So, entschuldigt, dass es so lange gedauert hat, bis das 6
So, entschuldigt, dass es so lange gedauert hat, bis das 6. Kapitel endlich (?) zu lesen ist, aber ich war die ganze Zeit voll im Abi - Stress, hab das meiste aber hinter mir und hab jetzt auch keine Lust mehr zu lernen und da dachte ich mir, ich schreibe einfach mal weiter.... Kapitel 6

Der erste Tag

Christin wurde von Fred und George regelrecht durch die Gänge geschleift. Als die drei am Portraitloch angekommen waren rief George kurz „Kirschblüte" und sie stiegen durch das Loch in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors.

Dort saßen nur Harry und Ron vor dem Kamin, in einer Ecke las Hermine in einem großen Buch und machte sich Notizen.

„Hallo alle miteinander!" rief Fred fröhlich in die Runde.   

Hermine sah von ihrem Buch auf: „Hi Fred, hi George, hi Christin." Sie klappte das Buch zu, legte die Schreibfeder beiseite und stand auf.

„Hallo ihr drei" sagten Ron und Harry wie aus einem Munde, die gerade eine Partie Zauberschach spielten. Harry schien gnadenlos zu verlieren, denn neben Ron häuften sich die Figuren, die er Harry abgenommen hatte.

„Ha, Schach matt!" Ron sprang auf, „Harry, du hast keine Chance gegen mich."

Harry seufzte: „Meine Güte. Das war ein wirklich kurzes Spiel...na ja, vielleicht das nächste Mal...".Er grinste Ron an.

Dann drehten sich die beiden zu den Zwillingen und Christin. Sie waren natürlich neugierig, wie es bei Dumbledore gelaufen war: „Hey Christin, wie seiht es aus? Konnte Dumbledore dir etwas darüber sagen, warum du hier bist?"

„Das würde uns eigentlich auch interessieren. Wieso sollte eine Schülerin, die mindestens in der dritten Klasse ist, erst jetzt auf eine Zauberschule kommen? Oder hast du gewechselt?" fragte George neugierig in die Runde.

 

„Ihr seid ganz schön neugierig, ihr zwei.", schmunzelte Hermine.

Aus Rons Richtung kam ein Schnauben : „Ja, das ist manchmal ganz schön nervig, das kannst du mir glauben!"

Fred verschränkte die Arme vor der Brust: „Hee, Kleiner, nicht frech werden. Eine gesunde Neugier ist, ähhh..."

„...gesund..." half George aus.

Fred blickte seinen Bruder skeptisch an: „Wie? Eine gesunde Neugier ist gesund? Was ist das den für ein Schwachsinn? Naja, egal. Also, was ist jetzt?"

Christin antwortete als Erste: „Also, es ist ein wenig kompliziert. Ihr glaubt es wahrscheinlich auch nicht. Nun, ich bi aus einer anderen Welt, oder so was ähnliches. Ich komme aus einer Welt, in der es keine Magie gibt, also überhaupt keine, auch keine versteckte. Und euch gibt es als Buch dort und ich habe darin gelesen. Tja, und im nächsten Moment war ich hier."

„Uns als Buch? Sind wir schon so berühmt, dass es eine Biografie über uns gibt?" grinst George.

„Nein, es ist nicht nur über euch. Es ist auch keine Biografie, es ist eine Geschichte, ein Märchen, will ich mal sagen."

Christin atmete tief durch. Langsam ging es ihr auf die Nerven, immer wieder zu erklären, weshalb sie hier war. Aber das muss ich wohl noch mehrmals über mich ergehen lassen. Spätestens heute Abend beim Essen, wenn mich alle sehen dachte sich Christin.

„Hallo? Erde an Christin", Ron fuchtelte mit der Hand vor ihrem Gesicht herum.

„Was? Oh, Entschuldigung, ich war in Gedanken. Was habt ihr gesagt?" 

„Nichts wichtiges. Aber nun erzähl schon, wie war es bei Dumbledore?" fragte Harry, nicht minder neugierig als Fred und George gerade eben.

„Naja, er glaubt mir. Es gab wohl schon mal so einen Fall, dass die Welten gewechselt wurden, das galt bisher als Sage, aber Dumbledore glaubt nun, dass diese Geschichte auch wahr ist. Und er hat mir gesagt, dass ich in dieser Welt eine Hexe bin und ich habe einen Zauberstab bekommen. Auf jeden Fall soll ich hier wohnen und bei Hermine Nachhilfe in Zaubern bekommen." Sprudelte es aus Christin hervor.

„Damit fangen wir am besten gleich morgen an. Professor McGonagall  hat mich schon gefragt. Das wird überhaupt kein Problem werden, denke ich.", grinste Hermine, „Sag mal, weißt du auch, weshalb du hier bist? Hat Professor Dumbledore auch etwas darüber gesagt?"

„Ja, aber nichts genaues. Er sagte nur, dass ich wohl eine Aufgabe habe, also in dieser Welt. Aber er weiß nicht, was für eine Aufgabe oder wann diese Aufgabe stattfindet. Auf jeden Fall muss ich wohl einige Zeit hier bleiben. Vielleicht auch für immer."

„Für immer?" fragte Ron ganz erstaunt.

Christin strich sich die Harre aus der Stirn. Sie stockte kurz und dann antwortete sie:  „Nun ja, Dumbledore hat gesagt, dass die Person, die vor längerer Zeit die Welten gewechselt hat, in dieser Welt geblieben ist. Er weiß allerdings nicht, ob diese Person nicht zurück wollte oder nicht zurück konnte. Es könnte also sein, dass ich für immer hier bleiben muss. Aber ich hoffe nicht. Nicht dass ich nicht gerne bei euch wäre, aber das ist einfach nicht meine Welt."

„Also, eine Aufgabe. Wenn sich dafür sogar ein Weltentor öffnet, muss sie gefährlich oder schwer zu lösen sein. Hoffen wir das beste. Im Moment können wir also nur abwarten. Wie gesagt, morgen fangen wir zwei mit dem Zauberunterricht an. Ich frage mich, wo die ganzen anderen bleiben." sagte Hermine mit einem nachdenklichen Gesicht.

Harry wollte ein wenig von der gedrückten Stimmung ablenken, die sich im Gryffindor - Aufenthaltsraum auszubreiten schien:

„Ok, also, du bist eine Gryffindor. Find ich gut. Wir werden dich dann den anderen vorstellen, wenn sie kommen." sagte Harry mit einem Schmunzeln. Prompt in diesem Moment schwang die Fette Dame zur Seite und durch das Portraitloch kamen die restlichen Gryffindors hereingeklettert.  Vorneweg Percy, der Bruder von Ron und den Zwillingen. Er schritt auf Christin zu und schüttelte ihr die Hand: „Herzlich Willkommen in Hogwarts, Christin. Ich bin Percy Weasley, Vertrauensschüler. Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann kannst du dich an mich wenden."

„Ihr wisst schon, wer ich bin?", wunderte sich Christin und auch Harry, Ron, Hermine sowie die Zwillinge waren erstaunt darüber.

Percy blickte stolz auf Christin: „Ja, Professor Dumbledore hielt es für angebracht die Schüler über deinen Aufenthalt hier in Hogwarts aufzuklären. Allerdings wissen sie nicht die volle Wahrheit. Der Professor war der Meinung, dass nur die Vertrauensschüler darüber aufgeklärt werden sollten. Aber das Problem an der Sache ist, dass auch der Vertrauensschüler aus Slytherin, Bryan Toyle, über diese Sache Bescheid weiß. Tja, aber so etwas wird er nicht für sich behalten, dass heißt, deine Geschichte wird wohl oder übel die Runde machen. Ich verstehe nicht, wie so einer Vertrauensschüler werden konnte." Percy schüttelte ungläubig den Kopf.

„Nun, das ist auch egal. Wieso sollten es nicht alle wissen. Es würde ja spätestens die Runde machen, wenn diese komische Aufgabe ansteht oder ich wieder zurück bin.", Christin betete, dass es bald Essen gäbe, nur, damit sie von Percys Gerede entfliehen konnte.

„Leute, es wird Zeit zum Abendessen!" rief plötzlich ein großer Junge aus einer Ecke.

„Das ist Oliver Wood. Du weißt sicher, dass er Hüter der Quidditch – Mannschaft von Gryffindor ist." flüsterte Harry in Christins Ohr. Sie nickte. Es ist schon komisch die Leute alle wirklich zu sehen. Teilweise habe ich sie mir ganz anders vorgestellt dachte sie sich.

Die Leute, die in dem Gemeinschaftsraum standen, begannen wieder aus dem Portraitloch hinauszuklettern. Lachend und schwatzend liefen sie den Weg zur Großen Halle. Christin mitten drin. Sie unterhielt sich mit Hermine über den morgigen Unterricht.

In der Halle angekommen blickte Christin zuerst einmal nach oben. Sie hatte sich die verzauberte Decke niemals so toll vorgestellt. Es sah einfach atemberaubend aus. Der Himmel, also die Decke, war goldgelb gefärbt und mit dünnen Streifen von rosa und blau durchzogen.

„Na, ist der Wahnsinn diese Decke?", sagte Fred, der plötzlich neben ihr war.

„Ja, stimmt. Ich hätte nie gedacht, dass sie so toll aussieht."

Sie gingen auf einen der großen Tische zu. Christin setze sich zwischen Hermine und einen Jungen, der wohl Neville Longbottom sein musste, denn er erzählte gerade über einen missglückten Zaubertrank, den er heute gebraut hatte. Statt der gewünschten Wirkung seien ihm zwei weitere Arme gewachsen.

Christin sah Hermine an und die zwei konnten ein Grinsen nicht vermeiden.

„Professor Snape ist sicher ausgerastet", flüsterte Christin leise in Hermines Ohr.

„Da hast du Recht. Er hat Neville 10 Punkte angezogen, eigentlich war er noch gnädig. Aber im nachhinein ist es schon lustig."

Nun füllten sich die Platten, die vor ihnen standen plötzlich mit Essen. Obwohl Christin davon wusste, erschrak sie darüber.

„Na, na, brauchst nicht gleich in Ohnmacht zu fallen wegen ein bisschen Essen" grinste George von der anderen Tischseite herüber. Christin streckte ihm nur die Zunge heraus.

„Hee, was soll denn das?" empörte er sich, dann fing er an zu lachen und Christin stimmte mit ein.

Die Schüler und Schülerinnen von Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin reckten neugierig die Köpfe. Vom Tisch der Slytherin kam schadenfrohes Lachen herüber. Hermine drehte die Augen zur Decke, aber die Gryffindor ignorierten es. Bis auf einer: „Solche Idioten. Die denken, die wären so toll" keifte Ron.

„Lass doch Ron, geh doch nicht darauf ein." Versuchte Hermine ihn zu beruhigen.

Nach dem Essen wollten Harry, Hermine, Ron und Christin zusammen wieder in den Gryffindorturm zurückgehen, doch Dumbledore hielt sie zurück: „Bitte kommt doch jetzt in mein Büro. Alle."

Die vier blickten sich erstaunt an, dann folgten sie Professor Dumbledore in sein Zimmer.

Dort angekommen bat er die vier sich zu setzen. Er selbst ging um den Schreibtisch herum, blieb aber stehen.

„Nun, ich habe diesen Vorfall dem Zaubereiministerium gemeldet. Ich werde das Ministerium über etwaige Vorfälle unterrichten, aber sie werden niemanden vorbeischicken, im Moment jedenfalls. Ich war außerdem in der magischen Zentralbibliothek. Dort wurde kürzlich eine versteckte Abteilung gefunden, von der niemand wusste, dass sie existiert. Der Zaubereiminister war so freundlich und hat mir gestattet diese Abteilung aufzusuchen. Dort habe ich dieses Buch gefunden." Professor Dumbledore hob ein kleines schwarzes Buch hoch.

„Dort steht etwas über Parallelwelten und die Tore zwischen diesen. Ich habe auch etwas über den Wechsel der Welten gefunden. Früher war es anscheinend möglich, die Tore nach Belieben zu öffnen. Dann ging diese Macht, ja, man muss es als Macht bezeichnen, verloren. Keiner konnte die Tore kontrollieren. Sie öffneten sich nur noch sehr selten, und immer wurde ein Mensch aus der anderen Welt in diese Welt gebracht. Jede Person, die auf diese Weise die Welten wechselte musste eine Aufgabe erledigen, die meist nicht ungefährlich waren und von keinem Zauberer aus dieser Welt gelöst werden konnte. Es ist das beste, wenn du das Buch nimmst, Christin und es dir selbst durchliest."

Nach dieser langen Rede von Dumbledore herrschte erst einmal Schweigen. Dann fragte Harry: „Professor Dumbledore, war es immer eine gefährliche Aufgabe oder nur manchmal?"

Professor Dumbledore strich sich durch den langen Bart. Er stand auf, ging zum Fenster und sah hinaus. Dann drehte er sich zu den vier um, die ihm fragend anblickten.

„Ich will nicht lügen, zumal Christin das Buch sowieso liest. Ja, bisher waren es immer gefährliche Aufgaben. Aber das muss ja nichts heißen. Ich bitte euch also, vorsichtig zu sein und wenn irgendetwas sein sollte, zu mir zu kommen. Versprecht ihr mir das?" fragte Professor Dumbledore.

„Natürlich Professor. Wir versprechen es." antwortete Hermine und auch Harry, Ron und Christin nickten.

„Gut, dann könnt ihr jetzt zurück in euren Turm gehen." Professor Dumbledore drehte sich wieder zum Fenster.

Die vier standen auf, verabschiedeten sich noch einmal und gingen dann aus dem Zimmer in Richtung des Gryffindorturms.

Sie kletterten durch das Portraitloch und verzogen sich dann in eine Ecke des Raumes.

„Nun, was denkt ihr darüber?" fragte Christin Ron, Harry und Hermine. „Ich könnte also hier in dieser Welt draufgehen." In ihrem Ton lag eindeutig Angst.

„Wir wollen jetzt nicht gleich das schlimmste annehmen, Christin." versuchte Ron sie zu beruhigen.

„Ich werde dich auf jeden Fall Zauberei – technisch gut vorbereiten. Das verspreche ich dir." sagte Hermine.

Christin blickte die drei dankbar an: „Ich danke euch. Allein würde ich das nie schaffen. Danke."

Harry winkte ab: „Das ist doch selbstverständlich, Freunden hilft man doch."

Christin lächelte Ron, Harry und Hermine an, die drei lächelten zurück.

Dann erhoben sie sich und machten sich auf den Weg in ihre Schlafräume.

Als Christin in ihrem Bett lag ließ sie sich den Tag noch einmal durch den Kopf gehen. Sie fragte sich, was sie wohl alles erwartete. Dann schüttelte sie diese Gedanken aber ab, drehte sich auf die Seite und war im nächsten Moment eingeschlafen.

To be continued!!