So und ein weiteres Kapitel, und das erste Verknüpfungskapitel zwischen der GX-Story und der Fanfiktion, daher soviel Ähnlichkeit zur Serienfolge. Hoffentlich ist es annehmbar :D Kreativ zu sein ist einfacher, als so etwas einzubauen.

Kapitel 6:

"Man, fette Sache. Gegen euren Campusladen ist unserer echt ein Flohmarkt. Ich hab noch nie so viele Boosterpacks auf einmal gesehen. Was hältst du davon wenn wir ein paar aufmachen?"

Es war später Abend, Jaden und Jesse hatten sich mit zahlreichen Boosterpacks eingedeckt und in die Slifer Red Unterkunft zurück gezogen.

„Das einzige, das besser ist als neue Kartenpacks zu öffnen ist mit ihnen zu duellieren." Antwortete Jaden, woraufhin Jesse ihm zustimmte.

„Hammer, das ist eine seltene!" kommentierte Jaden, der gerade ein Boosterpack geöffnet hatte.

„Cool hier sind noch zwei. Man das würde sogar Nevan gefallen."

„Was ist eigentlich mit ihm? Er war seit zwei Tagen in keinem Unterricht."

„Er hat sich letztendlich doch erkältet und Miss Fontaine hat ihm strenge Bettruhe verordnet. Alexis sorgt dafür, dass er sie auch einhält. Nevan ist alles andere als glücklich darüber. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer wäre ihn ans Bett zu fesseln."

Jesse lachte bei dem Gedanken an den schmollenden Jungen auf.

„Aber es scheint ihm langsam wieder besser zu gehen. Zumindest war das so, als ich ihn heute besucht habe. In ein paar Tagen ist er vermutlich wieder ganz der Alte."

In diesem Moment erschien Rubinkarfunkel auf der Schulter von Jesse und wendete seine Aufmerksamkeit von den Karten, die er in der Hand hielt ab.
„Was gibt's?"

Auch der geflügelte Kuriboh erschien nun vor Jaden.

„Was? Da draußen ist jemand?"

Kurzerhand sahen die beiden nach, doch alles was sie fanden war eine unerkennbare Gestalt, die sich bereits aus dem Staub machte. Auch als die Beiden die Verfolgung aufnahmen, konnten sie die Person nicht einholen. Sie trafen unterwegs lediglich auf Axel Brodie. Nach einigen Worten, gaben die zwei auf und machten sich zurück zu ihrer Unterkunft. Schließlich hatte Professor Viper für den nächsten Tag eine Zusammenkunft angeordnet, an der er seine neuen Bio-Bänder erklären würde.

Eine Nacht, und Unmengen an Erkältungsmittel später, stand ein genesener Nevan mit einer genervten Alexis vor dem großen Spiegel, der sein Zimmer zierte.

„Es ist wirklich immer das Gleiche, du bist so ein Sturkopf. Es ist als würde ich gegen eine Wand reden." Seufzte Alexis.
Sie hatte versucht ihren übermütigen Freund davon zu Überzeugen weiterhin im Bett zu bleiben, bis er vollständig auskuriert war. Dieser jedoch hatte alles andere vor, als weiterhin krank im Bett zu liegen.

„Ach Lex, wieso sollte ich auch weiterhin die kleinste Geige der Welt spielen, nur weil ich eine lächerliche Erkältung hatte. Ich bin wieder gesund, und mir ist irre langweilig. Also gönn mir etwas Erholung von der Erholung und lass uns einfach gehen. Professor Viper wird schließlich nicht erfreut sein, wenn wir fehlen. Es geht schließlich um sein neues Bewertungssystem."

Mit einem letzten Blick prüfte Nevan sein Aussehen. Es war Zeit für eine Veränderung geworden. Er hatte sein sonstiges Outfit gegen ein neues eingetauscht. Er trug jetzt eine dunkle Hose, die in meeresblauen Schuhen endete Auch sein schwarzes T-Shirt war einem meeresblauen gewichen, über das er seine Obelisk Blue Jacke trug. Ein schwarzer Gürtel mit silberner Schnalle ging schräg um seine Hüften, und seine rechte Hand zierte ein einzelner fingerloser schwarzer Handschuh. Nur der blaue Edelstein um seinen Hals war nach wie vor unverändert.

„Ich kann dich ja kaum weiterhin davon abhalten. Also gut, die Anderen warten sicher schon."

Alexis beobachtete ihren Freund mit zufriedenem Blick. Es hatte allen Anschein, als hätte nicht nur eine Erkältung Nevan die letzten Tage heimgesucht. Seine Veränderung war deutlich sichtbar. Was auch immer Jesse angestellt hatte, um zu ihm durchzudringen, es schien funktioniert zu haben. Auch wenn es bisher nur eine geringe Veränderung war, war es durchaus ein Anfang.

„Wartet Jesse etwa auch?" fragte Nevan neugierig nach.

„Vermutlich. Da kann es aber jemand kaum erwarten ihn wieder zu sehen." Neckte sie ihn.

„Ach was, ich freu mich einfach die Anderen wieder zu sehen. Und ich will mich bei Jesse lediglich für seine Höflichkeit in den letzten Tagen bedanken. Das ist alles."

„Natürlich, und dass er dich die täglich besucht hat, ist natürlich auch nur reine Höflichkeit gewesen?"

„Selbstverständlich. Also lass uns endlich los."

„Du bist doch derjenige der wie immer Stunden zum Umziehen gebraucht hat!" rief die Blondine und folge ihrem Freund, der bereits zur Tür hinaus war.

„Na ein Grund mehr keine Zeit mehr zu vertrödeln." War die Antwort.

Kurze Zeit später waren sie zusammen mit den Anderen und lauschten den Worten Professor Vipers. Seine Einweisung in das Bio-Band System sorgte nicht nur bei Dr. Crowler und Bonaparte für Missmut, sondern pflanzte auch ein gewisses Misstrauen in die Herzen von Syrus und Jesse.

Während Syrus besorgt über den Campus wanderte und seinen Gedanken nach ging, war Letzterer in ein Gespräch mit Nevan vertieft.

„Und du bist wieder ganz gesund? Kein bisschen mehr krank?"

„Ja doch. Miss Fontaine hat ihre Zustimmung gegeben, als ich heute Morgen bei ihr war. Alles wieder beim Alten."

„Freut mich, dass es dir wieder besser geht. Es hatte dich ja ziemlich übel erwischt. Starkes neues Outfit übrigens. Es steht dir. Jetzt kommen deine Augen richtig zur Geltung."

„Danke, ich dachte es würde mal Zeit für etwas Neues, statt immer nur möglichst nicht aufzufallen."

„Du willst auch nicht wissen, wie lange er sich umgezogen hat, bis er damit zufrieden war." Meldete sich nun Alexis zu Wort, die zu den Beiden gestoßen war.

„Wenn du erlaubst leih ich mir Nevan mal aus, wir wollten schließlich mit Mindy und Jasmine Kaffee trinken gehen."

„Aber…" protestierte Nevan schwach.

„Nichts da, keine Ausreden. Abgemacht ist abgemacht."

„Sorry Jesse." Entschuldigte er sich.

„Schon gut, wir sehen uns nachher Nevan." versicherte Jesse bevor er sich mit einem Winken verabschiedete und an den sich herannahenden Jaden wandte.

Etwas enttäuscht folgte Nevan der Königin von Obelisk Blue. Er hätte sich gerne noch weiter mit Jesse unterhalten.

„Man Lex, musstest du so unverfroren das Gespräch unterbrechen?"

„Hättest du es sonst jemals beendet und dich daran erinnert, dass du versprochen hast wieder etwas mit deinen Freundinnen zu unternehmen? Seit Jesse hier ist, bist du ja kaum noch von seiner Seite zu kriegen. Du kannst ja immer noch später mit ihm weiterflirten."

Nevan wurde feuerrot.
„Das verstehst du vollkommen falsch. Ich bin nur zuvorkommend, weil er hier schließlich neu ist. Außerdem hätte ich euch schon nicht vergessen."

„Natürlich nicht. Und der Klamottenwechsel war natürlich auch vollkommen ohne Hintergedanken. Schon verstanden. Du vergisst, dass ich dich seit 2 Jahren kenne, wenn jemand weiß, wann du etwas aus einem bestimmten Grund machst, dann ich."

„Okay ist ja schon gut, vielleicht mag ich ihn. Etwas. Aber nur ein bisschen. Ganz wenig. Minimal mehr als Jaden und die Anderen."

„Spar dir das für Mindy und Jasmine. Die beiden brennen schon darauf alles zu erfahren, nachdem sie gehört haben, dass dich Jesse regelmäßig besucht hat."

„Oh man, was habe ich mir da nur angetan mit euch." Maulte Nevan scherzhaft vor sich hin.

Zahlreiche Tassen Kaffe und stundenlangem Klatschaustausch, hatte sich die Abenddämmerung über die Duellakademie gelegt, und die Mädchen hatten sich bereits zurück in die Obelisk Blue Unterkunft begeben. Die Sirene hingegen wanderte unruhig umher. Der Kaffee und die angestaute Energie der letzten Tage Bettruhe hatten ihn zu aktiv gemacht, um einen gemütlichen Abend haben zu können. Vielleicht würde etwas Bewegung ihn ruhiger machen. Während es immer dunkler wurde, hatte er sich immer weiter von seiner Unterkunft entfernt. Gerade als er sich orientieren wollte, wo er war, stieß er gegen Hassleberry, der geradewegs in ihn hineingerannt war.

„WOW, immer ruhig Sergeant." Rief Nevan und rappelte sich vom Boden auf. Mit einigen Handbewegungen klopfte er sich den Dreck von den Klamotten.

„Nevan. Hey, jetzt sehen wir uns ja doch noch. Leider ist das ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt."

„Wo brennt's denn?"

„Rubin sagt, Syrus ist in Schwierigkeiten. Jaden ist bereits vorausgelaufen."

„Na dann sollten wir keine Zeit verschwenden. Wo geht's lang?"

„Sag mir aber bitte, dass wir nicht einem dieser Geister folgen." Flehte Hassleberry.

„Tun wir." Entmutigte ihn Jesse.

„Keine Sorge Hassleberry, auch wenn es schwer zu begreifen ist, vertrau ihnen einfach."
Kommentierte Nevan, während sie bereits weiterhetzten.

Sie kamen gerade rechtzeitig, um den Beginn des Duells von Jaden und Axel zu erleben. Die Situation war ernst, denn Syrus hing bedrohlich über den Klippen. Bereits in seinem ersten Zug fusionierte Jaden Avian und Burstinatrix zu Flammflügelmann. Ein ungewöhnlicher Start für jemanden wie Jaden. Es war deutlich sichtbar wie angespannt er war.

„Ganz ruhig Brauner, nur nicht die Nerven verlieren" beruhigte Jesse den aufgebrachten Jaden.

„Das ist mein Job!" mischte sich Hassleberry ein. Offensichtlich sah er seinen Posten als Jadens bester Freund, den er mit Syrus teilte, in Gefahr.

„Halt dich zurück du Möchtegern Rambo, ein Schritt weiter, und euer kleiner Freund geht Baden. Zum allerletzten Mal." Wies Axel ihn in seine Schranken und hielt drohend die Fernbedienung hoch, die die Klingen an dem Seil, an dem Syrus hing kontrollierte.

„Bitte, macht was er sagt." Syrus Jammern war über die Klippen zu hören.

„Na schön. Ich hasse Muskelprotze." Grummelte der Dinosaurier Duellant.

„Du bist doch selber einer." Erwiderte Nevan kaltherzig.
„Keine Sorge, mit dem Schwachsinn kommt er nicht durch. Ich arbeite daran." Versicherte Jaden seinen unruhigen Freunden.

„Spiel weiter, jede Sekunde die du verschwendest ist eine Sekunde näher am letzten Halleluja für deinen Freund. Ich schlage also vor, dass du deinen Zug beendest."

Axel hatte Recht. Es galt keine Zeit zu verschwenden. Nevan biss sich auf die Lippen. Sie waren zur Untätigkeit gezwungen, während Jaden sich mit Axel um das Leben von Syrus duellierte. Das durfte einfach nicht ungestraft bleiben. Irgendwie mussten sie ihm doch helfen können.

Das Duell wurde immer heißer, als Axel seinen Blutbeschleuniger spielte. Er schien Jaden immer einen Schritt voraus zu sein. Es war erstaunlich, dass dieser immer noch einen witzigen Spruch auf Lager zu haben schien, obwohl die Situation derart ernst war.
„Axel scheint abgelenkt zu sein, das ist unsere Chance." Flüsterte Jesse.

„Worauf warten wir dann noch? Nur untätig herumzustehen und zuzusehen macht mich noch ganz wahnsinnig." Antwortete Nevan ebenso leise.

Hassleberry nickte zustimmend. „ Dann vorwärts Marsch."

Langsam und unauffällig schlichen sich die drei zu dem Baum, an dem Syrus hing.
In der Zwischenzeit hatte Jaden Neos beschworen.

„Aber Hallo, Jaden hat gerade die schweren Geschütze aufgefahren. Hey Serge, worauf wartest du noch? An Neos wird sich der Typ die zähne ausbeißen!" kommentierte Hassleberry seinen Zug.

„Ehm, dir ist doch wohl klar, dass er nicht angreifen kann, oder? Er muss erst auf seinen nächsten Zug warten." Korrigierte ihn Jesse.

„Hehe, das wusste ich." Antwortete Hassleberry verlegen.

„Hört auf rumzulabern. Das ist echt unbequem." Meldete sich nun auch Syrus.

„Bleib ruhig Syrus, wenn das hier funktionieren soll, muss Axel seine Aufmerksamkeit auf das Duell gerichtet halten. Also seid gefälligst etwas leiser. Ihr alle." Stauchte Nevan die 3 zusammen.

Jaden hatte inzwischen aufgeholt. Und Axel auf 1300 Lebenspunkte runtergebracht.

„Super Jaden! Los zeig 's ihm!" feuerte Syrus seinen Freund an.

„Nevan hat Recht, nicht so laut." ermahnte Jesse.

„Überlass Jaden das Duell und mach das was du am Besten kannst." Forderte Hassleberry.

„Was, nur ein hilfloser Waschlappen sein? Nur ein einziges Mal, möchte ich der Held sein. Kommt schon, ist das so schwer zu verstehen? Ein Fiesling taucht auf, verpasst allen eine Gehirnwäsche, ich schlage ihn in einem Duell und rette die Welt!"

„Was für Tagträume!" kommentierte Nevan. Syrus war wirklich unverbesserlich.

„Ach vergiss es, du hast hier die Opferrolle kleiner schon vergessen? Die Rettung der Welt solltest du lieber Jaden überlassen." Erwiderte Hassleberry.

„Keine Sorge Syrus, irgendwann wirst du deine Chance auf 5 Minuten Ruhm auch bekommen. Und wenn es soweit ist, rufen wir dich als Ersten, wenn ein irrer Gehirnwäscher auftaucht." Witzelte Nevan.

Das Seil an dem Syrus hing wurde dünner. Jaden musste sich beeilien, wenn sie Syrus retten wollten. Axel schien mittlerweile wie in Trance, als er sich an seinen Vater erinnerte. Er hatte seine Aufgabe erfüllt, und Jaden in ein Duell verwickelt, das ihn bis an seine Grenzen brachte.
Mit einem Druck auf die Fernsteuerung, stoppte er die Klingen, die das Seil langsam aber sicher durchtrennten. Damit waren sie der Rettung Syrus wieder ein Stückchen näher. Es dauerte nur Sekunden ehe das Seil unter dem Gezappel von Syrus riss, doch glücklicherweise konnte Jesse noch rechtzeitig mit einem beherzten Sprung das Seil ergreifen und wurde von Hassleberry in der Luft gehalten. Erleichtert atmete Nevan auf. Für einen Moment war sein Herz stehen geblieben.

Elementarheld Wildheart hatte gerade die Feuerspielmarke von Axel zerstört und somit das Duell zu Gunsten von Jaden entschieden, als ein schwaches Leuchten der Bio-Bänder an Jadens und Axels Handgelenken die beide zusammenbrechen ließ.

„Jaden!"

„Was ist mir dir?"

„Steh auf Serge!"

„Jetzt kommt schon Jaden, sag doch was."

So schnell wie möglich brachten sie ihren Freund zur Krankenstation, wo sich Miss Fontaine um ihn kümmerte.

„Also was genau ist passiert?" fragte sie nach.

„Er hat sich duelliert, und plötzlich ist er zusammengebrochen." erklärte Jesse.

„Das ist unmöglich, ich hab mir seine Werte angesehen. Niemand fällt einfach so um, vor allem nicht nur durch ein Duell, das kann nicht sein."

„Naja es war eine verdammt heiße Schlacht." Warf Hassleberry ein.

„Ja aber trotzdem, das ergibt keinen Sinn, vielleicht war er ja schon vorher etwas angeschlagen."
„Es ist wirklich ungewöhnlich. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht." Merkte Nevan an. Sein Misstrauen wurde geweckt.

In dem Moment schlug Jaden die Augen auf, und wurde von einem besorgten Syrus empfangen, der beschloss zurück in die Slifer Red Unterkunft zu ziehen, und sich dort um seinen Freund zu kümmern.

Nevan wandte sich an das Fenster und blickte auf hinaus auf den Mond. Jesser, der seine Abwesenheit bemerkte folgte ihm.

„Kommt dir das ganze auch Recht verdächtig vor?"

Nevan nickte.
„Es ist einfach zu abwegig. Und allem Anschein nach, schien auch Axel nach dem Duell Probleme zu haben, auch wenn er nicht ohnmächtig wurde wie Jaden. Ich habe das ungute Gefühl, dass weit aus mehr hinter dem Duell steckte als wir momentan vermuten."

„Das wird sich wohl noch zeigen."

„Hoffen wir, dass wir uns nur irren."