Da meine Osterferien bald vorbei sind, werde ich nicht jeden Tag ein neues Kapitel schreiben können. Aber ich werde versuchen mindestens ein Kapitel pro Woche zu posten. Vielen Dank :)
7. Kapitel: Kalt
(Aus Edward's Sicht)
Bella und ich waren richtige Freunde geworden. Mann konnte uns sogar als beste Freunde bezeichnen. Wir redeten über alles miteinander, erzählten uns geheimnisse und lachten gemeinsam. Ich hatte sogar schon einen Spitznamen für sie: Bells. Und mir gefiel das. Es fühlte sich gut an, mit einer anderen Person als Mom reden zu können. Meine freundschaftliche Beziehung mit Bella war vollkommen perfekt.
Ich hatte meinen Wagen inzwischen schon auf dem Schulhof geparkt und machte mich auf den Weg zu Bella, wie ich es jeden Morgen tat. Sie stand wie immer bei Jessica und Angela. "Morgen", sagte ich lächelnd und wollte sie gerade umarmen, als sie zurückwich. Das war ungewöhnlich. Wir umarmten uns immer zur Begrüßung. "Morgen", antwortete sie kalt und sah mich dabei nicht einmal an. "Wir gehen dann mal rein Bella", meinte Angela und zog Jessica an der Jacke. Es war offensichtlich, dass sie uns alleine lassen wollten. "Ist etwas passiert?", fragte ich Bella, während die Mädchen sich immer weiter von uns entfernten. "Nein. Nichts ist passiert", antwortete sie. Wo war denn die Bella von gestern geblieben? Warum sah sie mir nicht mehr in die Augen, wenn sie mit mir sprach? Warum lächelte sie nicht mehr? "Bist du sauer auf mich?", fragte ich. Wenn ich sie verletzt hatte, würde ich mich auf der Stelle entschuldigen. "Nein", antwortete sie kalt. "Ich muss jetzt in den Unterricht", fuhr sie fort. "Wir sehen uns". Und sie ging.
Ich saß in meinem Mathe Kurs und ging in meinen Gedanken ganz genau durch, was gestern alles passiert war. Bella und ich hatten gemeinsam beim Mittagessen gesessen. Aber wir hatten die ganze Zeit gelacht. Ich fand kein Grund, warum sie sauer geworden sein könnte. Und ansonsten hatten wir uns nur in den Pausen gesehen. Dann nach der Schule, hatte ich sie wie immer angerufen und wir hatten telefoniert, bis Alice anfing zu nerven. War sie vielleicht sauer, weil ich wegen Alice aufgelegt hatte? Ich seufzte. Dieses Mädchen hatte kein Recht sauer auf mich zu sein. Ich hatte ihr nichts getan. Aber gut. Wie sie wollte. Dann würde ich auch anfangen sie zu ignorieren. Wer glaubte sie eigentlich, wer sie ist? Sie war mir egal! Warum sollte ich ihr hinterherlaufen, wenn sie sich nicht einmal die Mühe machte mir in die Augen zu sehen?
"Edward", hörte ich jemanden meinen Namen sagen. Ich war so tief in meine Gedanken versunken, dass ich gar nicht gemerkt hatte, dass Tanja vor mir stand. Sie trug ein blaues, durchsichtiges Hemd, durch den man ihren schwarzen BH sehen konnte. Außerdem hatte sie einen schwarzen Minirock und schwarze Pumps an. Ihre blonden Haare hingen ihr über die Schultern. Sie trug einfach viel zu viel Make-up im Gesicht, und sah damit aus wie ein Clown.
"Was willst du Tanja?", fragte ich genervt. Sie setzte sich elegant neben mich und überschlug ihre beine. Tanja rückte mit ihrem Stuhl immer mehr an mich heran und legte ihre rechte Hand in meine. "Ich möchte reden", flüsterte sie. "Worüber?", fragte ich ernst und zog meine Hand zurück. "Über unsere Beziehung", flüsterte sie erneut und fing an meinen Arm zu streicheln. "Tanja was soll das?", sagte ich wütend und entzog ihr meinen Arm. "Wir haben Schluss gemacht, schon vergessen? Was gibt es denn da noch zu reden? Und was soll dieser Auftritt werden?", schrie ich sie an. Es war mir egal, ob ich sie verletzte. Ich hatte einfach miese Laune und wollte in Ruhe gelassen werden. "Hast du mich denn gar nicht vermisst?", fragte Tanja traurig. Und plötzlich wurde mir etwas klar.
Nein, ich hatte Tanja nicht vermisst. Nach zwei Jahre langer Beziehung, hatte ich Tanja in dieser einen Woche, indem wir getrennt waren nicht vermisst. Ich hatte nicht einmal an sie gedacht. Aber mir fiel auf, dass ich Bella vermisste. Ich vermisste die Art, wie sie mich ansah. Ich vermisste ihr Lächeln und ich vermisste ihre wunderschönen Augen. Ich hatte mich selber angelogen. Mir war Bella nicht egal. Sie war ein Teil von meinem Leben geworden. Ich hatte mich daran gewöhnt, sie jeden morgen zu umarmen, sie lächeln zu sehen und mit ihr zu reden. Als Bella am Morgen so abweisend reagiert hatte, hatte es sich so kalt und dunkel angefühlt. So ungewohnt und fremd. Ohne Bella, war meine Welt finster geworden. Und ich wollte mein Licht zurück.
Ich stand auf und verließ die Klasse. Tanja sagte noch etwas, aber ich hörte sie nicht. Ich ging in Angelas Klasse, und bat sie heraus zu kommen. Zu Jessica wollte ich nicht gehen. Ich wusste, dass sie nichts für sich behalten konnte und ich wollte auf gar keine Fall, dass Bella etwas von diesem Gespräch mitbekam. "Angela kannst du mir einen Gefallen tuen?", fragte ich als sie die Klasse verließ und zu mir kam. Ihr Lehrer war noch nicht da und die Klasse spielte verrückt. "Klar", antwortete sie. "Erzähl mir, warum Bella so kalt heute Morgen zu mir war", bat ich sie. "Das kann ich nicht. Ich habe Bella versprochen es niemandem zu erzählen", sagte sie ernst. Eigentlich war es ja gut, dass sie Bella's Geheimnisse niemandem weitersagte. Aber in meiner Situation war es schlecht. "Angela, ich flehe dich an. Ich muss es wissen. Bitte", flehte ich. Und es funktionierte. "Bella ist meine beste Freundin und ich will nicht, dass sie verletzt wird. Und da deine Freundin sie verletzt hast, hoffe ich, dass du es wieder gut machen kannst", sagte sie entschlossen. "Was hat Tanja damit zutun?", fragte ich verwirrt.
Angela begann mir zu erzählen, was gestern, nach unserem Telefonat passiert war.
Gefällt es euch? :) Ich würde mich über Review freuen :) Wenn ihr euch Situationen wünscht, die in der Geschichte vorkommen soll...nur her damit :)
