Kapitel 7 - Besuch aus einer anderen Zeit
Atem: Shadah! Da seid ihr ja, ihr seid spät dran.
Shadah: Verzeiht meine Unpünktlichkeit, mein Pharao.
Atem: Sie sei dir verziehn. Was hat euch aufgehalten, habt ihr den Dieb gefunden?
Shadah: Nein, mein Pharao, den Dieb fanden wir nicht, doch Eure Soldaten und ich stießen in der Stadt auf Fremde.
Atem: Fremde?
Shadah: Sehr wohl, mein Herr. Sie sagen, sie haben sich verirrt. Es ist nicht abzusehen, wie lange sie noch allein dort draußen überlebt hätten, denn kein Einwohner der Stadt wäre zu ihrer Hilfe geeilt, selbst wenn sie vor ihren Haustüren verdursten würden.
Atem: Wieso diese Unhöflichkeit?
Shadah: Nein, keine Unhöflichkeit, mein Pharao, es ist die Vorsicht, die sie zu solchen Taten treibt. Sie haben Angst und fürchten den Dieb, der sogar bis in die Schatzkammer des Pharaos vordringen konnte.
Atem: Gut. Wir sollten ihnen diese Zeit nicht zu schwer machen und uns beeilen, den Dieb zu fassen.
Shadah: Ich stimme Euch zu, mein Pharao. Wie soll nun mit den Fremden verfahren werden? Ich versicherte ihnen, dass Sie über sie entscheiden würden.
Atem: Gewiss, bring sie herein. Ruft auch sogleich die Soldaten zusammen, sie sollen sich bereit halten und mein Pferd soll gesattelt werden.
Shadah: Natürlich.
Shadah verbeugte sich und verließ sogleich die Empfangshalle. Im gleichen Augenblick stürmt der Priester Seto hinein.
Seto: Mein Pharao, verzeiht.
Atem: Was gibt es?
Seto: Erlaubt mir zu fragen, wer diese Fremdlinge dort draußen sind.
Atem: Das werden wir gleich erfahren.
Seto: Mein Pharao, sie sind nicht wie jeder andere, sie richten seltsame Maschinen auf euren Palast und auch auf eure Bedienstete.
Atem: Zu welchem Zweck, das verstehe ich nicht. Nimmt jemand Schaden dabei.
Seto: Nein, mein Pharao, ich kann es mir selbst nicht erklären, ich ...
In diesem Augenblick betrat Shadah erneut die Halle. Ihm folgte die Gruppe von Forschern, die von 4 Soldaten begleitet wurde. Seto trat zur Seite, um den Pharao nicht bei seinen Pflichten zu stören. Atem erhebt sich von seinem Thron, worauf sich die Soldaten sogleich verbeugen. Shadah gesellt sich indessen an Setos Seite.
Atem: Seid mir willkommen, Fremde. Verzeiht meinen Mangel an Höflichkeit, doch es geschiet äußerst selten, dass wir Menschen wie Ihnen gegenüber stehen.
Museumsdirektor: Menschen wie Ihnen, was soll das heißen?
Ishizu: Direktor!
Atem: Nun, wie Ihnen vielleicht bereits aufgefallen ist, mein Herr, unterscheiden sie sich in vielen Hinsichten von uns. Das beginnt bei ihrer Hautfarbe und endet bei den Utensilien, die sie bei sich tragen. Bitte nehmen Sie es den Einwohnern der Stadt also nicht übel, dass sie sich Ihnen nicht zeigen wollten.
Museumsdirektor: Ebenso seltsam kommt Ihr uns vor, mein Junge.
Seto: Es reicht!
Atem: Seto.
Seto: Dieser "Junge" ist mit "mein Pharao" anzusprechen. Zeigen Sie etwas mehr Respekt!
Atem: Seto, beruhige dich.
Ishizu: Nein, der hohe Priester hat recht, mein Pharao.
Ishizu trat zwei Schritt vor und verbeugt sich vor Atem.
Atem: Ihr kommt mir seltsam bekannt vor. Darf ich nach Eurem Namen fragen?
Ishizu: Ishizu Ishtar, mein Herr.
Atem: Ishtar? Ja, der Name sagt mir etwas. Mein Vater verstand sich einmal sehr gut mit dem Herrn Ishtar, ich nehme an, es ist euer Vater?
Ishizu: Ich...
In diesem Augenblick stürmt Karim in die große Halle.
Karim: Mein Pharao! Schnell! Der Dieb wurde in der Stadt gesehen, beeilen wir uns, könnten wir uns endlich dieses Übels erleichtern.
Atem: Ich bin sofort da. Shadah, gebt den Fremdlingen einen Raum in dem sie sich erholen können und Wasser. Ich möchte dass man sie nicht aus den Augen lässt. Ishizu erhält einen extra Raum.
Shadah: Wie Ihr wünscht, mein Pharao.
Atem: Seto, du begleitest mich.
Seto: Natürlich.
Der Pharao und Seto verließen den Palast und zusammen mit 20 weiteren Soldaten begannen sie, den Dieb zu jagen. Während dessen brachte man die Fremden in Räumlichkeiten des Kellers. Sie wurden wie Gefangene bewacht, obgleich die Zimmer nicht wie Zellen aussahen.
