Titel: Come to play – Lost and found
Teil: 6/mal sehen
Autor: Ayu
Email: VampiresLadygmx.de
Disclaimer: Harry Potter gehört J.K. Rowling und leider wird er auch nie mir gehören snif Das Moulin Rouge steht in Paris und ich hab keine Ahnung wem das Gehört oder was da so los ist'
Rating: R/PG-15 (?)
Pairing: Draco x Harry (?)
Genre: Shônen-ai, Drama, Dark (?)
Warnungen: Shônen-ai,
Archiv: Animexx.de
Inhalt: Der Krieg ist vorbei und alles scheint in Frieden zu leben, doch was passiert, wenn Draco Harry, der für tot gehalten wird, findet und feststellen muss, dass alles an das sie geglaubt hatten Lüge war? Dann wird sich das Blatt wenden und Licht und Dunkelheit werden sich ein weiteres Mal gegenüber stehen und die Karten werden neu gemischt.

Story ist noch nicht Beta gelesen!

A/N: So… hier ist endlich das nächste Kapitel von „Come to play". Glücklicherweise hat mein Ihu mir ein Lied gegeben, was mich furchtbar inspiriert hat, allerdings kann es sein, dass meine Gefühle wegen diesem Lied in diesem Kapitel sehr zum Ausdruck kommen. Das Lied ist so richtig schön traurig. Na ja ich hoffe mal euch gefällt dieses Kapitel.


Kapitel 06 – Heartbeat

Kaum hatte Draco Butterflys Zimmer verlassen, wich das Lächeln aus seinem Gesicht und ein besorgter und nachdenklicher Ausdruck nahm seinen Platz ein. Er fragte sich, was wirklich passiert war, dass Butterfly so verletzt gewesen war. Er wusste nicht, ob er sich diese Wunden selber zugefügt hatte oder ob jemand nachgeholfen hatte, aber er wollte wissen, was der Grund war. Seufzend machte er sich auf dem Weg zu Chef, der ihm vielleicht ein paar Antworten geben konnte und dem er noch mitteilen musste, dass er Butterfly mitnehmen würde. Denn er gehörte einfach nicht hier her. Draco war immer noch davon überzeugt, dass ein solch zerbrechliches Wesen, wie Butterfly es war, nicht an einen Ort wie diesen gehörte.
Erneut seufzend betrat Draco Chefs Büro und grüßte diesen leise. Chef betrachtete ihn mit leicht besorgter Mine und deutete ihm an sich zu setzen. Bei dem Gesichtsausdruck den der Blonde trug, hatte der ältere sofort das Gefühl gehabt, dass etwas mit Butterfly war. Er konnte es sich selbst nicht genau erklären, aber dieser Ausdruck machte ihn wirklich nervös. Er befürchtete, dass etwas wirklich Schlimmes vorgefallen sein musste.
„Was ist passiert?" fragte er daher mit angespannter Stimme und sah den Blonden auffordernd an.
Draco seufzte wieder leise und ließ sich tiefer in den Sessel sinken, als er Chef erzählte wie er Butterfly heute vorgefunden hatte und was er gesagt hatte. Man merkte deutlich, dass er sich sehr große Sorgen um den Dunkelhaarigen machte. Nachdem er mit seinen Ausführungen geendet hatte, blickte Chef ihn geschockt an und murmelte etwas Unverständliches vor sich her, als er mit einer Hand durch seine Haare strich.
„Er hat das alles wohl doch nicht so gut aufgenommen, wie er mir weismachen wollte…" gab er dann vor sich und erntete dafür direkt einen scharfen Blick des Blonden.
„Was meine Sie damit? Was hat er nicht gut aufgenommen?"
„Ich habe ihm vorhin davon erzählt, dass er Krank ist und welche Konsequenzen es für ihn haben wird… mehr kann und will ich dir jetzt nicht sagen. Wenn du mehr wissen willst, solltest du Butterfly persönlich fragen. Es liegt nicht in meiner Macht darüber zu bestimmen, was er damit anfangen will. Ich kann ihn nicht zu seinem Glück zwingen, aber wenn er wenigstens schon mal mit dir gehen will ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Er scheint dir irgendwie zu vertrauen, sonst würde er nicht mit dir gehen, verstehst du? Ich weiß nicht wie weit er dir vertraut, aber ich hoffe sehr, dass er sich dir eines Tages öffnen wird und dir zeigen wird, was er tief in seinem Inneren verborgen hält. Er ist wie ein Kind, dass viel Liebe braucht, aber nie welche bekommt. Er würde alles tun um Zuneigung zu erfahren, aber er sollte es nur tun, wenn er es wirklich will. Doch das versteht er noch nicht. Ich muss zugeben, dass ich ihm auch teilweise das Gefühl gegeben habe, er könnte nichts anderes…. Aber das schlimmste ist, dass er wirklich daran glaubt… Er denkt er ist nicht mehr wert, als das was jemand für ihn bezahlen würde…"
Draco biss sich auf die Unterlippe und hörte schweigend zu, dann stand er auf und lächelte leicht. „Ich werde dann mal zurückgehen… wir wollen nachher weg."
Mit diesen Worten verließ Draco den Raum und ließ einen ziemlich besorgten Chef zurück.
„Ich bitte dich… Ich bitte dich, mach ihn glücklich… Tu alles was in deiner Macht steht und mach ihn Glücklich…"

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Butterfly döste nicht lange, ehe er auch schon wieder aufschreckte und sich desorientiert umsah. Doch sehr schnell wurde ihm bewusst, dass er sich immer noch im Moulin Rouge befand. Seufzend setzte er sich auf und zog seine Beine eng an seinen Körper, wobei er seinen Blick aus dem Fenster wandern ließ. Er wusste nicht, ob es wirklich eine gute Idee war mit Draco zu gehen. Vor allem nachdem er wusste, was dieser für ihn empfand. Er wollte den Blonden nicht verletzen, aber er befürchtete, dass genau dies passieren würde, wenn er mit ihm gehen würde. Butterfly war sich einfach nicht mehr sicher, ob er überhaupt jemals wieder einen Menschen lieben konnte. Es war nicht so, als hätte er nicht schon einmal geliebt, aber das war bevor er Butterfly wurde. Bevor er hier gelandet war. Bevor man ihn einfach vergessen hatte. Und auch er hatte vergessen. Er hatte vergessen, wie es sich anfühlte zu lieben. Und wenn er ehrlich war, dann wollte er es auch nicht mehr wirklich. Der Dunkelhaarige hatte einfach viel zu viel Angst wieder verletzt zu werden und er wusste nicht, ob er es dieses Mal überstehen würde. Vermutlich würde er einfach daran zerbrechen.
/Naja was solls… Ich werde ja vermutlich eh nicht mehr lange leben. Was macht es da eigentlich noch aus…./ fragte er sich in Gedanken und machte sich noch etwas kleiner. Auch wenn er nicht behaupten konnte, dass ihm sein Leben gefiel und dass er gerne lebte, so wollte er trotz allem doch nicht sterben. Aber er befürchtete, dass es niemand verstehen würde.
Seufzend erhob er sich und ging zum Fenster.
/Ich wünschte ich könnte einfach wegfliegen… Einfach fort…/

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Mit langsamen Schritten ging Draco zu Butterflys Zimmer zurück. Er ließ sich extra Zeit, da er selber über einiges Nachdenken musste. Chefs Worte hatten ihn ziemlich getroffen und er fragte sich mittlerweile insgeheim, wie es eigentlich um Butterfly stand und dies bezog er nicht nur auf die Krankheit. Nach all dem was hier passiert war, wäre es nicht sonderlich erstaunlich, wenn er schwere Seelische Schäden davon getragen hätte. Denn scheinbar hatte sich ja niemand darum gekümmert, wie es dem Kleinen ging. Dies machte ihm leider auch schmerzhaft bewusst, dass er selbst und so viele andere auch einfach die Augen geschlossen hatten und weggesehen hatten, als der Dunkelhaarige sie am meisten gebraucht hätte. Insgeheim fragte Draco sich, ob er jemals mit dieser Schuld würde leben können. Auch wenn ihm klar war, dass ihn eigentlich keine persönliche Schuld traf, da er ja nicht einmal wirklich von seinem Verschwinden gewusst hatte und erst sehr spät davon erfahren hatte. Er fühlte sich einfach, als hätte er den Kleineren im Stich gelassen und ihn seinem schweren Schicksal schutzlos ausgeliefert.
Außerdem gingen ihm die traurigen Grünen Augen nicht mehr aus dem Sinn, die ihm scheinbar keine Ruhe mehr lassen wollten. Es schien ihm fast so, als hätten sie sich in seine Netzhaut eingebrannt und schien ihn nun verfolgen zu wollen, bis er die ganze Wahrheit kannte und somit eine Möglichkeit hatte ihm wirklich zu helfen. Draco wollte einen solchen Ausdruck nie wieder in seinen Augen sehen. Und insgeheim schwor er sich, dass er alles in seiner Macht stehende tun würde um Butterfly glücklich zu machen. Wie auch immer. Er war sich von Anfang an sicher gewesen, dass der jüngere es verdiente, aber nun war er sich definitiv sicher.
Seufzend bleib er einen Moment vor der Zimmertüre stehen und legte seien Hand zaghaft auf die Klinke, öffnete die Tür jedoch nicht. Noch einmal schwor er sich das zerbrechliche Wesen, welches hinter dieser Tür auf ihn wartete, zu beschützen. Koste es was es wolle.
Mit diesen Gedanken betrat er den Raum.

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Butterfly drehte sich langsam um, als Draco den Raum betrat und die Beiden sahen sich einen Moment schweigend an, ehe Butterfly den Blick senkte.
Draco überbrückte die Entfernung zwischen ihnen und hob sanft sein Kinn an, so dass der Dunkelhaarige ihn ansehen musste.
„Mach dir keine Sorgen mehr. Du musst nichts mehr vorspielen und nichts mehr tun, was du nicht willst… wir werden von ihr verschwinden. Und du wirst niemals wieder hier her zurückkehren müssen. Nie mehr sollst du denken, dass du nur das Wert bist, was man für dich bezahlt. Du bist unbezahlbar, Butterfly. Niemand wird jemals verstehen können, wie viel du wirklich Wert bist. Aber du musst lernen dir selbst etwas wert zu sein, verstehst du?" mit diesen Worten küsste Draco Butterfly sanft auf die Stirn und legte einen Arm um ihn.
„Ich werde nicht mehr zulassen, dass dir etwas passiert. Als bitte akzeptiere meine Hilfe. Alles was ich will ist dich irgendwann einmal wirklich verstehen und dir helfen deine Flügel auszubreiten. Und jetzt… Lass uns nach Hause gehen"

Butterfly betrachtete ihn die ganze Zeit schweigend und konnte nicht verhindern, dass er leicht rot wurde. Er verstand nicht, dass Draco sich so um ihn kümmerte, aber er war bereit es zu akzeptieren.
Langsam machten die Beiden sich auf den Weg nach unten, wobei sie von einigen Anwesenden beobachtet wurden. Gemeinsam verließen sie das Bordell und ein lächeln breitete sich auf Myas Gesicht aus, als sie zu Chef ging und ihm eine Hand auf die Schulter legte.
„Ich bin mir sicher, dass er jetzt glücklich werden kann."

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Ende Kapitel 06
Coming as Soon as possibleKapitel 07