Die ganze Geschichte

Hermine lag in ihrem Bett, doch der Schlaf wollte sie nicht erreichen. Immer wieder liefen die Bilder des vergangenen Tages an ihrem inneren Augen vorbei.

Sie hatten den ganzen Tag über viel gelacht, selbst Snape… Severus, wie sie ihn von jetzt an nennen sollte, doch natürlich nur außerhalb des Unterrichts.

Doch es waren auch Dinge ans Tageslicht gekommen, die Hermine sehr mitgenommen haben.

Sie haben am Abend noch lange im Wohnzimmer gesessen, nachdem Helena und Severus Eve zu Bett gebracht hatten und Helena erzählte Hermine alles!

Flashback

„Weißt du Kleines, ich wusste seit ich denken kann, dass ich adoptiert wurde, doch ich erfuhr erst wer meine leiblichen Eltern sind, als meine Adoptiveltern bei einem schrecklichen Unfall starben." sagte Helena traurig, doch sie winkte lächelnd ab, als Hermine ihr bekümmert über den Arm strich.

Severus saß den Beiden gegenüber, hatte sich in seinem Lieblingssessel, einem alten, schwarzen Ledersessel, zurückgelehnt, seine Arme lagen auf den Lehnen und er beobachtete die zwei.

Helena und Hermine saßen auf dem Sofa und schauten sich an. Helena hatte sich im Schneidersitz vor ihre kleine Schwester gesetzt, während Hermine sich einfach zurückgelehnt hatte.

„ Es geschah in den Sommerferien nach meinem fünften Schuljahr, aber das ist eine andere Geschichte. Worauf ich hinaus wollte war, dass ich nachdem meine Eltern gestorben sind, ich zu den Weasleys gekommen bin. Bill und Charley Weasley waren meine besten Freunde und…" sagte sie, doch eine kleines verdrießliches Schnauben unterbrach sie. Sie lächelte wissend und sah Severus mahnend an.

Hermines Blick wanderte zwischen ihnen, doch verstehen tat sie es nicht.

„ Was Severus damit sagen möchte ist, dass Bill nicht nur mein bester Freund war, sondern auch für einige Zeit mein fester Freund. Ich glaube wir waren im sechsten Schuljahr ein halbes Jahr zusammen. Aber egal, Tatsache ist, dass Molly Weasley darauf bestand mich zu sich zu nehmen, da ich keine anderen Verwandten mehr hatte."

„ Aber ich habe gehört, dass nur Bill und seine Eltern wussten, warum du bei ihnen gelebt hast. Soll das heißen Charlie wusste es auch?" fragte Hermine dazwischen.

„ Oh Charlie wusste es, Molly hatte nur beschlossen es die anderen Kids nicht wissen zu lassen. Sie befürchtete, dass sie es sonst auch wissen wollten und das wollte Molly mir nicht zumuten, die mitleidigen Blicke und die ständige Vorsicht mir gegenüber was man sagt oder nicht. Aber mal unter uns! Mir war es egal, wer es wusste oder nicht, Hauptsache meine besten Freunde waren an meiner Seite und ich würde endlich herausfinden wer meine richtigen Eltern sind." ihre letzten Worte flüsterte sie fast, doch Hermine und Severus hatten sie genau verstanden.

„ Wie hast du es herausgefunden?" fragte Hermine und schaute ihre Schwester eingehend an.

Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und Hermine konnte erkennen, wie sie in die Vergangenheit noch einmal in Gedanken durchlebte.

„ Das war gar nicht so einfach, denn du musst wissen, was Adoptionen angeht ist es genauso wie in der Muggelwelt. Es ist vertraulich! Die Adoptiveltern wissen nicht wer die leiblichen Eltern sind und umgedreht genauso, doch wenn man Molly Weasley als an seiner Seite hat, bekommen diese Büroärsche es schon mal mit der Angst. Molly, Arthur Weasley und ich sind ins Ministerium und Molly hat den Leuten ordentlich Dampf unterm Hintern gemacht." Sagte sie fröhlich und auch um Severus Mundwinkel zuckte es verdächtig.

Denn auch er wusste ganz genau wie Molly sein konnte, schon oft hatte er sich mit ihr in den Haaren gehabt. Nicht zuletzt, weil er mit ihrer „Tochter" zusammen sein wollte.

Er erinnerte sich daran, als sein es erst Gestern gewesen, als sie ihm drohte ihn zu vierteilen und ihm nicht nur einen Unverzeihlichen an den Hals zu hexen, sollte er sie auch nur einmal verletzten.

Diese Frau war einfach eine Klasse für sich!

„ Irgendwann und einige Drohungen später gaben sie mir endlich den Namen meiner Eltern und zusammen machten wir uns auf den Weg. Gott war ich aufgeregt, meine Eltern waren noch nicht einmal einen Monat tot und ich würde bald darauf neue bekommen." sie setzte kurz aus und atmete tief ein und aus, bevor sie weiter redete: „ Doch da lag ich weit daneben! An diesem Tag erfuhr ich nicht nur, wer meine wahren Eltern sind und dass ich eine Schwester hatte, du warst damals gerade 4, sondern ich erfuhr auch was es hieß zu hassen! Sie wollten mich nicht einmal kennen lernen und ich durfte dich nicht sehen, wie du ja schon erfahren hast. Sie verstießen mich ein zweites Mal und ich konnte nicht verstehen wieso! Bis heute."

Sie unterbrach sich selbst wieder und sah ihre Schwester wissend an.

„ Weil sie Angst vor uns haben!" sagte Hermine leise. Eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg hinunter.

Helena nickte zaghaft und schloss Hermine fest in die Arme.

„Sie wissen es nicht besser Kleines! Sie wissen nicht was für einen Segen sie an uns gehabt hätten. An uns beiden und an ihrer Enkelin, doch damit schaufeln sie sich selbst ein Loch."

Flüsterte sie ihr ins Ohr und spürte das leichte Nicken an ihrer Schulter.

Nach ein paar Minuten hatte sich Hermine wieder beruhigt und schaute nun verweint zu Severus.

„ Seit wann weist du es eigentlich?" fragte sie ihn zaghaft.

Helena nickte ihm zu, dass er ihr es erzählen sollte, schließlich ging es ihn auch was an.

Severus lächelte leicht und richtete sich wieder etwas auf.

„ Ich erfuhr es erst vor dreieinhalb Jahren. Deine Schwester hat damals noch studiert und war im 3. Monat Schwanger. Es waren Sommerferien und mir war schon nach ihrem Abschluss aufgefallen, dass sie an einem bestimmten Tag in den Ferien verschwand. Von Morgens bis Abends war sie einfach spurlos verschwunden. An dem Tag als ich ihre Geschichte erfuhr, war es schon das dritte Mal das sie weg war, ich machte mir Sorgen, also fragte ich Albus was los sei, doch der hatte Helena scheinbar ein Versprechen gegeben." Er stoppte kurz und überlegte was er weiter sagen konnte.

Helena hatte sich zurückgelehnt und lauschte einfach seiner tiefen du sinnlichen Stimme.

„ Ich ortete sie mittels eines Zaubers, welcher mich zu eurem Haus brachte. Deine Schwester, stand hinter den Bäumen verborgen und sah sehnsüchtig in die Richtung.

Als sie mich erkannte sagte sie nur, dass sie gewusst hatte, dass ich ihr irgendwann auf die Schliche kommen würde." er lachte kurz rau auf und auch Helena und Hermine lächelten vor sich hin.

„ Tja sie erzählte mir alles und auch dass sie seit dem sie von dir weiß jedes Jahr und zwar zu deinem Geburtstag dort hinkam. Sie stand den ganzen Tag einfach nur da und erst als es dunkel wurde und du kurz davor warst ins Bett zu gehen ließ sie dein Geschenk und einen Brief auf deinen Nachttisch schweben. Genauso wie einen Brief an deine Eltern." endete er und sah Helena eindringlich an.

Hermine hatte bei dem letzten Teil überrascht die Augenbrauen gehoben und blickte zu ihrer Schwester.

„ Du hast auch Briefe an Mom und Dad geschrieben? Ich wusste davon gar nichts!" sagte sie und sah ihrer Schwester tief in die Augen, als könnte sie ihre Antwort aus ihnen heraus lesen.

„ Das solltest du auch nicht, denn darin standen Dinge, die dich zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts angingen. Ich schrieb ihnen was mir alles im Jahr darauf geschehen war und was ich vorhatte. Ich erzählte ihnen von meinem Abschluss, meinem Studium, meinem bestandenen Meister, meinen Freunden, von Severus und wie sehr ich ihn liebte und er mich…" ein zärtlicher Blick in seine Richtung, so voller Liebe und Verständnis: „… und schließlich auch von Eve. Jedes Mal schreib ich ihnen auch wie sie mich erreichen könnten, falls sie mich sehen und kennen lernen wollten, doch es kam nie eine Antwort." schloss sie, doch es war keine Traurigkeit mehr in ihren Worten zu hören.

Sie hatte nun ihre Schwester bei sich.

„ Von da an verbrachten Severus und ich zusammen diesen Tag vor dem Haus und ich bemerkte um wie viel besser ich mich dadurch fühlte."

Hermine verstand nun alles, auch wenn sie noch einige Fragen hatte, doch die würden sich wahrscheinlich schon bald von selbst beantworten.

Die drei redeten den Abend noch lange über Gott und die Welt, bis Helena auf die Uhr schaute und feststelle, dass es schon fast 1 Uhr Morgens war.

„ So junge Dame ab mit dir ins Bett! Du hast jetzt seit über 24 Stunden nicht mehr geschlafen." orderte Helena sanft an.

Und Hermine wusste, dass ihre Schwester Recht hatte, denn sie war hundemüde.

„Bin schon weg! Gute Nacht ihr Zwei und Träumt was Schönes!" wünschte sie ihnen schläfrig und küsste Helena liebevoll auf die Wange.

Als sie an Severus vorbeiging und ihn anlächelte, wusste sie nicht so recht was sie tun sollte und er schien es zu bemerken.

„ Wenn ich nicht gleich mindestens eine Umarmung bekomme ziehe ich dir Punkte ab, das du glaubst du hättest die Schule in Brand gesetzt." knurrte er sie gespielt böse an.

Hermine ließ ein glockenhelles Lachen hören und umarmte ihren neuen „Pflegevater" stürmisch.

„ Gute Nacht Kleines und schlaf gut!" sagte er noch sanft ehe Hermine sich aufmachte um in ihr Bett zu verschwinden.

Doch kurz bevor sie durch die große Holztür ging, drehte sie sich um und flüsterte ein zartes: „Danke!" in ihre Richtung.

Helena schaute ihrer kleinen Schwester glücklich nach und lächelte vor sich hin.

„ Da gibt es nichts zu danken Kleines und jetzt marsch das du ins Bett verschwindest! Gute Nacht!" rief sie ihr fröhlich hinterher.

Flashback ende

Hermine war über ihren Gedanken, die sie sehr beschäftigt hatten eingeschlafen und wanderte nun durch ihr eigenes land der Träume.

Ihr Schlaf war erholsam und als sie am Morgen aufwachte war sie fit und bereit für den Tag.

Und es würde ein toller Tag werden, schließlich war es Weihnachten. Sie erwartete keine Geschenke und sie hatte auch keine für die anderen, doch eigentlich war es ihr egal Hauptsache sie waren alle zusammen.

Hermine streckte und reckte sich, lächelte kurz nach draußen und machte sich auf ins Bad.

Draußen glitzerte der Schnee im Sonnenlicht und das weite Gelände sah aus, als sei es mit Puderzucker überzogen.

Nachdem Hermine im Badezimmer fertig war, ihre Haare hatte sie sich zu zwei lockeren Zöpfen gebunden, zog sie sich schnell ihre bequemste Jeans und einen gelben Pullover an und lief eilig die Treppe hinunter.

Sie war immer noch erstaunt darüber, wie groß dieses Haus war. Es gab mindestens 7 Badezimmer, 10 Gästezimmer und einen riesigen Saal, der wohl für Bälle und Partys gedacht war. Sie hätte sich niemals gedacht, jemals in so einem Anwesen zu leben, doch es gefiel ihr.

Sie hätte such nie gedacht, dass Helena und Severus soviel Geld besaßen und dabei noch so bodenständig waren.

Noch während sie auf dem Weg ins Wohnzimmer war, hörte sie schon die Stimmen ihrer Familie.

Familie!

Das gefiel ihr!

Sie hatte von nun an eine richtige Familie, die sie liebten und immer für sie da sein würden.

Doch vor allem hatte sie nun eine Familie, mit denen sie über Magie und Zauberei sprechen konnten, dich sich für ihr Leben in der Schule interessierten und ihr helfen konnten.

„ Eve ich sage es jetzt zum allerletzten Mal! Wir warten auf Mine und bevor sie nicht da ist, wird kein Geschenk aufgemacht!" sagte Severus gerade, als Hermine ins Zimmer trat.

Eve saß vor dem übergroßen Weihnachtsbaum und hielt ein schön eingepacktes Geschenk in ihren kleinen, zierlichen Händen.

Im Kamin knisterte das Feuer und Severus saß auf dem roten Sofa, mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Helena hatte es sich auf dem beigen Teppich bequem gemacht und lehnte mit dem Rücken zwischen Severus Beinen an dem Sofa.

„ Aber Daddy!" jammerte die Kleine und zog ihren berühmten Schmollmund, doch Severus hatte sich den Streit mit Helena sehr zu Herzen genommen und blieb daher bei seiner Aussagen und schüttelte nur ernst und mahnend den Kopf.

„Hermine! Frohe Weihnachten Kleines! Wie hast du geschlafen?" rief Helena überschwänglich und fröhlich, als sie ihre Schwester in der Tür stehen sah.

Hermine lächelte ihr glücklich zu und wünschte allen auch frohe Weihnachten und versicherte, dass sie noch niemals so gut geschlafen hatte, wie in der letzten Nacht.

Sie machte es neben Severus gemütlich, genoss ihre heiße Schokolade, die ihr Dipsy gebracht hatte und unterhielt sich mit den Beiden, so dass keiner darauf achtete was Eve machte. Bis auf Severus, der sich nur kurz zu seiner Tochter drehte.

„ Eve! Kannst du nicht warten!" rief er belustigt aus und Helena und Hermine fielen in freudiges Gelächter, als sie Eve in mitten des ganzen Geschenkpapiers saß.

Während sich die Erwachsenen unterhalten hatten, hatte sie ihre Geschenke in Windeseile ausgepackt und saß nun in einem großen Müllhaufen.

Sie strahlte übers ganze Gesicht und ihre Augen glitzerten.

„ Du sagtest ich soll warten bis Tante Mine kommt!" sagte sie frech und war mit schnellen, kleinen Schritten bei ihren Eltern.

„ Da hat sie Recht Severus! Das hast du gesagt!" sagte Helena mit einem großen Grinsen im Gesicht und küsste ihre Tochter auf die vor Aufregung geröteten Wangen.

„ Ja, ja ich weiß! Na hoffentlich freust du dich wenigstens über deine Geschenke?" fragte er und wuschelte seinem kleinen Schatz über die Haare.

Diese nickte eifrig und strahlte ihn an.

Eve hatte von ihren Eltern viele Bilderbücher und Spiel geschenkt bekommen, doch Helena ließ es sich nicht nehmen ihr auch ein paar ausgeflippte Klamotten zuschenken, wobei Severus nur wieder das Gesicht verzog.

Von Albus hatte sie eine riesige Auswahl an Muggelsüßigkeiten bekommen, von Minerva ein neues Brettspiel und von den Weasley einen gestrickten Pullover mit einem großen E vorne drauf und viele Süßigkeiten.

Eve war vollauf zufrieden! Ihre Mommy hatte ihr an dem Morgen schon erklärt warum sie von ihrer Tante kein Geschenk bekommen würde und Eve hatte es verstanden, schließlich würde sie ja schon bald drei werden.

Helen nahm ihren Zauberstab und lies einige Pakete auf Hermine zuschweben.

„ Hier Kleines die sind für dich!" sagte sie freundlich und Hermine begann zu strahlen.

Damit hatte sie nicht gerechnet.

Schnell versuchte sie das Papier zu lösen um ihre Geschenke frei zubekommen.

Von Severus und Helena viele interessante Bücher über Verwandlung und Zaubertränke. Außerdem versprach Helena sobald sie Zeit hatten mit Hermine einkaufen zu gehen, damit sie sich ein paar neue Sachen aussuchen konnte.

Sie bedankte sich überschwänglich und umarmte sie. Auch Eve wurde herzlich gedrückt, denn von ihr bekam Hermine ein gemaltes Bild geschenkt, auf dem die ganze Familie abgebildet war.

„ Kann ich euch mal was fragen?" fragte sie Severus und Helena, während sie es sich gut gehen ließen du einfach nur den Tag genossen.

„ Hast du doch gerade!" sagte Severus grinsend und Hermine streckte ihm frech die Zunge heraus, noch bevor er von seiner Freundin einen zärtlichen Kapps gegens Bein bekam.

„ Na frag schon!" sagte er und rieb sich übertrieben sein Bein.

„ Seit ihr eigentlich reicher als die Malfoys?" fragte sie vorsichtig und beobachtete ihre Familie aufmerksam.

Helena schüttelte den Kopf, doch sie lächelte und Severus tat es ihr gleich.

„ Nein wir sind reicher als die Malfoys!" sagte sie.

„ Außerdem stehen wir was die Reinblütigen Familien angeht sogar noch über ihnen und das kannst du ihnen gerne unter die Nase reiben, Kleines!" schloss Severus und grinste sie heimtückisch an.

Doch Hermine schaute ihn nur verwirrt an.

„ Aber ich bin doch gar keine Snape und ich bin auch nicht reinblütig!" redete Hermine leise.

Severus und Helena sahen sich ernst an und blickten, dann zu Hermine.

„Weißt du Kleines!" fing Helena an: „ Severus hat mir heute einen Heiratsantrag gemacht und ich habe Ja gesagt!" sagte sie glücklich und Hermine schmiss sich förmlich in ihre Arme.

Helena freute sich wahnsinnig, nicht nur weil ihre Schwester sich für sie freute, sondern vor allem weil Severus sich endlich dazu durchgerungen hatte sie zu fragen.

Als sie am Morgen aufgewacht war, lag er neben ihr und schaute ihr verliebt in die Augen.

Schon in diesem Moment wusste Helena, dass etwas anders war als sonst, denn normalerweise war das Bett leer wenn sie aufwachte.

Doch an diesem Morgen lag er neben ihr!

Er küsste sie sanft und strich ihr zärtlich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht.

„ Guten Morgen Liebes!" raunte er ihr zu und Helena war es als würden Stromwellen durch ihren Körper rasen.

„ Guten Morgen, Schatz! Was machst du hier?" fragte sie zärtlich und kuschelte sich enger an ihn. „ Nicht das ich das nicht begrüßen würde!"

Severus lachte kurz heiser auf und zog sie fester an sich.

„ Weißt du ich dachte mir, ich gebe dir deine Weihnachtsgeschenk lieber, bevor unsere reizende Tochter ins Bett springt und schreit, dass der Weihnachtsmann da gewesen war." sagte er und hielt Helena eine kleine Schachtel vor die Augen, welche sich augenblicklich weiteten.

„ Ich weiß ich hätte dies schon vor langer Zeit tun sollen, doch ich war einfach noch nicht bereit dazu. Ich liebe dich Helena und ich will mein restliches Leben mit dir verbringen.

Willst du meine Frau werden?" fragte er sie schüchtern und öffnete die kleine, schwarze Schachtel.

Helena musste schlucken, als sie den Ring und seinen wunderschönen Diamanten sah. In dem Diamanten konnte Helena deutlich das schmale geschwungene S erkenne. Es war der Verlobungsring der Snapes.

Helena liefen die Tränen in Wasserfällen über die Wangen.

„ Schatz was ist denn?" fragte er verängstigt und verletzt.

Was war wenn sie nicht seine Frau werden wollte?

Was war wenn sie ihn nicht mehr liebte?

„ Ich weine nur weil ich so glücklich bin!" sagte sie schniefend.

Severus zog scharf sie Luft ein und drehte Helen so, dass er ihr ins Gesicht sehen konnte.

„ Soll das heißen du willst? Du willst meine Frau werden?" fragte er aufgeregt und sah sie prüfend an.

Helena schlang ihre Arme um ihn und presste ihre vollen Lippen auf seine. Erst als sich der Sauerstoffmangel bemerkbar machte, trennten sie sich wieder von einander.

„ Natürlich will ich, was glaubst du denn!"

Dieses Mal war es Severus, der sie stürmisch küsste und nie wider loslassen wollte.

Und nun saß Helena, umschlungen von ihrer Schwester auf dem Boden und wusste nicht wann sie jemals so glücklich gewesen war, mit Ausnahme natürlich von Eves Geburt.

Erst als sich Hermine wieder von ihrer Schwester gelöst hatte und auch Severus gratuliert hatte, sprach Helena weiter: „ Wir wollten dich fragen, ob du was dagegen hättest, wenn wir dich dann adoptieren, damit du ebenfalls den Namen Snape annehmen kannst. Nur wenn du auch wirklich willst?" fragte sie verunsichert und schaute Hermine in die Augen.

Hermine blieb ganz ruhig.

Äußerlich!

Doch in ihrem Inneren jubelte es!

Das war definitiv das beste Weihnachte was sie jemals hatte und wahrscheinlich feiern würde!

Sie fiel Severus und Helena wieder in die Arme und fing vor Freude hemmungslos an zu weinen.

TBC!

Liebe Euch!