Disclaimer: Wie alt ist Naruto eigentlich? ich les es zumindest schon seit über 7 jahren! - äh, achso. mir gehört kein naruto :)

A/N: was geht mit inu ab! na ich würd sagen, er hatte eine harte kindheit ;) zwei kapitel noch, dann wird sasuke auch mit von der partie sein! bin ja gespannt, wie Sakura auf ihn reagieren wird :D


7. Kapitel____So steht's im Flirtparadies!

Ina und Sakura kamen erfolglos von ihrer Suche zurück. Ohne ein Wort sprangen sie an Kakashi und Inu, die eben noch Fische brieten, vorbei. Die beiden löschten das Feuer und waren ihnen augenblicklich auf den Fersen.

„Ich hab dich vermisst, Süße", gurrte Inu und sprang dicht neben Sakura her. „Hast du deine zukünftige Schwiegermutter schon lieb gewonnen?"

Sakura wusste, wie immer, nichts auf diese Sprüche zu antworten. Das einzige Problem an der Sache war, dass Inu nun mal verdammt gut aussah. Irgendwie war der Schlafzimmerblick anziehend und irgendwie mochte sie seine Frisur und seine Stimme, auch wenn sie zeitweise viel zu geschmiert klang.

Aber vor allem mochte sie es, wenn diese verdammte Maske fiel und er einfach nur er war. „Ich mag es selbst, wenn du schweigst. Du bist ganz anders, als die anderen Mädchen. Redest nicht soviel unnötiges Zeug. Das schätze ich so an dir", Er zwinkerte ihr zu. Sie verkniff sich vergebens die Röte und den Drang ihm eine ordentlich drüber zu ziehen.

Ihr Blick fiel auf Kakashi, der in einigen Sprüngen Abstand zu Ina sprang. Sein Blick war unentwegt auf sie gerichtet, während sie ihren nur stur geradeaus hielt.

Inu hörte einfach nicht auf zu reden. Wie kommte man in wenigen Stunden, nur soviel Scheiße von sich geben. Und wieso wurde sie ständig rot. Und wieso konnte sie sich das Lachen nicht verkneifen, als seine Mutter plötzlich eingriff und er wieder ganz der Alte war?

Sie würden hier das Lager aufschlagen. Hier in der Nähe könnte die Rosie Krupalijus sein, die allerdings nur bei Sonnenaufgang blühte. Gerissenes Ding.

Ina befahl ihrem Sohn sich zu waschen. Er stinkte, wie die Pest. Inu weigerte sich natürlich. Dafür kam Sakura auf die Idee im nahegelegenen Fluss ein Bad zu nehmen.

Sie entkleidete sich bis auf ihre Unterwäsche und hockte sich in den Fluss. Sie ließ das kühle Nass über ihre Haut fahren, spritzte es sich ins Gesicht. Das tat gut.

„Hey", Plötzlich trat jemand auf die Steine neben ihr.

„Inu! Was tust du hier!" schrie sie und kreuzte sofort die Arme über der Brust. Doch er hatte ohnehin ein Band über seinen Augen.

„Meine Mutter hat mich erpresst. Ich muss mich waschen", grummelte er und begann seine Kleider abzulegen und ans Ufer zu werfen. Innerhalb von Sekunden stand er nur noch in Shorts da. Sakura sah ihn verdutzt an. Jetzt war der Junge auch noch gut gebaut. Ah, nicht rot werden. Obwohl. Er sah es eh nicht.

Inu stapfte an ihr vorbei und hockte sich an den kleinen Wasserfall neben ihnen. Sie sah ihm zu, während er sich wie ein Affe unter den Achseln wusch. Als er seinen Rücken gegen das Wasser drehen wollte, kam es, wie es kommen musste. Er rutschte aus. Trotz rudender Arme und gurgelnden Geräuschen landete er im seichten Wasserbett.

Sakura konnte es sich nicht verkneifen und kicherte in ihre Hand. „Jaja, mach dich nur lustig", Die Augenbinde war über Inus Gesicht gerutscht. Doch anstatt irgendein Kommentar abzugeben, begann er sie anzuspritzen. Innerhalb von Sekunden hatte sich eine Wasserschlacht zwischen ihnen entwickelt.

Keuchend gab Inu als Erstes auf und ließ sich halb auf dem Ufer mit den Beinen im Wasser nieder. Sakura setzte sich neben ihn und wrang ihre Haare aus. Noch immer lag ein Lächeln auf ihren Lippen. Sie stierte verstohlen zu ihm hinüber. Inu hatte die Arme hinter seinen Kopf verschränkt und wirkte gedankenverloren.

„Sag mal, Inu… warum musst du dich eigentlich immer so aufspielen?" fragte sie ihn direkt. Er blinzelte und wandte den Kopf zu ihr.

„Was meinst du?" fragte er verwirrt.

„Na, diese dummen Sprüche. Die hast du eigentlich gar nicht nötig, weißt du? Ich finde dich ohne sie viel netter", Er zog die Brauen zusammen, als würde sie nicht mehr richtig ticken.

„Aber ihr Mädchen steht doch auf so was", erwiderte er.

„Wie kommst du denn darauf?" Sie spiegelte seinen Blick.

„So stehts doch im Flirtparadies!" Zwei Sekunden wog sie die Möglichkeit ab, dass er ein schlechten Witz riss. Aber dafür war sein Blick zu ehrlich.

„Das Flirtparadies ist zur Unterhaltung. Es ist nicht die Wirklichkeit", erklärte sie langsam. „Mädchen stehen nicht wirklich auf solche bescheuerten, präpotenten, abgedroschenen Phrasen. Nein… eigentlich so rein gar nicht",

Für ihn schien eine Welt zusammen zu brechen. Es dauerte einige Minuten bis sich sein völliger aufgelöster Gesichtsausdruck verflüchtigte und er betrübt wurde.

„Ich hab das schon gewusst", murmelte er auf einmal. „So ist es nicht…"

„Aber wieso hast du es dann getan?"

„Hm…" Ein kleines, freudloses Lächeln umspielte seine Lippen. „Seit ich mich erinnern kann, sind meine Mutter und ich von Stadt zu Stadt gezogen. Ich habe viele verschiedene Kinder in meinem Alter getroffen und mit ihnen gespielt… aber noch viel öfter bin ich an ihnen vorbei gegangen und habe gesehen, wie richtige Freunde miteinander umgehen. Irgendwann hab ich kapiert, dass ich das nie haben würde… eigentlich noch viel schlimmer. Die meisten Menschen, denen ich begegnete, vergaßen mich wahrscheinlich schon kurz darauf. Irgendwann werde ich sterben… und niemanden wird es jucken, verstehst du?" Ein Schatten zog sich über sein Gesicht. Er setzte sich auf und verschränkte lose die Arme um seine Knie.

„Der Gedanke macht mir irgendwie Angst. Also… habe ich versucht, den Leuten irgendwie in Erinnerung zu bleiben. Durch diese Sprüche hat es immer gut geklappt. Die Mädchen haben am nächsten Tag noch immer gewusst, wer ich bin. Einige werden vielleicht jetzt noch an mich zurückdenken. Das ist alles, was ich will… ich will JEMAND sein… nicht irgendein Gesicht in der Masse…"

Sakura wusste nicht, was sie darauf erwidern sollte. Sie verstand, dass sein Nomadenleben tatsächlich nicht viele Freunde zuließ. Ihr wurde klar, dass seine Mutter im Prinzip der einzige Mensch in seinem Leben war. Die einzige Familie, der einzige Freund. Er hatte nur sie und das tat ihr leid, da er eigentlich ein wunderbarer Typ war.

„Warum… ziehen du und deine Mutter eigentlich soviel herum?" fragte sie schließlich.

„Wir suchen meinen Vater", erklärte er und lächelte wieder betrübt. „Aber ich glaube, meine Mutter gibt die Hoffnung langsam auf. Wir sind in den letzten Monaten mehr in der Wildnis gewesen, als in den Städten. Früher haben wir die Wohnungen auch durchsucht. Sie hat sich am Markt umgehört und so…"

„Wie heißt er denn?"

„Das… weiß ich nicht", Sie runzelte verwirrt die Stirn, als er selbst merkte, wie eigenartig das war. „Sie… hat es mir nie gesagt", Er sah sie an und schien genauso irritiert, wie sie. „Sie ist immer ausgewichen, wenn ich danach gefragt habe. Eigentlich… eigentlich weiß ich überhaupt nichts von ihm", Er stand wie unter Schock.

Irgendwas war an dem ganzen faul.

„Weißt du, Inu", meinte sie nach einer Weile. „Ich finde dich echt nett. Und zwar so, wie du wirklich bist. Ganz ohne das Macho-mäßige Getue. Ich denke, wir zwei könnten echt gute Freunde. Wie wärs?" Sie grinste ihm zu. Er blinzelte erst perplex und strahlte im nächsten Moment auf.

„Freunde?" wiederholte er.

„Freunde", nickte sie. „Aber nur ohne diese Sprüche, kapiert?"

„Ja, das krieg ich schon hin", Er wandte den Kopf zurück zum Wasser. Sein Körper bebte vor Glück. Aber plötzlich hielt er inne und sah sie wieder an. Er legte den Kopf schief und fragte: „Was macht man als Freund so? Soll ich dir ein Essen machen oder… so… was?"

„Nein, nein", lachte sie. „Freunde passen aufeinander auf und kümmern sich um den anderen. Sie haben zusammen Spaß und reden über jeden möglichen Mist",

„Ah. Hm. Das dürfte ich schon hinkriegen", Er grinste über das ganze Gesicht. Sie schüttelte den Kopf und lachte mit ihm.

Kakashi beobachtete Ina dabei, wie sie ein Abendessen für Inu zubereitete. Als sie ihm einen giftigen Blick zuwarf, ließ er seinen herumwandern und tat so, als würde er sie nicht wahrnehmen.

Wenigstens ließ sie ihn in seine Nähe. Das war schon mal ein Anfang. Er konnte sich gar nicht erinnern, wie er früher ihre Kratzbürstigkeit durchbrochen hatte. Wahrscheinlich war es ihm da einfach egal gewesen. Oder nein. Sie hatten sich irgendwann einfach zusammen gerauft. Es war nicht so, dass sie Menschen prinzipiell abblockte, aber sie überlegte es sich einfach genau, auf wen sie sich einließ.

Er wusste zwar nicht genau, was er verbrochen hatte, dass sie ihn so behandelte, aber es war bestimmt irgendein driftiger Grund, den er mal wieder nicht mitbekommen hat.

„Da", erklang ihre patzige Stimme. Als er sein Auge öffnete und blinzelte, erkannte er, wie sie ihm etwas entgegen hielt. Auch ihm hatte sie etwas zubereitet. „Dein Magenknurren wird uns noch verraten, so laut wie es ist",

Er versuchte einfach die Botschaft dahinter zu hören. Er schenkte ihr ein Lächeln, dass sie abrupt umdrehen ließ. Wahrscheinlich erwiderte sie es.

Schweigend und in einem geräumigen Abstand aßen sie gemeinsam. Als er fertig war, wollte er sich bedanken. Er hielt jedoch inne, als er erkannte, wie müde sie aussah. Sie hatte bestimmt schon seit ein paar Tagen nicht mehr geschlafen. Wusste sie etwas von dem anstehenden Krieg von Konoha? Spielte auch keine Rolle.

„Leg dich schlafen", sprach er sie an und blieb vor ihr stehen.

„Als ob Inu sich alleine verteidigen könnte", knurrte sie als Antwort.

„Ich werde auf uns aufpassen",

„Oh ja, du wirst ein AUGE auf uns werfen", Sie grinste über ihren eigenen Witz. Die Müdigkeit ließ alles jedoch sehr mitgenommen wirken. Leise durchatmend fuhr sie sich über die schweren Lider.

„Leg dich einfach für ein paar Minuten hin. Solange wird schon nichts passieren", beharrte er. Sie erwiderte nichts mehr darauf. Er hatte gewonnen. Mit einem Achselzucken zog sie sich gegen einen Baumstamm und schloss die Augen. Innerhalb von wenigen Sekunden war sie eingeschlafen.

Kakashi sah sie lange an, die Hände in den Hosentaschen vergraben, ließ die Erinnerungen an sich vorbeiziehen. Inu und Sakuras Stimmen holten ihn aus seinen Gedankengängen zurück. Mit einem Blick brachte er sie zum Schweigen. Ina brauchte jetzt ihre Ruhe.

Leise schwatzend aßen die beiden ihr Abendessen. Sakura gähnte laut und legte sich in eine Mulde. Inu jedoch hockte sich auf die hervorstehende Wurzel und sah ihr beim Einschlafen zu. Als sich ihre Brust regelmäßig bewegte, warf er Kakashi einen glühenden Blick zu.

„Bring mir noch etwas bei!" flüsterte er inbrünstig. „Zeig mir, wie man DIE hier benutzt!" Er zog seine Kunai hervor. „Und zwar nicht zum Schälen oder Kochen, sondern zum Kämpfen. Ich will damit angreifen!" erklärte er entschlossen.

Kakashi überlegte kurz. Er wusste, dass es Ina nicht recht war. Andererseits hatte der Junge soviel Potential, dass sogar er es für verschwendet hielt, wenn man ihm nicht ein paar Grundlagen beibrachte. Keine Ahnung, was sich Ina dabei dachte, ihn nicht zu trainieren. Es machte, wie so viele andere Dinge, die sich auf sie bezogen, keinen Sinn in seinem Kopf.

Also egal.