Huhu!
So, nach drei Monaten bin ich auch mal wieder mit einem neuen Chap da.
Was ich zu meiner Entschuldigung zu sagen habe? Ehrlich gesagt nicht viel, die letzten Monate waren extrem stressig für mich... und in der wenigen freien Zeit konnte ich mich auch nicht immer aufraffen ernsthaft weiter zu schreiben. Allerdings habe ich ja geschrieben, dass ich nicht aufhören werde und so ist es auch. ) Ganz zufrieden bin ich mit dem Chap auch nicht, wie in letzter Zeit öfters, ich hoffe auf eure Rückmeldung.

Vielen Dank an alle Reviewer!

Lady Reanna: Danke, ich glaub ich habs verbessert. ) Ja, hier gehts schon ein bisschen schneller wie im richtigen Leben zu, würde es nicht, würde die Story wahrscheinlich auch ein bisschen langweilig werden. Danke für dein Kommi!

Lilith: Merci für dein Review! Freut mich, dass es dir gefallen hat!

Draco 1990: Meine auf-2-Seiten-Reviewerin. freu Danke für dein Kommi!

garfieldsg08: Freut mich, dass es dir gefallen hat! Ja, Snape taucht auch mal gern unvorhersehbar auf. g Thanks für dein Kommi.

Tristesse: Ja, Snape ist immer für eine Überraschung gut. Hoffe es gefällt dir weiterhin. Merci für dein Kommi!

Hidden Depth: besorgt-guck Ich hoff er packts einigermaßen. g Danke für dein Review!

Reiko-Yamaoka: Genau, der allseits beliebte Severus Snape ist zu Besuch. Bin gespannt, wie dus findest. Vielen Dank für dein Review! LG

Nemea: Merci für dein Kommi! Naja, vielleicht ist es nicht immer so ausschalggebend, was Snape will und was nicht. g Viel Spaß!

santander: Ja, ich mag fiese Gliffs irgendwie g. Thanks für dein Kommi! Greetz

yeza: Freut mich total, dass du es lustig fandest. Nun, wir werden sehen, wie es den beiden Schnuckis mit Snape ergeht. Danke für dein Review!

Und nun wünsche ich viel Spaß!

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Kapitel 6: Hurra, der Lehrer ist da!

Einen Moment lang starrten sich Harry und Draco noch total perplex an, als auch schon die Tür aufging und eine strahlende Manuela und kurz dahinter ein griesgrämiger Snape das Zimmer betraten.

Während Manuela irgendetwas über den Kurs mit ihrer hohen, nervtötenden Stimme auf Snape einzwitscherte, blieb dieser auf einmal wie erstarrt an der Schwelle stehen, als sein Blick auf das eine Bett und die Beiden darauf fiel.

Harry rutschte das Herz in die Hose, seine Augen waren nicht minder schreckgeweitet, als Dracos. Was mussten sie nur für ein Bild abgeben! Beide mit erhitzten Gesichtern und ein bisschen außer Atem auf den Betten hockend….und dann auch noch ohne Oberteil. Scheiße! Wie konnte das auch noch passieren? Musste Snape natürlich gerade jetzt hier auftauchen, um seinen 'Besuch' abzustatten? Und natürlich war es schlicht unmöglich nichts zu bemerken.

Snapes erst geschocktes und dann grimmiges Mienenspiel wurde auf einmal wieder ausdruckslos, als er sich betont höflich an Manuela wandte und sie bat, ihn und die zwei Schüler doch mal ein bisschen allein zu lassen.

Mir einem „Aber sicher, Sie haben sich bestimmt total viel zu erzählen." und einem übertrieben freundlichen Lächeln in Richtung Harry und Draco war sie auch schon wieder zur Tür hinaus geflattert. Diese Person war einfach nur unglaublich nervig!

Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, taxierte Snape plötzlich seine beiden Schützlinge, die immer noch erschrocken auf dem Bett saßen und sich noch nicht von der Stelle gerührt hatten. Langsam schritt er ein bisschen näher an das Bett heran, und streifte Harrys Hemd, das etwas ramponiert aussah und achtlos irgendwo auf dem Boden lag mit einem flüchtigen Blick.

„Nun, meine Herren, wären Sie wohl so freundlich mir zu erklären, was das bitteschön zu bedeuten sollte?"

Draco und Harry wechselten einen Blick. Keiner wusste, was sie jetzt auf die Frage des Lehrers antworten sollten. Verdammt, sie saßen jetzt wirklich tief in der Scheiße.

Schließlich erhob Draco seine leicht zitternde Stimme: „Nun….Professor, ich weiß nicht genau, wie….."

„Ach, Sie wissen nicht genau, wie sie das erklären sollen, Mister Malfoy?", Snapes schwarze Augen funkelten gefährlich, „Ihnen beiden wird wohl klar sein, dass dieser Vorfall ernste Folgen für Sie haben könnte!"

Harry und Draco schluckte synchron. Anscheinend saßen sie noch tiefer drin, wie gedacht, wenn Snape schon von 'ernsten Folgen' redete.

Nun, was sollten sie jetzt dazu sagen?

Zaghaft erhob Harry seine Stimme: Nun…..es wird nicht wieder vorkommen…..Professor?"

Snape bedachte ihn mit einem stechenden Blick: „Das gilt wohl als selbstverständlich. Ihnen wird aber klar sein, dass ich natürlich Professor Dumbledore von diesem Vorfall werde berichten müssen."

Draco ließ ein leises, ersticktes Keuchen hören. Dumbledore Bericht erstatten? Nicht ernsthaft oder?

Snape fuhr unbeirrt fort: „Schließlich haben Sie gegen seine ausdrücklichen Worte, dass er keinerlei Handgreiflichkeiten jeglicher Art mehr zwischen Ihnen sehen möchte, gehandelt. Die letzten Jahre waren doch wohl für alle Beteiligten durch Ihre ewigen Streitereien stressig genug!"

Harry warf Draco einen schnellen Blick puren Unglaubens zu und setzte dann an: „Aber Professor, wir haben überhaupt n…."

Snape ließ tatsächlich ein entfernt an ein Lachen erinnerndes Schnauben hören. „Verkaufen Sie mich nicht als kompletten Idioten, Potter!", bellte er dann, „Woher sollte denn zum Beispiel dieses rote Mal da an ihrer Brust kommen? Das stammt ja wohl eindeutig von einer Rauferei!"

Perplex schaute Harry an sich hinab und entdeckte tatsächlich einen ziemlich großen Knutschfleck auf seiner Brust.

Als Draco ihn plötzlich unauffällig in die Seite stupste, murmelte Harry dann irgendetwas von übersehen, was Snape zufrieden zu stellen schien und ihn in seiner Ansicht, dass eine kleine Schlägerei zwischen den beiden 'Feinden' stattgefunden hatte, bestätigte.

Schließlich wies er sie an einmal über seine und Dumbledores Worte gut nachzudenken und forderte sie auf in einer halben Stunde in den Aufenthaltsraum zu kommen.

Mit einem letzten Blick zu den beiden Schülern und einem „Und Potter: bringen Sie verdammt noch mal Ihr Hemd wieder in Ordnung!" verließ er schließlich den Raum.

Draco und Harry sahen sich noch einen Moment perplex an und brachen, als sie sicher sein konnten, dass Snape nicht mehr in der Nähe war, in unkontrolliertes Lachen aus.

„Keinerlei Handgreiflichkeiten jeglicher Art…...", japste Draco zwischen zwei Lachanfällen, während sich Harry schon auf dem Bett rumkugelte und sich den Bauch hielt.

„Scheiße, und ich hab echt noch Schiss gekriegt, wo er gemeint hat von wegen so zu Dumbledore gehen und Bericht erstatten", bemerkte Harry dann leicht atemlos vom vielen Lachen.

Draco konnte nur zustimmend nicken.

Plötzlich wurden beide etwas verlegen. Das war das erste Mal, dass sie beide über etwas richtig lachten und zwar nicht sich gegenseitig auslachten, sondern wirklich miteinander über etwas lachten. Und dann auch noch über Snape.

'Diese Welt ist vollkommen verrückt geworden', dachte Harry nur noch kurz bei sich, bevor er sich kopfschüttelnd erhob und sein Hemd vom Boden auflas, worauf er bemerkte, dass es tatsächlich einen winzigen Riss vorwies, den er mit einem Schlenker seines Zauberstabs wieder reparierte.

Schnell zog er sich es über, bevor er kurz im Bad verschwand um sich sein inzwischen wieder halbwegs abgekühltes Gesicht kurz zu waschen.

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Zur verabredeten Zeit standen Draco und Harry dann wieder brav angezogen und mit unschuldigen Gesichtern vorm Aufenthaltsraum, den sie auch gleich betraten und fanden einen ziemlich genervten Snape vor, der zwischen Sebastian und einem anderen Teamer namens Michael eingekeilt saß und sich einen scheinbar endlosen Vortrag darüber anhören musste, wie viele Leute doch heutzutage die Arbeit eines ehrenamtlicher Gruppenleiter einfach nicht mehr zu schätzen wussten.

Snape bemerkte die beiden aber sofort, als sie eintraten und er begab sich nach einer kühlen Entschuldigung sofort in ihre Richtung und ließ sich dann bei einer Sitzgruppe nieder, während sich Harry und Draco ihm gegenüber hinsetzten.

Snapes Gesicht war wieder eine ausdruckslose Maske, wie man es von dem gefürchteten Zaubertränkeprofessor kannte und nichts deutete, auf den Vorfall eine halbe Stunde zuvor hin.

„Nun, wie Sie wissen ist das lediglich ein kleiner Kontrollbesuch, um fest zu stellen, ob bei den Schülern alles in Ordnung ist. Existieren irgendwelche nennenswerte Probleme oder ähnliches, die sie mir vielleicht mitteilen sollten?"

Die beiden Hogwartsschüler schüttelten synchron den Kopf.

„Nun gut. Ich denke, die restlichen 4 Tage werden sie wohl noch mit 'Anstand' hinter sich bringen können, nicht wahr?", setzte Snape kühl hinzu, wobei es auf Harry und Draco eher wie eine versteckte Drohung wirkte.

„Ich werde dann wieder abreisen und erwarte, dass Sie am Freitag um 9 Uhr fertig zur Abreise auf dem Hof stehen. Denken Sie bloß nicht, dass ich dieses Irrenhaus noch einmal freiwillig betrete."

Harry war leicht verblüfft. Snape bezeichnete es, zweifellos zu Recht, als Irrenhaus. Das kam ja schon fast einer Mitleidsbekundung gleich. Naja, fast. Wahrscheinlich sagte er das auch nur, weil Draco nun mal sein kleiner Lieblingsschüler war, wegen Harry mit Sicherheit nicht.

Snape erhob sich und steuerte gerade auf die Tür zu, als Sebastian ihm hinterher rief: „Mister Snape? Sie wollen uns doch nicht schon wieder verlassen oder? Aber nein, Sie brauchen doch nicht zu denken, dass Sie uns stören, im Gegenteil. Sie können sich doch gern ein umfangreiches Bild unserer Arbeit hier machen. In wenigen Minuten findet die Praxisstunde statt, nehmen Sie doch einfach teil."

Snape setzte gerade zu einer abweisenden Antwort an, als auch Manuela in die Sache eingriff: „Nun zieren Sie sich doch nicht so, wir beißen auch nicht."

Harry und Draco warfen sich einen Blick zu. Oh nein, das war nicht gut. Sie sahen, wie Snapes Gesicht im wahrsten Sinne des Wortes versteinerte. Definitiv nicht gut. Diese dumme Muggel meinte das zwar als Witz, aber sie schien noch nicht begriffen zu haben, dass man nicht mit Severus Snape scherzte.

Dieser richtete nun seine Aufmerksamkeit auf Manuela und gab lediglich ein frostiges „Nun gut." zurück, wobei der gefriertruhenmäßige Ton diese jetzt doch leicht verunsicherte.

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Ein paar Minuten später ertönte auch schon der Jingle und alle Teilnehmer einschließlich Teamer und Professor Snape strömten in das Versammlungszimmer.

„Also", verkündete Manuela mit einem übertrieben strahlenden Gesichtsausdruck.

Harry seufzte genervt. Diese Frau ging ihm unglaublich auf die Nerven, er fragte sich, wieso diese eigentlich immer so ein affiges Getue drauf hatte. Dauernd meinte sie zu allen so übertrieben und falsch freundlich sein zu müssen, dass es einen wirklich ankotzen konnte.

Sie konnte wahrscheinlich sogar ganz nett sein, wenn sie dieses krampfhafte Bemühen, wie die freundliche Nachbarin rüber zu kommen und jeden einzelnen Fingerabdruck der Teilnehmer zu motivieren nicht gehabt hätte.

Merlin, diese Tante nervte einfach gewaltig.

„In unserer Praxisstunde heute werden wir etwas singen. Wir probieren heute mal ein paar Kinderlieder, zu denen es bestimmte Bewegungen gibt, die man werden bestimmten Stellen des Liedes machen muss. Ihr werdet sehen, das wird bestimmt lustig. Oh Mister Snape, kommen Sie doch bitte auch in unseren Kreis."

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Im Nachhinein war diese Praxisstunde doch nicht ganz so schlimm gewesen, wie einige andere zuvor, beschlossen Harry und Draco später stillschweigend übereinstimmend. Das lag wohl vor allem auch daran, dass ihr 'geliebter' Professor einen richtigen Einblick in ihre 'Arbeit' hier in der Ausbildung zum Gruppenleiter bekommen hatte und gezwungen gewesen war, die Einheit mit zu machen.

Auf die Gesichter der beiden Schüler schlich sich jedes Mal von neuem ein undefinierbares, breites Grinsen, als sie an die Praxisstunde zurück dachten.

Als erstens hatten sie „Ein kleines graues Eselchen…." gesungen. Das war sozusagen ein Muggel-Hardrock-Kinderlied, da bei den letzten Worten, nämlich i-a, geheadbangt werden musste.

Das alleine war schon zum Wegschmeißen vor lachen gewesen, sie hatten Snape vorher ja weder jemals singen gehört, alleine diese Vorstellung hätten sie schon für wahnsinnig erklärt, nein, sie hatten ihn ja auch noch nie beim Headbanging erlebt, wenn die schwarzen, kinnlangen Haare nur so herumflatterten.

Leider mussten sich Draco und Harry extremst beherrschen, da es, nach den Todesblicken, die Snape um sich geworfen hatte, nicht sehr bekömmlich für ihre Gesundheit gewesen wäre, wenn sie gelacht hätten.

Danach hatte sie „Ein kleiner Matrose" gesungen und die Bewegungen gemacht, was eigentlich recht ereignislos verlaufen war, wenn man die Tatsache, dass der Professor für Zaubertränke singend zwischen den ganzen Jugendlichen und ein paar irren Teamern einfach köstlich aussah.

So ging es noch eine ganze Weile weiter, bis die zwei Stunden Praxisstunde rum waren und sich ein inzwischen erschöpfter und auf dem absoluten Nullpunkt seiner Laune angekommener Snape schließlich endgültig verabschiedete und mit steifen Bewegungen das Haus verließ, um sich ein ruhiges Plätzchen zum Apparieren zu suchen.

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In der Pause vor dem Abendessen lag Harry indessen grübelnd auf seinem Bett und dachte zum ersten Mal darüber nach, wie es wohl sein würde, wenn sie in 4 Tagen wieder zurück nach Hogwarts gehen würden.

Irgendwie kam es ihm vor, als wären sie schon viel länger hier, als sie es in Wirklichkeit waren. Es war irgendwie verrückt, aber trotz allem, war der Kurs hier für Harry so etwas wie ein Stück 'andere Welt'. Hier war er, es war zwar nicht besonders toll vom Programm her, aber er war hier und brauchte sich um nichts Gedanken zu machen.

Er war hier, aber Hogwarts und seine ganzen Sorgen, die er dort hatte, die Hausaufgaben die er noch zu erledigen hatte, was er noch alles für dies und jenes lernen musste, das alles war in die Ferne gerückt.

Hier war wie ein kleiner Ruheort für ihn. Jemand hatte „Stopp!" gesagt und Harry brauchte sich hier keine Gedanken mehr über dieses ganze Zeug machen, auf jeden Fall für eine Zeit lang nicht und das war etwas sehr Wohltuendes für ihn.

Früher musste er immer mit Voldemort rechnen und hatte selbst bei den einfachen Sachen keine wirkliche Ruhe, weil er immer etwas unvorhersehbares, wie eine Begegnung mit diversen Todessern oder etwas ähnliches im Blick haben musste.

Und darüber hinaus musste er auch die alltäglichen Probleme, die das Schulleben so mit sich brachten, meistern und für seine Freunde musste er auch Zeit haben.

Jetzt hatte er endlich mal ein bisschen Ruhe und dass genoss Harry.

Allerdings waren ihm mit Snapes Besuch auch Hogwarts und alle damit in Verbindung stehenden Probleme und Verpflichtungen wieder näher gerückt und das stimmte ihn nachdenklich.

Immerhin war er ja immer noch mit Draco hier und ihre Beziehung hatte sich um einiges geändert. Harry fragte sich, ob sie immer noch anders wäre, wenn sie erst wieder auf Hogwarts waren oder ob das wieder in den alten Bahnen verlaufen würde.

Er wusste selbst nicht so genau, was er sich wünschte. Einerseits sehnte er den Alltag und die Streitereien mit Draco wieder herbei, weil ihn alles hier verwirrte und manchmal auch ein bisschen ängstigte, er wusste nicht, wie es enden sollte.

Andererseits wollte er auf keinen Fall, dass plötzlich alles wieder so war, wie es war, bevor sie hierher kamen. Er hatte Draco von vielen verschiedenen anderen Seiten kennen gelernt, als die, die Draco in Hogwarts immer zeigte. Und er wollte nicht, dass über diesen Seiten plötzlich wieder ein Mantel aus Feindschaft, Kälte und Arroganz lag. Er wollte nicht, dass der Draco, den er hier kennen gelernt hatte, sich plötzlich wieder in den Eisprinz Malfoy verwandelte.

‚Oh Harry, warum weißt du eigentlich selbst nie, was du willst?', fragte er sich selbst leise seufzend, bevor er seine Überlegungen wieder aufnahm.

Was würde er wohl tun, wenn auf Hogwarts wieder alles beim Alten war? Er hatte keine Ahnung, wie so oft. Wahrscheinlich würde es ihn schon verletzen, irgendwie waren Draco und er ja schon so etwas Ähnliches wie Freunde geworden, hier.

Naja, dann gab es ja auch noch diesen Deal. Obwohl, der würde sich wahrscheinlich auflösen, sobald sie zurück waren.

Harry horchte in sich hinein, aber er fand nur Leere. Was empfand er für Draco?

Er seufzte abermals leise und spürte dann plötzlich, wie sich das Bett senkte und sich ein warmer Körper neben seinen legte.

„Hey, kleiner Löwe, was wälzt du wieder für schwerwiegende Gedanken?", neckte Draco ihn gutmütig.

Harry schüttelte leicht den Kopf. Draco und gutmütig, wenn Ron das hören würde, er würde ihm glatt ein paar Heuler schicken und im St. Mungo einweisen lassen.

Nachdenklich richtete er seinen Blick auf Draco, der inzwischen eng an ihn geschmiegt auf dem Bauch lag und sich auf den Armen aufstütze, während er Harry einen prüfenden Blick zuwarf.

Diesem wurde dann erst mal richtig bewusst, dass er die letzte Minute nur Draco ganz in Gedanken angestarrt hatte und er schaute schnell Richtung Zimmerdecke.

Jetzt schaute Draco ihn aber erst recht prüfend an und fragte schließlich ungewöhnlich ernst: „Harry, was ist los?"

Harry warf ihm einen kurzen Blick zu. Einerseits wollte er ihm ja von seinen Befürchtungen bezüglich der Rückkehr und der Beziehung, in der sie dann zueinander stehen würden, erzählen, aber Draco war immer noch ein Slytherin, ein bisher für Harry nicht vertrauensvoller dazu. Er hatte Angst, dass Draco ihn einfach auslachen würde oder so etwas und außerdem wusste er auch nicht, ob er sich einfach dazu überwinden konnte, immerhin standen schon noch 5 Jahre engste Feindschaft zwischen ihnen.

Obwohl, konnte man im Moment noch behaupten, dass eine Feindschaft zwischen ihnen stehen würde?

Schließlich murmelte Harry ein „Es ist nichts Wichtiges." und fuhr fort die Decke einer genauen Musterung zu unterziehen.

Draco glaubte ihm jedoch kein Wort. Plötzlich machte er einen Satz, sodass er auf Harry drauf lag und pinnte dessen Arme neben dessen Kopf auf das Bett.

„Verdammt Harry, jetzt sag mir doch was los ist. Ich merke doch, dass dich etwas ziemlich bedrückt."

Draco hatte ein mulmiges Gefühl. Etwas stimmte mit Harry nicht, er machte sich ernsthaft Sorgen, was er selbst nicht so ganz glauben konnte und er hatte das unbestimmte Gefühl, dass Harrys Zustand etwas mit ihm oder besser gesagt mit ihnen beiden zu tun hatte.

Forschend sah er Harry in die Augen, während dieser versuchte sich unter Draco heraus zu winden, was ihm aber nicht gelang.

Schließlich gab er auf und entspannte seine Muskeln, während er das angenehme Gewicht von Dracos Körper auf seinem spürte.

Harry seufzte.

„Okay, es ist etwas, aber ich will nicht darüber reden."

„Harry", antwortete Draco jetzt sanft, aber bestimmt, „Ich glaube aber, dass es auch etwas mit mir zu tun hat und deshalb möchte ich, dass du mir sagst, was es ist."

Harry schaute ihn einen Moment direkt an und merkte, dass Draco bestimmt nicht so leicht aufgeben würde.

Er drehte seinen Blick zu Seite und gestand schließlich zögerlich: „Okay. Ich hab mir Gedanken darüber gemacht, wie es sein wird, wenn wir am Freitag nach Hogwarts zurückkehren werden. Nicht nur darüber, wie es dann zwischen uns sein wird, aber auch darüber."

„Und zu was für einem Schluss bist du gekommen?", fragte Draco sanft nach.

Harry schaute ihn beinahe trotzig an: „Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich werden wir wohl alle wieder in unsere altbekannten Rollen zurück fallen und uns benehmen, wie zuvor auch."

Harry seufzte abermals und klang schließlich leicht resigniert: „Ich weiß es nicht."

Draco betrachtete Harry eine Weile in Gedanken versunken und antwortete dann: „Harry, du sollst mir das sagen, wenn du solche Befürchtungen hast. Du vertraust mir immer noch nicht ganz, nicht wahr? Hör zu, ich weiß wie ich die letzten Jahre vor allem auch dir gegenüber war. Aber ich brauche nicht mehr so zu sein, okay? Mein Vater ist sicher in Askaban und ich kann jetzt so sein, wie ich sein will. Und glaub bloß nicht, dass ich das nicht sein werde."

Harry beobachtete Draco ein paar Minuten lang abschätzend, bevor er schließlich zaghaft nickte, aber dann doch einwandte: „Aber eine Freundschaft oder etwas Derartiges zwischen Gryffindor und Slytherin hat seit hunderten von Jahren nicht mehr existiert."

Einen Moment hielt Harry unwillkürlich die Luft an, als ihm bewusst wurde, was er da gesagt hatte. 'Eine Freundschaft oder etwas Derartiges…', wie konnte er nur so einfach glauben, dass so etwas je zwischen ihnen existieren würde? Das, was bisher gelaufen war, war ja wohl aus reinen Spaß- und Vergnügungsabsichten, nichts, was ernst zu nehmen war.

Draco schien an Harry Mienenspiel ablesen zu können, was dieser in etwa dachte, er lächelte leicht und beugte sich dann langsam zu Harrys Gesicht hinunter, was diesen dazu brachte ihn immer noch mit leicht schreckgeweiteten Augen unsicher zu mustern.

Er hauchte Harry einen kleinen und zärtlichen Kuss auf den Mund und flüsterte dann unmittelbar an dessen Ohr: Wieso sollte es nicht wieder so sein?"

Tbc


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