Disclaimer: CSI NY gehört nicht mir, sondern den Produzenten Bruckheimer / Zuiker!
Warning: Spanking in diesem Kapitel! Don't like so don't read please :)
Zum Kapitel:
Stephen ist wütend und David bekommt das zu spüren! Dann redet Stephen mit Alex ...
„Du hast meinem Verlobten in die Eier getreten!"
Die weiße Schiebetür der Küche war geschlossen, so dass Alex und Mac nicht jedes Wort der Auseinandersetzung mitbekamen. Der Gürtel lag auf dem abgeräumten Tisch. Stephen stand vor der Tür, um David keinerlei Möglichkeit zur Flucht zu geben. Der Mann raste vor Wut. Seine braunen Augen starrten zu seinem Sohn hinüber, der sich vor dem Kühlschrank postiert hatte, um zwischen seinem wütenden Vater und sich selbst so viel Raum wie möglich zu schaffen.
Stephen stemmte die Hände in die Hüften. „Fang an zu reden!"
Doch dann nahm etwas anderes seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Er sah etwas auf dem Boden liegen.
Der Mann ging zum Tisch, bückte sich und hob die Tablettenpackung auf. Er studierte kurz die Beschreibung, dann hielt er sie mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand hoch und sah David fragend an, der jetzt einen knappen halben Meter vor ihm stand. „Die hab ich weder dir noch Alex gegeben!"
Stephen setzte einen Fuß nach vorn und ging einen gefährlichen Schritt auf seinen Sohn zu, der sich mit beiden Händen auf der Arbeitsplatte abstützte. Stephen fuhr fort. „Wer von euch war in meiner Praxis?"
„Alex," sagte David schnell und überlegte ob es richtig war seinen großen Bruder zu verpetzen.
Stephen stöhnte, nickte aber dann zustimmend. „Okay."
Er legte die Tabletten an den Innenrand des Tisches. Dann griff er nach dem Gürtel, zog das Ende durch die Schnalle und schloss ihn.
David verdrehte die Augen. „Dad, komm schon! Das ist nicht mein Ernst? Ich hab gestern erst Dresche gekriegt. Du hast doch gesagt, dass-"
„Gilt nicht mehr," sagte der Mann nur.
David zuckte. Dann hob er abwehrend die Hände. „Ich entschuldige mich bei Mac, okay? Ich-"
„Hör bitte auf damit, David! Bei Mac wirst du dich auf jeden Fall entschuldigen. Und jetzt lass die Hosen runter, damit wir anfangen können."
Der Junge sah Stephen noch mal flehend an, doch er wusste, dass es keinen Sinn machte. Stephen hatte eine Entscheidung getroffen und von dieser würde er jetzt nicht mehr abweichen. Ganz bestimmt nicht! David sah Stephen noch mal flehend an. Dann drehte er sich zum Tisch und öffnete den Knopf seiner Jeans. Er ließ sie hinunter gleiten und die schwarze Shorts folgte sofort. Er beugte sich über die Tischplatte und legte seinen Kopf seitlich auf die gekreuzten Arme. Die Nervosität war wieder da und die Angst vor dem beißenden Schmerz, der gleich kommen würde.
David atmete ruhig und spürte dann die linke Hand seines Vaters auf seinem Rücken.
Nach dem ersten Schlag mit dem Leder zischte der Junge laut auf, doch bewegte sich nicht. Stephen nahm den Gürtel wieder zurück und brachte ihn weitere vier Mal laut klatschend auf Davids nackte Hinterseite. Er hörte ein Wimmern von seinem 15-jährigen Sohn, mehr aber auch nicht. Stephen schlug etwas härter zu und spürte dann dass David seinen Rücken anspannte.
„David? Locker, okay," ermahnte Stephen seinen Sohn und dieser reagierte sofort auf die Aufforderung. Stephen nickte und gab ihm die letzten zwanzig, die David dazu brachten zu Schluchzen und zu Weinen.
Etwa zehn Minuten später war alles vorbei. Stephen rollte den Gürtel zusammen und David zog sich schluchzend an. Dann nahm der Mann ein Stück Küchenrolle und reichte es seinem Sohn, damit er sich die Tränen weg wischen konnte. Diesmal gab es keine liebevolle Umarmung. Keine tröstenden Worte. Stephen war sauer! Natürlich wusste David, dass ihn sein Vater trotz alledem liebte, aber ... es war nicht ganz leicht für ihn. Der Junge zerknüllte das Papier, warf es in den Mülleimer und Stephen griff nach der Packung Tramadol. „Komm bitte!"
Stephen öffnete die Schiebetür und trat mit David wieder ins Wohnzimmer.
Mac saß immer noch auf dem Sofa. Seinen verletzten Fuß hatte er auf den Tisch gelegt. Das benutzte Taschentuch mit Blutspuren lag da neben. Stephen wies David an, sich auf das andere Sofa zu setzen. Der Junge druckste zwar kurz herum, da Sitzen für ihn natürlich in diesem Moment ziemliche Schmerzen bedeutete, doch ein strenger Blick von seinem Dad und er folgte der Aufforderung sofort.
Nachdem David auf dem Sofa Platz genommen hatte, wandte sich Stephen an seinen Ältesten. Die Packung mit dem starken Schmerzmittel hatte er hinter seinem Rücken versteckt. In der anderen Hand hielt er immer noch den Gürtel. „Alex!"
Alex drehte sich um und sein Dad warf ihm die Packung Tabletten zu. Der Junge fing sie instinktiv mit einer Hand auf. Dann starrte er überrascht und ängstlich Stephen an.
„Die hast du in der Küche auf dem Boden vergessen," sagte der Arzt. „Darüber reden wir gleich!"
Er ging an seinem Sohn vorbei und reichte Mac eine Hand. Der Ermittler zog sich hoch und folgte seinem Verlobten in dessen Praxis. Stephen ließ die Tür offen, damit er seine Kinder im Blick hatte. Alex hatte sich seit zwanzig Minuten nicht von der Stelle gerührt, was für Stephen bedeutete, dass der Junge genau wusste, dass er großen Mist gebaut hatte und bereit war, die Konsequenzen zu tragen. Stephen wusste auch, dass er sich nicht mehr lange auf einem Bein halten konnte, aber zu viel Angst vor seinem Dad hatte, um diese Position eigenständig zu verlassen.
Stephen sah zu ihm hinüber und stöhnte. „Alex! Setz dich auf das andere Sofa, bevor du umkippst."
Das ließ sich Alex nicht zwei Mal sagen. Er humpelte zu dem Sofa und ließ sich erleichtert in die Kissen fallen.
Mac setzte sich auf die Liege und Stephen wusch sich die Hände. Dann streifte sich der Arzt ein steriles Paar Handschuhe über und stellte die helle Deckenlampe an.
Mac blinzelte. „Wie hättest du es denn gerne? Soll ich mich hinlegen oder kann ich sitzen bleiben?"
„Leg dich hin, das klappt besser," antwortete Connors leise. Er öffnete eine Schublade und holte eine Pinzette heraus. Mac legte sich auf die Liege und schloss die Augen. Stephen rollte mit dem runden Hocker an das Ende der Liege, so dass er sich Macs Fuß ansehen konnte.
„Okay. Geht los." Dann sah er noch mal kurz auf. „Wenn du es nicht mehr aus hältst, dann sag Bescheid Mac."
„Ja, fang an," sagte Taylor leise und versuchte ruhiger zu werden.
Stephen justierte die Deckenlampe und zog dann vorsichtig mit der Pinzette den ersten Glassplitter aus der empfindlichen Fußsohle.
Nachdem Stephen den letzten Splitter aus Macs Fuß entfernt und ihn verbunden hatte, zog er sich die Handschuhe von den Händen und wusch sich die Hände an dem kleinen Waschbecken. Mac setzte sich langsam auf und schwang die Beine über die Liege. „Gut, dass ich Morgen noch keinem Verdächtigen hinter her rennen muss!"
Mac bewegte seinen Fuß etwas und streckte ihn aus, was ihm jedoch nicht gut tat.
Stephen sah ihn fragend an. „Soll ich dich für Übermorgen noch krank schreiben?"
Mac grinste. „Nein, Schatz. Das geht schon."
Connors nickte, trocknete sich die Hände ab und lehnte sich über Mac, damit er ihn küssen konnte. Stephen zog seinen Kopf zurück und spähte an seinem Verlobten vorbei ins Wohnzimmer, wo seine Jungs sich gegenüber saßen und sich wütend anstarrten. „Warum ist Jason eigentlich in letzter Zeit so lieb und brav," wandte sich Stephen an Mac und zog fragend die Augenbrauen hoch. „Mit was hast du ihm gedroht? Los, gib mir einen Tipp!"
Taylor grinste. „Oh, wir ... wir haben einen Deal."
Stephen runzelte die Stirn und half Mac von der Liege. „Was für einen?"
„Er macht einen Monat keinen Ärger und darf dieses Jahr noch den Führerschein machen."
„Okay," sagte Stephen. „Guter Deal! Und er hält sich auch dran? Der Deal gilt für den ganzen Mai?"
„Jup, für diesen Monat. Und er macht seine Sache bis jetzt sehr gut."
„Und danach ist alles wieder beim Alten, ja," fragte Connors und schloss die Tür seiner Praxis, als die beiden Männer ins Wohnzimmer traten.
Alex sah auf, lehnte sich zurück und hörte auf an seinen Fingern herumzuspielen. David saß einfach still da und starrte Alex an. Mac trat mit Stephen in die Mitte des Zimmers. Dann antwortete er auf die Frage seines Verlobten. „Ja, danach ist alles wieder so wie vorher."
Stephen nickte verstehend.
Alex sah zu ihnen hinüber und machte ein fragendes Gesicht. „Eh, Dad? Können wir auch einen Deal machen?"
Mac grinste in sich hinein.
Stephen sah seinen Sohn verständnislos an und schüttelte langsam den Kopf. „Ich mache keine Deals mit euch, Alex!" Dann wandte er sich an seinen Jüngsten. „David, geh nach oben, bitte. Und bleib da, bis ich dir was anderes sage!"
„Ja, Sir," sagte der Junge, stand auf, streckte seinem Bruder die Zunge heraus, der sich jetzt, wie David zuvor mit seinem Dad auseinandersetzen musste und ging an Stephen vorbei.
Dieser hatte natürlich alles gesehen, packte seinen aufmüpfigen Sohn am Kragen seines Pullovers, als David auf gleicher Höhe mit Stephen war, holte mit der rechten Hand aus und schlug ihm hart auf die Hinterseite.
Der Junge schrie auf und Stephen funkelte ihn wütend an. „Entschuldige dich bei deinem Bruder."
Ja, da war er wieder. Dieser äußerst ruhige Ton in seiner Stimme, den seine Kinder so fürchteten, noch mehr als das Herumgeschreie ... David sah zu Alex, der ihn ruhig an sah und große Schadenfreude ausstrahlte. Dann sah David seinen Dad an. „Dad! Wieso soll ich mich entschuldigen? Wenn er nicht Motorcross gefahren wäre, hätte ich jetzt nicht so viel Stress wie jetzt!"
Mac, der immer noch neben Stephen stand, verdrehte die Augen.
Stephen ist schon angepisst genug! Warum provoziert David ihn dann noch bis aufs Blut? Was geht in ihm vor?
„David, entschuldige dich. Jetzt," befahl Stephen ruhig.
Er hatte seinen Jungen immer noch am Kragen gepackt. Sein Sohn schien zu überlegen.
„David," holte der Mann seinen Sohn aus dessen Gedanken. „Ich habe keine Geduld mehr, okay! Entschuldige dich, sofort! Oder sollen wir noch mal in die Küche gehen? Willst du das?"
Connors Hand griff nach seinem Gürtel. Der Junge sah verschreckt nach links und schüttelte heftig den Kopf. „Nein!"
Stephen nickte und ließ ihn los. „Also?"
„Sorry, Mann."
Die Entschuldigung kam sehr ehrlich rüber. Connors hatte zwar etwas besseres als ein sorry Mann erwartete, aber er gab sich damit zu Frieden, denn er hatte langsam keine Lust mehr auf dieses Spielchen. Und Mac sicher auch nicht!
„Los, rauf," sagte Stephen mit einem Wink in Richtung Treppe und David rannte aus dem Wohnzimmer, durch die Lobby und war in drei Sekunden aus Stephens Blickfeld verschwunden.
„Mac, willst du nach oben gehen oder nach Hause?"
Der Angesprochene stöhnte leicht und sah kurz zu Alex, der mit gesenktem Kopf noch immer an der gleichen Stelle saß und auf die Standpauke zu warten schien. „Ich werde nach Hause fahren, Schatz. Dann kannst du hier alles in Ruhe regeln."
Stephen grinste. „In Ruhe ist gut."
Mac setzte sich auf den Hocker und Stephen ging nach oben um seine Socken und die Schuhe zu holen. Nachdem der Cop sich angezogen hatte, gab Stephen ihm für den verletzten Fuß ein Pillendöschen und eine seiner Schlappen, damit er sich nicht in den engen Schuh zwängen musste. Danach verabschiedete sich Mac von Alex, ging mit seinem Verlobten in die Lobby und hob seine Sig-Sauer vom Boden auf.
Stephen sah ihn irritiert an. „Was macht die hier?"
„Die ist zu unserem Schutz hier. Ich hatte sie oben in meiner Schublade."
Stephens Augen weiteten sich. „WAS? Du hast eine geladene Waffe in meinem Haus und sagst es mir nicht einmal?"
Scheiße! Mac überlegte. „Stephen-"
„Nein," unterbrach Connors ihn wütend und hob einen Finger. „Was wäre, wenn die Kinder deine Sig gefunden hätten? Hä? ... Hast du sie gesichert?"
„Ja, natürlich" antwortete Mac leise und steckte die Polizeiwaffe in den hinteren Hosenbund seiner Jeans. Stephen sah ihn wütend an.
Mac legte eine Hand auf Stephens Schulter, doch es genügte nur ein finsterer Blick von Stephen und Taylor nahm sie schnell wieder herunter.
„Schatz, komm schon. Die Kids wissen doch, dass sie meine Pistolen nicht anfassen sollen. Die sind doch vernünftig. Ich-"
Stephen lachte. „Vernünftig? Ja, das hat man ja heute wieder gesehen, Mac. Scheiße!"
Der Ermittler wusste nicht mehr weiter. Er sah auf den Boden, dann Stephen an und öffnete die Tür. „Ich geh dann mal."
Stephen sagte nichts. Seine Augen waren voller Zorn und Wut. Mac wusste, dass er erst mal in Ruhe gelassen werden wollte und Abstand brauchte. Stephen sollte sich erst mal um seine Kinder kümmern und dann wieder mit den Nerven runter kommen.
Ich kann jetzt nichts sagen, was ihm gefallen würde. Der ist auf 180! Ich geh besser und lass ihn allein!
„Bis dann," sagte Mac leise, schloss die Tür von außen und ging zu seinem Wagen, der auf dem Bürgersteig stand.
Stephen beobachtete ihn durch eines der kleinen Fenster rechts neben der Haustür. Als sein Verlobter in den Wagen gestiegen und weggefahren war, schlug Stephen mit der Faust gegen die Tür.
Dann atmete er tief durch, drehte sich um und zog sich ein paar Hausschuhe an. Er nahm ein zweites Paar aus einem Schrank, einen Besen und ein Kehrblech. Dann ging er ins Wohnzimmer, gab Alex den Besen und die Hausschuhe und befahl ihm jede einzelne Glasscherbe auf zu sammeln.
Während Alex das Wohnzimmer wieder auf Vordermann brachte, stand sein Dad in der Küche. Er setzte Kaffee auf, wartete und grübelte. War er zu hart zu Mac gewesen?
Aber ... er hat eine geladene Kanone in meinem Schlafzimmer versteckt!
Als der Kaffee fertig war, nahm er seine Lieblingstasse aus dem Schrank, zog mit einem Ruck die Kanne aus der Maschine, während der Rest Kaffee noch durchtropfte und goss sich ein. Er trank einen Schluck und spähte dann auf die Wanduhr. Es war kurz nach sechs. Eigentlich Zeit für das Abendessen ... Doch er sollte sich erst um Alex kümmern.
Der Mann ging mit der Tasse ins Wohnzimmer, wo sein Sohn gerade die letzten Scherben auf sammelte. Als Alex seinen Dad herein kommen sah, hielt er kurz mit dem Kehrblech inne. „Ich bin gleich so weit."
„Okay," sagte Stephen, nickte und nahm noch einen Schluck aus seiner Tasse. Der Arzt setzte sich auf das rechte Sofa, stellte die Tasse auf dem Tisch ab und sah Alex dabei zu, wie er mit dem Kehrblech und dem Besen das Zimmer verließ, um die Scherben in den Mülleimer zu werfen. Nach ein paar Sekunden kam er mit leeren Händen zurück und ließ sich auf das Sofa gegenüber sinken.
Alex sah, wie wütend sein Dad mit ihm war und dieser kam sofort ohne große Umschweife zum Punkt. „Spinnst du, Alex? Du könntest eine Gehirnerschütterung haben und was machst du? Du bleibst nicht im Bett, wie ich es dir gesagt hatte, sondern prügelst dich mit deinem Bruder! Das glaub ich nicht!"
Der Junge schluckte besorgt. Stephen fuhr fort. „Ist dir schlecht? Sind die Kopfschmerzen schlimmer geworden?"
„Etwas ..."
„Was etwas, Alex," fragte Stephen genervt und verärgert. Er stand auf.
„Die Kopfschmerzen sind schlimmer geworden. David hat mich gegen den Kühlschrank geworfen."
Stephen verdrehte die Augen.
Das darf alles nicht wahr sein!
Ohne ein Wort zu sagen, ging er in seine Praxis, holte eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser und reichte beides seinem Kind. Nachdem Alex die Tablette genommen hatte, sah er seinem Vater wehleidig in die Augen.
„Dad," begann Alex leise, jedoch war seine Stimme nicht ängstlich oder flehend. „Ich weiß, dass ich an diesem Wochenende sehr viel Mist gemacht hab. Die Sache mit dem Motorrad ... die Prügelei mit David." Stephen nickte. Alex fuhr fort. „Ich weiß auch, dass meine Schonfrist vielleicht hinfällig ist."
„Oh ja, vielleicht ist gut," stöhnte der Mann und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. „Um was ging es bei dem Streit eigentlich genau? Oder habt ihr einfach so beschlossen: Los! Heute schlagen wir uns die Köpfe ein!"
„Ehm." Alex versuchte kurz eine Ausrede zu erfinden, um nicht auf den eigentlichen Grund zu sprechen zu kommen.
Stephen sah natürlich sofort, dass er lügen würde und schritt ein. „Hör auf dir was auszudenken, Alex! Sag es einfach. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Laune nicht noch schlechter werden kann, als sie jetzt ist."
Alex grinste. „Ich schon, Dad!"
„Auf einen Versuch kommt es an. Also, los. Sag es einfach. Geht es um David?"
Der Junge nickte nur, sagte aber nichts.
„Hab ich mir schon gedacht," sagte der Mann stöhnend.
„Ich finde, dass ..." Wie sag ich das bloß? Der flippt total aus, das weiß ich! „Ich finde, dass du zu David oft zu weich bist."
Stephen sah seinen Ältesten überrascht an, doch sagte erst mal nichts dazu.
„Ich ... finde auch, dass du ... es bei mir oft zu eng siehst," sagte Alex und beobachtete die Reaktion seines Dads, der noch einen Schluck aus seiner Tasse nahm und sie wieder auf dem Tisch abstellte.
„Alex ich behandele euch beide gleich, glaub mir," erklärte der Arzt ruhig.
Der Junge öffnete den Mund um darauf etwas zu erwidern, doch Stephen hob die Hand um ihn zu stoppen. „Warte. ... Du hast doch gesehen, dass ich ihn in die Küche geschleift habe, oder?" Der Junge nickte. Stephen fuhr fort. „Und du hast gesehen, dass ich mir den Gürtel geholt habe?"
Wieder Nicken. „Was glaubst du denn, habe ich da drin gemacht? Ihm gut zugeredet? Ich werde dir jetzt nicht sagen wie viele ich ihm verpasst habe, denn das geht dich absolut nichts an, Alex. Das ist eine sehr private Sache und geht nur mich und ihn was an. Und wenn du Scheiße baust, geht es dich und mich was an. Und niemand anderen sonst!"
Alex nickte und hörte zu. Ihm gefiel nicht in welche Richtung sich dieses Gespräch entwickelte. Und er wusste nicht, ob sein Dad wirklich verstand, um was es Alex ging und was er genau von ihm wollte.
„Ja, ich weiß, Dad. Aber hätte er Mac nicht voll in die Eier getreten, dann hättest du ihn bestimmt nicht so hart ran genommen, wie ... vorhin. Ich finde nur, dass du ihn oft wie ein Baby behandelst. Meistens nach ... du weißt schon."
Stephen wusste natürlich was Alex meinte. „Ich versuch es zu ändern, okay. Und Alex! ... Mach dich nie wieder über ihn lustig. Hast du verstanden?" Der Junge nickte. „Wenn ich das noch mal mitkriege, bist du dran und zwar richtig!"
„Ja, Sir."
Stephen sah auf das verletzte Bein von Alex. „Hat dein Bein die Schlägerei überlebt?"
Nicken.
Stephen hielt eine Hand an sein Ohr. „Was?"
„Ja, Sir! Aber es tut etwas weh, weil wir auf dem Boden rumgerollt sind."
Stephen nickte. Dann nahm er seinen Zeigefinger, legte ihn auf die Packung Tramadol, die auf der rechten Seite des Tisches lag und zog sie ganz langsam in die Mitte. Alex Augen folgten der Packung und er wusste, dass es für den Diebstahl noch Ärger geben würde. „Wieviele hast du hier von schon genommen?"
Der Junge überlegte. „Zwei oder drei."
„Das war keine Antwort auf meine Frage! Zwei oder drei?"
„Zwei, Dad."
„Alex das ist ein starkes Schmerzmittel und verdammt teuer," erklärte Stephen seinem Sohn. „Du hast es dir einfach genommen, als ich geschlafen habe, richtig? Also gestohlen ... ich-"
Alex hob beschwichtigend die Hände. „Nein, Dad, warte ..."
Der Mann stand auf und drehte die Packung in der Hand herum. „Wenn man etwas nimmt, was einem nicht gehört und man fragt nicht ob man es haben kann, Alex, dann ist das Stehlen!"
Er gab Alex die Packung. „Leg sie wieder zurück!"
Der Junge stand auf, ging langsam in die Praxis hinüber und sah sich suchend um. Wo waren die noch mal? Er sah nach links und dann nach rechts.
Stephen sah ihm zu. Er stöhnte gelangweilt. „Rechte Seite, zweite Vitrine. Auf der obersten Glasplatte."
Alex sah ihn kurz an, dann ging er auf die angewiesene Vitrine zu, öffnete und legte die Packung wieder an ihren Platz. Als er sich umdrehte saß sein Dad immer noch auf dem Sofa und stand nicht vor dem Holzschrank, so wie es Alex erwartet hatte. Alex schloss langsam die Praxistür.
„Geh nach oben und leg dich ins Bett, Alex," befahl Stephen und stand auf, um seine leere Tasse in die Küche zu bringen. „Du wirst das Bett heute nicht verlassen, ist das klar?"
Alex nickte stumm.
Stephen hob einen Finger. „Und falls du es doch tust, ohne mich zu fragen, werden deine Kopfschmerzen, dein geringstes Problem sein."
„Ich hab verstanden, Dad."
"Gut!"
Mit diesen Worten ging Alex langsam aus dem Zimmer und spazierte dann in das erste Obergeschoss, um sich aufs Ohr zu legen.
Tbc ...
AN: Bei Stephen zu Hause ist ja wirklich nie mal Ruhe! :) Ich glaube, darum spielt die Story auch fast nur bei den Connors, denn bei Mac wärs zu langweilig, lol ... Der Doc ist jetzt ziemlich sauer auf seinen Verlobten, der eine geladene Knarre in der Schublade versteckt und ihm nichts darüber gesagt hatte! Stephen hats ja nicht so mit Waffen (sein Bruder schon eher ...)! Im nächsten Kapitel sind wir, glaube ich, mal bei Mac! Wir lesen uns! Eure Vanessa
