A/N: Und hier ist auch schon Kapitel 7... Ich bin im Moment in einem totalen Rausch und bin fast nur noch am Schreiben. Freu mich über jede Art von Rückmeldung, egal ob Kritik oder Lob. grins
Kapitel 07:
Als der Zug langsamer wurde, zogen sich die vier schnell um. Je näher sie Hogwarts kamen und je langsamer der Zug fuhr, desto schneller schlugen ihre Herzen und desto aufgeregter wurden sie. Dann hielt der Zug. Skyla, Emily, Fred und George verließen den Zug und sahen sich neugierig um. Es war dunkel und sie konnten nicht viel erkennen, außer dem Bahnhofsgebäude.
„Erstklässler! Hier her, Erstklässler!", hörten sie es von der einen Seite des Bahnsteigs. „Erstklässler zu mir!"
Die vier sahen sich an und gingen dann gemeinsam zu dem Rufer. Erst als sie vor ihm standen, sahen sie wie groß der Mann war. Er war mit Sicherheit doppelt so groß wie ein normaler Mensch und sein ganzes Gesicht war unter seinen Haaren und dem Bart versteckt. Nur die Augen waren zu sehen. Diese Augen sorgten dafür, dass die Schüler keine Angst hatten, denn der riesige Mensch war ansonsten sehr furchteinflößend. Sie strahlten eine Wärme aus, die ganz klar zeigte, dass er sich riesig freute, dass das neue Schuljahr begonnen hatte.
„Sind alle da? Gut, dann folgt mir." Er ging vom Bahnsteig und führte die Schüler zu einer Straße. Dort hielt er an. „So, jetzt wo der ganze Trubel weg ist, will ich mich vorstellen. Mein Name ist Rubeus Hagrid, aber alle nennen mich Hagrid. Ich bin der Wildhüter von Hogwarts und für die Ländereien und die Tiere zuständig." Er drehte sich wieder um und ging die Straße hinunter. Die Schüler folgten ihm. Sie bogen um eine Kurve und Hagrid blieb stehen. Er wusste, dass die Erstklässler jedes Jahr an dieser Stelle einige Minuten stehen blieben und staunten. Er wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.
„Oooohhh!"
„Uuuuhhh!"
„Wow!"
Es waren auch Pfiffe zu hören. Der Grund für die begeisterten Ausrufe war der erste Blick der neuen Schüler auf das Schloss, das ihre Schule war: Hogwarts. Dieser Anblick war einfach atemberaubend. Das Schloss überragte die Umgebung und all seine Fenster waren erleuchtet. Vor dem fast schwarzen Himmel wirkte das sehr beeindruckend.
Nach wenigen Minuten ging die Gruppe weiter. Sie kamen an einen See, an dem viele kleine Boote angetaut waren.
„In jedes Boot nur maximal 4 Schüler.", sagte Hagrid.
Fred, George, Emily und Skyla stiegen in das erstbeste Boot und warteten.
„Das sieht echt toll aus.", meinte George und die anderen nickten.
„Alle in einem Boot?" Hagrid nahm in einem eigenen Boot Platz. „Gut, dann LOS!" Die Boote setzten sich alle gleichzeitig in Bewegung. Sie fuhren mit den Booten über den See und näherten sich dem Schloss.
„Köpfe einziehen!", rief Hagrid, der am Anfang der Kolonne war und durch eine Öffnung im Felsen fuhr.
Am flachen Ufer der Höhle legten sie an und die Schüler stiegen aus. Hagrid führte sie über Treppen und durch Gänge in eine große Halle, in der eine ältere Frau wartete.
„Guten Abend, Professor McGonagall. Ich bringe Ihnen die neuen Schüler."
„Vielen Dank, Hagrid. Sie können jetzt hinein gehen.", sagte Professor McGonagall. Sie sah sehr streng aus. „Herzlich Willkommen in Hogwarts. Mein Name ist Professor Minerva McGonagall. Ich unterrichte Verwandlung und bin die Hauslehrerin von Gryffindor. Bevor ihr nun am Festmahl teilnehmen könnt, müsst ihr noch auf die einzelnen Häuser verteilt werden. Diese Häuser werden dann in den nächsten sieben Jahren eure Familie sein. Durch gute Leistungen erhaltet ihr Punkte für euer Haus. Bei Verstößen gegen die Regeln werden euch die Punkte wieder abgezogen. Am Ende des Schuljahres wird dann der Hauspokal an das Haus mit den meisten Punkten überreicht. So, und jetzt geht bitte in diese Kammer und wartet, bis ich euch hole." Sie schloss die Tür.
Alle waren auffallend leise. Scheinbar fürchteten sie sich vor dem Auswahlverfahren. Nicht jeder wusste, was auf sie zukommen sollte. Doch sie hatten nur wenig Zeit zum Grübeln. Professor McGonagall kam wieder und führte sie durch die große Tür, durch die Hagrid eben verschwunden ist.
Es war überwältigend. Vier lange Tische standen dort, an denen hunderte von Schülern saßen. Vor ihnen standen goldene Teller und Becher. Emily sah zur Decke und machte die anderen darauf aufmerksam. Die Decke des Raumes wirkte so, als gäbe es sie nicht. Sie zeigte einen klaren Abendhimmel mit vielen Sternen.
„Wow.", flüsterte Skyla.
„Stellt euch hier bitte in einer Reihe.", sagte Professor McGonagall. Sie standen vor dem Lehrertisch, der quer zu den anderen vier Tischen stand. Zwischen den Schülern und dam Lehrertisch war ein kleiner Hocker, auf dem ein Stück Stoff lag. Bei näherem Hinsehen konnten sie erkennen, dass es ein alter Hut war. Er bewegte sich und es wurde sehr still in der Halle. An seiner Krempe öffnete sich ein Loch und der Hut begann zu singen. Sein Lied handelte davon, wie die Schüler in den Anfangszeiten der Schule ausgesucht wurden und auf welche Eigenschaften jeder einzelne Gründer wert lag. Als der Hut endete, brach Applaus los und Professor McGonagall trat vor.
„Ich lese nun eure Namen vor und ihr setzt euch auf den Stuhl un den Hut auf euren Kopf. Wenn er dann euer Haus verkündet hat, geht ih zu dem entsprechenden Tisch. Als erstes bitte ich Adams, Susi nach vorne.
Ein blondes Mädchen trat hervor und setzte sich den Hut auf den Kopf. Die vier sahen ihr interessiert zu, denn Susi war in der gleichen Klasse wie sie gewesen.
„Ravenclaw!", rief der Hut nach einigen Augenblicken.
Grinsend setzte sich Susi an den Tisch der Ravenclaws, der lautstark applaudierte.
„Blacksmith, Amanda." Eine weitere Schülerin aus ihrer alten Klasse ging nach vorne.
„Slytherin!"
„Ich wusste es.", murmelte Emily.
Die Reihe wurde immer kürzer. Dann kamen sie zum Buchstaben 'G'.
„Gallert, Michael" wurde ein Slytherin und „Gink, Sam" kam nach Gryffindor.
„Green, Skyla."
Skyla schluckte. George und Emily, die neben ihr standen, drückten ihre Hände und wünschten ihr leise viel Glück. Sie ging nach vorne und setzte sich den Hut auf.
„Hmm... mal sehen... was haben wir denn hier..", hörte sie die Stimme des Hutes in ihrem Ohr. „Slytherin? Nein, zu wenig List und Tücke. Ich sehe großen Wissensdurst, aber ein noch größeres Verlangen nach Freundschaft, Treue und Gerechtigkeit. Gut, dann kommst du nach HUFFLEPUFF!"
Skyla saß wie erstarrt auf dem Stuhl. Professor McGonagall kam zu ihr und nahm ihr den Hut ab. Erst dann regte sie sich wieder und ging zum Tisch der Hufflepuff. Sie hah die besorgten Gesichter von Fred, Emily und George.
Am Tisch setzte sie sich neben Cedric Diggory, der ebenfalls nach Hufflepuff kam.
„Hey, schön, dass ich schon jemand kenne hier.", meinte er zu Skyla. Sie nickte nur.
Sie war total geschockt. Wie konnte das nur passieren? Was würde Fred nur sagen, wenn er nach Hufflepuff kam, wo doch nur die sind, die keiner der anderen Häuser haben will.
„Jordan, Lee." Der Junge, der heute in ihr Abteil kam, ging nach vorn und wurde nach Gryffindor geschickt.
Die Schüler in der Reihe wurden immer weniger und verteilten sich auf die einzelnen Tische.
„McIvory, Emily." Emily ging nach vorne und setzte den Hut auf. Skyla hielt die Luft an.
„Hufflepuff!"
Skyla fiel ein Stein vom Herzen. Sie war froh, dass Emily bei ihr war, aber so richtig freuen konnte sie sich darüber auch nicht. Emily setzte sich zu ihr.
„Was die beiden wohl sagen werden?"
„Die werden nicht begeistert sein. Du hast ja Fred gehört... 'Flaschen'...", meinte Skyla und Emily nickte.
Es standen nur noch wenige Schüler vor dem Stuhl, als Professor McGonagall zum Buchstaben 'W' kam.
„Weasley, Fred." Fred ging nach vorne. Emily und Skyla hielten sich an den Händen. Der Hut öffnete seine Krempe und - „Gryffindor!"
Die beiden Mädchen sahen sich geschockt an. Das konnte... nein... das durfte nicht wahr sein!
Fred ging grinsend zum Tisch der Gryffindors und wurde von Percy und Charlie herzlich begrüßt. Warum grinste er? War es ihm egal, dass Emily und sie nicht mit ihm in einem Haus waren? Skyla sah wütend zu Fred, der gerade zu ihr blickte. Sofort war sein Grinsen verschwunden.
„Weasley, George!"
Fred riss den Blick von Skyla los und schaute nach vorne zu seinem Bruder, der gerade den Hut auf seinem Kopf platzierte.
„Gryffindor!"
„War klar.", meinte Emily, als sich George neben Fred setzte. „Dafür sind die beiden einfach zu gleich."
Eine Träne lief über Skylas Wange. Sie war total deprimiert. Wie konnte das denn nur passieren? Sie kannten sich doch fast ihr halbes Leben. Sie hätten doch in ein Haus gehört. Sie waren doch schon fast wie eine Familie. Es war doch kaum ein Tag vergangen, den sie nicht zusammen verbracht haben. Das war doch nicht fair!
Lustlos aß sie das Festmahl. Nicht einmal das gute Essen konnte sie aufmuntern.
Professor Dumbledore stand auf. „Liebe Erstklässler! Herzlich Willkommen in Hogwarts! An alle alten Hasen! Willkommen zurück! Wie jedes Jahr möchte ich euch darauf aufmerksam machen, dass der Wald am Rand der Ländereien verboten ist. Dann möchte ich euch euren neuen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste vorstellen: Professor Quirrell."
Die Schüler klatschten und ein Lehrer am Tisch stand kurz auf un verbeugte sich. Er noch nicht sehr alt, jedenfalls im Vergleich zu den anderen Lehrern.
„So, und jetzt wünsch ich euch eine gute Nacht und schlaft gut in eurer ersten Nacht hier." Mit diesen Worten entließ Professor Dumbledore die Schüler.
„Erstklässler! Kommt bitte, ich bringe euch zu euren Schlafsälen." Ein ziemlich großer Fünftklässler stand auf und wartete auf sie. Er hatte kurzes hellbraunes Haar und braune Augen. An seiner linken Schläfe hatte er eine lange Narbe. Er sah damit ganz schön düster aus.
„Mein Name ist Max und ich bin euer Vertrauensschüler. Und jetzt folgt mir." Seine Stimme war ziemlich tief und passte gut zu ihm. Er ging aus der Halle. Doch in der Eingangshalle nahm er nicht den Weg, den die meisten Schüler – darunter auch Fred und George – nahmen, sondern ging neben der großen Treppe durch eine Tür. Sie gelangten in einen langen Korridor, dem sie fast bis zum Ende folgten. Vor einer Statue eines jungen Mannes mit Stricknadeln und Wollknäuel blieben sie stehen.
„Wenn ihr in unseren Gemeinschaftsraum wollt, dann müsst ihr die am Faden des Wollknäuels der Statue von Frank the Hank ziehen." May zug daran.
„Darf ich um das Passwort bitten?" Die Stimme der Statue war krächzend und klang so, als wäre sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt worden.
„Schere."
Plötzlich erwachte die Statue zum Leben, trat einen Schritt zur Seite und öffnete die Tür, die sie zuvor verdeckt hatte.
Die Schüler gingen hinein. Der Gemeinschaftsraum war groß und total verwinkelt. Skyla musste zugeben, dass er ihr gefiel. Es gab an der gegenüberliegenden Seite einen Kamin und überall standen runde Tische mit Stühlen und Sesseln. An den Wänden hingen Gemälde, auf denen immer mindestens zwei Personen dargestellt waren.
„Also die Schlafsäle der Mädchen sind hier links durch die Tür, und zu den Schlafsälen der kommt ihr, wenn ihr durch die rechte Tür geht." Max zeigte auf die beiden Türen, die links und rechts des Gemeinschaftsraumes waren.
Aus der linken Tür kam ein schwarzhaariges Mädchen, das etwa im gleichen Alter wie Max war.
„Hallo Sandra! Das ist Sandra, sie ist ebenfalls Vertrauensschülerin und wird den Mädchen ihren Schlafsaal zeigen. Die Jungs folgen mir." Max ging nach rechts und 6 Jungen folgten ihm.
„Hallo und herzlich Willkommen in Hufflepuff. Dann kommt mal mit." Sandra hatte eine ziemlich hohe Stimme. Sie ging durch die linke Tür und befanden sich wieder in einem langen Korridor. Dieser war von sieben Türen gesäumt, vier auf der rechten und drei auf der linken Seite.
Sandra hielt vor der letzten Tür auf der rechten Seite. „Das ist für die nächsten sieben Jahre euer Schlafsaal." Sie öffnete die Tür. Der Schlafsaal hatte viel Ähnlichkeit mit dem Gemeinschaftsraum. Er war genauso verwinkelt und im gleichen dunklen Holz gehalten. Es gab 5 Betten, für jedes der Mädchen eines. Vor jedem Bett stand bereits ein Koffer.
Skylas Koffer stand bei dem Bett in einer fast achteckigen Ausbuchtung in der linken hinteren Ecke. Emily hatte das Bett neben ihr. Die beiden setzten sich auf ihre Betten und sahen sich an.
„Es schien ihm nicht das geringste auszumachen.", sagte Skyla leise.
„Wie kommst du da drauf?"
„Hast du nicht gesehen, wie er gegrinst hat, als er nach Gryffindor kam?", meinte das braunhaarige Mädchen.
„Doch, aber als er zu uns blickte, da hat er doch sofort aufgehört. Der hat bestimmt nur gute Miene zum bösen Spiel gemacht." Emily band sich ihr schwarzes Haar zusammen.
„Bist du sicher?"
„Ganz bestimmt.", gähnte Emily. „Morgen reden wir mit ihnen. Aber jetzt will ich nur noch schlafen. Gute Nacht." Emily gähnte erneut und zog dann die gelben Vorhänge ihres Bettes zu.
Skyla seufzte. Dann machte sie sich auch fürs Bett fertig und zog die Vorhänge zu. Sie konnte nicht schlafen. Immer wieder sah sie Freds Gesicht mit dem breiten Grinsen vor ihrem inneren Auge. Sie war nicht überzeugt von dem, was ihre beste Freundin gesagt hatte. Das war alles so gemein! Fred war gemein! Lautlos liefen ihr Tränen über die Wangen. Langsam aber sicher weinte sie sich in den Schlaf.
