Kleine Anmerkung: Also ich werd von nun an nicht mehr 'Malfoy' schreiben sondern 'Draco'.

Drachen haben auch Gefühle

Am nächsten Morgen wurden Draco und Hermione in ihre neuen Räume gebracht. Draco marschierte voran und Hermione hatte Mühe mit ihm Schritt zu halten. Nach einer Weile drehte McGonagall sich abrupt um ''So, da wären wir. Das Passwort lautet 'Drachenei'. Und nun begeben sie sich bitte in ihre Räume und um 15:00 Uhr möchte ich sie beide in meinem Büro sehen.'' Damit drehte McGonagall sich um und rauschte davon.

Hermione wiederholte das Passwort und war überrascht als die Wand vor ihr sich wie ein Bühnenvorhang nach beiden Seiten hin öffnete. Das, was hinter der Wand sichtbar wurde verschlug allerdings auch Malfoy die Sprache. Es war wohl einer der luxeriösesten Gemeinschaftsräume in Hogwarts. Ein großer Mahagoni-Tisch in der Mitte mit Mahagoni-Stühlen, ein großer und gemütlicher Kamin mit einer Sessel-Ecke wobei die Sessel groß und bequem waren, weich gepolstert und mit Samt überzogen. Eine kleine Bibliothek befand sich in der anderen Ecke und es gab hier sogar einen flauschigen Teppich. Hermione war geradezu begeistert als sie die Bibliothek entdeckte.

Sie wollte sich eigentlich sofort auf die Bücher stürzen aber blieb stehen als sie in Dracos Gesicht sah. Er betrachtete sie nämlich mit einem Ausdruck als ob sie von einem anderen Stern käme. Also beherrschte sie sich und schnauzte ihn stattdessen an : '' Was glotzt du so dämlich Malfoy ? '' Danach stolzierte sie an ihm vorbei in den Gemeinschaftsraum. Draco verdrehte genervt die Augen. Und mit 'der' wollte er nun herumforschen? Aber er wusste das sie nun mal am nächsten stand zu Potter. Und ausserdem würde sie bestimmt auch das Geheimnis lüften wollen, nur um Harry zu helfen natürlich. Draco grinste, er konnte sich ein Kommentar überhaupt nicht verkneifen, nein er musste etwas antworten... '' Nun, ich glotze, weil ich halt noch nie ein dämlicheres Schlammblut wie dich gesehen habe, und schon gar nicht eins, das beim Anblick von Büchern so ausflippt, als ob es einen Heiratsantrag bekommen hätte. '' Hermione drehte sich um und funkelte Draco an. ''Ach ja, und wie, meinst du hast du ausgesehen, als sich die Wand geöffnet hat? '' ''Wie denn '' fragte Draco höhnisch. '' Wie eine kleine, ekelhafte, verschleimte Kakerlake, die ihren letzten Blick auf meine Schuhsohle werfen konnte, bevor ich sie zertreten habe. '' Und damit verschwand Hermione in ihrem Schlafraum.

Draco blickte ihr hinterher,na toll dachte er, das hatte er wieder toll hingekriegt. Dabei wollte er doch ihre Hilfe haben. Erst jetzt bemerkte er, das er immer noch am Eingang stand und noch nicht einmal in den Gemeinschaftsraum eingetreten war. Also begab er sich seufzend hinein und die Tür schloss sich endlich. Unschlüssig schaute er sich um, bis 15:00 Uhr hatte er Zeit, also konnte er sich ein wenig hinlegen. Draco öffnete die Tür zu seinem Schlafraum. Der Raum war in den Slytherin-Farben eingerichtet aber wirkte dennoch hell -und auch viel freundlicher als die Kerker- wie er feststellte. Er bemerkte eine große schwarze Tür, ebenfalls aus Mahagoni, und öffnete sie. Sie führte ins Badezimmer. Draco war verblüfft. Es war wirklich ein absoluter Luxus hier im Badezimmer. Er bemerkte eine zweite Tür an der gegenüberliegenden Wand. '' Muss wohl das Ankleidezimmer sein '' murmelte er leise und öffnete sie.

Aber es war kein Ankleideraum. Nein, es war Hermiones Zimmer.

Diese lag auf dem Bett und rührte sich nicht. '' Oh ... entschuldigung... ich ..ähm..ähm...'' Draco verstummte. Hermione hatte sich nicht einmal umgedreht. '' Es tut mir leid '' sagte er laut . Als sie wieder nichts sagte ging er einfach zu ihr und merkte erst jetzt, das sie schlief. '' Mensch, Granger wie kann denn so schnell einschlafen. '' murmelte er und begab sich wieder zurück in sein Zimmer.

Er überlegte wie er am besten vorging um das Geheimnis zu lüften. Er könnte Snape belauschen, aber auch nicht ohne bemerkt zu werden. Wieder sah er nur eine Möglichkeit. Er musste Granger um Rat fragen, was dann auch bedeutete, das er sich mit ihr freundlich abgeben musste. Obwohl er war sich sicher, das sie Harry helfen wollen würde. Und es fiel ihm erst jetzt auf, das er selbst, Harry und Salena helfen wollte. Wieder seufzte er und dachte an letzte Nacht, Harry- der wie ein Häufchen Elend dagesessen hatte, Salena- die wie eine lebende Tote im Krankenbett lag... aber er würde etwas unternehmen, ja das würde er machen, er wusste auch schon wie.

Wohl oder übel musste er wieder in Hermiones Zimmer. Deshalb benutzte er den Weg durchs Badezimmer. Er atmete nochmal tief durch bevor er die Tür öffnete und ihr Zimmer betrat.