Hallo Leute!

Sorry, dass es diesmal etwas länger gedauert hatte, das nächste Kapitel zu posten, denn ich muss gestehen, dass dieses Kapitel mir ziemliche Schwierigkeiten bereitet hatte. Warum, werde ihr gleich lesen; es handelt von Hermines Gefühlen gegenüber Ron. In den Büchern wird ja mal mehr, mal weniger, angedeutet, dass beide wohl etwas mehr wie nur Freundschaft empfinden. Es lag wohl daran, dass ich mir eine Beziehung zwischen den beiden – aus welchen Gründen auch immer – beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Ein herzlicher Dank geht wieder an meine treuen Reviewerinnen, Mariacharly und Mellon. Ich drück Euch!

Hallo LadyMarian: Die Hintergründe zum 6. Kapitel kommen noch, versprochen.

Hallo Zissy: Ließt Du viele englische FF? (Grins!) Aber Du hast es erfasst; Muggel(-frauen) sind nicht so wehrlos, wie es scheint, gell!

Herzliche Grüße

Eure Sirendipity

Und weiter geht's mir der Story...


Was unser Herz fühlt – kann der Verstand oft nicht begreifen. (Klaus Ender)

Hermine hatte nach dem Lunch eine Freistunde und sie begab sich in die Bibliothek, zum Einen, weil es der ruhigste Ort um zu Lernen und zu Lesen in ganz Hogwarts war und zum Anderen, weil sie hier ungestört ihren Gedanken nachgehen konnte. Doch dieses mal hatte sie einen weiteren Grund, in die Bücherei zu flüchten. Wieder einmal hatten Ron und sie sich beim Mittagessen gestritten und dieses mal war es zu weit gegangen...

FLASHBACK

Als Hermine sah, wie Ron Lavender unverschämt lange und mit bewunderndem Blick nachgestarrt hatte, als diese mit einem lasziven Lächeln am Gryffindor-Tisch vorbeischwebte, durchfuhr sie ein Stich mitten ins Herz. Ein scharfer Dolch hätte nicht mehr schmerzen können. Sie spürte, wie sich ihr Herzmuskel heftig zusammenkrampfte und ihre Hände kalt und feucht wurden. Mit dem kläglichen Rest ihrer Selbstbeherrschung, nahm sie sich zusammen, warf Ron einen erbosten Blick zu und zischte ihn an:

„Musst du ihr so nachstarren?"

Ron blickte Hermine erschrocken an, so als wäre er gerade dabei ertappt worden, wie er Süßigkeiten aus dem Honigtopf stehlen wollte. Natürlich hatte er Lavender nachgestarrt, aber welcher junge Mann täte das nicht. Sie war für ihre sechzehn Jahre bereits gut entwickelt und er erinnerte sich gerne an die Siegesfeier im vorigen Jahr, als er im überschwänglichen Freudentaumel mit Lavender herumgemacht hatte. Es war nicht wirklich etwas ernsthaftes passiert - nicht, dass er nicht gewollt hätte und er verstand nicht im Geringsten, über was Hermine sich schon wieder so aufregte. Er neigte sich zu ihr rüber und zischte zurück:

„Ich hab nicht gestarrt."

„Hast du doch."

„Na und? Wenn schon! Es ist meine Sache, wen ich ansehe. Das kannst du mir nicht verbieten."

„Nein, das kann ich nicht. Aber es gehört sich nicht."

„Bist du eifersüchtig?"

Ertappt! Hermine schluckte und fühlte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss.

„Auf wen? Auf Lavender?"

„Ja."

„Nicht die Spur. Aber es ist peinlich, wenn du ihr so nachstierst. Sie könnte denken, du würdest etwas von ihr wollen."

„Na wenn schon! Du bist ja nur neidisch, weil dir niemand hinterher schaut! Ich kann nichts dafür, dass sich niemand für dich interessiert! Aber da bist du selbst daran schuld. Ständig versteckst du dich in der Bücherei und wenn du doch einmal aufkreuzt, dann hältst du allen ständig deine Besserwisserei unter die Nase! Das nervt!"

„So? Aber wenn du Hilfe bei deinen Hausaufgaben brauchst, dann bin ich auf einmal interessant, was? Und wenn du wieder einmal jemanden brauchst, der dir aus der Patsche hilft, dann gehe ich dir nicht auf den Geist, oder?

„Ich wusste, dass du das jetzt auftischen wirst. Mensch, Hermine! Jetzt reg dich wieder ab. So habe ich das nicht gemeint."

„Wie bitte? Ich habe mich wohl verhört! Ich soll mich wieder abregen? Weißt du was, Ron? Du kannst in Zukunft beruhigt sein. Ich werde dich nicht mehr mit meiner ‚Besserwisserei' nerven. Und wenn du ganz sicher sein willst, mir nicht zu begegnen, dann musst du nur einen weiten Bogen um die Bibliothek machen. Ach was, das tust du ja sowieso schon. Ich glaube nicht, dass du dich auch nur den Weg dort hin erinnern kannst."

„Hey, jetzt werde nicht unfair, ja? Ich mag ja vielleicht nicht so ‚schlau' sein wie du, aber meinen Abschluss werde ich schon noch auf die Reihe bringen! Ohne DICH!

„Bist du dir da sicher? So dumm und faul wie du bist...?

Ron wurde so richtig zornig. Bevor er darüber nachdachte, was er sagte und vor allem zu wem er es sagte, platze er laut heraus:

„Es kotzt mich an, dass du ständig deine schlechte Laune an mir auslässt. Du bist eine frustrierte, altmodische Schrapnelle. Geh und such dir einen, der deinen FETTEN ARSCH betatscht, aber lass mich um Himmels willen bloß mit deiner krankhaften Eifersucht in Frieden!"

Der letzte Satz traf Hermine wie eine schallende Ohrfeige. Der ganze Tisch wurde augenblicklich still und alles drehte sich interessiert zu den Streithähnen.

„RON!"

Ginny hatte einen entsetzten Ausdruck auf ihrem Gesicht und Ron war sich sofort bewusst, dass er gerade eine Riesendummheit begangen hatte. Er hatte nicht nur Hermines Gefühle verletzt, sondern sie auch noch vor versammelter Mannschaft bloßgestellt.

„Na schön" war alles, was Hermine noch hervorbringen konnte. Sie stand vom Tisch auf, ihr Essen hatte sie kaum angerührt.

„Und übrigens Ron, DU bist nicht intelligent genug, um MICH zu beleidigen!" Hermine drehte sich am Absatz um und rannte aus der großen Halle.

FLASHBACK ENDE

Hermine fläzte sich im hintersten Winkel der Bibliothek in einen Sessel. Seit Harry nicht mehr in Hogwarts war, kam es öfter vor, dass sie sich dorthin zurückzog. Sie vermisste ihren besten Freund, ihren Vertrauten.

'Bin ich wirklich so unausstehlich, dass niemand etwas mit mir zu tun haben will, nicht mal Ron?'

Sie kannte Ron gut genug um zu wissen, dass er vieles, was er sagte, nicht so böse meinte, wie es vielleicht herüber kam. Aber jedes mal, wenn sie diskutierten, artete es beinahe in einen handfesten Streit aus und beide warfen sie sich Dinge an den Kopf, für die sie sich später am liebsten die Zunge abgebissen hätten. Immer wieder schaffte er es, sie zum Explodieren zu bringen, war dann eingeschnappt und sagte dann gar nichts mehr. Und sie hasste es, wenn er sie ignorierte und sie hasste sich für ihre Unbeherrschtheit. An manchen Tagen hätte sie ihn am liebsten erwürgt für seine Taktlosigkeit und Ignoranz. Oft hatte sie den Eindruck, dass Ron tatsächlich das Empathievermögen einer Nacktschnecke besaß. Sie hielt ihn nicht für dumm, keineswegs, auch wenn sie ihn vorhin so genannt hatte. Ignorant, ja, aber nicht dumm.

Hermine war ein Einzelkind und war mit den Schwierigkeiten, sich durchsetzten zu müssen, erst in Hogwarts so richtig konfrontiert worden. Die ständigen Sticheleien der Slytherins wegen ihrer Muggelstämmigkeit setzten ihr mehr zu, als sie sich selber eingestehen wollte.
Auch wenn sie eine gewisse Befriedigung dabei empfand, Wissen wahllos zu konsumieren, so tat sie es nicht nur aus Spaß dabei, sondern um ihre immense innere Unsicherheit zu kompensieren. Aber selbst das überdurchschnittliche Abschneiden in der Schule gaben ihr nicht das Maß an Selbstbewusstsein, um auf die ständigen Seitenhiebe von Ron oder die spitzen Bemerkungen der Slytherins mit Coolness und Selbstbewusstsein zu reagieren. Die Tatsache, dass Hermine mit den wohl größten Chaoten von Hogwarts herumhängte, half dabei nicht im geringsten.
Im Gegenteil: Hermine empfand sich als unbeliebt und überaus unattraktiv und jedes Mal, wenn sie sich im Spiegel betrachtete, hätte sie am liebsten geheult. Das nicht zu bändigende, buschige braune Haar; warum konnten sie nicht blond oder schwarz, seidig, glatt und glänzend sein. Nein. Sie musste ja mit einen Wischmob geschlagen sein...
Dann tastete sie sich zu ihren Oberkörper und hob das kleine Bisschen, dass in der Anatomie ‚Brüste' genannt wurde, jedoch zweifelsohne als Witz betrachtet werden konnte, etwas an. Aber selbst dass war sinnlos; es wurde kein voller, runder Busen daraus...
Sie wanderte weiter die Taille hinunter über ihre Hüften zu ihren Oberschenkeln...

‚FETTER ARSCH'

Als ob das nicht schon genug Probleme wären, waren da auch noch die widersprüchlichen Empfindungen, die sie gegenüber Ron hegte.
Sie kannte ihn: seine Launen, seine Vorlieben, seinen manchmal eigenartigen Humor und vor allem seine an Taktlosigkeit grenzende Unbeholfenheit, was den Umgang mit anderen Menschen, vor allem mit Mädchen anging. Aber kannte sie ihn wirklich? Wusste sie, was er dachte und fühlte?
Nicht wirklich. In all den Jahren, die sie sich jetzt schon kannten, war Ron immer noch ein Unbekannter in ihrer Gleichung. Zu Harry pflegte sie eine sehr enge platonische Vertrautheit, während ihre Beziehung zu Ron immer von einer gewissen Distanz geprägt war.
Bei Harry hatte sie das Gefühl, dass er sie in jeder Beziehung verstehen würde, sie ihm alles anvertrauen konnte. Bei Ron zerbrach sie sich den Kopf darüber, was er über sie denken könnte, sollte sie ihm ihre tiefsten Geheimnisse anvertrauen.
Wenn Harry sie berührte, empfand sie Wärme und Geborgenheit, anders als bei Ron. Wenn sie sich den seltenen, meist unbeabsichtigten und spontanen Fällen berührten, durchfuhr sie jedes Mal ein eiskalter Schauer und sie und Ron zogen sich augenblicklich zurück. Es war unbekannt und angsteinflößend, aber gleichzeitig merkwürdig und aufregend, so als ob es etwas verbotenes wäre.

Manchmal erwischte sie sich bei dem Gedanken, diese Distanz einmal zu brechen, ich dem sie ihn einfach umarmte. Sie stellte sich vor, wie er sie ganz fest an sich drücken und ihr sagen würde, dass es ihm leid täte, wenn er grob zu ihr war. Dann wischte sie diesen Gedanken unwirsch beiseite.

‚Das würde nicht passieren! Niemals!'

Als am sie am Nachmittag in den Unterricht für Geschichte der Zauberei ging, machte sie um Ron einen weiten Bogen. Auch während des Unterrichts versuchte sie ihn, so gut es eben ging, zu ignorieren, auch wenn er direkt vor ihr nehmen Dean saß. Trotzdem hatte sie Mühe, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.
Ron schien der Streit beim Mittagessen nicht im geringsten nachzuhängen.

Spät am Abend, als alle bereits in ihren Betten waren, saß Hermine vor dem Kamin und sprach zur Glut im Kamin des Gryffindor-Gemeinschaftsraumes.

„...und dann bin ich einfach ausgerastet. Harry, bin ich wirklich so ein Ekel?"

Die glühende Erscheinung im Kamin wiegte den Kopf hin und her, als er zu überlegen schien, was er auf Hermines Geschichte antworten sollte.

„Hermine, nimm dir das nicht so zu Herzen. Du weißt doch, wie Ron ist. Er hat dich gern, so wie du bist. Und nein, du bist kein Ekel. Nur manchmal... na ja... etwas zu emotional, vor allem wenn es um Ron geht..."

Hermine riss die Augen auf und schluckte.

„...Jetzt guck mich nicht so an, als ob du nicht wüsstest, von was ich spreche. Glaubst du, ich habe nicht bemerkt, dass du auf Ron stehst?"

Natürlich wusste Harry um Hermines Gefühlszustand bestens bescheid, da er im vierten Schuljahr eine ähnliche Erfahrung von unerwiderten Gefühlen mitgemacht hatte. Er hatte nicht den geringsten Zweifel, dass sich Hermine mindestens genauso beschissen fühlte, wie er sich damals mit Cho, wenn nicht sogar schlimmer, denn er wusste, dass Hermine diese Gefühle für Ron schon seit langer Zeit hegte.
Er hatte Hermines merkwürdige Reaktion am Weihnachtsball-Abend zuerst überhaupt nicht verstanden. Als er sie jedoch während des folgenden Jahres Hermine etwas genauer beobachtete und sie schließlich nach der Siegesfeier im Gryffindorturm aufgelöst in einem leeren Klassenzimmer antraf, da fügten sich die Einzelheiten seiner Beobachtungen schließlich zueinander und der Groschen fiel. Hermine hatte sich verliebt.

Hermine senkte den Kopf und schniefte. Auch Harrys Erscheinung im Kamin schien zu seufzen.

„Ach Mädchen, wie soll ich dir bloß helfen, hm?"

„Ich wünschte, du wärest hier, Harry. Ich glaube, ich halte das einfach nicht mehr aus."

„Alles was ich sagen kann ist, dass du mit ihm reden musst und zwar bald. Sag ihm doch, was du fühlst..."

„...Um mich dann von ihm auslachen lassen?" unterbracht ihn Hermine.

„Er wird dich nicht auslachen, ganz sicher nicht."

„Ich kann das nicht."

„Soll ich mit ihm reden?"

„Bloß nicht!"

„Über WAS willst du mit WEM reden?" vernahm Hermine plötzlich die verschlafene Stimme von Ron.

Hermine fuhr erschrocken zusammen.

„Oh, hi Harry", grüßte Ron die Silhouette im Kamin und nahm im Sessel neben Hermine platz.

„Hi, Ron, wie geht's". grüßte Harry zurück.

Ron wandte sich wieder Hermine zu. „Also, um was geht es?"

„Ich glaube, Hermine hat dir etwas zu sagen."

„Harry!" rief Hermine entsetzt aus.

„Was denn? jetzt spannt mich nicht so auf die Folter!"

'Elender Mistkerl', dachte sich Hermine und meinte damit Harry, der sie hier in eine verzweifelte Situation gebracht hatte, nämlich, dass Harry Ron mit einem überdimensionalen Zaunpfahl auf den Kopf darauf gestoßen hatte, dass die Unterredung mit Harry etwas mit ihm zu tun haben könnte.

„Ich glaube, ich werde mich jetzt von euch verabschieden. Gute Nacht ihr beiden." Und weg war er.

Jetzt saßen die beiden wie zwei Häuflein da und schwiegen sich an. Nach einer Weile räusperte sich Ron.

„Also, was ist los?"

Hermine kaute nervös an ihrem Daumen herum und als Ron sie ansah, begannen sie, am ganzen Körper zu zittern.

„Findest du mich wirklich so unausstehlich?" flüsterte sie leiste und mit zitternder Stimme.

Ron atmete tief ein, schluckte und presste die Lippen aufeinander, bis er ein „Nein" herauspresste.

Hermine wagte es immer noch nicht, ihm ins Gesicht zu blicken.

„Warum sagst Du dann solche Sachen?"

„Weil du mich ständig auf die Palme bringst"... Nach einer kleinen Pause ergänzte er: „Hör zu, es tut mir leid, was ich heute Mittag gesagt hatte. Ich hatte das nicht so gemeint."

Hermine schien in diesem Moment nicht glauben zu wollen, dass er es ernst meinte. Sie nahm einen tiefen Atemzug und unterdrückte ein Schluchzen. Sie hatte immer noch ihren Kopf gesengt als sie meinte:

„Ich weiß nicht... vielleicht hast du ja auch nur gesagt, was du denkst."

Ron hätte am liebsten gesagt, dass er sie manchmal vor Wut an die Wand klatschen könnte, sie aber gleichzeitig so sehr an sich drücken wollte, dass sie keine Luft mehr bekam, weil er so sehr liebte. Irgendwie hatte er aber das Gefühl, das dies der absolut falscheste Zeitpunkt gewesen wäre, ihr das jetzt zu sagen. Doch diese Worte trafen ihm im Innersten und so zischte er reflexartig aus:

„Das habe ich nicht!"

Hermine zuckte zusammen und richtete sich auf, um ihn ins Gesicht zu starren, erschrocken über Rons aggressiven Ausbruch, was wiederum Ron bis ins Mark erschütterte.

Resignierend ließ sich Ron wieder in den Sessel zurückfallen. „Na ja, manchmal vielleicht, wenn wir uns streiten... Ach, ich weiß nicht."

Rons hilfloser Anblick schien Hermines Nerven etwas zu beruhigen, denn sie war wieder in der Lage, ihrer Stimme einen festeren Klang zu geben.

„Ron, das was du da gesagt hattest, das hat sehr weh getan... Und du hast es auch noch vor allen anderen gesagt."

Schuldbewusst senkte Ron den Kopf. Doch da fiel im ein, dass sie ihm zu erst angeschnauzt hatte, als er Lavender nachgeschaut hatte. Die Erinnerung an den Verlauf ihres Streites von heute Mittag ließ wieder seine Wut hochkommen und trotzig erwiderte er: „Du aber auch! Mich vor allen als dumm und faul zu bezeichnen, war ebenfalls ziemlich krass, findest du nicht?"

„Es tut mir leid, dass ich das gesagt habe, aber du hast damit angefangen!"

„Nein, das habe ich nicht!"

„Hast du doch!"

Eine Weile starrten sie sich herausfordernd an. Dann seufzte Ron, blickte sie mit dem unschuldigsten Hundeblick, den er in dieser Situation aufbringen konnte, entwaffnend an und murmelte:

„Siehst du, jetzt liegen wir uns schon wieder in den Haaren."

Hermine schniefte auf musste sich ein Grinsen verkneifen. Dieser Blick war einfach typisch Ron. Auch wenn sie sich noch so heftig stritten, immer holte sie Ron von ihrem Kriegspfad gegen ihm herunter, einfach in dem er sie so anblickte, als ob er kein Wässerchen trüben konnte und Hermine hatte Schwierigkeiten, ihm dann noch böse zu sein. Manchmal kam sie sich vor, wie eine Mutter, die gerade ihr Kind ausschimpften musste, weil dieses gerade eine Dummheit begannen hatte, aber gleichzeitig froh und glücklich war, dass ihm nichts schlimmes passiert war.

„Warum ist das so?"

„Weiß nicht."

Nein, das war definitiv kein gelungenes Gespräch, dachte sich Hermine, nach dem sie sich verabschiedet hatten und in ihre Schlafsäle gingen. Gut, sie vertrugen sich wieder. Aber im Prinzip standen sie wieder da, wo sie zu Beginn waren. Sie drehten sich im Kreis.