Kapitel 7 - Okklumentik
Amelias Laune war diese Woche kaum zu trüben. Sie hatten Gryffindor besiegt und lagen mit ihren Hauspunkten weit vor allen anderen Häusern, besser konnte es kaum laufen.
Es war Mittwoch, Amelia und Draco arbeiteten zusammen im Gewächshaus. Madam Sprout erklärte ihnen gerade, dass sie die Wasserpfeifer nicht an den Blättern anfassen durften, wenn sie nicht nass gespritzt werden wollten, aber das war leichter gesagt als getan, denn immer wenn Amelia das farnartige Gewächs in die Erde stecken wollte rannte es ihr davon und sie schaffte es gerade noch so ihren Wasserpfeifer an den Blättern zu erwischen bevor er sich zwischen den anderen Pflanzen verstecken konnte.
Erleichtert seufzte die Slytherin auf als sie es endlich geschafft hatte das kleine Pflänzchen in der Erde zu verbuddeln. Amüsiert wischte sie sich das Gesicht trocken und beobachtete Draco, der viel mehr Probleme damit hatte seinen Wasserpfeifer unter Kontrolle zu halten. Verstohlen sah sie sich im Gewächshaus um, bemerkte aber, dass alle anderen Schüler genauso nass waren wie sie selbst, sodass sie doch gar nicht so schlecht abgeschnitten hatte. Immerhin hatte sie ihren als erstes in die Erde gepflanzt.
„Mist!", fluchte Draco und sah resigniert zu wie sich sein Wasserpfeifer mit schnellen kleinen Schritten auf die Flucht tiefer ins Gewächshaus begab.
„Ich hasse diese Dinger", stieß er hervor während er missmutig Amelias Wasserpfeifer beobachtete der sich fröhlich mit Wasser spritzend selbst goss.
„Ich finde sie eigentlich sehr niedlich. Soll ich dir helfen?", bot Amelia an und stand auf.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg den kleinen Ausreißer zu finden. Sie trennten sich um ihn schneller zu finden als Amelia kurz darauf in etwas Klebriges hinein trat. Sie wollte weiter gehen, aber ihre Schuhe ließen sich nicht vom Boden lösen. Laut wollte sie protestieren aber obwohl sich ihre Lippen bewegten, war kein Ton zu hören.
Langsam wurde Amelia panisch, irgendwas ging hier ganz und gar nicht mit rechten Dingen zu. Angst kroch in ihr hoch als sie ihren Zauberstab zog, doch siedend heiß viel ihr ein, das sie gar nicht Zaubern konnte ohne zu sprechen. Halbherzig versuchte sie das klebrige Zeug das überall um sie herum war einzufrieren um dann ohne Schuhe über das Eis zu schlittern doch nichts geschah. Sie wurde immer unruhiger und sah sich leicht panisch um.
Plötzlich hörte Amelia es, hinter sich, etwas kroch auf sie zu, sie konnte es rascheln hören und ein widerlicher Gestank stieg ihr in die Nase, sie hatte so etwas widerliches noch nie gerochen aber sie wusste instinktiv was es war, es war Leichengeruch.
Allen Mut zusammennehmend sah sie sich um, und entdeckte eine riesige Pflanze die sich auf gewaltigen, Dornen besetzen Ranken fortbewegte. Amelia wusste auch ohne die leuchtend rote Warnfarbe, dass mit diesem Gewächs nicht zu spaßen war. Hastig versuchte sie sich die Schuhe auszuziehen um vielleicht auf den nicht klebrigen Boden zu kommen und zu entkommen aber die Pflanze bewegte sich zu schnell und ihre gehetzten Bewegungen beschleunigten den Vorgang nicht unbedingt. Ihre einzige Hoffnung war das sie jemand fand bevor es zu spät war.
„Amelia!", hörte sie plötzlich einen Aufschrei und als sie hoch sah, entdeckte sie Draco der gerade seinen eingefangenen Wasserpfeifer wieder los ließ.
„Was machst du da!? Komm da weg!", brüllte Draco und lief auf Amelia zu. Amelias Gedanken hingegen rasten, Draco sollte nicht auch noch gefangen werden.
In all ihrer Verzweiflung wedelte sie mit den Händen und rief: „Nein, komm nicht näher, bleib stehen!"
Aber Draco rannte nur weiter auf sie zu und rief: „Incendio", doch das kleine Feuer konnte der Pflanze nichts anhaben, die unaufhörlich näher kroch.
„Jetzt komm endlich! Was stehst du hier wie angewachsen?", rief Draco und zog Amelia an ihrer Robe, doch außer dass diese fast umfiel, bewegte sie sich keinen Millimeter vom Fleck.
„Ich kann nicht, irgendwie bin ich am Boden festgeklebt, geh, hole Professor Sprout", sagte Amelia panisch und warf den Dornenranken einen ängstlichen Blick zu. Die Luft wurde immer dicker, sie glaubte schon fast nicht mehr atmen zu können so sehr stank es und jetzt wo die Pflanze näher kam, konnte sie Tiere sehen die in die Ranken gewickelt oder auf den Dornen aufgespießt waren. Da waren Ratten und Vögel aber zu Amelias Entsetzen entdeckte sie auch einen großen Eber der von Ranken eingewickelt bereits zu verwesen begann.
„Ja aber…", wollte Darco widersprechen doch nachdem er einen Blick auf das Ungetüm geworfen hatte, machte er sich auf. Leider es war ihm nicht mal vergönnt einen Schritt weit zu kommen, denn einen Augenblick später fiel er nach hinten um da ihn die Wucht seines eigenen Schwungs umgeworfen hatte, auch Draco war gefangen.
„Was … Ich kann mich nicht bewegen", rief Draco panisch und versuchte auf das Ungetüm zu schielen welches sich seiner Beute langsam näherte.
„HILFE! Professor Sprout!", schrie er nun aus Leibeskräften. „Los, Amelia! Hilf mir!"
Amelia wollte schon widersprechen, das sie nicht sprechen konnte als ihr auffiel, dass ihre Stimme zurückgekehrt war und so riefen sie nun im Chor nach ihrer Kräuterkundelehrerin.
Sie riefen immer und immer wieder aber es kam niemand.
„Amelia mach was!", rief Draco panisch, doch diese wusste nicht was. Kein Zauber den sie konnte half dabei nicht von einer Riesenpflanze gefressen zu werden. Darauf war sie nicht vorbereitet gewesen.
„Was?", fragte sie panisch.
„Keine Ahnung, verbrenn es, frier es ein oder schock es, mir egal nur halt es auf."
Schocken war keine so schlechte Idee ging es Amelia durch den Kopf nur hatte sie es noch kein einziges Mal geschafft irgendeine Art von Schockzauber anzuwenden. Sie waren einfach alle zu schwer gewesen.
Mit zitternden Fingern hob sie trotz allem ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Pflanze.
„Stupor", rief sie und tatsächlich lösten sich ein paar rote Funken aus dem Zauberstab die jedoch nicht einmal nahe an ihren Angreifer herankamen bevor sie sich auflösten. Amelia wollte es gerade erneut versuchen, als direkt neben ihrem Arm ein orangefarbener Zauber vorbeischoss und die Dornenranken zum Erstarren brachten.
Amelia fuhr herum und erblickte mit Erleichterung Professor Sprout, die mit erhobenem Zauberstab ein Stück von ihnen entfernt stand. Nun kam sie auf ihre beiden Schüler zu gerannt.
„Miss Potter, Mr Malfoy, alles in Ordnung mit Ihnen?", rief sie erschrocken und ließ die klebrige Substanz am Boden einfach verschwinden.
„Ja, Professor, alles in Ordnung", sagte Amelia während Draco aufstand.
„Da hat sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt, eine Wanderzyklone in dieses Gewächshaus zu schmuggeln. Sie haben Glück das Ihnen nichts passiert ist. Los, gehen Sie schnell ins Schloss, die Stunde ist bereits beendet. Ich kümmere mich um die Gute."
Das ließen sich die beiden Slytherins nicht zwei Mal sagen und verließen fluchtartig das Gewächshaus.
„Das war knapp. Fast hätte uns das Ding gefressen. Dass ist eine Unverschämtheit so was im Gewächshaus für die Erstklässler zu halten. Wenn ich das meinem Vater erzähle", beschwerte sich Draco. Langsam hörte er auf zu zittern und seine Gesichtsfarbe hatte sich auch fast wieder erholt.
„Ich hoffe mal wir nehmen diese Dinger nie im Unterricht durch.", sagte Amelia. „Der Gestank war richtig widerlich. Schlimmer als Troll."
Dieser Vorfall ließ Amelia ziemlich verwirrt zurück. Das Sekret auf dem Boden hatte sie sich noch zu erklären gewusst, die Wanderzyklone verteilte es auf dem Boden um ihre Opfer zu fangen, da sie sich nicht allzu schnell fortbewegen konnte und eine zu grelle Farbe hatte um sich zu tarnen. Warum sie allerdings kurzzeitig ihre Stimme verloren hatte konnte sie sich nicht erklären und nahm sich vor es herauszufinden, gleich nachdem sie es geschafft hatte einen Schockzauber zu wirken.
Die Zeit verging wie im Flug und ehe sie es sich versah, war es schon Dezember geworden. Bald würden die Weihnachtsferien beginnen und Draco hatte Amelia gefragt ob sie nicht mit zu ihm nach Hause kommen wolle, da er Weihnachten bei seiner Familie verbrachte.
Liebend gerne wäre sie mit zu den Malfoys gefahren und hätte sich das große Herrenhaus, von dem Draco so viel erzählt hatte angeschaut, doch die Weihnachtszeit bot eine ideale Gelegenheit sich einmal ganz in Ruhe mit ein paar Zaubern auseinander zu setzen.
So sah sie selbstverschuldet aber dennoch missmutig zu wie die meisten Slytherins über Weihnachten nach Haus fuhren, aus ihrem Jahrgang blieb niemand da und als Amelia zurück in den Gemeinschaftsraum ging fühlte er sich schon etwas einsam. Eristik kuschelte sich in ihren warmen Schoß und tröstete sie etwas über ihre Einsamkeit hinweg.
Die Tage bis Heiligabend vergingen wie im Flug und Amelia verbrachte die meiste Zeit in der Bibliothek oder in ihrem Kerkerraum beim Lernen.
Doch so sehr sie sich auch bemühte, es wollte ihr einfach nicht gelingen den Schockzauber anzuwenden. Sie schien irgendeinen substantiellen Fehler zu machen. Deshalb nahm sie eines Mittags allen Mut zusammen und ging auf Professor Snape zu, der ihr schließlich Hilfe angeboten hatte.
„Professor Snape, hätten Sie vielleicht einen Moment Zeit?", fragte sie, als ihr Professor gerade die Große Halle verlassen wollte.
„Was kann ich für Sie tun, Miss Potter", fragte Professor Snape und musterte seine Schülerin mit seiner üblichen mürrischen Miene. Auch wenn Amelia glaubte, dass sie ein kleines bisschen weniger düster war als sonst.
„Ich habe Probleme mit einem Zauber, Sir, und wollte Sie fragen, ob Sie mir damit vielleicht behilflich sein könnten."
„Natürlich, Miss Potter. Kommen Sie doch mit in mein Büro wenn Sie jetzt Zeit haben, dann kann ich schauen was ich für Sie tun kann."
„Danke, Professor", sagte Amelia erleichtert und folgte ihrem Hauslehrer zu dessen Büro wo sie vor dem Schreibtisch Platz nahm.
„Wo liegt Ihr Problem, Miss Potter? Haben Sie Probleme mit den Büchern die ich Ihnen geliehen habe?", fragte er und nahm auf der anderen Seite Platz.
„Nein, ich habe die Bücher schon durchgearbeitet, vielen Dank. Ich gebe Sie Ihnen bei Gelegenheit zurück. Mein Problem liegt bei einem anderen Projekt, einem Zauber der mir einige Schwierigkeiten bereitet, Sir. Dem Schockzauber Stupor", erklärte Amelia und hoffte das ihr Lehrer ihr helfen würde. Dieser jedoch musterte sie aus unergründlichen Augen.
„Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Sie damit Ihre Probleme haben. Dieser Zauber ist ZAG Niveau und zu meinem Bedauern muss ich immer wieder mit ansehen wie ihn selbst manche ZAG Schüler nicht hinbekommen. Wie kommen Sie darauf einen solchen Zauber lernen zu wollen?", fragte Snape.
Amelia versuchte nicht allzu schuldbewusst auszusehen da sie ihn in einem Buch ihres unbekannten Helfers gefunden hatte.
„Er stand in einem Buch unter der Kategorie Verteidigungs- und Angriffszauber. Da dachte ich mir, es wäre nützlich ihn zu können. Allerdings ist er nicht so leicht wie erwartet, deshalb bräuchte ich ihre Hilfe", antwortete Amelia wahrheitsgemäß. Natürlich verschwieg sie, dass sie sich mittlerweile auch Sorgen um ihr Leben machte und sich gerne zu verteidigen wüsste.
„Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie ihn in einem solchen Buch gefunden haben, Sie müssen wissen, der Schockzauber ist ein Zauber der selbst von erfahren Magiern eingesetzt wird. Auch Auroren setzen ihn während der Arbeit ein wenn sie dazu gezwungen werden."
Das hatte Amelia nicht gewusst. Auroren waren so etwas wie der magische Geheimdienst und stellten Sondereinsatzkommandos für besonders riskante Unterfangen. Wenn selbst diese diesen Zauber anwandten, war er sicher zu schwer für sie. Das würde ihr Professor Snape sicher auch gleich sagen. Doch zu Amelias Erstaunen lächelte Professor Snape nun.
„Wenn Sie versuchen wollen diesen Zauber zu erlernen, dann will ich Ihnen gerne helfen. Erwarten Sie nur nicht allzu schnell Ergebnisse."
Amelia nickte sofort und konnte nicht verhindern ihren Lehrer anzustrahlen.
„Nun, dann stehen Sie auf und führen ihn einmal gegen die Tür aus damit ich sehen kann wo Ihr Fehler liegt", wurde Amelia aufgefordert und sie beeilte sich, dem Folge zu leisten.
Der mehr als schwächliche Fluch kam aus ihrem Zauberstab doch Professor Snape schien nicht enttäuscht zu sein. Er sagte es sei mehr als er erwartet hatte.
Sie verbrachten den Nachmittag damit, das Snape ihr erklärte wie der Zauber genau funktionierte, wobei sie auch noch auf andere Hexereien zu sprechen kamen die in Kampfsituationen nützlich waren.
Professor Snape reichte ihr eine Tasse Tee nachdem er gerade mit seiner Erklärung zum Schildzauber Protego geendet hatte. Doch Amelia hatte etwas anderes bemerkt. Etwas das ihr seit Anfang an, an ihrem Lehrer komisch vorgekommen war, sie aber nicht wirklich zu definieren gewusst hatte. Er war sehr nett und freundlich zu ihr, lächelte sogar manchmal, doch immer wenn er ihren Namen aussprach, klang er irgendwie komisch. Als müsse er sich anstrengen nicht verächtlich zu klingen.
Nachdenklich nippte sie an ihrem Tee und fragte sich, ob sie ihn darauf ansprechen sollte. Einerseits könnte er böse auf sie sein und sie nicht weiter unterrichten, andererseits zerbrach sie sich über dieses Rätsel schon eine ganze Weile den Kopf.
„Professor Snape, darf ich Sie etwas fragen", sagte sie und sah Snape nachdenklich an.
„Als hätten Sie das heute nicht schon zu genüge getan, Miss Potter" Da war es schon wieder gewesen.
Sie stellte ihren Tee ab.
„Mögen Sie meinen Namen nicht, Sir?", fragte sie und sah ihn kühn an.
Professor Snape schien so vor den Kopf gestoßen, dass er sie einen Moment nur überrascht ansah.
„Wie kommen Sie darauf?"
„Es klingt immer so komisch, fast schon verächtlich wenn Sie Potter aussprechen", erwiderte Amelia. Einen Moment rechnete sie fest damit, dass Professor Snape sie rauswerfen würde so düster sah er sie an, doch dann veränderte sich sein Ausdruck wieder und er lehnte sich in seinem Sessel zurück.
„Sie sind eine seltsame junge Hexe hat Ihnen das schon mal jemand gesagt?"
„Mehr Leute als Sie glauben", sagte Amelia und verzog das Gesicht.
„Sie sind klug und unerschrocken, Sie wissen Nuancen zu unterscheiden und darauf kommt es an. Und in Ihrem Geist", sagte er und blickte sie nachdenklich an, „da steckt ein Geheimnis für das man Legilimentik bräuchte um es Ihnen zu entreißen. Das ist ungewöhnlich für ein Mädchen in Ihrem Alter."
Ein Schreck durchfuhr Amelia und sofort bereute sie, diesen Stein, was auch immer er bewirkte, ins Rollen gebracht zu haben.
„Haben Sie meine Gedanken gelesen?", fragte Amelia entsetzt.
„Legilimentik ist kein einfaches Gedankenlesen. Es ist die Fähigkeit in den Geist eines anderen einzudringen um ihm seine intimsten Gedanken zu entreißen."
Amelia sah entsetzt aus und Panik überkam sie. Mit zitternden Händen griff sie nach ihrem Tee und nahm einen großen Schluck, an dem sie sich fast die Zunge verbrannte.
„Gibt es einen Gegenzauber?", fragte sie und musterte Professor Snape aus undurchdringlichen grünen Augen.
„Sie haben die Augen Ihrer Mutter, sie hat mich auch immer so angesehen wenn sie mich ohne Antwort nicht entkommen lassen wollte", sagte Snape und zu Amelias Überraschung gluckste er. Doch der Kloß in ihrem Inneren war stärker.
„Dann müssten Sie ja wissen, dass ich diese Antwort haben will. Was kann man gegen Legilimentik unternehmen?"
„Die einzige bekannte Verteidigungsmöglichkeit, ist Okklumentik. Dazu benötigen sie einen starken Willen und sehr viel Selbstdisziplin."
Amelia nickte.
„Bringen Sie es mir bei", forderte sie und sah ihren Professor unnachgiebig an.
„Sir", erwiderte Professor Snape.
„Bitte lehren Sie mich Okklumentik, Sir", wiederholte Amelia und fesselte Professor Snape mit ihrem Blick.
„Sie werden mir Ihr Geheimnis nicht verraten, oder?", fragte Professor Snape doch Amelia schüttelte nur mit dem Kopf.
Der Professor stand auf und wandte ihr den Rücken zu. Nachdenklich musterte er die Buchrücken die im Schrank standen.
„Okklumentik", begann er, „Ist keine einfache Zauberei. Es ist mehr als nur Magie. Es ist der reine Wille. Sie haben, unbeabsichtigt natürlich, bereits eine Art Okklumentik um Ihre Geheimnisse gewoben, ohne es gemerkt zu haben. Diese ist schwach und könnte von einem Legilimentor problemlos überwunden werden. Wenn Sie Okkumentik wirklich lernen möchten müssen Sie bereit sein so viel Intensität wie Sie dem verschließen Ihres einen Geheimnisses gewidmet haben jedem Handgriff zu widmen den Sie fortan tun. Sie brauchen Disziplin und Kontrolle über jeden Moment Ihres Lebens."
Er wandte sich um und ihre Blicke begegneten sich. Einschätzend, abwägend der des Lehrers, stur und entschlossen der der Schülerin.
„Ich werde es lernen.", sagte sie.
„Gut", erwiderte Professor Snape und setzte sich zurück hinter den Schreibtisch um an seinem Tee zu nippen. Amelia holte ihren Zauberstab hervor, doch Professor Snape schüttelte den Kopf.
„Sie werden für diese Kunst keinen Zauberstab brauchen. Die Okklumentik nährt sich von Ihrer wilden Magie."
„Was ist wilde Magie?", fragte Amelia
„Eigentlich ist es Ihre normale Magie, in der Reinform. Ihr Zauberstab dient zum Kanalisieren und Konzentrieren Ihrer Magie um ihn in gezielte Sprüche zu verwandeln. Doch auch ohne Zauberstab haben alle Zauberer und Hexen schon Magie vollbracht. Als Kinder zum Beispiel. Diese spontane wilde Magie wird während Ihrer Ausbildung immer tiefer in Ihnen verschlossen, da ihr die Impulsivität eines Kindes fehlt. Dennoch gibt es einige Künste die sie sich zu Eigen machen. Okklumentik ist nur eine davon."
„Also wird es wenn ich älter werde, keine spontanen Magieausbrüche mehr geben wenn ich z.B. wütend bin?", fragte Amelia neugierig.
„Nein, und auch wenn Sie in Lebensgefahr schweben wird Ihnen Ihre Magie nicht mehr helfen, so wie sie Sie in Ihrer Kindheit vor Unheil beschützt hat."
Amelia nickte und nahm noch einen Schluck Tee.
„Was muss ich als erstes Lernen, Professor Snape?", fragte sie.
„Leeren Sie Ihren Geist. Lernen Sie an nichts zu denken, alles hinter sich zu lassen. Dieser Zustand der vollkommenen Leere muss Ihnen so zu Eigen werden, dass Sie ihn selbst wenn Sie aufgebracht sind innerhalb eines Augenblicks erreichen können egal wo Sie sich befinden. Das ist der wichtigste und schwierigste Teil der Okklumentik. Wenn Sie dies gemeistert haben, kommt der Rest fast von alleine."
„Und wie mache ich das, Sir?"
„Versuchen Sie es einfach. Jeden Morgen wenn Sie aufstehen und jeden Abend wenn Sie schlafen gehen, diesen Zustand zu erreichen. Irgendwann versuchen Sie es auch während des Mittagessens aber bitte nicht während meines Unterrichts, da hätte ich Sie gerne voll konzentriert.", sagte Snape und Amelia musste kichern.
„Wenn Sie glauben diesen Zustand jederzeit erreichen zu können, dann sagen Sie mir Bescheid. Dann erkläre ich Ihnen den Rest. Es kann durchaus viele Monate dauern bis Sie dies gemeistert haben, aber wenn es Ihnen wirklich ernst ist, dann hege ich keinen Zweifel daran, das Sie es schaffen können."
„Danke Professor Snape", sagte Amelia. Sie wollte sich gerade verabschieden als Professor Snape sie zurückhielt.
„Sie hatten übrigens Recht", sagte er.
„Mit was Professor?", erwiderte sie verwirrt.
„Der Name Potter", er spuckte die Worte aus, „hat einen unangenehmen Nachgeschmack."
„Ich dachte Sie hätten meine Mutter gemocht, Sie haben vorhin so freundlich von ihr gesprochen."
„Nun, Potter ist aber nicht der Name ihrer Mutter."
Amelia nickte, auch wenn sie keine Ahnung hatte, was passiert war, sie spürte das dies nicht der Rechte Moment zum nach haken war.
„Dann sagen Sie Amelia, Professor", erwiderte sie. „dann brauchen Sie ihn auch nichtmehr aussprechen."
„Sie sollten sich zweimal überlegen was Sie mir anbieten", erwiderte er kalt und etwas in seinem Blick sagte ihr, das er gerade an nichts Positives dachte.
„Es reicht ja wenn Sie mich so nennen wenn wir alleine sind. Gute Nacht Professor", sagte Amelia und verließ das Büro. Professor Snape schüttelte nur ungläubig den Kopf.
Der krönende Höhepunkt der vorweihnachtlichen Ferien war der einwandfreie Schockzauber mit dem sie aus übungszwecken Fliegen von der Wand schoss. Professor Snape hatte das getan um ein nerviges Insekt loszuwerden und Amelia gefiel die Idee.
Ab jetzt würde sie jeden Freitagabend zu Professor Snape ins Büro gehen, um mit ihm Verteidigung gegen die Dunklen Künste zu studieren, das hatte er ihr versprochen und es fühlte sich gut an, diese Unterstützung zu bekommen.
Als Amelia am Weihnachtsmorgen erwachte, war sie überrascht einen kleinen Haufen Geschenke am Ende ihres Bettes vor zu finden. Sie hatte nicht wirklich erwartet etwas geschenkt zu bekommen.
Begeistert schnappte sich Amelia das oberste Päckchen, eine Karte war daran befestigt.
Fröhlich Weihnachten Amelia,
ich hoffe du verbringst eine schöne Weihnachtszeit. Ich musste gestern mit meiner Mutter einkaufen gehen, schade, dass du nicht da warst, dir hätte es sicher Spaß gemacht. Wenn ich wieder auf Hogwarts bin, musst du mir unbedingt beibringen, wie ich die Farben von Kleidung ändere.
Herzliche Weihnachtsgrüße,
Draco Malfoy
Amelia öffnete das Geschenk und ihr Herz machte einen Freudensprung. Im Inneren befand sich ein silberner Kettenanhänger in Form einer Schlange. Er hatte sogar kleine smaragdene Augen. Das hatte bestimmt nicht Draco ausgesucht, dafür kannte sie ihn zu gut. Von ihm hätte sie eher eine Quidditch Ausrüstung bekommen. Jungs halt. Trotzdem freute sie sich riesig.
Bei so einem schönen Geschenk war es fast nebensächlich, das sie von den Dursleys nicht mehr als fünfzig Pence bekam und dazu ein paar lieblose Zeilen. Nicht das sie mehr erwartet hätte.
Begeistert machte sich Amelia über ihre anderen Geschenke her.
Sie bekam eines von Daphne in dem neben selbstgebackenen Keksen und einer Grußkarte eine hübsche Tasche war. Als nächstes öffnete sie ein sehr leichtes Paket und ein silberner Stoff glitt ihr in die Finger. Er fühlte sich an wie Wasser. Schnell griff sie nach dem Zettel der dabei lag.
Dein Vater hat ihn mir vor seinem Tode zur Aufbewahrung hinterlassen. Nun ist die Zeit gekommen, ihn dir zu geben.
Gebrauche ihn klug.
Fröhliche Weihnachten wünsche ich dir.
Eine Unterschrift gab es nicht und Amelia fragte sich, von wem das war. Einen Moment dachte sie an ihren geheimnisvollen Helfer der ihr noch immer verschiedene Bücher hinterlegte. Ohne ihn wäre es Amelia nicht möglich gewesen solche Fortschritte in der Schule zu machen. Doch die Schrift war ganz anders, viel verschlungener.
Neugierig hob sie den Stoff hoch und stellte fest, dass es ein Mantel war, ein Mantel der noch viel zu groß für sie war.
Ob er wirklich ihrem Vater gehört hatte. Etwas melancholisch beim Gedanken an ihre Familie zog sie ihn über. Doch als Amelia an sich herunter sah, war nichts mehr zu sehen. Ihr Körper war unsichtbar! Schnell zog sie ihn wieder aus und schon war sie wieder sichtbar. Geschwind rannte sie zum Spiegel und probierte es aus und tatsächlich konnte sie sich ganz unter dem Umhang verbergen und wurde dadurch komplett unsichtbar. Sie musste unbedingt herausfinden was das war und was noch viel wichtiger war, von wem sie es bekommen hatte.
Eristik steckte seine Köpfe aus seinem magischen Terrarium heraus und sah erstaunt die halb verborgene Amelia an.
„Isssst dir ein Zsssauber missssglückt?", fragte der rechte Kopf besorgt. „Rede keinen Unsssinn" zischelte der Mittlere sofort zurück. „Ruhe!", herrschte der Linke sie an und die Runespoor schlängelte auf sie zu.
„Frohe Weihnachten meine Lieben", sagte Amelia und legte den Umhang ab um ihre Schlange hoch zu heben.
„Amelia!", zischelten die drei Köpfe im Chor und Eristik schlang sich um ihren Arm.
„Mögt ihr eine Weihnachtsmaus haben?", fragte sie und kicherte vergnügt als sie die Runespoor betrachtete. Es gab nur zwei Dinge in denen sich die drei Köpfe einig waren und das waren Amelia und Essen.
Nun waren nur noch zwei Päckchen übrig.
Das eine war von Granger. Was die wohl schon wieder wollte? Sie sollte sie bloß in Ruhe lassen. Amelia wollte nichts mehr mit Muggeln zu tun haben. Ob sie es zurückschicken sollte? Aber das war auch nicht nett.
Sie öffnete es und entdeckte eine Packung Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung. Inständig hoffte Amelia, dass sie sich nichts darauf einbilden würde, dass sie es nicht zurückgeschickt hatte. Ob Draco auch was bekommen hatte?
Das letzte Päckchen vertrieb jedoch ihre grimmige Laune, denn sie erkannte die Schrift sofort als sie die kleine Karte am Geschenkband sah.
Fröhliche Weihnachten,
Ich hoffe es gefällt dir.
Stand dort in einer bekannten Handschrift. Sie war schon sehr neugierig was sie von ihrem geheimnisvollen Nachhilfelehrer diesmal bekam.
Amelia musste Lächeln als sie ein Buch herauszog, was hatte sie anderes erwartet. Doch im Gegensatz zu den anderen Büchern, die sie bis jetzt bekommen hatte und die auch alle nach einer Weile wieder verschwunden waren, war dieses hier neu und unbenutzt. Es war also ein wirkliches Geschenk. Überall waren Bilder von Hexen oder Zauberern die die beschriebenen Zauber anwandten und so konnte man sich die Zauberstabbewegungen ansehen.
Bester Laune ging sie zum Weihnachtsessen.
Die große Halle war wundervoll geschmückt. Überall standen riesige Tannenbäume herum die in allen möglichen Farben glitzerten und das Essen erst. Amelia war sich sicher noch nie etwas Besseres gekostet zu haben. Sie lud sich gerade noch etwas von dem köstlichen Truthahn auf als sie eine Stimme von der Seite ansprach.
„Hallo, du bist doch Amelia Potter oder?", fragte ein Junge ihres Hauses der ein paar Jahrgangsstufen über Amelia war. Irgendwie kam er ihr sehr bekannt vor, doch ihr fiel gerade nicht ein woher.
„Ja, bin ich", antwortete Amelia und fügte hinzu, „willst du dich nicht zu mir setzen?"
„Danke gerne. Von meinen Freunden sind alle über Weihnachten nach Hause gefahren. In den Ferien ist in Slytherin sowieso nicht viel los. Ich bin übrigens Graham Montague."
„Freut mich, bist du nicht Jäger in unserer Quidditchmannschaft?", fragte Amelia, der endlich eingefallen war, wieso sie irgendwas mit ihm zu verbinden schien.
„Ja, bin dieses Jahr neu dazugekommen", antwortete Graham und grinste.
„Ihr habt wirklich super gespielt. Wenn ihr so weitemacht holt ihr euch den Pokel wieder."
„Davon gehe ich mal aus. Fliegst du auch?", fragte er und verwickelte Amelia in ein Gespräch über Quiddich. Nur das sie davon nun wirklich nicht viel verstand. Aber das brauchte sie auch nicht. Der Junge erzählte genug für sie beide. Er gab zwar ziemlich an, trotzdem war Amelia froh nicht alleine am Tisch zu sitzen. Bald darauf machten sich die beiden Slytherins über die Knallbonbons her die überall verteilt lagen. Als sie das Erste zum Platzen brachten, bekam Amelia einen fürchterlichen Schreck und wäre fast von der Bank gefallen, denn es ging wie eine Kanone los und Tauben schossen aus ihm hervor, die über den gesamten Tisch flogen bis sie in der Eingangshalle verschwanden.
Die Knallbonbons brachten jedoch auch kleine Geschenke zum Vorschein. So saß einer der Weasleys am Gryffindortisch mit einem Admiralshut auf dem Kopf da, während sich Professor Dumbledore schon den dritten diesmal knallgelben Zaubererhut aufstülpte und der kichernden Professor McGonagall etwas zuflüsterte wobei diese doch tatsächlich rot wurde.
Voll gefressen verließen sie gemeinsam die Große Halle, denn Graham wollte ihr eine Abkürzung zum Slytherin Gemeinschaftsraum zeigen und letztendlich schaffte es Amelia sogar, ihn zu einer Partie Koboldstein zu überreden. Es war mal ganz nett mit anderen Slytherins zu reden und besser als Weihnachten alleine zu verbringen, war es allemal.
Als Amelia abends im Bett lag, dachte sie, dass es doch ein sehr schönes Weihnachten gewesen war, auch wenn Draco nicht dabei gewesen war.
Mit viel Überredungskunst auf sich selbst angewandt, versuchte sie sich daran ihren Geist zu leeren, wie Professor Snape es ihr erklärt hatte, das war aber leichter gesagt als getan. Nach einer viertel Stunde, sie hatte eine Millisekunde das Gefühl es wäre vielleicht geglückt, schlief sie ein.
Am nächsten Tag, als Amelia in der Bibliothek saß um herauszufinden was es mit dem Umhang ihres Vaters auf sich hatte, kam ihr der Gedanke was für Möglichkeiten sich ihr nun offenbaren würden. Sie hätte endlich mal die Möglichkeit so lange in der Bibliothek zu bleiben wie sie wollte und vielleicht könnte sie sich nun ungestörter in der Verbotenen Abteilung umsehen.
So versteckte sich Amelia kurz vor der Sperrstunde unter ihrem Tarnumhang und wartete bis Madam Pince endlich gegangen war. Dann schlich sie sich wieder an ihren Tisch und musste in sich hinein grinsen, wie leicht es doch war die Regeln zu strapazieren.
Sie war gerade dabei eine Verwandlungsformel auseinander zu nehmen, als sie plötzlich ein Geräusch hörte. Etwas war umgefallen und Schritte kamen langsam näher, aber wer immer es auch war, er war auch nicht zu Recht hier, denn man hörte deutlich das er versuchte zu schleichen.
Nein, sie, es waren zwei Personen, Amelia konnte zwei unterschiedliche paar Schritte hören.
Langsam schlich sie sich um die Ecke einer Regalreihe und lugte in den Gang.
„Psst, George. Sonst hört uns noch jemand", sagte ein rothaariger Junge mit Sommersprossen.
„Jetzt mach dir nicht gleich in die Hose, Fred, als wir das letzte Mal nachgeschaut haben war Filch noch am Klassenzimmer für Arithmantik."
Das sind die Treiber von Gryffindor, ging es Amelia durch den Kopf, wart mal waren die nicht auch mit dem Weasley verwandt?
Neugierig beobachtete Amelia, wie einer von beiden, einen Bogen Pergament hervorzog und ihn mit dem Zauberstab antippte.
„Ich schwöre feierlich, ich bin ein Tunichtgut."
Mit Überraschung beobachtete sie wie sich Linien auf dem Pergament zu bilden schienen. Gänge und letztendlich sah sie eine große Überschrift. Karte des Rumtr… den Rest konnte sie nicht entziffern.
„Hey, schau mal", sagte einer der Zwillinge und deutete auf die Karte.
„Los Potter, komm raus wir wissen das du da bist", sagte einer von ihnen und Amelia blieb das Herz stehen. Woher konnten sie das wissen?
Schnell drehte sie sich auf dem Absatz um und rannte Richtung Ausgang, hinter sich hörte sie hastige Schritte. Schnell bog sie um die nächste Ecke und wieder um eine Ecke und rannte immer tiefer ins Schloss die Schritte blieben jedoch unerbittlich hinter ihr.
Woher wussten sie wo sie war, schoss es Amelia durch den Kopf, sie war doch unsichtbar. Irgendwann bekam sie kaum noch Luft und hatte fürchterliches Seitenstechen. Sie war schon mal schneller gewesen, dachte sie frustriert. Sie bezweifelte das Dudley gefährlicher war, als die beiden Gryffindors, trotzdem bereitete es größere Schwierigkeiten ihnen zu entkommen. Immer wenn sie dachte sie hätte sie abgehängt kamen sie hinter einer Ecke oder einem Wandbehang hervor und sie musste schnell ihren Kurs ändern.
Irgendwann blieb Amelia stehen und drückte sich eng in eine Nische in der Hoffnung, dass die beiden an ihr vorbeirennen würden. Doch dem war nicht so.
Direkt vor ihr blieben sie stehen. „Sicher, dass sie dort steht? Ich kann niemanden sehen", sagte einer der Weasleys.
„Ganz sicher, die Karte irrt sich nie", antwortete sein Zwilling und Amelia bemerkte wie sich Punkte auf der Karte bewegten. Gerade glitt ein Punkt auf die Bibliothek zu der den Namen Severus Snape trug und traf dort auf den Namen Argus Filch.
„Vielleicht ist sie unsichtbar", meinte einer der beiden und zu Amelias Entsetzen tastete er mit einer Hand in die Nische hinein. Nun hatte Amelia keine Chance mehr zu entkommen und am liebsten hätte sie ihm in die Finger gebissen, doch stattdessen schlug sie ihre Kapuze zurück sodass die beinen Gryffindors ihren Kopf in der Luft schweben sahen.
„Kann man noch nicht mal in Ruhe einen Nachtspaziergang machen, ohne das einem ein Weasley über den Weg läuft?", fragte sie ärgerlich und strafte die Zwillinge mit einem abschätzigen Blick.
„Da haben wir sie ja, Slytherins neuste Errungenschaft", sagte der eine Zwilling.
„Die Bezwingerin von Du-weißt-schon-wer", fügte sein Bruder hinzu. „Hat man dir nicht beigebracht das feige Schlangen nachts nicht auf den Gängen herumschlängeln?"
„Ich dachte tugendhafte Gryffindors würde es auch eher in ihre Betten ziehen als Erstklässler zu schikanieren", erwiderte Amelia mutiger als sie sich fühlte.
„Tja, Bruderherz, was machen wir jetzt mit der kleinen Schlange, wollen wir sie der Fledermaus vor die Tür hängen?"
„Nein, besser wir werfen sie in den Wald! Weißt du, dort gibt es eklige haarige Monster die liebend gerne kleine Erstklässler verspeisen."
„Wenn ich ihr wäre", sagte Amelia hochnäsig, „würde ich mir eher Gedanken drum machen, wie ich Filch entkomme, der kommt eurer tollen Karte zufolge nämlich gleich um die Ecke"
Mit einem Ruck warf sie die Kapuze über und preschte zwischen den Beiden hindurch nur um sich ein paar Meter weiter wieder an die Wand zu drücken.
Die beiden Gryffindors hingegen starrten einen Moment auf ihre Karte und ergriffen dann hastig die Flucht, gerade als Filch mit Professor Snape um die Ecke kam und sofort rief Filch: „Schüler aus dem Bett!"
Mit Genugtuung dachte Amelia daran, dass dieser Ausflug Gryffindor mindestens fünfzig Punkte kosten würde, vielleicht auch hundert schließlich war Professor Snape dabei und der war nicht gerade für Gryffindorsympathien bekannt.
Erleichtert atmete sie auf. Das hätte fürchterlich danebengehen können. Nun aber nichts wie ins Bett, ihr war für heute die Lust auf Abenteuer vergangen.
Unschlüssig sah sich Amelia um und stellte dann Stück für Stück fest, dass sie keine Ahnung hatte wo sie sich eigentlich befand. Am liebsten hätte sie laut aufgestöhnt doch sie verkniff es sich und ging einfach nach rechts. Irgendwann würde schon wieder ein bekannter Gang auftauchen.
Plötzlich hörte sie ein Geräusch am Ende eines schmalen Ganges und quetschte sich durch die nächste Tür. Mit angehaltenem Atem hörte sie eine gackernde Gestalt vor der Tür, Peeves. Amelia hätte niemals vermutet, dass sich so viele Leute nachts im Schloss herumtreiben würden. Eigentlich hatte sie verlassene Korridore erwartet.
Uninteressiert ließ sie ihren Blick durch den Raum gleiten. Es musste wohl ein unbenutztes Klassenzimmer sein, denn überall standen aufgestapelte Stühle und Tische herum. Eine Sache fesselte jedoch ihren Blick. An einer Wand lehnte ein gewaltiger Spiegel.
Vorsichtig ging Amelia näher. Der Spiegel sah nicht so aus als würde er hierhin gehören und er war auch nicht von Staub bedenkt, so wie der Rest des Raumes. Der Spiegel war reich verziert und der ganze Rahmen war golden. Nur im oberen Bereich des Rahmens wurden die Ornamente unterbrochen, denn dort war eine Schrift eingeprägt worden:
NERHEGEB Z REH NIE DREBAZ TILT NANIEDTH CIN.
Neugierig sah Amelia hinein und ihr stockte der Atem. Direkt neben ihr stand Gordon. Er lebte. Er sah unfreundlich wie immer aus, aber er lebte. Ob der Spiegel die Toten zeigte? Ob er ihr eine Chance gab sich zu entschuldigen? Sie hatte ihn nicht umbringen wollen, es war doch nur ein Unfall gewesen. Hielt ihr der Spiegel ihre Sünden vor?
Tränen standen ihr in den Augen. Sie viel auf die Knie und sah in den Spiegel. „Es tut mir so leid", schluchzte sie.
Amelia begann fürchterlich zu weinen. Die Tränen tropften bis auf den Boden. Sie wusste nicht wie lange sie da saß, aber irgendwann versiegten ihre Tränen und das Spiegelbild schien sie zu verhöhnen. Sie wollte ihn nicht mehr sehen, wollte nicht, dass er ihr stumme Vorwürfe entgegen schleuderte. Auch wenn sein Spiegelbild lächelte. Sie wollte ihre Sünden vergessen. Wäre er doch nur am Leben, dann wäre sie diese Last los.
Am besten wäre es einfach nichts zu denken. Vor dem riesigen Spiegel zusammengesunken, versuchte sie ihren Geist zu leeren. Einfach alles hinter sich zu lassen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, dann verschwand das Spiegelbild von Gordon und an seine Stelle trat ein undeutlicher Schemen. Bald war nur noch sie selbst zu sehen, wie sie verheult in den Spiegel starrte.
„Der Spiegel kann schon die Gefühle in Wallung bringen nicht wahr?", fragte eine sanfte Stimme hinter ihr. Amelia sprang auf und fuhr herum. Ihr Tarnumhang lag nutzlos auf dem Boden.
Im nächsten Moment sah sie sich Dumbledore persönlich gegenüber. Der Schulleiter kam auf sie zu.
„Guten Abend, Amelia", sagte dieser freundlich.
„Guten Abend, Sir", sagte Amelia verlegen und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Nun, wie ich sehe hast du, wie hunderte Menschen vor dir die Freuden und Leiden des Spiegels Nerhegeb erfahren", sagte Dumbledore und trat zu Amelia neben den Spiegel.
„Nerhegeb? Heißt so der Spiegel, Sir?", fragte Amelia mit krächzender Stimme. Sie betrachtete die Inschrift am Spiegelrahmen. Aus dem Spiegel blickte ihr noch immer nur sie selbst entgegen. Sie sah furchtbar müde aus.
„Hast du inzwischen erkannt was dieses außerordentliche Stück Magie vollbringt?"
„Ich weiß nicht Professor, kann es sein, das er die Toten zeigt?", fragte Amelia.
„Die Toten? Nein, Amelia. Für manche können es die Toten der Vergangenheit sein, dies ist aber nicht seine eigentliche Funktion. Was zeigt er dir denn wenn du in den Spiegel siehst?", fragte Professor Dumbledore lächelnd.
„Was zeigt er Ihnen Professor?", antwortete sie.
„Nun, lass mich dir einen Tipp geben, Amelia. Jener Mensch, der wunschlos Glücklich ist, könnte diesen Spiegel wie einen ganz normalen Spiegel benutzen. Er würde nur sich selbst sehen, so wie er ist. Kannst du dir nun denken was er bewirkt?"
„Achso", sagte Amelia und atmete auf. „Das heißt er zeigt uns nur das, was wir uns herbeisehnen? Wenn ich Glücklich bin und keine Wünsche habe, dann zeigt er mir nur mich selbst. Kann er mir zeigen was immer ich mir wünsche?"
„Nein, das kann er nicht. Er zeigt dir nicht mehr als deinen tiefsten Herzenswunsch. Du musst wissen, Amelia. Menschen sind schon Wahnsinnig geworden, weil sie sich so an die Bilder des Spiegels geklammert haben. Sie wussten nicht was sie sahen, nicht ob es Wahrheit oder Lüge war und flüchteten sich in diese Wunschwelt. Du bist nun gewarnt, Amelia, denn seine Macht kann durchaus gewaltig sein."
Amelia nickte abwesend und sah nach einiger Zeit wieder zu ihrem Professor auf, der geduldig neben ihr wartete.
„Professor?", fragte Amelia zögerlich.
„Ja, Amelia?"
„Glauben Sie das es einen solchen Menschen gibt?", fragte sie und fügte dann noch schnell hinzu: „Also einen Menschen, der den Spiegel Nerhegeb als ganz normalen Spiegel benutzen kann?"
Der Professor trat direkt vor den Spiegel und musterte ihn, dann wandte er sich wieder an Amelia und musterte sie aus seinen durchdringenden hellblauen Augen die über der Halbmondbrille hervorschienen.
„Nein, Amelia, das glaube ich nicht."
Sie nickte und blickte wieder in den Spiegel. Gordon war nirgends zu sehen.
„Darf ich Sie noch etwas fragen Professor?", sagte sie und betrachtete ihr einsames Spiegelbild.
„Das haben Sie gerade getan, aber ich erlaube Ihnen noch eine weitere Frage zu stellen."
Amelia warf ihm einen angesäuerten Blick zu.
„Warum haben Sie mich zu den Dursleys gebracht?", fragte sie. Diese Frage lag ihr auf der Seele seit sie nach Hogwarts gekommen war, seit sie erfahren hatte, dass sie eine Hexe war.
„Ich dachte das wäre das Beste für Sie", erwiderte Professor Dumbledore.
Gordons Gesicht erschien wieder vor ihr.
„Dachten Sie", zischte sie wütend ihrem Spiegelbild neben Gordon entgegen. Bevor Dumbledore etwas tun konnte, schnappte sie sich ihren Tarnumhang und rannte aus dem Raum.
Eilig kehrte Amelia in ihren Gemeinschaftsraum zurück und warf sich aufs Bett. Eine ungeheure Wut kochte in ihr. Das Beste. Dieser Gedanken spukte durch ihren Kopf und sie konnte sich ein höhnisches Lachen nicht verkneifen.
Am nächsten Morgen stapfte sie durch den hohen Schnee auf den Ländereien. Sie hatte kaum geschlafen, in ihrem Kopf drehten sich die Gedanken und sie hoffte, an der frischen Luft und in dem unberührten Schnee etwas Ruhe zu finden. Nichts hatte ihn beschmutzt.
Sie setzte sich in den Schnee und wärmte ihre Hände an einer herbeibeschworenen Flamme während sie auf den zugefrorenen See hinaus blickte.
„Hallo", sagte plötzlich eine Stimme neben ihr. Erschrocken fuhr sie herum, sie hatte niemanden bemerkt.
Der gewaltige Mann, der sie über den See begleitet hatte, stand vor ihr. Sein Name war Rubeus Hagrid und er war der Wildhüter von Hogwarts wie sie mittlerweile wusste. Sie musste den Kopf in den Nacken legen um auch nur seinen Bart sehen zu können. So von nahem wirkte er noch größer und seine riesenhafte Gestalt machte Amelia Angst. Sie hatte nicht vergessen was Draco gesagt hatte. Aber würde Dumbledore wirklich einen Halbriesen einstellen? Da hatte er sicher übertrieben. Draco war und da konnte sie nicht umhin sich das einzugestehen, schon ziemlich feige.
„Hallo", erwiderte Amelia kurz und wandte sich wieder dem Eis zu. Sie hatte wenig Lust zu reden. Sie wollte ihre Ruhe.
„Magst du nen Tee haben?", fragte Hagrid uns sah Amelia erwartungsvoll an. Nein, wollte sie nicht. Aber wenn der riesenhafte Mann darauf bestehen würde? Wäre es nicht unhöflich abzulehnen? Sie traute sich nicht wirklich abzulehnen.
„Danke Mr. Hagrid", sagte sie deshalb und der Wildhüter begann zu strahlen.
„Dann komm, hier draußen ist es eisig kalt", sagte er und stapfte Richtung Verbotener Wald. Amelia folgte ihm unsicher. Sie musste sich beeilen um mit ihm Schritt zu halten. Was hatte sie sich da nur eingebrockt.
„Nenn mich Hagrid tun alle. Schau da drüben ist meine Hütte." Er deutete mit einer seiner riesigen Pranken auf eine kleine Holzhütte am Rande des Verbotenen Waldes. „Ist nicht groß, aber für mich reicht's."
Als Hagrid die Tür öffnete, sprang ihnen ein riesiger Saurüde entgegen. Hagrid packte ihn am Halsband und zerrte ihn zurück. „Aus Fang! Platz."
Amelia schrak zurück und brauchte all ihren Mut nicht sofort wegzurennen. Komisch dachte sie bei sich. Vor dem Troll hatte sie weniger Angst gehabt. Vielleicht weil Trolle einfach dumm waren und Hagrid hatte zumindest ein Mindestmaß an Intelligenz.
Amelia ging neben Hagrid in die Hütte, die aus nur einem Raum bestand. An der Decke hing Schinken und ein Kessel brodelte über einen Feuer.
Hagrid machte ihr einen Tee und setzte sich ihr gegenüber.
„Schaust ganz schön fertig aus", durchbrach er die Stille. Amelia kniff die Lippen zusammen und starrte in ihre Tasse. Das ging ihn gar nichts an.
„Danke für den Tee", sagte sie nur.
„Weißt du, wollte dich eigentlich nicht störn, aber bin so gespannt, dich mal kennen zu lernen. Kannte nämlich deine Eltern. Tolle Menschen Lily und James, hab sie furchtbar gemocht."
Amelia sah hoch direkt in Hagrids lächelnde schwarze Augen. Sie war vollkommen perplex. Ihre Eltern hatten diesen Mann gekannt? Waren sie befreundet?
„Wie waren sie so?", fragte Amelia. Sie kannte niemanden der offen über ihre Eltern redete und Snape, der sie wohl auch gekannt hatte, traute sie sich nicht zu fragen. Da gab es eine unangenehme Wahrheit, die sie nicht heraufbeschwören wollte.
„Tolle Menschen, deine Mum hat mich damals oft besucht als sie noch hier auf der Schule war. Und dein Dad, hat immer Schabernack getrieben, war bestimmt der größte Herumtreiber, den die Schule jemals gesehn hat. Einmal hat er Filch in der Großen Halle an den Weihnachtsbaum gehängt. Muss immer noch lachen wenn ich dran denke."
Auch Amelia musste kichern. Filch auf einem Weihnachtsbaum, das hätte sie zu gern gesehen.
„In welchem Haus waren meine Eltern?", fragte Amelia noch immer über Filch kichernd.
„Gryffindor, waren sie beide. Deshalb war's ja auch so überraschend, dass du nach Slytherin gekommen bist, ganz seltsam weißt du."
Fast glaubte Amelia eine Spur von Vorwurf in seiner Stimme zu hören. Aber seine Augen lächelten noch immer.
„Ich glaube ich gehöre dort hin. Ich spreche Parsel, genauso wie der Gründer von Slytherin. In welches Haus könnte ich sonst passen?"
„Gut möglich", sagte Hagrid und dann breitete sich ein sehnsüchtiger Ausdruck in seinem Gesicht aus.
„Boah würd ich auch gerne können, mit Schlangen sprechen. Ich liebe magische Tiere."
Amelia begann zu strahlen, er war der erste, der diesen Satz nicht mit Ablehnung oder Verehrung entgegen genommen hatte.
„Es ist auch toll", schwärmte sie freimütig. „Ich habe eine Runespoor eine dreiköpfige Schlange, es ist immer sehr schön mich mit ihr zu unterhalten."
„Wirklich? Du kannst sie mir mal zeigen, würd ich furchtbar gern sehn. Kommen aus Afrika diese Schlangen oder?" Hagrid schien voll in seinem Element zu sein.
„Ja, ich hab sie in der Winkelgasse gekauft. Eristik hat mich so angebettelt ihn zu kaufen, da konnte ich einfach nicht widerstehen. Versuch mal drei bettelnden Schlangenköpfen zu widerstehen, das ist echt schwer." Hagrid und Amelia mussten beide lachen.
„Weißt du, ich hab einen Zerberus, Fluffy heißt der. Er hat auch drei Köpfe und du glaubst gar nicht wie schwer es ist sechs kleinen Hundewelpenaugen zu wiederstehen wenn die etwas haben wollen", erzählte Hagrid und Amelia quiekte vergnügt. „Sag mal, Reden die Köpfe auch miteinander? Hab manchmal das Gefühl gehabt."
Amelia nickte lebhaft.
„Ja, Eristik streitet sich immer mit sich selbst. Naja eigentlich fängt der mittlere Kopf immer den Streit an, er muss immer alles kritisieren. Ich bekomme Antworten üblicherweise immer in drei Ausführungen, das ist super lustig. Aber sie zanken auch oft."
Hagrid nickte verstehend
„Ich hab Fluffy immer Musik vorgespielt, dann wurde er ganz friedlich und ist eingeschlafen. Kannst du ja auch mal versuchen. Die meisten magischen Kraturen reagieren auf Musik."
„Das werde ich sicher machen", versprach Amelia und probierte eines von Hagrids Plätzchen, an denen sie sich fast einen Zahn ausbiss. Sie versuchte den Keks unter dem Tisch an den Hund zu verfüttern, doch der lag nur träge in seinem Korb. Das Plätzchen schien ihn leider nicht zu reizen.
Als sie Hagrid wieder verließ fühlte sie sich seltsam befreit. Es hatte ihr gut getan mit jemandem normal sprechen zu können, ohne sich jedes Wort zweimal überlegen zu müssen. Eigentlich war er gar nicht so schlimm wie er aussah. Er schien ziemlich nett zu sein. Wahrscheinlich war er einfach als Kind in einen verpfuschten Zaubertrank gefallen und deshalb hatte alle Angst vor ihm.
Amelia sah nochmal bei Hagrid vorbei und zeigte ihm Eristik, den sie allerdings nur mühsam aus dem Schloss herausbrachte, da er furchtbar kälteempfindlich war.
Die Besuche bei Hagrid waren lustig und boten eine gute Entspannung von der ganzen Paukerei. Es war auf jeden Fall allemal besser, als alleine im Gemeinschaftsraum zu sitzen oder sich von Graham nerven zu lassen der in letzter Zeit ständig ihre Nähe suchte. Irgendwie war es ja nett, aber wenn sie in einem Buch las, wollte sie nicht gleichzeitig reden.
Sie verbrachte viel Zeit mit der Erkundung des Schlosses und nach einigen Anläufen gelang es ihr an ein paar Bücher aus der verbotenen Abteilung zu kommen. Es war ausgerechnet eines der Bücher des Nachhilfelehrers, das ihr den richtigen Wink gab um die Bibliothekszauber zu umgehen.
Endlich waren die Ferien vorüber und das Schloss füllte sich wieder mit Leben. Amelia wäre Draco am liebsten um den Hals gefallen. Blaise und Daphne hätten es aber auch getan. Dennoch besann sie sich und begrüßte sie, als sei nichts gewesen.
Der Schulalltag kehrte zurück und für Amelia war es so normal, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan.
Nachwort:
Ich mag dieses Kapitel. Ich finde die Wasserpfeifer so knuffig. Ich muss die ganze Zeit an so ein kleines Myrapla aus Pokémon denken _ Auch wenn sie so eigentlich nicht aussehen.
Auch das Gespräch mit Hagrid war endlich mal nötig und Eristik hat wunderbare Arbeit geleistet obwohl er nichts gesagt hat. Er hat mir da super in die Unterhaltung reingepasst.
Das Gespräch mit Dumbledore fand ich fast etwas… keine Ahnung. Ich glaube es definiert ihre Beziehung sehr gut.
Ich hoffe euch hat das Kapitel gut gefallen und
Danke fürs Lesen und natürlich auch für die Reviews.
