Chapter 7
„Vize zu sein reicht Ihnen wohl nicht mehr Lucius?" fragte Hermione, während sie sich den Staub aus ihrem Kleid klopfte.
„Es geht hier nicht um Macht", seine Stimme klang angespannt.
„Aber natürlich nicht. Sie wussten, dass Voldemort plante aufzuhören und er wäre nicht still gegangen. Er hätte jeden Einzelnen von euch dem Orden übergeben." Sie schaute zu ihrem Dad und bekam ein kurzes Nicken als Antwort.
„Ich würde meinen Sohn nicht der Gnade von denen ausliefern", er spuckte die Worte regelrecht aus.
"Ihr wünscht, dass Eurem Sohn gegenüber Gnade gezeigt wird? Aber Ihr wart es doch, der ihn gerade töten wollte. Ihr bewegt Euch mittlerweile auf sehr dünnem Eis, Lucius. Und Euch geht die Zeit aus."
„Da stimme ich zu!"
Er disapparierte mit einem Plopp. Es gab ein lauteres Plopp, als der Rest der Todesser wie er disapparierten.
"Wohin ist er gegangen?" Hermione fiel aus Schwäche auf den Boden. „Es war nicht geplant, dass er das tun konnte!"
"Hermione", Voldemort lehnte sich zu seiner Tocher hinunter. „Du musst dich ausrasten!"
Draco ließ sich an ihrer Seite nieder. „Ich dachte sie wäre okay!" rief er Dumbledore zu, als Hermione ihr Bewusstsein verlor.
„Miss Granger ist weit weg von okay."
„Was meinen Sie?" Es war wirkliche Sorge in seiner Stimme zu hören.
„Sie muss sich immer noch ihren Freunden stellen", sagte Dumbledore kryptisch. „Und jetzt, Tom, werden wir Draco Miss Granger in ihr Quartier bringen lassen. Wir haben einiges zu besprechen."
Hermione konnte sich nicht richtig orientieren. Sie lag in ihrem Bett im Delirium.
„Ich träume", sagte sie eigensinnig.
„Natürlich tust du das", antwortete eine körperlose Stimme.
„Warum?"
"Um die Wahrheit zu hören", antwortete die Stimme kalt.
„Ich kenne die Wahrheit bereits, es geht um den Rest..."
"Sie werden dich sitzen lassen... deine Freunde. Ich bin alles, was du noch hast!" lachte die Stimme.
„Ich brauche dich nicht."
„Aber du tust es, Schlammblut, du tust es."
Hermione wachte mit kaltem Schweiß auf. Sie trug Shorts und ein weißes T-Shirt. Sie konnte sich nicht erinnern sich selbst vom Kleid befreit zu haben. Da war eine Menge blondes Haar, friedvoll auf ihrer Hand liegend. Sie zog die Hand langsam weg, Draco sah sie an.
„Hast du mich ausgezogen?"
„Noch nicht", murmelte er verschlafen.
„Malfoy!" warnte sie.
„Beruhige dich, Granger", er lächelte und reichte ihr ein Glas Wasser.
„Was geht hier vor sich? Wo ist mein Dad? Warum bist du bei mir? Wo sind alle anderen? Warum ist der Rest des Ordens nicht gekommen?" fragte Hermione.
"Nicht. Bei Dumbledore. Einfach so. Ich weiß es nicht. Keine Ahnung."
"Was?"fragte sie nochmals.
„Es ist nicht meine Schuld, dass du zwischen deinen Fragen keine Beantwortungspause lassen kannst!"
"Du hast ihn mit Dumbledore alleine gelassen?" Sie versuchte sich aufzusetzen, aber Dracos Hände waren auf ihren Schultern und drückte sie wieder in eine liegende Position. Ihr war es recht, denn der Raum hatte bereits angefangen sich zu drehen.
Dein Vater… er hat versucht mich zu töten, oder?"
„Ja", sagte Draco, den Blick nach unten gerichtet. „Aber wenn es dir hilft, er wollte auch mich töten."
„Weil du mich beschützen wolltest", Hermione erinnerte sich. „Du weißt, dass du wirklich komisch bist. Du bist ja fast nett zu mir."
„Ich habe eine Abmachung mit dem Teufel", er lächelte ein wenig. „Trink das. Dein Dad wollte mit dir sprechen, wenn du aufgewacht bist."
"Ich brauche eine Dusche."
„Zum letzten Mal, Granger, ich werde dich nicht ausziehen."
Hermione ließ das warme Wasser auf ihre Schultern niederprasseln. Sie kämpfte hart, um sich selbst aufrecht zu halten, aber sie wusste, wenn sie fallen würde, würde Draco sofort an ihrer Seite sein und mit dem kam sie nicht wirklich zurecht.
Sie hatte sich mit Draco angelegt und gewonnen. Sie hatte sich ihrem Vater gegenübergestellt und gewonnen. Aber Lucius Malfoy konnte sie nicht schlagen. Und das nervte sie mehr als alles andere. Noch etwas anderes musste an seiner Seite sein. Sie dachte die Todesser mit der Hilfe des Ordens, ganz zu schweigen mit Voldemort, an ihrer Seite zu bekämpfen wäre einfach. Doch nun, da sie damit begonnen hatte, fürchtete sie, dass es sie umbringen könnte.
Ihre Knie wurden weich wie Butter und mit einem Plumps kam sie am Boden der Dusche zu sitzen.
„Granger!" schrie Draco sehr besorgt. „Rede mit mir, Granger!"
Vor ihren Augen verschwamm alles. Sie verlor wieder ihren Halt. Ihr Kopf schlug auf die Fliesen als Draco die Tür aufriss.
„So ein guter Junge", Lucius trat auf die durch einen Mantel verhüllte Figur am Boden ein. „Schade, dass ich ihn töten musste. Aber ich denke, dass du nun an der Reihe bist." Er machte eine Handbewegung und ein Schnitt an ihrer linken Seite blutete.
Hermione war an einen hölzenen Stuhl im Zentrum eines höhlenartigen Raumes festgebunden. Sie sah an ihre rechte Seite und sah Harry in einem ähnlichen Stuhl sitzen.
„Harry, bitte. Hilf mir."
"Verräterin!" zischte Harry durch die Zähne.
„Harry, das habe ich nicht getan!"
„Du hast uns verkauft!" schrie er lauter. „Du hast mich verkauft!"
„Harry, bitte!"
„Jetzt ist es zu spät, Schlammblut!" spottete Lucius. „Deine Retter sind weg."
Er trat den Körper nochmals, sodass dieser sich zu ihr rollte und einen ziemlich toten Draco offenbarte.
"Nein!" schrie Hermione aus.
"Ich habe nichts gesehen!" Draco trat einen Schritt zurück.
Plötzlich, wie aus dem Nichts kommend, kollidierte Hermiones Körper mit seinem und brachte sie beide zu Boden. Hermiones hielt ihre Arme fest um Dracos Hals geschlungen. Er merkte, dass sie an seiner Schulter weinte.
„Bitte, bitte. Verlass mich nicht! Bitte, Draco, bitte nicht!"
„Hermione?" fragte er erstaunt.
„Bitte stirb nicht."
Sie sah ihn an, er keuchte auf, als er die klaffende Wunde an ihrer linke Wange sah.
mit diesem chap wünsche ich euch allen einen guten rutsch ins neue jahr und stoße mit euch auf dieses an, auf dass es genausogut oder besser werde als das alte.
gruß, vic
