amy standen, teilten sich auf und fesselten die schwarzen Gestalten mit unsichtbaren Fesseln und setzten sie auf einem Haufen zusammen.
Als sie alle schwarzen Gestalten von den unterschiedlichsten Räumen bei einander hatten, traf eine neue Gruppe mit Zauberern ein, die alle Gefangenen abführten.
Dumbledore wollte schon sofort, nachdem der Blonde geflüchtet war, doch Amy weigerte sich, da sie den anderen helfen wollte.
Als Amy und Dumbledore endlich gehen konnten, war es schon spät in der Nacht.
Er brachte sie aus dem Haus hinaus und griff nach ihren Arm um mit ihr zu apperieren.
Doch Amy zog ihren Arm fort und sprach ihre Gedanken frei heraus: „Ich habe gedacht, dass das Haus in dem ich leben sollte in dieser Straße sein."
Dumbledore überlegt. Erst nach einiger Zeit, sah er sie mit seinem üblichen Funkeln in seinen blauen Augen, die hinter seiner halbmondförmigen Brille hervorstachen an und meinte: „Wie man es nimmt. Ich war vorher in der richtigen Häuserallee, doch nun, ist es die falsch.
Bevor Amy noch eine Fragen oder Antwort stellen konnt, hatte er ihren Oberarm genommen und apperierte mit ihr.
Amy schloss wie gewohnt die Augen und das komische Gefühl durch eine Röhre gezogen zu werden und so plötzlich wie das Gefühl gekommen ist, war es auch schon wieder weg.
Vorsichtig öffnete sie ihre Augen. Sie befand sich auf einer kleinen Gasse. Auf einem Straßenschild konnte man "Spinners End"
Die Straßen waren verdreckt und die Häuser unterschieden sich nicht gerade sehr voneinander. Alles war dreckig und grau. Etwas hinter den Häusern ragte eine große Fabrik hinaus, die sich im Mondlicht spiegelte.
Amy wunderte sich, warum Dumbledore sie in so eine herunter gekommene alte Stadt oder Dorf gebracht hatte.
Sie setzte gerade an eine Frage an, doch Dumbledore ignorierte es und zog sie mit sich.
Er führte sie die Gasse entlang. Ein Haus war mehr hinunter gekommen wie das andere. Die Gartenzäune waren rostig und zum Teil abgebrochen, die Wege waren mit abgedorrtem Gras überwachsen und die Luft roch nach Rauch. Es war bewölkt und es sah so aus, als ob es jeden Moment zu regnen anfangen würde.
Am Ende der Straße blieben sie vor dem letzten Haus stehen. Es sah noch etwas kleiner und dreckiger aus als alle anderen.
„So, da wären wir", meinte Dumbledore gut gelaunt.
„Könnten Sie vielleicht mit hinein kommen? Nicht das noch einmal so etwas passiert, wie das letzte Mal. Wo wir gerade dabei sind. Wie haben sie mich gefunden? Warum haben Sie so lange gebraucht? Wie lange war ich überhaupt weg? Warum haben die mich gefangen genommen? Wer waren die anderen Leute, die mir geholfen haben? Warum wollten sie etwas von einem Bruder erfahren? Ich habe doch keinen!", die Fragen sprudelten nur so aus ihr hinaus.
„Ich werde dir jede deiner Fragen zu ihrer Zeit beantworten. Doch von den meisten ist die Zeit noch nicht gekommen.", meinte er schmunzelnd, „Ich kann dir nur sagen, dass deine Eule zu mir gefunden hat. Und mir verraten hat, wo ich dich finden konnte. Alles Weitere wird dir Severes erklären und erzählen."
„Severes? Wer ist denn das?", Amy blickte ihn fragend an.
„Ach… dann habe ich dir vergessen zu sagen, dass du für den Rest deiner Sommerferien bei ihm verbringen wirst. Er wird dir schon alles erklären und jetzt, Abmarsch er wartet schon sehr lange auf dich", antwortete er.
„Können Sie nicht mitgehen? Nur bis ich hinein gegangen bin?", versuchte sie erneut.
Doch sie bekam keine Antwort, da er schon verschwunden war.
Na toll, was wenn das wieder eine Falle ist? Aber dieses Mal, kann ich gar nicht das falsche Haus erwischen! Es ist ja wohl eindeutig, dass er dieses meinte! Wer ist wohl dieser Severes? Ich glaube, ich soll ihn nicht so warten lassen, wenn Dumbledore meint, dass er schon so lange wartet! Warum, lässt er mich hier alleine? Wenn das vorige Mal so viel schief gelaufen ist? Fragte sich Amy, da begann es zu Regnen und deshalb machte sie sich auf den Weg zum Eingang.
Sie öffnete die verrostete Gertentür mit einem lauten knirschen. „Die gehörte unbedingt frisch geölt, dachte sich Amy.
Der Weg zum Haus wurde vom Vollmond, der hoch am Himmel stand beschienen. Man konnte ihn trotzdem nicht gut erkennen, deshalb stieg Amy des Öfteren in das regennasse Gras. Es hatten sich auch einige Pfützen auf den Weg vom Regen gebildet.
Da Amy im Waisenhaus nie Schuhe bekommen hatte, da sie zu teuer waren und auch nur kurze Kleindung hatte, fror sie am ganzen Körper und zitterte augenmerklich.
Als sie vollkommen durchgefroren und durchnässt vor der Haustür ankam, klopfte sie schüchtern an.
In einen der oberen Fenster ging Licht an und sie hörte jemanden die Stiege hinunter kommen. Sie musste etwas warten bis ihr ein Mann die Tür öffnete.
Er hatte schwarzes fettiges Haar und ein müde wirkendes Gesicht. Seine Augen waren von Trauer und Kummer geprägt, doch als er auf Amy hinabsah, funkelten sie erfreut und auf seinem streng wirkendem Gesicht, stahl sich ein kleines Lächeln. Besorg beugte er sich zu ihr hinunter und drückte sie ins Haus hinein.
Die Räume waren hoch und dunkel, da es schon tief in der Nacht war. Er führte sie in ein großes Wohnzimmer, sie blickte sich neugierig um, doch da es sehr dunkel war, konnte sie nicht viel erkennen.
Der Mann bot Amy einen Sessel an, auf den sie sich dankbar setzte. Er verschwand aus dem Zimmer und kam mit einer kuscheligen Decke und seinen Zauberstab in der Hand zurück.
Er trocknete Amy`s Kleider mit einem geschickten Schwung mit seinem Zauberstab. Dann deckte er Amy mit der Decke zu und ließ ein warmes Feuer mit einem Schwung seines Zauberstabes entflammen.
Durch das zusätzliche Licht, konnte Amy sich erstaunt im Zimmer umsehen.
Die ganzen Wände waren mit Bücherregalen bedeckt, die mit den verschiedensten Büchern vollgestopft waren. Auch am Boden stapelten sich einige Bücher. "Zaubertränke für den Alltag" stand auf.
„Wie ich sehe, gefällt es dir bei mir", kam eine etwas ölig aber freundlich klingende Stimme von dem Mann.
„Sind sie…", fing Amy an, wurde aber vom Mann unterbrochen: „Ja… das tut mir Leid, das ich mich nicht vorgestellt habe. Ich bin Severes Snape. Ich werde dein zukünftiger Professor sein, weil du aber ab jetzt bei mir wohnst, kannst du mich duzen."
„Äh… hallo Severes? Also ich… bin Amy", stotterte sie.
„Das weiß ich. Du siehst deiner Mutter so ähnlich, dass man sofort weiß, dass du ihre Tochter bist!", meinte er erfreut.
„Sie kennen meine Mutter auch? Könnten Sie so nett sein, dass sie mir sagen könnten, wer meine Eltern sind?", fragte Amy interessiert.
„Ja ich kenne deine Eltern. Deine Mutter ist mit mir in die gleiche Klasse gegangen", sagte er in seinen Gedanken verloren, „ebenso dein Vater." Fügte er hinzu und seine Mine verfinsterte sich merklich.
„Dann können sie mir sicherlich sagen, wie sie so waren, wie sie heißen, warum ich nichts von ihnen wusste und vor allem, warum sie gestorben sind?", die Fragen kullerten nur so aus ihr hinaus.
„Deine Mutter war die wunderschönste, talentierteste und netteste Hexe die ich je kannte. Warum du nichts von ihnen weißt, ist mir selbst ein Rätsel… Eines kann ich dir sagen, sie sind für dich gestorben, weil sie dich so sehr liebten… ich bin mir sicher, dass du einen riesen Hunger hast", wechselte er das Thema und holte ihr ein großes Tablett.
Es war gefüllt mit: Kürbissaft, frischen Brot, Croissant, Butter, Marmelade, einen Fleischaufstrich und noch viel mehr.
Dankbar, da sie fast am Verhungern war, aß sie so ziemlich alles auf.
Severes schaute ihr belustigt beim Essen zu. Als sie fertig war meinte er: „Und nun ab ins Bett es ist schon spät."
„Entschuldigung… Mr. Snape?", fragte die momentan rothaarige zaghaft, „Ich weiß nicht, wo ich schlafen soll."
Aus den Gedanken gerissen starrte Snape sie an: „Wie bitt… ach ja, folgen sie mir."
Er führte sie aus dem Wohnzimmer in einen Gang und dann die Treppe hinauf. Nur vereinzelt waren Fackeln, die die Dunkelheit durchbrachen.
Er blieb vor einer dunklen Holztür stehen und meinte: „Das ist dein Reich meine Liebe, bis zum Schulanfang." Er öffnete ihr die Tür.
Es war zwar ein kleiner Raum, doch um einiges größer als der, ihrer im Waisenhaus. Es gab ein kleines Fenster im Zimmer auf der etwas kleines dunkelrotes etwas saß. Durch die Dunkelheit hinweg, konnte sie aber nicht erkennen was es war.
Während Snape mit ein paar kurzen Handbewegungen das Bett für Amy richtete, kam sie etwas misstrauisch zu dem roten Etwas. Erst als wenige Schritte von ihm entfernt war, erkannte sie ihn.
„Vortum!", rief sie erfreut und streichelte ihre Eule glücklich.
„Deine Eule ist ein sehr weises Tier, obwohl es noch sehr jung ist. Er hat uns verständlich gemacht, dass du ihn Gefahr bist und hat uns danach zu dir geführt", erzählte Severes, „Und nun, solltest du schlafen gehen. Es ist schon sehr spät und es war ein sehr anstrengender Tag für dich. Du solltest unbedingt ein wenig schlafen."
Amy wollte sofort gehorchen, da sie auch langsam die ganze Müdigkeit in sich aufsteigen spürte.
„Äh… Mr? Ich habe gar keinen Schlafanzug", meinte Amy verlegen.
Überrumpelt sah Snape sie an: „Dass schlaf heute mit deinen Kleidern und morgen gehen wir zwei einkaufen." Zwinkernd verließ er das Zimmer.
Gesättigt, müde und einfach nur froh aus diesem Haus zu sein, schlief sie nach kurzer Zeit bereits felsenfest.
So das war es für heute ;)
Ich hoffe es hat euch gefallen über kommis würde ich mich riesig freuen.
Bis zum nächstenmal :)
