Das nächste Kapitel, ich hab mich extra beeilt, damit ich es noch diese Woche schaffe. =)
Alles gehört Stephenie Meyer!
Bellas POV
Eine Stunde verging. Zwei Stunden vergingen. Drei Stunden. Vier Stunden.
Tief seufzend drehte ich mich um.
Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ich hätte schlafen können, nachdem was ich letzte Nacht konsumiert hatte.
Auch wenn mein Körper nach Erholung schrie, auch wenn mein ganzes Inneres danach schrie diesem Elend für einige Stunden zu entkommen.
Aber warum sollte ich auch mal ein bisschen Glück haben?
In meinem Leben gab es kein Glück. Nur Leid, Kummer und Schmerz.
Wann war ich das letzte Mal wirklich glücklich gewesen? Wann hatte ich das letzte Mal wirklich gelacht? Wann war ich das letzte Mal eingeschlafen ohne die Hilfe von Schlaftabletten? Wann hatte ich das letzte Mal keine Albträume gehabt?
Ich wusste es nicht mehr. Zu lange war es her. Seit er von mir gegangen war.
Wie viel Leid konnte ein Mensch ertragen bevor er zugrunde ging?
Viel zu viel meiner Meinung nach.
Ich zog die Bettdecke über den Kopf.
Ich wollte nicht mehr denken. Wollte nichts mehr fühlen. Wollte nicht mehr sein.
Doch ein seltsames Gefühl überkam mich.
Ich bildete mir wahrscheinlich wieder nur etwas ein. Wahrscheinlich drehte ich langsam wirklich durch.
Aber es wollte mich einfach nicht loslassen.
Ich war es gewöhnt beobachtet zu werden. Gewöhnt Blicke auf mir zu spüren. Gewöhnt, wie ich begehrt und bewundert wurde.
Aber ich war hier zuhause. Ich lag in meinem Bett!
Wer sollte mich jetzt beobachten können? Wer?
Verdammt noch mal, wir wohnen in einem Penthouse!
Keinem menschlichen Wesen wäre dies möglich.
Keinem menschlichen Wesen…
Schaudernd setzte ich mich auf.
Nein! Stopp!
Meine Gedanken führten mich in eine gefährliche Richtung.
Nein, dies lag nur an den Depressionen nach einer durchgefeierten Nacht.
Stöhnend ließ ich mich aufs Bett zurückfallen und zog mir das Kissen wieder über das Gesicht.
Es nutzte alles nichts. Bilder kamen auf, die ich unbedingt verdrängen wollte.
Ich setzte mich auf.
Das konnte einfach nicht sein.
Wieso sollte er wieder zurück sein?
Aber ich konnte die Anzeichen einfach nicht ignorieren.
Der Vorfall im Club. Die Augen, der Duft, das Bild.
Und jetzt dieses Gefühl des Beobachtetseins in einem Penthouse.
Ich brauchte dringend eine Dusche, ich musste wieder klare Gedanken bekommen.
Langsam stand ich auf. Es drehte sich alles, mir war schlecht und vor meinen Augen flimmerte es.
Mein Kreislauf spielte verrückt, aber das war ich schon gewöhnt nach dem Feiern.
Heißes Wasser prasselte auf mir nieder, langsam konnte ich wieder klar denken.
Warum sollte er zurück kommen?
War er doch nur ein sadistischer Vampir? War es ein neues Spiel für ihn?
Wie schnell bekomme ich die kleine naive menschliche Bella wieder rum?
Was würde passieren, wenn ich sie wieder verließ?
Stand er darauf, mir Leid und Schmerzen zuzufügen?
Wie konnte er nur so grausam sein?
Aber ich würde ihm keinen Grund geben mir näher zu kommen. Keinen Grund dafür geben, mich zu bemitleiden.
Er sollte sehen, dass ich auch ohne ihn glücklich und zufrieden sein konnte.
Während ich mich bedächtig anzog und dann mich gemütlich mit einem Glas Wasser auf die Coach legte, nahm mein Plan feste Gestalten an.
Ich zog mein Handy hervor und wählte die Nummer von Marc.
Ich hatte ihn einige Zeit gedatet, bevor mir es mal wieder zu Ernst wurde und ich die Sache beendete.
Tut. Tut.
„Hallo?"
„Hi, Marc."
Stille.
„Ich bins Bells."
Betretendes Schweigen.
„Kannst du kommen?"
Zwei Stunden später
„Bells, was ist los mit dir? Warum meldest du dich bei mir?"
„Erinnerst du dich noch, welche Frage du mir als letztes gestellt hast?"
„Ja."
Sein Gesicht nahm einen schmerzverzerrten Ausdruck an.
„Meine Antwort lautet ja."
„Was?"
Verwirrt starrte er mich aus seinen ozeanblauen Augen an.
„Ja, ich will deine Frau werden!"
So das war es erst mal. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Nächstes Kapitel wahrscheinlich nächste Woche.
Über einige Rückmeldungen, wie ihr es findet, würde ich mich sehr freuen.
Lg
Elisabeth
