Kapitel 7: Hochzeit des Jahres
Obwohl unsere Tochter einen Monat zu früh war, durften ich bereits am Samstag nach ihrer Geburt das St. Mungo verlassen.
Die ersten Nächte in Hogwarts waren schwierig. Doch Severus hielt sich gut. Wann immer die Kleine weinte, stand er auf und holte sie aus ihrem Bett. Er beruhigte sie, wiegte sie in den Schlaf. Das einzige was er nicht konnte, war sie zu füttern.
Die erste Woche schliefen Shane und Neele im Gryffindorschlafsaal, weil sie jedes Mal wach wurden wenn Elodine brüllte, doch nach dieser Woche hatten wir es ziemlich gut im Griff.
Als ich an diesem Morgen geweckt wurde, merkte ich, dass etwas anders war als die Tage zuvor. Severus stand angezogen an meinem Bett und übergab mir die Kleine. Auch sie war bereits angezogen.
„Wo wollt ihr hin?"
„Ruh dich noch ein wenig aus, wir sind bald zurück." Nachdem Elodine gegessen hatte, gab ich sie Severus zurück. Dieser lächelte mich an und ging zur Tür hinaus.
Ich legte mich dankbar wieder in die Kissen.
Ich hatte den schlaf wohl bitter nötig, denn als ich das nächste Mal die Augen aufschlug, war es bereits helllichter Tag. Ich hörte Stimmen aus dem Wohnzimmer. Also stand ich auf, zog mich an und ging nach unten.
„Happy Birthday Mom", riefen mir die Zwillinge entgegen.
„Happy Birthday Eleina", sagte Severus und kam auf mich zu. Er küsste mich, was Neele und Shane mit einem Räuspern quittierten.
Elodine lag schlafend im Stubenwagen.
Auf dem Tisch lagen einige Briefe und Päckchen. Ich war erstaunt, denn an meinen Geburtstag hatte ich gar nicht mehr gedacht.
„Danke, ihr seid ja süss." Ich ging zum Tisch und öffnete den ersten Brief. Er war von den Kindern aus Haus Nr. 1. Natürlich hatte ich auch von allen andern Häusern Briefe bekommen. Dann auch von Harry, Ginny, Ron und Hermine. Und vielen andern Schülern aus Hogwarts.
Es klopfte. Severus öffnete die Tür.
„Guten Morgen. Happy Birthday Eleina."
„Danke Grossvater." Der Schulleiter kam auf mich zu und umarmte mich. Er legte sein Geschenk zu den Andern.
„Wie spät haben wir eigentlich?", fragte ich.
„Kurz vor Mittagessen", sagte Shane.
„Oh, so spät schon."
„Dad dachte, es wäre nett dich schlafen zu lassen."
„Das war auch sehr nett, aber jetzt hab ich Hunger."
Wir gingen gemeinsam in die Grosse Halle. Jetzt zur Ferienzeit war niemand hier und die Halle war noch grösser.
Auch hier wurde ich von allen Seiten beglückwünscht. Wir assen, dann wurde Elodine gefüttert.
„Wir werden auf die Kleine aufpassen, für ein paar Stunden", sagte Neele und schnappte sich den Stubenwagen und ihren Bruder.
„Wollen wir ein paar Schritte gehen?" Severus fragte nicht, denn er war bereits aufgestanden. Ich folgte ihm. Ein paar Schritte gingen wir stumm nebeneinander her.
„Albus hat den 31. August vorgeschlagen." Wir hatten jetzt den 15 Juli.
„Gut, ich denke das bekomme ich hin", lächelte ich. Wir blieben am See stehen. Severus zog mich in seinen Arm.
Wir lösten uns erst von einander, als wir vom Schloss her Stimmen hörten.
„Das ist Daphne", sagte ich lächelnd.
„Geh schon." Ich hatte Daphne seit beinahe einer Woche nicht mehr gesehen. Ich rannte auf sie zu. Als wir uns trafen vielen wir uns in die Arme.
„Glückwunsch Lynni. Alles Gute zum Geburtstag."
„Danke Daphne."
„Du strahlst so, ist etwas passiert?"
„31. August", sagte ich nur.
„Oh, das wird eng. Dann müssen wir ja gleich morgen anfangen." Ich sah sie an. Fragend wie mir schien. „Das sind nur noch sechs Wochen. Wir müssen Einladungen drucken und verschicken, ein Kleid muss besorgt werden, Frisör, Ringe, Schmuck und so weiter und so weiter…" Ich lachte.
„Wir fangen ja an, aber erst morgen."
Severus hatte uns inzwischen eingeholt.
„Ihr Mann ist nicht mitgekommen?"
„Doch, aber er ist mit den Kindern im Schloss." Wir gingen hinein. Die Kinder tollten durch die Grosse Halle, wir redeten und assen Kuchen.
„Willst du nicht deine Geschenke auspacken?" Simon stand vor dem Tisch.
„Gut, wenn du darauf bestehst", lachte ich und ging zu dem Tisch.
Natürlich erhielt ich wieder jede Menge ramsch, doch das ist ja immer so. Nach über dreissig Jahren wird es auch schwierig noch etwas Passendes zu finden.
Doch eine kleine Schatulle zog mich magisch an. Ich nahm sie in die Hand. Sie war schlicht und schwarz und irgendwie war ich mir sicher, sie schon einmal gesehen zu haben. Als ich es aufmachte musste ich lächeln.
„Was ist es?", fragte Daphne und linste mir über die Schulter. Ich drehte mich zu ihr um. In der Schachtel lag eine Phiole. Ihr Inhalt schimmerte Perlmut.
„Severus, hilf mir auf die Sprünge. Ich war zwar gut in Zaubertränke, aber daran kann ich mich nicht erinnern." Severus kam auf mich zu, nahm mir die Phiole ab und öffnete meine Kette, dann wechselte er die Phiolen aus. Mir wurde warm.
„Es ist ein Indikator. Es beschützt dich und verbindet dich Gleichzeitig mit dem, dessen Blut dafür verwendet wurde."
„Was genau heisst das?", fragte ich und kniff die Augen ein wenig zusammen.
„Wann immer jemand der Blutgeber in Gefahr ist, wirst du es spüren. Und du wirst immer ein Teil von ihnen bei dir tragen."
„Und wessen Blut ist da drin, ausser deines nehme ich an?"
„Das unserer Kinder." Ich umarmte ihn und küsste ihn leidenschaftlich.
Albus räusperte sich.
„Solche Tränke sind verboten, das weisst du hoffentlich Severus."
„Mir ist durchaus bewusst, dass, für andere, solche Tränke verboten sind."
„Für Andre?", fragte Dean nach. Er als Auror war eigentlich dazu verpflichtet Severus zu melden.
Severus zog ein Pergament aus seinem Umhang und reichte es mir.
„Es ist vom Zaubereiminister", sagte ich und begann zu lesen.
„Und?", fragten die Andern.
„Eine Generalvollmacht. Severus darf sämtliche Zaubertrankzutaten und mögliche Zutaten besitzen, und mit sämtlichen bekannten und unbekannten Zutaten experimentieren." Noch nie hatte jemand in ganz Gross Britannien eine solche Vollmacht besessen.
„Was genau beutet das jetzt?", fragte Sanders, der den ganzen Rummel nicht verstand.
„Das heisst, Severus darf uneingeschränkt brauen und veröffentlichen. Das macht dich zum mächtigsten Tränkemeister ganz Englands, gratuliere", sagte Albus.
„Das ist der zweitschönste Geburtstag den ich je hatte", lachte ich und drückte Severus an mich.
„Der Zweitschönste?" Ich grinste.
„Ja, der schönste war mein Achtzehnter."
„Warum dass denn?", fragten Neele und Shane gleichzeitig. Ich ging zu ihnen und stellte mich in ihre Mitte.
„Ganz einfach. Neun Monate später wurdet ihr geboren."
„Mama!", riefen beide entsetzt. Die restlichen anwesenden brachen in schallendes Gelächter aus.
Es war ein wunderschöner Tag, doch bereits am nächsten Tag ging ich mit Daphne in die Winkelgasse. Die Einladungen mussten bestellt werden. Verschiedene Dinge ausgesucht. Als Daphne mich dann zu einem Juwelier ziehen wollte blieb ich stehen.
„Nein Daphne, das soll Severus selber machen."
„Glaubst du er schafft das? Jetzt wo er so viel zu tun hat?"
„Er wird müssen", grinste ich. Wir beschlossen, nachdem wir alle Einkäufe und Bestellungen getätigt hatten, die Winkelgasse zu verlassen und den Dream Catcher in Muggellondon aufzusuchen.
Schliesslich brauchte ich noch ein Kleid.
Die City wimmelte von Touristen und wir hatten ganz schön Mühe mit dem Kinderwagen durch zu kommen.
Als wir dann endlich vor dem Laden standen waren wir ziemlich kaputt. Doch Daphne drängte mich hinein.
„Willkommen im Dream Catcher, was kann ich für euch tun?" Die Hexe sah uns an.
„Oh, hallo, schön dass ihr mal wieder da seid, und gleich mit neuer Kundschaft." Die Verkäuferin hatte uns offensichtlich wieder erkannt.
„Wir suchen ein Hochzeitskleid, könnt ihr uns da helfen?", fragte Daphne sofort.
„Für dich?"
„Nope, für sie." Die Verkäuferin ging um mich herum. Sie warf einen Blick in den Kinderwagen.
„Wann soll denn die Hochzeit sein?"
„In sechs Wochen", antwortete ich.
„Okay", sagte sie langsam.
„Hast du vor bis dahin wieder in grösse 36 zu passen?"
„Ich ehm, natürlich." Ich trug bereits wieder grösse 36 allerdings enger als sonst.
„Gut, dann lässt es sich einrichten, kommt mal mit." Die Hexe sperrte den Laden zu und wir folgten ihr ins Hinterzimmer.
Hier hingen einige Kleider. Tüll, Brokat, Samt, Seide, was das Herz begehrte und in allen Farben.
„Hast du einen bestimmten Farbwunsch?"
„Ehm, ich denke Champagner oder Creme", sagte ich und sah unsicher zu Daphne.
„Türlich, auch wenn's mit der Unschuld nicht wirklich weit her ist." Ich streckte ihr die Zunge heraus.
„Gut, dann wären diese was für dich." Die Hexe schlenkerte mit dem Zauberstab und es glitten wie von Zauberhand vier weisse Brautkleider in unser Blickfeld.
Ich schluckte schwer. Jetzt war es also so weit, ich suchte mir mein Brautkleid aus. Ich sah mir die Vier an.
„Dieses auf jeden Fall nicht", sagte ich dann. Das Kleid war wunderschön, aber es hatte so gar nichts damit gemein, was ich mir vorstellte.
„Dass auch nicht, zu protzig." Jetzt hingen noch zwei Kleider da. Sie waren beide wunderschön.
Ich zog das Erste an, und stellte mich vor den Spiegel. Daphne und die Hexe sagten erstmal nichts. Das Kleid war aus Organza-Stoff. Eine Neckholder Korsage prunkvoll bestick mit metallic Stickereien und einer Schleppe. Ich atmete tief ein, dann aus.
„Das ist es nicht. Es ist wunderschön, aber das sagt nicht Eleina Snape." Die Hexe und Daphne atmeten aus.
„Gott sei dank, siehst du das auch so", sagte Daphne. Ich zog das Kleid aus und das andere an.
Bereits in Daphnes Gesicht konnte ich sehen, dass es diesmal besser war. Das Kleid war Schulterfrei in einem fliessenden, bestickten Brokat Stoff. Unter der Büste befand sich ein ca. vier Zentimeter breites Seidenband das sich zwischen den Brüsten noch oben zog. Es streckte den Oberkörper und liess mich sehr schlank wirken. Als ich in den Spiegel sah, stockte mir der Atem.
„Das ist es", sagte ich mit Tränen in den Augen. Daphne nahm mich in den Arm. Die Hexe reichte mir noch eine Stola. Ich sah mich nochmals im Spiegel an, dann nickte ich der Hexe zu.
Ich zog mich wieder um.
„Wir werden das Kleid einen Tag vor dem Termin liefern. Wohin?"
„Hogwarts, in das Büro des Schulleiters", sagte ich aus der Kabine.
„Oh, nach Hogwarts. Dann ist das also die Hochzeit des Jahres."
„Hochzeit des Jahres?"
„Eine unserer Stammkundinnen war heute Morgen hier und hat sich ein Kleid gekauft für die Hochzeit des Jahres wie sie sagte, die am 31. August in Hogwarts stattfinden wird."
„Sie war nicht zufälligerweise gross, schlank und sehr blond?" Ich kam gerade aus der Kabine.
„Doch, ihr kennt sie?"
„Narzissa Malfoy", sagten wir Beide gleichzeitig.
„Wo her weiss die das schon?", fragte Daphne.
„Ich nehme an, Severus hat es ihr bereits gesagt. Vielleicht wusste sie es schon vor mir." Ich war etwas angesäuert.
Nachdem wir den Laden verlassen hatten, gingen wir zurück in die Winkelgasse.
„Komm ich muss noch was kaufen." Ich zog Daphne durch die Gasse in die Nokturngasse.
„Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?"
„Ja, bin ich." Ohne Umschweife ging ich zu dem kleinen Juwelier. Wir traten ein.
„Oh Miss Dumbledore, Professor Snape hat bereits gesagt dass sie kommen werden. Sie sollen sich aussuchen was sie möchten. Ausser die Ringe, die hat er bereits."
„Aha", sagte ich.
Daphne sah sich bereits die Auslage an. Da das Kleid Schulterfrei war, musste ich mir ein passendes Collier kaufen. Ich sah mich um. In der Auslage sah ich ein Collier. Eine Diamant Kette in Sonnen form angeordnet. Es war gleichmässig angeordnet bis auf einen grossen, grünen Stein.
„Das da", sagte ich. Der Händler nahm es aus der Vitrine und legte es mir an. Ich stellte mich vor den Spiegel, betrachtete mich und schloss dann die Augen.
„Was meinst du?", fragte ich Daphne.
„Es gibt keines das Besser passen würde." Ich ging zurück zu dem Zauberer.
„Können sie den Stein auswechseln?"
„Bitte?"
„Können sie den Stein auswechseln und gegen eine dieser Phiolen ersetzen?" Der Zauber wusste nun, worauf ich hinaus wollte.
„Natürlich M`am." Er baute die Kette so um, dass ich zwischen dem Stein und einer meiner Phiolen wechseln konnte. Ich übernahm die Schatulle und wir gingen.
„Dein Professor hat wohl an alles gedacht, was."
„Ich hätte nicht erwartet, dass er an alles denken würde." Wir flohten zurück nach Hogwarts.
Ich übergab Elodine einem der Hauselfen, da ich mich dringends Ausruhen wollte. Die Tür zu Severus Brauzimmer war geschlossen.
Ich fragte mich, ob ich es wagen konnte ihn zu stören. Ich stand auf, ging zur Tür und öffnete sie. Ein widerlicher Geruch kam mir entgegen. Wo waren die Kräuter und der Moschus. Ich begann zu husten.
„Severus, bist du hier?" Ich wurde von zwei Armen gepackt und ins Wohnzimmer geschoben.
„Hey, was tust du da", protestierte ich.
„Ich arbeite", sagte er.
„Das riech ich. Woran arbeitest du?" Er zog die Augenbraue nach oben. „Schon klar, du sagst mir nichts."
„Du hattest einen schönen Tag?"
„Ja, hatte ich, aber dein Konto wahrscheinlich nicht." Ich schmollte.
„Ich denke nicht, dass du mich ruinierst."
„Ach, und warum?"
„Du erinnerst dich an die Vollmacht?"
„Ja?"
„Ich habe die Tränke angemeldet." Ich stand von der Couch auf und umarmte ihn.
„Soll das jetzt heissen, du bist eine gute Partie?" Er küsste mich. Das war seine einzige Antwort.
Seine Hände strichen über meinen Rücken und ich begann wie ein Kätzchen zu schnurren. Aus dem Brauzimmer waren kleine Plopp zu hören.
„Musst du da nicht wieder rein?" Da seine Hände sich nicht von meinem Körper weg bewegten deutete ich dies als Nein. Er öffnete bereits meinen Reissverschluss, als die Tür aufging. Lachend und schwatzend kamen Neele und Shane von ihrem Badeausflug zurück.
„Mom, Dad, was bei Merlin tut ihr da?", empörte sich Neele.
„Ihr habt doch ein Schlafzimmer", zickte Shane. Severus sah die Kinder an. Ich wechselte den Blick zwischen ihnen.
Mit einem zip war der Reissverschluss wieder geschlossen.
„Entschuldigt, wir werden uns bessern", sagte ich und ging auf die Beiden zu.
„Hattet ihr einen schönen Tag?"
„Ja, wir waren Schwimmen", sagte Neele und legte ihre Tasche ab. Sie trug einen schwarzen Bikini mit einem Strandtuch. Severus sah sie an.
„Wäre es zuviel verlangt, dir etwas anzuziehen, wenn du durch das Schloss gehst?" Sie sah an sich hinunter.
„Komisch, ich dachte ich hätte etwas an." Shane trug über seiner Badehose ein T-Shirt. Er zog Neele am Arm und ging grinsend mit ihr nach oben.
„Was war dass denn jetzt?", fragte ich. Severus sah mich an. Ich ging um ihn herum, eine Hand auf seiner Schulter liegend.
„Du weisst schon, dass ich damals auch nicht mehr anhatte?"
„Daran erinnere ich mich genau", erwiderte er und zog mich in einen Kuss.
„Achtung, Minderjährige im Anmarsch." Shane kam nach unten.
„Tasche vergessen", brummte er. Ich befreite mich aus Severus griff.
„Du hast bestimmt noch etwas da drin zu tun, ich werde mich mit unsern Kindern unterhalten." Der Tränkemeister nickte und verschwand in seinem Raum.
Shane hob seine Tasche hoch und ich folgte ihm nach oben. Eigentlich war ja für jedes der Kinder ein einzelnes Zimmer vorgesehen, doch Neele und Shane hatten darauf bestanden, die Wand entfernen zu lassen. Ich hörte dass Neele unter der Dusche war.
„Na, habt ihr euch schon eingelebt?"
„Ja, eigentlich schon."
„Eigentlich?"
„Na, die kleine Aktion im Wohnzimmer."
„Tut mir leid, wir haben nicht daran gedacht, dass ihr hereinkommen könntet." Neele kam aus dem Badezimmer.
„Macht ja eigentlich auch nichts. Knutschen geht ja, aber ihr wart gerade dabei was ganz anders zu wollen. Und wenn wir ehrlich sind – sie blickte zu ihrem Bruder – wollen wir das nicht sehen."
„Gut, ich will nämlich auch nicht, dass ihr uns dabei zu seht." Wir schwiegen uns einen Moment an.
„Ich verspreche euch, dass das nicht mehr vorkommen wird."
„Gut, dann werde ich, um Dad zu beruhigen, etwas mehr anziehen wenn ich durchs Schloss gehe." Wir sahen zu Shane.
„Was? Zu mir hat er nichts gesagt." Ich lachte.
In den darauf folgenden Tagen besuchte ich mit den Zwillingen die Winkelgasse, damit sie sich für die Hochzeit etwas Passendes zum Anziehen kaufen konnten. Gerade als wir auf dem Weg zurück zum Tropfenden Kessel waren, kamen uns die Gryffindors entgegen.
„Hallo", schallte es von allen Seiten.
„Na, habt ihr euch für die Hochzeit des Jahres eingekleidet?", fragte Ginny und zwinkerte uns zu.
„Aha, ihr habt mit den Malfoys gesprochen", sagte ich resigniert.
„Ja, Narzissa ist schon ganz aufgeregt", sagte Harry.
„So wie sich das hier anhört, heiratet sie, und nicht ich."
„Du musst sie verstehen, Severus und sie sind schon seit Jahren befreundet, und jetzt können sie es endlich auch zeigen. Ich gehe schwer davon aus, dass sie seine Trauzeugin sein wird", meinte Hermine.
Die junge Frau war nicht nur schlau, sondern auch sehr weise.
Eigentlich wusste ich ja, dass sie recht hatte. Aber es versetzte mir doch immer noch einen Stich.
„Ihr werdet doch auch da sein?", fragte Neele.
„Glaubst du, wir lassen uns das entgehen?", scherzte Ron. Ich sah ihn fragend an. „Na Snape, der kalte Tränkemeister, in einer so romantischen Situation wie seiner Hochzeit, das muss jeder sehen."
„Ronald", entrüsteten sich Ginny und Hermine. Doch meine Zwillinge wussten nichts Besseres als mit den Freunden darüber zu lachen.
„Hey, das ist nicht witzig", schollt ich sie, konnte mir aber ein Grinsen nicht verkneifen.
„Du hast recht, kalt ist er wirklich nicht. Es hat zumindest nach brennendem Verlangen ausgesehen, als er dir an die Wäsche wollte."
„Shane Albus Snape, halte deine Zunge im Zaum, sonst schneid ich dir sie ab", sagte ich schockiert. Die Gryffindors bemühten sich nicht zu lachen, doch es blieb beim bemühen. Sie prusteten lauthals los.
„Tut uns leid Eleina", keuchte Harry.
„Ich finde das nicht komisch", sagte ich angesäuert. „Wir werden jetzt gehen." Ich zog die Zwillinge mit mir.
„Eleina, warte." Harry kam mir nach. „Es tut uns wirklich leid. Entschuldige."
„Ach Harry, ich bin wohl etwas zu angespannt." Wir umarmten uns freundschaftlich. Dann ging ich mit den Zwillingen in den Tropfenden Kessel und Harry, Ron, Ginny und Hermine in die Winkelgasse.
„Mom, können wir noch schwimmen gehen?", fragte Neele als wir bei Albus aus dem Kamin stiegen.
„Ja gut, aber du weisst was dein Vater gesagt hat." Sie nickte und wir gingen nach unten.
Als ich unser Wohnung erreicht hatte, kamen mir die Zwillinge bereits wieder entgegen. Shane hatte eine Schwarze Badehose an und ein dunkelblaues Shirt darüber, Neele trug ein Strandkleid über dem Bikini. Das Strandtuch lugte aus ihrer Tasche. Sie drehte sich vor mir. „Ist das so genehm?"
„Haut schon ab, bevor ich es mir anders überlege", lachte ich.
Ich kümmerte mich den Rest des Tages ausschliesslich um Elodine.
Natürlich hatte ich auch für sie etwas zum anziehen gekauft, obwohl sie das einzige Familienmitglied war, das das gar nicht nötig gehabt hätte.
Zum Nachtessen schlenderte ich mit der Kleinen in die Grosse Halle. Neele und Shane sassen bereits am Tisch. Albus und Minerva auch, so wie Hagrid und einige der anderen Professoren.
„Ihr hattet einen schönen Tag, wie ich hörte", fragte Albus beiläufig.
„Ja, den hatten wir", bestätigten die Zwillinge.
Ich hingegen setzte mich nur hin. Immer öfter folgten meine Gedanken den Ausführungen Hermines.
„Eleina, hast du mich nicht verstanden?" Ich schreckte hoch.
„Was? Hast du etwas gefragt?"
„Wo Severus ist, wollte ich wissen."
„Keine Ahnung, aber wahrscheinlich in seinem Brauzimmer. Dort ist er seit meinem Geburtstag nicht mehr herauszubekommen." Shane räusperte sich und grinste Neele an. „Ja, Kinder, ich hab es verstanden", sagte ich angesäuert.
Ich stand auf und verliess mit Elodine die Halle. Ich fütterte sie und legte sie ins Bett, dann ging ich nach unten. Ich klopfte an das Brauzimmer. Ich hörte dass dahinter gearbeitet wurde, doch eine Antwort bekam ich nicht.
Also drückte ich die Falle nach unten und trat ein. Severus stand wie immer an seinem Tisch. Auf seiner Stirn hatten sich Schweissperlen gebildet. Ich musste ihn seltsam angesehen haben, denn er zog die Augenbraue nach oben.
„Du hast das Abendbrot versäumt." Er nickte.
„Sprichst du noch mit mir?" Wieder zuckte die Augenbraue.
Genervt verliess ich das Brauzimmer. Ich schnappte mir ein Buch und warf mich auf die Couch. Erst als sich jemand vor mir Räusperte, blickte ich auf. Severus stand mitten im Raum.
Er war verschwitzt und sein Haar hing ihm strähnig ins Gesicht.
„Wird Narzissa deine Trauzeugin sein?", fragte ich unvermittelt.
„Ja."
„Aha."
„Was aha?"
„Nur aha." Ich musste zugeben, ich war überaus eifersüchtig.
Severus setzte sich auf einen der Sessel und fixierte mich mit seinem Blick. Zuerst wollte ich nicht darauf eingehen, aber als er nach einigen Minuten nicht aufhörte mich mit seinen Augen aufzuspiessen, konnte ich mich nicht mehr auf mein Buch konzentrieren. Ich legte es bei Seite und starrte zurück.
„Du weisst, dass Narzissa meine engste Vertraute ist."
„Hattest du jemals etwas mit ihr?" Ich kniff die Augen zusammen und wartete auf eine Antwort. Severus starrte mich an. Ich weiss nicht was er damit bezweckte, denn ich wartete noch immer auf eine Antwort.
„Was ist, hattest du?" Dann senkte er den Blick. Ich sprang auf. „Was? Und du hast mir nichts gesagt?"
„Es ist schon Jahre her."
„Weisst du, dass sie unsere Hochzeit als Hochzeit des Jahres betitelt? Sie ist Patin unserer Tochter und wahrscheinlich wissen alle, dass du sie gevögelt hast. Wie naiv konnte ich nur sein." In diesem Moment kamen Neele und Shane herein.
„Er hat wen gevögelt?", fragte Shane. Severus warf ihm einen drohenden Blick zu.
„Das geht dich nichts an Shane. Geht raus, oder geht noch in die Bibliothek."
„Was sollen wir in der Bibliothek, wir haben Ferien?"
„Neele Eileen Snape, es ist mir im Moment scheiss egal wo ihr hingeht, solange ihr gerade nicht hier in diesem Zimmer seid", schnaubte ich. Meine Kinder wussten wann sie mir zu gehorchen hatten. Und dass dies zweifelsohne ein solcher Moment war, war unschwer zu erkennen.
Neele verdrehte zwar die Augen, zog Shane aber aus dem Zimmer.
„Wenn sie es niemandem erzählt hat, und davon gehe ich aus, weiss es ausser ihr, mir und dir niemand." Er war ruhig, sachlich und wenn ich ihn nicht so gut gekannt hätte, hätte man ihn als unbeteiligt beschimpfen können.
„Verdammt Severus, warum konntest du nicht einfach ehrlich zu mir sein?"
„Ich wusste nicht, dass ich dir Rechenschaft darüber schuldig bin, mit wem ich geschlafen habe."
„Das sagte ich auch nicht. Aber Narzissa Malfoy ist nicht irgendjemand."
„Setz dich wieder hin." Ich gehorchte. „Ich kenne Narzissa seit mehr als fünfundzwanzig Jahren. Wir sind bereits zusammen zur Schule gegangen.
Sie heiratete Lucius, damals mein bester Freund. Dann wurde Draco geboren. Lucius benahm sich von anfang der Schwangerschaft an seltsam. Der Dunkle Lord wurde mächtiger und Lucius seine rechte Hand.
Narzissa war oft bei mir, um mich zu bitten mit ihm zu sprechen. Anfangs war ich nicht sehr begeistert davon. Ich ging mit Lucius überein und hielt sie auf Distanz. Doch dann, als der Dunkle Lord grössenwahnsinnig wurde, versuchte ich von ihm weg zu kommen.
Dein Grossvater bat mich, für ihn als Spion weiter dabei zu sein. Narzissa drängte immer mehr darauf dass ich mit Lucius reden sollte, denn sie hatte Angst um ihren Sohn. Also tat ich es.
Ich bin ziemlich mit ihm aneinander geraten. Von da an tat ich nur noch so, als wäre ich sein Freund.
Dann kam Potter und der Dunkle Lord verschwand. Ich war eigentlich ganz froh darüber. Du warst damals in der zweiten Klasse.
Ich traf mich regelmässig mit Narzissa um zu reden. Sie redete, und ich hörte zu. Dann habe ich Angefangen mich für dich zu interessieren. Narzissa blieb auf der Strecke. Sie wusste nicht, warum ich sie nicht mehr besuchte, aber sie hatte angenommen, dass es sich um eine Frau handelte.
Und dann kam der Sommer deines Abschlusses. Ich hatte keinen Kontakt mehr mit ihr. Nichteinmahl mehr per Eule. Und dann…, dann warst du weg. Mitte September meldete ich mich wieder bei Narzissa. Sie kam her, wir redeten, ich trank Whiskey und dann küsste ich sie.
Ich wollte mein verlangen stillen, doch ich konnte es nicht. Sie war nicht du, und das musste ich nach einer Nacht mit ihr feststellen.
Narzissa kennt mich besser als viele andere, vielleicht sogar besser als du, aber nicht weil uns Liebe verbindet, sondern eine tiefe Freundschaft." Ich hatte ihm zugehört, doch hatte ich begriffen was er mir gerade erzählte?
Noch nie hatte Severus so viel von sich preis gegeben und ich wusste nicht, ob er es tat weil er es wollte, oder weil es eine Verzweiflungstat war, weil ich ihn vielleicht doch noch verlassen könnte.
„Du würdest nicht so ein Theater machen, wäre sie ein Mann."
„Du hättest auch nicht mit ihr geschlafen, wäre sie ein Mann. Severus ich liebe dich und ich kann verstehen, dass du einen guten Freund gebraucht hast in den letzten Jahren. Nur dass es eine wunderschöne, schlanke und vor allem stolze Hexe sein musste, macht mir zu schaffen." Wir sassen eine Weile stumm gegenüber.
„Ich weiss nicht, ob ich den Mut gehabt hätte um deine Hand anzuhalten, wenn sie nicht gewesen wäre." Na ja, wenigstens war er ehrlich.
„Du hast dich nie entscheiden müssen zwischen ihr und mir?" Severus sah mich an. Seine Augen sagten mir, dass ich ihn gerade beleidigt hatte, doch ich wollte es von ihm hören.
„Nein. Du hättest immer gewonnen."
„Ich möchte, dass du sie darüber informierst, dass ich es weiss." Die Augenbraue schoss nach oben. „Ich will keine Geheimnisse haben. Sie ist dir wichtig, also hat sie das Recht, die Wahrheit zu erfahren." Ich stand auf und setzte mich auf seinen Schoss. Meine Hände schlangen sich um seinen Hals und ich legte meinen Kopf auf seine Schulter, während eine seiner Hände über meine Oberschenkel strich und die andere über meinen Hintern.
„Keine Geheimnisse mehr." Ich blinzelte ihn an. „Wie viele Frauen hattest du nach mir, oder kannst du die nicht mehr zählen?"
„Wofür hältst du mich?"
„Das war nicht die Antwort auf meine Frage." Immerhin waren zwischen unsern zusammentreffen zwölf Jahre vergangen.
„Fünf. Mit der letzten bist du ja bereits zusammengetroffen." Ich sah ihn verwundert an, bis mir der Knut gefallen war. Die Professionelle musste Nummer fünf sein. „Quit pro Quo", sagte er dann.
Ich nuschelte etwas vor mich hin. Severus räusperte sich. „Keinen, okay."
„Davor?" Ich sah ihm in die Augen. Sie funkelten und für einmal konnte ich nicht in ihnen lesen.
Dann blickte ich betreten zu Boden, stand auf und stellte mich an den Kamin.
„Ich hatte zwar zwei feste Freunde vor dir, aber ich habe mit keinem geschlafen." Severus war aufgestanden und stellte sich hinter mich. Er schlang seine Arme um meinen Körper und zog mich zu sich.
Ich lehnte mich ihm entgegen und mein Kopf bettete sich in seine Halsbeuge. Er neigte den Kopf und küsste mich.
Es klopfte.
„Ja bitte?", rief Severus. Er hatte offensichtlich nicht die Absicht mich loszulassen. Neele streckte den Kopf zur Tür herein.
„Dürfen wir ins Bett?" Ich lachte.
„Natürlich, entschuldigt, ich wollte euch nicht so anfahren."
„Alles wieder gut?", fragte Shane mit einem Seitenblick auf Severus. Ich löste mich von Severus und ging auf meine Kinder zu. Ich nahm sie in den Arm. Inzwischen waren sie beinahe so gross wie ich.
„Ja Shane, alles wieder in Ordnung." Er küsste mich auf die Wange.
„Gut, sonst hätte Dad jetzt ein Problem", grinste er. Dies wiederum liess Severus die Augenbraue nach oben ziehen.
„Ich war jetzt zwölf Jahre der Mann an Mom`s Seite. Ich gebe diesen Posten nicht gerne ab, und wenn, dann nur jemandem, der es verdient hat."
„Du hast die letzten Jahre sehr gut auf deine Mutter aufgepasst, das respektiere ich. Und ich danke dir, dass du diesen, zweifelsfrei, wichtigen Posten an mich abtrittst." Er war auf Shane zugegangen und zog ihn in eine Umarmung. Ich stand hinter Neele und sah ihnen zu.
„Weinst du etwa?"
„Ja, das tu ich", gab ich zu.
„So, und jetzt ab in euer Zimmer", scheuchte Severus die Kinder. Lachend gingen sie nach oben. Auch wir folgten ihnen kurz darauf.
Am nächsten Morgen wurden wir von einer Eule geweckt. Severus ging zu ihr und nahm ihr den Brief ab.
Dann hielt er ihn mir hin. Mrs. Snape, stand darauf.
„Das bin nicht ich", nuschelte ich verschlafen.
„Noch nicht", antwortete mir Severus.
Ich nahm den Brief, gähnte und öffnete ihn. Sofort war ich wach.
„Wir sind morgen eingeladen." Severus zog eine Augenbraue nach oben.
„Morgen ist der 31. Juli." Er schien mich nicht zu verstehen. „Harrys 18. Geburtstag."
„Viel spass."
„Du wirst mich begleiten." Wieder sah er mich an. Ich hielt ihm den Brief unter die Nase. „Lies das PS."
Dort stand: „Und wehe du kommst ohne Professor Snape." Er grummelte zwar, gab sich aber geschlagen.
Der heutige Tag barg keine wirklichen Highlites. Severus arbeitete und ich sah in meinen Häusern nach dem rechten, obwohl Daphne das sehr gut hinbekam.
Auf dem Rückweg besorgte ich noch rasch ein Geschenk für Harry und dann war der Tag gelaufen.
Als ich schlafen ging, war Severus noch in seinem Keller. Dafür mussten wir dann am Samstag früh raus.
Bis alle durchs Badezimmer waren, na ja, vor allem Neele und ich, dauerte es schon fast eine Stunde. Dann wurde Elodine hübsch gemacht und wir Frühstückten noch. Dann ging es ab in Grossvaters Büro.
„Begleitest du uns?"
„Ich werde später nachkommen. Aber ich wünsche euch viel Spass", lächelte er.
Wir stiegen Einer nach dem Andern in den Kamin.
Die Party fand im Fuchsbau statt. Ich hätte es auch nicht anders erwartet. Neele und Shane waren bereits draussen, als ich mit Elodine und hinter mir Severus eintrafen.
„Hallo meine Lieben", empfing uns Molly. „Es sind alle im Garten." Wir gingen ebenfalls nach draussen.
Es war ein wunderschöner Sommertag. Ich sah bereits dass mehrere Personen auf ihren Besen durch die Luft flogen. Verträumt folgte ich ihnen mit meinem Blick.
Severus nahm mir Elodine aus dem Arm. Dann deutete er auf einen Haufen Besen.
„Geh schon." Ich küsste ihn und holte mir einen Besen.
Die ersten paar Meter waren ganz schön wackelig. Ich war eben schon lange nicht mehr geflogen.
„Du traust dich hier herauf?", scherzte Harry als er neben mich flog.
„Happy Birthday, und ja. Ich bin zwar total ausser Übung, aber das wird schon wieder."
„Wir spielen eine Runde Quidditch, wenn du dich anschliessen möchtest?"
„Klar, aber nur wenn ich auf meiner Position spielen kann."
„Die da wäre?"
„Hüter." Harry drehte sich um.
„Hey Ron, überlässt du Eleina die Ringe?" Der Rotschopf kam auf uns zu geflogen.
„Meinst du, du schaffst das?"
„Klar", zwinkerte ich ihm zu und flog zu den Ringen.
Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen und begann mich auf das Spiel einzustellen.
Zugegeben, die ersten drei Quaffel waren drin bevor ich mich richtig bewegt hatte, doch dann kam meine Routine zurück. Ich wehrte alles ab was ich irgendwie zufassen bekam. Und nach etwas mehr als einer Stunde hatte Harry den Schnatz gefangen.
„Du hast nichts verlernt", scherzte Harry.
„Ich war schon mal besser", lachte ich.
Als wir zu den Tischen kamen, sah ich Severus in ein Gespräch vertieft mit Remus. Ich musste lächeln. Doch dann viel mir auf, dass er Elodine nicht mehr im Arm hatte.
„Wo ist unsere Tochter?" Severus blickte auf.
„Eine ist da – er deutete auf Neele die sich gerade mit Ginny unterhielt – und die Andere kommt gleich wieder." Ich sah ihn fragend an. Doch dann hörte ich sie schon. Molly kam mit ihr im Arm aus dem Fuchsbau.
„Ja, jetzt bist du wieder sauber."
„Du lässt Molly die Windeln wechseln?"
„Ist schon in Ordnung. Ich denke nicht, dass Severus der Mann ist, der das freiwillig macht."
„Er war freiwillig dabei als sie gezeugt wurde, da kann er auch die etwas unangenehmeren Aufgaben erledigen." Bis auf diesen kleine Disput war es eine wunderschöne Party.
Harry wirkte nicht mehr halb so angespannt wie vor Voldemorts tot. Er war einfach ein 18 Jähriger Zauberer, mit einer tollen Familie, tollen Freunden und einem Mädchen an seiner Seite das er liebte.
Es war bereits spät, als wir wieder nach Hogwarts zurück gingen.
Severus hatte sich den ganzen Abend mit Remus und Arthur unterhalten und vielleicht den einen oder andern Feuerwhiskey zuviel getrunken, doch das machte gar nichts.
Neele und Shane vielen todmüde in ihre Betten und Elodine schlief eh schon seit Stunden.
Als ich aus dem Badezimmer kam, lag Severus im Bett. Er hatte die Augen geschlossen und es sah aus, als ob er bereits schlafen würde. Doch das wusste man bei ihm nie so genau.
Ich legte mich also neben ihn und kuschelte mich in seine Armbeuge. Er küsste mich auf die Stirn und ich versuchte noch näher an ihn heran zu kommen. Dann musste ich eingeschlafen sein.
In den folgenden Wochen spielten sich unsere Tage fast immer gleich ab. Severus verbrachte Stunden in seinem Brauzimmer und Neele und Shane gingen schwimmen oder trafen sich mit ihren Freunden.
Ich verbrachte meine Zeit in Haus Nr. 12 oder mit Elodine und jeden dritten Tag erhielt ich besuch von Harry.
Auch wenn er an seinem Geburtstag sehr entspannt gewirkt hatte, hatte er doch enormen Redebedarf.
Wenn er Redetete spielte er mit Elodine, schliesslich war er ihr Pate. Natürlich bekamen die Zwillinge mit, dass er oft da war und auch Severus musste es mitbekommen, denn sie redeten oft darüber.
Der Tränkemeister hatte sich wenigstens dazu erbarmt, abends sich nicht mehr in seinem Refugium zu verstecken und sich mit der Familie zu beschäftigen. Schneller als wir es erwartet hatten, brach die letzte Woche vor unserem wichtigen Termin an.
An diesem Mittwoch erwartete ich Harry wieder. Ich wollte jedoch nicht im Schloss bleiben, sondern entschied mich dafür, in die Winkelgasse zu gehen. In Albus Büro wartete ich auf Harry.
„Da bist du ja, dann können wir ja los." Er sah mich fragend an. Ich nahm eine Prise Flohpulver, stand in den Kamin und sagte Winkelgasse. Gleich darauf kam Harry nach. Wir schlenderten bis nach Gringotts.
„Ich muss noch Geld holen, kommst du mit?" Harry nickte. Wir betraten die Bank.
„Mr. Potter, was kann ich für sie tun?"
„Für mich heute gar nichts, Griphook, Miss Dumbledore möchte in ihr Verliess." Der Kobold sah mich musternd an.
„Natürlich, folgen sie mir." Wir gingen ihm hinterher. Ich äffte ihn nach, was Harry einen Lacher entlockte.
Der Kobold drehte sich um und beäugte uns. Ich warf ihm jedoch nur einen hochnäsigen Blick zu.
Wir setzten uns in einen der Wagen und fuhren tief unter die Bank.
„Dort unten ist mein Verliess", sagte Harry und deutete auf einen der Hochsicherheitsgänge.
„Ich muss, glaub ich, irgendwo da hin", sagte ich und deutete auf einen der Sicherheitsstollen.
Wir fuhren in diese Richtung, und nach ca. zehn Minuten blieb der Wagen stehen. Der Kobold stieg aus.
„Ihr persönliches Verliess?"
„Ja bitte", sagte ich. Der Kobold nickte und nahm meinen Schlüssel entgegen. Er öffnete eine schwere Eisentür. Ich trat ein und über mein Gesicht zog sich ein Lächeln.
Bis auf die Anfänge konnte ich die Childhood Magic immer über Spenden, oder wie jetzt seit kurzen über die Todesserverliese finanzieren. Ich war seit Jahren nicht mehr in meinem persönlichen Verliess. Ausser einem enormen Berg Gold waren auch etliche Kisten darin.
Ich ging auf eine der Kisten zu und öffnete sie. Dann hob ich ein Buch daraus. Es war mein Tagebuch. Ich hatte nicht lange Tagebuch geführt. Eigentlich nur das letzte Schuljahr, aber dieses war so enorm wichtig für mich.
„Weisst du, was das ist?" Ich drehte mich zu Harry um. Dieser lehnte im Türrahmen.
„Nein?"
„Mein Tagebuch vom letzten Schuljahr. Ich hab aufgehört darin zu schreiben, als ich mit der Childhood Magic angefangen habe." Harry kam näher.
In der Kiste lagen alle möglichen Dinge. Quidditch-Umhänge, Schulsachen, Hogwartsroben, und ein schwarzer Mini, mit einem schwarzen Oberteil ohne Ärmel und Träger und ein rotes Bolero.
„Dreh dich um", zwinkerte ich Harry zu. Dieser blickte zum Eingang des Verlieses und ich zog mich um.
„Dafür, dass ich drei Kinder habe, passt es noch ganz gut", sagte ich. Jetzt drehte sich Harry zu mir um.
„Das kannst du laut sagen. Du gehst glatt als mitte zwanzig durch."
„Danke mein lieber", lachte ich.
„Wir sollten so langsam mal wieder gehen, sonst machen die Läden noch zu." Ich blickte auf die Uhr, und stellte fest, dass wir bereits seit mehr als zwei Stunden in Gringotts waren.
„Gut, ich zieh mich um."
„Warum denn? Lass es doch an."
„Ich bin eine dreifache Mutter, das geht doch nicht." Weiter kam ich leider nicht, da der Kobold wieder auftauchte.
„Sie sollten jetzt wieder nach oben kommen." Ich verstaute also meine Kleider in der Kiste, nahm diese und einen grossen Batzen Gold mit und verliess mit Harry mein Verliess.
Etwas unangenehm war mir mein Aufzug schon, doch nur die ersten paar Minuten.
Als wir die Bank verliessen trug Harry die Kiste und wir lachten. Wir redeten nicht viel, über Harrys Vergangenheit, oder meine, sondern Shopten durch die Läden wie alte Freunde.
Harry war ein sehr guter Shoppingpartner, wofür ich Ginny beneiden musste. Nachdem wir bei Fortescue noch ein Eis gegessen hatten machten wir uns zurück.
„Flohst gleich von hier nach Hause, nehm ich an?"
„Wenn du es schaffst deine Pakete selber zu tragen?"
„Das werde ich grad noch so hinbekommen." Harry stellte sie alle vor mir auf den Boden.
„Danke Harry, es war ein wunderschöner Tag", sagte ich umarmte ihn, und küsste ihn auf die Wange. Er half mir noch dabei die Päckchen aufzuheben, dann gingen wir getrennte Wege.
Am Samstag würden wir uns ja wieder sehen. In Hogwarts schien niemand zu sein. Ich konnte ungesehen in unsere Räume, wo ich mich sogleich umzog. Dann setzte ich mich auf die Couch und las in einem Buch.
Pünktlich zum Nachtessen kam leben in die Wohnung. Severus kam aus seinem Zimmer und die Kinder vom See her. Wir gingen in die Halle zum Essen. Neele und Shane erzählten uns von ihrem Tag und wir hatten einen schönen Abend.
Nachdem Neele und Shane in ihrem Zimmer waren, ging ich mit Severus in unser Schlafzimmer. Er ging ins Badezimmer was ich ausnutzte, um den schwarzen Mini, das Oberteil und den Bolero anzuziehen. Als Severus wieder aus dem Bad kam, blieb er stehen und sah mich an.
Eine Augenbraue schnellte nach oben und ich grinste ihn an. Mit langsamen Schritten kam er auf mich zu. Dann zupfte er an der Schleife des Jäckchens und streifte es mir über die Schultern.
Ich glühte förmlich, doch Severus vermied es tunlichst mich dabei zu berühren. Langsam schritt er um mich herum und blieb hinter mir stehen. Ich zitterte vor Erregung. Er senkte den Kopf und begann meine Halsbeuge zu küssen.
Seine Hand glitt an meinem Oberschenkel nach oben und machte auch am Saum des Rockes nicht halt. Und als sie zwischen meine Beine rutschte, stöhnte ich auf.
Wohlweisslich hatte ich gänzlich auf Unterwäsche verzichtet und so konnte Severus meinen Kitzler streicheln und massieren. Ich warf den Kopf in den Nacken und keuchte.
Mit der Andern Hand zog er mir das Oberteil nach unten. Seine sanften Finger stricken über meine Nippel und zwirbelten daran. Ich schluckte schwer. Doch auch Severus konnte ein Stöhnen nicht verkneifen. Ich löste mich aus der Situation, ging zu der kleinen Make Up kommode und lehnte dagegen.
Dann stellte ich einen Fuss auf den Hocker, so dass Severus einen guten Ausblick hatte. Ich konnte durch die Pyjamahose genau sehen, dass er bereits steif war, und es hatte sich schon einen nassen Fleck gebildet.
Ich führte meine eigene Hand zwischen meine Schenkel und begann mich selber zu massieren. Dabei nahm ich zu keiner Sekunde meinen Blick von Severus. Er kam näher und streckte seine Hand nach meinen Brüsten aus. Severus senkte den Kopf, leckte über meine Nippel, saugte daran und ich konnte mich kaum mehr beherrschen.
„Mhm…jah…", keuchte ich.
Ich streifte ihm die Hose ab und er drängte sich sofort zwischen meine Beine. Ich konnte seinen Schwanz bereits spüren.
„Du bist ein Biest", hauchte er mir ins Ohr. Während er das sagte drang er in mich ein. Ich schluckte schwer.
Dann fing ich seine Lippen ein und meine Zunge vorderte einlass in seinen Mund. Dieser wurde mir gewährt und während er mich fickte, verschmolzen unsere Zungen in einem leidenschaftlichen Kuss.
„Ahh…Mhm…, jah…", hörte ich und ich musste mich zusammenreissen um nicht gleich zu kommen.
Severus verstärkte seine Stösse und ich konnte bereits das kommende Zucken erahnen. Und dann kam er. Keuchend, stöhnend und er riss mich mit sich. Ich hatte selten einen solchen Orgasmus und hatte Schwierigkeiten mich festzuhalten.
Es blieb mir nichts anderes übrig, als meine Finger in seine Schulter zu bohren. Den leisen Lustschrei, der mir entfuhr, bemerkte ich nicht mehr.
Keuchend und schwitzend lehnten wir an den Make up Tisch.
„Weisst du eigentlich, dass wir ein Bett besitzen?", fragte mich Severus ohne aufzublicken.
„Ach, wusste ich gar nicht", gab ich zurück. Wir sahen uns an, und ich begann zu lachen. Severus küsste mich erneut und ich ergab mich.
„Ich liebe dich", hauchte er.
„Ich liebe dich, Severus", antwortete ich ihm genau so leise.
Nach ein paar Minuten löste ich mich von ihm und ging ins Badezimmer. Ich duschte, zog mein Nachthemd an und ging zurück ins Zimmer.
Severus machte sich nicht die Mühe zu duschen sondern benutzte einen Reinigungszauber. Dieses mal war ich mir allerdings sicher, dass er bereits schlief, denn er schnarchte.
Ich grinste vor mich hin, legte mich neben ihn und schlief auch gleich darauf ein.
Am nächsten Morgen stand ich auf. Severus war kurz vorher gegangen und hatte mich schlafen lassen. Ich zog mich an, holte Elodine und ging zum Frühstück.
Als ich die Halle betrat, kicherten und lachten Shane und Neele.
„Was ist los?"
„Nichts", grinsten sie. Ich setzte mich auf meine Platz.
Dann, völlig aussergewöhnlich, rauschte Severus in die Halle. Normalerweise trank er einen Tee und verbunkerte sich dann in seinem Labor, doch heute offensichtlich nicht. Erst als er den Tisch beinahe erreicht hatte, sah ich, dass in seiner Hand der Tagesprophet flatterte.
Er knallte ihn mir auf den Tisch.
Auf der Titelseite ein Bild, welches mir wohl bekannt war. Ich umarmte Harry und küsste ihn auf die Wange. In dem Hauch von nichts, den ich am Tag zuvor in der Winkelgasse getragen hatte.
Die Überschrift lautete: Der Auserwählte spannt dem Tränkemeister die Frau aus.
Ich begann den Text zu lesen. Mit jedem Wort sank mein Brötchen welches ich noch soeben gegessen hatte mehr Richtung Teller. Als ich den Artikel zu ende gelesen hatte, sah ich zu Severus.
„Du glaubst doch den Blödsinn nicht etwa?"
„Wie kommst du dazu mit Potter in dieser Bekleidung durch die Winkelgasse zu gehen?"
„Ich hatte das Zeug in meinem Verliess in Gringotts gefunden und angezogen, dann hat uns dieser Kobold beinahe rausgeworfen und ich hatte nicht mehr die Zeit mich wieder umzuziehen. Ausserdem, was regst du dich so auf. Dir hat das Outfit gefallen." Severus zog eine Augenbraue nach oben. Er sah mich strafend an. Ich erhob mich.
„Severus Snape, wage es ja nicht, mich so anzusehen. Ich habe nichts von dem getan, was mir der Prophet hier vorwirft, und wenn du nur ein kleines Stück vertrauen zu mir hättest, wüsstest du dass." Ich rauschte an ihm vorbei.
Was glaubt der Kerl eigentlich wer er ist. Ich bin nicht sein Eigentum.
Anstatt in unsere Wohnung zu gehen, ging ich nach oben und flohte in Haus Nr. 12. Daphne hatte gerade das Frühstück beendet.
„Lynni, hallo, ich hatte heute nicht mit dir gerechnet."
„Hast du den Tagespropheten gelesen?"
„Ja?"
„Severus auch."
„Und jetzt?" Ich sah sie an. „Er glaubt doch nicht wirklich, dass du etwas mit Harry Potter hast oder?"
„Er hat mir gerade eine Szene gemacht, mitten in der Grossen Halle."
„Er muss dich wirklich lieben."
„Bitte? Das verstehe ich nicht."
„Er ist offensichtlich eifersüchtig, auf Harry."
„Er hat keinen Grund um eifersüchtig zu sein. Und das weiss er auch." Ich setzte mich neben Daphne.
„Weisst du was, mir wird das langsam zu blöd. Er ist so herrisch, so stur, so …"
„Du liebst ihn sehr, nicht war?"
„Ja." Meine Freundin schob mir eine Tasse Tee hin.
In diesem Moment kamen Simon, Daniel und Sanders in die Küche. Sie trugen ihre Badesachen.
„Seid vorsichtig ja, und ärgert mir den Kraken nicht."
„Ja Mom, beye Eleina." Die Menkin Jungs gingen offensichtlich mit meinen Kindern schwimmen. Daphne widmete sich wieder mir.
„Und was wirst du jetzt tun?"
„Keine Ahnung. Er traut mir das wirklich zu." Daphne holte den Tagespropheten hervor.
„Sag mal, sind das nicht die Klamotten die du am letzten Schulabend getragen hast?" „Ja, warum?"
„Warum trägst du die da?" Ich erklärte ihr die Geschichte mit dem Verliess.
„Ein wenig kann ich den armen Mann ja verstehen." Ich sah sie verwundert an. „Na er ist eben, wie soll ich sagen, eine Fledermaus. Und Harry, ein gut aussehender, junger Held."
„Ich habe keinen Heldenkomplex, ausserdem habe ich mit Severus drei Kinder, als was soll diese Spekulation." Meine Freundin hob die Schultern.
„Komm, wir gehen Shoppen." Daphne zog mich hoch und lotste mich in ihr Zimmer.
Sie gab mir Muggelkeidung von sich und wir flohten in den Tropfenden Kessel.
Der Tag tat mir gut. Daphne wusste eben immer wie sie mich auf andere Gedanken bringen konnte. Erst als wir wieder in die Winkelgasse zurück kehrten, wurde ich in die Realität geholt.
„Miss Dumbledore, wo ist ihr neuer Verehrer?" Eine angegraute Hexe, mit hässlicher Brille stellte sich mir in den Weg.
„Ich kann ihnen leider nicht folgen, ich habe keinen neuen Verehrer."
„Das heisst, die Geschichte zwischen ihnen und Mr. Potter läuft schon länger?"
„Was? Da läuft keine Geschichte."
„Aha"
„Nein, nichts aha. Ich lebe mit dem Menschen zusammen den ich liebe, von dem ich drei Kinder habe und den ich, so Merlin will, heiraten werde. Also hören sie auf, solche Lügen über mich, Harry, oder sonst jemandem zu verbreiten."
„Sie bestreiten also, dass Mr. Potter seine Freundin für sie verlassen hat?"
„Vehement, ja."
Ich war verwirrt. Harry sagte nichts davon, dass er sich von Ginny getrennt hatte.
„Erzählen sie den Lesern doch, warum sie sich genau auf den Tränkemeister und Griesgram Hogwarts, Professor Severus Snape, eingelassen haben." Neben dieser Schrecklichen Frau flatterte ein Notizblock und eine Flotteschreiber Feder.
„Nein, das werde ich ihnen nicht erzählen, sie machen doch nur eine Lügengeschichte daraus. Und jetzt, entschuldigen sie mich bitte." Ich liess die Reporterin stehen.
„Soll ich dich nach Hogwarts begleiten?" Ich nickte nur.
Als wir in Albus Büro aus dem Kamin stiegen, schluchzte ich. Daphne legte mir den Arm um die Schulter und wir gingen nach unten.
„Ich bin 31 Jahre alt, und heule wie ein Schulmädchen deren Freund gerade Schluss gemacht hat."
„Na, na, so schlimm wird's wohl nicht werden." Kurz vor der Eingangshalle, kam uns Severus entgegen.
„Eleina, was ist passiert?"
„Das sollten sie sich mal Fragen, Professor", zischte Daphne ihm zu. Sofort schoss eine Augenbraue nach oben.
Ich ging weiter nach unten. Daphne war gerade in fahrt, und ich wollte sie nicht aufhalten.
Ich ging in unser Zimmer, zog mir einen Bikini an, wickelte das Strandtuch um mich, und ging nach draussen.
Die Kinder lagen in der Sonne und ich setzte mich etwas abseits.
Die Sonne brannte auf meine Körper und ich genoss es.
Erst als sich jemand in die Sonne stellte, schlug ich die Augen auf.
„Mrs. Menkin lässt dir ausrichten, dass sie Samstag früh herkommt um dir zu helfen."
„Ach, ich dachte auf Grund des Artikels, lässt du die ganze Sache platzen", schnarrte ich.
„Es tut mir leid, ich habe überreagiert." Mir blieb der Mund offen stehen.
Severus Snape hatte sich gerade bei mir entschuldigt und auch noch zugegeben, dass er überreagiert hatte. Ich musste ihn ansehen wie einen Drachen.
„Du kannst deinen Mund wieder schliessen, das wird nicht noch mal vorkommen, dass ich mich entschuldigen werde." Da war er wieder. Ich lächelte ihn an.
„Wie kannst du überhaupt annehmen, dass ich etwas mit einem andern Mann haben könnte? Ich sagte doch, dass du immer der einzige Mann in meinem Leben warst?" Ich bekam keine Antwort, stattdessen streckte er mir die Hand entgegen. Ich liess mich auf die Füsse ziehen und Severus küsste mich.
„Lass uns nicht mehr darüber reden." Ich nickte, obwohl ich eigentlich schon gerne eine Antwort wollte.
Als wir uns dann auf den Weg ins Schloss machten, wurde von den Kindern getuschelt.
„Was ist denn los?", fragte ich genervt.
„Du hast doch gesagt, ich soll mir, Dad zuliebe, mehr anziehen wenn ich zum schwimmen gehe." Ich wusste sofort worauf Neele hinaus wollte.
„Ja, das sagte ich, und ich bleibe dabei. Das hier – ich deutete an mir herunter – war nur eine Ausnahme, weil ich deinen Dad ärgern wollte." Severus zog die Augenbraue nach oben und sah Neele eindringlich an.
„Und deine Mutter hat mich damit geärgert." Die Kinder kicherten und ich knuffte Severus in die Seite.
In der Eingangshalle wurden wir bereits erwartet.
„Da steckt ihr."
„Hallo Remus, wie geht es dir?" Ich hatte ihn seit Harrys Geburtstagsparty nicht mehr gesehen, und er hatte auf keine der Eulen reagiert die ich ihm geschickt hatte.
„Danke, es geht mir gut. Ich hatte eine Menge Zeit um mir über viele Dinge klar zu werden. Tut mir leid, dass ich nicht auf deine Eulen reagiert habe, aber ich wollte gerne etwas alleine sein." Ich ging auf ihn zu und drückte ihn an mich.
„Ich verstehe dich." Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie Severus eine Augenbraue nach oben zog.
„Wollen wir ein paar Schritte gehen?", fragte mich Remus.
„Gerne, wenn du mir noch ein paar Minuten gibst um mich anzuziehen." Es schien ihm erst jetzt aufzufallen, dass ich ausser meinem Bikini nicht sehr viel trug.
Ich ging mit Severus und den Kinder in unsere Wohnung. Die Menkin Jungs verabschiedeten sich und flohten zurück nach Hause. Als ich umgezogen aus dem Badezimmer kam, lehnte Severus im Türrahmen.
„Was?", fragte ich.
„Lupin."
„Ja?"
„Wird das lange dauern?"
„Severus, muss ich dich an unsern kürzlich beigelegten Streit erinnern? Ich werde mit Remus reden, so lange und so oft ich will. Remus ist mein Freund, und wenn mich einer meiner Freunde braucht, werde ich für ihn da sein." Ich ging zu Severus und küsste ihn.
„Ausserdem heirate ich dich in zwei Tagen und nicht ihn." Ich schob mich am Tränkemeister vorbei und ging zurück zu Remus.
Die ersten paar Meter gingen wir stumm nebeneinander.
„Du hast also eine Affäre mit Harry?", begann Remus. Ich sah ich belustig an.
„Jetzt haben sie es herausgefunden. Hatte Draco damals doch recht." Wir sahen uns an und lachten. Es wer sehr befreiend.
„Im Ernst Remus, es gab Leute die das geglaubt haben, zumindest ein bisschen."
„Ist nicht wahr, wer denn?"
„Severus."
„Oh."
„Was oh?"
„Potter."
„Remus, du redest in Rätseln, schon wieder."
„Ich sagte dir doch, dass er in Harrys Mutter verliebt war, dann hat James Potter sie ihm weggeschnappt, zumindest sieht er das so. Und jetzt hat er sich wohl in den Kopf gesetzt, dass es sich wiederholen könnte. Dass er die Frau die er liebt wieder an einen Potter verliert."
„Das ist jetzt aber nicht dein Ernst oder? Harry könnte mein Sohn sein."
„Wie viele Jahre ist Severus älter als du?"
„Fünfzehn?"
„Harry ist nur elf Jahre jünger als du."
„Der Mann ist kompliziert."
„Das wusstest du doch." Ich blieb stehen und sah Remus an, der noch einen Schritt weiter gemacht hatte, eh er sich zu mir umdrehte.
„Du schlägst mich mit meinen eigenen Waffen." Er lächelte mich an. „Aber deswegen wolltest du mich bestimmt nicht sprechen." Remus Gesicht verfinsterte sich.
„Es hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Ich werde am Montag nicht mehr hier her zurück kommen." Ich war stehen geblieben.
„Was soll das heissen?"
„Oh nichts schlimmes, ich werde im Ministerium arbeiten, in der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfte im Werwolf-Unterstützungsamt." Ich sah ihn eindringlich an.
„Und das gefällt mir?" Remus lachte.
„Ja, das gefällt dir sogar sehr."
„Phu, bin ich aber froh. Es ist wirklich schön, dass du etwas gefunden hast, mit dem du dich auseinandersetzten kannst."
„Ja, das ist es. Und ich möchte dir danken. Ich habe oft über das nachgedacht, was du mir damals im Krankenflügel gesagt hast." Ich hackte mich bei ihm unter.
„Und wie ist es mit Tonks?"
„Sie wird immer ein Teil meines Lebens sein. Ich habe sie sehr geliebt, und ich tue es noch, aber ich muss nach vorne sehen.
Die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft ist das, was uns erwartet." Wir gingen zurück zum Schloss.
In der Grossen Halle wurde bereits gegessen. Als wir eintraten verstummten die Gespräche. „Macht ruhig weiter, ich habe nichts zu sagen", kicherte ich und ging mit Remus nach vorne. Dort beugte ich mich zu Severus und küsste ihn.
„Du wirst mich nicht verlieren, und schon gar nicht, an einen Potter", flüsterte ich ihm zu. Severus Blick wanderte unwillkürlich zu Remus.
„Sieh ihn nicht so an, wenn du mit mir reden würdest, anstatt alles totzuschweigen, müsste er mir nicht immer auf die Sprünge helfen." Severus knurrte, sagte aber weiter nichts. Ich setzte mich und ass.
„Sag mal Albus, sind die Lehrer für nächstes Jahr schon bestummen?" Der Schulleiter blickte von seinem Teller auf.
„Warum, hast du Interesse?"
„Ich? An welchem Fach denn?"
„Zaubertränke, vielleicht", zischte Severus.
„Mit deinen Freiheiten kann ich nicht mithalten", sagte ich ehrfürchtig. „Ich dachte nur, da Remus nicht mehr hier sein wird, und die Schule in ein paar Tagen anfängt?" Die Zwillinge blickten von ihren Tellern auf.
„Das ist aber schade, Professor Lupin, sie waren einer unserer Lieblings Professoren", sagte Shane.
„Der liebste, eigentlich, bis auf Dad." Severus quittierte seinen Triumph mit einem Schnauben.
„Tut mir leid ihr Zwei, aber ich bin sicher Albus wird einen adäquaten Ersatz finden."
Kurz nach dem Essen verabschiedete sich Remus und versprach, natürlich am Samstag wieder zur Trauung hier zu sein. Wir zogen uns alle zurück in unsere Räume.
Severus und ich, wir setzten uns auf die Couch. Ich sass, während Severus seinen Kopf in meinen Schoss legte. In Gedanken strich ich ihm durchs Haar.
„Woran denkst du?"
„An Vieles. Vor allem daran, ob wir für Samstag alles organisiert haben."
„Sofern du etwas zum Anziehen hast, bin ich zuversichtlich."
„Aha, das heisst, du kommst nackt?" Severus machte die Augen auf.
„Das hatte ich eigentlich nicht vor."
„Du wirst doch nicht in einem deiner normalen Festumhänge kommen?" Er presste die Lippen aufeinander, doch seine Augen verrieten ihn. „Sag schon, was wirst du anhaben?" Doch er schwieg eisern.
Ich versuchte den ganzen Abend aus ihm herauszubekommen was er denn nun tragen würde, doch ich schaffte es nicht.
Wenn Severus etwas konnte, war es schweigen. Auch die ganze Nacht versuchte ich es, doch es hatte keinen Zweck.
Irgendwann am frühen Morgen war ich dann doch eingeschlafen.
Der Freitagmorgen kam und mit ihm die erste Nervosität. Severus verzog sich bereits vor dem Frühstück in sein Labor und mir viel andauernd etwas aus den Händen.
Als ich mir beim Frühstück eine Tasse Tee einschenken wollte, viel mir die Tasse hinunter und der Inhalt ergoss sich über meine Kleider.
„Bei Merlin noch mal, ich glaube ich sperre mich ein bis die Schule wieder beginnt."
„Dann würdest du deine eigene Vermählung verpassen", scherzte Albus.
„So wie es bei mir im Moment aussieht, werde ich stolpern bevor ich überhaupt vorne am Altar bin. Oder ich falle die Treppe hinunter und breche mir den Hals."
„So schlimm wird es schon nicht werden", versuchte mich Neele zu beruhigen.
Dann kam der Tagesprophet.
„Der Erlöser zurück bei seiner Freundin." Auf der Titelseite war ein Bild von Harry und Ginny. Ich stand auf und verliess die Halle.
Ich war mir ziemlich sicher, dass Harry sich noch immer im Fuchsbau befand. So flohte ich vom Schulleiterbüro aus in den Fuchsbau.
„Hallo, ist hier jemand?"
„Eleina, schön dich zu sehen."
„Hallo Molly, ist Harry da?"
„Draussen", grinste sie.
„Ja, ich hab den Tagespropheten auch gelesen", verdrehte ich die Augen. Ich ging nach draussen.
„Hei, da ist ja mein Verehrer", rief ich. Harry, Ron, Hermine und Ginny sassen unter einer grossen Linde.
„Oh, was beschert mir die Ehre der Frau die ich meinem Professor ausgespannt habe?"
„Das da", sagte ich und hielt ihm den Tagespropheten unter die Nase.
„Aha, ist aber nett, dass du mich zurückgenommen hast", scherzte Harry zu Ginny. Diese Knuffte ihn in die Seite.
„Dich doch immer." Dann küssten sie sich.
„Du hast doch keinen Ärger deswegen?", fragte Ron.
„Du kennst Severus schon sehr gut."
„Er hat sich darüber aufgeregt?", wunderte sich Hermine.
„Ja, hat er. Er hat mir in der Grossen Halle eine Szene gemacht, war echt süss, eigentlich." Die Freunde prusteten los.
„Entschuldige Eleina, das wollte ich nicht. Ich hätte dich nie ermutigen sollen die Sachen nochmals auszuprobieren."
„Ach, eigentlich war Severus da ganz anderer Meinung, bis er den Propheten gelesen hat." Ich grinste.
„So genau wollten wir das bestimmt nicht wissen", meinte Ron und verdrehte die Augen. Ich setzte mich zu ihnen.
„Bist du nervös?", fragte Hermine.
„Und wie. Ich hab heute Morgen meine Tasse fallen gelassen, nachdem ich mich schon am Bettpfosten gestossen hatte, und den Finger in der Tür eingeklemmt."
„Und da kommst du zu uns in der Annahme, hier passiert dir nichts?"
„Nein, ich wollte sehen, ob Harry den Propheten gelesen hat."
„Aber sonst geht's dir gut?" Ich lachte.
„Ja, das tut es."
Wir redeten eine Weile über dies und das und als Molly zum Mittagessen rief, wollte ich zurück nach Hogwarts.
„Du isst doch mit uns?"
„Ich ehm, weiss nicht, war eigentlich nicht so gedacht…"
„Papperlapapp, hier setz dich." Molly dirigierte mich zu einem Stuhl.
Erstaunlicherweise schaffte ich es den Eintopf zu essen ohne mich voll zukleckern. Im Allgemeinen war ich hier nicht so nervös wie in Hogwarts.
„Ist Professor Snape nervös?", fragte mich Ginny nachdem wir gegessen hatten.
„Keine Ahnung. Er ist heute Morgen bereits sehr für in sein Brauzimmer und auch sonst hat er sich nichts anmerken lassen, was für ihn allerdings nichts Aussergewöhnliches ist."
„Er ist bestimmt nervös", meinte Molly die sich gerade wieder an den Tisch gesetzt hatte. „Auch für ihn ist der morgige Tag etwas Besonderes. Aber wie du bereits sagtest, er wird sich nichts anmerken lassen."
„Ich weiss, und das macht mir manchmal etwas Sorgen. Wenn er doch nur mehr reden würde."
„Du hast ja noch ein paar Jahre Zeit, ihm das beizubringen." Ich lachte auf.
„So, ich muss dann mal wieder, sonst sucht mich noch jemand, oder sie denken ich hätte es mir anders überlegt." Ich verabschiedete mich von den Gryffindors und Molly und flohte zurück nach Hogwarts.
Dort wurde ich bereits erwartet.
„Eleina, wo warst du?"
„Ich war im Fuchsbau, was ist den passiert?"
„Severus macht das Schloss unsicher, weil du dich nicht abgemeldet hast."
„Tut mir leid, ich wusste nicht dass ich das hätte tun sollen." In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Büro.
„Ich habe bereits im ganzen Schloss…"
„Hallo Severus", grinste ich.
„Eleina, wo warst du, ich habe mir Sorgen gemacht."
„Ich war im Fuchsbau. Molly hat mich zum essen eingeladen."
„Du hättest ruhig was sagen können."
„Wem denn, deinem leeren Bett, welches ich heute Morgen vorgefunden hatte?
Du kannst dann anfangen Nervös zu werden, wenn ich morgen nicht zur vereinbarten Zeit in der Grossen Halle bin, vorher brauchst du dir keine Sorgen zu machen." Ich ging zu ihm und küsste ihn auf die Wange.
Wir verliessen gemeinsam das Büro des Schulleiters. Severus zog mich in sein Büro.
„Setz dich", sagte er zu mir und deutete auf einen der Stühle in der ersten Reihe.
`Eigenartig` dachte ich, setzte mich aber trotzdem.
„Die Blumen werden morgen früh geliefert, die Hauselfen sind instruiert, meine Trauzeugin ebenfalls. Die Ringe sind bereits geliefert."
„Oh, kann ich sie sehen?" Severus zog die Augenbraue nach oben. „Das heisst dann wohl nein."
„Du weisst, wann du wo zu sein hast?"
„Ja, das weiss ich, aber ich habe nicht dort zu sein, ich möchte dort sein. Severus das ist keine Abschlussprüfung. Wenn die Zeremonie fünf Minuten Später beginnt, kommt trotzdem das Selbe bei raus."
„Du wirst später kommen?"
„Nein, aber wenn, dann ist es nicht schlimm. Wir wissen wie es ablaufen soll. Ich weiss wann ich wo sein sollte und Daphne weiss es auch. Wir werden das schon schaffen und wenn was schief geht, dann geht es eben schief, was soll's." Ich wusste, dass Severus ein penibler Perfektionist war und so war es ihm auch nicht egal, dass etwas hätte schief gehen können. Doch Severus kam nicht mehr dazu etwas zu sagen, denn es klopfte an die Bürotür.
„Ja", rief er.
„Ich wollte euch nicht stören", sagte Albus und blieb an der Tür stehen.
„Eleina, dein Kleid wurde soeben geliefert, wo willst du es hin haben?"
„Oh, Gryffindorgemeinschaftsraum", sagte ich. Severus sah mich fragend an. „Dort werde ich die Nacht verbringen. Du weisst doch, wir sollen uns am Tag der Hochzeit erst vor dem Altar sehen, das bringt sonst Unglück."
„Und warum nicht in eines der Gästezimmer?", fragte Severus beleidigt.
„Weil du in den Gryffindorturm bestimmt nicht rein kannst", sagte ich siegessicher.
Albus verabschiedete sich wieder und auch ich machte mich davon.
So schnell ich konnte eilte ich in den Gryffindorturm.
Das Kleid hing bereits an einem Bilderrahmen. Ich stellte mich davor, glitt mit den Fingern durch den Brokat Stoff und spürte die Stickereien. Dann fühlte ich das Seidenband und begann zu zittern.
Keine Ahnung wie lange ich dort gestanden hatte, doch als das Portrait der Fetten Dame aufschwang, zuckte ich zusammen.
„Überraschung." Ich traute meinen Augen nicht. Daphne, Ginny, Hermine, Neele, Molly und Narzissa traten ein.
„Albus hielt es für eine Gute Idee, wenn wir deine letzte Nacht als unverheiratete Frau zusammen verbringen würden", grinste Daphne.
„Dachte Albus das, ist ja typisch", lachte ich. Ich wurde von allen umarmt.
„Ich hoffe du hast nichts dagegen, Albus hat mich gebeten auch zu kommen."
„Nein Narzissa, das ist gut so." Wir setzten uns in die Sitzgruppe vor dem Kamin.
„Sag mal Eleina, wie bist du auf Professor Snape gekommen? Das wollt ich schon immer mal wissen", fragte Ginny.
„Oh ja Lynni, erzähl es uns." Ich streckte Daphne die Zunge heraus. Doch alle bettelten und ich gab mich geschlagen.
„Also, es begann alles an meinem ersten Schultag. Ich glaube in den letzten Jahren wurde der Stundenplan nie geändert, denn auch ich hatte Zaubertränke in der ersten Stunde. Als wir damals in die Kerker gingen, war mir das ganze unheimlich. Und als dann der Klassenraum auf ging, überschlug sich der Geruch von Kräutern und Moschus.
Ich musste die Nase rümpfen, es war grauenhaft. Und dann dieser Professor.
Er war damals 26, Voldemort hatte seinen Zenit erreicht und wir vermuteten alle, dass Severus da irgendwie mit drin steckte. Er war dunkel, düster, unheimlich. Doch das Fach im Allgemeinen gefiel mir ganz gut.
Das erste Jahr zumindest, war ich eine unscheinbare E Schülerin. Ich setzte mich jede Stunde hin, braute meinen Trank und ging.
Ich glaube Severus nahm keine Notiz von mir. Im zweiten Jahr, roch es noch immer so streng, doch ich hatte mich daran gewöhnt.
Und dann kam der Tag, an dem Voldemort vernichtet wurde, oder zumindest dachten wir es. Severus wurde für ein paar Wochen von einem andern Professor vertreten. Man munkelte er wäre für diese Wochen in Askaban und wenn ich ehrlich bin, weiss ich bis heute nicht ob das stimmte."
„Es stimmte", warf Narzissa ein. „Er verbrachte damals die Wochen der Anhörung in Askaban, bis ihn Albus rehabilitieren konnte." Ich nickte Narzissa zu.
„Tja und als er dann wieder kam, war er strenger als davor. Im dritten und im Vierten Jahr wurde mir der dunkle Zauberer immer interessanter. Als ich dann im Fünften war, begann ich mich richtig für ihn zu interessieren. Doch ich traute mich nicht wirklich."
„Oh ja, das ist war. Sie war wochenlang gereizt und unausstehlich." Wir lachten.
„Jedenfalls brauchte ich bis in mein letztes Schuljahr, um ihn auf mich aufmerksam zu machen.
Zu Anfang versuchte ich einfach die Beste Schülerin zu sein die er je hatte."
„Und wie sie das versucht hat. Jeden Abend vor dem zu Bett gehen hat sie in irgendeinem Tränkebuch gelesen. Sie war bereits die Klassenbeste, aber das reichte ihr offensichtlich nicht, und wir konnten uns neue Tränke anhören bis uns die Ohren bluteten."
„Daphne, so schlimm war ich nicht."
„Und ob du das warst."
„Auf jeden Fall waren alle Versuche ungenügend. Und dann, 14 Wochen vor meinem Abschluss, versuchte ich es auf die andere Tour. Ich liess mir immer wieder etwas einfallen um Nachsitzen zu müssen. Und ich war eine menge Stunden dort unten. Ich warf ihm laszive Blicke zu, versuchte ihn zufälligerweise zu berühren, doch nichts. Er reagierte einfach auf gar nichts. Und dann kam mein Tiefpunkt." Ich senkte beschämt die Augen.
„Und der war?", fragte Hermine.
„Wollt ihr das wirklich hören?"
„Du wirst es erzählen müssen, ansonsten tu ich es." Narzissa grinste mich an. Ich hätte wissen müssen dass Severus ihr alles erzählt hatte.
„Na gut, ich musste zum Nachsitzen, mal wieder. Es war kurz vor Schulende. Ich lieh mir also von einer Fünftklässlerin die Uniform."
„Da hast du rein gepasst?", wunderte sich Molly.
„Ich sagte nicht, dass ich dort rein gepasst habe. Die Bluse war zu eng, der Rock zu kurz und den Pullunder hab ich gar nicht anbekommen. Und trotzdem bin ich so zum Nachsitzen gegangen.
Da Severus allerdings nicht reagiert hatte, hab ich mich geoutet. Ich hab ihn direkt gefragt was mit mir nicht stimmen würde."
„Und was hat er geantwortet?"
„Willst du dir nicht die Ohren zu halten Neele?"
„Nein, ich will das wissen", protestierte sie.
„Sie sind meine Schülerin, mehr nicht. Also verstärkte ich meine Bemühungen." Ich hatte mich inzwischen neben Neele gesetzt.
„Ich hab ihn bewundert, seine Disziplin, die Selbstbeherrschung, die undurchdringliche Art", ich geriet ins Schwärmen. „Tja, auf jedenfall hat es ja was gebracht."
„Warum hast du ihn dann verlassen?" Ich wusste, dass diese Frage kommen würde, doch ich hätte nicht gedacht, dass sie von Hermine kommt.
„Weil ich jung war, naiv und weil ich nicht jenes zu hören bekam, was ich wollte." Ich wurde von allen Seiten fragend angesehen. „Na gut, er sagte nicht, dass er mich liebt, oder dass ich bei ihm bleiben soll. Also hab ich meine Schublade bei ihm ausgeräumt und bin gegangen."
„Du hattest eine Schublade bei ihm?" Ich nickte. „Du musst sehr naiv gewesen sein, er hätte dir nie eine Schublade gegeben, wenn er nicht gewollt hätte, dass du bleibst."
„Ich weiss Narzissa, jetzt weiss ich es. Aber damals war mir das nicht ersichtlich."
„Lasst uns zum Essen gehen." Daphne zog mich auf die Füsse. Wir gingen gemeinsam in die Grosse Halle.
Bereits im Eingangsbereich hörten wir Stimmen. Als wir dann das Portal erreichten, musste ich lachen.
Albus, Remus, Arthur, Ron, Harry, Draco und Shane sassen um einen Tisch, während Severus daneben stand.
Ihm war sein Unmut anzusehen und als er uns kommen sah, funkelte er mich böse an. Ich ging zu ihm hin und küsste ihn.
„Das war Albus Idee."
„Das weiss ich, aber du bist seine Enkelin."
„Als ob ich ihm so was hätte ausreden können." Wir setzten uns.
„Ich dachte mir, es wäre nett, euern letzten Abend in Freiheit etwas zu feiern. Die Damen werden im Gryffindorturm untergebracht, während die Herren sich in die Schlangengrube zurück ziehen werden."
„Gryffindors in der Schlangengrube?", platzte Draco heraus.
„Das muss doch nicht sein Professor, wir können und doch auch hier unterhalten", meinte nun Harry.
„Es freut mich, dass ihr einer Meinung seid, aber ich habe mir schon etwas dabei gedacht. Ausserdem war Narzissa eine Slytherin und die Damen haben sich ja auch nicht beschwert." Albus war von seiner Idee nicht abzubringen.
„Ihr könntet auch in unsere Wohnung, wenn dir das lieber ist", flüsterte ich Severus zu. Ich wusste genau, dass er von dem Gedanken Harry in seiner Wohnung zu haben nochweniger begeistert war.
Auch wenn er sich mit Harry arrangierte, zu seinen Freunden zählte er nicht.
Auf jeden Fall konnte ich den Blick deuten den er mir zu warf. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter.
„Lass Albus die Freude, er hat doch nur mich. Mom war nie verheiratet." Severus nickte unmerklich.
„So, dann gehen wir mal", sagte Daphne und stand auf. Wir waren alle schon ziemlich erschlagen nach dem Essen, doch ich wusste, dass noch etwas auf mich warten würde. Ich ging zu Severus und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss.
„Wir sehen uns Morgen vor dem Altar", flüsterte ich ihm zu.
„Ich werde dort sein."
Es blieb uns nichts anderes übrig, als in den Gryffindorturm zu gehen und die Männer unter sich zu lassen. Wir machten es uns gemütlich und begannen mit den albernsten Spielen, wie in meiner Teenagerzeit.
Um kurz nach Elf, war Neele auf meinem Schoss eingeschlafen, doch das hinderte uns nicht daran weiter zu feiern.
Als nach und nach alle sich schlafen legten, blieben nur noch Narzissa und ich über. Wir sassen einen Moment stumm nebeneinander vor dem Kamin.
„Ich freue mich, dass Severus jemanden wie dich bekommt."
„Jemanden wie mich?"
„Ja, aufrichtig, hartnäckig und leidenschaftlich. Ich glaube er würde mit einem Duckmäuschen nicht glücklich werden. Severus ist Dominant und genau das braucht er auch um sein Gleichgewicht zu finden."
„Du liebst ihn, nicht wahr?" Narzissa sah mich ertappt an. Doch dann nickte sie.
„Aber er liebt dich, und ich gönne es ihm von ganzem Herzen."
„Er hat mir erzählt, dass ihr, ich meine…"
„Oh, hat er das?"
„Na ja, er musste, ich hab ihn damit konfrontiert. Vor einigen Wochen warst du hier, spät abends. Ihr habt euch über mich unterhalten. Ich wollte euch nicht belauschen, aber ihr habt mich nicht bemerkt und als ihr so vertraut miteinander umgegangen seid, musste ich euch beobachten."
Narzissa schien sich an den Abend zu erinnern.
„Es gab Zeiten, da war ich glücklich mit Lucius, doch die waren eher selten. Severus hat immer zu mir gestanden, auch wenn er nicht derselben Meinung war.
Und er war das Beste, was Draco je passieren konnte. Ich verdanke ihm viel. Vielleicht, wenn ich damals schon so klar gesehen hätte, hätte ich ihn mir schnappen können.
Aber wem nützt schon die Spekulation. Er liebt dich, so sehr, dass er keine Andere haben wollte, die ganzen Jahre nicht."
„Wir hätten uns eine Menge ärger ersparen können, wenn wir miteinander gesprochen hätten. Vielleicht nicht gleich in diesem Sommer, nach meinem Abschluss, aber in irgendeinem der Jahre danach. Aber wir waren beide zu Stolz." Narzissa lächelte.
„Sein Stolz und seine Disziplin hat ihm mehr als einmal das Leben gerettet."
„Ich weiss, vielleicht war es ja Schicksal, dass es so gekommen ist. Ich danke dir, auf jeden Fall, dass du ihm eine so gute Freundin bist, auch wenn ich tierisch eifersüchtig war." Die blonde Frau lachte aus ganzem Herzen.
„Was glaubst du, wie eifersüchtig ich auf dich war. Aber ich muss zugeben, du passt besser zu Severus als ich, oder als sonst je jemand zu ihm passen würde." Ich umarmte sie.
„Danke, das bedeutet mir wirklich viel." Ich stand auf.
„Los kom, wir gehen schlafen."
„Hier? Ich dachte ich gehe nach Hause."
„Du hast doch Albus gehört, jetzt kom schon." Narzissa folgte mir nach oben.
Im Schlafsaal war es bereits still. Wir gingen kurz durchs Bad und zogen uns um. Dann legten wir uns schlafen.
Ich wurde von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Ausser mir war noch niemand wach. Heute war also der Tag gekommen, ich würde Severus heiraten.
Ich würde heiraten. Diese Worte hallten in meinem Kopf wieder. Ich stand auf, stellte mich ans geöffnete Fenster und liess mir den Wind durch die Haare wehen. Dann schloss ich die Augen und atmete ein paar Mal tief ein.
„Na, bekommst du kalte Füsse?"
„Ich bin so nervös, mir ist schlecht und ich glaube ich kippe gleich um."
„Gut, dann kann es ja losgehen."
Als ich mich umdrehte standen alle angezogen im Raum.
„Wir werden dann mal gehen. Bis später Eleina." Die Gryffindors verabschiedeten sich. Auch Neele ging nach unten.
„Wir sehen uns später", sagte Narzissa und verabschiedete sich.
Die nächsten paar Stunden verbrachten Daphne und ich damit uns anzuziehen, hübsch zu machen und nicht zu nervös zu werden.
Ich erinnerte mich an Daphnes Hochzeit. Sie war nervös, übergab sich sogar und hätte beinahe alles abgeblasen.
Um fünf vor halb zwölf stand ich im Gemeinschaftsraum. Daphne zupfte noch die letzte Falte am Kleid zu Recht.
Ich sah mich nochmals im Spiegel an. Der Rock sass perfekt. Der Schleier lag über der Schleppe und mein Brautstrauss war ein kleiner Wasserfall aus roten und weissen Rosen. Mein Haar war nach oben gesteckt und das Diadem funkelte.
„Hier, sonst vergisst du das noch." Daphne reichte mir eine Schachtel. Ich öffnete sie und lächelte. Das Collier welches ich mir in der Nockturngasse ausgesucht hatte. Die Phiole die daran hing funkelte rose.
„Amortentia", lachte ich. Daphne nickte und streckte mir die Hand entgegen.
„Wir müssen los." Ich atmete nochmals tief ein und ging dann hinter ihr aus dem Portrait.
Aus der Eingangshalle hörte ich stimmen. Ich konnte Albus, Neele und Shane aus machen. Ich wusste nicht, was die Kinder sich zum anziehen ausgesucht hatten.
Ich war wohl dabei, in der Winkelgasse, durfte aber nicht mit in die Ankleide. So sah ich sie jetzt zum ersten Mal.
Neele trug ein dunkelblaues Cocktailkleid mit Petticoat darunter. Es reichte ihr bis knapp übers Knie.
Albus hatte ein silbergraues Gewand an und dann sah ich Shane. Ich schluckte hart. In meinen Augen sammelten sich die ersten Tränen.
„Du wirst doch jetzt nicht weinen, Mom."
„Tut mir leid, ihr seht grossartig aus."
„Du siehst aus wie dein Vater", sagte Daphne verblüfft.
Shane trug einen schwarzen Gehrock. Dasselbe Modell wie sein Vater, nur eben kleiner.
An den Handgelenken und am Kragen war das weisse Hemd noch zu sehen. Ich strich ihm übers Gesicht.
„Jetzt hör auf zu flennen, das kannst du dir für Dad aufheben." Ich zwang mich zu einem lächeln.
„Bereit?", fragte mich Albus.
„Nein", sagte ich und lächelte ihn an.
„Gut, dann können wir ja gehen." Neele und Shane gingen voran, dann Albus und Daphne und dann ich.
Als die Tür zur Grossen Halle aufgeschoben wurde stockt mir der Atem. Die Stühle waren wie in einem Kirchenschiff angeordnet. Die Meter bis zum Altar waren mit roten und weissen Rosen gesäumt und an der Decke leuchteten tausend Kerzen.
Und was mich am allermeisten überraschte, die Halle war komplett besetzt. Alle Kinder aus den Häusern, viele Schüler Hogwarts, sämtliche Professoren, die Mitglieder des Phönixordens, der Elternbeirat, die Devenports, die Menkins und die Weasleys.
Elodine sass bei Harry auf dem Schoss. Dann wurde mein Blick auf Severus frei. Ich merkte wie mein Mund aufklappte.
Ich zwang mich ihn wieder zu schliessen.
Er trug eine schwarze Hose, ein schwarzes Gilet mit silbernen Stickereien darauf.
Ganz fein nur, man konnte sie fast nicht sehen.
Darunter ein weisses Hemd mit kurzen rüschen am Kragen und an den Handgelenken.
Und als krönenden Abschluss, einen offenen, schwarzen Gehrock an dessen Revers sich grosse, silberne Stickereinen befanden.
Neben Severus stand Narzissa. Sie trug eine dunkelgrüne Robe. Sehr elegant, allerdings dezent.
Severus kam mir ein paar Schritte entgegen. Ich zitterte am ganzen Körper. Er streckte mir die Hand entgegen, und ich legte meine hinein. Dann zog er mich zu sich, und küsste mich auf die Wange.
Ich konnte nur lächeln. Erst als Severus mir eine Träne von der Wange wischte, merkte ich, dass ich weinte.
Albus vorne am Altar nahm ich gar nicht mehr war. Erst als er sich räusperte, hatte er meine Aufmerksamkeit.
„Eleina, Severus, es ist mir eine besondere Ehre heute mit euch hier zu sein." Severus nahm meine Hand.
„Und wenn ich ehrlich bin, dachte ich, ich würde es nicht mehr erleben." Ein Lacher ging durch die Halle.
Auch ich musste lächeln und senkte schuldbewusst den Kopf.
Albus begann mit seinen Erzählungen in meinem letzten Schuljahr. Immer wieder wurde zwischendurch gekichert. Mein Herzschlag begann sich zu normalisieren. Und gerade, als er wieder seinen gewohnten Rhythmus hatte, kamen wir zu der Stelle auf die wir gewartet hatten.
„An dieser Stelle würde jetzt der Offizielle Teil folgen, doch Severus hat darauf bestanden, dies mit seinen eigenen Worten zu tun." Natürlich hat er darauf bestanden. Er würde die Fäden nie aus der Hand geben.
Ich lächelte ihn an. Meine Hände waren schwitzig und ich zitterte. Mein Herz schlug so schnell, dass ich sicher war, mindestens die erste Reihe würde es hören.
„Ich, Severus Snape, nehme dich zu meiner Frau. Ich verspreche hier vor Merlin und diesen Zeugen, dich zu lieben und zu beschützen. Ich verspreche, dich nicht zu verlassen, weder in guten noch in schlechten Tagen, weder in Reichtum noch in Armut, weder in Gesundheit noch in Krankheit, und dir die Treue zu halten, bis der Tod uns scheidet.
In Verantwortung vor Merlin und vor dir und in Verantwortung vor unsern Kindern, verspreche ich dir die Treue für immer.
Ich weiß um meine Schwäche, doch im Vertrauen auf Merlin wage ich diesen Schritt.
Mit diesem Ring nehme ich dich, Eleina Amalia Mathilda Dumbledore, als meinen meine Frau. Ich werde dich lieben, achten und ehren, in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut, bis dass der Tod uns scheidet."
Narzissa reichte ihm ein Kissen aus schwarzem Sammt. Darauf lagen zwei Ringe.
"Elfenmetall", flüsterte ich leise. Severus sah mich an und nickte.
Die Ringe waren in silbernem Elfenmetall mit eingeprägten Runen. Severus nahm den kleineren und streifte ihn mir über den Finger. Ich glaube nicht, dass jemand bemerkt hatte wie er zitterte, doch ich konnte es genau sehen.
Auf meinem Ring waren einige Diamantsplitter eingearbeitet. Dann sah Albus mich an. Das hiess wohl, jetzt war ich an der Reihe. Ich musste mich zuerst räuspern, denn mein Hals war trocken.
„Ich, Eleina Amalia Mathilda Dumbledore, nehme dich zu meinem Mann. Ich verspreche hier vor diesen Zeugen, dich zu lieben und zu ehren, dich nicht zu verlassen, weder in guten noch in Schlechten Tagen, in Reichtum oder Armut, in Gesundheit oder Krankheit. Ich halte dir die Treue bis uns der Tod scheidet.
In Verantwortung vor Merlin, dir und unsern Kindern, verspreche ich dir die Treue.
Ich bin mir meiner Schwächen bewusst, doch im Vertrauen zu dir wage ich diesen Schritt. Mit diesem Ring nehme ich dich, Severus Snape, als meinen Mann. Ich werde dich lieben, achten und ehren, bis der Tod uns scheidet." Ich nahm den zweiten Ring vom Kissen.
Er war genau so wie der erste, nur das keine Brilliantsplitter eingearbeitet waren. Mit zitternden Fingern streifte ich ihn ihm über.
„Im Namen von Merlin, diesen Zeugen und dem Zaubereiministerium erkläre ich euch für rechtmässig verbundene Eheleute." Wir strahlten uns an. „Ihr dürft euch jetzt küssen", flüsterte Albus uns zu.
Severus nahm mein Gesicht in seine Hände. Seine Lippen kamen auf mich zu und ich schloss die Augen. Als ich seine Lippen auf meinen spürte öffnete ich sie um seine Zunge zu begrüssen. Eine Welle von Applaus, Jubelrufen und Geklatsche überschwemmte uns.
„Meine Freunde, liebe Gäste, Mr. und Mr. Snape." Wir gingen Hand in Hand nach draussen.
Auf den Ländereien waren Zelte aufgestellt worden. Es waren so viele Gäste. Wir stellten uns an den Eingang des Zeltes und liessen die Glückwünsche über uns ergehen.
Zuerst natürlich von Narzissa, Albus und Daphne, dann die Menkins, Draco, die Weasleys, Harry und Hermine und der ganze Rest.
Ich hätte schwören können, dass wir mindestens zwei Stunden dort gestanden hatten und beglückwünscht wurden. Dann gingen wir hinein und setzten uns an den Tisch.
Auch hier war alles mit weissen und roten Rosen geschmückt.
„Es ist wunderschön Severus, das hätte ich dir gar nicht zugetraut." Severus warf mir einen triumphierenden Blick zu.
Dann wurde das Essen aufgefahren. Ich ass nur eine Kleinigkeit, meist beobachtete ich die Gäste.
„Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Freunde haben." Severus zog eine Augenbraue nach oben.
„Die sind alle wegen dir da."
„Vor allem die Professoren, die Leute vom Ministerium. Die sind nicht wegen mir da. Sie sind da, weil sie dich respektieren. Du bist ein wichtiger Mann."
„Mrs. Snape, wie fühlen sie sich jetzt?" Ich drehte mich um.
„Wer hat sie denn eingeladen?"
„Ich bin überall, wo sich etwas Wichtiges abspielt." Severus erhob sich und drängte die neugierige Reporterin nach draussen.
„Ich werde sie genau so zitieren", giftete sie.
„Was hast du ihr gesagt?"
„Das wirst du morgen im Tagespropheten lesen können."
Wir sassen an der Kopftafel. Neben mir Daphne dann Albus. Neben Severus Narzissa und Remus. Shane, Neele, Simon, Daniel und Sanders sassen an einem Tisch gleich daneben. Und dann waren ca. zehn Reihen Tische mit den Gästen. Dean, Harry, Ron, Hermine, Ginny, Draco und die Weasleys zu vorderst.
Nach dem Essen, vor dem Dessert erhob sich Severus. Augenblicklich wurde es Still. Severus hatte seinen Kelch in der Hand und drehte ihn mit den Fingern.
Er suchte sichtlich nach Worten, doch da er ein traditionsbewusster Mensch war, war ihm auch klar, dass er eine Rede halten musste. Dann stellte er den Kelch ab.
„Werte Gäste, treue Freunde. Ich habe bereits gesagt, was zu sagen war. Ich will euch auch nicht mit irgendwelchen Floskeln langweilen. – er drehte sich zu mir – Würden sie mir die ehre erweisen, den Tanz zu eröffnen, Mrs. Snape?" Natürlich legte ich meine Hand in seine. Wir schritten durch die langen Tischreihen nach vorne.
Die Musik begann zu spielen und wir tanzten. Severus war ein erstaunlich guter Tänzer. Bald darauf füllte sich die Tanzfläche mit den Andern paaren. Albus und Minerva, Daphne und Dean, Draco und Narzissa, Harry und Ginny, Ron und Hermine und viele mehr. Nach einigen Minuten zogen wir uns zurück an den Tisch.
„Es ist wunderschön. Die Feier, das Essen, die Dekoration, du hast dich selber übertroffen." Ich lehnte mich zu ihm hinüber und küsste ihn.
Sofort blitzten die ersten Kameras.
Dann wurde auf der Tanzfläche geklatscht. Ich sah nach vorne und Severus lehnte sich zurück um seinen Triumph zu geniessen.
Über die Tanzfläche wurde die Hochzeitstorte geschoben. Ein mehrstöckiges Monster aus Zuckerguss mit weissen und roten Rosen. Severus stand auf, reichte mir die Hand und zog mich nach vorne. Dann reichte er mir das Messer.
„Oh nein mein lieber." Ich legte meine Hand auf seine. „Du weisst doch, der mit der Hand oben hat in der Beziehung das Sagen." Severus zog eine Augenbraue nach oben.
„Na gut, aber nur weil du das alles so wunderschön arrangiert hast." Ich nahm ihm das Messer ab und er legte seine Hand auf meine.
Wir schnitten die Torte an. Jeder Gast bekam ein Stück, dann setzten wir uns wieder auf unsere Plätze.
Erst in den frühen Morgenstunden verabschiedeten sich auch noch die letzten Gäste der Party. Ich schlenderte mit Severus zurück ins Schloss.
Neele und Shane übernachteten bei Daphne und Harry hatte Elodine bei sich aufgenommen. Severus war zwar zu anfangs nicht so begeistert davon gewesen, aber nachdem Molly ihm versichert hatte, dass es kein Problem geben würde, willigte er ein.
Vor unserer Wohnung blieben wir stehen. Ich sah Severus auffordernd an. Er zog die Augenbraue nach oben, verstand aber was ich wollte. Er hob mich hoch, und trug mich über die Türschwelle. Im Schlafzimmer setzte er mich ab.
„Ich lieb dich Severus Snape", flüsterte ich und küsste ihn.
„Ich liebe dich auch, Eleina Snape." Ich lachte. Severus küsste mich, und öffnete gleichzeitig mein Kleid.
Ich warf meinen Kopf in den Nacken was meinen Mann dazu veranlasste seine Küsse auf meine Halsbeuge auszuweiten. Ich schob ihm seinen Gehrock über die Schulter, knöpfte sein Gilet auf und begann dann an seinem Hemd herum zu zupfen. Mein Kleid war inzwischen zu Boden geglitten.
Ich stand ihn einem aufreizenden Nichts aus weisser Spitze vor ihm. Severus betrachtete mich. Ihm gefiel offensichtlich was er sah, denn ich konnte deutlich eine Beule in seiner Hose ausmachen. Ich tat einen Schritt zurück um aus meinem Kleid zu steigen, dann streckte ich Severus die Hand entgegen.
Er griff sofort danach.
Vor dem Bett blieb ich stehen. Mit einem einfachen Schlenker meiner Hand, öffnete ich seine Hose und liess sie auf den Boden gleiten. Ich streichelte über seinen Schritt und massierte den bereits steifen Schwanz.
Severus knurrte erregt. Ich spürte seine Finger meine Arme hinaufwandern, wo sie eine heisse Spur hinterliessen, und dann den Rücken hinab gleiten, während sich der Reissverschluss des Mieders öffnete.
Ich konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken. Mit sanften, aber bestimmten Küssen, dirigierte mich Severus auf das Bett.
Ich hätte ihm nicht widerstehen können, selbst wenn ich es gewollt hätte.
Seine Zunge spielte mit meinen steifen Nippeln, während er seine Hände über meine Hüften in den Slip aus weisser Spitze gleiten liess. Ich bemerkte nicht, wie ich auch noch das letzte Stück Stoff auf meinem Körper verlor. Und ich hatte nicht bemerkt, wann Severus sich seiner Short entledigt hatte, denn als ich von ihm auf das Bett gedrückt wurde, musste ich seinen harten Schaft loslassen.
Doch jetzt spürte ich seine Hände zwischen meinen Beinen und seinen Schwanz an meinem Oberschenkel.
„Jah…, Mhm…", keuchte ich. Seine Finger massierten meinen Kitzler und drangen langsam in mich ein, während sein Becken gegen meinen Oberschenkel gepresst wurde.
Ich versuchte mich ein wenig zu bewegen, damit ich ihn stimulieren konnte.
„Merlin…, ah…" Ich machte es wohl richtig.
Ich quittierte es mit einem heftigen knurren, als ich spürte wie er sich von mir löste, doch sehr weit kam ich damit nicht, denn sogleich wurden meine Nippel wieder bearbeitet und ich konnte sein Knie zwischen meinen Beinen spüren.
Severus hatte sich zwischen meine Oberschenkel gedrängt und ich konnte seinen Schwanz bereits spüren. Die Hitze aus seinem Körper schien genau dort abzustrahlen. Ich griff nach unten und streichelte über die Härte.
Severus warf den Kopf in den Nacken und stiess einen dumpfen Stöhner aus. Dann sah er mir tief in die Augen. Ich nahm meine Hand wieder nach oben. Sie war etwas klebrig vom Lusttropfen, doch mir war das gerade recht.
Genüsslich leckte ich jeden Finger ab. Er senkte sich zu mir herunter und während er mich leidenschaftlich küsste, glitt sein Schwanz in mich. Ich keuchte in den Kuss.
Dann zog er sich aus mir zurück um kräftig zuzustossen. Ich beugte mich ihn entgegen und versuchte seine ganze Härte in tief in mich aufzunehmen.
„Ah…, Ah…, jah…" Severus keuchen trieb mich an und ich begann mich in seinem vorgegebenen Rhythmus zu bewegen.
„Fuck ja…, jah…, ah…" Ich hörte mich von weit weg. Ich spürte bereits, wie sich alles in mir zusammenzog und sich die Wärme in meinem Schoss sammelte.
Severus stösse wurden härter und als ich für einen kurzen Moment die Augen öffnete, sah ich, dass seine Augen geschlossen waren. Er hatte den Kopf in den Nacken geworfen und keuchte durch die halb geöffneten Lippen. Severus wurde schneller und ich konnte bereits fühlen, wie es in ihm zu zucken begann. Dann wurden wir von einem Tsunami der Gefühle überrollt.
Ich schrie meine Lust und dieses überwältigende Gefühl, dass mich gerade überkam, hinaus. Und ich konnte Severus hören, der es mir gleich tat, was mich doch etwas verwunderte. Dann sank er auf mich.
Ich schlang sofort meine Arme um seinen zitternden Körper. Er atmete rasch und stossweise. Genauso wie ich es auch tat.
Nach ein paar Minuten stemmte er sich wieder nach oben. Er sah mich an und ich konnte deutlich das Lachen in seinen Augen sehen. Severus küsste mich Leidenschaftlich, dann legte er sich neben mich und zog mich eng an sich. So schliefen wir ein. Im wissen, dass wir es geschafft hatten, entgegen aller Erwartung.
