Alex, schön und wahr gesagt. Ein Herz kann man nicht täuschen.
Arthus, ich kann dir nur zustimmen, die FF wird auch meiner Meinung nach mit jedem weiteren Kapitel besser und besser. Wie du siehst geht es auch mir gesundheitlich besser, also kann ich doch noch ein bisschen fleißig sein.
Viel Spaß bei Kapitel 7!!
Kapitel 7 I've Been In Love Before
Sirius Black wurde wieder durch ein beständiges Klopfen an der Tür geweckt. Er brummelte die ganze Zeit, während er aus dem Bett kroch und die Treppen hinunter stolperte. Er liebte seinen Patensohn wirklich, aber er musste ihm beibringen zu einer angemessenen Uhrzeit zu erscheinen.
Zu seiner Überraschung sah er Kit und Ron vor seiner
Tür, als er öffnete. Wenige Schritte hinter ihnen stand
Maggie. Alle drei blickten verwirrt und besorgt drein.
Ron
umklammerte ein Stück Papier, das wie der Tagesprophet aussah.
"Guten Morgen", sagte Sirius. "Wollt ihr nicht
reinkommen?"
Er trat zurück und erlaubte den dreien
reinzukommen.
"Hast du das gesehen?", fragte Ron ihn sofort, nachdem alle im Flur standen.
„Nein", sagte
Sirius leicht gereizt. „Da ich noch geschlafen habe, bevor du an
meine Tür geklopft hast, glaube ich nicht, dass ich es gesehen
habe. Ist das die heutige Ausgabe?"
Ron nickte und schob die
Zeitung in Sirius Hände. Sirius blickte einen Augenblick darauf
und keuchte dann auf.
Auf der Titelseite stand in großen
Buchstaben die Schlagzeile: POTTER NICHT ZUM TRAINING ERSCHIENEN.
AUFENTHALTSORT UNBEKANNT!
Sirius blickte kurz zu Ron auf, bevor er den dazugehörigen Artikel las.
Harry
Potter, der Junge-der-lebt, ist jetzt bekannt als
Der-Man-der-ein-Auror-Training-schwänzt. Es scheint das Potter
dafür vorgesehen war sein Training an einem streng geheimen Ort
in Schottland zu beginnen, doch aus einer nahen Quelle des
Trainingsprogramms erfuhren wir, dass Potter nie erschienen ist.
Das
scheint ein weiteres Kapitel des Misserfolges des Jungen-der-Lebt zu
sein. Es scheint das das der Verlust seiner Liebe und besten Freundin
Hermine Granger ihm das Herz gebrochen hat. Miss Granger starb vier
Jahre zuvor durch die Hand von Du-weißt-schon-wen. Man sagt
Potters Trauer sei so enorm gewesen, dass er sich von allen Freunden
abgewandt hat und all seine Möglichkeiten verspielt hat.
Es
hatte so ausgesehen, dass Potter endlich die Dinge wieder auf die
Reihe bekäme, doch diese letzte Entwicklung zeigt uns etwas
anderes. Lesen sie weiter den Tagespropheten und die neuesten
Entwicklungen über Potters Verschwinden zu erfahren.
Sirius las den Artikel nochmals bevor er wieder zu der Muggel, der Hexe und dem Zauberer aufsah, die auf Antworten warteten.
"Ist er dort hingegangen, wohin ich denke, dass er gegangen ist?", fragte ihn Ron direkt.
„Was meinst du?", fragte Kit ihren Ehemann überrascht.
"Ja, Ron", stimmte Maggie mit
ein. "Weißt du wo Harry ist? Warum hast du nichts gesagt?"
Sirius hob seine Hand. "Beruhigt euch alle. Lasst uns in die
Küche gehen. Ich erzähl euch, was passiert ist."
Sie folgten ihm in die Küche. Niemand wollte den von ihm angebotenen Tee, sie wollten Antworten. Sie nahmen um den Tisch herum platz. Sirius sah zu Ron.
„Er ist genau dort, wo du vermutest", sagte Sirius leise.
Ron schlug mit der Faust auf den Tisch. "Wie hast du ihn das nur tun lassen können, Sirius?"
"Ron, Harry ist ein erwachsener Mann! Er kann tun was immer er will. Ich bin nicht in der Position ihm zu sagen, was er zu tun oder zu lassen hat", sagte Sirius einfach.
"Das ist Mist, Sirius", sagte Ron nachdrücklich. „Du hättest ihm die Wahrheit sagen können. Du hättest ihm sagen können, das was Neville sah nur ein völliger Wunschgedanke Nevilles war. Hat er Harry jetzt irgendwie überzeugt, dass das die Wahrheit ist? Um Merlins Willen! Er war gerade dabei alles wieder ins Lot zu kriegen und dann passiert so etwas. Ich schwöre, wenn ich Neville das nächste mal sehe, werde ich..."
Doch Ron sollte seinen Satz nie beenden. Kit, die vollkommen verwirrt zugehört hatte, lief laut aus: „Will mir bitte irgendjemand mal sagen was hier vor sich geht?"
Ron holte tief Luft. "Vor wenigen Tagen war Neville in Nord Carolina. Er hat dort eine Frau gesehen, die Hermine ähnlich sah. Er sagte, sie sei ein Ebenbild von Hermine. Ich hab Harry gesagt, dass das alles vollkommener Blödsinn sein, aber ich wusste, dass er sich in die Sache vergeigt. Er sagte er wurde es nicht tun, doch ich wusste, dass er es tun würde. Ich vermute er hat jetzt seine letzte Chance vergeben, um einer hinterher zujagen, die wie Hermine aussieht.
„Oh mein Gott", sagte Kit leise. Tränen traten in ihre Augen. „Hermine ist am Leben?", keuchte Kit
.
Maggie
war still. Sie machte ein langes Gesicht.
"Du nicht auch noch, Kit", sagte Ron wütend. „Sie ist nicht am Leben. Ich hab gesehen, wie sie gestorben ist! Ich sah, wie dieser Bastard den Zauberspruch sprach, der sie tötete! Sie ist es nicht!"
"Nun, wenn sie es nicht war, würde doch Harry jetzt zurück kommen, oder?", fragte Kit.
"Harry glaubt, dass sie es ist", sagte Sirius ruhig. „Ich glaube es gibt Chancen, dass sie es ist. Ich arbeite daran eine Indifikation des Körpers in Hermines Grab zu bekommen. Es ist ein bisschen kompliziert, ohne die Zustimmung ihrer Eltern. Harry will Hermines Eltern nichts sagen, bis er sicher ist. Er fühlt sich für den vielen Schmerzen den sie erfahren mussten schuldig und er will ihnen keine unnötigen Hoffnungen machen. Aber er glaubt, dass dieses Mädchen in Nord Carolina Hermine ist."
"Natürlich tut er das", sagte Ron sarkastisch. „Aber sie ist es nicht. Wie auch immer, wo genau ist er jetzt? Ich denke, ich sollte mit ihm darüber reden und etwas Verstand in ihn bringen."
„Du wirst nichts dergleichen tun, Ronald Weasley", sagte Kit ernst. „Du lässt Harry in Ruhe. Lass ihn das tun. Wir müssen es wissen. Willst du es nicht wissen? Wenn dieses Mädchen Hermine ist, müssen wir wissen, was passiert ist. Wir holen sie zu uns zurück, zu ihrer Familie und ihren Freunden, die sie lieben."
In Rons Augen schimmerten Tränen. "Ich will nicht, dass er wieder verletzt wird. Ich will meinen besten Freund nicht verlieren."
"Das wirst du nicht", sagte Kit. "Harry tut das richtige. Wenn er erfolgreich ist, wird das Dream Team wieder vereint sein. Willst du das nicht?"
Ron lächelte halbherzig. "Mehr als du denkst."
"Gut, lass ihn das tun", sagte Kit und legte eine Hand auf die Schulter ihres Ehemanns. „Ich kanns nicht glauben."
Kit sah zu Sirius, um ihn etwas weiteres zu fragen, doch als sie es tat sah sie aus dem Augenwinkel zu Maggie. Sie legte ihre Hand über ihren Mund.
"Oh, Maggie", sagte Kit. „Es tut mir so leid. Wir sind dir gegenüber völlig taktlos."
Maggie sah schockiert aus. "Es ist in Ordnung", sagte sie ohne im mindesten überzeugend zu klingen. „Ich verstehe. Sie war eure Freundin."
„Triff keine Entscheidung, bevor du nicht mit ihm geredet hast, Maggie", sagte Sirius. "Er sorgt sich sehr um dich."
"Das weiß ich", sagte Maggie, Tränen schimmerten jetzt in ihren Augen. „Ich bin nicht blöd, wisst ihr. Ich weiß, dass er sie mehr liebte, als er jemals jemanden in seinem Leben geliebt hat. Ich wusste dass, als ich mit ihm zusammen kam. Ich kannte das Risiko, aber ich bin es dennoch eingegangen. Ich hatte keine Ahnung, dass so etwas passieren würde. Er wird sie nie wirklich vergessen können. So etwas wie das beweist es."
Niemand sagte etwas um zu widerlegen, was sie sagte. Es gab keinen Grund zu lügen, damit sie sich besser fühlte. Sie wussten genauso gut wie sie, dass es die Wahrheit war.
"Er wird sich bei mir melden", sagte Sirius. "Ich werde ihn wissen lassen, dass ihr drei wisst, was vor sich geht, bitte behaltete es für euch. Wir dürfen das nicht nach außen lassen. Ich brauche euer Wort."
Alle drei nickten.
"Gut", sagte Sirius. „Will jemand jetzt einen Tee?"
Einige Tage später, betrat Harry wenige Minuten
bevor seine Schicht begann, das Restaurant.
Er war überrascht
Julie an der Bar sitzend vorzufinden. Sie hatte ihre Nase in einem
Buch, als er sie so sah, kam eine Welle der Erinnerung über ihn.
Wie viele male, hatte er Hermine so gesehen?
"Wie geht es dem beliebtesten Barkeeper?", fragte Julie ihn vorwitzig und unterbrach seine Gedanken.
"Gut", sagte er und lächelte sie an. „Ich glaube ich krieg den Dreh raus."
"Gut, das solltest du", sagte sie lächelnd. "Ich bin eine großartige Lehrerin."
„Ja, das bist du", stimmte Harry lachend zu. "Was tust du hier? Ich dachte du hättest heute Abend frei?"
"Das habe ich", sagte sie. „Trey geht heute Abend mit mir aus, um meinen Lieblingsfilm anzuschauen. Er hat noch eine später Unterrichtsstunde, also hat er mich gefragt, ob er mich hier abholen kann."
Harry machte ein langes Gesicht bei der Erwähnung von Trey.
„Dein Lieblingsfilm?", fragte er. „Welcher ist das?"
Sie sah zu Boden. „Du wirst denken, das es blöd ist."
„Ich würde nie denken, dass es blöd ist", sagte er. „Sag mir was dein Lieblingsfilm ist und dann kannst du mir eine beliebige Frage stellen und ich werde sie dir beantworten. Ist das ein fairer Handel?"
"Ich nehme es an", sagte sie und lächelte. „Okay mein Lieblingsfilm ist der Zauberer von Oz".
Er lächelte. "Was ist so schlecht daran?"
"Nun, das ist ein Kinderfilm oder nicht?", fragte sie ihn. „Willst du wissen warum ich ihn so sehr mag?"
"Gewiss", sagte Harry, trat hinter die Bar und lehnte sich auf die Ellenbogen um ihren Blick einzufangen.
"Nun, ich hatte einen Autounfall, als ich 16 war", erzählte sie ihm. Harry lehnte sich vor. Dies war das erstemal, dass sie irgendein Detail aus ihrem vergangen Leben herausließ. Er hatte sie nicht zu sehr drängen wollen weil er befürchtete, es könne ihr Angst machen wenn sie jemand bedrängte von ihrer Vergangenheit zu sprechen, den sie gerade erst kennen gelernt hatte.
„Ich erwachte einige Tage später in diesem Krankenhaus ohne eine Ahnung zu haben wer ich war oder wie ich dorthin gekommen war", sagte sie. „Ich meine ich hab nicht einmal meinen eigenen Vater erkannt! Kannst du dir das vorstellen? Wie dem auch sei, ich verbrachte einige Zeit in diesem Krankenhaus, erholte mich und unterzog mich all diesen Test. Es war eine so deprimierende Zeit. An einem Tag ging ich hinunter in die Halle und eine Gruppe Kinder aus der Kinderstation sahen sich diesen Videofilm an. Ich ging zu ihnen und setze mich und irgendetwas an diesem Film sprach mich an. Es gab mir das Gefühl, dass alles in Ordnung kommen würde. Es war die einzige Sache, die zu diesem Zeitpunkt Sinn für mich zu machen schien. Ich weiß, es klingt lustig, aber er hat dazu geführt, dass ich mich einfach gut fühlte."
Harry hörte ihr verblüfft zu. Er unterdrückte den Drang sie zu umarmen, aber es war solch ein zwingendes natürliches Gefühl sie so trösten zu wollen.
"Jetzt da du denkst, dass ich vollkommen verrückt bin, kann ich verstehen, wenn du willst das jemand anderes dich in deinem Training zum Barkeeper unterstützt", sagte sie zu ihm.
"Ich würde nie denken, dass du verrückt bist",
sagte er. „Auf eine Weise mag ich diesen Film auch."
„Dann
bin ich also nicht die einzige", sagte sie und zwinkerte ihm zu.
„Mach dir keine Sorgen, ich werde es niemandem erzählen."
„Danke", sagte er. "Und übrigens ich glaube ich haben diesen alten Barkeeper Kram kapiert."
„Das hast du", sagte sie. "Außerdem wollen die meisten Leute eh das gleiche. Bei Bier kannst du nichts falsch machen. Doch mir hat es noch nie richtig geschmeckt. Für mich schmeckt es irgendwie wie Urin."
„Du hast schon eine Menge Urin probiert, oder?", Harry konnte nicht wiederstehen sie das zu fragen.
Sie schlug ihm spielerisch auf die Hand. "Du weißt, was ich meine! Ich meine, wie man sich vorstellt, dass Urin schmeckt, du Idiot!"
Er lachte und genoss die Nähe, die sich zwischen ihnen mit jedem weiteren Tag zu entwickeln schien.
Billie trat aus der Küche. Sie lächelte Harry freundlich zu. „Hey Harry."
"Hey Billie", sagte Harry und lachte weiter mit Julie.
"Telefon für dich", sagte Billie. "Trey."
Julie lächelte. "Bin gleich zurück."
Billie beobachtete wie Julie nach hinten ging, als sie sich umdrehte, sah sie, dass Harry ihr ebenfalls nachsah. Billie konnte dem Drang nicht wiederstehen und lächelte ihn an. Sie mochten diesen jungen Mann, der einfach nur höflich und entgegenkommend war, von dem Moment an, als er die Bar betreten hatte. Sie hatte in den vielen Jahren in denen die Bar ihr gehörte ein ziemlich gutes Gespür dafür entwickelt gleich zu merken ob jemand aufrichtig war, oder ob er ein Arsch war. Das war eines der Dinge, auf die sie stolz war. Obwohl sie Harry nicht sehr gut kannte, wusste sie, dass er einer der Guten war. Sie hatte auch bereits bemerkt, dass ihr neuer Barkeeper eine Zuneigung für ihre beste Kellnerin hegte.
"Du kannst deinen Mund zu machen, Harry", sagte Billie und zog eine Augenbraue hoch. „Fliegen fangen an reinzufliegen."
Harrys Wagen röteten sich. Er nahm einen Schwamm unter dem Tresen hervor und begann die Bar zu putzen.
"Mach dir keine Sorgen", sagte Billie. "Dein Geheimnis ist bei mir sicher aufbewahrt."
"Mein Geheimnis?", fragte Harry.
"Dein bisschen Verliebtsein in Julie", sagte Billie. Mach dir keine Sorgen, ich glaube nicht, dass sie es schon bemerkt hat. Wenn ich auch nicht weiß, warum. Du solltest dich sehen, wenn sie in der Nähe ist. Ich muss zugeben, ich kenne dich noch nicht sehr lange, aber du strahlst wie ein Weihnachtsbaum, wann immer sie da ist."
Harry lächelte Billie an. Er mochte sie sehr gerne. Er war froh, dass Hermine jemanden wie sie in ihrem Leben hatte.
"Sie ist ein großartiges Mädchen", sagte Billie. „Und clever. Sie wird's kapieren, Harry. Ich werde ein gutes Wort für dich einlegen."
"Ich dachte du magst Trey", fragte Harry.
"Das tue ich", sagte Billie, doch sie lehnte sich zu ihm und flüsterte. „Aber ich denke nicht, dass er der richtige für Julie ist. Erzähl ihr nicht, dass ich das gesagt habe!"
"Dein Geheimnis ist auch bei mir sicher", sagte er und lächelte sie an. „Danke, Billie."
Julie kam gerade aus dem Hinterzimmer, ihr Gesichtsausdruck wirkte etwas niedergeschlagen.
"Was ist los, Süße?", fragte Billie besorgt.
"Nichts", sagte Julie. „Trey hat abgesagt. Sie müssen heute Abend ins Labor oder so was von dem er nichts wusste."
"Oh, Süße das tut mir leid", sagte Billie. "Ich weiß, wie gerne du ihn angesehen hättest."
"Ja", sagte Julie. "Es ist in Ordnung. Ich meine, ich hab den Film zu Hause. Ich wollte ihn nur gerne auf einer großen Leinwand sehen."
"Und das wirst du auch", sagte Billie.
"Alleine?" fragte Julie.
"Nein, nicht alleine", sagte sie. „Natürlich hier mit unserem neuesten Barkeeper."
"Aber Harry muss arbeiten", sagte Julie.
"Nicht heute Abend", sagte Julie und zwinkerte Harry von der Seite zu.
„Ich kann ihn das nicht fragen", sagte Julie und sah Harry mitfühlend an. „Wirst du ihn heute Abend nicht hier brauchen?"
„Dienstags ist immer wenig los", sagte Billie. "Ich will, dass ihr zwei geht. Ray kann an die Bar."
"Bist du sicher?", fragte Julie. „Was sag ich da? Harry du musst das nicht tun!"
"Wann fängt der Film an?", fragte er.
„Um sieben", sagte sie. "Aber du musst das wirklich nicht tun."
„Ich weiß, dass ich nicht muss", sagte er. "Aber ich will es tun. Außerdem könnte das die Frage sein die du im Austausch stellen könntest, als du mir erzählt hast was dein Lieblingsfilm it. Erinnerst du dich, ein fairer Handel?"
Sie konnte nicht anders, als ihn anstrahlen.
"Raus mit euch", sagte Billie um sie anzutreiben.
"Ich glaube du willst uns los haben", sagte Julie und drehte sich um, um Billie anzusehen.
"Ich versuche euch beiden Kindern einen Abend frei zu geben", sagte Billie. „Du weißt was für eine unentschlossene Person ich sein kann, Julie. Du gehst besser, bevor ich meine Meinung ändere."
"Okay", sagte Julie. Sie drehte sich zu Harry um und nahm seine Hand. „Bist du bereit zu gehen?"
Er nickte. Als sie aus der Tür liefen formte lautlos das Wort "Danke" in Richtung Billie.
Der Film war irgendwann nach 21 Uhr zu ende. Es war ein schöner Abend und Julie fragte ob Harry nicht die Franklin Street hinunter laufen wolle. Er versuchte nicht zu enthusiastisch zu klingen, als er ja sagte.
Sie genossen ein natürliches Geplänkel als sie die Straße entlang liefen. Er neckte sie ein bisschen mit dem Film und sie gab das zurück zu gut sie konnte.
Sie liefen an einem Café vorbei und Julie führte ihn hinein. Sobald sie drin waren, setzten sie sich an einen der Tische.
Julie nahm einen Schluck von ihrem Cappuccino und sah Harry fragend an.
"Was?", fragte er sie.
„Wie bist du zu dieser Narbe gekommen?", fragte sie ihn. „Wenn ich dich das fragen darf."
Er sah sie bei ihrer Frage etwas unbehaglich an. Er konnte ihr nicht die Wahrheit sagen, oder?
"Ein Unfall in der Kindheit", sagte er.
„Es muss schön sein, sich an seine Kindheit zu erinnern", sagte sie wehmütig. „Ich wünschte ich könnte mich an meine erinnern."
Deine und meine, dachte Harry.
"Du erinnerst dich an gar nichts?", fragte er sie. „Vor
deinem Unfall meine ich?"
Sie schüttelte traurig ihren
Kopf.
"Es liegt nicht an den mangelnden Versuchen. Ich war bei so vielen Psychotherapeuten in den vergangen vier Jahren und niemand weiß warum ich das alles blockiere. Es gibt keinen wirklichen Grund dafür, dass ich mich nicht erinnern kann. Das einzige was sie sagen konnten, war das es mit dem Schädeltrauma zusammen hängen könnte, das ich bei dem Unfall erlitten habe."
"Aber du glaubst das nicht?" fragte er sie.
„Nein", sagte sie. „Ich habe angefangen die Tatsache zu akzeptieren, dass ich meine Erinnerungen nicht zurückbekomme, aber ich kann nicht das Bedürfnis aufgeben zu wissen warum. Mein Dad war wirklich hilfreich."
"Dein Dad?", fragte Harry sie. „Was ist mit deiner Mum?"
"Ich erinnere mich nicht an meine Mutter", sagte sie melancholisch. „Sie starb in London kurz bevor wir umgezogen sind. Mein Vater sagt, sie hatte Krebs. Er sagte das war der Grund warum wir hier her gezogen sind. Zu viele Erinnerungen waren dort und er wollte, dass wir einen Neustart bekamen. Es war schwer, aber wir hatten immer einander."
"Es tut mir leid wegen deiner Mutter", sagte er. Er wollte ihr so gerne sagen, dass ihre wirkliche Mutter lebte und zusammen mit ihrem Vater in Atlanta, Georgia war.
Doch er wollte mehr über diesen "Vater" herausfinden.
"Was macht dein Vater?", fragte er sie.
"Nun, er ist Autor", sagte sie. "Er schreibt freiberuflich Artikel für dieses Natur Magazine. Er ist immer auf Wanderungen und solche Sachen daheim in Asheville. Es liegt in den Bergen."
"Vielleicht hab ich schon von seinen Arbeiten gehört?", forschte Harry.
"Ich weiß nicht. Sein Name ist Simon Maxwell."
Harry schüttelte den Kopf. „Da klingeln keine Glocken."
Dennoch würde er sich an den Namen erinnern und ihn Sirius nennen, wenn er das nächste mal mit ihm sprach.
"Doch genug von mir", sagte Julie. „Du bleibst schön fein bei deiner Vergangenheit, Mr. Potter. Du bist an der Reihe, fairer Handel? Lass all deine Geheimnisse deiner schmutzigen Vergangenheit heraus, Mister. Und lass keine Details aus."
"Hat schon irgendjemand mal gesagt, dass du aufdringlich bist?", fragte er sie lächelnd.
„Ja", sagte sie ernst. „Aber da hat mir noch nie zuvor aufgehalten."
"Okay", sagte er. „Was willst du wissen?"
„Wo bist du aufgewachsen?", fragte sie und ihre Augen leuchteten.
„Surrey", sagte er.
"Wo bist du zur Schule gegangen?"
„Auf ein Internat in Schottland", sagte er.
"Was ist mit deinen Eltern?"
"Meine Eltern", fragte er.
„Ja", sagte sie. "Was tun sie?"
"Sie, ähm, sie starben, als ich gerade mal ein Baby war", sagte er unbehaglich.
"Oh, Harry", sagte sie. „Es tut mir so leid. Darf ich fragen, wie es passiert ist?"
"Sie wurden umgebracht", sagte Harry ohne sie anzusehen.
"Oh", sagte sie. "Haben sie denjenigen bekommen, der es getan hat?"
„Ja", sagte Harry ernst. „Wenige Jahre später ist die schuldige Person gestorben."
„Es tut mir leid", sagte sie leise und legte ihre Hand auf seinen Arm.
"Es ist okay", sagte er. „Es war nie leicht darüber zu reden."
"Ich verstehe", sagte sie und lächelte ihn mitfühlend an. „Wie hast du so etwas durchgestanden? Ich meine, ich kann mich nicht wirklich an meine Mutter erinnern, aber ich...", ihre Stimme erstarb.
Er sah in ihre braunen Augen und empfand eine überwältigende Traurigkeit. Er wollte ihr sagen, wie sehr er sie liebte. Wie es war, dass ihre Liebe ihn so stark gemacht hatte, dass alles böse das ihm wiederfahren war überstanden hatte.
"Es ist in Ordnung", sagte er. „Ich wurde als ich noch ein Kind war zu meinen einzigen bekannten Verwandten gebrachten, den Dursleys. So kann man sie zumindest nennen."
"Keine schöne Erfahrung vermute ich", sagte sie.
„Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts", sagte er lachend. "Ich kann ehrlich sagen, wenn es nicht Hogwarts gegeben hätte, hätte ich es nicht überstanden. Nun das und Ron und Hermine."
Bald darauf merkte er, dass er ihr nicht soviel hätte sagen sollen. Es war zu spät um es zurück zu nehmen.
"Ron und Hermine?", fragte sie. „Was für ungewöhnliche Namen? Das sind keine die man oft hört. Besonders hier nicht. Wer sind dieser Ron und diese Hermine?"
"Meine, ähm, besten Freunde", sagte er. Es würde ihm nie möglich sein zu beschreiben wie seltsam es war hier mit Hermine zu sitzen und über Hermine zu sprechen.
"Partner bei jeder Untat?", fragte sie.
Er lächelte. "Wie kommst du darauf?"
"Ich bin ziemlich scharfsinnig", sagte sie. „Wie sind sie?"
"Nun, Ron kann ein ärgerlicher Idiot sein, aber dann wieder ist er ein großartiger Typ. Er kommt aus einer großen Familie, sie haben mich sozusagen adoptiert. Er ist der jüngste Sohn und seine Brüder haben es ihm nicht leicht gemacht, aber er ist wirklich ein toller Kerl. Er war der erste Freund in meinem Alter."
"Was macht er jetzt?", fragte Julie.
"Nun, er
arbeitet für die Regierung", sagte Harry der es hasste sie
anzulügen. Der einzig tröstende Gedanke war, das er nicht
eklatant log, er erzählt nur Halbwahrheiten.
„Er ist mit
einem amerikanischen Mädchen namens Kit verheiratet. Sie werden
in wenigen Monaten ein Baby bekommen.´"
Julie lächelte. "Was ist mit Hermine?"
Harry blickte nachdenklich drein. „Wie viel Zeit hast du?"
Sie lächelte ihn an.
"Ich glaube nicht, dass ich dir angemessen erzählen kann, was sie mir bedeutete", sagte er. „Sie war diese rechthaberische unausstehliche ich-weiß-alles Person, als Ron und ich sie kennen lernten. Ron konnte ganz besonders nicht ausstehen. Sie hatten die schlimmsten Auseinandersetzungen die du je gesehen hast. Ich kann dir sagen bis heute habe ich niemanden getroffen, der ein solches hin und her bei seinen Zankereien hatte, wie die beiden. Es hat mich fast verrückt gemacht. Sie gingen einander dauernd an die Kehle. Die totalen Gegensätze. Wie Öl und Wasser."
„Ich kann nicht verstehen, wie ihr Freunde geworden seid, wenn ihr doch dachtet, dass sie eine rechthaberische, unausstehliche, allwissende Person war."
Harry lächelte wehmütig. „Wir haben zusammen etwas durchgemacht, dass alles verändert hat. Weißt du es gibt gewisse Dinge, wenn man die zusammen durchsteht, muss man einfach Freunde werden. Nun, so etwas ist zwischen uns dreien geschehen und danach waren wir nahezu untrennbar."
Zu Harrys Erleichterung lächelte sie nur und fragte nicht nach weiteren Details.
"Ist sie das Mädchen von dem du mir erzählt hast? Diejenige von der du gesagt hast, dass es kompliziert sei?"
„Ja", sagte und nahm einen Schluck Kaffee. Kennst du das, das man sagt jeder hätte einen Seelenverwandten? Ich hab das nie geglaubt, bis ich mich in sie verliebt habe. Sie hatte so eine Art, dass du glaubtest du könntest alles schaffen. Sie hat mir immer in den Hintern getreten, damit ich alles hinbekam. Sie war das beste, was mir je passiert ist."
„Du redest dauernd in der Vergangenheit von ihr", sagte Julie.
„Ja", sagte er. „Sie starb, als sie 16 war."
"Oh, Harry",
sagte sie und griff über den Tisch nach seiner Hand. „Ich
hatte ja keine Ahnung. Ich kann nicht glauben, was für Tragödien
du in deinem Leben erlebt hast. Es wundert mich.."
"Was?",
fragte er.
„Wie du damit klar gekommen bist", sagte sie. „Du scheinst ein solch großartiger Kerl zu sein. Du hättest dich ganz anderes entwickeln können, aber sieh dich an."
„Ich bin nicht so großartig", sagte er, er war erleichtert, dass sie aufgehört hatten, über Hermine zu sprechen. Er hatte Angst, dass wen sie weiter über sie sprachen, er ihr alles erzählen würde und es war noch nicht die Zeit dafür. Es war noch zu früh dafür. Er wollte sie nicht erschrecken. Das war das letzte, was er wollte.
"Doch das bist du", sagte sie. „Ich meine, ich kenne dich noch nicht sehr lange, aber du bist der netteste Kerl, den ich seit langem getroffen habe."
"Danke", sagte er. "Du bist auch in Ordnung."
Sie errötete. "Danke."
Die Lichter im Kaffee blinkten und signalisierten damit den Kunden, dass sie bald schließen würden.
„Bereit heim zu gehen?", fragte er sie.
Wenige Minuten später standen sie vor Julies Apartmenttür. Sie genossen immer noch die Gesellschaft des anderen und lachten über den Film, als Julie innehielt um ihren Schlüssen aus der Tasche zu ziehen.
"Nun, es war ein toller Abend, Harry", sagte sie. „Es tut mir leid, dass du damit reingezogen wurdest."
„Ich hatte auch eine tolle Zeit",
sagte er und lächelte sie an. Er wollte nicht, dass diese Nacht
zu ende ging. Das gedämmte Licht im Gang spiegelte sich in ihrem
Haar und es schimmerte beinah himmlisch.
Sie sah auf und blickte
in seine grünen Augen. Auch sie wollte nicht, dass dieser Abend
bald endete.
"Nun, Gute Nacht", flüsterte sie.
„Gute Nacht", sagte er. Keiner von beiden bewegte sich. Sie standen einfach weiter auf dem Gang und sahen einander in die Augen.
Es war Harry, der den ersten Schritt tat. Als er in ihre schönen braunen Augen sah, verlor er die Fähigkeit zu denken. Er tat, was er am natürlichsten empfand, er lehnte sich vor und küsste sie sanft. Zu seiner Überraschung erwiderte sie seinen Kuss, fast ebenso enthusiastisch wie er. Als der Kuss vorüber war, schoben sie sich atemlos auseinander. Julie sah Harry an und wusste nicht, was sie tun oder sagen sollte. Sie konnte sich nicht daran erinnern in ihrem Leben jemals so geküsst worden zu sein. Sie war gerade dabei einen Schritt vorzutreten und die Brücke der Distanz zwischen ihnen erneut zu durchbrechen, als eine Stimme nach ihr rief.
„Hey, Julie. Ich war vorhin schon da, aber du warst aus. Jetzt sehe ich warum."
Es war Trey. Er schien nicht begeistert von dem was er gerade als Zeuge gesehen hatte.
