Vielen lieben Dank für eure letzten Reviews..... Ich muss mich auch hier
erst einmal entschuldigen, da ich doch recht lange kein Update gegeben
habe..!!!! Aber ihr wisst ja wie das ist.....die nervige Schule verlangt
halt ihren Tribut ! *erschöpft seufz*
@Aragorn15: Halli, Hallo... mellon nin ! Nochmals Danke für dein letztes Review...über das Lob habe ich mich echt gefreut. Nächstes Kapitel wirste dann auch mitbekommen wie Aragorn auf die "Ankunft" seiner Eltern reagieren wird....das wird dann das letzte Kapitel zu dieser Geschichte werden....kannst aber schon mal die Taschentücher bereit halten. Versprochen !! *dich lieb knuddel*, deine Joshi
@Lady of Gondor: Schön, dass dir auch mein letztes Kapitel gefallen hat., dass macht mich richtig happy !!! Jepp, Aragorn wird noch ganz schön an der ganzen Geschichte zu knabbern haben...wirste in diesem, aber vor allem im nächsten Chapter sehen !! bis dann und viele liebe Grüße, Joshua Nenya
@feanen: Auch dir vielen lieben Dank für dein Review...sind diesmal ja sogar ganze drei Sätze geworden. *süffisant in sich rein grins* Nee..., aber mal ernsthaft...ich bin über jedes einzelne Wort glücklich, was du mir zukommen lässt !! Viele Grüße, Joshua Nenya
@ferendil: Hey....ein neues Gesicht !! Danke für dein Review....siehste...ich war ganz schnell *lol* und habe mich gleich ran gesetzt und habe etwas neues geschrieben !! Ich hoffe, dass du mir auch dieses mal deine Meinung zu der Story zukommen lässt, viele Grüße...Joshua Nenya
Ich wünsche euch nun viel Spass mit diesem Kapitel *ist euer Weihnachtsgeschenk...grins...*
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°^^°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Als Elrond nur noch letzte Schemen von seinem jüngsten Sohn wahrnehmen konnte, beschloss auch er den Rückweg anzutreten.
In schnellen, zügigen Schritten holte er den Abstand zwischen sich und Elladan auf und legte eine Hand auf die zittrigen Schultern Aragorns. Dieser kaute aber nur nervös auf seiner Unterlippe herum, statt eine Reaktion zu zeigen.
"Elladan, ich nehme ihn mit zu meinen Gemächern. Wärst du so lieb und bringst uns etwas zu Essen und zu Trinken ?", lächelte ihn Elrond aufmunternd zu.
Nickend drehte sich dieser um und verlies die zwei, um zur Küche des Hauses zu gelangen.
Ein paar Augenblicke später bemerkte auch Aragorn endlich, dass Elrohir und Elladan weg waren und schaute sich unsicher um. Diesen zwei Elben hatte er angefangen zu trauen, aber ihr plötzliches Verschwinden machte ihn nur noch unruhiger als er so schon war.
Aragorn blieb stehen und löste seine kleine Hand von den langgliedrigen Fingern des Elbenherrn.
Elrond, der die angespannte Haltung Aragorns und den gedankenverlorenen Blick sofort bemerkte, beugte sich nun vorsichtig zu ihm hinunter.
"Habe keine Furcht... Elladan ist nur etwas zu Essen holen. Er ist jeden Moment wieder da."
Nach einigen Sekunden entspannten sich die Züge des Kleinen wieder und Elrond streckte erneut seine Hand aus, die Aragorn diesmal bereitwillig umschloss und nun fast krampfhaft festhielt. Als beide schließlich die unzähligen Stufen zu Elronds Gemächern erklommen hatten, standen sie jetzt auf einer kleinen Terrasse, die den Blick auf ganz Bruchtal freigab.
Für einen kurzen Moment blickte Aragon auf und sah sich um.
Die Sonne ging unter und es schien als würden ihre Strahlen das ganze Land in einen rötlichen Glanz eintauchen....
Die Blätter der hochgewachsenen Bäume wippten unter dem leichten Wind sachte hin und her und erzeugten beruhigende, vertraute Geräusche...
Doch für Aragorn war nichts dergleichen auch nur annähernd beruhigend. Er sah die Schönheit Bruchtals durch einen grauen Schleier, der alles verbarg, was schön und rein wirken sollte.
"Komm Aragorn..., lass uns rein gehen." , sprach Elrond, während er ihm die Tür aufhielt.
Ohne Widerstand lies er sich auf das große Bett in der Mitte des Raumes setzten und blieb reglos auf diesen Platz.
"Möchtest du vor dem Essen noch ein Bad nehmen ?", fragte ihn Elrond behutsam.
Er wollte dem Jungen möglichst das Gefühl geben, dass er selber entscheiden konnte, was er machen wollte und was nicht. Vielleicht würde er so einen Teil seiner Angst verlieren, die sicherlich auch daher rührte, dass er sich hier fremd und allein fühlte....
Als Elrond das leichte Zucken der Schultern Aragorns und dessen verhaltenes Nicken bemerkte, legte er ihm sanft die rechte Hand auf den Rücken, um ihn zum Badezimmer zu führen.
Im Türrahmen blieb Aragorn aber stehen und zum ersten Mal konnte Elrond in seinen Gesichtszügen einen Hauch von Interesse wahrnehmen.
Der Elbenherr beobachtete wie der Junge zögernd den Raum betrat und wie sich ein leichtes Leuchten in seine Augen stahl.
Aragorn hatte wahrhaftig noch nie so etwas gesehen. Die Wände des Bades waren aus einfachem beigefarbenen Stein, doch hier und da waren ineinander verschlungene Linien und komplexe Verzierungen zu sehen. In der Mitte des Raumes stand eine riesige Wanne, deren Oberfläche durch ihre silberne Farbe und den hereinkommenden Sonnenstrahlen geheimnisvoll glitzerte.
Statt einem geschlossenem Zimmer, wie es Aragorn aus den kleineren Städten der Menschen kannte, gab es hier nur die großen, steinernen Säulen und Teilstücke einer Wand, sodass er sich fühlte, als wäre er in einer Art offenen Halle oder auf einer Terrasse.
Dünne sandelholzfarbene Chiffons hingen schleierartig an den Durchgängen und der laue Herbstwind ließ die seidenen Stoffe sachte hin und her wehen.
Nun trat auch Elrond ein paar Schritte weiter vor und befand sich direkt vor der schimmernden Wanne. Aus Gewohnheit glitt seine Hand in das leicht umher schwappende Wasser, um zu prüfen, ob es schon die richtige Temperatur hatte.
Eigentlich wollte er ja das Bad nehmen und hatte deshalb vor geraumer Zeit den Bediensteten gesagt, dass sie ihm eines einlassen sollten, doch durch die Ankunft Aragorns und den liegengebliebenen Schreibkram hatte er es glatt vergessen.
"Hier ist dein Bad.... Die Seife und Handtücher liegen auf der kleinen Kommode links neben dir, aber wenn du noch etwas brauchst, dann rufe einfach. Ich bin direkt im Nebenzimmer...", meinte er lächelnd bevor er sich aufmachte den Baderaum zu verlassen und ihm ein wenig Privatsphäre zu gönnen.
Aragorn nickte einfach wieder, aber gab ihm sonst keine weitere Antwort. Als Elrond schon fast zur Tür heraus war, fing er an sein Leinenhemd hochzuziehen, um es über den Oberkörper und schließlich den Kopf zu bekommen. Doch dieses Unterfangen erwies sich als schwieriger als gedacht, denn ein leichtes Zischen entfloh seinen aufgesprungenen Lippen...
Auch wenn das Geräusch recht leise war, so entfiel es den feinen Ohren des Elben nicht. Elrond machte auf den Absatz kehrt und ging erneut auf seinen kleinen Schützling zu.
"Aragorn, was ist los ? Hast du Schmerzen?"
Doch der Angesprochene schaute mit verbissenen Gesicht zu Boden und vermied jedweden Augenkontakt.
Aragorn wollte nicht preisgeben, dass ihm sein ganzer Körper weh tat, dass selbst das Heben und Senken seiner Arme ihm eine unbeschreibliche Mühe bereitete. Er wusste noch immer nicht, wie er sich gegenüber diesen exotischen Wesen, die er ja sonst nur von den Erzählungen am Lagerfeuer seines Vaters herkannte, verhalten sollte. Bis jetzt waren sie zwar mehr als freundlich gewesen, doch trotz allem konnte er sich ihnen noch nicht wahrlich öffnen.
Aragorn wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als er einen Finger unter seinem Kinn spürte, der dieses leicht nach oben drückte.
"Bitte lass mich dir helfen...ich bin ein Heiler und weiß somit wie man den Schmerz wegnimmt.", flüsterte Elrond leise, aber bestimmt.
Lange blickte Aragorn ihm in die Augen und nach und nach füllten sich diese mit Tränen.
Mit gebrochener Stimme flüsterte Aragorn nach ein paar endlos erscheinenden Sekunden "..Du nimmst die Schmerzen weg....? ....auch die des Herzens?", und zeigte dabei mit zittrigen Händen auf seine eigene Brust, die sich nun immer schneller hob und senkte.
In diesem Augenblick drohte Elronds Herz zu brechen. Selten hatte er in seinem langen Leben etwas so Trauriges und Verzweifeltes gehört..., und das noch aus dem Munde eines Kindes.
So war er im ersten Moment einfach nur sprachlos und wusste nicht recht, was er darauf antworten sollte.
"Es tut mir leid, pen neth, doch das kann niemand. Aber ich und meine Söhne können dir helfen, dass Stück für Stück Frieden in dein Herz einkehrt."
Als Elrond dies gesagt hatte, fiel in Aragorns Innersten eine Art Damm. Schluchzend brach er zusammen und immer mehr Tränen suchten sich ihren Weg über die Wangen des Jungens.
Ehe Aragorn aber auf den Boden aufschlagen konnte, fing der Elbenherr ihn auf und lies ihn zu sich auf den Schoss sinken. Sanft wiegte ihn Elrond hin und her und streichelte ihm sacht über den Rücken, während sich Aragorn seinem Schmerz hingab.
Es schien als würden sie schon eine halbe Ewigkeit in dieser Position verharren, als Elrond schließlich bemerkte, dass das Weinen aufgehört hatte. Aragorn lag nun zusammengerollt und still in seinen Armen, seine schmalen Finger fest in den Stoff seiner Robe gekrallt, starrte er gedankenverlorenen mit halbgeöffneten Lidern vor sich hin.
Für Elrond war es ein eigenartiges Gefühl einem Kind wieder so nahe zu sein, denn schon lange Zeit war in Imladris kein Kinderlachen mehr zu hören gewesen.... Seine Kinder waren unlängst erwachsen und auch die seiner Freunde und Vertrauten. Doch mit diesem fremden Jungen fühlte er sich derartig verbunden, dass ihm dessen Schmerz, der schwer auf seiner noch so unschuldigen Seele lastete, berührte....
"Sidh....quel esta, pinilya er....", flüsterte er ihm leise ins Ohr und wiegte ihn weiter hin und her.
Nach einiger Zeit streckte sich Elrond ein wenig. Er hörte die leisen Schritte Elladans im Nebenzimmer, wo dieser höchstwahrscheinlich gerade das Essen auf den kleinen Esstisch platzierte.
"Komm Aragorn....ich helfe dir beim Ausziehen und dann kannst du in Ruhe ein Bad nehmen.", wisperte der Elbenherr, ehe er sich langsam aufrichtete, um Aragorn nicht zu erschrecken.
Doch alle Behutsamkeit hatte keine Früchte getragen, denn Aragorn schreckte wie von der Tarantel gestochen hoch und schaute Elrond mit blassen Gesicht fragend an.
Als beide endlich auf den Beinen waren, sprach Elrond ihn erneut an.
"Soll ich dir helfen....?"
"Ja...", hauchte der Junge mit tränenerstickter Stimme und hob seine Arme erschöpft hoch.
Vorsichtig zog ihm Elrond nun das Hemd übern Kopf und erstarrte bei dem, was er zu sehen bekam. Fast jede Stelle seines Oberkörpers war mit blauen Flecken und zahlreichen Hämatomen übersät. Sie schienen zwar schon älter zu sein, doch hatten sie kaum an Intensität verloren.
"Möchtest du mir erzählen wie das passiert ist?"
"Nein....", hörte er die heisere Stimme des Kleinen.
"Das ist in Ordnung....", antwortete Elrond und hob ihn an Schultern hoch, um ihn ins Badewasser zu setzen.
Nachdem Aragorn ein ausgiebiges Bad genommen und dabei den ganzen Dreck von seiner Haut gewaschen hatte, legte ihm Elrond neue Kleidungsstücke hin, da seine eigenen von Schmutz und Blut unbrauchbar geworden waren...
Als Aragorn die elbischen Gewänder angezogen hatte, fühlte er sich schon ein wenig mulmig, denn obwohl sein Vater - soviel er wusste - ein bedeutender Mann unter denen seines Volkes gewesen war und sie gut gelebt haben, so waren ihn solch edle Stoffe fremd.
Aus dem Badezimmer heraus gekommen, schaute sich Aragorn unsicher um.
"Wenn du möchtest kannst du auf dem Bett essen."
Irgendwie erleichtert, dass Elrond noch da war, krabbelte er auf das große Bett und fing an die daliegenden Früchte anzuknabbern, doch viel bekam er einfach nicht herunter.
Seufzend lehnte er sich in die dunkelgrünen seidenen Kissen zurück und bemerkte plötzlich, dass er den Elben schon wieder nicht sehen konnte.
"Herr Elrond....wo seid ihr?"
Der Angesprochene hörte das ängstliche Rufen und eilte schleunigst von einem der Nachbarräume zurück in sein Schlafgemach. "Tithen pen, ich bin doch hier."
Als Elrond sich auf das weiche Laken des Bettes niedergelassen hatte und Aragorn etwas verwundert anschaute, erwiderte dieser nur "Bitte geht nicht...bleibt bei mir."
Nickend deckte er Aragorn zu und setzte sich auf den Stuhl neben seinem Bett.
Und so geschah es, dass dunkelhaarige Elb die ganze Nacht über ihn wachte, ihn sanft übers Haar strich und bis zum Morgengrauen beruhigende Melodien vor summte........
.....wird fortgesetzt !!!
Bitte seid so lieb und sagt mir eure Meinung in Form eines kleinen Reviews...ihr würdet mich damit wirklich sehr glücklich machen!....und "Frohe Weihnachten" !!
°^°
ERKLÄRUNGEN
Pen neth - young one...also auch so was wie kleiner
Quel Esta, pinilya er- Rest well, little one (Ruhe dich aus, Kleiner)
Sidh - Friede
Tithen pen - Kleiner
@Aragorn15: Halli, Hallo... mellon nin ! Nochmals Danke für dein letztes Review...über das Lob habe ich mich echt gefreut. Nächstes Kapitel wirste dann auch mitbekommen wie Aragorn auf die "Ankunft" seiner Eltern reagieren wird....das wird dann das letzte Kapitel zu dieser Geschichte werden....kannst aber schon mal die Taschentücher bereit halten. Versprochen !! *dich lieb knuddel*, deine Joshi
@Lady of Gondor: Schön, dass dir auch mein letztes Kapitel gefallen hat., dass macht mich richtig happy !!! Jepp, Aragorn wird noch ganz schön an der ganzen Geschichte zu knabbern haben...wirste in diesem, aber vor allem im nächsten Chapter sehen !! bis dann und viele liebe Grüße, Joshua Nenya
@feanen: Auch dir vielen lieben Dank für dein Review...sind diesmal ja sogar ganze drei Sätze geworden. *süffisant in sich rein grins* Nee..., aber mal ernsthaft...ich bin über jedes einzelne Wort glücklich, was du mir zukommen lässt !! Viele Grüße, Joshua Nenya
@ferendil: Hey....ein neues Gesicht !! Danke für dein Review....siehste...ich war ganz schnell *lol* und habe mich gleich ran gesetzt und habe etwas neues geschrieben !! Ich hoffe, dass du mir auch dieses mal deine Meinung zu der Story zukommen lässt, viele Grüße...Joshua Nenya
Ich wünsche euch nun viel Spass mit diesem Kapitel *ist euer Weihnachtsgeschenk...grins...*
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Als Elrond nur noch letzte Schemen von seinem jüngsten Sohn wahrnehmen konnte, beschloss auch er den Rückweg anzutreten.
In schnellen, zügigen Schritten holte er den Abstand zwischen sich und Elladan auf und legte eine Hand auf die zittrigen Schultern Aragorns. Dieser kaute aber nur nervös auf seiner Unterlippe herum, statt eine Reaktion zu zeigen.
"Elladan, ich nehme ihn mit zu meinen Gemächern. Wärst du so lieb und bringst uns etwas zu Essen und zu Trinken ?", lächelte ihn Elrond aufmunternd zu.
Nickend drehte sich dieser um und verlies die zwei, um zur Küche des Hauses zu gelangen.
Ein paar Augenblicke später bemerkte auch Aragorn endlich, dass Elrohir und Elladan weg waren und schaute sich unsicher um. Diesen zwei Elben hatte er angefangen zu trauen, aber ihr plötzliches Verschwinden machte ihn nur noch unruhiger als er so schon war.
Aragorn blieb stehen und löste seine kleine Hand von den langgliedrigen Fingern des Elbenherrn.
Elrond, der die angespannte Haltung Aragorns und den gedankenverlorenen Blick sofort bemerkte, beugte sich nun vorsichtig zu ihm hinunter.
"Habe keine Furcht... Elladan ist nur etwas zu Essen holen. Er ist jeden Moment wieder da."
Nach einigen Sekunden entspannten sich die Züge des Kleinen wieder und Elrond streckte erneut seine Hand aus, die Aragorn diesmal bereitwillig umschloss und nun fast krampfhaft festhielt. Als beide schließlich die unzähligen Stufen zu Elronds Gemächern erklommen hatten, standen sie jetzt auf einer kleinen Terrasse, die den Blick auf ganz Bruchtal freigab.
Für einen kurzen Moment blickte Aragon auf und sah sich um.
Die Sonne ging unter und es schien als würden ihre Strahlen das ganze Land in einen rötlichen Glanz eintauchen....
Die Blätter der hochgewachsenen Bäume wippten unter dem leichten Wind sachte hin und her und erzeugten beruhigende, vertraute Geräusche...
Doch für Aragorn war nichts dergleichen auch nur annähernd beruhigend. Er sah die Schönheit Bruchtals durch einen grauen Schleier, der alles verbarg, was schön und rein wirken sollte.
"Komm Aragorn..., lass uns rein gehen." , sprach Elrond, während er ihm die Tür aufhielt.
Ohne Widerstand lies er sich auf das große Bett in der Mitte des Raumes setzten und blieb reglos auf diesen Platz.
"Möchtest du vor dem Essen noch ein Bad nehmen ?", fragte ihn Elrond behutsam.
Er wollte dem Jungen möglichst das Gefühl geben, dass er selber entscheiden konnte, was er machen wollte und was nicht. Vielleicht würde er so einen Teil seiner Angst verlieren, die sicherlich auch daher rührte, dass er sich hier fremd und allein fühlte....
Als Elrond das leichte Zucken der Schultern Aragorns und dessen verhaltenes Nicken bemerkte, legte er ihm sanft die rechte Hand auf den Rücken, um ihn zum Badezimmer zu führen.
Im Türrahmen blieb Aragorn aber stehen und zum ersten Mal konnte Elrond in seinen Gesichtszügen einen Hauch von Interesse wahrnehmen.
Der Elbenherr beobachtete wie der Junge zögernd den Raum betrat und wie sich ein leichtes Leuchten in seine Augen stahl.
Aragorn hatte wahrhaftig noch nie so etwas gesehen. Die Wände des Bades waren aus einfachem beigefarbenen Stein, doch hier und da waren ineinander verschlungene Linien und komplexe Verzierungen zu sehen. In der Mitte des Raumes stand eine riesige Wanne, deren Oberfläche durch ihre silberne Farbe und den hereinkommenden Sonnenstrahlen geheimnisvoll glitzerte.
Statt einem geschlossenem Zimmer, wie es Aragorn aus den kleineren Städten der Menschen kannte, gab es hier nur die großen, steinernen Säulen und Teilstücke einer Wand, sodass er sich fühlte, als wäre er in einer Art offenen Halle oder auf einer Terrasse.
Dünne sandelholzfarbene Chiffons hingen schleierartig an den Durchgängen und der laue Herbstwind ließ die seidenen Stoffe sachte hin und her wehen.
Nun trat auch Elrond ein paar Schritte weiter vor und befand sich direkt vor der schimmernden Wanne. Aus Gewohnheit glitt seine Hand in das leicht umher schwappende Wasser, um zu prüfen, ob es schon die richtige Temperatur hatte.
Eigentlich wollte er ja das Bad nehmen und hatte deshalb vor geraumer Zeit den Bediensteten gesagt, dass sie ihm eines einlassen sollten, doch durch die Ankunft Aragorns und den liegengebliebenen Schreibkram hatte er es glatt vergessen.
"Hier ist dein Bad.... Die Seife und Handtücher liegen auf der kleinen Kommode links neben dir, aber wenn du noch etwas brauchst, dann rufe einfach. Ich bin direkt im Nebenzimmer...", meinte er lächelnd bevor er sich aufmachte den Baderaum zu verlassen und ihm ein wenig Privatsphäre zu gönnen.
Aragorn nickte einfach wieder, aber gab ihm sonst keine weitere Antwort. Als Elrond schon fast zur Tür heraus war, fing er an sein Leinenhemd hochzuziehen, um es über den Oberkörper und schließlich den Kopf zu bekommen. Doch dieses Unterfangen erwies sich als schwieriger als gedacht, denn ein leichtes Zischen entfloh seinen aufgesprungenen Lippen...
Auch wenn das Geräusch recht leise war, so entfiel es den feinen Ohren des Elben nicht. Elrond machte auf den Absatz kehrt und ging erneut auf seinen kleinen Schützling zu.
"Aragorn, was ist los ? Hast du Schmerzen?"
Doch der Angesprochene schaute mit verbissenen Gesicht zu Boden und vermied jedweden Augenkontakt.
Aragorn wollte nicht preisgeben, dass ihm sein ganzer Körper weh tat, dass selbst das Heben und Senken seiner Arme ihm eine unbeschreibliche Mühe bereitete. Er wusste noch immer nicht, wie er sich gegenüber diesen exotischen Wesen, die er ja sonst nur von den Erzählungen am Lagerfeuer seines Vaters herkannte, verhalten sollte. Bis jetzt waren sie zwar mehr als freundlich gewesen, doch trotz allem konnte er sich ihnen noch nicht wahrlich öffnen.
Aragorn wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als er einen Finger unter seinem Kinn spürte, der dieses leicht nach oben drückte.
"Bitte lass mich dir helfen...ich bin ein Heiler und weiß somit wie man den Schmerz wegnimmt.", flüsterte Elrond leise, aber bestimmt.
Lange blickte Aragorn ihm in die Augen und nach und nach füllten sich diese mit Tränen.
Mit gebrochener Stimme flüsterte Aragorn nach ein paar endlos erscheinenden Sekunden "..Du nimmst die Schmerzen weg....? ....auch die des Herzens?", und zeigte dabei mit zittrigen Händen auf seine eigene Brust, die sich nun immer schneller hob und senkte.
In diesem Augenblick drohte Elronds Herz zu brechen. Selten hatte er in seinem langen Leben etwas so Trauriges und Verzweifeltes gehört..., und das noch aus dem Munde eines Kindes.
So war er im ersten Moment einfach nur sprachlos und wusste nicht recht, was er darauf antworten sollte.
"Es tut mir leid, pen neth, doch das kann niemand. Aber ich und meine Söhne können dir helfen, dass Stück für Stück Frieden in dein Herz einkehrt."
Als Elrond dies gesagt hatte, fiel in Aragorns Innersten eine Art Damm. Schluchzend brach er zusammen und immer mehr Tränen suchten sich ihren Weg über die Wangen des Jungens.
Ehe Aragorn aber auf den Boden aufschlagen konnte, fing der Elbenherr ihn auf und lies ihn zu sich auf den Schoss sinken. Sanft wiegte ihn Elrond hin und her und streichelte ihm sacht über den Rücken, während sich Aragorn seinem Schmerz hingab.
Es schien als würden sie schon eine halbe Ewigkeit in dieser Position verharren, als Elrond schließlich bemerkte, dass das Weinen aufgehört hatte. Aragorn lag nun zusammengerollt und still in seinen Armen, seine schmalen Finger fest in den Stoff seiner Robe gekrallt, starrte er gedankenverlorenen mit halbgeöffneten Lidern vor sich hin.
Für Elrond war es ein eigenartiges Gefühl einem Kind wieder so nahe zu sein, denn schon lange Zeit war in Imladris kein Kinderlachen mehr zu hören gewesen.... Seine Kinder waren unlängst erwachsen und auch die seiner Freunde und Vertrauten. Doch mit diesem fremden Jungen fühlte er sich derartig verbunden, dass ihm dessen Schmerz, der schwer auf seiner noch so unschuldigen Seele lastete, berührte....
"Sidh....quel esta, pinilya er....", flüsterte er ihm leise ins Ohr und wiegte ihn weiter hin und her.
Nach einiger Zeit streckte sich Elrond ein wenig. Er hörte die leisen Schritte Elladans im Nebenzimmer, wo dieser höchstwahrscheinlich gerade das Essen auf den kleinen Esstisch platzierte.
"Komm Aragorn....ich helfe dir beim Ausziehen und dann kannst du in Ruhe ein Bad nehmen.", wisperte der Elbenherr, ehe er sich langsam aufrichtete, um Aragorn nicht zu erschrecken.
Doch alle Behutsamkeit hatte keine Früchte getragen, denn Aragorn schreckte wie von der Tarantel gestochen hoch und schaute Elrond mit blassen Gesicht fragend an.
Als beide endlich auf den Beinen waren, sprach Elrond ihn erneut an.
"Soll ich dir helfen....?"
"Ja...", hauchte der Junge mit tränenerstickter Stimme und hob seine Arme erschöpft hoch.
Vorsichtig zog ihm Elrond nun das Hemd übern Kopf und erstarrte bei dem, was er zu sehen bekam. Fast jede Stelle seines Oberkörpers war mit blauen Flecken und zahlreichen Hämatomen übersät. Sie schienen zwar schon älter zu sein, doch hatten sie kaum an Intensität verloren.
"Möchtest du mir erzählen wie das passiert ist?"
"Nein....", hörte er die heisere Stimme des Kleinen.
"Das ist in Ordnung....", antwortete Elrond und hob ihn an Schultern hoch, um ihn ins Badewasser zu setzen.
Nachdem Aragorn ein ausgiebiges Bad genommen und dabei den ganzen Dreck von seiner Haut gewaschen hatte, legte ihm Elrond neue Kleidungsstücke hin, da seine eigenen von Schmutz und Blut unbrauchbar geworden waren...
Als Aragorn die elbischen Gewänder angezogen hatte, fühlte er sich schon ein wenig mulmig, denn obwohl sein Vater - soviel er wusste - ein bedeutender Mann unter denen seines Volkes gewesen war und sie gut gelebt haben, so waren ihn solch edle Stoffe fremd.
Aus dem Badezimmer heraus gekommen, schaute sich Aragorn unsicher um.
"Wenn du möchtest kannst du auf dem Bett essen."
Irgendwie erleichtert, dass Elrond noch da war, krabbelte er auf das große Bett und fing an die daliegenden Früchte anzuknabbern, doch viel bekam er einfach nicht herunter.
Seufzend lehnte er sich in die dunkelgrünen seidenen Kissen zurück und bemerkte plötzlich, dass er den Elben schon wieder nicht sehen konnte.
"Herr Elrond....wo seid ihr?"
Der Angesprochene hörte das ängstliche Rufen und eilte schleunigst von einem der Nachbarräume zurück in sein Schlafgemach. "Tithen pen, ich bin doch hier."
Als Elrond sich auf das weiche Laken des Bettes niedergelassen hatte und Aragorn etwas verwundert anschaute, erwiderte dieser nur "Bitte geht nicht...bleibt bei mir."
Nickend deckte er Aragorn zu und setzte sich auf den Stuhl neben seinem Bett.
Und so geschah es, dass dunkelhaarige Elb die ganze Nacht über ihn wachte, ihn sanft übers Haar strich und bis zum Morgengrauen beruhigende Melodien vor summte........
.....wird fortgesetzt !!!
Bitte seid so lieb und sagt mir eure Meinung in Form eines kleinen Reviews...ihr würdet mich damit wirklich sehr glücklich machen!....und "Frohe Weihnachten" !!
°^°
ERKLÄRUNGEN
Pen neth - young one...also auch so was wie kleiner
Quel Esta, pinilya er- Rest well, little one (Ruhe dich aus, Kleiner)
Sidh - Friede
Tithen pen - Kleiner
