Was jetzt?
Als Harry am Morgen wieder aufwachte, hatte er entsetzliche Kopfschmerzen. Er richtete sich auf und lehnte sich an eine Wand. Eine Weile verharrte er so und dachte darüber nach, was er jetzt tun sollte. Alleine war er so gut wie aufgeschmissen. Ob er zu Mrs. Figg gehen sollte? Nein. Sie war sicher schon mehr als genug Gefahren ausgesetzt als ein Squib. Diese Option fiel also weg.
Selbst wenn die Weasleys nicht nach Azkaban mussten, oder schlimmeres, so wurde ihr Haus bestimmt überwacht, also war es auch nicht möglich dort Zuflucht zu suchen. Ob er wieder durch die Wälder ziehen sollte? Diesmal hatte er allerdings nicht Hermine und ihr Zelt bei sich. Er müsste im Freien schlafen, dafür war es aber eigentlich noch deutlich zu kühl. Hier war es auf die Dauer auch nicht sicher, es war ein viel zu offensichtliches Versteck. Seine einzige Hoffnung war sein Unsichtbarkeitsumhang. Er hoffte, dass er sich mit diesem irgendwie durchschlagen konnte.
Als erstes brauchte er etwas zu essen, danach konnte er sich daruüber Sorgen machen, wo er bleiben konnte. Sobald er mal etwas hatte, konnte er es vervielfältigen. Wenn er sich nicht irrte, musste es Sonntag sein, das hieß dass am nächsten Tag wieder alle arbeiten gehen würden. Er musste also noch einen Tag warten.
Wie es wohl Ron und Hermine wohl erging? Ihre Gesichter waren nicht so bekannt wie Harrys, aber es wäre dennoch gefährlich für die Beiden gewesen, wenn sie jemand gesehen hätte. Sie hatten den großen Vorteil, dass Hermine ihre Tasche bei sich hatte in der alles Notwendige zum Überleben war. Seine zwei besten Freunde taten ihm unglaublich leid. Sie waren davon überzeugt, dass Harry tot war und es gab nichts was er tun konnte um ihnen zu zeigen, dass dies nicht der Fall war.
Es verging ein Tag an dem Harry hungrig nachdachte, wie seine Chancen standen, unerkannt auch nur in Voldemorts Nähe zu kommen. Auch die Verbindung zwischen den Beiden war weg, so dass Harry nicht mehr in seinen Geist blicken konnte. Er fand einfach keine Lösung für sein Problem und fragte sich, ob jemand anderes es wohl schaffen würde, ihn zu besiegen. Alle seine Horkruxe waren zerstört, also lag es nicht mehr nur an Harry. Jeder wäre theorethisch dazu in der Lage gewesen, wenn der- oder diejenige nur nahe genug an ihn herankommen würde.
Wenn Harry doch nur einen Tagespropheten gehabt hätte, dann hätte er gewusst, was nach der Schlacht geschah. Ob sie herausgefunden hatten, dass er nicht tot war? Waren sie vielleicht sogar schon auf der Suche nach ihm? Harry wusste es nicht. Ohne auch nur ein Stück weitergekommen zu sein legte er sich am Abend wieder hin und wartete auf den Morgen.
