Moinsen Leute,
hier mal wieder was aus der Nonsense-Schublade. ;) Beruht mal wieder z.T. auf "schrecklichen, wahren Begebenheiten".
Hoffe, es kann ein wenig die Laune heben, wie mir, als ich Zeuge dieser... Momente wurde. ;) Kommentare sind immer gerne gesehen.

Viel Spaß!


-Es war dunkel und der Mond schien zu hell-

Es war dunkel, aber der Vollmond beschien die kleine Szene auf der Wiese Konohas in grauem Licht.

Anko lag neben Genma auf dem Rücken im Gras, beide hatten die Arme hinter dem Kopf verschränkt und schauten nach oben.

„Eins."

„Seh ich auch so."

„Zwei."

„Ganz deiner Meinung."

„Drei."

„Aber so was von."

„…Vier."

„Hm-m! Ja, ja!"

„Fünf. POAH FÜNF FLEDERMÄUSE!"

„Jetzt nich mehr, Genma, nu haun se ab. Du wars zu laut." Anko nuckelte an ihrer Flasche und kickte die leere zu ihren Füßen ein Stück fort. Eine fliehende Fledermaus kackte Genma in ihrer Panik auf sein geliebtes Kopftuch. Verwirrt streifte er es vom Kopf und blickte es an. „So was aber auch… Ein Traum wird wahr."

„Dein Sarkasmus ist Ich hab Hunger, lass uns was suchen."

Genma blickte sie aus dunklen Augen an, und zog sich sein Hitai-Ate schräg wieder über den Kopf. „Woran denkstu?"

Sie grinste und erhob sich, also kämpfte er sich fluchend ebenfalls auf die Beine. Er wäre gestürzt, hätte sie ihn nicht gepackt. „Man, Alter, du hast so derbe die Lampe am brennen."

Genma kicherte.

„Und den Kreuzblick hast du auch.", kommentierte Anko belustigt weiter, und zeigte mit den Zeigefingern in gekreuzte Richtungen- das sollte den Blick seiner Augen demonstrieren. „Wir futtern was, das is nur vernünftig wenn ich dich sehe. Und jetzt ist ein guter Zeitpunkt, geheimste Geheimnisse aus dir rauszuquetschen, hehehe."


Anko ließ sich schwerfällig Genma gegenüber auf einen Stuhl plumpsen. Sie hatten ein kleines Fastfood-Restaurant an der Straße keine zehn Meter vom Park entfernt gefunden, in dem sie zuvor noch Dosenstechen gemacht hatten, Schnaps getrunken und gesungen hatten.

„Also Genma," Anko betrachtete missmutig den Mini-Tisch, der zwischen ihnen stand, und sie zog die kleine Lampe die von der Decke hing etwas tiefer, „alles was wir uns hier und heute sagen, bleibt ganz allein unter uns, es bleibt auf diesem Quadratmeter." Sie umfasste unterstreichend die Maße der Tischplatte. Dann winkte sie auf und rief laut: „Zwei Bier hierüber, Meister!" Dann beugte sie sich wieder geheimniskrämerisch über die Tischplatte und schlug dabei mit beiden Handflächen auf. „Also, hier können wir endlich mal reden."

Anko glaubte wirklich, dass alles was sie und Genma sagten, nicht außerhalb des Tischumfanges drang, sie glaubte tatsächlich, endlich alle Geheimnisse loswerden zu können, die auf ihrer schmutzigen Seele lasteten, und Genma merkte es ebenfalls nicht. Denn die Lautstärke, in der sie sich über eine Stunde lang über die minimale Distanz eines Quadratmeters hinweg austauschten, verriet bald der ganzen Stadt, dass Genma in den letzten Tagen stolze fünf Körbe von ein und derselben Frau bekommen hatte, aber ganz gerne stattdessen eine Fledermauszucht eröffnen wollte um Lederspielzeug herzustellen, und dass Anko sich in Ibikis Folterkammer hatte einschließen lassen und seit dem Alpträume hatte.

So tranken sie noch ein wenig weiter und philosophierten über alles Mögliche. „…Wusstest du, dass Schweine nicht in den Himmel gucken können? Das können die nich wegen ihrer Anatomie... Aber manche können das auch nich aus anderen Gründen. Wie zum Beispiel Aoba mit seinem fetten Haustier.", meinte Anko gerade.

„N Hase und noch ne Meersau hat der. Ganz heimlich."

„Ne Meersau? Das is keine Meersau, dass is ne Nase mit nem Stück Sau dran, nichts weiter. Und sein Hase is total fett gefressen und hat total das Doppelkinn." – „Das ist kein Doppelkinn, dass ist ein Kranz!", rief Aoba plötzlich durch das angelehnte Fenster von draußen ins Fastfood-Restaurant herein.

Anko schweißtröpfelte. „Wo kommt der Kerl jetzt her, wenn ich über seinen Hasen lästere?"

Genma stellte seinen Becher auf den Tisch und wischte sich über den Mund. „Der riecht das, sag ich dir, der hat dafür nen besonderen Sinn, oder so. Der kann uns schließlich unmööglich gehört haben!"

Anko war plötzlich auf den Beinen, stellte einen Fuß auf den Stuhl und schwang angrifflustig die Faust. „Geh weiter, Aoba, oder komm her!"

Aoba hing immer noch im Fenster, und rief plötzlich: „Schnaps!" Dann sackte er draußen vor dem Fenster zusammen und schlummerte lautstark und selig.

Anko lachte laut. „Schnaps,

das war sein letztes Wort,

dann trugen ihn

die Engel fort.", sang sie. Dann warf sie sich wieder in den Stuhl, schlug die langen Beine übereinander und hängte sich in betrunkener, lasziver Eleganz über den Tisch herüber. „Der sagt nix mehr. Kommen wir also noch mal zu den wesentlichen Dingen des Shinobi-Lebens: Wieso hassu überhaupt so viele Körbe bekommen, Genma?? Häh? Mir kanns dus doch sagen."

„Warum hass DU disch überhaupt einschließen lassn, he?"

„Ich mach öfters mal schreckliche Sachen, hehehe. Und was is deine Ausrede?"

„Tja… S war alles prima zwischen uns beiden, ganz toll, ganz toll… bis der Sex ins Spiel kam."

„Ja, ja, Sex kann alles verändern, sobald ein Schwanz ins Spiel kommt, kanns aus den Fugen geraten und wird kompliziert, da läuft bei euch Männern immer alles schief… Also immer."

„Manchmal glaub ich sogar, dass allein der Gedanke daran, dass Sex ins Spiel kommen könnt, alles ausn Fugen reißt…"

Anko hob eine Augenbraue. „Du denks eindeutig ßu viel nach. Aber was war nu euer Problemchen? Mir kanns dus sagen, weissu ja. Keine Info dringt aus diesem Quadratmeter!"

„Ich weiß auch nich… aber… der Sex war mies."

„Mies wie: mies! Oder mies wie: Ich hab schon mal ohne dich angefangen, das scheint mir irgendwie sinnvoller, auch wenn du gerade ängstlich daneben liegst und weinst."

Genma blinzelte irritiert, und sein Alkohol getränktes Hirn arbeitete fieberhaft, den Inhalt von Ankos Worten zu begreifen. Dann verzog er das Gesicht und er schüttelte sich. „Oah, so was wollte ich definitiv nich von dir wissen. Also… öhm, also mies wie einfach mies. Der Sex war scheiße, und dabei dachte ich eigentlich, dass das uns beiden… na ja, dass das das beste werden würde was wir gemeinsam bisher erlebt hatten."

„Und dem war nich so…"

„Neh. Dem war nich so. Definitiv nich."

„Du kannst es mir ruhig sagen: Hassu versagt?"

Verärgert gestikulierte er vor ihrem Gesicht herum, und ein paar der Umsitzenden an den anderen Tischen lehnten sich grinsend etwas näher zu ihnen heran, um heimlich zu lauschen.

„Ne man, hab ich nich, greif nich meinen kleinen Genma an"-

„Du nennst deinen Schwanz „kleiner Genma"?!", rief Anko schockiert.

„Ein Mann hat ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Schwanz, und ich kann dir sagen, er hat noch ganz andere Namen…" –

„Schon gut, schon gut, das will ich gar nich von dir wissen."

„Gibst du deiner Va"-

„Genma, selbst wenn ich ihr Namen geben würde, du wärest der Letzte der davon erfährt wie meine Vagina heißt!"

Grinsend nippte er an seinem Sake. Seine betrunkene, stark eingegrenzte Fantasie schien bei ihren Worten bereits davon zu galoppieren. „Ich geb ihr gern ein paar Namen wenn dir keine einfallen…"

„Danke, lass ma stecken. Kommen wir zurück zu dir und dieser… Frau. Der Sex war mies, wir alle hatten doch schon mal miesen Sex. Woran lags bei euch?"

„Wie soll ich sagen… Die Chemie stimmte irgendwie nich… S schien… einfach nich richtig, einfach nich stimmig, einfach nich das was ich wollte, einfach nich… toll. Hat keinen Spaß gemacht."

Anko war zutiefst berührt. „Sex, der keinen Spaß gemacht hat… Mein Gott, das ist, als würde man beim Alkohol gleich zum Kater übergehen…"

„Was?"

„Nich so wichtig. Hast du dir wenigstens Mühe gegeben bei ihr?"

„Natürlich, ich habe- hatte einen Ruf zu verlieren. Aber… es war komisch, es schien… nich genug zu sein…"

„Weissu Genma, du kanns da nix für, aber manche Frauen, die sin so Sex-verrückt wie Männer, un da kann n Mann mit ner normalen Nummer nich genügen…"-

„Willssu sagen, ich sei nur ein Ottonormalverbraucher!? Eine normale Nummer?!"

„Ach, würd ich doch niemals nich sagen, nharhar. Oder würde dich ein ‚ja' jetz verletzn?"

„Also das ist doch… Pft! Aba… was ist mit dir und deinem Macker? Häh? Wie klappts denn so bei dir im Liebesleben!"

„Mit mir un meinem Macker? Der hat mich heute die Treppe runtergeschupst."

Was zum…!?"

„Ja, man, und ich dachte, ich lande immer nur in Beziehungen wo ICH die dominante Person bin, un da wird der stinkig und schmeißt mich die ganze scheiß Treppe runter. ICH wollte ihn doch eigentlich da runter schupsen! Mistkerl."

Genma war geschockt. „Dein Freund ist ein brutaler Sack, schieß den gefälligst ab! Oi, das hat sich gereimt… Irgendwie."

„Der is kein brutaler Sack, der war nur wütend und hat genau so gehandelt, wie ich es vielleicht getan hätte."

„Hast du aber nisch. Also seid ihr beide Brutalos… IHR VERPRÜGELT EUCH?! Wieso war der wütend? Und warum hassu ihm nich dafür ordentlich in die Eier getreten wie sonst immer?!"

„Ah, der war doch nur n bisschen wütend, weil… Ich hab nur gesagt, dass ich mich mit dir heut zum Gläschen heben treffe. Aber ich werd ihn sowieso abschießen, du weißt schon: Mieser Sex, und so." Sie zwinkerte, und Genma entspannte sich.

„Ah, eifersüchtig war der also.", schlussfolgerte Genma mit einem stolzen Grinsen im Gesicht, und lehnte sich selbstgefällig im Stuhl zurück.

„Aber völlig grundlos.", winkte Anko auf ihre schonungslose Weise ab.

„Nicht mal den Hauch einer Chance?", fragte Genma gekränkt, und klimperte mit den nussbraunen Augen.

„Genma, dann würd ich nich hier seit Stunden mit dir trinken, sondern hätte dich schon draußen auf der Wiese vernascht."

Verträumt stützte Genma das Kinn auf die Hand und klackte mit dem Senbon. „Ich könnte dich über ihn hinweg trösten und heldenhaft mit meinen stählernen Muskeln vor ihm beschützen…"

„Er ist ANBU-Captain."

„…und ich bin auch mit dem Mund sehr gut…"

„Fünf Körbe, Genma."

„…Ich kann Chakra im Mund formen…"

„Fünf!"

Genma seufzte. Fünf war wohl heute seine Pechzahl. „So was aber auch… Na dann Prost."