Liebe Leser!
Manchmal können Figuren nur so handeln und nicht anders. Manchmal können wir es nicht verstehen und manchmal würden wir den gleichen Weg einschlagen. So oder so, es ist das Schicksal, das uns vor die Wahl stellt…jedes Mal von neuem…
Meine Vergangenheit- deine Vergangenheit
Für Annemi, meine Patin. † 2011
Danke, dass du mich durch mein Leben begleitest hast!
Ich sitze im Grill und nippe an meinem Drink. Leider ist Stefan noch immer nicht aufgetaucht. Irgendwie musste meine Manipulation zu schwach gewesen sein. Oder etwas ist schief gelaufen und Klaus weiß bereits, dass ich im Spiel mitmische. Das alles schaut nicht gut. Sirius fand keine weiteren Hexen und die Mystic Falls Kids gehen artig zur Schule. Besser als sie gehen sich gegenseitig auf die Nerven. Diese Stille ist stets trügerisch und kann demnach einfach nichts Gutes bedeuten. Und jetzt möchte ich gerne einen kleinen Mittagssnack einnehmen, wo ist denn nur dieser Matty? Aber irgendwie ist er mit Vampirbarbie befreundet, kann ihn also schlecht anknabbern. Mmh…
Während ich mich auf die Suche nach einer ausgezeichneten Blutquelle begebe, treffe ich auf Damon. „Wir müssen reden!" Sein Ton gefällt mir nicht, denn er scheint verärgert zu sein. Es dauert ihm zu lange bis Stefan anbeißt.
Ich brauche frisches Blut! Sonst werde ich ungemütlich. Komm zu meinem Anwesen und warte auf mich im Garten. Ich funkle ihn zornig an: „Und wenn du nicht warten kannst, dann saug wem aus!"
Ich lasse die junge Frau fallen und lasse ihr die überlebensnotwendige Blutmenge im Körper. Dann versuche ich zum wiederholten Mal Sirius zu erreichen, aber ich scheitere. Mit meinem Wagen fahre ich Heim und im Garten wartet tatsächlich schon Damon. Seine Gedanken sprudeln dermaßen, dass einem nur schwindlig werden kann. Und da werde ich plötzlich hellhörig.
Elena: „Ein Freund weiß gewöhnlich, wenn sein Freund leidet." Damon verärgert: „Was willst du hören? Dass Rose mir was bedeutet hat? Dass ich betroffen bin? Nein hat sie nicht – und bin ich nicht!" Elena: „ Da haben wir's, du tust schon wieder so, als würdest du es abstellen, nichts fühlen. Damon, du bist so nah dran, gib doch nicht auf!" Damon entrüstet: „ Ich fühle, Elena…okay? Und das ist ätzend! Noch ätzender ist, dass er ursprünglich mich treffen sollte. Jules hatte es auf mich abgesehen." Elena entgegnete: Du fühlst dich schuldig…"
Jemand war gestorben und er gibt sich die Schuld dafür. Der Rosengarten ist in voller Blüte und selbst diese Schönheit ist ein Trugbild. „Da bist du ja…" „Was ist mit Stefan?" Schon bekomme ich seine Wut zu spüren. „Du wolltest helfen." „Das wird dir nicht gefallen. Klaus kann sehr grausam sein." „ Sag mir etwas das ich noch nicht wusste." Ich setze mich zu ihm. „Ich verstehe aber den Grund noch nicht. Wieso ging Stefan freiwillig zu ihm? Wieso hat er sich das antun lassen?" Damon blickt mich fragend an: „Katarina war dabei und hat zugesehen!" „Sprich Weib!", schrie Damon mich an. „Sachte…Klaus hat Stefan gezwungen, menschliche Blutkonserven zu trinken…Nicht nur eine, unzählige. Das gleicht einem Trip für einen Junkie. Stefan war kein Menschenblut gewohnt. Und dann musste er töten, so viele Mensch…das eine Problem ist, dass Stefan auf einer blutgehaltigen Droge ist und das andere, dass Klaus ihn für sich manipuliert. Er schiebt ihn herum wie eine Schachfigur. Gegen seine Manipulation kann ich was machen, aber ich bin machtlos gegen Blutlust!" Damon schüttelte den Kopf. „Kannst du mir also verraten, warum Stefan sich das freiwillig antut? Für wen bringt er dieses Opfer? Das sind solche seelische Qualen…da kann nicht einmal ich zu schauen. Niemand kann das. Außer Katarina und Klaus!"
Und plötzlich löst sich das Rätsel auf.
Damon nachdenklich: „Ich glaube ich werde Kaffee und Kuchen auslassen." Stefan: „Damon sie braucht uns jetzt…und zwar alle!" „Wie sieht dann der Plan aus Stefan? Der Fluch ist gebrochen! Wie sollen wir es anpacken? Wie tötet man einen übermächtigen WolfsVamp? Und seinem falschen Bruder?" Stefan: „ Ich habe keine Ahnung." Damon dreht sich zu seinem Bruder: „Es muss uns etwas einfallen. Und zwar schnell…" Stefan versicherte ihm: „ Ich werde verhindern, dass Elena noch wem verliert!" „Versprich das lieber nicht, Bruder!" „Was heißt das jetzt wieder?" „Tyler Lockwood hat mich gebissen…" Er zeigte ihm seine Wunde. „Wir finden etwas…das dich heilt" Damon schüttelte den Kopf: „Ich mach das irgendwie." Damon blickte ihn eindringlich an: „Wenn du wirklich etwas für mich tun willst, dann verschweig es Elena. Sie kann jetzt nicht noch ein Grab gebrauchen." Damon schlägt ihm auf die Schulter und ging durch den Friedhof der Sonne entgegen.
„Er hat es für Elena getan…", murmle ich Damon zu. „Ach wirklich?" „Hätte er dich sterben lassen sollen?" Damon steht auf: „ …und es ist meine Aufgabe ihn wieder zu ihr zurück zu bringen…egal wie, aber ich muss diese Schuld begleichen!" Er geht zu seinem Wagen. „Was hast du vor?" „Ich muss etwas tun und du bist mir dabei keine Hilfe, wie man sieht."
Wir fuhren Richtung Salvatore Haus. „Wieso musst du dich immer für die ganze Welt verantwortlich fühlen, Damon? Was ist das an dir?" „Nicht die Welt…nur mein kleiner Bruder gegenüber." Wir steigen aus und stehen vor dem Haus. „Was ist es Damon? Wenn du mir es nicht sagen, kannst, dann zeig es mir! Jetzt!"
Und es entsteht vor mir seine Erinnerung.
„Es wird leichter werden, aber das weißt du." „Was willst du?" „Mich entschuldigen!" „Damon…" „Bitte! Ich weiß ich verdiene nicht, dass du mir vergibst…ich brauch das!" „ Und ich werde Zeit brauchen, sehr viel Zeit!" „ Sicher, natürlich. Schon klar, nimm sie dir." Damon ging nach Hause, denn er hatte seinen Entschluss gefasst. Er machte sich einen starken Drink und nahm einen Schluck davon. Er ging zum Vorhang und öffnete diesen. Die Sonne schien einladend und wunderschön…Damon betrachtete seinen Ring, zog ihn aus und ließ ihn anschließend fallen. Mit ausgebreiteten Armen empfing er seinen Tod…doch er rechnete nicht mit seinem Bruder „Geh runter von mir!" „Das wirst du nicht machen!" „Ach wirklich? Ich habe es gerade getan…"
„Er hat alles für mich aufgegeben!" „ Das tun eben manche. Und da bist du nicht der einzige, der gerettet werden musste, vor sich selbst!" Damon nähert sich mir: „Soll heißen?" Ich schließe meine Augen.
-Italien 1853
Ich stand vor der Klippe und der Wind umspielte mein Haar. Mein grünes Kleid war schön, denn es sollte Aurel gefallen. In einigen Minuten war der Sonnenaufgang. Ich atmete die salzige, frische Meeresbrise ein. Ich nahm meinen Ring und schmiss ihn ins Wasser. Ich wollte nur noch einen einzigen Ring tragen und das war der von Aurel. Ich spürte die aufkommende Wärme und ich war bereit ihr zu begegnen. „Tu das nicht!" Ich drehte mich um und der gelbe Punkt erhellte den Horizont. „Es ist zu spät…das einzige was du noch machen kannst, mich in Würde gehen lassen, Joseph!" Er näherte sich mir: „Und dir deine Wahrnehmung nehmen, das verlangst du von mir?" Ich lächelte ihn an: „Meine Schmerzen…Vieni, il mio amico!" Ich konnte ihn nicht wirklich vom Wesentlichen ablenken bis die Sonne im Zenit stand. Schließlich umarmte er mich von hinten. Sein breiter, schwarzer Mantel umhüllte mich und er flüsterte: „Lass mich dich lieben…", seine Wange berührte meine. „Ich verdiene es nicht. Aurel starb durch die Hand, die ihn eigentlich beschützen sollte. Er hatte mir vertraut!" „Du warst nicht du selbst. Klaus hat ihn getötet!"-
Damon hat nun gesehen was er sehen musste. „In manchen Nächten habe ich immer noch den Geschmack von Aurels Blut in meinem Mund. Naja und Joseph gab mir diese wunderschöne Halskette als Lichtschutz…" Ich warf ihm meinen Ring zu. Er dreht diesen in seiner Handinnenfläche. „Sabeth?" „ So nannte mich nur Aurel…" Er überreicht ihn mir wieder. „Wie du siehst, manche Lebewesen geben sich für jemanden anderen vollkommen auf. Das ist also nicht nur dir passiert!"
Damon erwidert meinen Blick und verringert unsere Distanz. „Danke, dass du mir das gezeigt hast." Ich küsse ihn lange und wir verlegten unsere Leidenschaft in Damon's Schlafzimmer. Wir haben uns schnell unserer Kleidung entledigt, als ich mich auf Damon's Schoss setze: „Keine Manipulation und du willst das wirklich?" Er streicht durch mein Haar und beginnt meinen Hals zu küssen: „Da fragst du noch?"
~An dieser Stelle würde ich mich, wie immer, sehr auf ein Review freuen! – bxb Nai
