Disclaimer und Zusammenfassung: siehe Kapitel 1
A/N: Sorry, dass es so lange gedauert hat! Ich war im Urlaub und hatte da natürlich keine Zeit weiterzutippen... ;) aber jetzt geht es weiter!
Kapitel 7: Camille und Henri 1
Hermine befand sich in mitten eines kleinen, vor Aktivität summenden Dorfes. Sie wusste sofort, dass der ‚Traum', oder was auch immer dies war, sie an einen neuen Ort in einer anderen Zeit gebracht hatte. Die Dorfbewohner liefen um sie herum zwischen den Ständen des Marktplatzes hin und her. Der Ort schien nichts Besonderes zu sein. Nein, es schien ein einfaches Dorf, wie es aussah im Mittelalter, zu sein.
„Wäre doch schön, jemanden fragen zu können wo und wann ich denn hier bin," grummelte Hermine und machte sich auf um die neue Umgebung zu erkundigen.
Die Sonne stand hoch am Himmel, es war also vermutlich Mittag. Eine kleine Gruppe von jungen Frauen passierten sie und durch sie hindurch. Das Gefühl war beunruhigend, für alle Beteiligten.
„Hast du das gespürt?" fragte eines der Mädchen ihre Freundinnen.
„Ja, war etwas kühl," antwortete ihre Freundin.
Die dritte drehte sich zu ihren Freundinnen um. Hermine zog scharf die Luft ein, als sie das Gesicht der Frau sah. Es war sie selbst… nein… ihr Gesicht.
„Langsam wird das lächerlich!" seufzte Hermine.
„Ich bin sicher, es war nur ein Windstoß," kommentierte das Mädchen mit Hermines Gesicht logisch.
„Lass es Camille, immer eine logische Erklärung für alles zu haben," seufzte das erste Mädchen.
Camille warf ihrer Freundin einen wütenden Blick zu.
„Tut mir echt leid, Miriam. Irgendjemand muss ja logisch denken. Wir können nicht alle unsere Zeit im Fantasieland vergeuden."
„Mädels, hört auf zu streiten," bat das andere Mädchen.
„Entschuldige, Adelaide," gaben Miriam und Camille synchron zurück.
Zufrieden lief Adelaide auf einen Gemüsehändler zu. Miriam sah Camille wütend an.
„Du denkst immer, dass du über uns anderen stehst," spuckte Miriam. „Aber du bist nicht besser als wir."
„Ich hab nie gesagt…"
„Du musst es ja auch gar nicht aussprechen. Deine Taten sprechen laut genug für sich allein!"
„Es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe, Miriam. Das war nie meine Absicht."
Miriam sah das Mädchen, das Hermine bis zu den Sommersprossen auf der Nase glich, misstrauisch an. Dann drehte sie sich auf dem Absatz um und gesellte sich zu ihrer Freundin Adelaide. Camille folgte zögerlich.
„Das scheint mir ein bisschen teuer für Kartoffeln," sagte Miriam zu Adelaide.
„Ich weiß, aber meine Mutter sagte, ich sollte ihr vier Stück mitbringen, egal wie teuer."
Camille sah furchtbar gelangweilt aus. Hermine konnte das verstehen. Sie fühlte sich immer so, wenn sie mit Parvati und Lavender unterwegs war. Es war kein Geheimnis, dass sie nie viel mit den Mädchen aus ihrem Haus anfangen konnte. Sie schienen alle so schrecklich eingenommen von Klamotten, den neuesten Frisuren aus Hexe Heute und dem ununterbrochenen Geplapper über Jungs. Ginny Weasley war zeitweise sehr lustig, aber selbst sie hatte solche Momente.
Hermine nutzte die Zeit, die die Mädchen aus der Vergangenheit den Preis von Rettichen diskutierten, sich die Läden und Leute der Umgebung anzusehen. Frauen liefen vorbei, die Arme voller Gemüse und Körbe und kleine Kinder hinter sich her ziehend. Kinder spielten auf der Straße und hielten nur gelegentlich inne, um einen Wagen durchzulassen.
„Ähm…" begann Camille vorsichtig. „Ich… gehe mal eben in den Buchladen."
Die beiden Mädchen sahen die Dritte mit Neugier und Frust an.
„Was willst du denn da?" fragte Adelaide. Camille und Hermine schnaubten.
„Ein Buch zum lesen finden natürlich," gab Camille zurück. „Das ist normalerweise das, was man in einem Buchladen macht."
„Ich werde dort nie wieder hingehen," verkündigte Miriam.
„Und weshalb?" fragte Adelaide. Sie war eindeutig die Lavender der Gruppe.
„Nachdem Monsieur Girou letzten Monat gestorben ist, ist seinem Sohn geschickt worden, im Laden und auf der Farm zu helfen," informierte Miriam sie.
„Ich dachte Henri Girou ist im Ausland gestorben," sagte Camille.
„Nein, er war krank, als er fort an der Universität war, aber er ist nicht gestorben. Er ist quicklebendig… leider."
„Miriam!" schalt sie Adelaide. „Was für eine schreckliche Sache auszusprechen!"
„Er ist ein furchtbarer Mann," gab Miriam zurück. „Das sagt zumindest mein älterer Bruder Pierre. Als sie noch klein waren war Girou immer bei sich selbst. Wollte nie mit den andern Kindern spielen. Frankreich hat ihn anscheinend kein bisschen verändert."
„Wir sollten nicht so über ihn sprechen," flüsterte Adlaide. „Das ist nicht anständig."
„Pierre ist letztens in den Laden gegangen, um ein neues Buch zu kaufen und der junge Monsieur Girou war grässlich zu ihm."
„Vielleicht war es nicht Monsieur Girou, der damit angefangen hat," schlug Camille vor.
„Willst du damit sagen, dass es mein Bruder war, der so ungehobelt war?"
„Keines wegs," gab Camille sarkastisch zurück. „Nein, dein Bruder ist ja immer die höflichste und gütigste Person, die ich je traf."
Adelaide, die einen weiteren Streit zwischen ihren besten Freundinnen vermutete, stellte sich zwischen die beiden.
„Du brauchst sie nicht zu beschützen, Adelaide," fauchte Miriam. „Ich werde dem kleinen Bücherwurm heut nichts tun."
Ohne ein weiteres Wort drehte Miriam sich um und ließ die beiden Mädchen stehen. Sie drehte sich noch einmal um, um Camille wütend anzustarren und verschwand dann.
„Das tut mir leid, Adelaide," seufzte Camille. „Ich wollte nicht so einen Aufruhr verursachen."
Adelaide schenkte ihr ein warmes Lächeln.
„Ist schon in Ordnung. Ich hätte wissen müssen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr beide euch streitet."
„Je älter wir werden, desto weniger kann sie mich leiden. Ich wünschte, ich wüsste, was ich tun könnte, dass sie mich nicht mehr so hasst."
„Oh, Camille," seufzte Adelaide. „Sie hasst dich nicht."
"Es scheint aber…"
"Sie beneidet dich"
Camille starrte die junge Frau vor sich an.
„Wovon redest du nur? Miriam eifesüchtig auf mich? Das ist doch lächerlich," lachte Camille. „Sie ist wunderschön. Jeder Mann im Dorf möchte sie heiraten. Du hast doch gehört, wie sie mit ihren Heiratsanträgen angibt. Es könnte jeden Tag sein, dass sie endlich ihre Verlobung bekannt gibt."
„Ja, wir wissen alle wie schön Miriam ist, aber deshalb ist sie nicht eifersüchtig. Erinnerst du dich noch daran, als wir jünger waren und gemeinsam Unterricht hatten? Sie hat immer hart für ihre Noten gearbeitet. Sie hat mir mal gesagt, sie wünschte, sie könnte so schnell lernen wie du."
„Das hab ich nie gewusst."
„Und dann, als wir bei ihrer Großmutter, Madam Benoit, Zauberunterricht genommen haben?"
Hermine schreckte bei dieser Enthüllung auf. Diese Mädchen war also Hexen. War das ganze Dorf magisch?
„Ihre Großmutter war so begeistert, als sie sah, wie schnell du zaubern lerntest. Madam Benoit hat einmal gesagt, sie wünschte Miriam wäre so eine gute Hexe wie du. Das hat sie sehr verletzt."
„Ich hab nie etwas davon gewusst. Kein Wunder, dass sie mich nicht leiden kann."
„Sie wäre sehr wütend auf mich, wenn sie wüsste, dass ich dir das jetzt sage."
„Ich verstehe. Natürlich werde ich es nicht erwähnen. Sind das alle Gründe, warum sie so zu mir ist?"
"Nun, beinahe… aber dann ist da auch noch die Sache mit Varien Perrine."
„Der Sohn des Zaubereiministers? Was ist mit ihm?"
Adelaide lehnte sich näher zu ihr hinüber. Hermine musste sich anstrengen, um zu verstehen, was gesprochen wurde.
„Miriam hat erzählt, dass Varien vor ein paar Tagen bei Pierre zu Besuch war. Sie hat ihnen aus dem nächsten Zimmer zugehört. Du weißt doch, wie sie immer sagte, sie würde Varien eines Tages heiraten. Pierre hat schon seit einiger Zeit versucht, Miriam zu verheiraten und aus dem Haus zu bekommen. Seit dem Tod ihrer Eltern, will er sie nicht mehr dort haben. Also hat Pierre ganz nebenbei Variens Hochzeitspläne erfragt."
„Wann wird Miriam und Variens Hochzeit stattfinden?" fragte Camille sarkastisch.
„Das ist es ja gerade. Als Pierre die Hochzeit erwähnte, sagte Varien nichts von Miriam. Er hat von einem anderen Mädchen gesprochen."
„Einer anderen? Arme Miriam!"
"Er hat von… dir gesprochen, Camille!"
„Ich? Was hat er über mich gesagt?" Sie war geschockt.
"Varien sagte, er ware beeindruckt gewesen von deinen magischen Fähigkeiten, als ihr beide unter Signor Valencia Zaubertränke studiert habt. Er erzählte, wie sehr er eine intelligente Frau bewundere und wie sehr er deinen Wissensdurst verehrt."
Hermine lachte zu sich selbst. Es gab also einen Mann, der die Intelligenz einer Frau bewunderte? Hmm… schade nur, dass er nicht in Hogwarts war.
Camille bemühte sich um ihrer Freundin Willen aufgebracht auszusehen, aber Hermine bemerkte, wie ihre Wangen sich bei den Worten Variens plötzlich röteten.
„Ich würde Varien niemals heiraten," sagte Camille einfach.
„Warum nicht?" Adelaide sah Camille an, als wäre sie ein frevelhaftes Wesen. „Er ist der beste Apothekerlehrling den mein Vater je hatte. Und noch dazu ist er der Sohn des Zaubereiministers! Weißt du nicht, wie viel Geld seine Familie hat? Einer Frau könnte es sehr viel schlechter ergehen, als Varien Perrine zu heiraten."
„Wenn ich Varien heiraten würde, wäre ich die Frau des nächsten Zaubereiministers. Wir wissen doch alle, dass wenn sein Vater stirbt er die nächste Wahl sein wird. Das ist keine Position, in der ich je sein möchte."
„Du bist verrückt, weißt du das, Camille? Lachte Adelaide. „Du musst das einzige Mädchen im ganzen Dorf sein, die diese Gelegenheit je aufgeben würde."
„Und… ich liebe Varien nicht."
Adelaide schnaubte und versuchte es dann schnell mit einem falschen Niesen zu verstecken.
„Es gibt mehr als Liebe im Leben, Camille. Vielleicht hast du zu viele Romanzen gelesen."
„"Du heiratest nächste Woche, Adelaide. Sag mir ehrlich, dass du den Mann den du heiratest nicht liebst."
"Naja… ich bin verliebt in den Gedanken in ihn verliebt zu sein. Aber ihn wirklich lieben… nein. Ich respektiere ihn, aber es ist keine Liebe."
"Ich werde nie verstehen, wie eine Frau einen Mann heiraten kann, den sie nicht liebt. Wie kannst du nur?"
„Ehrlich, Camille, du musst es doch verstehen. Mein Vater hat es mir gesagt. Selbst wenn ich ihn hasste, würde ich ihn doch heiraten, wenn mein Vater es mir sagte. Das ist was was eine gute Tochter zu tun hat."
„Ich fürchte, ich wäre nicht so verständlich."
„Warte nur… warte nur, bis ein Mann deinen Vater um deine Hand bittet. Ich habe keinen Zweifel daran, dass, würde Varien Perrine deinen Vater heute fragen, ob er dich heiraten könne, er dich ohne nachzudenken vergeben würde."
„Da bin ich mir nicht so sicher. Ichglaube, mein Vater würde auf meinen Wunsch hören."
„Um deinet Willen… das hoffe ich, aber ich bin nicht überzeugt."
Adelaide schob den Griff ihres Korbes weiter die Schulter hinauf.
„Ich sollte los. Mutter erwartet die Kartoffeln."
"In Ordnung. Ich wollte sowieso noch in den Buchladen."
Adelaide gab ihrer Freundin einen schnellen Kuss auf die Wange.
„Sei vorsichtig… falls dieser Mann doch so ist, wie Miriam sagte," ermahnte Adelaide Camille.
„Werde ich."
„Bis morgen, dann? Du kommst doch zum Mittagessen vorbei, oder?"
"Oh! Natürlich. Bis morgen…"
Camille winkte Adelaide zum Abschied zu, bevor sie sich zum Buchladen aufmachte.
„Niemand kann so schlimm sein, wie Miriam sagte, dass er es ist," flüsterte Camille, als sie vorsichtig die Tür zum Laden öffnete. „Imerhin hatte ich Signor Valencia als Zaubertränkelehrer. Niemand kann schlimmer sein, als er zu seinen Schülern."
Hermine lachte. Sie hatte eindeutig nie Professor Snape im Unterricht.
Hermine sah sich im Buchladen um. Der Laden an sich war nichts Besonderes. Es sah aus wie eine kleinere Version von Flourish und Blotts. Camille schien die einzige Kundin im Geschäft zu sein. Die Glocke über der Tür ertönte, als sie eintrat. Sie ging sofort zu einem Stapel Bücher in einer Ecke des Ladens hinüber.
„Falls Sie nach diesen albernen Romantikgeschichten suchen, ich habe mich entschlossen sie nicht mehr zu führen," zischte eine seidene Stimme in Camilles Ohr.
Beide Mädchen zuckten vor Schreck zusammen. Langsam drehte sich Hermine um, während Camille ein heruntergefallenes Buch vom Boden aufhob.
Was Hermine sah, hätte sie schockieren sollen, aber aus irgendeinem Grund tat es das nicht. Ein Mann, der ihrem Zaubertränkeprofessor aus Hogwarts wie aus dem Gesicht geschnitten war, stand direkt hinter Camille. Der Mann war in schwarze Zaubererumhänge gekleidet, die selbst für Snapes Geschmack altmodisch waren. Aber da Hermine nichts von Kleidung verstand, konnte sie sie keiner Zeit zuordnen.
„Ich…" begann Camille, als sie sich ruhig umdrehte, um dem Ladenbesitzer ins Gesicht zu blicken. „…suche keine Romantikbücher. Danke für Ihre Hilfe, aber wenn ich sie später brauche, werde ich Sie fragen." Sie drehte sich wieder um und begutachtete die Bücher erneut.
Der Man sah die junge Frau vor sich neugierig an. Sein Gesicht war emotionslos, aber Hermine konnte kurz Interesse in seinen Augen aufblitzen sehen. Offensichtlich war er nicht daran gewöhnt, dass Frauen sich verteidigten.
„'Potenteste Zaubertränke'?" sagte der Verkäufer. „Das ist doch sicher viel zu fortgeschritten für Sie. Ich habe einige Exemplare von ‚Einfache Zaubertränke für Frauen' hier drüben."
„Oh, ich denke nicht," sagte Camille und drehte sich wieder dem Ladenbesitzer zu, den Band fest unter den Arm geklemmt. „Mein Zaubertränkelehrer, Signor Valencia…"
Der Ladenbesitzer zog bei dem Namen eine Augenbraue hoch.
„…fand mich schon als Anfängerin zu fortgeschritten für dieses Buch. Trotzdem vielen Dank," setzte Camille fort, ein Schmunzeln auf den Lippen.
Hermine konnte das Lachen nicht unterdrücken, als sie das Gesicht des Mannes sah. Ja, sie fing an das Mädchen zu mögen, mit dem sie ihr Gesicht teilte. Camille ging dem Mann, der nicht nur wie Snape aussah, sondern sicherlich auch so war, bereits unter die Haut.
„Tatsächlich, Mademoiselle…"
„Laurent."
„Ahh, natürlich. Ich nehme an, Sie sind die Tochter von Monsieur Julien Laurent?" Er sprach den Namen von Camilles Vater mit Respekt sowie Verachtung aus. Wie er es schaffte, dass es nach beidem klang, konnte Hermine nicht ergründen. „Chamomile?"
„Camille," korrigierte sie ihn.
„Sie haben unter Signor Valencia studiert?"
„Ich glaube, dass sagte ich eben, Monsieur Girou."
„Ich habe keine Geduld für Unverschämtheiten! Besonders von einer Frau."
„Oh? Ihr Vater fand es entzückend."
"Nun, wie Sie sehen, bin ich nicht mein Vater."
„Nein, sind Sie nicht. Obwohl Sie ihm doch sehr ähnlich sind."
Der Mann versteifte sich, als sie sprach.
„Ihre Augen verraten Sie jedoch," sagte sie und blickte direkt in die schwarzen Tiefen des Verkäufers. „Ihr Vater, möge er in Frieden ruhen, hatte Augen, die voller Lachen und Wärme waren. Ihre Augen jedoch, haben beides nicht. Ich sehe nur Kälte und Traurigkeit in ihnen."
Henri Girou, Besitzer des Buchlandens im Dorf, wandte den Blick von der jungen Frau vor ihm.
„Wenn das alles ist, was Sie heute benötigen… sieben Sickel und drei Knut."
Camille griff in ihre Tasche, um das nötige Geld zu finden. Sie legte es in Henris ausgestreckte Hand.
„Vielen Dank," sagte sie und lächelte den Mann warm an. Es sah unbehaglich aus. „Ich werde Sie bald wieder sehen."
Als Camille das Geschäft verließ, beobachtete Hermine das Gesicht des Ladenbesitzers. Zuerst sah er von der jungen Frau verärgert aus. Als die Tür ins Schloss fiel, blickte er Camille immer noch hinterher. Langsam schlich sich ein feines Lächeln auf seine Lippen. Beinahe sofort wurde es jedoch durch einen mürrischen Gesichtsausdruck ersetzt. Hermine bemerkte dennoch immer noch den interessierten Schimmer in seinen Augen.
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Snape ließ sich wieder auf dem Stuhl neben Hermines Bett nieder. Sie hatte, sehr zu seiner Erleichterung, aufgehört zu weinen. Tränen hatten noch nie Mitgefühl bei ihm errregt, besonders von einem jungen Mädchen. Normalerweise, wenn jemand die Unverfrorenheit besaß in seiner Gegenwart zu heulen, belohnte er sie mit dem Abzug von Hauspunkten. Das verursachte meist noch heftigere Tränen. Sein für ihn typisches Schmunzeln erschien bei dem Gedanken auf seinem Gesicht.
„Falls Sie mich hören können, Miss Granger, glauben sie mir, dass dies nicht meine Idee war," sagte er der Patientin kaum hörbar. Er wollte nicht riskieren, dass jemand anderes im Krankenflügel seine Worte hörte. „Der einzige Grund, warum ich an Ihren Bett sitze, ist der Schulleiter. Sie können ihm dafür danken, wenn sie aufwachen."
A/N: Ich bemühe mich sobald es geht weiterzumachen!
