Hi Leutz, hier ist das neue Kapitel!!! Da ich eine echt fiese Schreibblockade hatte, war es mir nicht mehr möglich was zu schreiben was einigermaßen Sinn hatte, geschweige denn was zu veröffentlichen. Na ja, wie man sieht hab ich's überwunden. Bitte reviewen und Feedback abgeben!!!

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Chapter7: Thranduils Befehl

Die Elben liefen langsam in Richtung Osten, es herrschte eine erdrückende Stimmung. Niemand wagte jemanden anzusehen oder zu sprechen. Die Vorfälle des vergangenen Tages lasteten nicht nur auf Legolas und Thranduil. Keiner wollte wirklich glauben, was er erfahren hatte.

Legolas ging ganz vorne neben seinem Vater her. Er vermied jeden Blick. Und doch wusste er, ständig von den anderen beobachtet zu werden. Blicke wie Eis. Blicke voller Erschütterung und Ungläubigkeit. Doch bis jetzt hatte keiner versucht jenes Thema, das jedem von ihnen im Kopf umherschwirrte, auch nur anzudeuten.

Legolas fühlte sich mehr tot als lebendig. Er wollte es nicht wahrhaben. Wollte nicht wahrhaben, das er von Aragorn getrennt worden war. Und das sein Vater so grausam sein konnte, dies zu vollbringen. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und jeder Gedanke an Aragorn fühlte sich an wie ein Schwertstoß der mitten durchs Herz ging.

– Legolas Part –

Wie konnte er mir das antun?

Warum konnte er uns nicht verstehen? Warum musste er mich von Aragorn fortreißen? So viele Fragen und auf keine eine Antwort. Vielleicht werde ich das alles niemals verstehen können. Wie jemand so herzlos sein kann. Und so grausam. Der Schmerz den ich jetzt erleide, ist schlimmer als alles was mir bekannt ist.

Mein Herz schreit nach dir, Aragorn. Nach deiner Liebe.

Ein Blick in deine Augen würde mich glücklicher stimmen. Ein Blick. Ein Wort. Eine kurze Berührung, selbst wenn sie bedeutungslos wäre. Es würde mich glücklich stimmen.

Ich liebe dich.

– Thranduils Part –

Die Luft droht mich zu ersticken. Worte würden mich taub machen. Der Blick aus den Augen meines Sohnes ließen mich erblinden.

So fühle ich mich.

Ich hätte mit vielem gerechnet, was der Grund für sein Fortgehen war, doch nicht in aller zeit die mir noch auf dieser Welt bleibt, wäre ich auf das gekommen, was ich nun weiß. Wie soll ich nun mit der Situation umgehen? War es richtig, was ich gestern entschied? Ich habe mich an das Gesetz gehalten und ich für meinen Teil empfinde meine Handlung als richtig. Aber zu sehen wie mein Sohn leidet ist für mich nicht leicht.

Doch es wird sich ändern.

Was hätte ich sonst tun sollen? Ich kann diese Liebe nicht dulden. Kann man so etwas überhaupt als Liebe bezeichnen? Ich jedenfalls kann es nicht. Das ist einfach nicht normal.

Aber jetzt kann man es nicht mehr ändern. Also müssen wir alle damit leben, ob es uns passt oder nicht.

– Aragorns Part –

Ich bin fassungslos. Fassungslos, wie jemand so etwas tun kann. Und dabei genau zu wissen das er Herzen zerbricht.

Ich werde dich immer lieben, Legolas. Ob ich nun bei dir bin oder nicht.

Obwohl die Sonne scheint, bin ich von Kälte umfangen. Kälte die sich unaufhaltsam in mir ausbreitet. Schon einmal habe ich deinetwegen gelitten. Muss sich das nun wiederholen?

Ich werde nach Gondor gehen. Das Leben das ich früher führte, ist nun für immer vorbei.

Ich fühle mich ganz leer. Schwach. Ohne dich kann ich nicht mehr glücklich sein. Ich wünschte, du wärest bei mir.

Ich liebe dich.

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Gegen Abend erreichte die Truppe den Rand des Chetwaldes und die Große Oststraße. König Thranduil gab den Befehl das Lager wieder aufzuschlagen. Die angespannte Stimmung verstärkte sich mit Einbruch der Nacht, niemand fand Schlaf. Durch eine einfache Handbewegung machte Thranduil zweien klar, dass sie ein Auge auf Legolas haben sollten.

Legolas merkte es nicht. Seine Gedanken waren bei Aragorn. Obwohl es schmerzte, war es einfacher als Schmerz und Erinnerung zu missachten.

Er spürte den durchbohrenden Blick Thranduils auf sich ruhen und sah auf. Sein Vater beobachtete Legolas unablässig. Der Blick war abweisend und kalt. Legolas wich ihm aus.

Die meisten hatten ihren Blick auf Legolas gerichtet, so als würden sie darauf warten das endlich etwas geschah, doch niemand wusste wirklich was denn geschehen sollte. Nur Thranduil hatte nun seinen Blick von ihm abgewendet und starrte die Sterne an, die nacheinander am Firmament aufleuchteten. Er spürte das es ihm missfiel, wenn er Legolas ansah. Er wollte seinem Sohn nicht mehr in die Augen schauen, konnte selbst nicht sagen weshalb er auf einmal diese Abneigung gegen ihn empfand. Es bereitete ihm zusätzlich Verwunderung zu sehen, wie Legolas sich verhielt. Schweigend. Abwesend mit Gedanken und Geist. Doch dem König fehlte die Kraft um es verstehen zu können. Sein ganzes Leben lang hatte er sich an Gesetze gehalten und auch selbst einige niedergelegt und nun sollte er sich auf einmal gegen eines dieser uralten Gesetze stellen? Nein. Das war zu viel verlangt. Außerdem war er fest davon überzeugt das man die Liebe zweier gleichgeschlechtlicher Wesen nicht als solche bezeichnen konnte. Und er hatte nicht vor seine Meinung zu ändern. Eher würde er die anderen dazu bringen sich ihr anzuschließen. Auch Legolas, egal wie viel Mühe es kosten würde.

Legolas stand, an einen Baum gelehnt und den Blick in die Ferne gerichtet, etwa drei Meter abseits von Thranduil. Als dieser sich ihm näherte, tat er als würde er es nicht bemerken.

– Thranduils Part –

Ich muss ihn zur Vernunft bringen. Dieses eine Mal werde ich ihn darauf ansprechen. Doch anschließend werde ich alles kürzlich vorgefallene für ungeschehen erklären. Leichte Zweifel kommen in mir auf, doch ich weiß dass das nur daran liegt, das es mir schwer fällt meinen Sohn leiden zu sehen. Ich verbiete mir diese Zweifel. Ich handelte richtig und noch dazu fällte ich mein Urteil milde. Ich hätte sie beide aus dem Düsterwald verbannen können und vielleicht wäre dies eine bessere Entscheidung gewesen als die, welche ich traf. Aber ich tat es nicht. es gibt für mich keinen Grund etwas zu bereuen was ich getan habe. Legolas hätte sich ebenfalls an unser altes Gesetz halten müssen. Dann wären wir alle gar nicht erst in diese Situation hereingeraten, und ich müsste mir nicht den Kopf zerbrechen.

Ich muss ihn überzeugen, dass es sich nicht lohnt, irgendetwas, oder irgendwem, aus vergangener Zeit nachzutrauern.

– Legolas Part –

Wo bist du Aragorn? Bist du mir vielleicht näher, als es mir scheint? Wenn ich könnte, würde ich zu dir zurückkommen. Mein Vater lässt mich bewachen. Wie einen Gefangenen bei dem man aufpassen muss, dass er nicht davonläuft. Würde er das allerdings nicht tun, so würde ich davonlaufen. Mich hält nichts mehr hier.

Glaub mir, wenn ich hier fort käme, ich würde dich finden. Egal wo du bist.

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König Thranduil trat neben Legolas und blickte eine Weile in dieselbe Richtung wie er, so als suche er den Punkt auf den Legolas den Blick gerichtet hatte. Er wusste nur zu gut was in seinem Sohn vorging. Doch noch immer war er zu stolz um sich einzugestehen, das er falsch gehandelt hatte und, noch viel schlimmer, seinem eigenen Sohn das Herz gebrochen hatte. Er konnte nicht verstehen, wie es zu dieser Liebe kommen konnte und er konnte nicht verstehen, wie jemand zu so etwas fähig war. Als er Legolas ansprach, stellte dieser sich taub.

„Du nimmst das alles ein bisschen zu ernst, Legolas. Vergiss ihn!" Bei diesen Worten hob Legolas den Kopf.

Er sah Thranduil ungläubig an. „Vergessen, ja? Ich soll vergessen, das ich dem, den ich liebe, brutal entrissen wurde, nur wegen eines Gesetzes? Oh nein, Liebe kann man nicht einfach vergessen!" „Das war keine Liebe. Legolas. Es war nur ein Mensch!"Der ungläubige Ausdruck in Legolas Gesicht vermischte sich mit Wut und verzweifelter Unfassbarkeit. „Wo ist denn da der Unterschied?", fragte er etwas zu laut, „ob nun ein Mensch oder ein Elb oder sonst was? Ob Mann oder Frau. Das spielt keine Rolle." Legolas wandte den Blick von Thranduil ab. „Aus deinen Worten schließe ich, das du nie wirkliche Liebe gefühlt hast, Vater", sagte er leise. „Sonst würdest du nicht so sprechen."Mit einem Mal flammte in Thranduil heiße Wut auf. Er wollte seinen Sohn zur Vernunft bringen und sich nicht von ihm zurecht weisen lassen.

„Wie kannst du das beurteilen? Du und dieser Mensch, dass ist nicht das, was man normalerweise als Liebe bezeichnet. Das ist absurd! Vergiss ihn! Das wird das beste für uns alle sein. Schlag dir alles kürzlich geschehene aus dem Kopf!"Legolas fuhr herum. Sein Vater sah ziemlich wütend aus. „Du kannst mich nicht zwingen! Vielleicht kannst du mich Aragorn fortreißen, vielleicht kannst du es vollbringen das ich für immer von ihm getrennt sein werde... aber mich zwingen das ich ihn vergesse, das kannst du nicht!" Legolas blinzelte und die Tränen rannen ihm über die Wangen. „Das wirst du nicht können, niemals!", schrie er, lauter als geplant. Mit einem Mal hatten sich sämtliche Blicke der anderen Elben auf ihn und Thranduil gehaftet. Unsicher sah Thranduil sich um, er machte eine abwehrende Handbewehung aber keiner löste den Blick von ihnen.

„Reiß dich zusammen, Legolas! Du kennst doch die Menschen. Für ihn war es bedeutungslos. Eine einmalige Tat, die sich niemals wiederholen wird. Ich weiß nicht wie es dazu kam und ich will es auch nicht wissen. Aber es war keine Liebe im Spiel", sagte Thranduil gefährlich leise.

„Nein", entgegnete Legolas, „nein! Wie kannst du nur so etwas behaupten? Warum kannst du mich nicht verstehen? Du hältst dich an die alten Gesetze, nie tatest du etwas anderes. Auch ich war anfangs unsicher, ich wusste das ich mich gegen mein Volk stelle, wenn ich mir meine Liebe zu Aragorn eingestehe. Doch ich habe es getan. Ich hielt mich nicht an Gesetze. Ich hielt mich an den Ruf meines Herzens!"

Die Elben um sie herum hatten halb nervös, halb beeindruckt dem Streit zwischen Thranduil und Legolas gelauscht. Unschlüssig, zu wem sie halten sollten. Bei diesen Worten aber durchzuckten sie kalte Schauer.

Thranduil zögerte etwas zu erwidern. Dann tat er es doch.

„Du hast Recht. Ich habe nie etwas anderes getan als Gesetze zu beachten, nie habe ich sie gebrochen. Und ich werde auch dieses Mal keine Ausnahme machen. Und so sage ich dir noch einmal: Vergiss Aragorn. Vergiss alles was geschehen ist. Es lohnt sich nicht, wegen eines Menschen Tränen zu vergießen."

Legolas bemühte sich einigermaßen ruhig zu bleiben. Innerlich kochte er, aus Zorn über die Worte seines Vaters. Wie ungerecht sie waren. Thranduil hatte nicht miterlebt wie sie in Bree zueinander gefunden hatten, nachdem sie sich endlich eingestanden hatten, das sie sich liebten. Er hatte nicht gesehen, wie sie aus Angst vor der eigenen Familie geflohen waren. Er hatte nicht die leisen, geflüsterten Worte „Ich liebe dich" von ihren Lippen vernommen. Er hatte keine Vorstellung von dem, was sie vereinte. Und auch nicht von dem, was er ihnen nun antat.

„Du hast keine Ahnung", sagte Legolas leise, „wie du mit dieser Situation umgehen solltest, also hältst du dich an jenes uralte Gesetz. Du benutzt es als Ausrede für deine Unwissenheit und das ist erbärmlich. Gegen Liebe kann ein Gesetz nichts ausrichten. Es kann sie verbieten, aber nicht zerstören. Wenn dein Herz sich gegen diese Vorschrift wehrt, kannst du sie nicht einfach weiterhin beachten. Nur wegen dieses Gesetzes hast du so gehandelt. Was wäre, wenn es nicht existieren würde? Würdest du uns mit derselben Abneigung begegnen?"

Thranduil wand sich. Einerseits wusste er, dass Legolas' Worte richtig waren. Andererseits wollte er sich nicht von seiner Gewissheit, die ihm einen gewissen Mut verlieh, abbringen lassen. „Natürlich würde ich das! Das, was ihr als Liebe bezeichnet, ist nichts weiter gewesen als eine Nacht in der ihr nicht ganz bei Sinnen ward. Ich weiß nicht, was euch dazu verleitet hat, das zu tun. Aber Liebe war es nicht. Nur ein Augenblick und vielleicht der unerfüllte Wunsch geliebt zu werden." Der König kniff die Augen ein wenig zusammen. Ein kurzer Blick in beide Richtungen sagte ihm, das sie noch immer beobachtet wurden. Es war ihm egal.

Legolas konnte sich nicht länger zusammennehmen. Die Art und Weise wie sein Vater über ihn und Aragorn sprach, raubte ihm alle Gedanken. Wie abfällig. Und voller gespielter Überzeugung, um die Verständnislosigkeit zu verbergen. Sämtliche Bemühungen nach innerer Ruhe lösten sich auf. Was blieb war die kalte Wut auf denjenigen, der es wagte, an ihrer Liebe zu zweifeln.

„Was weißt du denn schon davon?", schrie er, „du hast es nicht miterlebt. Alles was für dich zählt, ist dieses Gesetz und nur um es nicht zu verletzen, gehst du nun schon so weit eine Liebe zu zerstören! Du kannst von Glück sprechen, sollte ich dir dies je verzeihen! Glaub mir, wenn ich könnte, ich würde sofort zu Aragorn zurückkehren. Und niemand wird mich mehr daran hindern, auch nicht du, Vater! Warum kannst du es nicht begreifen?"

Legolas atmete schwer, versuchte die Tränen zurückzuhalten, doch es gelang ihm nicht. Langsam glitt er an dem Stamm des Baumes herab, ließ sich auf die Knie fallen. Die Kraft aufrecht zu stehen, war aus ihm gewichen. Thranduil beobachtete ihn stumm.

„Eines Tages wirst du ihn vergessen müssen", sagte er schließlich von oben herab, „ob es dir passt oder nicht." Legolas beachtete ihn nicht. „Und selbst wenn, und ich sagte wenn, es Liebe war, werdet ihr früher oder später durch den Tod getrennt werden. Es wäre nicht für die Ewigkeit. Doch wie ich bereits sagte...", Thranduil holte tief Luft um erneut zu beginnen, „... es war ohne jede Bedeutung. Ein Fehler. Als dein Vater und König befehle ich dir nun, so zu tun als wäre all dies nie geschehen. Sobald wir unsere Heimat wieder erreichen, wird dieses Gesetz für alle in Kraft treten. Es ist einfach nie passiert. War das deutlich genug?" Legolas hob den Blick und sah Thranduil voller Abneigung in die Augen. „Nichts wird mich dazu bewegen können, die Geschehnisse aus meinen Gedächtnis zu verbannen", sagte er langsam, „weder Worte noch Taten. Es ist töricht zu glauben, du könntest es vollbringen, das sich niemand mehr an das erinnert, was war. Wenigstens niemand, der es nicht miterlebt hat." Thranduil sog hörbar die Luft ein. Dann sagte er mit kalter Stimme: „Wer sich meinem Befehl wiedersetzen wird, wird den Düsterwald verlassen müssen. Kehrt er wieder, droht ihm eine weitaus schlimmere Strafe. War das deutlich genug?" Er wartete eine Antwort gar nicht erst ab – Legolas' schweigen war ihm deutlich genug. Er wandte sich von Legolas ab und entfernte sich.

Legolas wusste, dass die Worte seines Vaters ihm gegolten hatten, auch wenn er ihn nicht direkt angesprochen hatte. Doch dass sie zu hundert Prozent ernst waren, konnte er nicht glauben.

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Ja, das war also das lang erwartete Chapter7... Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr bedankt euch mit nem Review "g"Ich denke das nächste Chappi kommt auch bald denn jetzt hab ich wieder eine gewisse Vorstellung davon was passieren könnte... Danke übrigens an alle die reviewt haben. Danke!!!! Cu,

Mrs. Tolkien