Titel: Ein neues Zuhause
Teil: 7
Autor: Demonsangel
Warnung: AU, Crossdressing
Disclaimer: Die Jungs gehören alle nicht mir und Geld verdien ich mit ihnen auch nicht.
Ein neues Zuhause 7
Wufei seufzte. Irgendwie tat es ihm weh den Jüngeren so zu sehen. Langsam stand er auf und ging auf ihn zu. Der Langhaarige stand zitternd vor dem Herd und starrte auf den Kessel. Als der Schwarzhaarige sich näherte, drehte sich Duo um, und Wufei konnte die Tränen sehen, die jetzt in Strömen über die Wangen des Jüngeren liefen, und die Verzweiflung in diesen ungewöhnlichen violetten Augen erkennen.
"Ich hab schon wieder etwas falsch gemacht! Ich habe schon wieder etwas getan, was Heero verärgert! Wieso kann ich nichts richtig machen! Ich will doch nur, dass er nichts mehr an mir auszusetzen hat, meine Aufgaben sind doch nicht einmal so schwierig, dass sie nicht
erfüllbar sind, also wieso kann ich nicht einfach mal etwas richtig machen?
Das hier ist doch jetzt mein Zuhause und Heero meine Familie! Ich weiß, dass er das ganz anders sieht, aber für mich ist das so! Ich will ihm doch gar nicht so sehr auf der Tasche liegen und so viel Ärger machen! Wieso schaff ich es nicht mich so benehmen, wie Heero es verlangt!"
Duo war vollkommen verzweifelt. Die Tränen flossen in Strömen aus seinen großen, vor Angst und Nervosität geweiteten, Augen. Die Hände waren in seine Schürze verkrallt und er sah Wufei traurig, ja fast hilfesuchend an. Bis ihm auffiel wem er sich eben anvertraut hatte. Beschämt senkte er den Blick und begann wieder zu zittern.
Wufei musste sich mein Gejammer anhören! Was hab ich mir nur gedacht? Natürlich, er war freundlicher zu mir, heute, aber er ist Heeros Geliebter! Und ich jammere vor ihm, dass Heero mich nicht akzeptiert! Dabei habe ich ihm vorher noch beteuert, dass ich mich in Zukunft besser benehmen werde, damit er nicht meint ich wolle mich zwischen ihn und Heero drängen! Was hab ich mir nur gedacht? Es war nur so schön mal wieder jemanden zu haben, der sich wenigstens ein bisschen mit mir beschäftigt und sich, wenn auch nur kurz und vielleicht auch oberflächlich für meine Gefühle interessiert. Wie konnte ich nur Wufei meine Gefühle aufdrängen! Er wird enttäuscht sein, wo ich ihm doch versprochen hatte mich besser zu benehmen.
Der Chinese war wieder geschockt von dem, was er eben gehört hatte.
Er sieht Heero als seine Familie an! Und obwohl er weiß, dass Heero ihn auch nie nur als Teil seiner Familie sehen wird, ist er vollkommen verzweifelt, weil er meint Heero nichts recht machen zu können. Aber er ist wegen Heeros Reaktion so verzweifelt und nicht, weil er Angst vor Strafe hat. Es scheint fast so als wolle er Heero nicht enttäuschen, als wolle er ihm alles recht machen.
Er mag Heero. Deswegen wird er ihm alles recht machen wollen, und vielleicht auch aus Verzweiflung, schließlich ist Heero der einzige, den er noch hat. Aber er macht sich anscheinend auch Sorgen um meine Reaktion. Er hat gesagt, dass er sich so benehmen will, dass WIR nichts mehr an ihm auszusetzen haben.
Der Kleine tut mir leid, er ist so nervös und verzweifelt. Wieso tut es mir so weh ihn so zu sehen? Ich sollte eher glücklich sein, dass es meinem 'Rivalen' schlecht geht. Aber er hat auch deutlich gemacht, dass er gar nicht mein Rivale sein will, dass er sich nicht zwischen mich und Heero drängen will.
Entschlossen trat der Schwarzhaarige auf das verzweifelte Bündel Mensch zu und zog es in seine Arme.
Was mach ich hier eigentlich? Ich nehme den ungewollten Ehemann meines Geliebten in die Arme und versuche ihn zu trösten!
Duo war im ersten Moment entsetzt, als er spürte wie er von starken Armen gegen eine kräftige, angenehme Brust gezogen wurde. Einige Momente lang war er stocksteif, als er sich halten ließ. Doch dann entspannte er sich etwas und ließ sich sanft gegen diese Brust sinken.
Es tat gut im Arm gehalten zu werden. Er fühlte sich geborgen und sicher in diesen Armen, an dieser Brust.
Bis ihm wieder bewusst wurde, dass es Wufei war, der ihn hielt. Er durfte sich nicht an Wufei anlehnen, durfte nicht seine Stärke aufnehmen! Wufei würde das nicht wollen, Heero würde das nicht wollen! Er war nur ein Eindringling in die Beziehung der Beiden!
Duo machte einen schwachen Versuch sich loszumachen, doch Wufei unterband ihn geschickt. Er ahnte was in dem Kopf des Langhaarigen vorging. Bestimmt begann er zu sprechen.
"Es ist okay. Halt still. Du kannst dich ruhig von mir in den Arm nehmen lassen. ... Es war bestimmt nicht nur dein Verhalten, das Heero verärgert hat. Er war wohl er eher mit mir unzufrieden, weil ich unter der Entschuldigung Schmerzen zu haben und mich ausruhen zu wollen so lange verschwunden bin.
Du hast dein Verhalten schon ein ganzes Stück zu Heeros Zufriedenheit verändert. Glaub mir es liegt nicht immer nur an dir, wenn er etwas an dir auszusetzen hat. Du bist für ihn ein ungewollter Eindringling in sein Leben. Er wird, wenn er will, immer etwas finden, an dem er etwas aussetzen kann, genau wie wir anderen auch, egal wie sehr du dich auch anstrengst. So und jetzt setzt du dich hierhin."
Mit diesen Worten drückte der Chinese Duo auf den Stuhl, auf welchem er eben noch gesessen hatte.
"Und trinkst den hier"
Und drückte ihm die Tasse Tee in die Hand, an welcher er eben noch genippt hatte.
"So und nun versuchst du dich mal zu beruhigen. Du bist so aufgeregt, dass du gleich umkippst, wenn du dich nicht beruhigst."
Innerlich schüttelte Wufei den Kopf.
Der Kleine ist vollkommen fertig. Wenn es so weitergeht und die Anspannung und Nervosität bei ihm nicht abnehmen, dann wird er gleich ohnmächtig.
Immer noch oder vielleicht auch schon wieder liefen dem Langhaarigen die Tränen übers Gesicht. Leise Schluchzer rangen sich aus seiner Kehle und er zitterte immer noch stark. Leise murmelte er immer wieder Selbstvorwürfe und -zweifel vor sich her.
Lina war, kaum dass ihr großer Freund wieder saß, zurück auf seinen Schoß gesprungen und leckte ihm die Tränen vom Gesicht. Er tat ihr so leid. Dieser komische andere Mensch, der auch hier wohnte, den ihr Freund sehr mochte, aber vor dem er auch große Angst zu haben schien, hatte ihm weh getan, hatte ihn unglücklich gemacht.
Dafür gewann der andere, dieser Schwarzhaarige, den sie neulich noch angegriffen hatte, immer mehr ihre Sympathie. Sie selber konnte sich nur so um ihren netten Besitzer kümmern, aber er redete mit ihm und schien ihm helfen zu wollen. Okay, dann würde sie ihn vorerst,
!vorerst!, als ‚NETTEN MENSCHEN' einordnen. Schließlich half er ihrem Freund, war nett zu ihm und ihr langhaariger Besitzer schien ihm zu
vertrauen, schließlich hatte er ihn in den Arm genommen und getröstet, als es dem Schwarzhaarigen nicht gut ging. Also würde sie ihn vorerst !vorerst! als Freund akzeptieren.
Aber jetzt musste sie erst mal ihren Freund trösten. Er zitterte so stark, dass sie Angst um ihn bekam.
Wufei sah das zitternde Bündel auf dem Stuhl mitleidig an. Der Kleine schien nicht verstehen zu wollen, dass es wirklich nicht immer seine Schuld war, wenn er angeschrien oder bestraft wurde, sondern dass Heero und auch er und Trowa, ihre Gefühle und ihren Ärger an ihm ausgelassen hatten.
"Duo es ist wirklich nicht nur deine Schuld. Hör bitte jetzt endlich auf dir Vorwürfe zu machen."
In dem Moment kochte das Wasser und Duo wollte aufspringen, um den Tee aufzugießen.
"Und bleib sitzen! Ich mach das schon. Du versuchst erst ein mal dich ein bisschen zu entspannen."
Während Wufei den Tee aufgoss, kam ein vor Wut schon schäumender Heero in die Küche gestürmt, Trowa und Quatre folgten ihm etwas langsamer.
Als Duo seinen Ehemann vor Wut brodelnd in die Küche rauschen sah, sprang er in Panik auf und ließ dabei aus Versehen die Teetasse fallen. Er zitterte und immer noch liefen ihm die Tränen über das Gesicht. Beschämt wandte er den Blick zu Boden.
Ich hab ihn schon wieder blamiert! Er ist so ärgerlich! Und ich weine auch noch vor ihm und seinen Freunden! Wufei hätte ihm bestimmt nichts erzählt, er hat gesagt es sei in Ordnung sich anzulehnen. Aber Heero sieht nur wieder wie schwach ich eigentlich bin! Wieso kann ich mich nicht einfach so verhalten wie er es verlangt. O Gott er ist so wütend!
Wufei, der die anderen nicht bemerkt hatte, sagte inzwischen etwas genervt.
"Ich hab doch gesagt du sollst sitzen bleiben! Du bist viel zu nervös und angespannt. Du musst das erst mal in den Griff bekommen. Du nützt Heero auch nichts, wenn du hier gleich vor lauter Anspannung umkippst und deine Aufgaben nicht mehr erledigen kannst."
Nach diesen Worten drehte sich Wufei um und wollte die Teekanne auf den Tisch stellen, als er einen, jetzt etwas aus dem Konzept gebracht aussehenden Heero und die anderen beiden Freunde in der Küche stehen sah. Duo kniete vollkommen eingeschüchtert und verstört vor seinem Ehemann auf dem Boden und sammelte mit zittrigen Fingern die Scherben seiner Teetasse auf. Er war so nervös und ängstlich, dass die Scherben ihm immer wieder aus den Fingern glitten und er sich mehrmals schnitt, doch er bemerkte es kaum, nahm den Schmerz vor lauter Angst gar nicht wahr.
Wie ein kleiner Rachegott stand plötzlich eine ganz gefährlich aussehende Lina zwischen Duo und Heero. Dieser Mensch hatte ihren Freund schon wieder so schlecht behandelt! Mit glitzernden grünen Augen starrte sie Heero böse an und fauchte wütend. Der Schwanz
war steil aufgerichtet, das Fell war aufgestellt, der Rücken war zu einem Buckel gewölbt und die Krallen ausgefahren.
Insgesamt wirkte das niedliche kleine Fellknäuel von vorhin jetzt wie ein gefährliches Raubtier auf Beutezug, fand Wufei. Und Linas Beute würde ganz klar Heero sein, wenn er nicht eingreifen würde. Die Katze schien Duo verteidigen zu wollen.
Wufei seufzte, ging auf seinen Geliebten und dessen Ehemann zu und drückte Duo bestimmt auf den Stuhl zurück, stellte sich dabei bewusst zwischen die Katze und seinen Geliebten und nahm ihr so ihr Ziel. Der Chinese meinte fast, dass sie ihn dafür extrem böse ansah.
Der Langhaarige atmete inzwischen viel zu schnell und flach und hatte angefangen zu schwanken. Der Chinese runzelte die Stirn. Der Junge würde diese ganze seelische Anspannung und den Stress nicht mehr lange aushalten, aber Heero war so auf das Gefühl fixiert, dass Duo ein Eindringling war und er ihn nicht mochte, als dass er es bemerken oder
gar Rücksicht nehmen würde.
Heero hat vergessen, dass sich Duo diese Ehe auch nicht ausgesucht hat. Der Kleine hatte genauso wenig eine Wahl wie Heero. Wir haben alle nicht bedacht, dass Duo sich diese Ehe auch nicht hatte aussuchen können, haben ihn stattdessen bestraft und missachtet. Dabei will uns der Kleine gar nicht stören, oder ärgern. Er bemüht sich Heero alles recht zu machen.
"Du bleibst jetzt hier sitzen und beruhigst dich erst einmal, sonst wirst du nämlich jeden Moment zusammenbrechen. Heero wird dir deswegen nicht böse sein."
Mit diesen Worten drückte Wufei dem Langhaarigen eine neue Tasse Tee in die Hand.
Kaum saß Duo, saß auch Lina schon wieder auf seinem Schoß. Quatre begann um den Langhaarigen herumzuwuseln, der daraufhin noch stärker zitterte und Mühe hatte die Tasse fest zu halten. Kurz darauf konnte man Trowas hämische Stimme vernehmen.
"Lass ihn lieber Quatre. Er sieht wirklich so aus, als würde er gleich vom Stuhl fallen. Nachher zerdeppert er Heero noch eine gute Tasse."
Das trug natürlich auch nicht gerade dazu bei den Zustand des Jüngeren zu verbessern, er sank nur noch mehr in sich zusammen und klammerte sich krampfhaft an die Teetasse.
Kurzerhand schob Wufei Quatre und Trowa zur Tür, ergriff dann mit einer Hand die Teekanne, packte mit der anderen Heero am Arm und zog ihn zur Küchentür. Quatre und Trowa folgten verdutzt.
Bevor sie allerdings die Küche verlassen konnten, schrie Heero schmerzerfüllt auf und griff nach Wufei, um nicht zu fallen. Dieser verschüttete vor Schreck fast den Tee, als er den Schrei hörte und versuchte sein Gleichgewicht zu halten.
Als er sich dann umsah, um zu sehen, was denn nun genau passiert war, sah er neben den Beinen seines Geliebten Duos kleines graues Fellknäuel stehen, das ihn fast hämisch anzugrinsen schien. So als wolle es sagen: 'Siehst du, ich habe ihn doch erwischt!'
Dann stolzierte mit hoch erhobenen Kopf zu Duo zurück und sprang wieder auf dessen Schoß, als wäre nichts gewesen.
Der Langhaarige war so geschockt, dass er erst mal gar nicht registrierte, was gerade passiert war. Er saß einfach nur auf seinem Stuhl und zitterte.
Wufei beeilte sich derweil die anderen von der Küche in die Bibliothek zu leiten, bevor irgendwer auf den Gedanken kommen konnte, Duo anschreien oder bestrafen zu wollen. Ihm tat Heero ja leid und es tat wirklich weh, wenn diese Katze richtig zuschlug, seine Beine und vor allem die empfindlicheren Partien am Unterleib schmerzten immer noch, da wo sie ihn erwischt hatte. Aber er musste zugeben, dass er und Heero diese Behandlung vielleicht verdient hatten.
Aber er war sich sicher, dass Duo die Katze nun wieder vor die Tür setzen konnte. Das würde dem Kleinen sehr wehtun. Aber nun musste er sich erst mal um seinen Geliebten kümmern.
Schnell stellte der Chinese die Teekanne auf dem kleinen Tisch (in der Bibliothek) ab und half Heero sich in seinen Sessel zu setzen. Trowa und Quatre hatten gar nicht so wirklich mitbekommen, was passiert war.
"Trowa", sagte Heero mit unterdrückten Zorn in der Stimme, "Geh meine kleine Ehefrau holen. Er soll sich um die Wunden kümmern, und dann kann er gleich seine Strafe kassieren." Trowa schien nur zu gerne dieser Bitte nachzukommen. Er war schon fast durch die Tür, als Wufei ihn mit ruhiger Stimme zurückhielt.
"Warte, Trowa. Heero, lass den Kleinen sich erst einmal beruhigen. So verstört und zittrig wie er jetzt gerade ist, wird er dir nur wehtun, weil er die Hände nicht ruhig halten kann und glaub mir er will dir nicht wehtun."
Anstatt auf den ruhigen Ton seines Freundes einzugehen schrie der Adlige ihn an.
"Sag mal was denkst du dir eigentlich dabei? Willst du dieses Gör noch mehr verhätscheln, als es das eh ist? Ich..."
Doch Wufei unterbrach ihn, weiterhin ruhig, während er Heero mit sanften Händen die Hose auszog.
"Heero, der Kleine ist vollkommen fertig. Er wäre gerade eben unter der ganzen Belastung fast zusammengebrochen. Er weiß nicht, wie er sich verhalten soll und was du von ihm erwartest. Er hat ständig Angst etwas falsch zu machen, dich zu verärgern. Er weiß nur, womit du unzufrieden bist und dass du ihn nicht ausstehen kannst. Aber glaub mir, er mag dich. Er möchte nur Teil deiner Familie sein, egal welcher Teil, wenn er als Dienstmagd bei dir bleiben muss, dann würde er das tun. Für ihn bist du sein Ehemann und nun seine Familie. Das einzige, was er möchte, ist ein Lob und etwas Freundlichkeit, deswegen versuchst er dir alles recht zu machen. Er weiß, dass er nie dir gleichgestellt sein wird. Bitte beruhig dich erst einmal, bevor du ihn rufst und lass ihn sich einen Moment sammeln."
Nach diesen Worten gab Schwarzhaarige seinem verwundeten Geliebten einen sanften Kuss und drückte ein weiches Tuch auf die Wunden, um das viele Blut aufzufangen. Die Katze musste wirklich wütend gewesen sein. Sie hatte sehr tief zugehackt. Das Blut lief in Strömen aus den acht langen Kratzspuren am linken Bein.
Duo saß vollkommen starr auf seinem Stuhl in der Küche, während sein Gehirn das eben geschehene verarbeitete.
Lina hat Heero angegriffen. Er hat gesagt solange sie sich benimmt, darf ich sie behalten, aber die Zeit ist jetzt wohl vorbei. Er wird sie mich jetzt bestimmt nicht mehr hier behalten lassen.
Und Heero ist verletzt! Ich sollte mich um seine Wunden kümmern, bevor einer der anderen versucht sie zu versorgen. Sie würden ihm nur noch mehr wehtun. Und schließlich ist es meine Schuld, dass es ihm schlecht geht. Aber erst einmal muss ich mich wirklich zusammenreißen, so wie ich zittere, würde ich Heere nur noch mehr wehtun.
Langsam stand der Langhaarige auf und suchte sich die Sachen zusammen, die er brauchte um seinen Ehemann zu verbinden. Schließlich nahm er Lina auf den Arm und ging mit ihr zur Vordertür.
"Tut mir leid, meine Kleine. Ich weiß du meintest es nur gut, aber Heero wird sehr böse sein. Ich darf dich nicht weiter behalten, die Einschränkung hat er am Anfang gemacht. Wenn sich einer von uns beiden daneben benimmt, muss ich dich wieder raussetzen. Pass auf dich auf Kleine und such dir ein anderes Zuhause mit netten Menschen."
Damit setzte er sie ab und schloss schnell wieder die Tür. Traurig sah Duo zur Tür. Er hätte sie so gerne behalten.
Langsam nahm er seine Sachen und bewegte sich zögerlich Richtung Bibliothek.
Heero saß mit hochgelegtem Bein in seinem Sessel, Wufei hatte sich neben ihn auf den Boden gehockt und hielt sanft seine Hand. Er hoffte sein Geliebter war nicht allzu böse auf ihn, weil er Duo verteidigt hatte.
Heero sah, dass Wufei sich Sorgen machte. Und ließ ein kleines Lächeln in seine Richtung sehen. Sanft strich er dem Schwarzhaarigen über den Kopf und lehnte sich in seine Richtung.
Trowa hatte sich mit miesmuffeliger Miene neben Quatre nieder gelassen und aß noch ein Stück Kuchen. Er hätte nur zu gern gesehen, wie Heero diesen ungehorsamen, tollpatschigen Eindringling bestrafte.
Plötzlich öffnete sich langsam die Tür und Duo trat ein. Der Kopf des Langhaarigen war gesenkt, die Augen auf den Boden gerichtet und in den Händen befand sich das Verbandsmaterial für seinen Ehemann.
TBC
