Herzlich Willkommen im Wochenende *lach*. Heute leider etwas verspätet, aber das Real-Life erforderte meine ganze Aufmerksamkeit. Aber jetzt ist alles erledigt und ich bin in meine Lieblingswelt abgetaucht und hab euch auf dem Rückweg das neue Chap mitgebracht. Ich verliere mal nicht allzu viele Worte vorher und danke euch einfach für die wunderbaren Reviews. Bitte, bitte, macht weiter so!
Leni4888 – Yeah, stimmt, dir auch Frohes Neues! Und jaaaa, du bist zu ungeduldig, immerhin sollen doch noch ein paar Kapitel kommen *g*, aber ich denke, dieses Chap entschädigt dich schon mal für die Warterei.
Schokoladia – Geduld ist eine Tugend – lach – aber naja, ich hab ein Einsehen mit dir. Viel Spaß *zwinker*.
Reinadoreen – Tja, am Ende dieses Chaps werden deine Fragen beantwortet sein
lizzy - *lach*, ne, teeny-angsty gibt's bei mir wohl nicht mehr, dazu bin ich schon zu alt *gg*. Aber schön, dass es dir gefällt.
Muse - *argh* ja, ja, ja, ich wollte bei Wer Wind säet... schon längst ein neues Chap hochgeladen haben, leider lässt mir mein real life nicht die Zeit, dich ich gern hätte um in meine Stories abzutauchen, aber es geht auf jeden Fall weiter... und zwar bald...
Little Whisper – DANKE, meine Lieblingsbeta.
So long und bis nächste Woche
Eure
Cassie
Chapter VI - Jenseits der Hoffnung
Never again will I love you!
Never!
(Never again - Kelly Clarkson)
Draco
Ich erwachte mitten in der Nacht mit einem furchtbaren Geschmack im Mund und dem Brummschädel des Jahrhunderts. Benommen stellte ich fest, dass jemand neben mir lag und in einer ersten Schrecksekunde dachte ich tatsächlich, dass ich vielleicht mit Harry…? Glücklicherweise setzte mein Erinnerungsvermögen doch noch ein und mir war klar, dass Roger neben mir lag.
Warum ich allerdings noch immer meine Jeans trug war mir ein Rätsel. Ich hatte fürchterlichen Durst und setzte mich auf, eine Bewegung, die ich noch in derselben Sekunde bereute, denn das Zimmer begann sich freudig zu drehen und mein Kopf wollte offensichtlich heute noch zerplatzen wie eine reife Melone.
Also legte ich mich wieder hin. Ganz vorsichtig, kniff die Augen zusammen und konzentrierte mich auf meine Atmung. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Genau, der Schmerz klang langsam ab und ich tastete nach meinem Zauberstab. Mit geschlossenen Augen, denn ich befürchtete, dass der Schmerz zurückkäme sobald ich die Augen wieder öffnete.
Glücklicherweise fand ich ihn an seinem gewohnten Platz auf meinem Nachttisch. Ich murmelte leise, um Roger nicht zu wecken, einen Ausnüchterungszauber und sofort verschwand der Kopfschmerz. Matt aber wesentlich glücklicher ließ ich meinen Zauberstab wieder auf den Nachttisch fallen.
Nun, der Ausnüchterungszauber würde mich nicht davor bewahren mich die nächsten Stunden ziemlich beschissen zu fühlen, aber immerhin hielt er die Katersymptome in erträglichen Grenzen.
Mir fiel wieder ein, dass ich Durst hatte, doch ich konnte mich nicht dazu aufraffen aufzustehen, also angelte ich ein weiters Mal nach meinem Zauberstab und acciote mir ein Glas Wasser. Und ein Pfefferminz.
Ich trank langsam, beobachtete die Blätter der Eiche vor meinem Schlafzimmerfenster, welche sich sacht in einer nächtlichen Brise wiegten. Obwohl ich es wirklich gern verhindert hätte, wanderten meine Gedanken zu Harry zurück.
Ich durfte gar nicht daran denken, was ich zweifellos gemacht hätte, wenn Roger nicht aufgetaucht wäre. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre ich doch noch mit Harry im Bett gelandet. Eine Erkenntnis, auf die ich nicht sonderlich stolz war, immerhin wusste ich ganz genau, dass auf Harry Frau und Kind warteten.
Aber das Schlimmste war nicht, dass ich mich noch immer körperlich zu ihm hingezogen fühlte… das Schlimmste war eher, dass ich eben nicht nur Sex von ihm wollte. Ich wollte ihn. Ganz und gar. Mit allen seinen Fehlern und seinem dämlichen Heldenkomplex. Und zur Not eben auch mit einem Kind am Hals.
Ich schüttete mir rigoros den Rest Wasser ins Gesicht und schalt mich ein weiteres Mal einen Narren. Warum konnte ich verdammt nochmal nicht endlich aufhören an ihn zu denken?
In diesem Moment kam mir zum ersten Mal der Gedanke, was er überhaupt mitten in der Nacht vor meiner Tür zu suchen hatte. Nun, dieser Gedanke trug nicht gerade dazu bei die nächtliche Ruhe zu finden. Es gab keinen rationellen Grund für ihn mich schon wieder aufzusuchen. Ginny war entlassen und mit dem Kind konnte auch nichts sein, denn sonst hätte sich die Klinik schon längst bei mir gemeldet. Blieb also die Frage, was bei Slytherin er hier machte.
Das brachte mich zu einem weiteren beunruhigenden Gedankengang. War er etwa noch hier?
Es war üblich, dass meine Freunde sich nach solch einer Absturzparty wohnlich in meinem Loft einrichteten und die Nacht hier verbrachten. Sollte Harry etwa auch…? Ein heftiges Ziehen in meiner Magengegend brachte mich dazu, mich doch wieder aufzurichten. Ich war mir nicht sicher woher es kam. Eine Nachwirkung des Absinth oder eine Nachwirkung von Harry.
Roger drehte sich im Schlaf herum und mein schlechtes Gewissen meldete sich erneut. Gut, ich hatte ja nichts angestellt, musste mir aber eingestehen, dass das nur an Rogers zeitigem Erscheinen lag. Ich mochte Roger genug, um ihm nicht wehtun zu wollen, musste mir aber nun widerwillig eingestehen, dass es nicht dasselbe war wie bei Harry. Nicht einmal annähernd.
Die Luft im Schlafzimmer schien mir einemmal zu dick zum atmen. Mir war schlecht und ich dachte für einen Moment, dass ich mich eventuell trotz des Ausnüchterungszaubers übergeben müsste.
So leise es ging rutschte ich aus dem Bett. Roger murmelte leise im Schlaf und drehte sich ein weiteres Mal um, präsentierte mir für einen Moment sein nacktes Hinterteil. Ich schluckte. Warum musste das Leben auch so verflucht kompliziert sein? Hier in meinem Bett lag ein Mann, der mich aufrichtig liebte, aussah wie frisch einer Männerunterhosencampagne entsprungen und ich? Ich dachte über die Vergangenheit nach, die mich in den letzten Wochen ungefragt eingeholt hatte. Eine Vergangenheit mit einem weit weniger perfekten Körperbau, grünen Augen und der beschissensten Frisur aller Zeiten.
Scheiße.
Ich beschloss ins Badezimmer zu gehen, eventuell würde mehr kaltes Wasser helfen die Übelkeit zu vertreiben. Ich schaffte es irgendwie aus meiner Jeans und meinen Boxern zu kommen, die noch immer nach Absinth rochen und angelte nach meiner Pyjamahose, stieg unbeholfen hinein und verfluchte ein weiteres Mal, dass ich mich nicht von der grünen Fee ferngehalten hatte. Das Butterbier hätte mehr als gereicht in meiner momentanen Verfassung.
Lautlos öffnete ich die Schlafzimmertür, schlich hindurch und schloss sie ebenso geräuschlos wieder hinter mir. Im selben Moment stellte ich irritiert fest, dass ich meinen Zauberstab in der Hand hielt und wusste nicht so richtig, warum ich ihn mitgenommen hatte. Ich schrieb es dem Absinth zu. Mit dem letzten bisschen Willenskraft hielt ich mich davon ab ins Wohnzimmer zu gehen um nachzusehen ob Harry noch da war. Eigentlich wusste ich es längst. Ich spürte seine Anwesenheit mit geschlossenen Augen, selbst in meinem halbnüchternen Zustand.
Und ich wusste, dass, wenn ich mich nicht von ihm fernhielt, ich dann wahrscheinlich etwas tun würde, was ich spätestens im Morgengrauen bitter bereuen würde.
Meine Füße hinterließen ein leises Tapsen auf dem Holz. Licht schaltete ich nicht an in der Hoffnung, dass weder Roger noch einer der anderen meinen Ausflug ins Bad bemerkten. Was ich brauchte war kaltes Wasser und ein paar Minuten allein.
Die Badezimmertür klickte leise, als ich sie ins Schloss schob. Roger hatte die Jalousie nicht geschlossen, wie immer, und fahles Mondlicht zeichnete Schatten auf die hellen Fliesen. Ich beschloss, dass ich meinen Anblick im Spiegel bei Beleuchtung nicht ertragen würde und beließ es dabei, dass das Mondlicht reichen musste.
Die Fliesen waren kalt unter meinen Füßen, doch das störte mich nicht. Ein leichter Hauch nach Rogers Aftershave hing in der Luft. Mein Magen rebellierte, dumpf landete mein Zauberstab auf dem Boden und ich drehte rigoros den Wasserhahn auf, stellte das Wasser auf eiskalt und hielt meinen Kopf unter den Strahl.
Der Schock der Kälte raubte mir in den ersten Sekunden den Atem, ich klammerte mich am Waschbecken fest, nicht sicher, ob diese Therapie diesmal die richtige Entscheidung war.
Doch der Moment ging vorüber. Ich atmete langsam ein, prustete gegen den Wasserstrahl und bewegte meinen Kopf, so dass das kalte Wasser meinen Nacken erreichen konnte.
Ich weiß nicht, wie lange ich dort stand bis ich ein zaghaftes Klopfen an der Tür hörte.
„Draco?" Ich stieß mir den Kopf am Wasserhahn als ich erschrocken zusammenzuckte. Nein, nicht er schon wieder! dachte ich in einem leichten Anflug von Panik. Ihn wollte und konnte ich jetzt ganz sicher nicht sehen.
„Ist alles okay da drin?"
„Ja…", brachte ich heraus, verschluckte mich fast an dem Wasser, welches mir in den Mund lief. Einige hoffnungsvolle Sekunden dachte ich, dass er wieder gegangen sei und steckte meinen Kopf erneut unter den Wasserhahn.
„Sicher?"
Mist. Ich richtete mich auf und drehte den Wasserhahn zu. Die Armatur war feucht von Kondenswasser, spiegelte mein Gesicht in tausenden kleiner Tropfen wieder. Warum konnte er mich nicht einfach in Ruhe lassen? Warum nicht? Eisige Wassertropfen platschen aus meinem Haar auf meine Brust, ich schüttelte den Kopf, mir wohl bewusst, dass Roger über den fleckigen Spiegel schimpfen würde. Ich hatte andere Sorgen.
Mir war klar, dass Harry nicht gehen würde. Ich ging langsam zurück zur Tür, eine Gänsehaut überlief mich, als einzelne kalte Tropfen gemächlich über meinen Rücken liefen. Ich zögerte noch immer, versuchte irgendwie die Kraft zu finden ihn endlich wegzuschicken. Meine Hand lag schon auf dem Türgriff bevor ich ein letztes Mal durchatmete und sie wieder sinken ließ.
Mir war bewusst, dass wenn ich ihn jetzt wegschickte es für immer sein musste. Ich konnte und wollte mit diesen Gefühlen nicht mehr leben. Er war meine Vergangenheit und die musste ich nun endlich hinter mir lassen.
Ich stütze den Unterarm an den Türrahmen, legte meine Stirn daran und schloss für den Bruchteil einer Sekunde die Augen, bis ich mich soweit gesammelt hatte, um es hinter mich bringen zu können.
Ich öffnete die Badezimmertür und da stand er. Noch immer in diesem fürchterlich schlabberigen T-Shirt und der viel zu großen Jeans und schaute mich an. Der besorgte Ausdruck in seinen dunklen Augen brachte meine Entschlusskraft in ernste Bedrängnis.
„Mir geht's gut.", log ich kühl.
Sein Blick wanderte über mein Gesicht zu meinen Haaren, die mir zweifellos klatschnass am Kopf klebten. Nicht unbedingt ein Indiz für ihn meiner Beteuerung Glauben zu schenken. Ich wusste, dass jetzt der Augenblick war, in welchem ich ihn zum Teufel jagen sollte.
Ich wusste es.
Und ich schwieg.
Sein Blick glitt an mir herunter, ich sah, wie seine Pupillen sich weiteten bevor er langsam die Hand ausstreckte, über meine nackte Brust fuhr. „Du bist ganz nass.", stellte er überflüssigerweise fest. Mein Zittern hatte nichts mehr mit dem kalten Wasser auf meiner Haut zu tun.
Mit äußerster Willensanstrengung wich ich vor ihm zurück. Mein Puls jagte ein weiteres Mal an diesem Abend in die Höhe. „Ich kann… nicht… Harry.", stammelte ich konfus, er musste mir angehört haben, wie verwirrt ich war. Sein Blick schoss hoch und ich wusste, dass ich einen Fehler gemacht hatte.
„Willst du, dass ich gehe?", fragte er mit rauer Stimme. Sekundenlang starrten wir uns an und es gab nur eine richtige Antwort.
„Ja.", sagte ich tonlos, bevor meine Hand in seinem Nacken lag und ich ihn grob ins Badezimmer zerrte. Entfernt wurde mir noch bewusst, dass ich dabei war einen Fehler zu begehen, leider war ich aber nicht mehr in der Lage entsprechend zu reagieren. Ich schob ihn gegen die Tür, welche sich mit einem vernehmlichen Knall schloss und küsste ihn.
Küsste ihn genauso hungrig und leidenschaftlich wie schon vor langer Zeit. Und wie damals tat er nichts um mich davon abzuhalten. Im Gegenteil, seine Hände hinterließen brennende Hitze auf meiner Haut, er fasste mich um die Hüften, seine Finger nur knapp über dem Bund meiner Pyjamahose und presste sich an mich.
Sofern ich bis zu diesem Zeitpunkt irgendwo noch ein wenig Verstand hätte aufbringen können, ging er in diesem Augenblick mit Pauken und Trompeten in dem Verlangen unter, welches seine Küsse in mir entfachten.
Meine Hände schoben sich unter den abgegriffenen Stoff seines Shirts, wohl wissend, wie sich seine warme Haut anfühlen würde. Er zögerte keine Sekunde, machte sich nur ein wenig von mir los um sich das Shirt über den Kopf ziehen zu können. Seine Brille klapperte leise, als sie mitsamt dem Stoff auf den Fliesen landete. Eine Wolke schob sich vor den Mond, ließ uns im Dunkeln zurück.
Er zog mich erneut an sich, schlang die Arme um meinen Nacken und raubte mir den Atem mit weiteren hungrigen Küssen. Himmel, ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich ihn noch immer begehrte, wie sehr ich ihn nach all der Zeit noch immer wollte.
Durch meine dünne Pyjamahose war es nur zu offensichtlich was seine Küsse in mir auslösten und sein Grinsen war mehr als verrucht, während er an mir hinunterschaute. Normalerweise wäre ich wohl rot geworden, doch Harry ließ mir keine Gelegenheit dazu.
Seine leise gemurmelten Worte, dass er es kaum abwarten könne meine Härte in sich zu spüren, verschlugen mir schlichtweg die Sprache. Ich hatte vergessen wie direkt Harry seine Wünsche zu äußern pflegte.
Er drehte sich in meinen Armen um, zog mich, eine Hand in meinen Nacken gepresst, in Richtung des Waschbeckens. Seine kaum verständlich gewisperte Beschreibung, was genau ich mit ihm anstellen sollte und die fast schon obszöne Deutlichkeit, in der er mir sein Hinterteil entgegenstreckte, machten mich halb wahnsinnig vor Verlangen.
Er stützte sich mit einer Hand am Waschbecken ab, die andere noch immer in meinen Nacken gepresst und drängte sich mir entgegen. Der Wind trieb die Wolken weiter und erneut ergoss sich das bleiche Mondlicht über uns. Ich sah unsere Abbilder im Spiegel, sah Harrys leicht geöffneten Mund, seine geschlossenen Augen und dasselbe Begehren in seinem Gesicht wie auch ich es empfand. Meine Küsse in seinem Nacken wurden zu leidenschaftlichen Bissen, die zweifellos ihre Spuren hinterlassen würden.
Merkwürdigerweise heizte es mich nur noch mehr an, mir selbst dabei zuzusehen, wie ich Harrys Jeans öffnete, eine Hand in seine Boxer schob. Harry reagierte lustgesteuerte, stöhnte leise meinen Namen, als sich meine Hand um seinen prallen Phallus schloss.
Ich keuchte, unterbrach für einen Moment die Küsse in seinem Nacken, biss mir schmerzhaft auf die Unterlippe um ein lautes Stöhnen zu unterdrücken. Noch war ich mir bewusst, dass wir nicht allein in meinem Loft waren. Und die Badezimmertür war nicht versperrt. Eigentlich hatte ich vor, dieses Versäumnis nachzuholen, doch Harry lenkte mich einmal mehr ab.
Sein Griff in meinem Nacken verstärkte sich, ich schaute in den Spiegel, begegnete seinem Blick. Er fuhr sich mit der Zunge provozierend über die Lippen bevor er ein lüsternes Grinsen zustandebrachte. „Wie lange willst du mich noch warten lassen, Draco?", flüsterte er meinem Spiegelbild zu.
Seine Worte fegten jeden rationellen Gedanken gründlich aus meinem Kopf, ich schaffte es irgendwie meine Pyjamahose sehr schnell bei meinen Knöcheln landen zu lassen ohne meine Hand aus seiner Jeans zu nehmen.
Sein Kopf fiel zurück, ich suchte seine Lippen und küsste ihn gierig. Er stöhnte, löste seinen Griff um meinen Nacken und zerrte an seiner Jeans. Mit einem schnellen Griff packte ich sein Handgelenk und hinderte ihn an seinem Vorhaben. „Nicht so schnell…", wisperte ich in sein Ohr, er machte ein gequältes Geräusch, versuchte seine Hand zu befreien.
Obwohl ich mindestens ebenso erregt war wie er, begann ich dieses Spiel zu genießen. Ich zwang seine Hände zurück auf die kalte Emaille des Waschbeckens, umfasste von hinten seine Brust. Ich ließ meine geöffneten Hände langsam über seine Brust nach unten gleiten, strich über seine harten Brustwarzen über seinen flachen Bauch. Am Bund seiner Jeans verharrte ich, lachte leise über seinen gewimmerten Protest und küsste seinen Nacken.
Seine Haut war warm, genauso wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich biss zärtlich, spürte die Gänsehaut welche ihn überlief. Sanft leckte ich über die sich rötende Haut, wanderte mit meinen Lippen seine Wirbelsäule hinab. Er zappelte und ich verstärkte meinen Griff um seine Hüften.
„Draco…", wimmerte er rau, seine Stimme irgendwo zwischen Folter und Genuss.
Erst als meine Küsse ebenfalls an der Hüfte angekommen waren, schob ich beide Hände in seine Jeans. Er stöhnte lauter, krallte sich mit einer Hand am Waschbecken fest und schlug sich die andere vor den Mund.
Ein erneuter Biss auf meine Lippe war nötig um meine Sinne beisammenzuhalten. Ich strich ein weiteres Mal über sein pralles Glied, fühlte, wie er unter meinen Händen bebte und kämpfte um meine Beherrschung.
Tausend Empfindungen stürzten auf mich ein, die Wärme und unerwartete Sanftheit seiner Haut. Sein ganz eigener Geruch, der leicht salzige Geschmack seiner Haut, sein schneller Atem, die Wellen der Erregung, die ich als zitterndes Beben spürte. All das war schon fast mehr als ich ertragen konnte und es war definitiv mehr als genug um meine Selbstbeherrschung über Bord gehen zu lassen.
Mit einem Ruck zerrte ich ihm Jeans und Boxer hinunter und ließ meine Handflächen an den Seiten seiner Schenkel nach oben gleiten während ich aufstand.
Harrys Hand schob erneut in meinen Nacken, zog mich so eng an ihn, dass mir kaum Bewegungsfreiheit blieb. Das Gefühl seiner nackten Haut an meiner brachte neben der Lust ein anderes Gefühl zurück. Sehnsucht.
Wie lange hatte ich nach jener Nacht davon geträumt ihm wieder so nah zu sein. Ihn nur noch einmal spüren zu können?
Merlin, ich hatte vergessen wie es WIRKLICH war mit ihm zusammen zu sein. Natürlich erinnerte ich mich immer an diese ungezügelte Lust, an die hemmungslose Begierde und daran wie unglaublich erregend es war ihn unter mir liegen zu sehen. Doch eigentlich war dies alles nebensächlich. Ähnlich aufregenden Sex konnte ich mit Roger jederzeit haben.
Nein, es war vielmehr die Tatsache, dass es nicht nur Sex mit Harry war. Ihn zu berühren fühlte sich richtig an, ein Kuss von ihm genügte um meine Welt aus den Angeln zu heben, mich jede Realität vergessen zu lassen.
Ich schloss die Augen, vergrub meine Nase in seinen Haaren und genoss für einen kostbaren Moment die Illusion, dass es immer so sein könnte. Seine Nähe hatte etwas Vertrautes, ich wusste, dass ich mich bei ihm nicht verstellen brauchte. Er kannte jede Seite an mir, die Guten wie die weniger Schönen...
Im Gegensatz zu Roger sah ich Harry als ebenbürtig an. Er hatte nie getan, was ich von ihm verlangte. Harry war nie jemand gewesen, der sich verstellte nur um Anderen zu gefallen. Eine Eigenschaft die ich mir mittlerweile selbst ebenso zuschrieb. Vielleicht war das der Grund, warum ich Roger nicht so respektieren konnte, wie er es zweifellos verdiente…
Harry lehnte sich mir entgegen, seine Arme schlangen sich von vorn um meine Taille. Mein Körper reagierte sehr eindeutig auf seine Nähe und holte mich in die Realität zurück.
In die Realität meines Badezimmers, welches nur vom Mondschein erhellt gerade Zeuge meiner Untreue wurde. Meine Hände wanderten ein weiteres Mal an Harrys Brust hinab, ich zögerte, wollte den Augenblick der Intimität zwischen uns so lange wie möglich ausdehnen.
Harry war wie immer anderer Meinung, denn eine seiner Hände schob sich zwischen unsere Körper, umfasste meine pochende Mitte sehr bestimmt. Ein unterdrückter Lustschrei kam über meine Lippen, als Harry begann mich zu streicheln. Ob ich wollte oder nicht, er brachte mich innerhalb von Sekunden dazu jegliche Zurückhaltung zu vergessen.
Ich löste seine Hand, presste sie zurück auf das Waschbecken und drängte mich an ihn. Er kam mir so willig entgegen, dass ich fast nicht mehr begriff, was mit mir geschah. Meine Knie waren weich vor Erregung, Harry dirigierte mich bestimmt zwischen seine Schenkel und ehe ich die Möglichkeit fand das Unvermeidliche noch hinauszuzögern, spürte ich, wie ich ihn in drang.
Ein wenig nur, Harry bemühte sich, sich zu entspannen, doch es reichte um meine Gedanken endgültig auszuschalten.
Ich ließ seine Hände los, strich fahrig über seine Seiten hinunter bis ich seine festen Pobacken umfassen konnte. Er stöhnte lauter, offensichtlich ebenso außerstande sich noch eine Sekunde länger beherrschen zu können. Wir machten uns um die Lautstärke keine Gedanken mehr. Wahrscheinlich hätte es mich nicht mal mehr gestört, wenn meine Assistenzärzte plötzlich aufgetaucht wären.
Das Gefühl in ihn einzudringen war einfach unbeschreiblich. Feuer breitete sich in meinen Lenden aus, raste von dort durch meinen Körper, meine Nerven, meine Gedanken. Meine Hände zitterten als ich Harrys Hüften umfasste, mich um einen langsamen Rhythmus bemühte um ihm Gelegenheit zu geben sich zu entspannen.
Harry scherte sich nicht um mein Vorhaben. Er drängte sich mir mit jedem Stoß schneller entgegen. Es war wie in jener Nacht im Trophäenzimmer. Harry war hemmungslos, wild und bestimmend. Er kommandierte mich, ich tat, was er wollte. Er brachte uns beide schon nach wenigen Minuten in eine alles verzehrende Ekstase, einem Strudel aus heißer Lust.
Ich spürte, dass er kam, schon bevor seine Hand sich schmerzhaft in meinem Nacken krallte. Bevor er die Augen gerade soweit aufbrachte um mich im Spiegel anzusehen, bevor er ein weiteres Mal meinen Namen wisperte und sich meine Hand um sein Glied schloss. Es war der Anblick wie er seine Lust über meine Finger verteilte, der mich ebenfalls explodieren ließ.
Viel zu schnell verebbten die Wellen des Höhepunktes, ließen uns atemlos zurück. Ich traute mich nicht mich zu bewegen, wollte Harry nicht loslassen. Er lehnte sich gegen mich, sein Kopf an meiner Schulter schloss er die Augen und lächelte.
Ich schluckte, bewegte mich gerade soweit, dass ich beide Arme um seine Taille schlingen konnte. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, diesen Augenblick festzuhalten, hätte ich ohne zu zögern jeden Preis dafür gezahlt.
Leider war mir die Ewigkeit nicht vergönnt.
Es klopfte und wir fuhren erschrocken zusammen. Harry warf mir durch den Spiegel einen fragenden Blick zu, offensichtlich war er ebenso wenig scharf darauf von einem meiner Freunde erwischt zu werden wie ich.
„Potter? Bist du da drin gestorben? Es gibt Leute, die müssen auch noch pinkeln!", schnauzte Blaise erstaunlich genervt für die nachtschlafende Zeit die Badezimmertür an. Er hämmert diesmal wesentlich lauter gegen die Tür.
Ich warf Harry einen bedauernden Blick zu, küsste ihn ein letztes Mal in den Nacken bevor ich eilige meine Hose und meinen Zauberstab einsammelte und in mein Schlafzimmer disapparierte. Ausgerechnet Blaise wollte ich nun wirklich nicht gerade beichten, dass ich mich entgegen aller guten Vorsätze nicht unter Kontrolle hatte.
Roger schlief noch immer, jetzt allerdings auf dem Rücken.
Ich unterdrückte ein Seufzen, murmelte einen Reinigungszauber und schlüpfte in meine Hose, bevor ich so leise wie möglich zurück ins Bett kroch.
Merlin, was hatte ich nun wieder angestellt? Ich meinte Harrys Geruch noch immer auf meiner Haut riechen zu können und mein Herzschlag beruhigte sich nur langsam. Ob ich es wollte oder nicht, so ging es nicht weiter.
Ich verfluchte Blaise, dass er aufgetaucht war, bevor ich mit Harry reden konnte. Er konnte nunmehr schwer leugnen, dass da mehr zwischen uns war als ein flüchtiges körperliches Interesse, denn dieses überdauert im Normalfall kein Jahrzehnt.
Ehe ich endlich in einen unruhigen Schlaf fiel, beschloss ich, mir am nächsten Morgen zuerst Harry und dann Roger zu schnappen um diesen Schlamassel endlich zu bereinigen. Dieses Hin und Her war selbst mir als Slytherin zuviel. Ich mochte klare Verhältnisse und wenn mich in diesem Moment jemand gefragt hätte, für wen von beiden ich mich entschieden hatte, wäre meine Antwort absolut klar gewesen.
Harry. Er war es immer und so wie die Dinge standen würde er es auch immer sein.
Er war mein letzter Gedanke, bevor ich einschlief.
Ich wurde nur wenige Stunden später von der zuschlagenden Schlafzimmertür geweckt und starrte verwundert auf die leere Bettseite neben mir. Sobald der größte Teil meines Gehirns endlich erwacht war, fielen mir augenblicklich die Geschehnisse der letzten Nacht ein.
Neben dem schalen Geschmack der Schuld gegenüber Roger und Potters Frau blieb allerdings auch ein Flattern in meinem Magen, dessen Intensität mir Angst machte.
Es hielt mich keine Sekunde mehr in meinem Bett und so sprang ich fast auf, ging in die Küche um Frühstück und Kaffee für die Bande zu besorgen. Leise Stimmen aus dem Wohnzimmer sagten mir, dass wohl schon alle munter waren. Ich ging hinüber und fand zu meiner Überraschung nur eine einzige Person, die mich mit dunklen Augen anschaute.
„Es tut mir so leid, Draco.", sagte Blaise ernst.
Harry war fort.
Ende Part I
Read and Review, please.
Coming up next: Part II - Harry - Ende eines Märchens
