Kapitel 7

Regulus ist zwei Jahre und zwei Wochen jünger als Sirius, aber in der Schule 3 Jahre hinter ihm.

Sirius wurde heute mal nicht von seinem Vater, sondern von Kreacher geweckt, was nur vorkam, wenn ersterer beschäftigt war.
"Wo ist mein Vater?", fragte er.
"Er ist als Geschenk bei dem jungen Master Black" Sirius riss die Augen auf und scheuchte Kreacher dann fort. Wie hatte er das nur vergessen können?! Heute war Regulus' 14. Geburtstag und er würde seinen Vater...! Oh Merlin! Aber was sollte er tun?! Er konnte seinen Vater nicht einfach befreien, das wäre zu auffällig!

Eine ganze Stunde überlegte Sirius verzweifelt, doch es wollte ihm einfach keine rettende Idee einfallen. Schließlich gab er auf und betete zu allen Göttern, die er kannte, dass es nicht zu schlimm werden würde.

Um Mitternacht verließ Sirius zum ersten Mal an dem Tag das Zimmer. Lautlos huschte er zum Zimmer seines Vaters und stieß die Tür vorsichtig auf. Sein Vater lag, flach und unregelmäßig atmend, auf dem Bauch am Boden. Leises Wimmern und Schniefen war zu hören.

Langsam ging er in die Knie, hob das Dielenbrett, unter dem er den Trank gebunkert hatte, hoch und fing an, seinen Vater zu verarzten. Regulus hatte ihn schlimmer zugerichtet als Walburga es jemals gewagt hätte. Jede seiner magischen Bahnen war fein säuberlich durchtrennt worden und Sirius hatte große Mühe, sie alle wieder zusammenzukriegen. Er musste seine dunkle Magie anwenden. Eine Bahn war sogar schräg zusammen und Sirius musste sie nochmals auftrennen und wieder zusammenmachen.

Als er fertig war, hob er den ohnmächtigen Körper mit viel Anstrengung hoch. Er wünschte sich, seine dämonischen Fähigkeiten schon zu haben, doch jetzt musste er die etwa 50 Kilo schwere Veela so tragen.

Im Zimmer angekommen, legte er ihn aufs Bett und deckte ihn zu. Er selbst entschloss, sich diese Nacht auf das Sofa zu versetzen.

Am nächsten Morgen klopfte es wütend an der Tür. Sirius öffnete sie mit einem Handschweck.
"Mutter"
"Sirius. Warum hast du Orion?"

"Ich hab gestern Lust bekommen und Regulus war schon fertig mit ihm", sagte Sirius ruhig. Walburga nickte.
"Er ist nicht zufrieden gewesen, er will ihn nicht mehr. Nur dass du es weißt. Und er gehört nicht ins Bett, sondern an den Boden"

"Ich weiß, Mutter, das wird schon nicht zur Gewohnheit. Warum bist du hier?"
"Es ist eine Eule für dich von deinem Freund da" Remus! Sie waren seit einem halben Jahr zusammen und eigentlich hatte er ihn die ganzen Ferien vergessen gehabt. Walburga dachte, dass es sich bei dem Freund um ein reiches Reinblut handelte und nicht um einen Werwolf, der so arm wie eine Kirchmaus war.

"Danke. Ich werde ihm noch heute antworten", sagte Sirius, dann ging seine Mutter. Seinen Vater ließ er schlafen, denn er hatte es bitter nötig.

Es war drei Uhr nachmittags, als Orion anfing leise zu schluchzen. Sirius fühlte sich einmal mehr, als ob er Orions Vater wäre und nicht umgekehrt, als er ihm sanft über die Stirn strich. Doch er fand es richtig so. Sein Vater brauchte Geborgenheit und Liebe. Das gab ihm seine Partnerin nicht, also versuchte er eben, das zu einem Teil zu kompensieren.

Nach einigen Minuten erwachte die Veela. Orion weinte leise und fuhr dann hoch. Sirius umarmte ihn nur und die Veela klammerte sich an ihn.
"Es tut so weh", flüsterte Orion in Sirius' Halsbeuge. Der konnte nichts anderes, als zu nicken. Eine Weile verharrten sie so, dann beruhigte sich Orion allmählich wieder.

"Was hat er mit dir gemacht?", fragte Sirius leise. Orion schüttelte den Kopf; er wollte nicht darüber sprechen. Sirius akzeptierte das.

Am Abend ging Orion in seinen eigenen Raum zurück, sonst würde Walburga noch etwas merken. Er fühlte sich sehr schlecht, seine Meisterin so zu hintergehen, doch er würde sich schlechter fühlen, wenn er jeden Abend von ihr gequält würde.