Endlich Sommerferien!!!!

Und zum Start dieser wunderbaren Ferien ist hier nun auch mein neues Chapter. Ich muss mich leider dafür entschuldigen, dass dieses etwas auf sich warten gelassen hat. Leider hatte ich in der letzten Woche keine Zeit dieses Chap on zu stellen. Außerdem will ich mich für diesen langweiligen Titel entschuldigen. Ich habe überlegt, was besser gewesen wäre, aber mir viel leider kein bessere Titel ein. Also vergebt mir bitt.^^

Und jetzt Schluss und viel Spaß mit dem neuen Chapter.

Eure Nessi

P.S: Ich wünsche euch allen schöne Ferien!


Gespräche

Etwas nervös stand sie vor dem großen Wasserspeier, der die Treppe zum Büro des Schulleiters verbarg. Erst jetzt viel ihr auf, dass sie das Passwort ja gar nicht kannte. Seufzend stützte sie sich an der steinernen Wand ab und betete, dass Dumbledores Nase doch wieder jucken möge und er sie hineinlassen würde.

Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als ihr Gebet erhört wurde und der Wasserspeier tatsächlich die Treppe frei gab. Dumbledore war eben eine Kategorie für sich. Noch einmal tief durchatmend betrat sie die erste Stufe und wartete, während sich die Treppe langsam nach oben drehte und vor einer hölzernen Tür halt machte. Mit zitternden Händen klopfte sie gegen die Tür und wartete auf das „Herein" von ihrem Schulleiter.

„Ah, Miss Granger.", sagte er und erhob sich. „Ich hatte doch so ein Gefühl, dass mir sagte, dass irgendjemand unbedingt zu mir wollte, aber das Passwort leider nicht wusste.", erklärte er und zwinkerte ihr zu.

Hermine nickte und versuchte es mit einem Lächeln, obwohl ihr gar nicht danach war. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Es war schon komisch, immerhin hatte sie schon oft mit ihm geredet. Zwar nicht alleine, aber trotzdem. Und nun stand sie hier und zitterte. Vielleicht lag es daran, dass ihr Anliegen in eine ganz andere Richtung lief als sonst.

„Nehmen Sie doch Platz, Hermine.", sagte er freundlich und wies auf einen Stuhl direkt vor seinem großen Schreibtisch. Dankbar nahm Hermine ihn an.

„So, Hermine, was verschafft mir denn die Ehre? Du siehst aus, als läge dir etwas auf dem Herzen.", sagte er leise, als er sich ebenfalls wieder gesetzt hatte und blickte sie durch seine Halbmondbrille an.

Hermine mochte dies so an ihm. Er nannte sie nicht beim Nachnamen und behandelte sie ganz normal, wie einen Freund. Ganz ohne diese Formalitäten.

„Ich…", begann sie, brach aber wieder ab. „Wissen Sie, ich…"

„Es scheint mir etwas Schwerwiegender zu sein, nicht?", fragte er und griff nach einer Schüssel. „Zitronenbonbons?", bat er ihr an und hielt die Schüssel in ihre Richtung.

Hermine lächelte, verneinte aber höflich. „Ich bin hier, weil ich Sie etwas fragen möchte."

„So?", sagte der Schulleiter überrascht und setzte sich auf.

„Wissen Sie…Ich…Also, ich wohne ja mit Malfoy in… in einem Turm und…" Sie holte noch einmal tief Luft. „Und mir ist aufgefallen, dass…das etwas nicht mit ihm stimmt!"

Dumbledore sah sie eine Zeitlang an, dann faltete er die Hände. „Weißt du, Hermine, ich weiß auch nicht immer, was mit meinen Schülern los ist. Vor allem dann nicht, wenn dies zu Hause geschieht.", erklärte er.

„Also…können Sie mir auch nichts verraten?", fragte sie und fummelte am Saum ihres Rockes.

„Hast du ihn einmal gefragt?", wollte der Ältere wissen und seine blauen Augen funkelten, als wollten sie ihr eine Botschaft überbringen, die sie allerdings nicht zu verstehen vermochte.

Hermine nickte. „Er will mir nichts sagen. Es liegt auch daran, dass ich eine… Muggelgeborene bin.", erklärte sie leise und senkte den Blick.

„Hermine? Glaubst du, dass Draco wirklich so ist, wie er vorgibt zu sein?"

Die Gryffindor schrak auf und sah wieder dieses Funkeln in seinen Augen. „Ich weiß es nicht, Sir. Momentan bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, was ich denken soll."

„Lass ihm Zeit. Warte ab. Vielleicht wird er dann zu dir kommen. Was auch immer geschehen sein mag, ich denke, dass du diese Art von Person bist, die ihm helfen kann und vielleicht merkt er es ja selbst bald.", sagte der Schulleiter freundlich.

„Und was soll ich in der Zwischenzeit machen?", fragte sie verwirrt.

„Sei einfach da.", waren seine einzigen Worte. „Meistens ist das schon mehr."

Hermine sah ihn mit leicht offenem Mund an. Ihr Gehirn wollte diese Sachen einfach nicht verstehen. Es weigerte sich. Vielleicht, weil sie sich gewünscht hatte, dass Dumbledore ihr weiter helfen könnte. Vielleicht, weil sie sich gewünscht hatte, endlich zu verstehen, was wirklich passiert war. Dann stand sie langsam auf, nickte ihrem Professor noch einmal zu und war im Begriff, dass Büro zu verlassen, als er sie noch einmal ansprach.

„Hermine! Selbst wenn ich es wüsste, könnte ich es dir nicht sagen. Es ist seine Entscheidung. Vielleicht muss er es selbst erst einmal verkraften."

Das Mädchen nickte und schloss die Tür hinter sich.

***

Er blickte auf die geschlossene Tür und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Ein trauriges Lächeln erschien auf seinem Gesicht, als Fawkes sich auf seine Schulter niederließ. Natürlich wusste er, was mit dem jungen Malfoy los war, doch sollten die Kinder einander finden.

Der Junge sollte endlich merken, auf welche Spur er bisher gefahren war und welche Person ihn ins Herz geschlossen hatte. Ja, er wusste bereits etwas, was sonst noch niemand wusste. Nicht einmal die Beteiligten selbst.

***

„Hey, Zabini!"

Sie blieb erschrocken stehen und spähte um die Ecke. Harry!Der Junge, der überlebte, zog Blaise Zabini gerade in den Gang zurück und vergewisserte sich, dass niemand zu hörte. Anscheinend bemerkte er sie nicht.

„Was willst du, Potter?", fragte der Slytherin gereizt. „Ich habe keine Zeit für deine Spielchen."

„Nein, dass hast du nicht und ich auch nicht.", sagte Harry mit einem sarkastischen Lächeln. „Es geht um Malfoy und… Hermine."

Das Herz des Mädchens schlug einige Gänge schneller und ihre Hand suchte an der kalten Wand zitternd halt. Was hat Harry nur vor?

„Wie meinst du das, Potter?", fragte Zabini, schien aber nicht mehr so genervt wie vorher.

„Ich rede davon, dass Hermine und Malfoy sich in letzter Zeit komisch verhalten und ich denke, dass Malfoy der Grund für ihr komisches verhalten ist.", erklärte Harry. „Was läuft da?"

Zabini grinste… War es traurig? „Du hast Recht, Potter. Es stimmt tatsächlich was nicht, aber was genau es ist, kann ich dir nicht sagen. Ich war gestern bei ihm und gesagt hat er nichts."

Harry war für einige Sekunden still. „Also… weiß Hermine davon?"

Zabini schüttelte den Kopf. „Soviel ich weiß, hat er es niemandem erzählt."

Harry nickte und senkte den Blick.

Hermine stand da, wie angewurzelt und konnte nur starr mit anhören, worüber die beiden redeten.

„Kann ich jetzt gehen?", fragte Zabini plötzlich wieder kalt und der Gryffindore nickte.

Als beide verschwunden waren, rutschte Hermine zitternd an der Wand hinunter und blieb auf dem Boden sitzen. Sie hatte es gewusst. Harry hatte auch bereits einen Verdacht und hatte gleich mit dem Grund ins Schwarze getroffen. Sie fragte sich nicht das erste Mal, wieso er nur dann so aufmerksam war, wenn sie es doch eigentlich gar nicht wollte.

„Granger?"

Erschrocken sah sie auf und erstarrte…

***

Eisblau traf auf Haselnussbraun. Eine Weile war es still. Keiner wusste so recht, was er sagen sollte und der eine Abend hatte nicht gerade wenig damit zu tun.

Er fühlte sich unwohl in seiner Haut. Immerhin kannte Granger jetzt auch das Eine an ihm, dass er versucht hatte zu verstecken. Sein Blick wanderte über ihre kleine Gestalt und nachdenklich legte sich seine Stirn in Falten.

„Was machst du eigentlich da unten?", wollte er leise wissen.

Sie sah ihn einen Moment verwirrt an, bevor sie erschrocken aufsprang und sich den Rock und die Bluse wieder gerade strich. Anscheinend hatte sie ganz vergessen gehabt, in welche Position sie sich befunden hatte.

Ein Glucksen entkam ihm und erschrocken hielt er inne, als Granger ihn ebenfalls erschrocken ansah. Schnell räusperte er sich und drehte sich zum Gang. „Ich denke, wir sollten gehen, bevor wie noch zusammen gesehen werden.", sagte er schließlich, um seine plötzliche Nervosität zu überspielen.

Granger nickte leicht und drehte sich dann zum gehen. „Es scheint so, dass es dir langsam wieder etwas besser geht.", sagte sie noch leise, bevor sie um die nächste Ecke verschwand.

Sprachlos sah er ihr hinterher und holte tief Luft, dann, kaum bemerklich, schlich sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen und er senkte den Blick. Seine Hände glitten in die Hosentaschen und auch er machte sich wieder auf den Weg. Es war Wahnsinn, wie Granger es immer wieder schaffte und dabei rührte sie nicht einmal einen Finger.

Es war ganz einfach sie selbst. Sie war diese Art von Person, die einem das Gefühl geben konnte, nicht alleine zu sein, egal wie schlecht die Dinge standen. Nur komisch, dass er das erst jetzt bemerkte. Vielleicht lag es an den letzten Worten, die seine Mutter zu ihm gerichtet hatte. Wer weiß?

Das Einzigste, was er mit Garantie sagen konnte war, dass er Granger, aus irgendeinem Grund, anders sah als früher.

„Wo warst du denn schon wieder?", hörte er eine bekannte Stimme sagen und lugte um die Ecke. Potter, Weasley und… Granger. Er schüttelte kaum merklich den Kopf. Hatte er sich nicht mal gefragt, was die Beiden an ihr so toll fanden? Jetzt fragte er anders: Was fand sie so toll an denen?

„Noch schnell in der Bibliothek.", log sie und schaute gerade, als er an ihnen vorbeiging, zu ihm. Er erhaschte ihren Blick und als er leicht zwei Finger hob, schien sie zu begreifen, dass er sie nicht verraten würde. Nicht, dass er sie nicht mehr in schwierige Situationen bringen wollte.

Nein, es lag ganz einfach daran, dass dann auch sein Ruf dahin wäre. Dachte er zumindest.

Er sah sie leicht nicken und drehte sich dann mit ihren Freunden um, um in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.

***

„Sag mal, Herm. Weißt du jetzt endlich, was mit ihm los ist?", wollte Ron wissen und schaute vorsichtig über seine Schulter.

Hermine schüttelte betrübt den Kopf. „Ich weiß nichts.", sagte sie leise und erinnerte sich an die Worte von ihrem alten Schulleiter. Vermutlich hatte er Recht.

„Es ist komisch an ihm vorbeizugehen, ohne direkt eine Beleidigung an den Kopf geknallt zu bekommen.", murmelte der Rothaarige und Harry nickte zustimmend.

Hermine konnte dazu nicht wirklich viel sagen. Es war komisch, ja, aber etwas sagte ihr, dass Malfoy es nie anders gekonnt hatte. Es war verwirrend, wie sie plötzlich über ihn dachte, obwohl sie nicht viel miteinander gesprochen hatten und es war verwirrend, dass sie das Gefühl hatte, sie würde ihn langsam kennen, obwohl er ihr nie etwas gesagt hatte.

Wie konnte man seine Meinung eigentlich über Nacht einfach so ändern? Wenn Harry und Ron davon erfuhren… Sie wollte lieber nicht daran denken.

***

Er trat in den Gemeinschaftsraum und ließ sich auf das Sofa fallen. Er war müde. Das war er in letzter Zeit immer. Jede Nacht plagten ihn Albträume und seit kurzem hatte er Angst zu schlafen. Er seufzte und legte seinen Kopf in die Hände. Etwas sagte ihm, dass er viel zu hoch auf dem Pferd gesessen hatte.

Er ließ sich zurück fallen und legte seinen Kopf nach hinten auf die Rückenlehne. Seine Beine zog er an. Die blauen Augen huschten über die Decke, bevor er sie schloss und versuchte an nichts mehr zu denken. Eigentlich musste er ja noch den Aufsatz für Zaubertränke schreiben, doch dafür hatte er im Moment einfach keine Kraft.

So lächerlich es auch klang. Er fühlte sich seit der verhängnisvollen Nacht Tag für Tag ausgelaugter. Er konnte einfach nicht mehr. Da waren zu einem die schlimmen Erinnerungen, die Stimmen, die seit dem immer wieder in seinem Kopf schwirrten, die Albträume und das er einfach nicht mehr er selbst schien.

Es war einfach grausam. Womit hatte r das verdient. Er hatte nie etwas mehr gewollt, als normal zu sein. Eltern oder irgendeine andere Person zu haben, die ihn liebte. Er holte tief Luft. Ja, seine Mutter hatte ihn geliebt, aber hatte es nie gezeigt.

Und wie konnte er sich dann so sicher sein? Er wollte jemanden, der sich nicht davor scheute einen Malfoy zu mögen. Schließlich hatte er es sich nicht ausgesucht, nicht? Es war einfach unfair. Er mochte zwar Geld haben und gut angesehen sein, aber Freunde – bis auf einen - oder eine richtige Familie besaß er nicht. Das Einzigste, was er sich wünschte blieb ihm verwehrt. War das gerecht?

Er legte sich zur Seite und versuchte sich zu entspannen.

Dass noch eine Person den Raum betrat, merkte er schon nicht mehr…


So, dass war`s nun wieder. Ich würde mich über eure Reviews freuen, also drückt unten den Button und hinterlasst mir eure Meinung. Das nächste Chapter kommt garantiert wieder schneller.

Nessi