So meine lieben, gerade Ina und Nerventod (ist ein wenig unheimlich das hier hinzuschreiben ;-), für euch ein Chap, da ihr mich mit lieben Kommis überschüttet und selbst ich dann nicht hart bleiben kann. Nun denn, strengt euch an und dann kann sogar der kleine Grinch zu Weihnachten weich werden und Geschenke (oder in diesem Falle Chaps) überbringen. Aber zuallererst erstmal dieses hier, wo ich mich an neues gewagt habe und schon in Sorge über Reaktionen geraten, aber da muss ich wohl durch, wer nicht wagt- nicht gewinnt. Ach Olaf74 auch danke für dein Kommi, habe nicht geantwortet denke ich. Das liegt auch zum großen Teil daran, dass mein Adapter schrott ist und ich 50 € für einen neuen hinlegen muss...


Verärgert sah der als eben noch Köter beschrieben Sirius Black auf seine Karte und knurrte böse. Tom hatte ihn gebeten die Karte des Rumtreibers noch einmal anzufertigen und es war nicht so einfach wie gedacht, denn jetzt war er alleine dabei, ohne die Hilfe von James und Moony, die beide einen großen Teil daran geleistet hatte. Außerdem war es nicht leicht sich zu konzentrieren, wenn er von der Sorge getrieben wurde, dass der Dark Lord sich das vielleicht in den letzten Stunden anders überlegt hatte und seinen Patensohn nun doch nicht als Partner haben wollte. Es hatte keinen Sinn, er würde nachgucken. Er näherte sich der Tür, doch mit jedem Schritt wurde sein Wille sein Vorhaben durchzuführen kleiner, auch wenn es hier um seinen Patensohn ging, Tom würde gewiss ausrasten, wenn er erfahren würde, dass Sirius lauschte. Also beschloss er, dass sein Freund einen Besuch seiner Wenigkeit dringend nötiger hatte.

Dieser schien das nicht so zu sehen, denn als Sirius ihn endlich im Kerker gefunden hatte, ignorierte ihn dieser geflossen und es gab wenig, was er mehr hasste als das. Unwillig lief er ihm Kerker auf und ab und versuchte sich nicht aufzuregen, er wusste das das nichts helfen würde. Sein Freund war mitten im Brauen einiger Tränke, die er nicht alle verköcheln lassen würde, nur weil seinem Freund nach Aufmerksamkeit war. Trotzdem konnte er sich nicht ein Knurren hier und da verkneifen, bis Severus ihn mit einem Buch bewarf, damit dieser Ruhe gab. Beleidigt ließ er sich auf einem Stuhl nieder.

Bei dieser traurigen Gestalt, die Sirius jetzt abgab- um es glaubwürdiger zu machen, hatte er einen seiner besten Hundeblicke aufgesetzt- war es kein Wunder, dass Severus seine Tränke auf Sparflamme stellte und sich vor seinen Freund hockte. „Okay, was ist passiert?", fragte er sanft und verlor sich fast in den grauen Augen, die ihn immer noch beleidigt, fast vorwurfsvoll ansahen. Aber statt das dieser antworte, beugte er sich vor und küsste seinen Partner, grub eine Hand in dessen Nacken und zog seinen Kopf näher an seinen, so dass dieser wohl oder übel auf seinen Schoss rutschen musste um einen einigermaßen bequeme Haltung einnehmen zu können. Gierig sog dieser an Severus Lippen, drängelte sich an dessen Zunge vorbei und erkundete dessen Mundhöhle. Sein Arm umschlang den hageren Mann, fest hielt er ihn umklammert, um seine körperliche Überlegenheit zu demonstrieren. Severus ließ die fast schon rohe Behandlung über sich ergehen, ohne den Ansatz von Gegenwehr, so war die Chance größer, dass der Wutausbruch sich schneller legte. Und er behielt recht, nach einigen Minuten wurde die Umklammerung gelöst und die Küsse wurden liebevoller. Es durchfuhr Severus ein warmes Gefühl der Vertrautheit und Liebe, dass er seinen Partner so gut kannte und ihn wieder beruhigen konnte. Lächelnd sah er seinen Freund an, fuhr ihm durchs Haar und flüsterte: „Wollen wir ins Bett gehen?", Sirius musste nicht antworten, seine Blicke sprachen Bände.

Sie gingen Hand in Hand durchs Haus und konnte sich zurückhalten, bis sie das Schlafzimmer erreicht hatte. Severus war so umsichtig ein Dämpfzauber auf das Zimmer zu sprechen, als sein Freund ihn umwarf und sie auf dem Bett landeten. Sirius war über ihm, begierig öffnete er die Kleidung seines Partners. Er war wieder unbeherrscht und biss ihm sanft ihn den Hals, bedeckte seinen nackten Oberkörper mit Küssen und zeitgleich fuhr er mit der Hand über dessen schon stark erigiertes Glied, das sich gegen die Hose stemmte und Severus entwich ein Keuchen. Doch sein Freund war gewohnt unbarmherzig und rutschte wieder nach oben, legte sich auf ihn, so dass er auch seine Erektion bemerken konnte, er spürte das hartgewordenen Glied seines Partners durch dessen Hose an seinem Bein. Mit einer Hand hielt er dessen Arme über Severus Kopf fest, damit dieser nicht ins Geschehen eingreifen konnte und öffnete auch seinen Umhang und dann entkleidete er sich von seiner Hose. Immer näher drängte er sich an seinen Freund, so dass er nur noch stöhnte und keuchte, ihn mit glasigen Augen bittend ansah, bis Sirius seinen Griff lockerte. Er ging wieder auf Erkundungsreise, zog dessen Hose aus und umschloss dessen Männlichkeit, die er ihm willig entgegenstreckte, sanft mit seinen Lippen, sog daran, umkreiste sie spielerisch mit seiner Zunge. Severus wand sie unter ihm, umklammerte seinen Kopf mit den Händen.

Sirius konnte nicht mehr länger zurück halten, seine Finger glitten an Severus Po, und er stieß ohne Vorwarnung mit den Fingern, erst einem, dann zwei und dann mit dreien in dessen Eingang, um diesen ein wenig zu weiten. Doch lange konnte er sich nicht damit aufhalten, denn er war zu sehr in Fahrt. Schnell drehte er seinen Partner um und stieß auch schon zu. Ein lustvoller Schrei entwich dem und er zog sich ein wenig zusammen, was Sirius schon fast Sterne sehen ließ, als sein Glied von der Enge umschlossen wurde. Mit immer schneller werdenden Bewegungen versenkte er sich in seinem Liebsten und massierte dabei das Glied seines Freundes. Gleichzeitig mit ihm ergoß sich dieser in seine Hände. Als sie erschöpfte nebeneinander lagen, leckte sich Sirius den Erguss von den Händen und sah seinen Freund verliebt an.


Es verging eine halbe Ewigkeit, bis Tom ihm antwortet: „Natürlich sind wir das, wie kannst du daran zweifeln", er lächelte ihn wieder sanft an und küsste zärtlich seine Lippen. „Bleibst du heute Nacht bei mir, ich habe noch keine Nacht alleine geschlafen, seitdem...", Harry konnte nicht aussprechen, was ihm durch den Kopf ging, er wollte nicht mehr daran erinnert werden, was er noch vor wenigen Wochen durchgemacht hatte, doch Tom musste das auch gar nicht erklärte werden.

Nachdem er kurz im Bad verschwunden war, legte er sich zu seinem kleinen Schatz ins Bett, zog ihn in eine Umarmung und wiegte ihn sanft in den Schlaf und schützte ihn so vor all den bösen Träumen und Gedanken, die ihn sonst angegriffen hätten, wenn er nicht da gewesen wäre. Erst lange nach Harry zog er ein in das Reich der Träume, aber gewiss nicht minder glücklich.

Die Sonne stand schon tief, als Harry sich regte und traurig nahm er war, dass er nicht mehr in einer starken Umarmung gefangen war. Das Hoch war verflogen, verschlafen rieb er sich die Augen und stellte danach überrascht fest, dass sein Freund nicht verschwunden war, sondern sich an seinem Schreibtisch ausgebreitet hatte und dort arbeitete. Langsam rappelte er sich auf, wickelte eine der Decken um seinen Körper und tapste barfuss zu seinem Freund. Dieser legte einen Arm um den schlaftrunkenen Kleinen neben sich und grinste verhallten: "Ich habe in der Zwischenzeit wieder die Weltherrschaft an mich gerissen und der einzige, der mich aufhalten kann verschläft den ganzen Tag!", Harry konnte nicht sich ein Grinsen nicht verkneifen und verzog sich erstmal ins Bad um sich abzukühlen und sich wie ein kleines Kind darüber zu freuen, dass Tom ihn nicht alleingelassen hatte, sondern sogar seinen Arbeitsplatz verlegt hatte, nur um seinen Schlaf zu überwachen. Das hätte er wirklich nicht erwartet, eher das dieser Sirius oder Severus damit beauftragt hätte.


Die nächsten Tage liefen ähnlich ab, auch wenn Tom sich ein wenig rar machte, doch er schlief jede Nacht bei Harry. Dieser hatte in der Tat von Severus und Sirius nahegelegt bekommen sich dieses Jahr in der Schule anzustrengen, so dass er in der Zeit, die er ohne Tom verbrachte, viel an Unterrichtsstoff nachholte und glücklich registrierte, dass es ihm im Manor möglich war zu zaubern, ohne dass das Ministerium mitbekam.

Tom und er machten viel zusammen, sie reiteten mit den Pferden von Severus aus, spielten alle zusammen Quidditch oder saßen einfach nur zusammen und gingen ihren Aufgaben nach, Harry lernte und Tom stellte Pläne auf, wie er die Weltherrschaft endgültig an sich reißen konnte, ohne seinen Freund zu töten- ein ganz normales Paar eben. Ihre Beziehung fing an auf festeren Beinen zu stehen und Harry bekam schon Angst, wenn er daran dachte, dass er bald zur Schule zurückkehren würde und Tom nicht mehr sooft sehen konnte.

"Sag, meinst du nicht, dass wir zusammen Sirius und Severus überzeugen können, dass ich doch nach Durmstrang gehen kann? Dann kannst du mich ohne Probleme treffen und ich muss die ganzen anderen Leute nicht mehr sehen", angeekelt verzog Harry das Gesicht, als er sein Pferd absattelte und mit Heu abrubbelte, da es vom Ausritt ganz verschwitzt war. Die letzten Abende hatte er damit zugebracht die beiden zu beknieen, aber sie zeigten sich unerbittlich.

"Das könnte ich, aber ich werde mich da nicht einmischen. Erst mal, weil die beiden für deine Erziehung verantwortlich sind und damit das uneingeschränkte Entscheidungsrecht haben und dann weil ich der Meinung bin, dass du in Hogwarts am besten aufgehoben bist", Tom zeigte sich kalt und ging den Sattel aufhängen, den Harry achtlos auf dem Gang abgestellt hatte: "Ich werde meine Machtposition nicht ausnutzen, damit du deinen Willen bekommst."

Dieser ärgerte sich über die Sichtweise: "Ich will nicht, dass du deine Macht demonstrierst, aber ich will dich sehen können und ich dachte, dass es dir wohl ähnlich geht und du deswegen deine Meinung änderst und den beiden das sagst."

Tom hielt inne und drehte sich seinem Freund zu: "Meine Meinung ändern? Ich habe eine Entscheidung getroffen und die ist, du gehst nicht nach Durmstrang. Alles anderes haben deine Eltern entschieden." Die Freude dadrüber, dass Tom Severus und Sirius als Harrys Eltern ansah, erlosch, als er den verärgerten Tom ansah, der immer lauter wurde: "Warum du das jetzt umdrehst und mir ein schlechtes Gewissen einreden willst, dass ich dich wohl nicht sehen will, ist unverschämt!"

Harry wusste, dass er besser den Mund halten sollte, aber die Worte sprudelten nur aus so ihm hervor: "Du willst nur nicht deinen neuen Informanten verlieren", schneller als er reagieren konnte, war Tom beim ihm und hatte ihn äußerst schmerzvoll gegen die Boxwand gedrückt, leise aber böse zischend erhob er das Wort, die langen Fingernägel bohrten sich in Harrys Fleisch: "Wage es nicht mir so etwas vorzuwerfen, sonst wirst du mich kennenlernen. Ich benutze dich nicht. Du solltest lieber gehen, sonst vergesse ich mich noch". Er ließ Harry so schnell los, wie er ihn gepackt hatte und wand sich ab. Harry wollte etwas sagen, aber er traute sich nicht und so verließ er die Ställe wie ein geschlagener Hund.

Es war ihr erster Streit und er schlug ihm richtig aufs Gemüt. Als er später mit Severus und Sirius beim Essen saß, hüllte er sich in Schweigen, die Fragen blockte er mit einem kalten Blick ab und schob sein Essen auf dem Teller hin und her. Nachdem Severus ihn einige Male ermahnt hatte, dass er essen und sich nicht so benehmen solle, platze nach Tom auch Sirius der Kragen. Wütend schlug er mit der Hand auf den Tisch, dass die Teller fast von ebendiesen abhoben und erschrocken sah Harry seinen Paten an. "Iss jetzt oder geh", seine Stimme war hart und duldete keinen Widerspruch, zu viele Tage hatte er sich das Generve und Gezeter Harrys angehört, dass er nicht zurück nach Hogwarts wollte. Gerade als Harry Anstalten machte vom Tisch aufzustehen, kam von Severus: "Steh auf und Draco wird nicht herkommen. Dann holen wir ihn übermorgen von zuhause ab."

Tränen der Wut sammelten sich in Harrys Augen, doch er schluckte sie runter und blieb sitzen. Wütend stach er auf seine Erbsen ein und sie aßen schweigend. Noch während er verbittert auf seinen Teller blickte, stand Sirius auf, der schon fertig war, gab Harry einen Kuss auf das Haar und verließ den Raum. Mit einem von Tränen verschleierten Blick sah er auf und begegnete Severus Blick, der ihn zwar noch leicht ärgerlich, aber auch besorgt musterte. "Willst du darüber reden, warum du dich wie ein Kleinkind aufführst, oder nicht?", trotzig schüttelte Harry mit dem Kopf, so dass auch Severus sich erhob, seine Serviette, die auf seinem Schoß gelegen hatte, auf den Teller legte und auch das Zimmer verließ. "Ich bin unten, falls du es dir anders überlegst."

Wütend blickte Harry auf seinen Teller. Severus hatte Recht, er benahm sich wie ein störrisches Kind, und auf eine Art und Weise genoß er es, dass Severus und Sirius dem mit ungewohnter Strenge entgegen kamen. Sie benahmen sich wirklich wie seine Eltern und obwohl sie sich gestritten hatten, waren beide nicht gegangen ohne ihm zu zeigen, dass sie ihn trotzdem lieb hatten, jeder auf seine Weise. Er wünschte sich wirklich, dass Tom sich auch bald mit ihm aussöhnen würde.


Am Abend kam Draco endlich an und sie verglichen ihre Hausaufgaben. Er würde in seinem Zimmer schlafen, da Harry nicht alleine schlafen wollte und er sich bei Draco sicher sein konnte, dass Tom nicht ausflippen würde, wenn er das bemerkte. Harry brachte es nicht übers Herz von dem Streit zu berichten, da er nicht wusste, ob es so schlau war, darüber zu reden, doch Draco wusste, dass etwas nicht stimmte. Nachdem er ihn immer wieder mit Fragen gelöchert hatte, gab Harry schlussendlich nach und erzählte von der Szene im Stall.

Draco hörte schweigend zu und überlegte einen Moment, bevor er sich dazu äußerte: "Ich kann mir vorstellen, dass er verärgert war. Du kannst nicht von ihm erwarten, dass er sich gegen die beiden stellt. Und wenn du ihm dann vorwirfst, dass er dich benutzt", er sog pfeifend Luft ein, "Das ist wirklich eine hässliche Geschichte. Du solltest nicht warten, bis er sich meldet, du solltest dir lieber etwas einfallen lassen, wie du das wieder gut machst."

Es überraschte Harry nicht, dass Draco das so sah, in den letzten Stunden hatte Harry viel darüber nachgedacht und war zu einem ähnlichen Schluss gekommen. Eigentlich hatte er vorgehabt einfach zu ihm zu reisen, aber er wusste weder wo Tom wohnte, noch ob er sich da auch wirklich aufhielt. Aber bevor er sich weiter Gedanken darüber machen konnte, liefen ihm die ersten Tränen über die Wange und er ließ sich von Draco in eine tröstende Umarmung ziehen und während er wieder eine von dessen gute Nachtgeschichten lauschte, beruhigte er sich, bis er in einen tiefen Schlaf fiel.

Am nächsten Morgen machte er sich auf die Suche nach Sirius und Snape. In dem Erdgeschoss war keiner, der Kerker war leer und auch die Büros lagen verlassen da. Erst eine Hauselfe erklärte Harry, dass die beiden Masters erst im Morgengrauen nach Hause gekommen waren und noch im Bett waren. Sich die Hände vor Augen haltend, damit er keine Szenen sah, die er nicht mehr aus seinem Gedächtnis bannen könnte, betrat er das Schlafzimmer der beiden, wurde von Sirius lachend ins Bett gezogen und lag zwischen den beiden. Sie sahen beide in der Tat nicht besonders ausgeschlafen aus.

"Was hat euch denn so lange wachgehalten?!", Harry wurde von Sirius in eine Umarmung gezogen und Severus begann ihm sanft den Nacken zu kraueln. "Dein lieber Freund hat uns eine Unmenge an Plänen vorgelegt, verschiedene Leute haben wahnsinnig wichtige Vorträge gehalten und dann hat Lucius uns noch zu einem Umtrunk eingeladen um den Kinderfreien Abend zu feiern", unwillig knurrte Harry Sirius-like auf und brachte sich damit einen Lacher ein. "Ganz unter uns, du solltest dich mit deinem Freund aussöhnen. Ich mag Peter nicht besonders, aber mir schien, dass sein Zustand nicht der beste war", fügte Severus hinzu. "Wenn das mal so einfach wäre", seufzte Harry-

Doch bevor er weiter sprechen konnte, wurde die Tür mit einem Knall aufgerissen und sprang fast aus den Angeln. Hinein kam ein wütend aussehender Dark Lord, von dem sich aber weder Sirius noch Severus einschüchtern ließen, nur Harrys Herz schlug schneller. "Da komme ich in dein Zimmer und denke, das du in deinem Bett liegst, da muss ich feststellen, dass der kleine Malfoy es sich da gemütlich gemacht hat." Ungeachtet davon, dass er ihn Sirius Arm lag, beugte sich der Lord über das Bett, nahm seinen Liebling auf den Arm und verließ das Zimmer.

Vor dem Zimmer setzte er ihn ab und schubst ihn vor sich her: "Nach dem gestern werde ich dich gewiss nicht durchs Haus tragen. Ich hoffe, du wirst dich nicht daneben benehmen, wenn ich dich nicht mehr jeden Tag sehe." Harry zog es vor nichts mehr zu sagen, er war zu froh darüber, dass Tom aufgetaucht war und blieb stehen, so dass ebendieser in ihn krachte. Er drehte sich um und setzte seinen besten Hundeblick auf. "Oh man, dieser Köter hat echt keinen guten Einfluss auf dich", schimpfte Tom zärtlich und senkte seine Lippen auf die seines Freundes, die ihn erfreut aufnahmen und liebkosten.


Kopfschüttelnd sahen Draco und Harry auf das ihnen dargeboten Schauspiel und waren hin und her gerissen aus Mitleid für die ihnen Verabschiedungszeremonie und Genervtsein, da diese sich wirklich schon hinzog. Doch Severus und Sirius konnte sich einfach nicht voneinander lösen und Harry konnte es ihnen nachvollziehen. Der Abend am vorangegangen Tag war so tränenreich gewesen, dass Tom fast komplett ausgerastet war. Ihm war es schwer mitanzusehen, dass sein Schatz so leidete, aber es war nicht so, dass sie sich lange nicht sehen würden. Sie hatte sich dadrauf geeinigt, dass sie sich immer am Wochenende sehen würden und sei es nur für eine Stunde. Aber trotzdem hatte Harry eine riesige Szene machen müssen, mit einer Masse an Tränen, Schimpfen, Zetern und Schreien, so dass Tom sich irgendwann einfach umgedreht hatte und verschwunden war.

Das alles war jetzt natürlich vergessen und so hatte Harry kein Erbarmen als er sich zwischen die beiden Verliebten drängte, in die Umarmung mitaufgenommen wurde und schließlich mit seinem Zaubertranklehrrer im Schlepptau die Kutsche bestieg.

Von Snape Manor war es gar keine so lange Fahrt nach Hogwarts und sie hatten gerade genug Zeit um ihre Vorgehensweise zu besprechen, als sich auch schon ankamen. Die Ländereien lagen verlassen da, aus Hagrids Hütte stieg dünner Rauch auf, er war also zuhause. Severus lotste die beiden Schüler an einen selten benutzten Seiteneingang, so dass sie ohne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, dass Schloss betreten konnten, denn für das Haupttor hätten sie Dumbledores Hilfe benötigt.

Draco und Severus gingen direkt in den Kerker, Harry machte sich mit seinen Sachen auf den Weg zum Direktor, es gab einige Dinge, die geklärt werden musste, bis er sich wieder offiziell in Hogwarts zuhause fühlen konnten. Er hatte keine Angst, aber er war nervös. Er war sich nicht sicher, ob er jetzt schon bereit war Dumbledore gegenüber zu treten, er wusste um dessen Manipulationsmacht und ihm war auch bewusst, dass er immer ein gutes Opfer gewesen war- das wollte er nicht mehr sein. Diesmal könnte er ihm die Stirn bieten und ihm sogar zeigen, dass er sich in ihm getäuscht hatte, ihn unterschätzt hatte.