Sie konnte nichts sehen. Das war das Erste was sie realisierte nachdem sie aufgewacht war. Langsam kamen ihr die Ger usche und Bewegungen rund um sie herum in den Sinn. Sie sp rte Arme die sie trugen und Jemanden der laut atmete. Es war ein Mann. War Jane etwa wieder zur ckgekommen? Aber warum sollte er sie tragen? Sie sp rte die K lte die sie umgab. Und warum sollte er sie Drau en herumtragen? Sie versuchte ihre Augen abermals zu ffnen, doch irgendetwas hinderte sie. Es war ein Tuch, welches um ihren Kopf gebunden war. Patrick? fl sterte sie verwundert. Doch sie bekam keine Antwort. P-...Patrick? fragte sie abermals, dieses mal etwas lauter. Wieder nichts. Sie griff nach dem Tuch, doch ihre H nde waren gefesselt. Krampfhaft versuchte sie sich daraus zu l sen, schaffte es aber nicht. Viel zu fest waren sie zugeknotet. Wer sind sie, verdammt noch mal? Lassen sie mich los! sie begann zu schreien und wand sich hin und her. Halt die Klappe! Oder willst du, dass ich dich gleich umbringe? Sofort verharrte sie in ihrer Bewegung. Hatte der Mann gerade gesagt, dass er sie umbringen w rde? Ein kalter Schauer lief ihr den R cken hinab und sie merkte, wie immer mehr Adrenalin in ihren K rper schoss. Wo bringen sie mich hin? Wirst du schon noch sehen. antwortete der Mann nur. Sie versuchte sich zu entspannen, doch sie wollte nichts mehr, als die ekelhaften Arme des Mannes los zu werden. Bilder schossen ihr in den Kopf. Bilder, die ihr zeigten, was er alles mit ihr anstellen k nnte. Abermals lief ihr ein Schauer den R cken hinunter. Sie sp rte das st ndige Auf und Ab seiner Schritte und den Atem, der ihr Gesicht traf. Er roch nach scharfem Pfefferminz. Es war ein unertr glicher Duft. Er trug sie weiter in Richtung 'Versteck'.

Eine halbe Stunde zuvor...

Sie war wieder eingeschlafen und lag noch immer an der selben Stelle, wo Jane zuvor gelegen hatte. Es war ein traumloser Schlaf, der ihr gut tat. Pl tzlich packte sie etwas und dr ckte ihr ein St ck Stoff auf den Mund. Sie atmete einen bei enden Geruch ein und musste w rgen. Er benebelte all ihre Sinne und sie konnte keinen Widerstand leisten, dass einzige was sie zu Stande brachte, war ein kleiner, aber lauter Schrei. Er war fast zu berh ren, niemand h tte ihn wahrgenommen und vor allem nicht um die Uhrzeit. Sie f hlte nichts mehr. Sie wusste nicht, ob sie berhaupt noch wach war. Sie war wach! Sie h rte Schritte. Ihre Augenlider zitterten und sie versuchte sie so lang wie m glich offen zu halten, doch sie konnte nichts sehen. Es war viel zu dunkel. Und im n chsten Moment war alles schwarz um sie herum. Nichts h tte sie daran ndern k nnen.

War das gerade ein Schrei? Patrick Jane lag in seinem Bett und musste daran denken, was Lisbon ihm erz hlt hatte. Doch immer wieder bermannten ihn die Gedanken an das Erwachen, welches er eine Stunde zuvor hatte. Es war ein sch nes Erwachen, wie sie auf seiner Brust lag und er seine Arme um sie herum hatte. Er musste leise Auflachen, als ihm wieder in den Sinn kam, wie fest er zugedr ckt hatte, doch er

konnte nicht anders. Er wollte sie eigentlich auch gar nicht los lassen. Er seufzte. Er hatte dieses warme Kribbeln in seiner Magengrube vermisst. Er wusste, dass er mit ihr ein neues Leben beginnen wollte, doch zuerst war Red John f llig. Er k nnte es nicht ertragen, wenn auch sie von ihm gehen w rde. Sie war seine Rettung als er am Abgrund lag. Sie war der Grund, warum er sich selbst nicht angetan hatte. W re er nie zum CBI gegangen, w rde er jetzt entweder nicht mehr unter den Lebenden weilen oder alleine in seinem alten Haus sitzen und in Selbsthass ertrinken. Sie gab ihm Halt. Schutz. W rme. Sie brachte ihn wieder zur ck ins Leben. Er konnte von Jahr zu Jahr sp ren, wie er wieder gl cklicher wurde. Auch wenn er ein Date mit Kristina Frye hatte, sie bedeute ihm nicht einmal die H lfte so viel wie Teresa. Warum war er dann nicht mit ihr ausgegangen? Was hatte er da blo getan? Wahrscheinlich war er etwas von ihren nicht vorhandenen 'F higkeiten' angetan. Er verdr ngte die Gedanken an die rothaarige Frau. Teresa. Abermals musste er l cheln, bis ihm wieder in den Sinn gekommen war, was er da eigentlich zuvor geh rt hatte. War da nicht ein Schrei? Wer w rde um die Uhrzeit schreien? Sofort sprang er von seinem Bett auf und rannte zu T r Nummer 8. Sie war offen. Er bekam keine Luft, seine Kehle schn rte sich zu. Ihm wurde schlagartig schlecht und er rannte weiter zu den anderen Zimmern des Teams.

Sie roch alte, abgestandene Luft die einen Hauch von Betonw nden enthielt. Man k nnte fast sagen, dass es nach einem alten Keller roch. Er setzte sie ab. Sie sp rte einen k hlen Boden unter ihren Beinen und sie begann vor K lte zu zittern obwohl ihr hei war. Ihr wei es Top und ihre kurze Hose brachten ihr nicht wirklich Schutz vor der K lte ein. Er nahm ihr das Tuch vom Kopf. Es war nie ein gutes Zeichen, wenn der T ter seinem Opfer die Sicht zur ck gab. Das hie , dass es ihm egal war, dass das Opfer ihn sehen konnte, was wiederum hie , dass der- oder diejenige sterben w rde. Zuerst sah sie nur verschwommene Bilder. Sie blinzelte immer wieder bis die Sicht klar wurde. Sie sa in einem kleinen Raum, welcher aus Beton bestand. Die W nde, die Decke, der Boden. Alles war aus Beton. Es waren einige nasse Flecken am Boden zu sehen. Die aufgehende Sonne schien durch ein kleines Fenster herein und spendete m ige Sicht. Vor ihr stand ein mittelgro er Mann der v llig in Schwarz gekleidet war. Er war muskul s, das konnte sie sofort sehen. Er hatte au erdem eine Narbe im Gesicht. An der rechten Wange. Er b ckte sich zu ihr hinunter und zog sich seine M tze vom Kopf. Braunes Haar. Also. Wenn du brav bist und das tust, was ich dir sage, passiert dir nichts. Wenn du dich jedoch wehrst, wirst du... er z ckte ein Jagdmesser aus einer seiner Hosentaschen Hiermit Bekanntschaft machen. Klar? Er f hrte es bedrohlich nah an ihr Gesicht. Es funkelte etwas und sie konnte ihr Gesicht sehen, welches sich in der Klinge widerspiegelte. Sie nickte nur. Auch wenn sie sich jetzt zahm gab, w rde sie dennoch um ihre Freiheit und um ihr Leben k mpfen. Der Mann wusste nicht, was ihm bl hen w rde, wenn sie erstmal eine Chance fand, sich zu wehren. Gut. Er strich ihr mit der Spitze der Klinge eine verirrte Str hne ihres schwarzen Haares aus dem Gesicht. Sie sp rte das Kratzen, welches die Spitze verursachte. Sie musste schlucken. Innerlich betete sie, dass er ihr nichts antat, doch sie wusste wer vor ihr stand. Und sie wusste, was er mit seinen Opfern anstellte. Sie war froh, dass Vergewaltigung nicht zu seinen Taten z hlte. Das w rde sie nicht verkraften. Seelisch und k rperlich. Er stand wieder auf und verschwand hinter einer schweren Eisent r.

Erleichterung machte sich in ihr breit, doch sie konnte noch immer ihr Blut in ihrem Kopf pochen h ren. Sie lehnte ihren Kopf zur ck an die Betonwand und versuchte sich selbst zu beruhigen.

Sie haben also einen Schrei geh rt, Jane? fragte Cho mit der selben Miene wie immer. Alle standen sie in der Lobby und waren alle samt kreide bleich. Ja! Wie oft denn noch? fuhr er ihn an. Okay. Haben sie sonst noch etwas gesehen oder geh rt? Nein. Zuerst dachte ich, dass ich ihn mir nur eingebildet habe, doch als ich hinausrannte stand ihre T r offen und sie war weg. Ich h tte...Ich h tte fr her hinauslaufen sollen! Verdammt! Er sp rte den Klos in seinem Hals. Er war unertr glich und er musste sich zusammenrei en, dass er nicht zu weinen begann. Nicht sie. Warum gerade sie? dachte er sich. Hey, sie wird bestimmt wieder auftauchen. wollte Van Pelt ihn beruhigen. So wie die anderen Opfer aufgetaucht sind? Sofort machte sie gro e Augen. Ihr kam gar nicht in den Sinn, dass es er sein k nnte. Lisbon hatte nie erw hnt, dass sie sich beobachtet f hlte. Sie meinen es war der Stalker? Wer denn sonst? Nur, weil wir gerade diese F lle bearbeiten, hei t das nicht, dass es unbedingt er sein muss. Ich bin mir aber sicher! Van Pelt wusste, dass er meistens richtig lag, was sie verunsicherte. Haben die Anderen schon was gefunden, Rigsby? fragte Cho. Der Angesprochene telefonierte gerade, doch er hatte keine erfreulichen Nachrichten. Ja, einige Augenzeugen, die gerade auf dem Weg zur Arbeit waren, sahen hier in der N he einen schwarzen Pickup der es ziemlich eilig hatte, aber ob er zu unserem Entf hrer geh rt wissen wir nicht. Cho nickte nur und wandte sich Van Pelt zu. Er bemerkte, dass er langsam die F hrung bernahm, doch es st rte keinen. Finden sie alles ber diesen Pickup heraus und suchen sie vor allem nach Videos von berwachungskameras. Wird schon erledigt. sagte sie und flitzte aus der Lobby um zum LAPD zu fahren. Rigsby? K mmer dich um Jane. Er sieht nicht gut aus. Er war etwas verwundert, doch er wusste, dass er selbst nichts machen konnte, was dem Team weiterhelfen w rde. Er nickte nur und n tigte Jane auf eines der Sofas. Cho z ckte sein Handy und rief Agent Lerrings an um ihn zu fragen, ob er schon etwas neues herausgefunden hatte.

Jane, ihr wird bestimmt nichts passieren. Sie sagen doch immer, dass man positiv denken soll. sagte Rigsby aufheiternd, doch auch er selbst hatte ein ungutes Gef hl bei der ganzen Sache. Das wissen sie doch nicht! Und in so einem Moment kann ich nicht positiv denken! Ter-...Lisbon ist irgendwo da drau en und braucht unsere Hilfe! fast h tte er sich versprochen. Wir helfen ihr doch schon so gut es geht. Beruhigen sie sich. Das ist aber nicht genug! Ich h tte fr her reagieren m ssen. Dann h tte ich sie retten k nnen. Ich h tte Alles verhindern k nnen und sie w re jetzt nicht in Gefahr! Und was, wenn er bewaffnet war? Was, wenn er sie selbst erschossen oder erstochen h tte? Dann h tten sie ihr gleich noch weniger geholfen. Pl tzlich wurde ihm klar, dass es keine gute Idee war Das zu erw hnen, denn im selben Moment weiteten sich Janes Augen. Er Atmete nicht mehr, er Keuchte schon fast. Fast sah es so aus, als w rde er Hyperventilieren. Jane, wir werden sie finden. Keine Sorge. Es wird alles gut. Jane nickte nur und versuchte seinen Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Es war bereits ein ganzer Tag vergangen und die Sonne war schon wieder dabei unter zu gehen. Ihr

Magen knurrte. Wieder und wieder. Sie hatte schon seid etlichen Stunden nichts mehr gegessen. Sehr zu ihrer Verwunderung kam der Mann den ganzen Tag nicht in den Raum. Ab und an h rte sie Ger usche vor der T r, doch nie hatte er sie ge ffnet. Sie fragte sich, ob sie jetzt Tage lang hier sitzen w rde. Ohne Essen. Ohne Trinken. Nein, das w rde sie nicht berleben. Schon gar nicht bei dieser K lte. Am Tag war der Raum warm und stickig, doch je sp ter es wurde, desto mehr wich die W rme. Alles schmerzte ihr, aber am meisten der Magen. Hallo? schrie sie dann doch, obwohl sie sich nicht sicher war, ob Das gut enden w rde. Hallo? schrie sie wieder. Pl tzlich ffnete sich die T r. Der Mann hatte noch immer die selben Sachen wie zuvor an. Ich habe Hunger und Durst. Wenn sie nicht wollen, dass ich hier ab Morgen ohnm chtig liege, sollten sie mir was geben. Er l chelte nur und kam n her. Er b ckte sich zu ihr hinunter und nahm ihr Kinn in seine Hand, doch sie str ubte sich. Wenn er Gef lligkeiten wollte, war er bei ihr falsch. Sch tzchen, wenn du was zu futtern willst musst du was daf r tun. Sofort kamen ihr Szenen in den Kopf, die ihr ganz und gar nicht geheuer waren. Da w rde sie lieber hungern. Was muss ich tun? Sein L cheln wurde breiter. Was Mann eben so will. Nein! Sie k nnen mich mal! sofort wich sie in die n chste Ecke und schlang die Arme um ihre Beine. Sie w rde so was nicht tun. F r nichts auf der Welt. Dann, Sch tzchen, hast du Pech gehabt. er stand wieder auf und ging hinaus, doch zwischen dem T rstock blieb pl tzlich er stehen. Er drehte sich schnell um und kam auf sie zu, packte sie am Oberarm und zog sie hinter sich her. Die Fesseln taten ihr weh und sie sp rte, dass ihre Haut schon zur G nze aufgerieben war. Nein! schrie sie immer wieder flehend. Sie wollte das nicht. Es war das Ekelhafteste was man ihr h tte antun k nnen. Halt die Klappe! schrie er sie an und r ttelte sie. Sie blieb still, doch Tr nen flossen ihr ber die Wangen. Bei der heiligen Mutter Gottes, sie wollte Das nicht! Wieso konnte sie nicht ihren bl den Mund halten? Er zog sie einen kleinen Gang entlang. Ihre Fu sohlen schmerzten, da sie auf einige spitze Steinchen tritt. Einige R ume weiter bogen sie ab. Es war wieder ein Raum, doch diesmal stand ein metallener Tisch mit metallenen St hlen darin. Der Raum war, genau wie alle Anderen, aus Beton und klein. Setzen. er dr ckte sie auf einen der St hle und ein Schaudern durchzuckte ihren K rper. Der Stuhl war noch k lter als der Betonboden. Warum sa sie hier? Wollte er denn nicht...? Er ging zu einem kleinen Kasten, der, wie durch ein Wunder, auch aus Metall war und holte etwas heraus. Sie konnte es nicht erkennen, da sein K rper die Sicht versperrte, doch er stellte das Ding auf den Kasten und beugte sich dar ber. Sie h rte ein Ger usch, konnte es aber nicht identifizieren. Als er sich mit dem Ding in der Hand umdrehte war sie schlagartig beruhigt. Er stellte ihr eine Dose auf den Tisch und setzte sich auf den Stuhl schr g gegen ber von ihr. Besteck, Geschirr oder sonstiges haben wir hier nicht. Sie blickte den Inhalt der Dose an. Chili. Hastig nahm sie sie in ihre H nde und sch ttete das Zeug ihren Schlund hinunter. Sie kaute gar nicht, so hungrig war sie. Es war nicht zu scharf, aber auch nicht zu mild. Es war genau richtig. Es war sogar lecker. Sie schmeckte alles viel intensiver. Er l chelte sie an. Warum war er so nett? Sie setzte die Dose kurz ab um nach Luft zu schnappen um sie gleich danach wieder an ihren Mund

zu pressen. Autsch! zischte sie. Bei ihrer Hektik schnitt sie sich in die Unterlippe. Das Chili brannte in der Wunde und sie leckte schnell dar ber. Wasser. sagte sie. Sie w rde nicht 'bitte' sagen, daf r hatte sie viel zu wenig Respekt vor ihm. Er stand auf uns brachte ihr eine Flasche Mineral. Sie hasste Mineralwasser. Sie konnte die Perlen nicht ausstehen. Es kam ihr jedes mal so vor, als w rde ihr ganzer Mund dadurch brennen, aber es war ihr in dem Moment egal. Sie trank die komplette 0,5l Flasche in einem Durch. Sie pfefferte sie auf den Tisch und a schnell weiter. Den Schmerz auf ihrer Lippe ignorierte sie. Ihr Entf hrer musste ganz sch ne Stimmungsschwankungen haben. Mal war er nett, mal b se. Mal schrie er sie an, mal redete er normal mit ihr und l chelte sogar. Er brachte ihr gro e Verwunderung ein. Als sie fertig war strich sie mit ihrem Handr cken ber ihren Mund und schmierte das restliche Chili dann in den Stoff des Tops an ihrem R cken. Sie war randvoll und kurz vorm Platzen, doch es war ihr egal. Sie wollte gar nicht daran denken, wann sie das n chste mal etwas zu essen bekommen w rde. Warum tun sie das? sie deutete auf die Dose und die Mineralflasche vor sich. Wie du sagtest, ich m chte nicht, dass du Morgen ohnm chtig am Boden liegst. Und jetzt komm. Abermals zog er sie hinter sich her, doch diesmal taten ihre Rippen weh, da ihr Bauch so voll war. Er brachte sie wieder zur ck in ihren Raum.

Bald w rde er sich berwinden und endlich die Dinge tun, die er unbedingt wollte, doch er str ubte sich immer wieder. Er konnte es nicht. Wenn er die Frauen umbrachte, litten sie nicht. Wenn er sie jedoch anfasste, w rde sie leiden. Auch, wenn er ihr wehtun w rde. Er war zwar ein Killer, aber er war nicht herzlos. Er k nnte ihr dabei nicht in die Augen blicken. Sie war so... So besonders. Nicht wie all die anderen Frauen. Nicht hochn sig, nicht eitel. Nichts der gleichen. Sie war das, was er sich unter einer richtigen Frau vorstellte. Er musste zugeben, dass er langsam etwas f r sie empfand. Vielleicht w rde sie doch irgendwann einmal mehr von ihm wollen. Sofort verdr ngte er den Gedanken. Was dachte er sich da blo wieder? Sie war seine Gefangene! Sein Opfer! Sie w rde sterben, genau wie all die Anderen. Wut breitete sich in ihm aus. Wie sie ihn zuerst verachteten und dann bettelten als er kurz davor war, sie umzubringen. Er verst rkte seinen Griff an ihrem Arm. Die Wut wurde gr er und gr er. Sie sahen ihn alle an, als w re er ein Monster! Als sie im Raum ankamen schmiss er sie auf den Boden und z ckte sein Messer. Sofort sah er die Angst in ihren Augen. Nein, sie war anders als die Anderen. Sie hatte ihn nicht verachtend angeschaut. Er musste sich beruhigen. Er konnte ihr nicht weh tun, zumindest nicht auf diese Art. Er steckte sein Messer wieder weg und ging. Er verschloss die T r hinter sich und machte sich daran die Dose und die Flasche zu entsorgen.

Was war das gerade? Warum nahm er sein Messer zur Hand und steckte es im n chsten Moment wieder weg? Es wurde immer verwirrender. Sie setzte sich wieder in eine der Ecken und leckte ber ihre Unterlippe. Sie blutete noch immer. Es war ein tiefer Schnitt und er tat weh, aber noch lange nicht so sehr wie das was auf sie zukommen w rde. Zumindest dachte sie, dass er ihr noch wehtun w rde. Sie wusste es aber nicht.

Cho, es ist jetzt schon ein ganzer Tag vergangen und wir haben noch immer nichts neues! jammerte Jane neben Cho im Wagen.
Doch, Van Pelt hat bei einer berwachungskamera den Pickup gesichtet. Man erkennt aber nichts, auch nicht das Kennzeichen.

Jane seufzte. Tut mir leid, Jane. sagte Van Pelt, die wie immer am Steuer sa . Rigsby sa neben ihr und blickte aus dem Fenster. Irgendetwas stimmte zwischen den beiden nicht, aber Jane kam einfach nicht darauf was es war. Die Augenzeugen konnten auch kein Gesicht erkennen? fragte Jane. Nein. Sonst w ren wir schon l ngst auf dem Weg zum Entf hrer. antwortete Cho. Sie mussten sie finden. Er hatte ihr versprochen, dass er auf sie aufpassen w rde, dass er sie immer besch tzen w rde. Und er hielt sein Wort. Immer. Doch dieses eine Mal konnte er es nicht. Nur weil er einige Sekunden zu sp t aus dem Bett gestiegen war. Er h tte sich selbst daf r Ohrfeigen k nnen. Einige Sekunden konnten ber alles entscheiden. Es machte ihm Angst, wie viel Macht die Zeit ber die Menschen hatte. Er philosophierte gedanklich vor sich hin um sich abzulenken. Er wollte nicht an Teresa denken. Wie sie gefesselt irgendwo sitzt und vielleicht gerade dabei ist zu sterben. Er konnte nicht noch eine Frau verlieren, die ihm so viel bedeutete. Beim Motel angekommen gingen alle auf deren Zimmern, nur Jane ging in das, von Lisbon. Sofort roch er ihren Duft. Er schloss die T r hinter sich, ging ins Bad um sich herzurichten und legte sich dann aufs Bett. Er w rde diese Nacht wieder nicht schlafen k nnen. Es w rden ihn wieder einmal Schuldgef hle plagen die er nicht loswerden w rde. Er nahm einen der Polster zwischen die Arme und stellte sich vor, dass es ein menschlicher K rper war. Ihrer. Warm und vor allem am Leben.