Kapitel 7: Der Stellensalat und die Massenkarambolage (1)

Okay hier is Nr. 2 (is ne Fortsetz-episode mit drei Teilen, ich könnte sie ja alle gleich reinstellen aber das würde den Spaß versauen!) Viel Spaß damit und schreibt mir!

Carter machte seinen Weg ins Ärztezimmer, wo Lucy gerade Kaffee kochte, sie schien ihn zu ignorieren. „Ich werde gleich zu Anspaugh gehen", sagte er und packte seine Sachen in seinen Spind. Die Studentin wandte sich rasch ihn zu. „Und was willst du da! Willst du ihm sagen, dass wir miteinander geschlafen haben und unser beider Karieren zerstören!", fragte sie wütend, „Das war sowieso der größte Fehler meines bisherigen Lebens!" „Ich werde ihn bitten dich einem anderen Arzt zuzuweisen", sagte er ruhig und lehnte sich an den Tisch der unmittelbar vor ihr stand. „Was!" „Lucy ich will mit dir zusammen sein, aber es geht nicht, wenn..." „Moment, Moment! Das war ein Ausrutscher, meinerseits!", unterbrach sie ihn zornig. „Bitte Lucy gib mir eine Chance", bat er. Sie wandte sich von ihm ab und wieder der Kaffeemaschine zu.

„Nein!"

Carter legte seine Arme um sie und zog sie an sich. „Lass mich los!", forderte sie ohne Erfolg. Mit einer Hand strich Carter ihr blondes Haar zur Seite und küsste ihren Nacken. Lucy lief ein Schauer über den Rücken und sie schloss ihre Augen. Dann drehte sie sich in seiner Umarmung und sah ihn an. „Bitte Lucy", flüsterte er. Lucy sah ihn lange an , dann sagte sie leise: „Okay..." Der Arzt küsste sie zärtlich. „Kommst du mit zu Anspaugh?", fragte er dann. Lucy nickte und die beiden machten sich auf den Weg in die Chirurgie.

Ein anderes Paar lag bis jetzt noch friedlich schlummernd im Bett. Bis jetzt!

Das Telefon auf Elizabeths Nachttisch klingelte. Die Chirurgin wachte in Luka's Armen auf, dieser schlief noch tief und fest. Bemüht ihn nicht zu wecken löste sie sich vorsichtig aus seiner Umarmung und griff nach dem Hörer. „Ja?", murmelte sie verschlafen, als sie die Stimme ihres Vaters Charles erkann wurde sie endgültig richtig wach.

Hallo Elizabeth, es tut mir leid, dass ich dich so früh störe, wie geht es dir so?"

„Gut, danke, aber das ist doch nicht der Grund warum du mich um sechs Uhr anrufst, oder?"

Nein, du hast mich durch schaut, hast du heute früh Dienst?"

„Nein heute ist mein freier Tag", antwortete sie und lehnt sich im Bett zurück. Inzwischen war Luka aufgewacht und beobachtete sie mit einem Lächeln.

Das ist sehr gut, erinnerst du dich noch an die Tochter von meinem Bruder Colin und Alexis?"

„Ja sicher, Gabrielle, wie geht es den dreien?"

Gut, gut, es ist so, Gabrielle hat wie du weißt auch Medizin studiert, aufgrund ihrer Leistungen hat sie ein Auslandsstipendium bekommen und sie möchte gerne nach Chicago zu dir kommen, ihr habt euch doch immer gut verstanden. Die Assistenzarzt Stelle am County General hat sie schon sicher, ich wollte dich fragen ob du sie heute um neun Uhr vom Flughafen abholen könntest."

Zwei Stunden später als sie neben Luka mit einer Tasse Kaffee in der Hand in der Küche an den Tresen gelehnt stand, wurde ihr überhaupt bewusst auf was sie sich eingelassen hatte. „Vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht", meinte Luka um sie aufzumuntern, „So schlimm kann sie ja nicht sein." „Nein, ist sie ja nicht, wir verstehen uns eigentlich ganz gut, aber guck mal, meine um Jahre jüngere Cousine fängt auf der gleichen Station auch als AIPler an, wir werden doch ständig verglichen werden!", widersprach sie und trank einen Schluck ihres Kaffees, „Hast du heute Dienst?", fragte sie dann. „Ja ich muss bald los um neun Uhr muss ich da sein", antwortete er. „Und ich muss um neun am Flughafen sein..." „Ich schlage vor dann sollten wir uns beide auf den Weg machen, ich kann dich mitnehmen", schlug er vor. „Das passt aber von der Zeit her nicht, wenn du um neun schon Dienst hast", erinnerte sie ihn. „Stimmt du hast recht, wenn du sie nur abholen musst, wollen wir dann heute Mittag zusammen essen?" „Ja das klingt gut, ich werde dann ins Krankenhaus kommen", sagte sie und nickte. „Schön."

Carter war im Begriff an die Bürotür von Dr. Anspaugh zu klopfen als, diese sich auch schon öffnete, weil der Personalchef an sich den Raum verlassen wollte. „Oh, guten Morgen Dr. Carter, Sie wissen nicht zufällig, ob Dr. Corday Dienst hat oder?", fragte er. „Sie hat heute glaube ich frei, Dr. Anspaugh, ich, ich meine wir, müssen etwas wichtige mit Ihnen besprechen", sagte er. Anspaughs Blick wanderte zu Lucy die neben Carter stand. „Und Sie sind..." „Lucy Knight, Medizinstudentin im dritten Jahr." „Richtig, Miss Knight, ist es so wichtig, dass es nicht bis morgen warten kann? Ich habe eigentlich noch einiges zu tun..." „Es geht schnell", versicherte Carter ihm. Er seufzte und bedeutete den beiden einzutreten und sich zu setzten; er selbst setzte sich hinter seinen Schreibtisch auf dem Stapelweise Krankenblätter lagen.

„Entschuldigen Sie die Unordnung, Vorgestern hat der Chef der Chirurgie gekündigt und jetzt habe ich die doppelte Arbeit." Carter und Lucy nickten verständnisvoll. „Also was ist so wichtig das es nicht bis morgen warten kann?", wollte Anspaugh wissen. „Ich möchte Sie bitten mich einem anderen Arzt zuzuweisen", sagte Lucy. Der Arzt sah sie verdutzt an, dann fragte er: „Sie sind Dr. Carters Studentin, seh ich das richtig?" Die Studentin nickte. „Gibt es irgend ein Problem, mit ihnen beiden?" „Nein, ganz im Gegenteil und das ist an sich das Problem...", erklärte der Assistenzarzt. Das Erstaunen auf Anspaughs Gesicht wuchs zusehens. „Lassen Sie es mich zusammen fassen: Sie beide verstehen sich zu gut als dass Sie, Dr. Carter, Miss Knight objektiv beurteilen können. Außerdem sind wie Sie wissen Beziehungen zwischen Menschen die im Lehrer-Schüler Verhältnis stehen verboten." Lucy und Carter nickten zustimmend. Der Personalchef seufzte: „Gut ich werde sehen, welcher Arzt sich um Miss Knight kümmern kann..."

„Guten Morgen alle zusammen!", ein junger Mann kam zur gleichen Zeit auf den Empfang der Notaufnahme zu. Er hatte kurze, braune Haare, war schlank und hatte einen Rucksack über der Schulter. Randy sah ihn skeptisch an, als er vor ihr Halt machte. „Ich suche Dr. Greene", meinte er und lehnte sich über den Tresen. Die Notaufnahmekoordinatorin hielt ihm ein Formular unter die Nase und erwiderte: „Füllen Sie das aus und setzten Sie sich, sobald wir Zeit finden werden wir uns um Sie kümmern. Er schenkte ihr einen Blick als würde er an ihrer Ernsthaftigkeit zweifeln. „Sie verstehen nicht, ich arbeite hier seit gestern..." „Und wer sind Sie?", wollte Randy wissen. „Dr. Dave Malucci."

Es war nunmehr neun Uhr und Elizabeth stand in der Vorhalle des Flughafens. Ungeduldig tippte sie mit dem Fuß und ihr Blick wanderte immer wieder durch die Halle. Sie lehnte an einer Säule und wartete. Schließlich kam eine junge Frau auf sie zu. Gabrielle hatte recht lange, rot-braune Haare, im Gegensatz zu Elizabeth jedoch glatt. Außerdem trug sie ein weißes Anzughemd und eine Capri-Jeans. Hinter sich her zog sie einen großen schwarzen Koffer. „Gabrielle schön dich mal wieder zu sehen", lächelte Elizabeth und umarmte ihre Cousine. „Ja find ich auch", sagte sie, „Siehst gut aus, Chicago scheint dir gut zu tun!" „Ich hatte heute eigentlich meinen freien Tag und bin heute morgen in den Armen eines wundervollen Mannes aufgewacht und zwar um sechs Uhr weil mein Telefon geklingelt hat, ich bin total entspannt!", meinte Lizzie mit einer Spur Sarkasmus in der Stimme. „Tut mir Leid, wenn das meine Schuld ist, hat Charles so früh angerufen?" Die Chirurgin nickte. „Wir fahren jetzt erst einmal zu mir", bestimmte Elizabeth.

Dave machte seinen Weg durch die Notaufnahme, als er vom Rush hier her versetzt wurde, hatte er dem ganzen skeptisch entgegen gesehen. Mittlerweile hatte er seine Meinung geändert. Von Kollegen am Rush hatte er immer gehört, dass die Ärzte im County ihre Patienten reihenweise sterben lassen und, dass alle sehr unfreundlich seien. Sein erster Tag war wider seiner Erwartungen verlaufen. Die Schwestern waren hilfsbereit und die Ärzte kompetent und freundlich. Nachdem sich gestern die Türen des Krankenhauses hinter ihm geschlossen hatten, hatte er freudig seinem ersten RICHTIGEN Arbeitstag entgegengeschaut. Sollte er es jetzt nur noch schaffen Dr. Greene zu finden konnte es endlich losgehen, doch das war noch nicht in Aussicht. Die Notaufnahmekoordinatorin hatte ihm geraten in die Chirurgie zu gehen und dort nach ihm zu suchen, aber wo um Himmelswillen war die Chirurgie.

Komm Dave reg dich nicht auf, es ist eben ein großes Krankenhaus und es ist dein erster Tag, du kann also ruhig jemanden nach dem Weg fragen, sagte er sich selbst. Obwohl es ganz und gar seinem Stolz gegen den Strich ging sah er sich nach der nächsten Person im Schwestern- oder Ärztekittel um. Wenig später fiel sein Blick auf eine junge Ärztin, die gerade einer Schwester Anweisungen gab: „Rehhydrieren mit 1l Kochsalzlösung und noch einmal ein großes Blutbild und Leberfunktionswerte", sagte sie und trug es auf dem Krankenblatt ein. Als Chuny gegangen war fragte er höflich: „'tschuldigen, bist du Ärztin hier in der Notaufnahme?" Sie sah zu ihm auf und antwortete: „Ja, Anna Del Amico, ich bin Aisstenzärztin, was kann ich für dich tun?" „Mein Name ist Dave Malucci ich bin Assistenzarzt im zweiten Jahr und neu hier, kannst du mir sagen wie ich in die Chirurgie komme?" „Die Chirurgie befindet sich im zweiten Stock, nimm am besten den Fahrstuhl, aber sage mal, wie kommt es, dass du jetzt im Späthernst hier anfängst?", fragte Anna. „Es gab einige unangenehme Ereignisse am Rush, weshalb ich gezwungen war zu wechseln, dauert länger das zu erzählen, aber ich erzähl es dir gerne wen du mit mir ausgehst", er lächelte, seinen Charakter konnte er leider nicht ablegen und so etwas sagte er immer wenn er einer gut aussehenden Frau gegenüber stand. „Ich glaub das ist nicht nötig, so neugierig bin ich nicht", erwiderte sie.