Bei Gibbs und den anderen:

Gibbs ging in schnellem Tempo ins HQ und setzte sich an seinen Schreibtisch. McGee und Ziva konnten ihm nur schwer folgen. Sie setzten sich ebenfalls an ihre Tische. Niemand getraute sich etwas zu sagen, aber nach 2 Minuten stille machte Ziva den Anfang. Sie stand auf und ging zu Gibbs´Tisch rüber. „Und was machen wir jetzt?", fragte sie. „Du bleibst hier. McGee, du kommst mit." McGee sah ihn an und sprang auf. Er folgte Gibbs bis in den Aufzug. „Du wirst nun die Forensische Arbeit leisten müssen McGee.", fing er an. „Du untersuchst diesen Brief. Sichere Fingerabdrücke, Speichelreste, eben alles was man da unten damit machen kann. Ich such inzwischen einen neuen Forensiker, der uns in den nächsten Stunden,...oder Tagen unterstützen wird.", erklärte Gibbs ihm und genau in diesem Moment ging die Fahrstuhltür auf und McGee ging mit einer Tüte, in der Beweismittel aus Tony´s Wohnung, in die Forensik. Es war so still und niemand war da. Das war ungewöhnlich und machte McGee auch etwas Angst. Die Musik war sonst auch immer schon im Fahrstuhl zu hören, doch jetzt...nichts. Er legte die Tüte auf den Stahltisch und öffnete sie. Er holte den Brief und eine Bierflasche heraus. „Wie soll ich denn das jetzt wieder anstellen? Ich bin Agent und nicht Forensiker.", sagte McGee zu sich selbst, als er die Schubladen der vielen kleinen Stahlschränke in der Forensik öffnete. „Wo sind denn nur die Handschuhe?" Er ging zum anderen Schrank, als er in dem einen keine gefunden hatte. Er fand Handschuhe und zwar reichlich , aber leider waren diese schon benutzt. „Und ich dachte Abby würde ihre Geheiligte Forensik sauber halten, in den Schubladen ist ja nichts richtig zu finden. Alle sind mit Handschuhen überfüllt. Ah, na endlich. Ich wusste das hier irgendwo unbenutzte rumliegen müssen. Jetzt nur noch

Abby´s Forensiker Handbuch für Anfänger und dann kann´s losgehen." Abby hatte nämlich ein Handbuch angefärtigt wo alle wichtigen Dinge drinstehen, falls sie mal nicht in der Forensik sein kann und ein anderer ihre Aufgaben erledigen musste. Den ersten Schritt hatte er schon getan, die Handschuhe angezogen, dann das Beweismittel unter Fingerabdrücke untersuchen. „Oh Gott, das wird noch ein ganz langer Tag.", dass wa McGee schon bewusst geworden, aber diese Mühe würde er sich machen. Für Abby und Tony. Denn ohne die beiden war das Team ein Trauerclub. Denn Tony war es der den neusten Fall zum Spaß machte und Abby mit ihrer netten Art, sie mochte jeden. Ohne die beiden waren sie kein Team. Keine Familie.

Bei Abby und Tony:

„Hey Abby! Abbs hörst du mich?" , hörte ich eine Stimme ganz weit weg von mir. Und sie rief wieder nach mir. Die eine bekannte Stimme die ich schon seit Jahren sehr gut kannte.

„Abby! Hörst du mich. Verdammt noch mal, antworte mir doch! Abby!" Ich öffnete ganz langsam meine Augen und blickte in ein verschwommenes Gesicht. Es dauerte erst ein paar Sekunden bis ich das Gesicht scharf sehen konnte. Es war Tony. Ich war einerseits glücklich, das es Tony gut ging, aber anderseits auch traurig und ängstlich, weil ich bei Tony war. Denn wo er war, gab es Schwierigkeiten. Aber das Glücksgefühl war in dem Moment größer und intensiver, da ich ja Tony gefunden habe, oder besser gesagt hat Tony mich gefunden, da ich erst in diesem Moment bemerkte, das ich auf dem Boden lag. Tony saß mir gegenüber. „Tony, geht's dir gut?", fragte ich und versuchte aufzustehen. „Gut und dir?" „Keine Ahnung, wo sind wir?" „Keine Ahnung, wenigstens sind wir uns in der Hinsicht einig. Ich bin hier vor ner Stunde aufgewacht. Dich haben sie vor ner viertel Stunde hier reingebracht." Ich verstand nicht richtig was er sagte, da ich noch stark benommen war. Wahrscheinlich von dem Zeug das die mir verabreicht haben. Und auch jetzt erst bemerkte ich das ich nicht einfach so auf dem Boden saß, ich war an ein Heizungsrohr gekettet. „Sag mal, kannst du dich bewegen?" „Nö. Meine eigenen Handschellen. Was für eine Ironie. Wie haben sie dich geschnappt?", fragte er mich mit einem Grinsen im Gesicht, jedoch konnte ich ihn nur ernst angucken. „Willst du hier Smalltalk veranstallten, oder was hast du vor? Tony das hier ist ernst." „Ich weiß", antwortete er mir knapp. „Du scheinst nicht beunruhigt zu sein." „Ich weiß." „Ähhm Tony? Was ist das für ein Zeug?" „Keine Ahnung", antwortete er mir immer noch mit einem Grinsen. „Nein Tony ich mein das Zeug da drüben" „Och nicht das Zeug." „Du hast keine Ahnung was das ist, hab ich recht?" „Ja, aber es scheint nichts gutes...zu...sein. Wir sollten...sollten...schlafen.", sagte Tony, der jetzt schon die Augen geschlossen hatte. Ich wurde auch immer müder und konnte mich auch nicht mehr wach halten. Ich schloss ebenfalls meine Augen und sah zuletzt noch, wie die Tür aufgeschlossen wurde, dann war alles dunkel.