Oh welch Wunder, ich habe meine eigene Fan-Fiction wieder entdeckt g. Vielleicht schaffe ich wieder den Einstieg um die Geschichte zu Ende zu schreiben...

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Oliné ritt an der Spitze der Gruppe um einerseits einen klaren Kopf zu bekommen und andererseits mögliche Angreifer schneller zu entdecken. Seit einigen Tagen waren sie auf dem Rückweg nach Lothlorien um die Menschen zu Galadriel zu führen. Eine seltsame Stille lag über ihnen, jeder versank in seinen Gedanken und vermochte sich nicht davon loszureißen. Eine Erinnerung an die vergangenen Tage, kurz vor dem Aufbruch, bahnte sich seinen Weg in sein Bewusstsein. Die badenden Elben gesellten sich nach und nach zu ihnen ans Lagerfeuer und irgendwann sprach er das Fehlen einer der menschlichen Frauen an. Danach begann sofort die Suche nach Miriam, doch das einzige was die Wächter fanden, waren Spuren von Orks und einem niedergebrannten Lagerfeuer. Sie suchten bis in die frühen Morgenstunden, doch es war zwecklos. Er sah Haldirs Gesicht deutlich vor sich, die Verzweiflung in seinen Augen schmerzte ihn, doch er musste die restlichen Menschen in Sicherheit bringen. Der Hauptmann jedoch weigerte sich die Suche aufzugeben und ritt nach einem heftigen Wortgefecht tiefer in den Wald.

Ein leiser Räusper von Feanon holte ihn für einen kurzen Moment in die Realität zurück. Es brauchte niemand ein Wort zu reden, jeder wusste was der Andere dachte. Haldir war wie von Sinnen mit geringem Proviant und das nötigste an Bewaffnung den Orks hinterher. Womöglich würde er sie aufspüren können, aber war Miriam noch am Leben und wenn ja, er allein könnte gegen eine größere Gruppe von Orks nichts ausrichten. Oliné fragte sich, warum er den Hauptmann nicht stärker daran gehindert hat so überstürzt die Verfolgung aufzunehmen.

"Ich hätte ihm einfach eins überziehen und bewusstlos nachhause schleifen sollen!", murmelte er leise.

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Längst hüllte die sternenklare Nacht die Orks in eine schützende Dunkelheit, wäre da nicht das entnervte Geheule der Mordor-Krieger gewesen, das selbst taube Tiere auf der anderen Seite des Flusses aufschreckte.

Der Führer der Orks musste sich in den letzten Tagen oftmals gegen Attacken seiner Artgenossen wehren und so mancher forderte mit Nachdruck, meist in Form von diversen Waffen, seine Ablöse. Er presste seine Ballen fest an seine Schläfen und versuchte die unerträglichen Laute aus dem Munde der Menschenfrau zu überhören. Doch es war sinnlos, jegliche Varianten der "Stopft ihr das Maul" Methode wollte einfach nicht funktionieren.

So kam es, dass Miriam sturzbetrunken vom Orktrunk heiser Lieder ihrer Lieblingsband grölte und die Orks an ihrem Dasein als grausame Geschöpfe Mordors zweifeln ließ.

"Wenn die Nacht am tiefsten ist, wenn die dunkle Stunde schlägt..." Miriam´s Kopf fiel kurz vorne über.

"Oh bitte, bei allen Schrecken auf Arda,..., lass sie endlich schlafen!"

"Geben wir ihr einfach noch mehr, irgendwann wird sie bewusstlos zusammenbrechen!"

"Wir haben nichts mehr"!

"Wie? Natürlich haben wir noch was!"

Der schlacksige Ork hielt eine Trinkbeutel, gefüllt mit Orktrunk, in die Höhe.

"Schon, aber wir haben sie schon ziemlich abgefüllt und so wie es aussieht verträgt sie mehr als angenommen. Außerdem brauchen wir sie lebend und nicht als abgesoffene Leiche. Sie bekommt keinen Tropfen mehr!"

Einer der Krieger stieß unabsichtlich gegen Miriam´s Schulter und schon ruckte ihr Kopf wieder nach oben, ihre roten Augen stierten in die Finsternis.

"dann schweift mein Blick zum Horizooooooooooooooooooooooooooooonnnnnttttttt..."

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Soll ich weiterschreiben? ;)