Titel:
Airplane! – Über den Wolken
Autor:
LilyPrincess
Übersetzerin:
etuaip
Altersbeschränkung:T
Wörter: 10.243
Kapitel:
7/17
Genre:
Romanze
Hauptcharakter:
Lily Evans, James Potter, die restlichen Marauder
Pairings:LE/JP
Inhaltsangabe:Nachdem sie wegen einer
dummen Muggelpanne das Konzert des Jahres verpasst hat, nimmt Lily
Evans den Flug nach Chicago, bereit ein paar Wochen mit ihrem Vater
zu verbringen. Der Flug dorthin aber, erweist sich als besser als das
verpasste Konzert, denn dort trifft sie einen attraktiven
Unbekannten, der vielleicht gar nicht so „unbekannt"
ist…
Anmerkungen:AU, Übersetzung
Kapitel 7 – Die sechste Stunde
Meine Hand lag unbeweglich in meinem Schoß, während ich ihn einfach nur anstarrte. Das Grinsen des Kerls wackelte nicht, trotz meines Fehlens an Entgegenkommen. Kontaktfreudig schüttelte er dennoch fest meine Hand. Er sah amüsiert aus, als meine Augen sich auf sein Gesicht klebten. Mein Mund stand weit offen, mein Kinn berührte fast meine Brust.
Endlich erwachte ich wieder aus meiner Trance – naja, der Kerl hatte mich aus meiner Trance geholt indem er seinen Muggelkaugummi buchstäblich platzen ließ. Blinzelnd um meine trockenen Augen zu befeuchten, schüttelte ich leicht meinen Kopf. „Bist du in Ordnung, Liebling?", fragte er mich, seine Lippen hoben sich auf einer Seite zu einem halben Lächeln.
„Das ist...", krächzte ich heiser bevor ich mich räusperte. Es wieder versuchend, bekam ich endlich heraus, „Das ist ein wirklich berühmter Name."
Ganz klar war das nicht die Reaktion, die er erwartete hatte, denn Sirius lachte nur und sagte, „Jep, ich denke, das ist er."
„Das ist ein toller Zufall.", machte ich weiter mit vor Erfurcht geweiteten Augen. „Sirius Black, der Sänger muss auch ungefähr im gleichen Alter wie du sein… der gleiche Name und das gleiche Alter… wow!"
Er hob eine Augenbraue und sagte, „Jep, es ist so ziemlich runter bis auf den gleichen Tag und die gleiche Zeit… bis zum letzten Sekundenbruchteil identisch." Er legte seinen Kopf leicht schräg und sagte wieder, nachsichtiger, „Ich bin Sirius Black, von Black Magic."
Mein Mund fiel wieder auf, meine Wangen brannten. „Keines verdammten Falls!"
Er grinste amüsiert und holte etwas aus seiner Tasche. Er zeigte mir eine Karte. Seinen Personalausweis… Sirius Black… geboren am 4. Mai (Sirius Blacks von Black Magic Geburtstag). Augen…. Seine Augen waren blau!
„Deine Augen sind blau!", rief ich und drehte mich auf meinem Stuhl, um einen besseren Blick auf den Ausweis zu erhaschen. „Sirius Blacks Augen sind blau!"
Sirius riss die Augen auf als er seine Hand vor meinen Mund hielt und psst machte. Glücklicherweise hatte niemand meinen Ausbruch gehört, da ich einen ziemlich leeren Warteraum ausgesucht hatte. Sobald ich leise war, aber immer noch intensiv auf den Ausweis starrte, nahm er seine Hand weg.
„Also.", sagte er, als es klar war, dass ich nichts sagen würde.
„Kann ich das haben?", rutschte es mir heraus als meine Finger leicht den Personalausweis berührten.
„Was?", fragte er, leicht ulkig.
„Hey, ähm... Sam. Sam, wir gehen besser."
Ich sah zusammen mit Sirius auf, um den gleichen tollpatschigen Kerl mit den Sandfarbenen Haaren zu sehen, der auf dem Gang neben meiner Sitzreihe gestolpert war. Meine Finger lagen immer noch auf dem Personalausweis während ich ihn verwirrt ansah.
„Sam", begann ich, aber Sirius unterbrach mich.
„Es ist in Ordnung.", sagte er zu dem Kerl vor uns, „Ich hab ihr gerade gesagt, wer ich bin."
Der Kerl stockte und verlor einen Moment seine Fassung. Seine wunderschönen Augen sprangen praktisch aus ihren Höhlen, als er Sirius in einer offensichtlichen Mixtur von dunkler Vorahnung und Empörung anstarrte. Meine Hand ging langsam zurück in meinen Schoß als ich den Kerl mit den sandfarbenen Haaren inspizierte. Seine Hände waren leblos an seinen Seiten herab gefallen und zu Fäusten geballt. Er versuchte offensichtlich seine Fassung wiederzufinden.
Sirius Black hatte ein unglaublich großartiges Lächeln auf einem Gesicht. Von der gedemütigten Reaktion des Mannes blieb er komplett unberührt.
„Du... du hast deine Identität preisgegeben, bist du verrückt?", sagte der Kerl so schnell, dass es fast unmöglich zu interpretieren war. Sirius lehnte sich einfach in seinem Sitz zurück, ruhig und ganz cool. Mein Herz übersprang einen Takt.
Bevor der berühmte Sänger sich nachlässig verteidigen konnte, sagte ich, „Oh, oh, ich werde es niemandem sagen, ich schwöre.", das Versprechen war total albern und voller Aufrichtigkeit. Der Kerl mit den sandfarbenen Haaren sah mich das erste Mal seit Sirius' Geständnis an.
Ich stieß ein aufgeregtes, überglückliches Giggeln aus, stand auf und verschränkt meine Arme mit dem sehr zerknitterten Magazin vor meiner Brust. „Bist du eins der Bandmitglieder? Nein, nein... sag es mir nicht. Lass mich raten.", sagte ich schnell und sehr leise. Ich hatte genug Verstand das nicht rauszuschreien, damit nicht noch mehr ihrer Fans die Unterhaltung hörten und ihre Aufmerksamkeit von mir weg stahlen. „Du bist Peter Pettigrew, nicht wahr?"
Für einen Moment nahm das Gesicht des Kerls einen skandalösen Gesichtsausdruck an. Ich entschied das als ein ‚nein' aufzufassen. „James?", fragte ich weiter, ging einen Schritt näher. Schnell verbesserte ich mich und ging den gleichen Schritt wieder zurück, wissend, dass er vermutlich niemanden mögen würde, der wie ein Stalker aussah. „Remus?"
„Nein.", rief er und wurde wieder aufgeregt. Sirius, der immer noch faul in seinem Sitz rumlungerte lächelte nur lässig, sehr amüsiert. „Nein, ich bin einer von Sirius' Bodyguards."
Ich hob eine Augenbraue. „Bodyguard?" Sollten Leibwächter nicht... naja eben nicht tollpatschig sein? „Bist du nicht der Mann der ... naja, du bist nicht gerade... graziös.", bekam ich endlich heraus, in dem Versuch nicht unhöflich zu klingen.
„Wächter müssen nicht graziös sein. Nur stark.", sagte er schnell. „Und...", er sah aus als dämmerte ihm etwas, „dieses kleine Stolpern neben deinem Sitz... das war nur ein Teil meiner Verkleidung."
„Das ist nichts, was ich einen 'Teil' nennen würde, Re-"
„Remus, hast du irgendwo James gesehen?", brach ein anderer Kerl Sirius ab als er mit seinem Gepäck ankam.
Ich riss meine Augen weiter auf, als Remus Augen es vor ein paar Momenten gewesen waren. „Also du bist Remus Lupin!", sagte ich und schmiss mir schnell meine Hand vor den Mund, genau zu der Zeit als drei Männer eine Bewegung vorwärts machten, um meinen Mund zu bedecken. Als sie zurück in ihre ursprünglichen Positionen gingen, hatte jeder der drei einen anderen Gesichtsausdruck. Sirius den gleichen ruhigen und amüsierten Blick. Remus einen entsetzten. Und der Neuankömmling, besorgt und nervös. Vielleicht hatte er mich nicht dort stehen sehen... ein Fan mit offenen Ohren und fast einer Besessenheit mit ihrer Band.
„Ja, ja, in Ordnung, ich bin Remus Lupin.", sagte er in einem eiligen Wispern, sah sich panisch in Angst um, ob irgendjemand diesen kleinen Austausch gehört hatte.
„Sprich leiser, Lily.", sagte Sirius lässig. Ich sah zurück zu ihm. 'Lily' ... Sirius Black hatte gerade meinen Namen gesagt.
„Wa...", sagte ich atemlos, sah die drei an, mein Gesicht wurde blass als da ganze Effekt der Ereignisse mich eilig überkam. Ich ging rüber zu dem neusten Mitglied unserer kleinen Unterhaltung, der einen akzeptablen Abstand und sein Gepäck eng bei sich hielt nachdem er ein wenig gequiekt hatte. „Dann bist du James Potter oder Peter Pettigrew?", fragte ich und biss mir aufgeregt auf die Lippe.
„Peter Pettigrew", erwiderte er sehr viel einfacher als Remus und sah die anderen zwei Bandmitglieder Bestätigungsheißend an. Remus zuckte nur mit den Schultern und blickte Sirius immer noch böse an, der Peter ansah und grinsend nickte.
„Ihr rockt!", machte ich ein Kompliment und fuhr mir durch die Haare. Ich drehte mich um und sah zurück zu Sirius und Remus und fuhr fort, „Ihr alle rockt, verdammt noch mal!"
Remus nickte und setzte sich nahe dem großen Fenster, dass das Flugzeug einrahmte, in dem wir höchstwahrscheinlich alle vor einer Stunde gewesen waren. Die grauen Wolken bedeckten uns alle, erlaubten niemanden Schatten um gegen den anderen hervorzustehen – denn alles um den Horizont war ein großer Schatten.
„Wieso hast du dich vorgestellt?", platzte es mir heraus, als ich zurück zu meinem Sitzplatz neben Sirius ging. Ich starrte ihn an, als wäre er ein griechischer Gott, darauf wartend, dass er mir einen Befehl gab. Ich konnte nicht glauben, dass ich hier war… und mit Black Magic minus einem sprach.
„Das ist etwas, auf das dein hübscher kleiner Kopf zu wissen warten muss, Liebling.", antwortete Sirius, nahm seinen Zeigefinger und tippte mir neckend auf die Nase.
Remus verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf. Er murmelte etwas, bei dem ich meine Ohren anstrengen musste um es zu hören. „Verdammter Aufreißer."
„Weiß einer von euch wo Prongs ist?", fragte Peter und wurde ungeduldig. Er ließ sein Gepäck müde auf den Boden fallen. „Und wo ist der Minister mit unserer Fahrgelegenheit?"
„Nein, wir wissen nicht wo James ist, Peter.", sagte Remus brummig und spitz. „Vielleicht wartete James neben dem Eingang auf die Limousine."
Peter sah einen Moment kleinlaut aus und nahm einen Stuhl ein paar Sitze weg von mir und Sirius. Ich lehnte mich vor um Black Magics Pianist anzustarren, der seufzte und seinen Kopf in seine Hände legte. Er war von der Verzögerung offensichtlich genauso genervt wie der Rest von uns.
Ich lehnte mich wieder zurück und sah für einen Moment rüber zu Remus, nahm jedes bisschen seiner Erscheinung auf. Er schien unruhig zu sein… naja, ich schätze das war verständlich. Ich kann mir vorstellen, dass die vier der Gruppe normalerweise nicht viele Verehrer mit sich sprechen lassen – ebenso wenig ihre Identitäten einem in ihrer Perspektive tief begeistertet Teenager Mädchen eröffnen.
Als ich mich Sirius zuwandte bemerkte ich, dass seine Augen mich nicht verlassen hatten, seit ich sie zuerst inspiziert hatte und errötete. Sein Gesichtsausdruck hielt keine Lust oder sogar Verlockung. Er starrte mich an, als wäre ich ein unbezahlbares Bild das beschützerisch von einer doppelschichtigen Glasscheibe bedeckt würde. Er schien fast amüsiert.
„Ihr seid alle sehr attraktiv... diese Verzauberungen passen nicht zu euch.", sagte ich vorlaut, ohne Scham solche Komplimente zu vergeben. Ehrlich, wie oft passierte eine Situation wie diese jemandem durchschnittlichen wie mir? Ich konnte meine Chance nicht so diskret, wie ich es in Hogwarts gewesen war, vorbeigehen lassen.
Remus drehte sich tatsächlich vom aus dem Fenster starren mir zu. Ein schwaches Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Danke.", sagte er amüsiert.
Ich grinste und zog meine Beine an, so dass mein Kinn bequem auf meinen Knien lag. Remus drehte seinen Körper in seinem Sitz herum, so dass er jetzt den Rest von uns in der leeren Umgebung ansah. Er lehnte sich vor um an mir vorbei zu Sirius zu sehen. „Weiß James das du das getan hast, Sirius? Ich denke nicht, dass er darüber glücklich wäre."
Sirius zuckte mit den Schultern und nahm mir langsam das Magazin aus den Händen. Ich sag wortlos zu, wie Sirius begann es durchzublättern und sehr eifrig auf die Artikel über die Band zu blicken.
Sirius' fehlende Aufmerksamkeit hatte Remus leicht genervt, denn ein paar Momente nachdem der Sänger zu lesen begonnen hatte, sagte Remus ein wenig verlangender, „Sirius?"
Das kleine Schnippen des Seiten-Umdrehens klang in meinen Ohren als Sirius leicht lachte und endlich antwortete, „Nein, Remus, James weiß es nicht. Ich bin sicher, es wird ihn nicht stören."
Remus schnaubte und verschränkte mürrisch seine Arme. „Er ist immer so.", murmelte er mir zu. Ich sah rüber, meine Augen glitzerten aufgeregt. Es war als ob ich einmal mehr nach Jahren und Jahren der Verbannung wieder Einlass in den Garten von Eden hatte.
„Ist er das wirklich?", fragte ich, eifrig diese Unterhaltung fortzuführen. Meine Enkelkinder würden ganz sicher ein paar interessante Geschichten in der Art zu hören kriegen. Viele Geschichten die in der kurzen Zeitspanne eines Tages geschehen waren.
„Yeah.", murmelte Remus und verdrehte die Augen. „Seit Hogwarts ist er dieses verräterische kleine-"
„Ihr wart in Hogwarts?!", rief ich und senkte schnell meine Stimme bei den nervösen Bewegungen, die die drei machten, um mich still zu halten. „Sorry.", wisperte ich entschuldigend. Ich gab ihnen ein kleinlautes Lächeln. Mit meinen beiden Händen auf meinen Wangen um mein erröten zu verbergen, sagte ich viel leiser, „Ich war auch in Hogwarts."
Aus irgendeinem Grund schien Remus nicht einmal entfernt geschockt dabei. „Das hab ich mir schon gedacht.", sagte er grinsend. Und in dem Moment hörte ich ihn tatsächlich lachen. Ich starrte ihn fragend an.
„Ist es so offensichtlich?", fragte ich, mich fragend ob mein Zauberstab irgendwie aus seinem Versteck gekommen war.
„Irgendwie", sagte er, zeigte auf Sirius' Hände, „das Magazin ist schließlich magisch."
„Oh, richtig.", sagte ich und blickte auf es. Als ich Remus wieder ansah, sagte ich grinsend, „Es mag zwar unglaublich traurig klingen, aber ich denke, ich habe ungefähr jeden Artikel über eure Band gelesen."
„Also bist du wirklich ein großer Fan.", sagte Remus mit einem schiefen Grinsen.
„Das bin ich wirklich", antwortete ich nickend.
„Das ist abgefahren.", sagte er aufrichtig, „Ich meine, es ist nett mit einem Fan zu reden."
„Ich dachte Fans sind der Grund wieso ihr euch verkleidet.", sagte ich und faltete meine Beine unter meinem Körper um ein wenig bequemer zu sitzen.
„Oh, yeah. Das ist richtig.", stimmte Remus zu, „Aber, von Zeit zu Zeit ist es einfach nett mit einem von Anblick zu Anblick zu reden… du bist eigentlich der erste mit dem wir alle je ohne unsere Verkleidung und Zauber geredet haben – naja, wenn man unsere Eltern und James' kleine Schwester nicht mitzählt."
„Weißt du, du hast wirklich hübsche Augen.", sagte ich beiläufig. Bei seinem verwirrten Gesichtsausdruck sagte ich schnell, „Es tut mir wirklich Leid, dass ich so irre klinge… es ist nur… ihr seid Black Magic, weißt du. Ich mag nie wieder mit euch reden können. Ich wollte immer wissen, was eure Augenfarben sind. Genauer gesagt habe ich meinem Nachbarn auf dem Flug gerade eben das gleiche gesagt. Ironisch, nicht wahr? Vor nicht einmal fünf Stunden dachte ich, ich würde nie die Chance bekommen, zu wissen wie eure Augenfarben sind."
„Lily?", erklang eine bekannte Stimme von hinter mir.
Ich drehte mich glücklich um. Nichts konnte meine gute Laune in dem Moment verderben. Genauer gesagt sobald ich mich umdrehte, verdoppelte sich meine Freude.
„Hi, Jim.", grüßte ich ihn und winkte.
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