Während Kaneda Keigo zurück in sein Quartier in der Akademie brachte traf er dabei auf Isshin der sich bei Keigo entschuldigte und sie alleine ließ um den anderen Bescheid zu geben. Es war schon sehr spät und es war Schlafenszeit. Keigo sollte sich erst einmal ausnüchtern. Auch Ichigo und Orihime waren so müde das sie vor dem Fernseher eingeschlafen waren, während immer noch Wiederholungen von Kriminallabor Tokio liefen...

Ichigo stand plötzlich am Autopsie-Tisch... Er trug die Kleidung des Leichenbeschauers. Sein Vater trat ein. Im Anzug und mit einer Polizeimarke um den Hals...

„Das Opfer wird gerade hergebracht!" sagte er mit tiefer, seriöser Stimme. „Es war eindeutig Mord!"

„Nur her mit ihm! Ich muss erst eine Autopsie durchführen bevor ich einen Mord bestätigen kann." sagte Ichigo.

Ichigo war plötzlich der Leichenbeschauer aus 'Kriminallabor-Tokio'. Sein Vater war der Chefermittler... und Orihime...

„Hier ist das Opfer! Es war eindeutig Mord." sagte Orihime, die einen Overall mit der Aufschrift 'Tatortermittler' trug und eine Abgedeckte Leiche in das ohnehin schon gruselige Zimmer hineinschob.

Ichigo drehte sich kurz um um seine Instrumente von seinem Sohn entgegenzunehmen, der eine Uniform eines Streifenpolizisten trug. „Das war auf gar keinen Fall ein Unfall. Es war eindeutig Mord!"

„Ich möchte keine Voreiligen Schlüsse ziehen Herr Wachtmeister." sagte Ichigo als er seinem Sohn einige Skalpelle und eine Knochensäge abnahm. „Nach der Autopsie kann ich mehr sagen! Wo ist meine Assistentin?"

„Hier bin ich schon!" sagte Yuzu als sie ebenfalls in Schutzkleidung den Raum betrat. „Ich bin die Vertretung! Ihre Assistentin ist im Mutterschutz! Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Es war eindeutig Mord!"

Karin lief im Hintergrund aus dem Schatten heraus ins Licht und rieb sich den Babybauch. „Ich verabschiede mich in den Mutterschutz. Viel Erfolg bei der Autopsie. Es war eindeutig Mord!"

„Womit haben wir es hier eigentlich zu tun?" fragte Ichigo während er ohne runterzusehen mit einem Skalpell die Brust der Leiche aufschnitt.

Sein Vater öffnete eine Akte: „Das Opfer ist ein 29-jähriger Mann, ledig, ein bekannter Synchronsprecher und Schauspieler, von einem Lieferwagen überfahren..."

„Ein Lieferwagen..." plötzlich war Ichigo völlig geschockt. Als er hinabsah... sah er das Keigo vor ihm auf dem Autopsie-Tisch lag. „AGGHHH... Keigo?!"

Keigo lag mit offenen Augen vor ihm auf dem Tisch. Ichigo wich erschrocken zurück. Mit dem Skalpell hatte er ihm die Brust so tief aufgeschnitten das es so aussah als hätte er ihm ein Zanpaktuou in die Brust gerammt. Keigo drehte den Kopf in seine Richtung und sah ihn ungeduldig an.

„Würden Sie jetzt bitte mit der Autopsie fortfahren, damit wir die genaue Todesursache feststellen können!" sagte Isshin mit verschränkten Armen. „Es war eindeutig Mord!"

„Aber... Ich kann doch nicht..."

„Jetzt mach schon Ichigo." maulte Keigo und lies Ichigo aufschreien. „Fang an... Sieh dir meinen Körper an, aus dem du meine Seele getrieben hast und sag den Ermittlern was Sache ist."

„Ich kann doch nicht..." Ichigos Stimme versagte, stattdessen hörte er die Stimme des wahren Gerichtsmediziners, dem er damals heimlich zugehört hatte. Es war als würde er selbst sprechen. „Das Opfer weist unzählige Knochenbrüche auf. Todesursache ist stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf. Das Opfer weißt aber auch alte Spuren zurückliegender Misshandlung auf..."

„So oft wie du ihm in der Schule einen Tritt verpasst hast wundert mich das nicht das man das sogar Jahre später noch sieht!" murmelte Kazui. „Können Sie nun einen Mörder nennen, damit wir ihn ordnungsgemäß verhaften können!"

Kazui zog ein Paar Handschellen aus der Hosentasche und baumelte damit vor Ichigos Gesicht herum. Orihime war hellauf begeistert: „Awww... Sieht der Junge nicht schnuckelig in dieser süßen kleinen Polizeiuniform aus?"

„Aber... aber..." begann Ichigo wieder bevor wieder die Stimme des richtigen Gerichtsmediziners aus seinem Mund drang. „Unser Opfer weißt auch Abwehrverletzungen auf. Er hat sich kurz vor seinem Tod gegen jemandem gewehrt."

„Und daraus folgern wir?" riefen alle Anwesenden wie aus einem Mund.

„Es... war eindeutig Mord!" murmelte Ichigo.

„Danke, Ichigo..." jammerte jetzt Keigos Leiche vor ihm. „Du hasst es geschafft mich endgültig loszuwerden... ich sagte doch du sollst uns in ruhe lassen!"

„Uns?" rief Ichigo, seine Stimme hallte plötzlich als stände er in einem riesigen leeren Raum.

„Ja... UNS!" brüllte Keigos Geist nun, als er über der Leiche schwebte. „Und glaub ja nicht das ich freiwillig in die Akademie eintrete und mir diesen Mist anziehe!"

Keigo wies auf den kleinen Shinigami der am Ende des Tisches stand und freundlich winkte. Es war Yupa!

„Yupa?" erkannte Ichigo verwirrt.

„Hey, ich hab doch gesagt wenn ich sterbe werde ich auf jeden Fall Shinigami!" sagte Yupa stolz und posierte im Shihakushou vor den Anwesenden die alle kurz applaudierten. „War kurz davor... Kurosaki-Gate hat mich genauso fertig gemacht wie Asano!"

„Nein!" schrie Ichigo. Seine Stimme hallte als stünde er in einer riesigen Halle.

„Es war eindeutig Mord! Es war eindeutig Mord!" sagten alle Anwesenden immer und immer wieder. „Es war eindeutig Mord!... Es war eindeutig Mord!...

„Nein! NEIN!" schrie Ichigo während er plötzlich wieder in Shinigami-Form war und den Griff seines Zanpakutous hielt, das in der Wunde in Keigos Brust steckte. „NEEIIIIINNN! ICH HABE IHN UMGEBRACHT!"

„ICHIGO WACH AUF!"

Ichigo öffnete schreiend die Augen und schnellte nach oben wobei er Orihime versehentlich eine Kopfnuss verpasste. Diese wich erschrocken zurück und lies die Kaffeetasse in ihrer Hand fallen, die klirrend auf dem Couchtisch zersprang.

„Autsch... Vorsicht!" schimpfte sie während sie sich die Stirn rieb.

Auch Ichigo hielt sich den Kopf. „Awww... Ich... habe ihn... wo bin ich?"

Ichigo realisierte das es ein Albtraum war. Er lag auf der Couch. Orihime hatte ihn stöhnen gehört und war besorgt herbeigeeilt.

„Wir sind heute Nacht vor dem Fernseher eingeschlafen. Als ich aufgewacht bin wollte ich dich nicht aufwecken, also hab ich Frühstück gemacht!" maulte Orihime während sie die Scherben der Tasse aufsammelte. „Hattest du schon wieder diesen Albtraum?"

„Hä?"

„Den Albtraum von Asano-kuns Tod?" fragte Orihime. „Hast du schon wieder geträumt wie er zum Hollow wird?"

„Uns!"

„Was?"

„Es war anders... er sagte... 'uns'!" murmelte Ichigo benommen während Kazui den Raum betrat.

„Guten Morgen!" sagte er gutgelaunt während er mit seinem Pyjama im Polizei-Look vor seinen Eltern stand.

Ichigo schrie laut auf als er seinen 'Polizisten-Sohn' wieder sah und zeigte mit dem Finger auf ihn. „AGGHHH... Kazui, geh dich umziehen!"

„Awww... Sieht der Junge nicht schnuckelig in dieser süßen kleinen Polizeiuniform aus?" sagte Orihime genau wie gerade in seinem Traum.

Ichigo hielt es nicht mehr aus und stürmte aus dem Raum...

In der Soul Society, waren auch Ichika Abarai und ihr Onkel Byakuya inzwischen wach und auf dem weg nach Hause.

„Danke das du mich mitgenommen hast! Das war sehr aufregend!" sagte Ichika begeistert.

„Es freut mich das es dir gefallen hat!" sagte Byakuya stolz und lächelnd zu seiner Nichte, die sehr viel Talent hatte. Was sie heute Nacht auch bewiesen hat. „Ich bin mir sicher das... Ja was ist den hier passiert?"

Beide kamen an dem großen Loch in der Hauswand vorbei, das die Form eines Menschlichen Körpers hatte und blieben davor kurz stehen. Ichika musste lachen. Byakuya war einfach nur überrascht.

„Was treiben deine Eltern eigentlich wenn Sie alleine sind?" maulte Byakuya.

Zusammen betraten sie das Haus, in dem Rukia und Renji gerade beim aufräumen waren. Ichika begrüßte ihre Eltern glücklich bevor sie sofort wild herum fragte.

„Habt ihr heute Nacht eine wilde Party gefeiert?"

„Das würde mich auch interessieren!" sagte Byakuya und verschränkte die Arme. „Vor allem wüsste ich gerne wie dieses große Loch in die Wand eures Gästezimmers kommt."

„Ach, das müssen wir auch noch reparieren! Wir hatten Besuch!" sagte Rukia müde während sie den Tisch fertig abwischte und ihre Tochter wegschickte. „Ichika, geh auf dein Zimmer und zieh dich um. Ich will mal kurz mit deinem Onkel allein sprechen!"

Ichika verließ den Raum. Aber anstatt in ihr Zimmer zu gehen, ging sie ins Gästezimmer um sich das große Loch anzusehen. Im Wohnzimmer stand Rukia auf und führte Ihren Bruder aus dem Haus.

„Komm, wir gehen zu dir... Ich will nicht das Ichika das mitbekommt. Die erzählt es sonst sofort weiter..." sagte Rukia müde und ging mit Byakuya zu ihm um mit ihm in aller ruhe zu sprechen.

Ichika währenddessen stand interessiert vor dem Loch und erkannte sofort, das es eine Person gewesen sein musste die da durch die Wand gekracht war. Neugierig ging sie näher und trat dabei auch auf den Futon der noch auf dem Boden lag. Etwas Merkwürdiges war in diesem Raum. Sie konnte eine Kraft spüren. Etwas ähnliches hatte sie schon mal gespürt. Ihr fiel nur noch nicht ein wo es damals war...

Ihre Mutter währenddessen hatte Byakuya aufgeklärt.

„Dieser Asano, starb also während des Kurosaki-Gate?" fragte Byakuya was Rukia mit einem stummen nicken bejahte. „Und jetzt ist er in der Akademie?"

„Ja! Er ist stark... Sogar sehr..." erklärte Rukia. „Mich macht ehrlich gesagt Nachdenklich was diese Schlafwandleerei angeht... Besonders seit diesem Vorfall gestern Abend."

In ihrem Haus legte Ichika währenddessen die Hände auf den Futon. Sie spürte Ihn... Sie spürte eindeutig das eine Person in diesem Raum war, die sie kannte. Und die offenbar sehr starke spirituelle Kräfte hatte. Ichika war sehr talentiert darin, zu spüren wer sich wann wo aufgehalten hatte. Sie konnte spüren das hier in diesem Futon eine Person lag. Und genau die gleiche Person, war auch durch die Wand gebrettert. Neugierig legte Ichika ihre Hände auf die Bruchstellen und streckte den Kopf raus. Da sah sie etwas im Gras liegen. Es war ein Stofffetzen. Sehr schöner Stoff sogar. Das war von keiner Seele aus dem Rukongai. Ichika hob es auf und hielt es ins Licht... Es war klar, das das ein Stück von einer Uniform aus der Akademie war. Dann plötzlich dämmerte es ihr... Ihr wurde klar wo sie diese Person schon einmal gespürt hatte...

„WOW... Das muss ich sofort Kurosaki erzählen!" kicherte Ichika und bereitete alles für ihren heimlichen Trip in die Welt der Lebenden vor...

In Byakuyas Haus traf währenddessen ein gesandter der Sereitei ein...

„Kommandant Kuchiki, Kommandantin Abarai... es hat heute Nacht einen Zwischenfall gegeben..."

In sicherer Entfernung betrat Kaneda mit einem Glass 'Katermedizin', die er noch aus der Welt der Lebenden kannte, und einem 'Katerfrühstück', welches er selbst zusammengestellt hatte sein Quartier, in das er Keigo gebracht hatte. Dieser lag stöhnend und mit einem Kater auf seinem Futon und stöhnte vor Kopfschmerzen.

„Hier, trink das! Das hat mir immer sehr gut geholfen. In den 80ern waren wir noch viel wilder am Feiern!" erzählte Kaneda mit einem breiten Grinsen. Keigo gab keinen Ton von sich. Er starrte einfach nur leer auf seine Zimmerdecke. „Hey, was ist los?"

Keigo starrte ganz lapidar auf seine Decke und dachte über das nach was ihm seine innere Stimme sagte. Ist der ganze Kurosaki-Clan wirklich Freund oder Feind? Was hatte es mit diesen Visionen zu tun in denen er misshandelt wird? Und warum wurden sie immer stärker? Es war als ob noch viel mehr dahinter steckte. Glücklicherweise waren die beiden Stimmen ruhig, wenn Kaneda in der nähe war...

„Kaneda-kun?"

„Ja!"

„Weißt du wie ich in der Welt der Lebenden zu Tode kam?"

Die Frage versetzte Kaneda in Schockstarre...

Auch in der Welt der Lebenden wurde über Keigos Tod diskutiert...

„Ichigo..." begann Orihime und sah ihren Mann besorgt an, während dieser schweigend am Esstisch saß und die Wand anstarrte. Orihime saß ihm Gegenüber. Kazui war in seinem Zimmer und zog sich an. „...es bringt nichts sich den Kopf zu zerbrechen. Glaub mir, nach Soras Tod ging es mir genauso. Was geschehen ist können wir nicht ändern auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen! Also was ist der Grund weshalb dich die Geschichte immer noch so nachdenklich macht, das du sogar schon anfängst von Keigo-kuns Autopsie zu träumen?"

„Uns!" antwortete Ichigo knapp.

„Wie uns?" Orihime verstand es nicht.

„An dem Abend... als wir ihn besucht haben und als er dann vor uns in den Aufzug geflüchtet ist... Hat er geschrien: Lasst uns in Ruhe!" erinnerte sich Ichigo. Jetzt erst langsam begriff er was dieses 'uns' in dem Satz zu bedeuten hatte. Ichigo glaubte die ganze Zeit das er sich damals einfach im Eifer des Gefechts verhört hatte. Doch nun war er ziemlich sicher, das Keigo genau das gesagt hatte. Nur warum wusste er nicht.

„Er hat doch bestimmt gesagt: 'Lass mich in ruhe' und nicht 'lass uns in ruhe'!" meinte Orihime. „Du musst dich verhört haben?!"

„'Mich' und 'Uns' klingt doch nicht einmal ähnlich!" maulte Ichigo bevor er wieder ruhig wurde. „Ich frage mich ehrlich gesagt, was damit gemeint sein könnte!"

Auch Orihime fiel dazu nichts ein...

Keigo hatte jedoch damals einen Grund 'UNS' zu sagen. Dieser Grund war kurz davor das Licht der Welt zu erblicken...

„So weit sieht alles gut aus, Fukota-san!" sagte die Gynäkologin während Keigos Ex-Freundin vor ihr auf der Liege lag und benommen in die Luft starrte. „In aller spätestens zwei Wochen ist es soweit."

Akira Fukota, Synchronsprecherin, Starlett und eher mäßig erfolgreiche Schauspielerin und zudem die ehemalige Freundin von Keigo Asano, hatte Tränen in den Augen. Denn sie wusste nicht wie es weiter gehen sollte. Sie war schwanger. Eigentlich eine schöne Sache. Aber sie war auch schwanger mit einem Kind für das sie gar nicht sorgen konnte. Sie war pleite. Sie hatte kein geregeltes Einkommen mehr, gerade ihr Penthouse verloren und hatte Schulden. Und dann trug sie auch noch dieses Kind in sich, von einem Typen der es tatsächlich geschafft hatte sich von einem Auto überfahren zu lassen und zu sterben. Und das nur wenige Tage nachdem er überhaupt erfahren hatte das er Vater wird...

„Sie sollten sich auf jeden Fall nur noch Ruhe gönnen und jede Form von Aufregung vermeiden!" erklärte die Ärztin und reichte ihr noch ein ausgedrucktes Ultraschallbild.

Akira verließ die Praxis und fing wieder an zu heulen... Keigo ist so ein Dreckskerl, dachte sie. Sie dachte er würde, nach all dem Mist dem ihm in der Vergangenheit widerfahren ist, für sein Kind da sein. Den Eindruck hatte sie zumindest. Denn sie wusste das Keigo sich nach einer Intakten Familie sehnte. Genau dem was er nie hatte. Aber sie war auch selbst schuld daran das sie jetzt leer dastand. Sie hatte Keigo ihre Schwangerschaft über einen Monat lang verheimlicht. In dieser Zeit musste sie mit ansehen wie er sich immer mehr mit Drogen und Alkohol kaputt macht. Dann dieser Amoklauf in Haneda, der ihr endgültig vor Augen führte, wie mies sie ehrlich gesagt nicht nur zu Keigo war. Und jetzt hatte Keigo alles was er hatte an Fremde vererbt und das eigene Kind ging leer aus. Es war unfair. Aber Keigo wusste ja wie gesagt nichts bis kurz vor seinem Tod.

Müde lies sich Akira auf einer Bank in einem nahen Park nieder und rieb sich den Bauch. Sie dachte ernsthaft über eine Abtreibung nach. Ein Kind von einem psychisch labilen Drogenjunkie war alles andere als angenehm. Aber als er starb konnte sie es nicht tun. Sie konnte dieses Leben nicht auslöschen. Irgendeinen Weg musste es doch geben? Weinend suchte sie in ihrer Handtasche nach einem Taschentuch als sie diesen Umschlag fand...

Das war komisch. Diesen Umschlag kannte sie nicht. Und wenn was dann musste er seit Monaten in der Tasche liegen, die sie heute zum ersten mal seit Monaten überhaupt wieder umhatte. Neugierig öffnete sie den Umschlag und sah das es eine Notiz von Ihr selbst war...

„Was ist das denn?" fragte sie sich selbst, während die den Umschlag öffnete und ihre alten Notizen aus der Zeit des Kurosaki-Gate wiederfand. „Das... ist meine Handschrift... was habe ich da bloß geschrieben?"

Neugierig überflog sie die Namen und Notizen die sie da aufgeschrieben hatte. ...Ichigo Kurosaki, möglicherweise ein Freund... Tatsuki Arisawa, unklar... Yasutora Sado, bekannt..., der letzte Name kam ihr bekannt vor. Das war doch dieser Boxer! Bei den anderen Namen hatte sie ein komisches Gefühl.

„Kurosaki... wieso kommt mir das so bekannt vor..." sagte sie während sie neugierig ihr Smartphone aus der Tasche nahm und im Internet nach dem Namen suchte...

Im Haus der Kurosakis, machte sich Kazui bereit zu gehen. Er wollte sich mit Yupa treffen. Orihime wollte für heute Abend einkaufen gehen, so würde Ichigo allein in der Klinik sein... Orihime wollte Ichigo eigentlich nicht allein lassen, aber sie wollte für ihre ganzen Freunde heute groß Kochen. Kazui kam die Treppe hinunter und verließ amüsiert das Haus.

„Ich bin bei Yupa!" rief er.

„Kazui, warte mal..." rief Ichigo ihm hinterher und Kazui hielt inne und drehte sich zu seinem Vater um. Dieser hatte sich daran erinnert was Yupa in seinem Traum gesagt hatte. „Kazui... wenn du und Yupa darüber reden solltet was war während wir in der Soul Society waren... sprecht offen über alles. Wenn du merkst das dein Freund etwas in sich hineinfrisst dann... ach du weißt schon!"

Kazui war überrascht: „Okay!"

Mit diesen Worten verließ Kazui das Haus.

Ichigo sah seinem Sohn hinterher. Das der beste Freund seines Sohnes das Familiengeheimnis kannte, erleichterte einiges, aber Ichigo machte sich auch ernsthaft sorgen um den Jungen. Er hoffte das es nicht genauso wird wie mit seinen eigenen Freunden, besonders wie mit Keigo. Den Yupa hatte genauso wie er Kurosaki-Gate voll abbekommen...

Jemand anderes, der zumindest unter den Spätfolgen des Kurosaki-Gate litt, wachte langsam auf als sie realisierte das jemand auf ihrem Bauch herum tastete und sie eine Stimme hören konnte. Stöhnend öffnete sie ihre Augen und blickte auf eine Lampe...

„OH, Doktor sie wacht auf!" hörte Michiru ihre Mutter sagen.

„Aww... Wo bin ich?" murmelte Michiru bis sie geschockt realisierte das sie in einem Krankenhaus war und ein Arzt gerade ihren Bauch abtastete. In schock, fing sie an zu schreien! „AAAAAGGGHHHHH... WAS Machen Sie da?"

„Michiru, beruhige dich!" rief Ihre Mutter und nahm ihre Hand. „Alles ist Gut! Du bist im Krankenhaus!"

„NEIN! Kein Krankenhaus! Ich will nicht..." heulte Michiru. Denn sie wusste... wenn sie hier im Krankenhaus war... bedeutete es das sie aufgeflogen war. Das letzte woran sie sich erinnerte war das sie in diesem Café saß und sich mit dieser Nachrichtensprecherin unterhielt. Und das jetzt das Geheimnis um ihr unsichtbares Shinigami-Baby auffliegen würde. „Agghh... Was tun Sie da?"

Der Arzt hatte ein Ultraschallgerät mitgebracht und es gerade eingeschaltet um damit das Kind zu untersuchen.

„Michiru... Mein Schatz, du wirst es nicht glauben! Du bist Schwanger!" sagte ihre Mutter glücklich. „Es ist ein Wunder!"

„Schwanger?" Michiru sah ihre Mutter ungläubig an und verstand nicht warum diese nicht wütend war. „Du... bist nicht böse?"

„Wieso sollte ich den Böse sein?" fragte ihre Mutter erschrocken. „Das ist doch wunderschön. Wenn dann mache ich mir nur Vorwürfe weil ich es nicht früher erkannt habe. Und weil ich immer so herum gejammert habe das ich niemals Enkelkinder haben werde. Und jetzt... dein Vater ist schon ganz aufgeregt! Er ist los und besorgt schon ein Plüschtier..."

Michiru hatte das Gefühl, ihre Mutter würde bereits von diesem Shinigami-Baby kontrolliert werden. Hatte sie gerade wirklich gesagt das sie sich für sie freut. Sie war unverheiratet, lebte immer noch bei ihnen und sie hatten kein freies Zimmer für ein Kind. Ein Kind das sie nicht einmal werden sehen können...

„So, dann wollen wir mal. Halten Sie bitte einen Moment still!" sagte der Arzt als er mit dem Ultraschall anfangen wollte.

„NEIN!" schrie Michiru. „Tun Sie das nicht!"

„Sie brauchen keine Angst zu haben. Das tut gar nicht weh! Sie werden nichts spüren..." sagte der Arzt lächelnd weil er annahm Michiru wäre einfach nur überrascht.

„NEIN! Keine Fotos... Diese Wesen können gar nicht Fotografiert werden..." heulte Michiru und presste sich eines Ihrer Kopfkissen aufs Gesicht. Sie konnte es nicht mit ansehen.

„Was redest du da?" fragte ihre Mutter verwirrt.

„NEIN! Tun Sie das nicht... Sie werden nichts sehen können!" Michiru wurde panisch. Gleich war es soweit... gleich würde ihr 'unsichtbares' Ungeborenes auf dem Bildschirm 'nicht' erscheinen.

„Awww... Sie dir das an!" sagte ihre Mutter entzückt und nahm ihr das Kopfkissen weg. „Ist das nicht bezaubernd! Es ist ein Wunder..."

„Nein! Ich kann das nicht erklären... ich..." als Michiru die Augen öffnete traute sie diesen nicht. Auf dem Bildschirm war ein Kind zu sehen. Ihr Kind! Es war Sichtbar. „Jetzt... jetzt sag nicht... das du es sehen kannst?"

„Aww... Michiru, warum redest du so wirres Zeug. Selbstverständlich kann ich es sehen! Und es ist wunderschön!"

„Schauen Sie mal..." sagte der Arzt und wies auf den Bildschirm. „...hier ist der Kopf, die Arme, die Beine... sieht alles gut aus. Sie haben so wie es aussieht ein gesundes kleines Baby in sich..."

Michiru war so sprachlos das sie nichts mehr sagen konnte. Ihr Baby... war gar nicht unsichtbar. Es trug auch keinen schwarzen Kimono. Zumindest sah man das nicht auf dem Bildschirm.

„Ich... bekomme ein Baby..." stammelte Michiru erleichtert. Vielleicht bekommt sie ja doch ein normales Baby...

Einige Kilometer weiter, spielten Kazui und Yupa auf dem Spielplatz in der nähe von Yupas Haus. Was die beiden Jungs nicht ahnten war das sie eher Argwönisch von Yupas Eltern beobachtet wurden.

„Doch ich sags dir! Irgendetwas stimmt mit unserem Sohn nicht!" sagte Yupas Mutter besorgt zu ihrem Mann.

„Ich würde eher sagen mit diesem Kurosaki stimmt etwas nicht!" erwiderte Yupas Vater. „Ich weiß nicht wieso, aber seit unser Sohn mit diesem Jungen befreundet ist... ist er irgendwie anders! Als ob er etwas verheimlicht."

Yupas Eltern wussten ja natürlich nicht das ihr Sohn Kontakte zum Übernatürlichen hatte. Beim Fußballspielen kamen die Jungs ordentlich ins Schwitzen. Und trotzdem konnte Kazui sofort spüren das jemand bestimmtes in der Nähe war. Yupa fiel natürlich sofort auf das Kazui den Ball nicht zurückschoss und der Ball einfach an ihm vorbei rollte.

„Hey, was ist los?"

„Ich spüre etwas!" antwortete Kazui und sah auf die nahegelegene Wand.

„Oh... Ist hier ein Hollow?"

„Nein! Ich glaube... das ist Ichika!"

Ichika war tatsächlich gerade hier in der Nähe aufgetaucht und suchte nach Kazui. Sie konnte es kaum abwarten ihm zu erzählen was sie gerade in ihrem Haus gespürt hatte. Die Jungs gingen näher zur Wand. Ichika musste in der Nähe sein.

„Ist diese Ichika hier auf Mission?"

„Nein, sie kommt aber manchmal einfach vorbei und wir trainieren ein bisschen." erklärte Kazui. „Sie ist sehr stark."

„Danke für das Kompliment!" sagte Ichika.

Die Jungs drehten sich um. Ichika stand plötzlich direkt hinter ihnen. Yupa lies erschrocken den Ball fallen, der Ichika direkt vor die Füße rollte und den sie sofort neugierig aufhob.

„Hallo Ichika!" sagte Kazui lächelnd und grüßte sie, während Yupa die junge Shinigami mit offenem Mund anstarrte.

„Schön dich zu sehen!" sagte Ichika mit stolz geschellter Stimme und drehte sich zu Yupa. „Und du bist?"

„Das hier ist Yupa. Mein bester Freund! Er kann dich sehen, also müssen wir nicht so tun als ob du nicht da bist." erklärte Kazui. „Sag Hallo, Yupa!"

„Hallo Yupa!" plapperte Yupa nach ohne nachzudenken. Er konnte den Blick einfach nicht von ihr abwenden. Er war gerade völlig hin und weg...

Ichika fand Yupas Gesichtsausdruck eher albern und störte sich daran wie er sie anstarrte. Sie verstand nicht wieso.

„Hey, was glotzt du so?" fragte Ichika. „Bist du krank?"

„Nein! Ich bin begeistert!" sagte Yupa lächelnd und nahm seinen Ball wieder entgegen.

„Oh, danke! Das solltest du auch!" sagte Ichika zufrieden und wandte sich wieder an Kazui. „Kurosaki, ich muss dir was erzählen... ehm... kannst du deinem kleinen Freund mal sagen das er aufhören soll mich so anzustarren!"

Kazui merkte nicht das sein bester Freund gerade total in Ichika verknallt war und lächelte es einfach weg. „Yupa ist eingeweiht. Ich verheimliche ihm gar nichts mehr. Alles was du mir erzählst kann auch er wissen. Also, was willst du mir erzählen?"

Während Ichika die beiden Jungs aufklärte, war Yupas Mutter am Fenster völlig verwirrt und rieb sich die Augen. Ihr Mann kam in den Raum und war überrascht.

„Was hasst du?"

„Ich weiß nicht... Aber ich habe gerade gesehen wie der Fußball unseres Sohnes vor ihm in der Luft geschwebt ist..."

Draußen war Kazui sehr aufgeregt.

„Nee, oder?"

„Doch!" sagte Ichika nickend und zog den Stofffetzen aus ihrer Tasche um ihn den Jungs zu zeigen. „Das war eindeutig Asano! Er war gestern Nacht bei mir Zuhause! Und er hatte eine Uniform aus der Akademie an!"

„Das bedeutet er ist in der Akademie!" sagte Kazui begeistert. „Das ist ja toll. Ich wollte meinen Eltern schon sagen das wir ihn da anmelden sollten. Um wieder gut zu machen das wir ihm versehentlich wehgetan haben."

„Und Mama und Papa wussten es. Ich weiß noch nicht wie lange, aber ich wollte es dir unbedingt erzählen!" erklärte Ichika.

„Ihr meint Asano? Den Schauspieler den ihr gegrillt habt?" fragte Yupa während er den Blick nicht von Ichika ablassen konnte.

„Hey, das war doch keine Absicht!" maulte Ichika. „Egal, Kurosaki behalte das mal erst für dich. Ich muss zurück bevor Mama und Papa merken das ich weg bin. Ich muss los. Wir sehen uns... und du hör auf mich so anzustarren!"

Mit diesen Worten verschwand Ichika genauso schnell wie sie plötzlich aufgetaucht war. Kazui war natürlich sehr aufgeregt. Yupa, der kaum zugehört hatte, war immernoch am schwärmen. Kazui redete laut und wild während sie zurück zu Yupas Haus gingen...

„Das ist großartig. Asano wird ein Shinigami. Das ist das mindeste nachdem er wegen uns vor diesen Lieferwagen gerannt ist... hey, Yupa... hörst du zu?"

Yupa träumte gerade von Ichika: „Hä, was sagst du?"

„Wieso bist du so komisch drauf?" fragte Kazui während sie zurück vor dem Haus ankamen.

Was beide Jungs nicht mitbekamen war das sich Yupas Eltern an das offene Fenster gestellt hatten und heimlich die Jungs belauschten...

„Hey, jetzt kapier ich... Deshalb bist du so komisch..." sagte Kazui, was Yupas Eltern hellhörig werden lies. Endlich würden sie ihre Antwort bekommen. „... du bist in Ichika verknallt. Gibs zu!"

Yupas Mutter hielt sich den Mund zu, damit niemand ihr lachen hören konnte. Sein Vater war sprachlos und überrascht.

„WAS?" rief Yupa während er ganz rot im Gesicht wurde. „Nein, ich... ehm... bewundere nur ihre... stärke und ihre... kraft..."

Im Haus fing Yupas Mutter an zu kichern. Sein Vater fing an zu grinsen...

„...also was sie erzählt hat ist unglaublich! Wirst du es deinen Eltern sagen?" fragte Yupa um das Thema zu wechseln.

„Ich weiß nicht. Ich glaube die werden es nicht gerne hören wollen!"

„Wieso, ich dachte die freuen sich?"

„Ja... Aber, die haben da was angedeutet... Ich muss los. Mama wollte das ich zeitig zu hause bin. Heute Abend kommt jemand aus Deutschland zum Abendessen." erzählte Kazui und verabschiedete sich. „Aber, jetzt sag schon... Bist du in Ichika verknallt, oder nicht?"

Yupa wurde wieder rot. „Ich ehm... Sie ist außergewöhnlich..." Yupas Eltern fingen an amüsiert zu kichern. Auch Kazui musste schmunzeln. Das war so süß. Ihr kleiner Sohn war zum ersten mal verknallt. Das würde sein komisches Verhalten in der letzten Zeit erklären. Doch was sie daraufhin hören sollten sollte ihnen einen Schock versetzten: „...wenn das mit einem passiert wenn man in die Soul Society kommt, kann ich es kaum abwarten zu sterben..."

Yupas Mutter wurde vor Schock ohnmächtig, sein Vater unterdrückte sein schreien...

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