Ein heftiger, stechender Schmerz in den Rippen und ihrem Kopf, sowie ein penetrantes Summen in ihren Ohren ließen Lotte langsam wieder zu Bewusstsein kommen... Die Augen noch geschlossen versuchte sie ihre Umgebung zu erfassen. Sie lag auf einem harten Boden, der eine furchtbare Kälte war passiert? Daran konnte sie sich nicht öffnete die Augen und sah erst einmal- nichts, nur vollkommene Dunkelheit.
„Oh denk nach"ermahnte sie sich selbst streng als die Angst begann von ihr Besitz zu ergreifen. „Nachdenken und tief einatmen" - das hatte ihr Vater sie gelehrt wenn sie Angst bekam. Das half die Gedanken zu beruhigen und die Situation objektiver zu erste tiefe Atemzug verursachte aber einen stechenden Schmerz in ihrer rechten Seite und verursachte einen schmerzhaften Hustenanfall, wobei Lotte mühsam nach Luft rang. „Verdammt, die sind wohl gebrochen" ärgerte sie sich. Langsam begannen das Gedankenkarussell anzuhalten. Buck.. ihre Flucht.. am Waldrand von Hagenau.. Dann der Knall.. und wie zum Teufel kam sie war sie? Und was war mit ihr?
Lotte begann systematisch ihren Körper zu bewegen. Kopf nach rechts und links, Arme und Beine. Das war alles in Ordnung. Sie hatte aber einen furchtbar Geschmack im Mund. Mit der Zunge fuhr sie über die Zähne im Mund. Noch alle Unterlippe tat weh, und als sie diese mit den Fingern betastete fuhr ein stechender Schmerz durch ihren Kiefer und sie fühlte etwas warmes auf ihren Fingern. Etwas warmes lief auch über ihre Schläfe. Wahrscheinlich auch eine Platzwunde.
Als sie den linken Arm ausstreckte ertastete Lotte eine kalte,glatte Wand. Sie zog sich hoch und setzte sich hin, mit dem Rücken an die Wand gelehnt. Es drehte sich alles und eine furchtbare Übelkeit überfielen Lotte "Alles ist gut, das kommt von der Kopfverletzung. Das geht vorbei, nur nicht spucken" redete sie sich gut zu. Nach einer Weile verschwanden die Symptome wieder und Lotte fasste gedanklich noch einmal für sich zusammen:"Gut, du hast eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf, wohl eine aufgeschlagene Lippe, ein paar gebrochene Rippen und das Summen in den Ohren ist ein Knalltrauma. Der Knall muss wohl irgendetwas gewesen sein was neben dir eingeschlagen wo zur Hölle bin ich?"
Ihre Augen hatten sich langsam an die Dunkelheit gewöhnt und sie sah einen helleren Fleck weit oben an der gegenüberliegenden Wand.. Muss wohl ein kleines Fenster sein. Zu ihrer linken sah sie ein wenig Licht unter einer Tür durchscheinen, nur ein kleiner Lichtschimmer.
Lotte lehnte den Kopf an die Wand, schloss die Augen und dachte an Buck. Wo war er? Die Pferde? Die Frage würde ihr wohl niemand beantworten. Er hatte ihr als Erinnerung an ihn seine Marke gegeben, sie trug das Erinnerungsstück unter ihrer Kleidung. Die Emotionen überwältigten Lotte, Tränen traten in ihre Augen, Angst und Hoffnungslosigkeit begannen sich in ihr auszubreiten.
Doch da, die Stille wurde durch laute Stimmen auf dem Flur unterbrochen. „Ist sie wieder wach?" „Ich glaube schon, ich habe ein Husten gehört." „Na dann werde ich mir Sie mal ansehen!" Jemand schloss die Tür auf und trat schwungvoll ein, das die Tür laut gegen die Wand schlug. Durch den Lichteinfall geblendet, sah sie zuerst nur ein dunkle Figur im Türrahmen stehen. Dann ging über ihr das Licht an und dann sah Sie ihn. Einen Offizier der Waffen-SS, in grauer Felduniform, groß, kurze, blonde Haare, „Arisch" dachte sie spöttisch, aber einen Ausdruck in den Augen, kalt wie Eis..
„So so, die Verräterin ist also wieder wach! " Er trat aus dem Türrahmen ins Zimmer, direkt vor Lotte, das Sie nur seine gewienerten Stiefel sah und sah auf sie herab.„Los, stehen Sie gefälligst auf wenn ich mit Ihnen rede" herrschte er sie an und riss Lotte am Arm hoch, das Sie schmerzerfüllt aufschrie. An die Wand gelehnt befanden Sie sich auf Augenhöhe. Ihr war eiskalt vor Angst."Zeig deine Angst nicht.." dachte sie bei sich"Du machst es ihm nicht leicht.."
„Ich bin keine Verräterin" sagte sie ruhig, die Schmerzen in ihrer Seite mühsam unterdrückend"Wo bin ich eigentlich?" „Hagenau" antwortete er gelangweilt. Also im von den Deutschen besetzten Teil der Stadt reimte sie sich zusammen. Er fuhr ihr mit einer Hand ins Gesicht, ihr Wangen schmerzhaft zusammendrückend und zog ihr Gesicht zu sich heran, das sie seinen Atem riechen konnte.. Er hatte getrunken.." Verräterin und dazu noch ein Weibsbild nach des Führers Bild. Und verdammt hübsch noch dazu" dann lachte der Offizier auf"Vielleicht werde ich mit dir noch ein bisschen Spaß haben bevor du morgen früh an die Wand gestellt wirst" Er ließ ihren Kopf los, dann nahm er eine Hand und riss ihre Hände über den Kopf und hielt sie fest, mit der anderen Hand begann er sie grob zu befummeln, grob fuhr er über ihren Körper, riss an ihrer Kleidung.. Ein unterdrückte Wutschrei entfuhr Lotte und sie bäumte sich auf, bekam eine Hand frei und fuhr ihm mit ihren Fingernägeln quer durchs Gesicht. Er ließ von ihr ab, fluchte, hielt sich für einen kurzen Moment die Wange und keuchte:" So so, eine kleine Wildkatze die wir noch ein bisschen zähmen müssen" und dann schlug er ihr kräftig ins Gesicht, so das Ihr Kopf zur Seite flog uns sie Sterne sah..Aber sie gab kein Laut von sich..Lotte wand ihm das Gesicht wieder zu, er stand bedrohlich nah vor ihr, nur ein paar Handbreit entfernt und riss Sie dann an ihren Haaren, so das ihr ein leises Wimmern entfuhr.. „Bist du jetzt bereit zu kooperieren" herrschte er Sie an. Sie nickte, er ließ ihr Haare los und begann sie erneut zu bedrängen..
Ihr fiel nur ein einziger Ausweg ein. Mit einem Stoß ihres Kopf warf sie sich nach vorne und traf ihn mitten im Gesicht, sie hörte ein Knacken und der Offizier ließ mit einem Schmerzensschrei von ihr ab.. Er hielt sich die Nase, Blut lief durch seine Finger und er keuchte:"Du Miststück hast mir die Nase gebrochen". Seine Hand sah sie nicht kommen, ein erneuter Schlag ins Gesicht, sie sah Sterne und dann wurde erneut alles schwarz um sie herum..
Sie wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, aber Schüsse und Geschrei, von draußen, im Gebäude drangen in ihr Bewusstsein. Was passiert hier? Aber der Schmerz überfiel ihren ganzen Körper, wie ein Raubtier sprang er sie an, so dass Lotte leise wimmerte. Ein Schuss direkt in der Nä betrat den Raum, rief auf englisch:"Um Himmels willen, Jungs ich brauch Hilfe. Sanitäter! " Schritte von Stiefeln, Eine andere Stimme" Lebt sie noch?" Sie spürte eine Hand an ihrem Hals"Ja, ich fühle noch einen Puls" und zerrte dann Bucks Marke hervor.. „ Holy shit, das ist das Mädchen das Buck gerettet hat." Sie öffnete mühsam die Augen, sah in ein besorgtes Gesicht, ein Soldat mit dunklen Augen, dunklen,strubbligen Haaren. Er lächelte, sagte :" Keine Angst, wir kümmern uns um dich.." dann fiel sie in vollkommene Dunkelheit..
