So, hier bin ich auch schon wieder. Naja, hat etwas gedauert, aber irgendwie war mal wieder alles andere wichtiger, als mich an meinen PC zu lassen und die nächsten Kapitel hochzuladen. Egal, jetzt habe ich es ja geschafft.
Ihr seid echt die besten, habe mich wirklich über eure lieben Reviews gefreut. Alle mal durchknuddel!
Nina-issaja:Ja ja, ein jeder Mensch braucht seine Laster. Aber was soll man auch dagegen machen? Mich für meinen Teil, darf man in der früh vor der ersten Tasse Kaffee und Zigarette gar nicht ansprechen. Könnte in einen absoluten Streit ausarten.
Und zu deiner Frage mit Ginny, die wird hier in diesem Kapitel schon beantwortet. Hab mich schon gewundert, dass keiner was gefragt hat, nachdem sie so neben der Spur im Klassenzimmer war. So, dann will ich mich noch ganz doll für dein liebes und langes Review bedanken, hab mir das lachen nur selten verkneifen können. Hoffe auf ein weiteres dieser Art.
Trory:Da bin ich froh, das du das tragen als geil empfunden hast. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, das es etwas langatmig war, der Weg in den Krankenflügel.
Severus4ever:Wow, Dankeschön für dieses super Kompliment, dass ich meine Personen so gut treffe. Was mir nicht immer ganz leicht fällt, muss ich gestehen. Was und wie Minerva dazu sagt und reagiert, erfährst du hier in diesem Kapitel. Den sie muss ja handeln, wenn jemand zu spät kommt und Draco trägt mit seiner „Dummheit" ein klein wenig dazu bei. Lies einfach am besten selbst.
Corinna62:Freut mich das dir die Geschichte immer besser gefällt. Wenn man ja erst einmal in der Handlung drin ist, macht es auch wieder mehr Spass zu schreiben. Der Anfang und das Ende ist immer das schlimmste, wie ich finde. Danke für dein Review.
Teddy172:Freut mich, dass du über meine Geschichte gestolpert bist. Die nächsten 2 Kapitel werde ich schneller posten, da sie ja bereits fertig sind und dann dauert das ganze immer etwas. Je nachdem wie ich Zeit und Lust zum schreiben habe. Mercie für dein Review.
applegreen:Ja das kann ich dir versichern, du hast mich glücklich gemacht. Ja das mit Draco war nicht ganz einfach zu schreiben, warum sollte er ihr den auch helfen? Alles wäre ein bisschen OCC gewesen, außer wenn er einfach weitergegangen wäre, aber das sollte er ja nicht. Naja, schieben wir es einfach auf geistig umnachtet. So, dann hoffe ich mal dir gefällt dieses Kapitel auch wieder.
Vertrauter FeindGespräche
Nach einer Diskussion, die Hermine ewig erschien, lies sich Madame Pomfrey erweichen und entließ die Gryffindor aus dem Krankenflügel. Nicht ohne sie jedoch zu ermahnen, sich zu schonen und einmal morgens und abends zwei Löffel des ihr mitgegebenen Heiltrankes zu schlucken. Hermine nickte, wie es sich für ein wohlerzogenes Mädchen gehörte, lies den nach Lakritze schmeckenden Trank in ihrem Umhang verschwinden und würde später einfach behaupten, ihn nicht mehr gefunden zu haben. Sie hasste Lakritze.
Es musste gerade Abendessenzeit sein, denn als Hermine ihren Gemeinschaftsraum betrat, fand sie ihn komplett leer. Dank der medizinischen Fingerfertigkeit von Poppy, konnte Hermine ihren rechten Knöchel wieder voll belasten, nur eine weiße, elastische Binde stabilisierte ihr Sprunggelenk noch zur Sicherheit. Hermine lies sich in einen der roten, flauschigen Sessel fallen, wickelte die Binde ab und starrte danach ins Feuer.
Zehn Minuten später schwang das Portrait zur Seite und die ersten Gryffindors kamen vom Abendessen zurück, unter ihnen auch Harry, Ginny und Neville. Ron hatte sein verhasstes Schülersprecher- und Vertrauensschülertreffen.
„Hey Herm, na wieder alles fit?„, erkundigte sich Harry und sah auf seine beste Freundin runter, die es sich in dem Sessel gemütlich gemacht hatte.
„Jepp, mir geht es prima, nachdem ich endlich aus dem Bett und aus Madame Pomfreys Fürsorge entlassen wurde.„, grinste sie.
„Ähm Herm, lass uns doch ein paar Schritte um den See gehen, ja?„, fragte Ginny und Hermine erinnerte sich, dass sie ihr ja unbedingt was erzählen wollte.
„Okay, wir sehen uns dann später Harry.„, verabschiedete sie sich von ihrem Freund, der ihr irgendwie nachdenklich hinterher sah.
„Harry, willst du Schach spielen?„, fragte Neville ihn, als die beiden Mädchen durch das Eingangsloch verschwunden waren.
„Mhm, von mir aus.„, murmelte Harry, ohne zu wissen, dass er heute Abend das erste Mal gegen Neville verlieren würde.
Die beiden Freundinnen hatten mittlerweile den See von Hogwarts erreicht und schlenderten gemütlich am langen Schilf entlang. Bis jetzt hatten sie nur über belangloses gesprochen, die ersten Tage des Unterrichtes und die bald beginnenden Nachhilfestunden für die siebte Klasse.
„Was wolltest du mir den eigentlich erzählen?„, fragte Hermine Ginny, als sie am Ufer stehen geblieben waren und über das schwarze Wasser sahen.
„Ja also, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Irgendwie habe ich mir das alles leichter vorgestellt.„, begann Ginny zögerlich.
„Hast du was ausgefressen?„, wollte Hermine besorgt wissen.
„Nein, dass nicht.„, lachte Ginny. „Du denkst in die verkehrte Richtung. Es geht um einen Mann. Genauer gesagt um meinen Freund.„, den letzten Satz hatte der Rotschopf so genuschelt, dass es ein paar Sekunde dauerte bevor ihn Hermine verstand.
„Du hast was? Seit wann? Wer ist es? Nun sag doch schon!„, drängte der Lockenkopf ihre Freundin neugierig. Das Ginny sich gut mit den Jungs aus Hogwarts verstand war kein Geheimnis, aber bis dato hatte sie jeden glaubhaft erzählt, dass sie noch zu jung für eine Beziehung wäre und sich nicht binden wolle. Und nun hatte es doch tatsächlich jemand geschafft, den kleinen Wirbelwind zu bändigen.
„Also, wir sind seit knapp einer Woche fest zusammen und du bist bis jetzt die einzige die es weiß. Ich wollte erst mit dir sprechen, bevor wir es Ron erzählen.„, fing Ginny an, die Fragen zu beantworten.
„Oje, Ron wird begeistert sein.„, warf Hermine ironisch ein.
„Mach mir keine Angst. Vor seiner Reaktion habe ich echt etwas Schiß.„, meinte Ginny.
Naja, er wird mit Sicherheit nicht begeistert davon sein, aber Ron wird sich auch wieder beruhigen, wenn er feststellt, dass es dir ernst ist. Und ich verspreche dir, Harry und ich steuern unseren Teil dazu bei, damit er dir nicht gleich den Kopf abreißt.„, beruhigte sie ihre Freundin.
„Ich weiss ja nicht, ob er sich danach noch von Harry beruhigen lässt.„, murmelte Ginny vor sich hin.
„Warum sollte er sich von Harry nicht...oh Merlin es ist Harry!„, schrie Hermine überrascht auf.
Ginny beobachtete ihre Freundin genau, nachdem sie ihren geschockten Gesichtsausdruck gesehen hatte, war es dem kleinen Rotschopf nun doch etwas mulmig. Aber Hermines Gesicht wandelte sich von geschockt auf überrascht und dann blitzten ihre Augen freudig auf. Sie schlang ihre Arme um die kleinere und umarmte sie innig.
„Ich freue mich riesig für euch beiden. Ihr passt super zusammen.„, versicherte Hermine.
Ginny war erleichtert, aber insgeheim hatte sie es gewusst, dass Hermine so reagieren würde.
„Danke. Tja, es hat ja auch lang genug gedauert bist Harry und ich zusammengekommen sind.„, erinnerte sich Ginny.
Hermine verstand, was ihre Freundin damit meinte. Schließlich war sie ja seit der ersten Klasse in ihn verschossen gewesen. Zwischendurch hatte es zwar den Anschein, dass sich Ginny's Gefühle gegenüber Harry gewandelt hätten, aber anscheinend nie ganz verloren waren.
„Wie seid ihr den nun zusammen gekommen?„, wollte Hermine wissen.
„Du weißt doch, dass Harry die letzten beiden Ferienwochen bei uns daheim war. Naja und irgendwie hat es sich ergeben, dass wir immer was zu dritt gemacht haben. Bis auf den einen Tag, da hat Mum Ron in die Winkelgasse geschleift, um ihm neue Umhänge anfertigen zu lassen. Als Schülersprecher musste er schließlich gut aussehen, du verstehst?„, zwinkerte Ginny ihrer Freundin zu.
„Oh ja, ich kann es mir bestens vorstellen. Deine Mum ist in diesen Dingen einfach göttlich.„, lachte Hermine.
„Naja, jedenfalls waren Harry und ich an diesem Tag an dem See, der an unser Grundstück grenzt. Wir haben geredet und rumgealbert. Als wir dann im Wasser waren, hat mich Harry in die Arme genommen um mich ins Wasser zu schmeißen und ich habe ihn geküsst. Ich konnte nicht anders, er sah einfach so süß aus. Naja und er hat den Kuss erwidert. So war das, seit dem Tag sind wir ein Paar.„, schloss Ginny ihre Geschichte.
„Du hast ihn einfach geküsst!„, fragte Hermine überrascht nach.
„Na hör mal, ich bin ja hier nicht die einzige die wild in der Gegend rumknutscht. Darf ich dich an einen gewissen Slytherin erinnern, der von einer Gryffindor durch küssen zum schweigen gebracht wurde?„, lachte Ginny.
„Erinnere mich nur nicht daran.„, bat Hermine ihre Freundin.
„Warum, war es den so schlimm?„, grinste Ginny.
„Reden wir nicht darüber.„, meinte Hermine kurz.
Die beiden Mädchen hatten sich mittlerweile auf einen Stein, der nahe am Ufer lag, hingesetzt und starrten schweigend über das Wasser. Der Mond war aufgegangen und der aufkommende Wind lies das Wasser des Sees kräuseln.
„Was hast du eigentlich gegen Draco Malfoy?„, wollte Ginny nach einigen Minuten des Schweigens wissen. Entgeistert sah Hermine ihre Freundin an.
„Ich glaub ich habe deine Frage nicht richtig verstanden.„, antwortete sie,
„Du hast mich schon genau verstanden. Malfoy mag zwar eingebildet, hochnäßig und was weiß ich noch alles sein, aber er sieht ziemlich gut aus. Und seit sein Vater in Askaban sitzt und Voldemord nicht mehr existiert, hat er sich doch geändert. Er ist nicht mehr so gehässig.„, versuchte Ginny zu erklären.
„Aber Malfoy bleibt eben Malfoy. Er ist ein kleiner, widerlicher Spanner der sich Wunder was weiß ich, auf sich einbildet.„, schimpfte Hermine vor sich hin.
„Das mit dem Spanner musst du mir erklären„, antwortete Ginny.
„Ich sag nur: Vertrauensschülerbad.„, murrte Hermine.
„Nein! Er war der Grund warum du halbnackt durch Hogwarts gerannt bist? Ist ja witzig.„, lachte Ginny.
„Dein Humor lässt in letzter Zeit sehr zu wünschen übrig.„, meinte Hermine trocken.
„Na aber hör mal. Jedenfalls scheint es ja Malfoy in letzter Zeit richtig auf dich abgesehen zu haben. Erst das Bad, dann der Sturz von der Treppe. Da siehst du, was ein Kuss alles anrichten kann.„, brachte Ginny ihre Freundin zum nachdenken.
„Willst du damit sagen, ich wäre Schuld an dem ganzen, nur weil ich ihn geküsst habe?„, wollte Hermine wissen.
„Meine liebe Hermine, man küsst niemanden, ich betone niemanden, der einem unsympathisch ist. Auch dann nicht, wenn man ihn zum schweigen bringen will.„, sagte Ginny eindringlich.
„Mach mich bitte nicht fertig, ich bin krank, wie Madame Pomfrey sagt.„, versuchte Hermine irgendwie aus der Situation raus zu kommen.
„Ich glaube, du solltest einfach mal in Ruhe darüber nachdenken. Ich wäre jedenfalls bereit, mir deine Lovestory dann ebenfalls hier am See anzuhören.„, lachte Ginny.
„Es wird keine Lovestory zwischen mir und Malfoy geben.„, erwiderte Hermine stur.
„Wir werden es sehen. So, gehen wir langsam wieder rein ins Schloss, es ist kurz vor 22 Uhr und mir wird kalt.„, fragte Ginny.
„Geh du schon mal vor, ich bleibe noch etwas.„, meinte Hermine.
„Alles klar, wir sehen und vielleicht noch später.„, verabschiedete sich Ginny, stand auf und ging Richtung Schloss.
„Ginny, eine Frage noch!„, rief Hermine ihrer Freundin nach, ihr war gerade was eingefallen.
Ginny wandte sich um und sah ihre Freundin fragend an.
„War Harry gestern Abend in diesem Klassenzimmer?„, wollte Hermine wissen.
„Ja war er oder warum meinst du, dass ich draußen auf dich gewartet habe? Ein Mann dürfte doch reichen, der dich an diesem Abend nackt gesehen hat.„, neckte Ginny ihre Freundin, bevor sie endgültig ging.
Hermine blieb nachdenklich am See zurück.
Mit einem aufseufzen lies sich Draco auf sein Bett sinken. Er hatte es immer schon gewusst, wenn der Tag erst einmal schlecht anfing, ging es auch meistens so weiter. Er lies seinen Tag noch einmal Revue passieren. Zuerst war er zu spät aufgestanden, konnte sich dadurch nicht richtig fertig machen und musste das Frühstück ausfallen lassen. Trotzdem hätte er es noch rechtzeitig zum Unterricht geschafft, wenn ihm nicht Hermine Granger in den Weg gekommen wäre. Dieser hatte er dann, aus ihm noch unverständlichen Gründen, zum Krankenflügel geholfen. Ihr zierlicher Körper hatte sich eng an ihn geschmiegt, ihr Duft nach grünen Apfel stieg ihm in die Nase und ihre kleinen, festen Brüste wippten auf und ab, als sie neben ihm auf einen Bein zum Krankenflügel hüpfte. Er erinnerte sich an das Gefühl, dass er gehabt hatte, als er sie schließlich doch auf seinen Armen zum Krankenflügel trug, ihre weiche, samtartige Haut. Er konnte sich richtig ihre wütend blitzenden Augen vorstellen, als er sie so berührte. Okay, dieser Teil des Tages war dann doch nicht so schlecht gewesen.
Aber dann, als er endlich mit einer Verspätung von 30 Minuten in Mc Gonagalls Unterricht auftauchte, sank das positive an seinem Tag auch schon wieder auf den Nullpunkt. Die Hauslehrerin der Gryffindors hatte ihm doch tatsächlich nachsitzen aufgebrummt, dabei ignorierte sie die Tatsache, dass er einer Schülerin aus ihrem Haus geholfen hatte. Was mit Sicherheit daran lag, das es Draco erst gar nicht erwähnte, wie wäre er den vor den anderen Slytherins dagestanden. Einer Gryffindor helfen.
Zu allem Überfluss hatte Prof. Flitwick auch noch einen unangemeldeten Test geschrieben, in der ersten Schulwoche. Er hatte nicht damit gerechnet und dementsprechend würde auch seine Note ausfallen.
Und gerade eben beim Abendessen, hatte ihn Weasley auch noch freundlich darauf hingewiesen, wenn so was wie am morgen noch einmal mit Hermine passieren würde, er ihn erst richtig kennen lernen. Er hatte ihn zwar mit einem gelangweilten Gesichtsausdruck einfach stehen gelassen, was Ron wahrscheinlich zur Weißglut gebracht haben dürfte, aber nun ärgerte er sich um so mehr über die Gryffindor. Was hatte Hermine ihren Freunden nur erzählt, dass diese ...STOPP! ruckartig setzte sich Draco in seinem Bett auf. Hatte er Granger gerade eben wirklich in Gedanken beim Vornamen genannt! Na aber danke auch, dass fehlte ihm gerade noch. Sie war, ist und bleibt Granger, ist das klar, rief er sich selbst wieder zu Ordnung.
„Hier steckst du, ich such dich schon überall.„, ertönte Blaises Stimme vorwurfsvoll.
„Was willst du?„, fragte Draco ohne es wirklich wissen zu wollen. Er mochte Blaise wirklich, er war nicht wie die anderen Slytherins, die ihm nur das sagten, was er hören wollte. Nein, Blaise war jemand, der ihm seine Meinung direkt ins Gesicht sagte ohne sich dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen, solche Menschen schätzte er. Blaise durfte sich seit seinem 5ten Schuljahr, als sein bester Freund schimpfen. Aber in diesen Tagen nervte er ihn einfach, Draco konnte selbst nicht genau sagen woran dass lag.
„Ich wollte dich fragen, ob ich mir ein Buch von dir ausleihen dürfte, für alte Runen.„, antwortete Blaise.
„Such es dir aus dem Regal.„, antwortete Draco schleppend.
„Alles okay bei dir?„, fragend sah Blaise seinen Freund an.
„Klar, bis auf die Tatsache das mein Tag beschissen war und ich morgen nachsitzen muss.„, erwiderte Draco ärgerlich.
„Siehs locker,aber warum bist du eigentlich zu spät gekommen? Ich habe dich doch rechtzeitig geweckt.„, fragte Blaise und lehnte sich an den Pfosten von Dracos Himmelbett, das mit dunkelgrünen Vorhängen bezogen war.
„Hatte noch was zu erledigen.„, murmelte Draco und wich dem Blick seines Freundes aus.
„Und was? Irgendwie bist du in letzter Zeit verdammt komisch, habe ich dir das schon gesagt?„, wollte Blaise wissen.
„Ja, in den letzten beiden Tagen reibst du mir das ständig unter die Nase. Und wenn du es genau wissen willst, ich habe Granger zum Krankenflügel gebracht.„, herausfordernd sah Draco den dunkelhaarigen an. Ein falsches Wort und er würde...
„Oh, okay. Das ist ne Erklärung.„, sagte Blaise, der den Blick von Draco genau deuten konnte.
„Mehr hast du dazu nicht zu sagen?„, erkundigte sich Draco.
„Was soll ich dazu sagen? Du hattest bestimmt deine Gründe, dies zu tun.„, antwortete Blaise ausweichend.
„Eben diese habe ich nicht! Verstehst du? Diese kleine Gryffindor verwirrt mich in letzter Zeit einfach. Sie ist so ganz anders, als noch im letzten Jahr.„, platzte es aus Draco heraus.
Blaise zog überrascht eine Augenbraue in die Höhe, so hatte er Draco selten gesehen und dass er über seine Gefühle sprach war auch nicht gerade an der Tagesordnung.
„Naja, sie ist hübscher geworden. Vielleicht liegt es daran.„, sagte Blaise schließlich vorsichtig. Er wusste, dass er sich auf dünnem Eis bewegte, ein falsches Wort und Draco würde explodieren.
„Das ist sie, aber daran liegt es nicht. Sie provoziert mich, ohne dass ich sagen könnte, sie macht es mit Absicht. Sie bringt mich dazu, über Sachen nachzudenken, die mir vorher nie in den Sinn gekommen sind. Und das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass sie mich nicht nur allein wegen dem Bett reizt, das könnte ich ja noch verstehen. Aber nein, sie reizt mich auf eine andere Art und Weise und ich weiß nicht, was es sein könnte. Verstehst du?„
„Hm, hört sich so an als ob du verknallt bist.„, stellte Blaise nüchtern fest.
„So ein Schwachsinn! Nein, ich denke eher, dass es die Herausforderung ist. Bei ihr muss man nicht einfach mit dem Finger schnippen und sie sitzt auf der Bettkante. Irgendwie verwirrt mich diese Gryffindor. Ich meine erst küsst sie mich und dann behandelt sie mich wie den letzten Dreck.„, erklärte er seinem Freund.
„Ja okay, das ist ne plausible Begründung, warum du nicht in sie verliebt bist. Aber was reizt dich den deiner Meinung nach an ihr?„, fragte Blaise, nicht ganz ohne Hintergedanken.
„Als ich ihr zum Krankenflügel geholfen habe, frag mich nicht warum ich das getan habe, den ich weiß es bis jetzt noch nicht, hatte ich die ganze Zeit ihren Duft in der Nase, ihr Körper war eng an meinen gepresst und ihre Brüste wippten auf und ab, als sie neben mir her hüpfte. Und als ich sie am Schluss getragen habe, hab ich über ihre nackten Beine gestrichen um sie zu ärgern, sie hat samtweiche Haut.„, begann Draco zu erzählen.
„Alles gut und schön, aber dass sind eher Gründe um sie ins Bett zu bekommen.„, stellte Blaise fest.
„Idiot, ich war noch nicht fertig. Ich liebe es einfach sie zu provozieren, ihre Augen blitzen dann und sind fast schwarz, wenn Granger richtig zornig ist. Ich meine nicht, wenn sie nur wütend auf mich ist, da nehmen ihre Augen ein dunkles braun an, aber wenn sie sich kaum noch zurückhalten kann, dann sind sie schwarz. Außerdem ist sie intelligent und schlagfertig. Wenn sie verlegen ist, streicht sie sich ihre Locken mit der Hand hinters Ohr und schaut immer von unten her einem in die Augen, dass sieht irgendwie süß aus. Verstehst du was ich meine?„, endete Draco mit seiner Aufzählung.
„Oh ja, und wie ich verstehe. Mich wundert nur, dass du mir noch nie Pansys Augen so genau erklären konntest. Aber ich bin echt froh, dass du nicht in Granger verknallt bist.„, lachte Blaise.
„Nimm dir das verdammte Buch und verschwinde!„, schrie Draco seinen Freund an, als er bemerkte, wie er von ihm geschickt ausgehorcht worden war.
Blaise stieß sich lachend von dem Bett ab, ging zum Regal und lies seine Augen suchen über eine Anzahl von Büchern gleiten. Als er das richtige gefunden hatte, griff er danach und ging zur Tür. Dann wandte er sich noch einmal zu Draco um.
„Denk einfach mal über meine Worte nach, du Sturkopf.„, meinte er und ging.
„Das werde ich mit Sicherheit nicht tun, da es nichts zum nachdenken gibt. Ich bin nicht in Granger verliebt.„, murmelte Draco hinter Blaise her.
Hermine war erschrocken aufgesprungen, nachdem sie auf die Uhr gesehen hatte. Es war zwanzig Minuten nach elf. Das hieß, dass seit knapp eineinhalb Stunden Sperrstunde war. Irgendwie hatte sie am See die Zeit vergessen. Jetzt jedoch rannte sie panisch zum Schloss und flüsterte wie ein Mantra „Hoffentlich erwischt mich keiner„ vor sich her.
Völlig außer Atem gelangte sie ans Schlossportal, öffnete die Tür einen Spalt und nachdem sie die große Halle mit ihren Augen abgesucht hatte und keinen entdecken konnte, zwängte sie sich durch den schmalen Spalt. Leise schloss sie das Tor wieder und durchquerte auf Zehenspitzen die Halle, sich immer wieder umblickend. Sie war gerade die ersten Stufen der Treppe hochgestiegen, als sie oben am Absatz eine wütende McGonagall erblickte.
„Miss Granger, können sie mir erklären was sie über eine Stunde nach der Ausgangszeit noch hier zu suchen haben und nicht in ihrem Turm sind?„, fragte die Professorin streng und sah sie dabei aus zornig funkelnden Augen an.
„Entschuldigen Sie Professor, ich war unten am See und habe die Zeit vollkommen vergessen.„, murmelte Hermine mit gesenktem Kopf.
„Die Zeit völlig vergessen? Nun gut, da sie anscheinend zuviel davon haben, wenn sie am See sitzen können, anstatt für die Abschlussprüfungen zu lernen, können sie mit Sicherheit auch morgen etwas von ihrer Zeit erübrigen. Und zwar dann, wenn sie die Strafarbeit erledigen, die ich ihnen für die Missachtung der Regeln geben werde.„, meinte McGonagall ärgerlich.
„Aber Professor...„, setzte Hermine zu einer weiteren Erklärung an.
„Ich will nichts mehr hören, gehen sie nun in ihren Turm und kommen sie morgen um 20 Uhr in mein Büro, damit ich ihnen sagen kann, was ich mir für sie überlegt habe. Guten Abend, Miss Granger.„, mit diesen Worten ging ihre Hauslehrerin an Hermine vorbei.
„Ihnen auch.„, nuschelte die Gryffindor, bevor sie niedergeschlagen nach oben ging.
Sodala, das war dann mal wieder von mir. Hoffe ihr seid mit dem kleinen Nebenpaaring einverstanden.
Seid doch wieder mal so lieb und hinterlasst mir ein kleines Review, irgendwie bin ich nämlich süchtig danach.
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