Und hier endlich das ersehnte Kapitelchen über Snape und was nun aus ihm geworden ist… (Heute lade ich das Kapitel während der Autofahrt hoch ;-) So ein Notebook hat doch auch was schönes, vor allem wenn es einen Internetanschluss hat von dem ich überall her online gehen kann ;-) Natürlich nur als Beifahrer!

TiniSnape – Ja… ich denke doch das sich das heute alles auflöst! Zumindest was mit Snape los ist ;-)

Naschkätzchen – Ne ne… ich hab zwei Kaps. an einem Tag hochgeladen. Ich hab mich so über eure Reviews gefreut, dass ich einfach so handeln musste! Und wie sich unser Minchen verhält… das erfahren wir ja jetzt endlich!

DarkDream – Hast ja recht… unser Snape ist zwar manchmal böse… aber nicht soooo böse! Er hat ja auch ne nette Ader wenn man die erst mal gefunden hat.

So… jetzt wünsch ich euch doch endlich viel Spaß mit diesem Kapitelchen (man hoppelt das hier beim fahren.)

Kapitel 7

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen betrat Hermine das Klassenzimmer für Zaubertränke. Überraschenderweise mußte Hermine feststellen, das Ron, Harry und sie eine von den letzten waren. Die Slytherin waren komplett anwesend und nur noch 2 Gryffindor fehlten, die jedoch, kaum daß sich Hermine gesetzt hatte, herein gekommen waren und auf ihre Plätze stürmten. Hatten sie sich wirklich so lange in der großen Halle aufgehalten?

Die Stimmung in diesem Klassenzimmer war immer etwas gedrückt. Kaum einer redetet und auch die Slytherins schwiegen die meiste Zeit, wofür die meisten Gryffindors auch dankbar waren. Hermine hatte all ihre Unterlagen auf dem Tisch ausgeteilt und die Arme vor der Brust verschränkt.

„Wie spät ist es?" Flüsterte sie Harry zu, der auf seine Uhr schaute. Verwirrt runzelte er die Stirn. „Snape hätte schon vor 5 Minuten da sein sollen. Er ist zu spät! Der war noch nie zu spät!"

Auch wenn das nicht ihre Frage gewesen war, begann ihr Hermines Herz zu pochen. „Hat denn einer von euch Snape heute schon gesehen?" Fragte sie mit einem leicht panischen Unterton in die Klasse. Sämtliche Köpfe schüttelten sich, auch die der Slytherin. Ein Knoten begann sich in Hermines Brust zu bilden und sie bekam ein unglaublich schlechtes Gewissen. Snape tauchte zum eigentlich immer regelmäßig auf, brummte alle an, trank seinen Kaffee und ging wieder. Doch heute? Nicht einmal die Slytherins wussten was, oder sie wollten nichts sagen. Dies wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit.

Aber was wenn dies ihre Schuld war? Wenn er wegen ihr nicht zum Unterricht gekommen ist. Aber andererseits war Snape das doch scheiß egal gewesen. Er hätte sie eher noch niederer als sonst gemacht. Aber er hatte ihre Hilfe gebraucht und was hatte sie getan? Sie hatte ihn einfach da gelassen und war in Panik abgehauen.

Aber er wollte dich vergewaltigen! Schimpfte eine kleine Stimme in Hermines Hinterkopf.

Aber wollte er das wirklich? Die Zeichen sprachen doch eindeutig dafür… oder? Dieses Grinsen… und dann hatte war er gerade dabei die Hose zu öffnen… Oder war Hermine einfach nur voreilig gewesen? Hatte sie eine zu lebhafte Fantasie?

Plötzlich packte sie schnell ihre Sachen zusammen und sprang auf.

„Wo willst du hin?" Fragte Harry der sie am Arm gepackt hatte. „Ich muß zu Dumbledore…", antwortete Hermine ausweichend. Nein, eigentlich hatte sie nicht eine Minute vor zu Dumbledore zu gehen, sondern in Snapes Büro. „Wir kommen mit…" Ron war ebenfalls aufgesprungen und sah Harry an. „Nicht wahr Harry?" Auch Harry nickte. Ach das noch, manchmal waren ihre Freunde einfach zu anhänglich.

„Nein!" Antwortete Hermine scharf. „Ihr kommt nicht mit. Hört mal. Das ist jetzt nichts gegen euch. Aber mir ist das peinlich wenn ihr dabei seid…" – „Aber wir wissen doch eh was passiert ist." – „Das ist nicht der springende Punkt Ron. Ich möchte nicht daß ihr dabei seid, ok? Ich schäme mich so schon und außerdem…" Sie holte tief Luft. „Versteht das bitte. Außerdem muß jemand Snape sagen wo ich bin wenn er kommt." Ron sah zu den anderen Schülern hinüber.

„Nein, ihr sollt es ihm sagen. Und am besten soll er auch gleich dazu kommen um sich zu rechtfertigen…", knurrte Hermine und ehe die Jungs was hätte tun können, stand sie auf dem finsteren Flur vor dem Klassenzimmer.

Hermine strich sich mit der Hand über das Gesicht. Die Panik vom Vorabend kehrte zurück. Doch sie mußte es tun, sonst hätte sie überhaupt keine Ruhe mehr. Vor allem mußte sie wissen was gestern los gewesen war. Würde Snape denn überhaupt mit ihr reden? Einen Versuch war's wert.

Vorsichtig drückte Hermine die Klinke des Büros hinunter und hoffte daß sie verschlossen war. Sie war es nicht. Ein letztes mal sah Hermine sich auf dem Gang um ehe sie im Büro verschwand und die Türe hinter sich schloss. Irgendwie kam sie sich wie eine kleine Diebin vor.

„Professor Snape?" Rief sie vorsichtig durch den Raum, doch auf eine Antwort wartete sie vergebens. Ihre Tasche, warf Hermine achtlos neben seinen Schreibtisch ehe sie weiter durch den Raum lief. Die Türe zum Labor stand immer noch offen. Das war so untypisch für diesen Mann.

Ängstlich ging sie in das Labor. Er war nicht da und alles was sie gestern gebraut hatte stand noch so da wie sie es verlassen hatte… Unheil kam in Hermine auf als sie die offene Tür zu seinen Privatgemächern sah.

Ich weiß nicht… langsam glaube ich nicht mehr daß alles ok ist. Wenn er tot ist oder so… dann ist das alleine deine Schuld!

Hermine ließ ihren Blick noch einmal durch das Labor schweifen um irgendeinen Anhaltspunkt zu finden, der ihr sagte, daß er hier gewesen war… daß ihre größte Angst einfach nur ein Gefühl war. Doch sie wurde wieder enttäuscht. Er war nicht dagewesen und wenn hatte er nichts angerührt, was sie sich nicht vorstellen konnte.

„Professor Snape?" Rief Hermine abermals, doch dieses mal in den Flur zu seinen Privaträumen. Die Türe stand immer noch offen. Hermine horchte auf. Ein Geräusch! Oder nur ein Streich ihrer Phantasie?

Hermine ging in sein Wohnzimmer und schloss die Türe hinter sich. Warum sie das tat, wusste sie selbst nicht. Wollte sie Snape vorm wegrennen abhalten? Als ob das jemand könnte. Das Wohnzimmer war leer… das Badezimmer ebenso… Sie öffnete eine Türe von der sie annahm daß es eine Küche war. Ihre Annahme war richtig… doch hier war weder Snape noch sah es aus als wäre er da gewesen.

Da war es schon wieder… das Geräusch und es kam eindeutig aus seinem Schlafzimmer.

Hermine ging aus der Küche hinaus. Die Türe zum Schlafzimmer war geschlossen… Ja… Hermine konnte sich erinnern daß sie diese zugeschlagen hatte aus Angst Snape würde sie verfolgen. Ihre Hände waren eiskalt obwohl Hermine innerlich schwitze als sie die Türe langsam öffnete. Sie stieß die Türe auf und blieb im Türrahmen stehen.

OH MEIN GOTT! Hermine! Das ist alles deine Schuld! Sie werden dich hängen… auspeitschen… Gott Hermine was hast du nur wieder für bescheuerte Gedanken?

Hermine schlug die Hände vor den Mund, ihre Gedanken vergessend, als sie auf das Bild blickte, welches sich ergab. Snape lag auf dem Boden, die Hosen halb heruntergelassen. Daneben ein zum anziehen fertig hingelegter Schlafanzug.

Er wollte sich nur einen Schlafanzug anziehen… mehr nicht. Und du malst den Teufel an die Wand. Wollte er doch… oder?

Das Fieberthermometer und die Kondome lagen immer noch an der Stelle an der sie Hermine hatte fallen lassen. Eine Flüssigkeit hatte sich neben Snapes Kopf gesammelt.

Blut!

„Professor… können sie mich hören?" Hermines Angst hatte sich in komplette Panik verwandelt. Sie war zu ihm hin geschlittert und hatte sich neben ihm hingekniet. „Professor…" Keine Reaktion. Die Brandwunden in seinem Gesicht waren mehr oder weniger gut abgeheilt, dank der Salbe und wirkten nicht mehr wie eine große klaffende Wunde. Hermine hob die Hand und schlug ihm ins Gesicht.

Du mußt nicht mehr bei Verstand sein! Du schlägst deinen Lehrer. Ruf Dumbledore.

Warum tauchten diese fiesen Stimmen immer auf wenn man sie am wenigsten brauchte? Doch ihre Ohrfeige schien gewirkt zu haben. Ein keuchen war von Severus zu vernehmen. „Ich bin's… Hermine Granger. Bitte machen sie die Augen auf."

Hermine griff nach seinem Arm und versuchte den schweren Körper anzuheben. Wie sie es geschafft hatte ihn aufs Bett zu bringen, hätte sie später nicht mehr sagen können. Sie hatte ihm die Hose von den Beinen gezogen und mühsam die Schlafhose drüber gezogen. Mit einem Schwenker ihres Zauberstabes ließ sie das Blut vom Boden verschwinden.

„Sie wollten gar keinen Sex mit mir… stimmst?" Fing sie an vor sich hin zu brabbeln. „Sie wollten nur ... Und ich dachte sie wollten mich… mißbrauchen…" Hermines Stimme war dünn als sie die Sachen vom Boden aufsammelte.

„Was hat sie denn dazu veranlaßt du glauben daß ich so etwas tun würde?" Kam es dünn, kaum hörbar von Snape. Hermine schreckte hoch und sah in die ausdruckslosen… ja leeren Augen ihres Lehrers. Er hatte sie verstanden und das obwohl sie dachte er währe überhaupt nicht richtig bei Bewusstsein. „Wie lange ist vergangen seid sie gegangen sind?" Fragte er erneut.

Hermine schluckte. „9 Stunden… glaub ich…", gab sie leise von sich und wieder sammelten sich Tränen in ihrem Gesicht. „Ich… ich werde ihnen Wasser holen…"

Fluchtartig verließ Hermine das Schlafzimmer und rannte ins Bad. Sie hatte jetzt raus müssen. Einen kurzen Gedanken dachte Hermine an Kasteiung nach. Sie war verrückt! Erst nachdem sie sich die Tränen aus dem Gesicht gewaschen und sich einige Augenblicke im Spiegel betrachtet hatte, füllte sie ein Glas und eine Schüssel mit Wasser mit zurück ins Schlafzimmer kehrte. Snape lag immer noch da wie zuvor.

„Was hat sie dazu veranlaßt zu glauben daß ich Sex mit ihnen haben wollte?" Wiederholte Snape ruhig seine Frage als Hermine neben ihm auf der Bettkante platz genommen hatte und nach dem Wasserglas griff. Hermine starrte ihn nur an. „Miss Granger… ich habe sie was gefragt!" Seine Stimme war immer noch leise aber dieses mal um einiges Schärfer."

„Ich denke Professor Dumbledore wird gleich kommen. Sie haben ihren Unterricht verpaßt. Er hat schon längst begonnen…", versuchte sie vom Thema abzulenken.

„Miss Granger… zum letzten Mal! Was hat sie dazu veranlaßt zu glauben daß ich Sex mit ihnen haben wollte? WAS?" Hermine zuckte zusammen als er sie fast schon anbrüllte. Wie konnte ein Mann, der augenblicklich ziemlich schwach schien dennoch so ein Volumen in seine Stimme bringen? Eine Gänsehaut überzog ihren Körper.

„Ich… ich hatte die Kondome in der Hand… und dann haben sie mich so angegrinst… irgendwie lüstern und gleichzeitig haben sie ihre Hose geöffnet…", fing Hermine an und war kurz davor erneut zu weinen. Schon wieder. Wenn dieser Mann doch nur wüßte. Snape starrte sie einfach nur an. „Ich hatte noch nie Sex mit einer Schutzbefohlenen…", fing er langsam an. „Ich hatte es auch nicht vor! Ich wollte lediglich meine Hose ausziehen um…" – „… ihren Schlafanzug anzuziehen… das hab ich jetzt auch schon kapiert." – „Aber?" Snape zog fragend die Augenbraue hoch. „Dieses grinsen…" Snape rollte mit den Augen. Hermine hätte beinahe geschmunzelt… sie hatte ihren Lehrer noch nie die Augen rollen sehen und es sah fast schon niedlich aus. Fast… wobei sich Hermine ohrfeigte, da sie das Wort niedlich und Snape in einem Satz gebraucht hatte.

„Ich habe gegrinst weil sie die Kondome gefunden haben… Es war nicht meine Absicht, daß sie diese finden, ich hatte vergessen das ich überhaupt noch welche besaß. Aber ich hätte in dem Moment gerne in ihr Köpfchen geschaut als sie erkannt haben was es ist und entsetzt kapiert haben daß selbst ich ab und zu Zuneigung einer Frau suche. Doch nicht von ihnen! Auch wenn sie es nicht zu glauben vermögen, auch ich finde etwas ab und an amüsant! Obwohl ich nicht gleich in Lachstürmen verfalle oder es sonst irgendwie an die Öffentlichkeit lasse. Also was ist jetzt mit meinem Unterricht?"

Hermine starrte ihn einfach nur an. War das der Mann der sie bisher immer so schikaniert hatte? War das die Fledermaus Snape?

„Sie sind zu spät… er hat längst begonnen…" Hermine schluckte. Es traf immer die Boten…die mußten zuerst sterben, schoß es ihr durch den Kopf.

Snape schien nachzudenken, ebenso wie Hermine die ihn beobachtete. Nur weil ein Mann Kondome bei sich trug, hieß das noch lange nicht, dass er auch Sex haben wollte, zumindest nicht mit ihr. Wieder kam ihr der Spruch „Erst denken, dann handeln" in den Kopf. Vielleicht sollte sie ihn sich einmal zu Herzen nehmen. Doch das Snape es so locker nahm, dass er den Unterricht verpasst hatte konnte sie sich nur mit dem Schlag auf seinen Hinterkopf erklären. „Bringen sie mir ein Pergament und eine Feder…", befahl Snape in seinem üblichen Ton. Hermine wurde aus ihren Gedanken gerissen. „Bitte?"

„Bringen sie mir etwas zum Schreiben!" Widerholte sich Snape. Als Hermine keine Anstalten machte sich zu bewegen und Snape statt dessen anstarrte, fügte er noch ein eisiges „Sofort!" hinzu, welche vermutlich sogar Dumbledore dazu veranlasst hätte loszulaufen und Snape seinen Wunsch zu erfüllen.

TBC

Im nächsten Kapitelchen ist Hermine doch recht gemein zu den Slytherins (Die haben es auch nicht anders verdient!) und spielt für Snape Laufbursche…