Disclaimer: Die Figuren aus dem Buch gehören natürlich JKR und nicht mir. Der Name Thomas Putnam stammt aus dem Stück "the Crucible" von Arthur Miller und gehört somit auch Mr. Miller (obwohl ihn das wohl nicht mehr so gross interessieren dürfte, da er vor etwa drei Monaten gestorben ist) entschuldigt meinen Sakrasmus, bitte

Die Ideen zu St. Brutus und so gehören mir, dürfen aber gerne weiterverwendet und weiterentwickelt werden, sofern ihr mir das mitteilt, damit ich eventuell Ideen übernehmen kann.


Allgemeiner Hinweis: Zum Gespräch zwischen Harry und Mr. Putnam: Ich selber kann von mir nicht behaupten, dass ich weiss, wie ein therapeutisches Gespräch abläuft, doch habe ich die Szene etwa so verfasst, wie ich sie halt kenne. Falls sich irgendwer daran stört, soll er/sie es mir mitteilen. Das gilt auch für die nächsten Kapitel. Danke
Reviews:

all: Lieber kurze und spannende Chapters als lange und langweilige ;-) Die Sache ist die, dass ich die ganze Geschichte von Hand schreibe, damit ich sie mit in die Schule nehmen kann (wenn mal eine Stunde zu langweilig wird ;-)) und sie im Nachhinein abtippe…Ich hoffe ihr entschuldigt mich also ;-) (bleibt euch nicht viel anderes übrig ;-))

Danke für die Rückmeldungen, dürften noch mehr sein ;-)) und vor allem dürften sie kritischer sein. Was kann ich verbessern? Wo sind Widersprüche?

Merci auf jedenfall.

Ach ja und wenn jemand von euch Wörter entdeckt, die nicht aus der Standartsprache kommen, bitte mitteilen (es passiert mir des öfteren, dass ich Wörter aus dem Schweizerdeutschen einbaue ;-))

Kardia: Hmm…kann Harry apparieren…theoretisch nein. Zumindest hat er es im Buch noch nicht gelernt, soweit ich mich erinnern kann…Es könnte sein, dass er es selbständig gelernt hat, doch dann hätte es keinen Sinn gemacht, wenn er mit Rucksack nach London getrampt wäre…Für die Geschichte spielt es nicht so eine grosse Rolle. Harry weiss, dass er in St. Brutus bleiben muss, um sich selber zu schützen. Denn mit Magie käme er jederzeit locker raus aus der Schule. Harry hat sich somit für diesen Weg entschieden und kämpft, zumindest momentan, nicht dagegen an.

Charika: Danke für die Rückmeldung. Kritik?

Wegen Chaps, siehe oben ;-)

u-r-only-my-shadow: Ob es noch spannender wird, sage ich nicht ;-) Nein natürlich wird noch etwas passieren, mal sehen obs dir gefällt ;-) also unbedingt weiterlesen und reviewen ;-)

tini-chan: Deine Review ehrt mich besonders. Ich hoffe natürlich etwas zu schreiben, was es nicht so oft gibt und doch hoffe ich dass es einigermassen spannend ist. Es ist halt alles in meiner Phantasie, denn in den Bücher steht ja nicht viel über St. Brutus und so…

wünsche auf jedenfall viel Spass beim weiterlesen und reviewen…wegen chap…naja wird sicher schwierig, werde es versuchen ;-)


Umzug

Eine Woche später, so hatte man Harry mitgeteilt, würde er die Isolationszelle verlassen können.

Sein Gepäck war längstens bereitgestellt. Von der Zaubererwelt hatte er seit Hedwigs Brief nichts mehr gehört. Man liess ihn also hängen und warten. Er würde nicht nach Hogwarts zurückkehren, bis Voldemort besiegt war. Und Harry würde nicht dabeisein, man würde ihn aus der letzten Schlacht raushalten. Er fand das absolut fies und ungerecht und wusste doch, dass alles zu seinem Besten war.

Seine Zaubersachen hatte er seit dem Brief nicht mehr angerührt. Er mochte gar nicht mehr an die Magie denken. denn dadurch wurde ihm seine hoffnungslose Lage nur immer wieder vor Augen geführt.

Hedwig meldete sich zwischendurch, indem sie ihm eine Maus brachte oder einfach schnell reinschaute.

Die Mäuse waren zwar gut gemein, das wusste Harry, doch brauchte er nachher immer mindestens einen halben Tag, um die Maus wieder einzufangen und sie danach so unauffällig wie möglich verschwinden zu lassen. Dabei musste er aufpassen, dass Hedwig dies nicht bemerkte, da sie sonst extrem beleidigt war.

Einmal hatte er nicht aufgepasst und Hedwig hatte gesehen, wie er die Maus verschwinden liess.

Hedwig war danach drei Tage nicht mehr aufgetaucht und hatte die Post nicht gebracht. Erst als er ihr Lieblingsfutter gekauft hatte, war sie wieder zurückgekommen.

Mit seiner Bezugsperson kam er inzwischen recht gut aus. Sie schaffte es, ihm die kompliziertesten Dinge aus der Muggelwelt näherzubringen, so dass sie Harry sich merken konnte.

Harry hatte beschlossen sich im nächsten Jahr für Muggelkunde anzumelden. Sein Aufenthalt in St. Brutus würde ihm dort sicher einen Riesenvorsprung garantieren.

Am Vortag hatte er ein Gespräch mit seinem Psychiater Mr. Putnam geführt. Dieses war so gut verlaufen, dass Harry in Stufe II aufsteigen konnte, was bedeutete, dass er aus der Isolationszelle entlassen werden konnte. Vorher würden aber noch einige Tests auf ihn zukommen um jede Gefährdung von anderen Schülern auszuschliessen.

Als es an der Türe klopfte, quieckte Hedwig aufgeregt und flog davon.

Harry hörte das altbekannte Kratzen des Schlüssels im Schloss und danach, wie die schwere Türe seines Zimmers aufgestossen wurde.

Sein Psychiater betrat das Zimmer.

Seltsamerweise kam er diesmal alleine.

Harry erhob sich.

Guten Tag Mr. Putnam sagte er leise und dann etwas lauter:

Wo sind denn auf einmal Ihre Bodyguards hin?

Mr. Potter, es ist für mich nicht einfach mit Ihnen zu arbeiten. Können Sie nicht versuchen mich als Arzt zu akzeptieren und mich nicht als Ihren Feind zu betrachten?

Ich bin gekommen um mit Ihnen über Medikamente zu diskutieren. Danach werden Sie auf die B runter können, wo Sie mehr Freiheiten haben als hier, ok?

Doch muss ich Sie warnen: Bei der geringsten Auffälligkeit werden Sie wieder hierher kommen und beim zweiten Mal wird es nicht so locker wie beim ersten Mal.

Harry fühlte Wut in sich aufsteigen. Putnam mochte ein guter Arzt sein, doch schaffte er es immer wieder, jeden Funken Sympathie im Ansatz zu ersticken.

Man hatte Harry bereits erklärt, dass er zwar momentan nicht auffällig sei, dass man ihm aber vorsichtshalber Medikamente verordnen würde.

Dazu kam, dass man ihm ständig einzureden versuchte, dass er früher sehr gefährlich und verhaltensauffällig gewesen sei.

Harry hasste es, dass man ihn ständig wie einen Schwerverbrecher behandelte. Er wusste zwar, dass alles zu seinem Schutz geschah, doch gab es Momente, in denen er sehr an Dumbledores geistigen Fähigkeiten zweifelte.

Der Gipfel der Sache war, dass man ihm nun Medikamente verabreichen würde, die er gar nicht brauchte.

Harry sah den Grund nach wie vor nicht ein. Er hatte versucht sich den Regeln von St. Brutus unterzuordnen und doch glaubte man ihm nicht.

Im Stillen warteten sie wahrscheinlich nur darauf, bis er das erste Mal ausrasten würde.

Mr. Potter Sie hören mir offensichtlich mal wieder nicht zu. Könnten Sie bitte ein wenig aufmerksamer sein.

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Tut mir Leid, Sir. Ich war wiedermal in Gedanken.

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Das habe ich allerdings gemerkt, Mr. Potter. Ich habe gerade versucht Ihnen zu erklären, warum Sie Medikamente bekommen sollen.

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Sir ich brauche keine Medikamente. Ich habe sie bis jetzt nicht gebraucht und werde sie auch in Zukunft nicht brauchen. Warum wollen Sie das nicht einsehen?

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Mr. Potter wissen Sie warum Sie hier in St. Brutus sind?

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Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, was man mir genau zur Last legt, Sir. Mir hat niemand gesagt, warum ich hier sein muss und was man mit mir eigentlich vorhat.

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Mr. Potter, ich bitte Sie. Sie wissen, was St. Brutus ist. Ich nehme an, dass Sie sich erinnern, dass Sie Ihren Cousin angegriffen haben. Dieser ist immernoch im Krankenhaus und die Ärzte finden nicht heraus, was ihm eigentlich fehlt.

Die Polizei hat Sie als gefährlich eingestuft und uns gesagt, dass Sie sich heftig gegen Ihre „Verhaftung" gewehrt haben.

Beim ersten Gespräch mit mir, haben Sie gesagt, dass Sie Ihren Cousin mit EINEM FLUCH BELEGT HABEN UND DASS ER ES VERDIENT.

Für mich ist das ein eindeutiger Hinweis auf eine psychische Störung oder religiösem Wahn, die man unbedingt mit geeigneten Medikamenten angehen sollte.

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Mr. Putnam ich bin nicht krank. Ich habe meinen Cousin angegriffen, weil er mich bedroht hat und ob Sie es glauben oder nicht, ich habe ihn tatsächlich mit einem Fluch belegt und würde es jederzeit wieder tun, wenn es die Situation erfordert.

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Sehen Sie Harry diese Dinge mögen Ihnen tatsächlich real vorkommen. Doch in Wahrheit existieren sie nur in Ihrem Kopf. Das ist nichts Ungewöhnliches bei einer so schweren Kindheit, wie Sie sie erlebt haben.

Sie werden hier lernen, aus dieser Phantasiewelt, der Zaubererwelt, herauszukommen und wieder in unserer Welt zu leben.

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Mr. Putnam, noch einmal: ich bin nicht verrückt und weiss doch, dass ich ein Zauberer bin.

Muss ich es Ihnen beweisen?

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Alles zu seiner Zeit Harry. Ich möchte Ihnen nun schnell erklären, warum Sie Medis nehmen sollen und wie diese wirken werden, ok? Wenn Sie mir jetzt zuhören, höre ich Ihnen nachher auch zu, in Ordnung?

Also die ersten zwei Dosen Medis, werden wir Ihnen spritzen, damit sie auch in Ihren Körper kommen. Diese Spritzen werden im Abstand von etwa zwei Wochen gemacht. Das Medikament wird Sie ein wenig beruhigen und Ihnen helfen in unserer Welt anzukommen. Danach kriegen Sie eine Depotspritze, die man alle 7 Tage erneuern muss. Diese wird weniger stark sein, wird Sie aber schön in unsere Welt zurückbringen und Ihre Phantasien verblassen lassen.

Sie müssen keine Angst haben. Wir werden den ganzen Prozess so schonend wie möglich durchführen. Wenn Sie erst mal wieder richtig unter uns sind, werden Sie verstehen, warum wir es getan haben, ok?

Für die Berechnung Ihrer Dosis brauche ich nun ein wenig Blut von Ihnen. Zusätzlich werden wir nochmals einen Drogenurintest machen, wenn das für Sie ok ist. Nur um auf Nummer sicher zu gehen, ok?

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Wie oft muss ich Ihnen noch sagen, dass ich Ihnen kein Blut geben werde? Urin können Sie von mir aus haben, da werden Sie ausser dem normalen nichts finden aber Blut kriegen Sie nicht.

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Mr. Potter, Sie lassen mir also keine Wahl. Ich bitte Sie nun zum letzten Mal mit mir zusammenzuarbeiten. Ich bekomme, was ich will, da könnten Sie gift drauf nehmen. Doch möchte ich Ihnen wie gesagt ersparen, unsere Zwangsmittel kennenzulernen.

Harry gab auf. Er hatte begriffen, dass er gegen diesen Mann nicht ankam und nichts weiter tun konnte, als sich zu fügen. Er wusste, dass Mr. Putnam es sehr, sehr ernst meinte, wenn er sagte, dass er bekommen würde, was er wollte.

So zog er seinen Pullover aus und legte sich aufs Bett.

Na also, Harry. Sehen Sie, dass es geht? Ich verspreche Ihnen, dass es nicht wehtun wird. Ich werde nun Ihren Arm stauen um die Vene zu finden. Danach gibt es eine Stich und innerhalb von 15 bis 30 Sekunden habe ich genug Blut für die Tests…Ich hoffe, dass das OK ist für Sie.

Putnam lächelte Harry freundlich zu. Jede Härte und Strenge war aus seinem Gesicht gewichen.

Er setzte sich neben Harry ans Bett und montierte den Stauschlauch.

Harry zitterte. Er hatte panische Angst vor Nadeln, seit ihm ein Arzt einmal eine Vene durchstochen hatte und er danach für drei Wochen einen Bluterguss gehabt hatte, der ziemlich geschmerzt hatte.

Haben Sie Angst, Harry? Fragte Putnam leise und lächelte.

Ja, Sir, mir hat mal ein Arzt ziemlich weh getan…antwortete Harry scheu.

Keine Angst, ich habe die dünnste Nadel genommen, die ich finden konnte. Zudem habe ich ziemliche Erfahrung im Umgang mit Nadeln. In meiner Assistenzzeit habe ich auf einer Station mit alten Leuten gearbeitet und die hatten deutlich mühsamere Venen, als Sie.

Versuchen Sie sich dennoch ein wenig zu entspannen, ja? Je weniger angespannt Sie sind, desto einfacher ist es für mich und desto weniger weh tut es, ok?

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Ich will nicht, Sir. Ich habe zu starke Angst. Sie werden nicht treffen…

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Harry, beruhigen Sie sich, denken Sie an etwas Schönes.

Sagen Sie mir an was Sie denken?

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Ich will nicht, Sir…Bitte lassen Sie mich gehen.

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Harry, atmen Sie jetzt bitte tief ein, sehr gut so. Jetzt gibt es einen kleinen Stich, Achtung…sehen Sie, schon drin…

Harry krümmte sich. Seine Augen verdrehten sich und er fiel in Ohnmacht.

Bilder stiegen auf. Er sah einen grünen Blitz und dann Cedric Diggorys toten Körper.

Er selber war gefesselt und spürte, wie Wurmschwanz ihm in den Arm schnitt.

Harry sah sein Blut in den Kessel tropfen, er schrie, konnte sich aber nicht bewegen.

Noch einmal wechselte die Szene und Harry lag im Krankenflügel. Dumbledore sass neben ihm. Harry sah ihn an.

Plötzlich begann sich dessen Gesicht zu verändern.

Harry schrie auf.