Danke für eure Reviews und dank an meine Beta Cori.
Wenn ihr konkrete Fragen habt, stellt sie ruhig, ich hab die ganze Geschichte im Kopf (manchmal muss ich aber echt aufpassen alles in der richtigen Reihenfolge zu schreiben), ansonsten las ich euch mal ein wenig weiter spekulieren ;-)
Behaltet mir den alten Sir Cedric gut im Hinterkopf, er ist wichtiger für die Geschichte als Snape bewusst ist.
Ich schenke wohl mal eine Runde Glühwein aus, damit ihr mir nicht erfriert.
Denn die Temperaturen im Haus sinken von Kapitel zu Kapitel. Ich hoffe die Hauselfen haben alle scharfen Gegenstände gut weggeschlossen.
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Spannungen
Am späten Nachmittag servierte Lissy Tee im Salon in dem die vier Hausgäste sich versammelt hatten. Snape sah alle Unterlagen über das Haus die der Notar zusammengetragen hatte immer wieder durch, als wenn er bisher irgendwas übersehen hätte. Dabei saß er etwas unbequem auf einem Stuhl mit krummem Rücken über dem niedrigen runden Teetisch auf den er die Unterlagen ausgebreitet hatte.
Hermione saß in dem gleichen Sessel in dem sie schon am Vormittag gesessen hatte und las in dem gleichen Buch. Harry und Ginny lagen auf dem alten Sofa und störten sich nicht daran das zwei weitere Personen im Raum waren. Harry knabberte von hinten an Ginnys Ohr oder küsste ihren Nacken, dabei strich er ihr über den Bauch. Immer wieder kicherte sie, bis sie ihren Kopf drehte und die beiden sich leidenschaftlich küssten. Während ihre Zungen mit einander spielten, knetete er mit einer Hand ihre Brust während die andere immer tiefer wanderte. Sie stöhnte auf.
Hermione warf einen kurzen missbilligenden Blick zu den Beiden. Dann sprach sie mit kräftiger Stimme Snape an, in dem ihr Unmut über Harry und Ginny mitschwang: „Suchen Sie etwas Bestimmtes in den Unterlagen?"
„Ja. Aber leider ist da nichts. Hier steht nicht besonders viel über diese Georgia. Möglicherweise ist sie wirklich nicht wichtig für den Fluch der auf dem Haus liegt, vielleicht aber auch doch." – „Was meinen Sie?"
Während Hermione und Snape sich unterhielten, machten Harry und Ginny ungeniert bei ihrem Liebesspiel weiter.
Snape dem das auch nicht entgangen war, sagte nach einem genervten Seitenblick auf die Beiden: „Ein Muggel mit dem ich mich vorhin unterhalten habe hat so einiges – Unschönes – über Hectors Frau gesagt." – „Ein Muggel? Hier?", rief Hermione erstaunt aus. Mit einem bösen Blick auf die Rothaarige die ungeniert und unbeeindruckt ihren Körper an den von Harry rieb, sagte er: „Ja, hier! Miss – Weasley – hier, war ja so aufmerksam die gesamte Barriere rund ums Anwesen, komplett lahm zu legen."
Ginny stand auf. Sie strich sich über ihr zerzaustes Haar und sagte überheblich: „Als wenn ich für diese Muggel verantwortlich wäre. – Harry? Kommst du? Gehen wir nach oben in ‚unser Zimmer'."
Sie nahm Harrys Hand und zog ihn hinter sich her. Er machte sich nicht die Mühe sein Haar oder seine Kleidung vorher zu richten, er wusste dass oben angekommen diese eh schnell noch in einen schlimmeren Zustand geraten werden.
Er schaute zu Hermione rüber während er hinter Ginny herging und sah sie dabei anzüglich an, das ihr bei seinem Blick, den sie sehr wohl bemerkt hatte, ein unangenehmes Frösteln überkam.
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Als die Beiden oben waren presste Harry Ginny ungestüm gegen seine Zimmertüre. Noch während er sie heftig küsste öffnete er seine Hose und schob ihren Rock hoch. Er war sich ziemlich sicher nicht mehr bis drinnen warten zu können. Sie flüsterte belustigt in seinen Mund: „Hast du diese prüden Gesichter gesehen?" – „Mhm, hab ich. Und ich wette mit dir das sie sich insgeheim wünscht, auch mal von ihrem Mann so durchgevögelt zu werden, wie ich es immer mit dir mache." Weit hinten in Ginnys Kopf formte sich ein Name, da sie sich sonst niemanden vorstellen konnte, den Harry mit Hermiones Mann gemeint haben könnte: „Meinst du Ron?" – „Wer ist Ron?"
Zur Antwort kam sie nicht mehr, da er in diesem Moment anfing heftig und ohne weiter auf sie einzugehen in sie hineinzustoßen, was sie anfangs fast schmerzvoll bald aber laut und lustvoll aufstöhnen ließ.
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„Können wir den Schutzwall wieder aktivieren?" Hermione sah Snape fragend an. „Nicht ohne Passwort und das Wissen über die genauen Grenzen der Barriere. Aber die Leute aus dem Dorf werden ohnehin nicht hierher kommen. Sie wissen von dem Fluch und werden sich hüten. Da das Haus momentan bewohnt ist, werden auch kaum Unbefugte hier eindringen. – Problematisch wird's erst wenn der Fluch zuschlägt und wir uns gegenseitig umgebracht haben. Erst dann sehe ich eine Gefahr für diese, bis Brix in einer Woche den Schutzwall wieder vollständig erneuern kann." Er sah sie mit einem spöttischen Grinsen an, welches sie nur mit einem humorlosen: „Ha - Ha!", erwiderte.
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Einige Zeit Später in Hermiones Räumen:
Kurz bevor Hermione zum Abendessen runtergehen wollte klopfte es gegen ihre Türe. Ginny stand draußen. Verlegen lächelte sie Hermione an. „Du hast hier eine Waschmöglichkeit? Oder?" – „Äh, ja. Da drüben.", Hermione deutete Richtung Badezimmer. Bevor Ginny in diesem verschwand, sah sie sich um und stellte fest: „Das Zimmer ist ja mindestens doppelt so groß als das von Harry. Und da drüben sind ja noch zwei Zimmer! Bei dir zieht's auch nicht. Und der Kamin! Wahnsinn! Wohin geht diese Tür?" Sie deutete auf die verschlossene Türe im Schlafzimmer. „Anscheinend in die Räume des Lords, aber selbst die Hauselfen haben die Türen zu diesen Räumen nicht auf bekommen." Ginny nickte bei Hermiones Worten, dann ging sie ins Bad. Bald darauf konnte Hermione die Dusche hören.
Als Ginny einige Zeit später in Hermiones Bademantel gehüllt aus dem Badezimmer kam, fragte sie mit ihrem Daumen hinter sich deutend: „Da drin, ist das echtes Gold?"
„Sieht so aus." Ginny fauchte: „Du hast hier goldene Wasserhähne und wir haben nicht mal ein
Klo!" Ginny wartete nicht auf irgendeine Erwiederung seitens Hermione. Sie klemmte sich zornig ihre Sachen unter den Arm und lief nur mit Bademantel bekleidet aus dem Zimmer.
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Ginny und Harry kamen zum Abendessen als Lissy und Gordy längst den Hauptgang serviert hatten. Snape und Hermione sahen nur kurz auf, als die beiden den Raum betraten, sagten aber nichts. Harry rückte für Ginny ihren Stuhl vor damit sie sich setzen konnte. Mit überheblichem Lächeln setzte sie sich. Harry schenkte erst ihr ein zuckersüßes Lächeln, dann wanderte sein Blick über die beiden anderen. Eiseskälte war darin zu lesen. Es wurde während des gesamten Essens kein Wort gewechselt.
An diesem Abend gingen alle früh zu Bett. Harry und Ginny machten keinen Hel daraus das sie nicht das geringste Bedürfnis verspürten mit einem der beiden Anderen zu sprechen, geschweige denn das sie sich auch nur in einem Zimmer mit ihnen aufhalten wollten.
Der Raum war vom Kaminfeuer und Kerzenlicht in angenehme dunkle, goldene Lichttöne getaucht, was auf die beiden noch anwesenden Menschen eine entspannende Wirkung hatte. Nachdem Gordy Snape einen alten teureren Brandy serviert und Hermione, wie sie es wünschte, einen Sherry, meinte diese trocken: „Zumindest werden wir in diesem Haus weder an Hunger noch an Durst sterben." – „Was für eine Beruhigung!" Gab er genauso trocken mit seiner dunklen angenehmen Stimme zurück.
Inzwischen machte sich seine ungesunde Haltung die er einige Zeit zuvor über den Papieren eingenommen hatte gänzlich bemerkbar. Da sein Rücken schmerzte versuchte er sich zu strecken. In Hermiones Richtung murmelte er: „Sie kennen nicht zufällig einen Zauber gegen Muskelverspannungen?"
Er hatte sie gar nicht kommen hören, doch sie stand auf einmal hinter ihm und fing an ihn zu massieren. Mit verführerischer Stimme raunte Hermione runter in sein Ohr: „Doch kenne ich schon. Aber ist das nicht viel besser?" Dem musste er zustimmen, sprach es aber nicht laut aus.
Mit festen kreisenden Bewegungen umspielten ihre Daumen seine Rücken und Nackenmuskulatur. Sie mochte das Gefühl ihn zu berühren. Sie stellte sich vor ihm das Hemd auszuziehen und mit der Massage auf seiner nackten Haut weiter zu machen. Und sie stellte sich vor dabei auch ihren Mund zum Einsatz zu bringen. Wie sie ihn sanft biss und mit der Zunge langsam seinen Hals hochfuhr. Tief sog sie die Luft ein, als sie ihre zunehmende Erregung spürte.
Auch seine Gedanken schweiften ab, als sie ihn mit ihren zärtlichen Händen berührte. Er liebte es wenn sie das tat. – Jedes mal aufs Neue. Es erregte ihn. Er konnte einfach nicht genug von ihr bekommen. Fast konnte er ihren Kuss im Nacken spüren. Dann würde es nicht mehr lange dauern und er würde sie auf seinen Schoß ziehen und sie würden ihrer Leidenschaft nachgeben, sie wusste so gut wie sie ihn verwöhnen konnte- ... – Moment! Sie hatte das noch nie in seinem ganzen Leben getan! Er rückte von ihr ab und verabschiedete sich ein wenig verlegen für den Abend: „Ähm-... Es ist spät. Ich glaube wir sollten jetzt auch zu Bett gehen."
Als er den Raum verlassen hatte, setzte er noch ein ‚Allein' vor dem ‚zu Bett gehen' in Gedanken hinzu.
Hermione schaute auf die Türe durch die er gerade gegangen war und seufzte ein wenig enttäuscht: „So spät ist es doch noch gar nicht."
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Einige Zeit später lag auch Hermione in ihrem Bett und las dort noch ein Buch. Der Raum war wesentlich heller als alle übrigen Räume. Sie war innerlich unruhig. Und das lag nicht an dem Sturm der sich langsam draußen zusammenbraute, denn in ihrem Zimmer war es behaglich und warm. Sie musste immer wieder an die vergangene Nacht denken. Wie war es nur dazu gekommen? Es war als wenn sie und er sich schon ewig kennen würden. Als wenn sie jede Faser seines Körpers kannte. Sie legte das Buch weg und löschte die Lichter mit einem Schwenk ihres Zauberstabs.
Doch sie konnte nicht schlafen. Snape ging ihr nicht aus dem Kopf. Vorhin – Sie hatte überhaupt nicht mehr nachgedacht, hatte nur auf ihr Gefühl gelauscht. Und ihr Gefühl sagte ihr das sie ihn wollte. Wenn sie die Augen schloss war es fast als könne sie ihn bei sich spüren. Wie seine Hände und seine Lippen zärtlich und fordernd zu gleich über ihren Körper wanderten. Sie spürte wie sich ihre Brustwarzen unter ihrem Nachthemd versteift hatten. Und sie spürte die zunehmende Anspannung zwischen ihren Beinen.
Einem inneren Drang folgend stand sie auf. Das Kaminfeuer tauchte den Raum in ein angenehmes schummriges Licht, so das Hermione kein weiteres entzünden brauchte um zu sehen. Sie schlüpfte in ihre Pantoffeln und nahm ihren Morgenmantel und warf diesen über. Dann ging sie entschlossen auf die Tür zu.
Doch sie blieb unentschlossen davor. Dann drehte sie sich um und lehnte sich mit dem Rücken gegen diese. Was sollte sie ihm sagen wenn sie an seine Tür geklopft hatte? ‚Hi! Lass uns da weiter machen wo wir gestern aufgehört haben.' Das und ähnliches ging ihr durch den Kopf. Ihr Herz klopfte immer heftiger. Doch sie konnte sich nicht entschließen hinaus zu gehen – zu ihm. Mit dem Rücken zur Tür ließ sie sich an dieser herunter auf den Boden gleiten und blieb dort mit angezogenen Knien sitzen. Sie wollte zu ihm gehen, aber ihr Mut hatte sie verlassen. Stumm lauschte sie dem immer stärker werdenden Wind der ums Haus wehte.
TBC
Im nächsten Kapitel, gibt es nicht nur wie angekündigt einen Ausflug ins Dorf. Nein, Hermione wird auch noch durch ein schreckliches Biest geweckt.
